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Der mittlere Weg

  • Grund
  • 20. August 2012 um 06:28
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  • Grund
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    • 20. August 2012 um 20:03
    • #26
    Bakram:

    Hallo Grund

    Wir sprechen über den mittleren Weg. Ich spreche davon, wie man ihn gehen kann und ich glaube Du auch. Wer den Weg findet und ihn auch geht kann von sich behaupten:

    Elliot:

    „Und durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft, tritt man hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, ein und verweilt ( viharati ) darin


    Nein, ich spreche nicht von einem Weg zu gehen, sondern von einem Weg, i.S. v. "Art und Weise", engl. "way", zu sehen.

    Bakram:
    Grund:

    Weder noch" ist nur sprachlicher Behelfsausdruck für Auflösung/Aufhören/Verlöschen des einen Extrems und Auflösung/Aufhören/Verlöschen des anderen Extrems.

    Bakram:

    genauso wie "sowohl als auch" nur sprachlicher Ausdruck ist für ganzheitliche(s) Verwirklichung/Vereinigung/Erblühen aller Extreme.


    Einmal ist das Glas halb leer, einmal halb voll, man geht den Weg links herum oder rechts herum, Auflösen oder Auffüllen, Leere oder Form.


    Da ist aber weder Glas noch Inhalt.

    Bakram:


    Ich glaube wir streiten uns ob der Daumen rechts oder links an der Hand liegt. Beide Wege führen ans Ziel wir sprechen möglicherweise vom Gleichen :D


    Na ich spreche eben nicht von einem Weg der wohin führt. 8)

  • xxx
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    • 20. August 2012 um 20:43
    • #27
    Grund:

    Nein, ich spreche nicht von einem Weg zu gehen, sondern von einem Weg, i.S. v. "Art und Weise", engl. "way", zu sehen.

    Denkst du dieser "way" ist jedem angeboren/gegeben/inhärent oder muss diese "Art und Weise zu sehen" erst entwickelt werden ?

    Zitat

    Da ist aber weder Glas noch Inhalt.

    Da haben wir verschiedene Standpunkte. Ich behaupte da ist Mu (=Glas,Inhalt,Umgebung und der ganze Rest). Da ist ALLES, nur die Grenzen und die Kategorien sind "künstlich" !

    Zitat

    Na ich spreche eben nicht von einem Weg der wohin führt

    Ich weiss.
    Du rufst nur von wo hinunter resp. von wo herauf (je nach Standpunkt des Hörers). Du rufst aber nicht wie man

    Zitat

    "zum Weg, i.S. v. "Art und Weise", engl. "way", zu sehen".

    gelangt :D

    Wenn diese "Art und Weise zu sehen" "Talent" wäre, würde es tatsächlich nichts nützen von einem Weg zu sprechen, einen Weg gar zu lehren. Da könnten wir den ganzen Buddhakram auf den Müll werfen, resp rein deskriptiv betrachten.
    Wenn es erlernt werden könnte, würde man von Boddhicitta sprechen es anderen beizubringen.

    Gruss Bakram

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    • 20. August 2012 um 21:15
    • #28

    Hallo Grund

    Dein Beitrag ist plötzlich verschwunden ? "&%ç%&&%ç%çç%!!!!!" (zensuriert) :D

    Der Affe wollte dich wohl bekehren :badgrin:

    Gruss Bakram

  • Onyx9
    Gast
    • 21. August 2012 um 00:51
    • #29

    Hishiryo light: weder-noch
    Hishiryo full mind: weder-noch - sowohl als auch :grinsen:
    mittlerer ausgereifter weg

  • Grund
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    • 21. August 2012 um 06:15
    • #30
    Bakram:

    Hallo Grund

    Dein Beitrag ist plötzlich verschwunden ? "&%ç%&&%ç%çç%!!!!!" (zensuriert) :D


    Um keinen falschen Eindruck aufkommen zu lassen. Den habe ich selbst gelöscht.


    Vielleicht ist dies eine angemessenere Wortwahl:


    Bakram:
    Grund:

    Nein, ich spreche nicht von einem Weg zu gehen, sondern von einem Weg, i.S. v. "Art und Weise", engl. "way", zu sehen.

    Denkst du dieser "way" ist jedem angeboren/gegeben/inhärent oder muss diese "Art und Weise zu sehen" erst entwickelt werden ?


    Jeder kennt's. Es gibt nichts zu entwickeln. Das wird aber die meisten derjenigen, die sich im Dilemma "Leben" wiederfinden nicht davon abhalten, zu hoffen, zu ersinnen, auf diese oder jene Methode erlangen zu wollen, was nicht zu erlangen ist. Der Durst nach "neuer", "anderer", "besserer" Erfahrung ist unstillbar, weil die Alternative so furchterregend ist. Und ich schreibe hier nun nicht "furchterregend erscheint", weil sonst schon wieder spekuliert werden würde, dass es ja nur so erscheint, es aber wohl in Wirklichkeit ganz toll sein kann. Nein, es ist wahrhaft furchterregend und geht durch Mark und Bein. 8)


    Bakram:

    Wenn es erlernt werden könnte, würde man von Boddhicitta sprechen es anderen beizubringen.


