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Weltlich - Überweltlich

  • xxx
  • 12. Dezember 2012 um 22:13
  • Zum letzten Beitrag
  • xxx
    Themenautor
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    • 12. Dezember 2012 um 22:13
    • #1

    Hallo zusammen

    Was soll man sich unter weltlich und überweltlich vorstellen ?

    Hier einige Beispiele aus dem PK:

    Zitat

    Nach Vis. XVI ist die Erkenntnis der vier Wahrheiten von zweierlei Art: in Verständnis (anubodha) oder in Durchdringung (pativedha), d. i. Verwirklichung bestehende Erkenntnis. Erstere ist weltlich (lokiya), letzrere überweltlich (lokkuttara), d. i. mit dem Pfadbewußtsein des Stromeingetretenen usw. verbunden. Diese überweltliche durchdringende Erkenntnis durchdringt alle vier Wahrheiten in ein und demselben Augenblicke.

    Zitat

    Man unterscheidet einen 'weltlichen' (lokiya) und einen mit den 4 Stufen der Heiligkeit (siehe ariya-puggala) verbundenen 'überweltlichen' (lokuttara) achtfachen Pfad


    Zitat

    Rechte Erkenntnis, sage ich, ist von zweierlei Art: es gibt eine rechte Erkenntnis, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich (d.i. karmisch heilsam) ist und weltlichen Lohn bringt; und es gibt eine rechte Erkenntnis, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.


    1. Die Ansicht, daß Almosen, Gaben und Opfer etwas Gutes sind, daß es eine Frucht und eine Wirkung gibt für die guten und bösen Taten, daß es so etwas gibt wie das nächste Leben, daß Vater und Mutter und geistgeborene Wesen keine leeren Worte sind, daß es in der Welt Mönche und Asketen von rechtem und vollkommenem Wandel gibt, die diese wie die nächste Welt selber durchschaut und erfahren haben und sie erklären können. Das, ihr Jünger, ist eine rechte Erkenntnis, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich ist und weltlichen Lohn bringt.


    2. Was aber da bei einem, während er mit heiligem, ungetrübtem Herzen auf dem heiligen Pfade (des Stromeingetretenen, Einmalwiederkehrenden usw.) verweilt und den heiligen Pfad entfaltet, an Wissen besteht, das ist eine rechte Erkenntnis, die edel ist, triebfrei, überweltlich und die zum edlen Pfade gehört.

    Zitat

    Rechte Gesinnung, sage ich, ist von zweierlei Art: es gibt eine rechte Gesinnung, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstvoll ist und weltlichen Lohn bringt; und es gibt eine rechte Gesinnung, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.


    1. Entsagende Gesinnung, haßlose Gesinnung, friedfertige Gesinnung, das ist eine rechte Gesinnung, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstvoll ist und weltlichen Lohn bringt.


    2. Was da aber bei einem, der mit heiligem, ungetrübtem Herzen auf dem heiligen Pfade verweilt und den heiligen Pfad entfaltet, an Gedanke besteht, an Gedankenfassung, Denken, Beobachtung und Gerichtet sein der Gedanken, an Zielbewußtsein des Geistes, an sprachlicher Tätigkeit (des Geistes, vací-sankhāra): das ist eine rechte Gesinnung, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.


    Zitat

    Rechter Lebensunterhalt, sage ich, ist von zweierlei Art: es gibt einen rechten Lebensunterhalt, der noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich ist und weltlichen Lohn bringt; und es gibt einen rechten Lebensunterhalt, der edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.


    1. Wenn der edle Jünger einem verkehrten Lebensunterhalt entsagt und auf rechte Weise seinen Lebensunterhalt gewinnt, das ist ein rechter Lebensunterhalt, der noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich ist und weltlichen Lohn bringt.


    2. Was da aber bei einem, der mit heiligem, ungetrübtem Herzen auf dem heiligen Pfade verweilt und den heiligen Pfad entfaltet, Abwendung, Wegwendung, Enthaltsamkeit und Abstehen von verkehrtem Lebensunterhalt ist: das ist rechter Lebensunterhalt, der edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.

    Zitat

    Die mit den vier Edlen Pfadmomenten oder Fruchtmomenten (siehe ariya-puggala) verbundene oder dieselben zur Grundlage (für die Vertiefungen) habende Sammlung gilt als 'überweltlich' (lokuttara), da sie das Nirwahn zum Objekte hat; jede andere Sammlung, selbst die der höchsten Vertiefungen (siehe jhāna), gilt als 'weltlich' (lokiya).

