Beiträge von Vajrakaya
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accinca:Vajrakaya:
Im tibetischen Buddhismus ist es so, dass das Retten von Tieren vor ihrem (sonst) sicheren Tod zu den sehr verdienstvollen Taten zählt.
Im Buddhismus ist allerdings das Verdienst
um so höher und verdienstvoller je höher und edler die Lebensform oder Person entwickelt
ist für welche die Zuwendung gedacht ist.
So gibt es im Sharavakayana also eine definierte Hierachie bzgl. des "Lebenswertes" der Wesen? Interessant.
Ich habe übrigens keine Vergleiche zwischen Tier und Mensch angestellt. -
FSS:
Hallo,
hatte grade ein Gespräch mit einem Christen, der meinte, dass es nach dem Buddhismus richtig wäre Tiere zu töten, da diese in der Reihenfolge Höllenreich -> Tierreich -> Menschen -> Götterwelt gute Chancen hätten "aufzusteigen" und man ihnen somit einen großen Gefallen getan hätte.
Natürlich würde kein Buddhist deswegen anfangen Amok im Zoo zu laufen oder ähnliches, aber irgendwo hat diese Argumentation auch eine gewisse Logik.
Schlaue Kommentare dazu?
Diese Argumentation hat keine buddhistische Logik, ganz einfach deswegen weil Töten zu den unheilsamen Taten zählt.
Im tibetischen Buddhismus ist es so, dass das Retten von Tieren vor ihrem (sonst) sicheren Tod zu den sehr verdienstvollen Taten zählt. -
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Ich denke, das ist hier das falsche Forum für deinen Ansatz, der kein buddhistischer ist.
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Vielleicht solltest du dich mit der buddhistischen Lehre befassen, wenn du verstehen willst. Warum beginnst du mit Krishnamurti, der kein Buddhist ist?
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Whitedrop:
Kann man denn als Familienangehöriger Gutes für sie tun um sie davon zu befreien, damit sie in ihrem nächsten Leben bessere Chancen bekommt?
Ja, das könnte möglich sein. Ich kenne nun zwar die persönliche Situation deiner Schwester nicht, aber du könntest z.B. (hin und wieder) "mit ihr" praktizieren - soll heißen: sie teilhaben lassen. Wenn du z.B. mal einen Text oder ein Mantra rezitierst, dann lass sie zuhören. Nehme dabei ganz bewußt ihre Gegenwart in deine Praxis mit auf. Oder wenn du Übungen zu Liebe und Mitgefühl machst, mach es in ihrer Gegenwart. Da könnt ihre beide euren Nutzen davon, d.h. sie wirkt wie ein Katalysator bei deinen Übungen und deine Resultate "strahlen" unweigerlich auf sie aus und bewirken bei ihr Heilsames.
Das soll jetzt nicht heißen, dass du immer in ihrer Gegenwart praktizieren sollst. Aber du wirst schon erkennen, wann der richtige Zeitpunkt ist. -
crazy-dragon:
du darfst nicht aus deiner gekränkten Eitelkeit den Umkehrschluss ziehen -
crazy-dragon:
Als Laie frag ich da niemand- ausgewogen sage ich mal: Nicht Mode als Hobby sozusagen- aber auch nicht auf Schönes oder Praktisches verzichten:
Und komm mir jetzt keiner mit Blabla: JEDER hier hat nen PC...Habt ihr vorher das abgeklärt???
Mode und Kosmetik dienen zunächst mal der Eitelkeit. Ein PC wohl kaum.
Aber ein PC ist hervorragendes Dharma-Medium.
Und ein super "Existenzsicherungsmittel" -
Dhammika:Alles anzeigenJi'un Ken:
[list]....In Japan hat sich die Praxis der Kopfrasur im Zuge der Modernisierung jedoch stark gelockert. Bei vielen buddhistischen Mönchen tut es auch eine Kurzhaarfrisur und im Jōdo Buddhismus (dem Buddhismus vom Reinen Land) wurde diese Vorschrift ebenso wie der Zölibat überhaupt ganz abgeschafft.
Der Buddha sagte schon, dass die Lehre irgendwann in Vergessenheit gerät. Als letztes würde der Vinaya in Vegessenheit geraten.