    Es gibt welche, die stellen sich vor ein Floß zu haben und dass dieses Floß an Stabilität gewinnt, wenn sie andere an Bord dieser Vorstellung hieven ... nun, vielleicht stecken sie auch nur bis zu den Haarwurzeln wo drin, wo sonst keiner freiwillig rein möchte ...


    Was also tun?

    Ich formuliers heute mal so (morgen vielleicht wieder anders)

    1. Übelwollen tunlichst vermeiden
    2. Sinnesbegierde (der 6) ganz genau kennen lernen
    3. Großen Zweifel haben
    4. Grenzenloses Selbstvertrauen
    5. immer den Tod vor Augen

  • Onyx9
    Gast
    • 21. August 2012 um 07:55
    • #31

    Die Liste ist sehr gut.
    Nur mit dem "Vermeiden" ( weder-noch) gibts ein Problem
    für s Gesamtsystem. Das siehst Du an dem künstlichen Dauer-Lächeln
    von "Esoterikern".

  • Elliot
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    • 21. August 2012 um 08:15
    • #32
    Grund:

    Na ich spreche eben nicht von einem Weg der wohin führt.


    Das liegt der Hund begraben. Damit reihst Du Dich in ein die Reihe von Trittbrettfahrern, die ein paar ihnen genehme Sutten und Begriffe - hier zum Beispiel 'mittlerer Weg' - aus dem Palikanon nehmen, den Rest ignorieren, die ausgewählten Fragmente mit ihren Ideen und Konzepten anreichern und sich so ihre eigene Heilslehre zusammenbasteln.

    Grund:

    Na hier scheiden sich die evtl. die Geister und/oder nur sprachlichen Formulierungen (d.h. die Wortwahl). Was ich meinte war, dass sich die entsprechenden Wahrnehmungen auflösen, dass sie aufhören, verlöschen, d.h. dass De-Konditionierung eintritt.


    Das mag in Deiner Privatlehre so sein, ist aber nicht das, was im Palikanon steht. Dort verlöschen die Wahrnehmungen erfreulich und unerfreulich nicht:

    Zitat

    "Und wie, Ānanda, ist einer ein Edler mit entfalteten Sinnen? Ānanda, wenn da ein Bhikkhu mit dem Auge eine Form sieht, entsteht in ihm Erfreuliches, es entsteht Unerfreuliches, es entsteht Erfreuliches-und-Unerfreuliches. (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m152z.html)


    Es ändert sich lediglich der Umgang mit den durch diese Wahrnehmung entstehenden Gefühlen:

    Zitat

    Falls er wünschen sollte, 'Möge ich in Gleichmut verweilen, achtsam und wissensklar, indem ich sowohl das Abstoßende als auch das Nicht-Abstoßende vermeide', so verweilt er in Gleichmut gegenüber jenem, achtsam und wissensklar [4]." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m152z.html)


    So wie ein Kind einen Lolli süss und begeherenswert findet, wird ein Lolli für viele Erwachsene zwar ebenso süss, aber weniger begehrenswert sein. So wie eine Spinne für ein Kind hässlich und beängstigend sein kann, kann sie für einen Erwachsenen zwar immer noch hässlich, aber weniger beängstigend sein. Und dahin führt nicht Umkonditionierung (wie in Deiner Tabelle beschrieben Schönes mit Hässlichem zu "neutralisieren") oder diverse andere Kopf-in-den-Sand-Strategien, das war ja der Ansatz der Lehrer des Buddha:

    Zitat

    "Von Form (erfüllt) sieht er Formen: dies ist die erste Richtung. Während er innerlich Formen nicht wahrnimmt, sieht er äußerlich Formen: dies ist die zweite Richtung. Er entschließt sich nur zum Schönen: dies ist die dritte Richtung. Mit dem völligen Überwinden der Formwahrnehmung, mit dem Verschwinden der Wahrnehmung der Sinneseinwirkung, mit Nichtbeachtung der Vielheitswahrnehmung, indem er sich vergegenwärtigt 'Raum ist unendlich', tritt er in das Gebiet der Raumunendlichkeit ein und verweilt darin: dies ist die vierte Richtung. Mit dem völligen Überwinden des Gebiets der Raumunendlichkeit, indem er sich vergegenwärtigt 'Bewußtsein ist unendlich', tritt er in das Gebiet der Bewußtseinsunendlichkeit ein und verweilt darin: dies ist die fünfte Richtung. Mit dem völligen Überwinden des Gebiets der Bewußtseinsunendlichkeit, indem er sich vergegenwärtigt 'da ist nichts', tritt er in das Gebiet der Nichtsheit ein und verweilt darin: das ist die sechste Richtung. Mit dem völligen Überwinden des Gebiets der Nichtsheit tritt er in das Gebiet von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung ein und verweilt darin: dies ist die siebte Richtung.(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m137z.html)


    Aber nachher war alles wieder wie vorher:

    Zitat

    Aber es wurde mir klar: 'Dieses Dhamma führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zum Nibbāna, sondern nur zum Wiedererscheinen im Gebiet von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung.' Weil ich mit jenem Dhamma nicht zufrieden war, ließ ich es zurück und ging fort." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m085z.html)


    Stattdessen wurde der richtige mittlere Weg verkündet, der im Gegensatz zu Deiner Heilslehre auch ein Ziel hat:

    Zitat

    "'Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna.' So wurde gesagt. Und wovon abhängig wurde dies gesagt? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit, Richtige Konzentration. Also geschah es in Abhängigkeit von diesem, daß gesagt wurde: 'Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna.'" (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m139z.html)


    Und der wesentliche Unterschied ist hier zu Deiner und zu den anderen Heilslehren, dass durch die Übung dieses Weges sich die Wahrnehmungen von Erfreulichem und Unerfreulichem sich letztlich überhaupt nicht ändern, wohl aber durch richtige Sammlung (samma-samadhi) die zugehörigen Neigungen:

    Zitat

    "Ehrwürdige, ist die Neigung zur Begierde in Hinsicht auf jegliches angenehme Gefühl zu überwinden? Ist die Neigung zur Abneigung in Hinsicht auf jegliches schmerzhafte Gefühl zu überwinden? Ist die Neigung zur Unwissenheit in Hinsicht auf jegliches weder-schmerzhafte-noch-angenehme Gefühl zu überwinden?"

    "Freund Visākha, die Neigung zur Begierde ist nicht in Hinsicht auf jegliches angenehme Gefühl zu überwinden. Die Neigung zur Abneigung ist nicht in Hinsicht auf jegliches schmerzhafte Gefühl zu überwinden. Die Neigung zur Unwissenheit ist nicht in Hinsicht auf jegliches weder-schmerzhafte-noch-angenehme Gefühl zu überwinden."

    "Freund Visākha, völlig abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, tritt da ein Bhikkhu in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Ausrichtung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Damit verläßt er die Begierde, und dem liegt keine Neigung zur Begierde zugrunde."

    "Da erwägt ein Bhikkhu folgendermaßen: 'Wann werde ich jenes Gebiet betreten und darin verweilen, das die Edlen jetzt betreten, in dem sie jetzt verweilen?' In jemandem, der auf diese Weise Sehnsucht nach der höchsten Erlösung entwickelt, steigt Trauer bedingt durch jene Sehnsucht auf. Damit verläßt er die Abneigung, und dem liegt keine Neigung zur Abneigung zugrunde."

    "Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt ein Bhikkhu in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Damit verläßt er die Unwissenheit, und dem liegt keine Neigung zur Unwissenheit zugrunde."(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m044z.html)

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    Viele Grüße
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  • Grund
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    • 21. August 2012 um 08:22
    • #33
    Elliot:

    Stattdessen wurde der richtige mittlere Weg verkündet, der im Gegensatz zu Deiner Heilslehre auch ein Ziel hat:


    Macht mit meinen Worten was du willst, aber dass du meine Worte als Heilslehre bezeichnest, ist nicht zutreffend bzgl. dem was ich hier als Heilslehre umrissen habe. Wenn ich also den Begriff verwende und du ihn verwendest, dann reden wir offensichtlich nicht vom Gleichen. Ich verkünde weder ein Heil, noch dass irgendwas Lohnendes zu erreichen wäre. Vielleicht will jemand herauslesen aus meinen Worten, dass ich verkünden würde, dass es etwas zu erlangen gäbe? Dann kann ich nur sagen, dass sich dann sein eigener Wille darin manifestiert.

    8)

  • mukti
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    • 21. August 2012 um 08:34
    • #34
    Grund:


    Es gibt welche, die stellen sich vor ein Floß zu haben und dass dieses Floß an Stabilität gewinnt, wenn sie andere an Bord dieser Vorstellung hieven ...

    Nur weil wir beide öfter die Sache mit dem Floß kontrovers diskutiert haben: Mein Floß ist keine Vorstellung, sondern unter Anderem das:

    Grund:

    1. Übelwollen tunlichst vermeiden
    2. Sinnesbegierde (der 6) ganz genau kennen lernen
    3. Großen Zweifel haben
    4. Grenzenloses Selbstvertrauen
    5. immer den Tod vor Augen

    Wobei grenzenloses Selbstvertrauen sich für mich (vielleicht nur sprachlich) anders darstellt, weil ich bei "Selbst" immer an etwas Bleibendes denke. In diesem Sinne ist es grenzenloser Selbstzweifel. Aber hier gibt es wieder Begriffliche Probleme: "Selbst" wird auch als etwas gesehen, das aus sich selbst heraus existiert, also jenseits des ursächlich entstandenen "Ich". So etwas ist nicht erkennbar. Wenn sich "Selbstvertrauen" und "Selbstzweifel" auf das "Ich" beziehen, dann habe ich kein grenzenloses Vertrauen darin, sondern eben das Gegenteil, wie in der zweiten Zeile der Tabelle deutlich wird: Selbst (Prägung), Nicht-Selbst (Gegenmittel), weder-noch (Erleuchtung).

