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Worauf es wirklich in der Praxis ankommt

  • Geronimo
  • 19. November 2012 um 08:55
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  • Geronimo
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    • 19. November 2012 um 08:55
    • #1

    Eine der schönsten Reden um die (eigenen) Prioritäten zu überprüfen:

    Zitat

    A.IX.20 Die Betrachtung der Vergänglichkeit - das höchste Verdienst - 10. Velāma Sutta

    Im Jetahain bei Sāvatthī.

    Der Erhabene sprach zu Anāthapindika, dem Hausvater:

    »Gibt man wohl, Hausvater, in deinem Hause Almosen?«

    -»Freilich, o Herr, gibt man in meinem Hause Almosen, und zwar groben roten Reis, und als zweites eine Reissuppe [21].«

    -»Ob da einer, o Hausvater, Grobes oder Feines als Almosen darreicht, gibt er es ohne Achtung und Höflichkeit, nicht eigenhändig, bloße Abfälle, ohne Glaube an eine Vergeltung, so empfindet sein Herz, wo auch immer die Wirkung der jeweiligen Gabe eintritt, keine Freude an vorzüglicher Speise, kostbaren Gewändern und stattlichen Wagen, keine Freude an den erlesenen fünf Sinnengenüssen [22]. Und seine Kinder, Frauen, Knechte, Dienstboten und Arbeiter gehorchen ihm nicht, hören nicht auf ihn, kümmern sich nicht um ihn. Und warum ist dies so? Weil eben Werke, die ohne Achtung ausgeführt werden, ein solches Ergebnis haben.

    Ob da einer, o Hausvater, Grobes oder Feines als Almosen darreicht, gibt er es mit Achtung und Höflichkeit, eigenhändig, keine Abfälle, im Glauben an eine Vergeltung, so empfindet sein Herz, wo auch immer die Wirkung der jeweiligen Gabe eintritt, Freude an vorzüglicher Speise, kostbaren Gewändern, stattlichen Wagen, Freude an den erlesenen fünf Sinnengenüssen. Und seine Kinder, Frauen, Knechte, Dienstboten und Arbeiter gehorchen ihm, hören auf ihn und sind aufmerksam. Und warum ist dies so? Weil eben Werke, die mit Achtung ausgeführt werden, ein solches Ergebnis haben.

    Einstmals, o Hausvater, lebte ein Brahmane namens Velāma. Dieser spendete folgende Gabe, eine gewaltige Gabe: er verschenkte

    eine überaus große Anzahl mit Silber gefüllte goldene Gefäße,
    eine überaus große Anzahl mit Gold gefüllte silberne Gefäße,
    eine überaus große Anzahl mit Kleinodien gefüllte Bronzeschüsseln,
    eine überaus große Anzahl goldgeschmückte, goldbeflaggte und mit goldgewirkten Netzen bedeckte Elefanten,
    eine überaus große Anzahl mit Löwen-, Tiger- und Pantherfellen und gelben Wolldecken überzogene, goldgeschmückte, goldbeflaggte und mit goldgewirkten Netzen bedeckte Wagen,
    eine überaus große Anzahl mit Seide bedeckte und mit bronzenen Melkgefäßen behängte Kühe,
    eine überaus große Anzahl mit edelsteinbesetzten Ohrringen geschmückte Jungfrauen,
    eine überaus große Anzahl mit befransten, weißwollenen, blumengewirkten Decken und mit schönen Antilopenfellen gedeckte, mit Überdecken und mit purpurnen Kissen an beiden Bettenden versehene vornehme Ruhelager,
    eine überaus große Anzahl Koti [23] Gewänder aus feinster Leinwand, Seide, Wolle und Baumwolle.
    Was soll man da erst von Speise und Trank sagen, von den Kauwaren, Eßwaren, Leckereien und Getränken, die dort gleichsam in Strömen flossen?

    Du möchtest nun wohl denken, Hausvater, daß der Brahmane Velāma, der damals solch große Gabe spendete, irgendein fremder Mensch gewesen war. Doch das sollst du nicht denken; denn der Brahmane Velāma, der damals jene große Gabe spendete, der war ich. Beim Spenden jener Gabe aber, o Hausvater, war kein Gabenwürdiger zugegen, keiner heiligte jene Gabe.