    Zitat

    Die 8 Stufen der Heiligkeit sind:
    die 4 überweltlichen Pfade (magga) und
    die 4 überweltlichen Früchte (phala) dieser Pfade

    Das weltliche kann ich ja noch gut nachvollziehen. Das sogenannt überweltliche wird jedoch derart schwammig formuliert, dass ich mir beim besten Willen nichts genaues darunter vorstellen kann.

    Bakram

  • Geronimo
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    • 12. Dezember 2012 um 22:47
    • #2

    Sollste ja auch nicht :D Aber erfahren kannste es, bei Zeiten.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onyx9
    Gast
    • 12. Dezember 2012 um 23:36
    • #3

    Vipassaná ( Hellblick )

    http://www.palikanon.com/wtb/nirodha_sam.html

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 12. Dezember 2012 um 23:52
    • #4
    Bakram:

    Was soll man sich unter weltlich und überweltlich vorstellen ?.......Das sogenannt überweltliche wird jedoch derart schwammig formuliert, dass ich mir beim besten Willen nichts genaues darunter vorstellen kann.


    Je mehr man sich vor ein Fenster stellt, desto weniger kann man sehen. :D

    Wenn du etwas "überweltliches" erfährst, wirst du es schon merken. Ob es dir dann allerdings noch wichtig ist, diese Erfahrung zu bezeichnen, sei dahingestellt. :D

  • nibbuti
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    • 13. Dezember 2012 um 00:59
    • #5
    Bakram:

    Was soll man sich unter weltlich und überweltlich vorstellen ?.


    Hi Bakram

    'Weltliches' (lokiya-dhamma) sind Konventionen, Vorstellungen, Neigungen oder Gesetzmäßigkeiten; die können entweder heilsam & zuträglich oder unheilsam & unzuträglich (zu einem 'glücklichen Leben') sein.

    'Überweltliches' (lokuttara-dhamma) sind hingegen alle Dinge oder Möglichkeiten, die mit Sunnata verbunden sind.

    Grüße

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 08:55
    • #6
    nibbuti:

    'Überweltliches' (lokuttara-dhamma) sind hingegen alle Dinge oder Möglichkeiten, die mit Sunnata verbunden sind.


    Hi nibbuti,

    ....Dinge die mit Sunnata verbunden sind.....
    kannst du so ein "Ding" in diesem zusammenhang näher erleutern?

    dnake
    .

  • Onyx9
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 09:18
    • #7

    Von magischen Dingen bis hin zum zum erlösenden Erkenntnisblick.

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 09:27
    • #8
    Onyx9:

    Von magischen Dingen bis hin zum zum erlösenden Erkenntnisblick.


    wenn das eine antwort auf meine frage ist, dann bitte ich dich mir zu erklären was "magische dinge" sind.
    "erlösender Erkenntnisblick" klingt sehr poetisch..... sehr schwammig :)
    .

  • Doris
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    • 13. Dezember 2012 um 09:40
    • #9

    Wie man sich was VORSTELLEN soll? :shock:

    Ich kenne nichts Überweltliches. Dort war ich noch nie – ich bin, seit ich mich erinnern kann, in und auf der Welt.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • hedin
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 09:47
    • #10

    Für den Samsarianer reicht das hier….

    Relative Wirklichkeiten, weltliche Dinge, Samsara,
    lokiya-citta > weltliche Bewusstseinszustände, die nicht nibbana erleben.

    Letztendliche Wirklichkeiten, Leerheit, Nibbana.
    Lokuttara-citta > überweltliches Bewusstsein, das Nibbana erlebt,
    lokuttara-dhamma > Das Bedingungslose, das ist nibbana, und das Bewusstsein das Nibbana erlebt.

    ….genaueres wird er auf den Weg zum Ende des 8fachen Pfades hin erfahren, wenn er denn so weit kommt.

    hedin

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 10:30
    • #11
    hedin:

    Für den Samsarianer reicht das hier….

    Relative Wirklichkeiten, weltliche Dinge, Samsara,
    lokiya-citta > weltliche Bewusstseinszustände, die nicht nibbana erleben.