    "Mittlerer Weg" bedeutet extreme Positionen in Theorie und Praxis zu vermeiden. Ekelbetrachtung wird demnach vom Buddha nicht als extrem angesehen, erst selbstquälerische Praktiken wie Verstümmelungen und dergleichen.

    Somit würde ich bezüglich der Tabelle nicht von Extremen sprechen, eher von Prägungen (Konditionierung). Das Bewusstsein ist durch die Wahrnehmung (erste Spalte) aufgrund von Begehren geprägt - es wird das Schöne, ein Ich usw.wahrgenommen. Das Gegenmittel führt zur Aufhebung der Prägung - wenn es moderat angewandt wird und auch nicht masochsitisch oder dünkelhaft daran gehaftet wird, ist es eine Praxis innerhalb des mittleren Weges.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (21. August 2012 um 08:47)

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    • 21. August 2012 um 08:36
    • #35
    mukti:

    "Mittlerer Weg" bedeutet extreme Positionen in Theorie und Praxis zu vermeiden.


    Das ist deine Wahrnehmung, das "Vermeiden", und "Theorie und Praxis".

    mukti:

    ... ist es eine Praxis innerhalb des mittleren Weges.


    Der in deiner Wahrnehmung einer ist, der wohin führt, wenn ich dich richtig verstehe ... 8)


    mukti:

    Somit würde ich bezüglich der Tabelle nicht von Extremen sprechen, eher von Prägungen (Konditionierung).


    Ich glaube von "(De-)Konditionierung" geschrieben zu haben ... aber die Überschrift in der Tabelle ist es nicht, das stimmt, da steht "abhängig Entstehen" was man als das Gleiche verstehen könnte, muss man aber nicht.

  • mukti
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    • 21. August 2012 um 08:55
    • #36
    Grund:
    mukti:

    "Mittlerer Weg" bedeutet extreme Positionen in Theorie und Praxis zu vermeiden.


    Das ist deine Wahrnehmung, das "Vermeiden", und "Theorie und Praxis".

    Natürlich.

    Grund:
    mukti:

    ... ist es eine Praxis innerhalb des mittleren Weges.


    Der in deiner Wahrnehmung einer ist, der wohin führt, wenn ich dich richtig verstehe ... 8)

    Ja, aus den Wahrnehmugen führt er heraus, nein, er führt in keine neue Wahrnehmung.

    Inwiefern ist das Untenstehende kein Weg?

    Grund:


    1. Übelwollen tunlichst vermeiden
    2. Sinnesbegierde (der 6) ganz genau kennen lernen
    3. Großen Zweifel haben
    4. Grenzenloses Selbstvertrauen
    5. immer den Tod vor Augen

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
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    • 21. August 2012 um 09:25
    • #37
    "Grund"":

    Ich verkünde weder ein Heil, noch dass irgendwas Lohnendes zu erreichen wäre. Vielleicht will jemand herauslesen aus meinen Worten, dass ich verkünden würde, dass es etwas zu erlangen gäbe?


    Doch, natürlich verkündest Du, dass etwas Lohnendes zu erreichen wäre: Du positionierst die Haltung des Zuhörers in die Spalte eins schlägst ihm Spalte zwei und Spalte drei als Aternativen vor, mutmaßlich weil dieses jeweilige Kultivieren oder diese jeweiligen Haltungen besser oder lohnender für den Zuhörer wären, zumindest aus Deiner Sicht. Und was nun noch der Unterschied zwischen Deiner Lohnendes-Lehre und einer Heilslehre sein soll, das bleibt wohl Deiner Spitzfindigkeit überlassen.

    Viele Grüße
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  • Elliot
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    • 21. August 2012 um 09:34
    • #38
    mukti:

    Ja, aus den Wahrnehmugen führt er heraus, nein, er führt in keine neue Wahrnehmung.


    Es gibt einen Verweilungszustand namens "Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl", aber der währt nicht ewig:

    Zitat

    "Ehrwürdige, wenn ein Bhikkhu aus dem Erreichungszustand des Aufhörens von Wahrnehmung und Gefühl heraustritt, welche Gestaltungen steigen zuerst in ihm auf: die Gestaltung des Körpers, die Gestaltung der Sprache oder die Gestaltung des Geistes?"

    "Freund Visākha, wenn ein Bhikkhu aus dem Erreichungszustand des Aufhörens von Wahrnehmung und Gefühl heraustritt, steigt zuerst die Gestaltung des Geistes auf, dann die Gestaltung des Körpers, dann die Gestaltung der Sprache."