    Bei weitem verdienstvoller als die große Gabe des Brahmanen Velāma ist es nun, o Hausvater, wenn man einen 'Erkenntnisbesitzenden' [24] speist.
    Bei weitem verdienstvoller aber ist die Speisung von hundert Erkenntnisbesitzenden;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung eines Einmalwiederkehrers;
    bei weitem verdienstvoller aber die Speisung von hundert Einmalwiederkehrern;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung eines Niewiederkehrers;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung von hundert Niewiederkehrern;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung eines Heiligen;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung von hundert Heiligen;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung eines Einzelerleuchteten;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung von hundert Einzelerleuchteten;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung des Vollendeten, Heiligen, vollkommen Erleuchteten;
    bei weitem verdienstvoller die Speisung der Mönchsgemeinde mit dem Erleuchteten an der Spitze;
    bei weitem verdienstvoller aber ist es, wenn man für die Mönchsgemeinde aller vier Himmelsrichtungen ein Kloster erbaut;
    bei weitem verdienstvoller, wenn man zuversichtlichen Herzens beim Erleuchteten, der Lehre und der Mönchsgemeinde Zuflucht nimmt;
    bei weitem verdienstvoller, wenn man zuversichtlichen Herzens die Sittenregeln auf sich nimmt: die Vermeidung von Töten, Stehlen, geschlechtlicher Ausschreitung, Lügen und Rauschmitteln;
    bei weitem verdienstvoller aber ist es, wenn man selbst nur soviel wie einen flüchtigen Duft [25] liebevoller Gesinnung (mettā-citta) erweckt;
    doch bei weitem verdienstvoller als all dies ist es, wenn man die Betrachtung der Vergänglichkeit übt, und wäre es nur für einen Augenblick [26].«

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    Zitat

    [21] Frage und Antwort beziehen sich hier, wie auch K bemerkt, bloß auf Bettler und andere Bedürftige, nicht aber auf Mönche, als deren größter Spender Anāthapindika bekannt war.

    [22] Hier ist offenbar ein Mensch gemeint mit einer angeborenen Vorliebe für das Rauhe, Unansehnliche, Abstoßende, und einem instinktiven Widerwillen gegen alles Schöne und Wohlgefällige, das er, selbst wenn es ihm angeboten wird, meist unter irgendwelchen Scheingründen abweist und oft gar noch in seinem Verhalten eine Tugend erblicken will.

    [23] Im gewöhnlichen Gebrauch, sagt K, habe ein Koti 20 Stück, in diesem Falle jedoch bloß zehn.

    [24] ditthisampanna, eine Bezeichnung des Stromergriffenen (sotāpanna).

    [25] gandhūhanamattam; K: die Zeitdauer des Riechens an einer Priese Duftpulver. K gibt als andere Lesart gaddūhanamattam und erklärt es als die Zeitdauer des einmaligen Säugens eines Kalbes am Kuheuter.

    [26] Wtl: während eines Fingerschnalzens. - K schreibt der Vergänglichkeitsbetrachtung diesen hohen Rang nur dann zu, wenn der damit befaßte intensive Klarblick seinen Höhepunkt erreicht hat (sikhāpatta-balava-vipassanā), so daß unmittelbar darauf die Erreichung einer der Heiligkeitsstufen folgt. - Wie dem auch sei - stetig gepflegte Vergänglichkeitsbetrachtung führt zur Einsicht auch in die beiden anderen Daseinsmerkmale (Leidhaftigkeit und Ichlosigkeit), und schließlich, nach Gewinnung des vollen Klarblicks, zum Nibbāna. Daher wird dieser Betrachtung vom Buddha ein so hoher Wert zuerkannt.

    Alles anzeigen

    http://www.palikanon.com/angutt/a09_011-020.html

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • mukti
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    • 19. November 2012 um 09:26
    • #2
    Zitat

    ..doch bei weitem verdienstvoller als all dies ist es, wenn man die Betrachtung der Vergänglichkeit übt, und wäre es nur für einen Augenblick.

    Dabei lässt sich die nötige Erkenntnis für die Befreiung verdienen bzw. entwickeln, über diese hinaus gibt es nichts mehr.