Da kann jetzt jeder überlegen wo wir denn heute stehen.
ZitatNachteile des sittlichen Verfalles
"Da sind diese vier Befleckungen, o Mönche, der Sonne und des Mondes, bei welchen die Sonne und der Mond nicht brennen, nicht leuchten und nicht strahlen. Welche vier? Wolken ... Nebel ... Rauch ... und Verfinsterung. Genau so, o Mönche, gibt es da vier Befleckungen der Einsiedler und Geistlichen, bei welchen manche Einsiedler und Geistliche nicht brennen, nicht leuchten und nicht strahlen. Welche vier?
Es gibt da, o Mönche, manche Einsiedler und Geistliche, die gebrannte oder ungebrannte alkoholische Getränke trinken ..., die Geschlechtsverkehr ausüben ..., die Gold und Silber/Geld52 annehmen ..., die von falschem Lebensunterhalt leben und sich nicht <von diesen> enthalten ... Diese, o Mönche, sind die vier Befleckungen der Einsiedler und Geistlichen.
Verwirrt, blind, ihrer Wünsche Sklaven,
von heftiger Begierde voll,
vergrößern sie die Leichenfelder
durch immer wieder Nehmen von Geburt." [A. II, 53]"Wenn da ein Mann, der gezügelt werden muss, sich nicht der Verhaltensethik fügt, dann empfindet der Tathāgata es nicht als wert, diesen Mann anzusprechen und zu belehren, noch empfinden es seine verständigen Gefährten im Reinheitswandel es als wert, ihn anzusprechen und zu belehren. Dies ist die Hinrichtung, ....., in der Verhaltensethik der Edlen, wenn weder der Tathāgata ... noch seine verständigen Gefährten im Reinheitswandel es als wert empfinden, ihn anzusprechen und zu belehren." [A. II, 112]
ZitatAlles anzeigenDie Vier zu Fall bringenden Verstöße
Hier nun kommen die vier Regelverstöße, die "zu Fall bringen" zur Rezitation.
1. Welcher Mönch1 auch immer34 die Schulungs- und Lebensregeln der Mönche auf sich genommen hat und ohne sich von den Schulungsregeln losgesagt zu haben, ohne seine Schwäche offenbart zu haben, Geschlechtsverkehr ausübt, wenn auch nur mit einem weiblichen Tier, der ist zu Fall gekommen und von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
2. Welcher Mönch auch immer aus dem Dorf35 oder aus dem Wald, etwas Nichtgegebenes nimmt, mit der Absicht es zu stehlen36, und dieses Gestohlene wäre von solchem Wert, dass die Regierungsgewalten einen Räuber verhaften und ihn entweder prügeln, fesseln oder verbannen würden: "Du bist ein Räuber, du bist ein Tor, du bist ein Idiot, du bist ein Dieb!" - dieser Mönch, der solch etwas Nichtgegebenes nimmt, auch der ist zu Fall gekommen und von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
3. Welcher Mönch auch immer vorsätzlich ein menschliches Wesen des Lebens beraubt oder ihm eine Waffe <tauglich zum Selbstmord> beschafft oder den Vorteil des Todes preist oder ihn zum Freitod aufhetzt <in dem er auf diese Weise spricht>: "Guter Mann, was ist dieses üble und elende Leben für dich? Der Tod ist besser für dich als das Leben!" - wenn er mit solchem Gedanken und Geist, mit solchem Gedanken und Motiv, auf vielfache Weise den Vorteil des Todes preist oder ihn zum Freitod aufhetzt, auch der ist zu Fall gekommen und von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
4. Welcher Mönch auch immer, der nichts genaues weiß, berichtet, dass ein übermenschlicher Zustand37 wert der Edlen Kenntnis und Einsicht38 in Bezug auf ihn gegenwärtig ist: "Ich kenne <diesen Zustand> so, ich sehe ihn so!", und er später, bei einer anderen Gelegenheit - geprüft oder ungeprüft - nachdem er sich vergangen hat und nun um Reinheit besorgt ist, auf diese Weise spricht: "Freunde! Ohne zu kennen sagte ich: 'Ich kenne!'; ohne zu sehen sagte ich: 'Ich sehe!' Ich redete Unsinn und Lügen auch der ist - abgesehen von <Selbst-> Überschätzung - zu Fall gekommen und von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Ehrwürdige, die vier Regelverstöße, die "zu Fall bringen", sind rezitiert worden.