    Letztendliche Wirklichkeiten, Leerheit, Nibbana.
    Lokuttara-citta > überweltliches Bewusstsein, das Nibbana erlebt,
    lokuttara-dhamma > Das Bedingungslose, das ist nibbana, und das Bewusstsein das Nibbana erlebt.

    ….genaueres wird er auf den Weg zum Ende des 8fachen Pfades hin erfahren, wenn er denn so weit kommt.

    hedin


    WOW....
    na da können wir :D ja mit definieren anfangen, fortfahren und nicht mehr aufhören....

    @ Bakram, wenn du jetzt noch unklarheiten hast....tja, dann .... haste halt pech gehabt :D
    .

  • hedin
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 10:44
    • #12
    Zorița Câmpeanu:

    na da können wir :D ja mit definieren anfangen, fortfahren und nicht mehr aufhören....

    difinieren...
    ...du meinst wohl spekulieren. 8)

    hedin

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 10:47
    • #13
    hedin:
    Zorița Câmpeanu:

    na da können wir :D ja mit definieren anfangen, fortfahren und nicht mehr aufhören....

    difinieren...
    ...du meinst wohl spekulieren. 8)

    hedin


    aber klar doch :D
    wo würdest du deine aussagen aus dem vorherigen post denn ansiedeln?
    .

  • hedin
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 11:01
    • #14
    Zorița Câmpeanu:


    aber klar doch
    wo würdest du deine aussagen aus dem vorherigen post denn ansiedeln?

    im Samsara, weltlicher, relativer Wirklichkeit………

    Der Blick in die überweltliche, letztendliche Wirklichkeit ist mir versperrt, da bleibt eben nur spekulieren…..vom Hörensagen fabulieren....oder gemäß der Lehre folgern.

    hedin

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 11:23
    • #15
    hedin:
    Zorița Câmpeanu:


    aber klar doch
    wo würdest du deine aussagen aus dem vorherigen post denn ansiedeln?

    im Samsara, weltlicher, relativer Wirklichkeit………

    Der Blick in die überweltliche, letztendliche Wirklichkeit ist mir versperrt, da bleibt eben nur spekulieren…..vom Hörensagen fabulieren....oder gemäß der Lehre folgern.

    hedin


    ich sehe das so:
    das was als manifestation wahrnehmbar ist, also das was du relative wirklichkeit, samsara nennst, ist ausdruck der "überweltlichen wirklichkeit" und somit sind beide (wirklichkeiten) eins.
    der unterschied liegt nicht in der/n "wirklichkeit(en)" sondern in meiner, deiner, seiner fähigkeit der wahrnehmung, woraus ich schliesse das es kein weltlich-Überweltlich gibt!
    .

  • Onyx9
    Gast
    • 13. Dezember 2012 um 11:55
    • #16

    Hui Neng:
    Nicht-Sehen eines Dings, das ist Haften am Sehen,
    Treibende Wolken verhüllen den Glanz der Sonne.
    Nicht-Wissen eines Dings, das ist Haften am Wissen,
    Ein Blitzschlag durchdringt die Leere des Raumes.
    Plötzlich entsteht, was du weißt und siehst,
    Denn alles Denken ist unverständlich.
    Erkenne im Denken, daß dein Denken falsch ist,
    Dann erstrahlt dir das innere Licht.

  • xxx
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    • 13. Dezember 2012 um 18:56
    • #17

    Danke für eure Antworten. Ich beschäftige mich grad damit.

    Möglicherweise beschreibt der überweltliche Pfad ja auch ganz profan den Weg des hauslosen, des Mönchs, des ordinierten und der weltliche Pfad den Weg des Haushälters, des Laien, des Weltlings.

    @Onyx: Was du beschreibst kann ich auch nachvollziehen. Die Idee ist verlockend:

    Eine Art (überweltliches) intuitives Erkennen, Handeln, usw. entwickeln. Allerdings kann man seine Intuitionr als weltling (zumindest ich selber) nie sicher sein, dass es auch rechte Intuition und nicht falsche Intuition (=Fehler) sind.

    Welcher Geist kontrolliert die Intuition ? Ist es ein weltlicher oder ein überweltlicher ?

    Gruss Bakram

  • Onyx9
    Gast
    • 15. Dezember 2012 um 00:08
    • #18

    :lol: Das hab ich nicht beschrieben, das hat Hui Neng gesagt.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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