    Mit Metta, mukti.


  • Geronimo
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    • 19. November 2012 um 09:32
    • #3
    mukti:
    Zitat

    ..doch bei weitem verdienstvoller als all dies ist es, wenn man die Betrachtung der Vergänglichkeit übt, und wäre es nur für einen Augenblick.

    Dabei lässt sich die nötige Erkenntnis für die Befreiung verdienen bzw. entwickeln, über diese hinaus gibt es nichts mehr.

    Ist toll, wie die Rede erst groß anfängt und dann am Ende das Unscheinbarste zum Kostbarsten macht.

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  • Noreply
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    • 19. November 2012 um 11:03
    • #4

    Was mir gerade einfällt.
    für einen Lehrerlosen führt das in längerer Phasen der Gefühlskälte. Nicht für die Menschen um mich bin ich gefühlskalt sondern für mich in mir, zu mir.
    Es "die dauernde Betrachtung der Vergänglichkeit" hat mich lange der Fähigkeit beraubt Zuneigung Anderer als "einfachso" Zuneigung anzunehmen.
    Die Schwierigkeit war das sich der Gedanke Zuneigung ist vergänglich die Macht übernehmen konnte.
    Es gibt viele Menschen die mich als Kochperson sehr ätzend finden, doch sie lieben mich einfach so. Erst seit ich diese Menschen-Liebe erkennen konnte war ich bereit auch mich einfach so zu lieben.
    Menschen können auch ohne das sie das wissen genau trennen wie sie mit Personen und Menschen umgehen.
    Personen werden eben wie dauerhaft bestehendes behandelt, der Mensch in der Person eben wie etwas fragiles, zerbrechliches, vergängliches.
    Mein Chef behandelt mich als Koch eben wie ein Wesen das seine Vorstellungen erfüllt, doch immer ist da auch das vorsichtige behandeln des Menschen.
    Er weiss noch nicht das er die Rolle:Chef auch anders anlegen könnte, er hat Angst davor die Kontrolle zu verlieren.

    Der Grundstein der Praxis ist bedingungslos zu lieben und bedingungslose Liebe erkennen.
    Das Handeln der Person nicht mit dem Handeln des Menschen zu verwechseln.
    Der Mensch handelt immer aus bedingungsloser Liebe, die Person wird immer versuchen den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.
    Der Mensch muß lernen das er als Person handelnd in diese Welt verstrickt ist, es ist ein Netz. Ziehe ich einen Faden kann ich Schäden/Dukkha in engen Grenzen halten.
    Bei der Praxis kommt es darauf an zu verhindern das die Person immer in die vollen greift und Gier, Hass, Verblendung Verbreitet und für sich erzeugt.
    Loslassen können wir die Fäden nicht, das macht der Tod.
    Praktizieren heisst, abschneiden des Verlangen an den Fäden zu reißen.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. November 2012 um 15:51
    • Offizieller Beitrag
    • #5
    Ellviral:

    Was mir gerade einfällt.
    für einen Lehrerlosen führt das in längerer Phasen der Gefühlskälte. Nicht für die Menschen um mich bin ich gefühlskalt sondern für mich in mir, zu mir.
    Es "die dauernde Betrachtung der Vergänglichkeit" hat mich lange der Fähigkeit beraubt Zuneigung Anderer als "einfachso" Zuneigung anzunehmen.
    Die Schwierigkeit war das sich der Gedanke Zuneigung ist vergänglich die Macht übernehmen konnte.

    Mir kommt vor, dass die Betrachtung von Vergänglichkeit und die Entwicklung von Mitgefühl nicht in die gleiche Richtung gehen sondern in einer dialektischen Beziehung stehen. Jede Betrachtung von Vergänglichkeit aktiviert ja unser Anhaften an einem Selbst. Vergänglichkeit aktiviert enen Drang sich nicht zun öffnen sondern vor dem Unwägbaren wegzutreten und sich zu verschliessen. Schafft man es da, einen freundlichen und mitfühlenden Geist zu bewahren besiegt man diesen Teil des Anhaftens. Was einen Instandesetzt sich noch mehr mit Vergänglichkeit auseinenderzusetzten und anzufreunden.