    "Freund Visākha, das Einatmen und das Ausatmen ist körperlich, diese Zustände sind eng mit dem Körper verbunden; deshalb ist das Einatmen und das Ausatmen die Gestaltung des Körpers. Zuerst faßt man Gedanken und denkt diskursiv und anschließend beginnt man zu sprechen; deshalb sind Gedankenfassung und diskursives Denken die Gestaltung der Sprache. Wahrnehmung und Gefühl sind geistig; diese Zustände sind eng mit dem Geist verbunden; deshalb sind Wahrnehmung und Gefühl die Gestaltung des Geistes." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m044z.html)


    Wahrnehmungen gehören also unvermeidlich zum alltäglichen Leben dazu, aber es ist nicht nötig, sich von ihnen fesseln zu lassen:

    Zitat

    "Freund, ich behaupte und verkünde solch eine Lehre, nach der man mit niemandem in der Welt streitet, der Welt mit ihren Māras und Brahmās, ihren Mönchen und Brahmanen, ihren Prinzen und dem Volk; solch eine Lehre, nach der Wahrnehmungen jenem Brahmanen [2] nicht mehr zugrunde liegen, der ohne Bindung an Sinnesvergnügen verweilt, ohne Verwirrung, des Kummers entledigt, frei von Begehren nach jeglicher Art von Dasein." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m018z.html)


    Viele Grüße
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  • xxx
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    • 21. August 2012 um 09:47
    • #39
    Grund:

    Und ich schreibe hier nun nicht "furchterregend erscheint", weil sonst schon wieder spekuliert werden würde, dass es ja nur so erscheint, es aber wohl in Wirklichkeit ganz toll sein kann. Nein, es ist wahrhaft furchterregend und geht durch Mark und Bein.

    Da pflichte ich Dir voll und ganz bei.

    Grund:

    1. Übelwollen tunlichst vermeiden
    2. Sinnesbegierde (der 6) ganz genau kennen lernen
    3. Großen Zweifel haben
    4. Grenzenloses Selbstvertrauen
    5. immer den Tod vor Augen

    Auch die Liste ist gut. Allerdings entsteht für mich ein Widerspruch zwischen Punkt 3 (Zweifel) und 4 (Vertrauen).
    Punkt 3. soll wohl vor der "Glaubensfalle" schützen.

    Gruss Bakram

  • mukti
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    • 21. August 2012 um 10:06
    • #40
    Elliot:

    Wahrnehmungen gehören also unvermeidlich zum alltäglichen Leben dazu, aber es ist nicht nötig, sich von ihnen fesseln zu lassen:

    Nun der achtfache Pfad führt über das alltägliche Leben hinaus, er hat keine neue Wahrnehmung zum Ziel, habe ich gemeint.

    Elliot, wie schaffst du es immer so schnell die passenden Textstellen zu finden? Die Suchfunktion auf Palikanon.com bringt da nicht gleich das Gewünschte, manchmal gar nicht. Mir scheint, du kannst den halben Kanon auswendig?

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
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    • 21. August 2012 um 10:15
    • #41
    mukti:

    Nun der achtfache Pfad führt über das alltägliche Leben hinaus, er hat keine neue Wahrnehmung zum Ziel, habe ich gemeint.


    Ach so, ja, das stimmt. Kein erneutes Werden, also auch keine neuen Wahrnehmungen.

    Zitat

    "Ānanda, da erwägt ein edler Schüler so: 'Sinnesvergnügen hier und jetzt und Sinnesvergnügen in künftigen Leben, Sinneswahrnehmungen hier und jetzt und Sinneswahrnehmungen in künftigen Leben, Formen hier und jetzt und Formen in künftigen Leben, Wahrnehmungen von Formen hier und jetzt und Wahrnehmungen von Formen in künftigen Leben, Wahrnehmungen des Unerschütterlichen, Wahrnehmungen des Nichtsheitsgebiets und Wahrnehmungen des Gebiets von Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung - dies ist Persönlichkeit, soweit sich Persönlichkeit erstreckt.

    Dies [aber] ist das Todlose, nämlich die Erlösung des Geistes durch Nicht-Anhaften [6]."(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m106z.html)

    mukti:

    Elliot, wie schaffst du es immer so schnell die passenden Textstellen zu finden?


    Das hängt vielleicht mit der Übung zusammen.

    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • mukti
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    • 21. August 2012 um 10:52
    • #42
    Elliot:
    mukti:

    Nun der achtfache Pfad führt über das alltägliche Leben hinaus, er hat keine neue Wahrnehmung zum Ziel, habe ich gemeint.


    Ach so, ja, das stimmt. Kein erneutes Werden, also auch keine neuen Wahrnehmungen.

    Zitat

    "Ānanda, da erwägt ein edler Schüler so: 'Sinnesvergnügen hier und jetzt und Sinnesvergnügen in künftigen Leben, Sinneswahrnehmungen hier und jetzt und Sinneswahrnehmungen in künftigen Leben, Formen hier und jetzt und Formen in künftigen Leben, Wahrnehmungen von Formen hier und jetzt und Wahrnehmungen von Formen in künftigen Leben, Wahrnehmungen des Unerschütterlichen, Wahrnehmungen des Nichtsheitsgebiets und Wahrnehmungen des Gebiets von Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung - dies ist Persönlichkeit, soweit sich Persönlichkeit erstreckt.