    Die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit ist Kontrollverlust. Das kann man positiv nutzten, indem man sich mit der Situation anfreundet aber genauso auch negativ, dass man misstrauischer und ängstlicher wird und mehr nach Kontrolle schielt.

  • Noreply
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    • 20. November 2012 um 02:40
    • #6
    void:


    Mir kommt vor, dass die Betrachtung von Vergänglichkeit und die Entwicklung von Mitgefühl nicht in die gleiche Richtung gehen sondern in einer dialektischen Beziehung stehen. Jede Betrachtung von Vergänglichkeit aktiviert ja unser Anhaften an einem Selbst. Vergänglichkeit aktiviert enen Drang sich nicht zun öffnen sondern vor dem Unwägbaren wegzutreten und sich zu verschliessen. Schafft man es da, einen freundlichen und mitfühlenden Geist zu bewahren besiegt man diesen Teil des Anhaftens. Was einen Instandesetzt sich noch mehr mit Vergänglichkeit auseinenderzusetzten und anzufreunden.

    Die Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit ist Kontrollverlust. Das kann man positiv nutzten, indem man sich mit der Situation anfreundet aber genauso auch negativ, dass man misstrauischer und ängstlicher wird und mehr nach Kontrolle schielt.

    Es geht mir um eine andere Form der Betrachtung der Vergänglichkeit. Es ist besser nicht von Vergehen zu sprechen sondern von dem Entstehen.
    Die Beschäftigung mit dem bedingten Entstehen ermöglichte mir das Erkennen das es Vergänglichkeit nicht gibt. Es gibt Entstehen ohne für mich erkennbarem Ende.
    Es entsteht Veränderung des Bestehenden ohne das dieses wirklich vergehen kann. Das alles Vergänglich ist ermöglicht dem Leiden eine Öffnung in mein Leben.
    Es hat nichts Bestand alles ändert sich, das Vergehen ist ein anders werden. Um dem Leid des Vergänglichen Einhalt zu gebieten bin ich aufgerufen in dem Gewandelten das ehemals Bestandene zu erkennen.
    Wenn Vergänglichkeit als Wandel zu anderem erkannt wird hat Leid keine Chance.

  • hedin
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    • 20. November 2012 um 07:32
    • #7
    Ellviral:

    Es geht mir um eine andere Form der Betrachtung der Vergänglichkeit. Es ist besser nicht von Vergehen zu sprechen sondern von dem Entstehen.
    Die Beschäftigung mit dem bedingten Entstehen ermöglichte mir das Erkennen das es Vergänglichkeit nicht gibt. Es gibt Entstehen ohne für mich erkennbarem Ende.

    Das wäre aber dann das samsarische „Ich“, oder verstehe ich das nicht richtig.
    Ein Auto bleibt immer ein Auto, selbst wenn es sich verändert in dem es neu lackiert wird………………
    Leerheit bedeutet m.E. nicht nur, dass sich die Dinge immerfort ändern , sondern dass die Dinge entstehen und vergehen, alles andere wäre m.E. Beständigkeit.

    hedin

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    • 20. November 2012 um 11:47
    • #8
    hedin:
    Ellviral:

    Es geht mir um eine andere Form der Betrachtung der Vergänglichkeit. Es ist besser nicht von Vergehen zu sprechen sondern von dem Entstehen.
    Die Beschäftigung mit dem bedingten Entstehen ermöglichte mir das Erkennen das es Vergänglichkeit nicht gibt. Es gibt Entstehen ohne für mich erkennbarem Ende.

    Das wäre aber dann das samsarische „Ich“, oder verstehe ich das nicht richtig.
    Ein Auto bleibt immer ein Auto, selbst wenn es sich verändert in dem es neu lackiert wird………………
    Leerheit bedeutet m.E. nicht nur, dass sich die Dinge immerfort ändern , sondern dass die Dinge entstehen und vergehen, alles andere wäre m.E. Beständigkeit.

    hedin

    Wie kann ein Ich ohne Samsara oder/und ohne Nirwana Ich sein? Gibt es überhaupt Samsara/Nirwana? Ich bin....kennt keines von denen.
    Das Auto bleibt Auto nur in deiner Vorstellung. Werbung von ATU die Meister gegen den Verschleiß leben davon Dir diese Illusion zu erhalten.
    Leerheit hat nichts mit ändern zu tun. Leerheit ist die Bezeichnung für die Tatsache das es nichts gibt das für Beständigkeit Sorge trägt.
    Da ist kein Wesen oder Ich oder Selbst das irgendwas erschafft oder steuert. "Der Mensch denkt und Gott(Wesen)Seele, das Eine, lenkt." ist DIE absolute Verblendung.

  • Simo
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    • 20. November 2012 um 12:16
    • #9

    Worauf es in der Praxis wirklich ankommt? Auf das Praktizieren.
    Worauf kommt es beim Muskeltraining wirklich an ? Darauf, dass man seine Übungen macht. ;)

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Geronimo
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    • 20. November 2012 um 12:24
    • #10
    Simo:

    Worauf es in der Praxis wirklich ankommt? Auf das Praktizieren.
    Worauf kommt es beim Muskeltraining wirklich an ? Darauf, dass man seine Übungen macht. ;)

    Aber auf das richtige Praktizieren ;) Man kann ja auch am Ende des Monats die Hälfte seines Einkommens verschenken und das für ausreichend halten...

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Simo
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    • 20. November 2012 um 12:33
    • #11
    Geronimo:
    Simo:

    Worauf es in der Praxis wirklich ankommt? Auf das Praktizieren.
    Worauf kommt es beim Muskeltraining wirklich an ? Darauf, dass man seine Übungen macht. ;)

    Aber auf das richtige Praktizieren ;) Man kann ja auch am Ende des Monats die Hälfte seines Einkommens verschenken und das für ausreichend halten...

    Man sollte schon wissen was man tut. Aber sich zu viele Gedanken zu machen, ob man die Praxis richtig macht ist auch nicht besonders hilfreich. Am besten man lässt es sich erklären von jemandem der Ahnung hat (Lehrer) und macht es dann so. Aber es gibt viele verschiedene Arten der Praxis. Welche genau ist hier gemeint? Die Praxis der Meditation im Speziellen oder die allgemeine als ständige Übung?

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • sonnenschein
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    • 21. November 2012 um 12:59
    • #12
    Ellviral:

    Was mir gerade einfällt.
    für einen Lehrerlosen führt das in längerer Phasen der Gefühlskälte. Nicht für die Menschen um mich bin ich gefühlskalt sondern für mich in mir, zu mir.
    Es "die dauernde Betrachtung der Vergänglichkeit" hat mich lange der Fähigkeit beraubt Zuneigung Anderer als "einfachso" Zuneigung anzunehmen.
    Die Schwierigkeit war das sich der Gedanke Zuneigung ist vergänglich die Macht übernehmen konnte.
    Es gibt viele Menschen die mich als Kochperson sehr ätzend finden, doch sie lieben mich einfach so. Erst seit ich diese Menschen-Liebe erkennen konnte war ich bereit auch mich einfach so zu lieben.
    Menschen können auch ohne das sie das wissen genau trennen wie sie mit Personen und Menschen umgehen.
    Personen werden eben wie dauerhaft bestehendes behandelt, der Mensch in der Person eben wie etwas fragiles, zerbrechliches, vergängliches.
    Mein Chef behandelt mich als Koch eben wie ein Wesen das seine Vorstellungen erfüllt, doch immer ist da auch das vorsichtige behandeln des Menschen.
    Er weiss noch nicht das er die Rolle:Chef auch anders anlegen könnte, er hat Angst davor die Kontrolle zu verlieren.

    Der Grundstein der Praxis ist bedingungslos zu lieben und bedingungslose Liebe erkennen.
    Das Handeln der Person nicht mit dem Handeln des Menschen zu verwechseln.
    Der Mensch handelt immer aus bedingungsloser Liebe, die Person wird immer versuchen den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen.
    Der Mensch muß lernen das er als Person handelnd in diese Welt verstrickt ist, es ist ein Netz. Ziehe ich einen Faden kann ich Schäden/Dukkha in engen Grenzen halten.
    Bei der Praxis kommt es darauf an zu verhindern das die Person immer in die vollen greift und Gier, Hass, Verblendung Verbreitet und für sich erzeugt.
    Loslassen können wir die Fäden nicht, das macht der Tod.
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    Durch das betrachten der Vergänglichkeit kann eine Art von Nihilismus entstehen der einem das Gefühl gibt, das nichts wirklich exisitert, da ja alles vergänglich zu sein scheint. Es ist aber nicht alles vergänglich, allerdings hilft uns die Vergänglichkeit das zu erkennen was nicht vergänglich ist.