    Dies [aber] ist das Todlose, nämlich die Erlösung des Geistes durch Nicht-Anhaften [6]."(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m106z.html)

    Ja genau das habe ich gemeint.

    Dieses "Der Weg ist das "Ziel" kann ich nur so verstehen, dass es das Ziel ist, den Weg zu Ende zu gehen. Es gibt aber auch eine andere Auffassung, der Grund offenbar anhängt: Die Erleuchtung ist bereits da, man braucht also nur nichts neues entstehen zu lassen, also an keiner Bewusstswerdung anhaften - was auch immer auftaucht, es entsteht und vergeht ohne Beteiligung. Damit laufen die Wirkungen aus, die von den Ursachen der Vergangenheit geschaffen wurden, es werden keine neuen Ursachen mehr geschaffen.
    Das sind nur verschiedene Sichtweisen derselben Sache, will mir scheinen. Es läuft aber auf dasselbe hinaus, die Loslösung von den Phänomenen bleibt niemandem erspart, aber jeder denkt halt er hats leichter oder bei ihm stimmt es, beim anderen nicht. Das ist aber meines Erachtens nur dann der Fall, wenn man sich mit einer bestimmten Bewusstseinsstufe zufrieden gibt, so eine geistige Pension, und von da aus alles beurteilt. Mir scheint diese Gefahr größer, wenn man die Erleuchtung vorwegnimmt, und eine Selbsteinschätzung in Bezug zu Weg und Ziel sicherer als so ein "grenzenloses Selbstbewusstein".

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
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    • 21. August 2012 um 12:48
    • #43
    mukti:

    Dieses "Der Weg ist das "Ziel" kann ich nur so verstehen, dass es das Ziel ist, den Weg zu Ende zu gehen. Es gibt aber auch eine andere Auffassung, der Grund offenbar anhängt: Die Erleuchtung ist bereits da, man braucht also nur nichts neues entstehen zu lassen, also an keiner Bewusstswerdung anhaften - was auch immer auftaucht, es entsteht und vergeht ohne Beteiligung.


    Ob Grund dieser Ansicht anhängt, das vermag ich nicht zu sagen. Aber diese Ansicht oder Sichtweise war oder ist in manchen Kreisen sicher sehr populär:

    Zitat

    Das Nirvana-Sutra (auch: Mahāparinirvāṇa Sūtra; 大般涅槃経; japanisch: Daihatsu-Nehan-kyō; chinesisch: Dà Bān Nièpán Jīng; tibetisch: myang 'das kyi mdo) ist einer der wichtigsten Mahāyāna-Texte. Es ist nicht zu verwechseln mit dem aus dem Pali-Kanon bekannten Mahāparinibbāna Suttam. Zur Unterscheidung wird ersteres mit seinem Sanskrit-Titel, letzteres in Pali bezeichnet.

    Das Mahaparinirvana Sutra ist eine gewichtige und umfangreiche Schrift, von der es heißt, sie beinhalte „Buddhas Gesamtzusammenfassung“ seiner Lehre. Das Hauptgewicht liegt auf der Erklärung der Ewigen Gegenwart Buddhas sowie der ewigen, reinen „Buddha-Natur“ (Buddha-dhatu, auch Tathagatagarbha, d.i. "Buddha-Embryon“ / "Buddha-Essenz"), die allen Lebewesen gemeinsam ist. Erkennen derselben führt zur Befreiung von allem Leiden und zum endgültigen Eingehen in den freudvollen Zustand des Nirvana. Das Erkennen der Buddha-Natur wird durch die Kleshas (Verlangen [Gier], Hass, Stolz, Verblendung) verhindert.

    Die verschiedenen tradierten Versionen interpretieren die Buddha-Natur und die Möglichkeiten, diese zu erkennen, unterschiedlich. Besonders populär war das Sutra in China zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert. Es existierte eine eigene Schule, die Nieh-p'an-tsung (jp.: Nehanshū), eine der '13 Schulen', die in der Tien-tai aufging, als das Mahaparinirvana Sutra neben dem Lotos-Sutra und dem Daiichidoron zu einem der grundlegenden Texte dieser Schule wurde. Später wirkte es auf die Entwicklung des Zen. (http://de.wikipedia.org/wiki/Nirvana-Sutra)


    Vielleicht soll Grunds Tabelle also irgendwie dazu dienen, sich von den genannten Kleshas zu lösen, das mag sein. Aber wie Du schon sagst, birgt diese Sichtweise die Gefahr, dass jeder, dem es gelungen ist, einmal ein wenig Ruhe im Geist entstehen zu lassen und das Kommen und Gehen der Gedanken mehr oder weniger unbeteiligt zu beobachten, bereits der Meinung ist, "erleuchtet" zu sein, seine "Buddha-Natur" verwirklicht zu haben und so weiter. So wie wenn jemand sagen würde, Schwimmen lernen ist gleichbedeutend mit regelmässig bis zu den Knien ins Wasser steigen. Natürlich ist es aber durch Propagieren dieser Sichtweise einfacher, möglichst viele Zuhörer um sich zu scharen.