  • Noreply
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    • 21. November 2012 um 14:00
    • #13

    Ich rede nicht gern von Vergänglichem. Hier hab ich schon geschrieben das ich vom bedingten Entstehen ausgehe.
    Alles entsteht bedingt, alles ändert sich, nichts kann vergehen, Vergänglichkeit ist was für Pessimisten.
    Das scheinbar Vergangene ist nur anders wieder verarbeitet worden.
    Ich kann es nicht gut leiden wenn immer davon geredet wird das alles vergeht. Die die das behaupten sind meist auch davon überzeugt das es Wiedergeburt gibt.
    So wird aus dem Pessimisten ein Optimist. Dieses Leben vergeht, es kommt je ein Neues.
    Wie ein Katholik: Ich kann ja ruhig sündigen, Sonntag gibs ja wieder eine Oblate.

  • sonnenschein
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    • 21. November 2012 um 18:37
    • #14
    Ellviral:

    Ich rede nicht gern von Vergänglichem. Hier hab ich schon geschrieben das ich vom bedingten Entstehen ausgehe.
    Alles entsteht bedingt, alles ändert sich, nichts kann vergehen, Vergänglichkeit ist was für Pessimisten.
    Das scheinbar Vergangene ist nur anders wieder verarbeitet worden.
    Ich kann es nicht gut leiden wenn immer davon geredet wird das alles vergeht. Die die das behaupten sind meist auch davon überzeugt das es Wiedergeburt gibt.
    So wird aus dem Pessimisten ein Optimist. Dieses Leben vergeht, es kommt je ein Neues.
    Wie ein Katholik: Ich kann ja ruhig sündigen, Sonntag gibs ja wieder eine Oblate.

    Warum erschafft das Universum immer wieder neue Lebensformen die entstehen und vergehen? Um sich seiner unvergänglich bewusst zu werden. Wenn alles im Universum blau wäre, dann würde es kein Blau geben, da es nichts anderes gibt. Wenn alles vergänglich wäre, dann gäbe es nichts unvergängliches. Das einzige das wir erkennen können, ist das die vergänglichkeit nicht vergänglich ist. Dies ist aber kein nichts sondern wird mit Leerheit beschireben, die in allen Formen enthalten ist.

  • Noreply
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    • 21. November 2012 um 19:08
    • #15
    sonnenschein:


    Warum erschafft das Universum immer wieder neue Lebensformen die entstehen und vergehen? Um sich seiner unvergänglich bewusst zu werden. Wenn alles im Universum blau wäre, dann würde es kein Blau geben, da es nichts anderes gibt. Wenn alles vergänglich wäre, dann gäbe es nichts unvergängliches. Das einzige das wir erkennen können, ist das die vergänglichkeit nicht vergänglich ist. Dies ist aber kein nichts sondern wird mit Leerheit beschireben, die in allen Formen enthalten ist.

    Es gibt weder unvergängliches noch unendliches im Universum. Das würde es unmöglich machen das Universum zu erkennen.
    Das das Universum sich erkennen will ist eine Verblendung. Da ist nichts das Erkennen könnte.
    Das Universum erschafft nicht, weder Lebensformen noch irgendwelche Formen. Es ermöglicht jede Form die möglich ist doch es erschafft sie nicht.
    Im Universum sind nicht alle Formen enthalten doch es könnte unzählbar viele Formen ermöglichen doch niemals alle erdenklichen Formen denn dann wäre etwas unendliches da.
    Unendlichkeit, Ewigkeit, Unvergänglichkeit sind nur und ausschließlich dem Denken des Menschen vorbehalten und haben nie eine Realität in materieller Erscheinungsform.
    Meister ich bitte Dich meinen Geist zu beruhigen. Zeige mir deinen Geist. Ich kann ihn nicht finden. So habe ich ihn also schon beruhigt.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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