    Der Punkt ist für mich, dass die Begriffe "Mittlerer Weg", "Befreiung", "Nibbana" im Zusammenhang mit den Lehrreden des Palikanon eine bestimmte Bedeutung haben, die nicht beliebig verändert werden kann, ohne eine völlig andere Lehre mit einem anderen Weg und anderem Ziel oder eben Nicht-Ziel zu beschreiben. Es ist dort klar gesagt, was "Mittlerer Weg" bedeutet und beinhaltet:

    Zitat

    "'Der Mittlere Weg ( majjhimā paṭipadā ), der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna.' So wurde gesagt. Und wovon abhängig wurde dies gesagt? Es ist eben dieser Edle Achtfache Pfad; nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit, Richtige Konzentration. Also geschah es in Abhängigkeit von diesem, daß gesagt wurde: 'Der Mittlere Weg, der vom Tathāgata entdeckt wurde, vermeidet beide Extreme; er gibt Schauung, gibt Wissen, er führt zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zu Nibbāna.'"(http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m139z.html)


    Wenn jemand beispielsweise diesen Mittleren Weg auf die Hälfte der Glieder reduziert, nämlich auf Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, dann ist das schon nicht mehr der Mittlere Weg, sondern der "Uggāhamāna Samaṇamaṇḍikāputta Weg":

    Zitat

    "Zimmermann, wenn ein Mann vier Eigenschaften besitzt, beschreibe ich ihn als verwirklicht in dem , was heilsam ist, als vervollkommnet in dem, was heilsam ist, als einen, der das Höchste erlangt hat, als einen unbesiegbaren Mönch. Was sind die vier?

    • Er begeht keine üblen körperlichen Handlungen,
    • er führt keine üble Rede,
    • er hat keine üblen Absichten, und
    • er verdient sich seinen Lebensunterhalt nicht durch irgendeine üble Lebensweise.

    Wenn ein Mann diese vier Eigenschaften besitzt, beschreibe ich ihn als verwirklicht in dem , was heilsam ist, als vervollkommnet in dem , was heilsam ist, als einen, der das Höchste erlangt hat, als einen unbesiegbaren Mönch." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m078z.html)


    Und wenn Grund nun seinen Weg sogar im wesentlichen auf die eingangs genannte Tabelle beschränken möchte, dann mag er dies gern den "Grund-Weg" nennen, aber das Ansinnen, damit einen Bezug zu dem im Palikanon beschriebenen Mittleren Weg herstellen zu wollen, halte ich für vermessen. Zumal er ja selbst sagt sein "Grund-Weg" habe im Gegensatz zu dem im Palikanon genannten Mittleren Weg auch gar kein Ziel.

    Zitat

    "Das größte Gut ist die Gesundheit,
    Nibbāna ist das größte Glück,
    Der beste Pfad ist der Achtfache,
    Der sicher zum Todlosen führt."
    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m075z.html)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Onyx9
    Gast
    • 21. August 2012 um 15:33
    • #44

    Grandios, Elliot ! Auch die vorherigen Beiträge hier, z.B. 7:15 Uhr, zur rechten Sichtweise und grundschem Habitus.
    Leider bleiben viele dabei, nur bis zum Knie ins angenehm kühle Wasser zu steigen. Am liebsten zerren sie dann Zen heran
    und behaupten diese Tiefe würde genügen. Sie verwechseln dann die Leichtigkeit der Aussagen der Erwachten mit der
    Notwendigkeit den Ochsen zu fangen, zu zähmen und heimzuführen. Oder schwingen sich dann wie Ikarus auch noch darüber hinaus
    ( bloß keine Heilslehre..."Religion"...Ziel und Regeln)
    Jeder ist aber an dem Punkt am dem er ist, er kann nur aufnehmen und verstehen und umsetzen, was ansteht. Die richtigen Fragen
    führen zur richtigen Antwort. Wo soll sich die Tür öffnen, wenn wir nicht kräftig dagegen klopfen ?

    ( "Eintritt nur durch die Wand" ; Rinzai )

  • xxx
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    • 21. August 2012 um 17:33
    • #45
    Eliot:

    So wie wenn jemand sagen würde, Schwimmen lernen ist gleichbedeutend mit regelmässig bis zu den Knien ins Wasser steigen

    Bist Du sicher das das Wasser wirklich so tief ist wie du glaubst ? Selbst wenn alles Wasser nur knietief wäre, könnte man darin Schwimmen lernen. Aber wieso sollte man ?

    Gruss Bakram

  • Elliot
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    • 21. August 2012 um 18:06
    • #46
    Bakram:

    Selbst wenn alles Wasser nur knietief wäre, könnte man darin Schwimmen lernen.


    Aber nicht, indem man auf dem Grund stehen bleibt.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • xxx
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    • 21. August 2012 um 18:35
    • #47
    Elliot:
    Bakram:

    Selbst wenn alles Wasser nur knietief wäre, könnte man darin Schwimmen lernen.


    Aber nicht, indem man auf dem Grund stehen bleibt.

    Die Frage lautete ja wieso soll man (jeder) Schwimmen lernen, wenn es nicht unbedingt nötig ist ?
    Aber ich gebe zu, es ist etwas blöd eine solche Frage im Schwimmclub zu stellen. :D
    Ich selber schwimme ja auch gern, aber eben mehr zum Spass und weniger aus Notwendigkeit.

    Gruss Bakram

  • Grund
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    • 21. August 2012 um 18:36
    • #48
    mukti:
    Grund:


    Das ist deine Wahrnehmung, das "Vermeiden", und "Theorie und Praxis".

    Natürlich.


    Na ja, ich schreibe "deine Wahrnehmung" um Nicht-Zustimmung zu deinen Worten auszudrücken.

    mukti:
    Grund:


    Der in deiner Wahrnehmung einer ist, der wohin führt, wenn ich dich richtig verstehe ... 8)

    Ja, aus den Wahrnehmugen führt er heraus, nein, er führt in keine neue Wahrnehmung.


    Und deswegen praktizierst du, weil du das Herausführen anstrebst.

    mukti:


    Inwiefern ist das Untenstehende kein Weg?

    Grund:


    1. Übelwollen tunlichst vermeiden
    2. Sinnesbegierde (der 6) ganz genau kennen lernen
    3. Großen Zweifel haben
    4. Grenzenloses Selbstvertrauen
    5. immer den Tod vor Augen

    Alles anzeigen


    Es führt nirgenwo hin und bringt nichts außer Entspannung in genau dem Moment, wo es passiert. So kann man die Zeit bis zum Sterben verbringen, sonst nichts. Also es ist meine Art und Weise. 8)

  • Grund
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    • 21. August 2012 um 18:42
    • #49
    Elliot:
    "Grund"":

    Ich verkünde weder ein Heil, noch dass irgendwas Lohnendes zu erreichen wäre. Vielleicht will jemand herauslesen aus meinen Worten, dass ich verkünden würde, dass es etwas zu erlangen gäbe?


    Doch, natürlich verkündest Du, dass etwas Lohnendes zu erreichen wäre: Du positionierst die Haltung des Zuhörers in die Spalte eins schlägst ihm Spalte zwei und Spalte drei als Aternativen vor, mutmaßlich weil dieses jeweilige Kultivieren oder diese jeweiligen Haltungen besser oder lohnender für den Zuhörer wären, zumindest aus Deiner Sicht. Und was nun noch der Unterschied zwischen Deiner Lohnendes-Lehre und einer Heilslehre sein soll, das bleibt wohl Deiner Spitzfindigkeit überlassen.


    Da missverstehst du das aber ganz doll. Ich habe mit dieser Tabelle nur aufgezeigt wie trivial die ganze "Buddhalehre" aufgebaut ist und was es mit den vermeintlichen Daseinsmerkmalen auf sich hat. Im Gegensatz zu dir maße ich mir nicht an über andere Bescheid zu wissen, wenn ich auch hin und wieder versuche was aus ihnen herauszukitzeln mit Worten, mich interessiert nur die Lehre als strategisches Konstrukt. Du dagegen glaubst das was andere sagen an irgendeinem Palikanon messen zu können, das ist deine Besessenheit. 8)

  • Grund
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    • 21. August 2012 um 19:01
    • #50
    Elliot:
    Grund:

    Na hier scheiden sich die evtl. die Geister und/oder nur sprachlichen Formulierungen (d.h. die Wortwahl). Was ich meinte war, dass sich die entsprechenden Wahrnehmungen auflösen, dass sie aufhören, verlöschen, d.h. dass De-Konditionierung eintritt.


    Das mag in Deiner Privatlehre so sein, ist aber nicht das, was im Palikanon steht. Dort verlöschen die Wahrnehmungen erfreulich und unerfreulich nicht:

    Zitat

    "Und wie, Ānanda, ist einer ein Edler mit entfalteten Sinnen? Ānanda, wenn da ein Bhikkhu mit dem Auge eine Form sieht, entsteht in ihm Erfreuliches, es entsteht Unerfreuliches, es entsteht Erfreuliches-und-Unerfreuliches. (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m152z.html)


    Es ändert sich lediglich der Umgang mit den durch diese Wahrnehmung entstehenden Gefühlen:


    Also, Elliot du betrachtest alles was ich hier sage als Konkurrenz zu deiner Heilslehre. Da ist vielleicht so ein Trieb, so eine Gier etwas zu verteidigen und hochzuhalten. Das kommt mir sehr bekannt vor.

    Ich kann zwar nur mit Worten ausdrücken was umgangsprachlich "Erfahrung" genannt wird, aber wird deswegen eine Lehre daraus, nur weil beides, mein individueller sprachlicher Ausdruck und deine Lehre in Worten ausgedrückt werden?
    Ich glaube Buddhisten - bist du da irgendwie tiefer involviert? ordiniert oder so? - haben sich derart konditioniert, dass sie nur mehr in ihren antrainierten Kategorien denken und wahrnehmen können. Aber es geht ja um Konditionierung, darum geht es ja hier, nicht wahr?

    8)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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