Ein Mönch, der den einen oder anderen von diesen begangen hat, gehört nicht mehr zur Gemeinschaft der Mönche. So wie er vorher war <ohne Hochordination>, so ist er, nachdem er zu Fall gekommen ist: von der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Aus Bhikkhu-Pātimokkha - Das Hauptgesetz der buddhistischen Mönche
deutsche Übersetzung vom Ehrw. Bhikkhu Ñāṇadassana Thera
Samsara ist nicht mehr das, was es einmal wahr ... Ich sag's immer wieder ... -
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sumedha:
Bei dir scheint es auch ein Ungleichgewicht der Elemente zu geben: Zu viel Feuer
Da musst du Praktiken pflegen die das Wasserelement fördern.
Natürlich meins. Meins bleibt MeinsNein also richtig muss es so sein:
1. Meins ist es
2. die anderen kann ich auch leiden
3. aber ich möcht nicht tauschen -
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crazy-dragon:
Satori oder Erleuchtung: Ersteres ist der Ausstieg aus dem Kreislauf von Geburt und Tod. Erleuchtung- zumindest im Zen-Buddhismus- bezeichnet das blitzartige, intuitive Erkennen des Eigenen Wahren Buddhawesens.
Man höre, man staune "Satori oder Erleuchtung". Das meint ja wohl Identität -
sumedha:
Ich auch nichtsumedha:aber unrecht hast du auch nicht, wobei sich dieser sachverhalt ja nicht nur aus dieses forum mit den paar mitgliedern beschrenkt...
und wenn ich so lese was du schreibst, bist du ja auch nicht gerade bei der "freiwilligen feuerwehr"
Unterschiede müssen als Unterschiede erkennbar sein. Das schuldet man den Überlieferungen. -
Seeker after truth:
ich bin neu in diesem Forum und beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Buddhismus. Gerade lese ich ein Buch des Dalai Lama mit dem Titel "Der Weg zum Glück". Beim Lesen sind mir einige Fragen in den Sinn gekommen und vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen:
Ich kenn das Buch nicht, aber aus deinen Fragen möchte ich folgern, dass du das Buch mit dem Titel "Der Weg zum Glück" noch nicht zu Ende gelesen hast -
An den Beiträgen lässt sich gut erkennen mit welchen Schwierigkeiten die objektlose Meditation ggf. verbunden ist
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sumedha:
Um nichts anderes geht es hier im Forum -
Zitat
25. „Ihr Haushälter, wenn jemand, der ein rechtschaffenes Verhalten pflegt, das im Einklang mit dem Dhamma steht, rechtschaffenes Verhalten, sich wünschen sollte: ,Oh möge ich bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, unter den Himmelswesen des Glanzes wiedererscheinen!‘, so ist es möglich, daß er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter den Himmelswesen des Glanzes ... Himmelswesen des Begrenzten Glanzes ... Himmelswesen des Unermeßlichen Glanzes ...Himmelswesen des Überströmenden Glanzes wiedererscheinen ... wiedererscheint. Warum? Weil er ein Verhalten pflegt, das im Einklang mit dem Dhamma steht, rechtschaffenes Verhalten.“
http://www.phathue.de/buddhismus/dha…-sammlung/mn41/ -
birth:Zitat
birth -- hast du bedacht, dass Buddha nicht "das Dasein" schlechthin ausloeschen wollte
das ist die frage. Er sacht ja, dass die wiedergeburtskette aufhören soll. das wäre ein auslöschung des Daseins. Aber, das ist vlt. zu kurz gedacht.
Vor allem ist es anhaftend gedachtbirth:Andererseits klingt das alles ein bisschen elitär...die buddhisten sind die, die ganz nah dran sind und der rest eben nicht. bisschen so nach kastensystem
In diesem Sinne ist Buddhismus auch ein elitäres System. Warum nicht? Es kann ja jeder beitreten - ganz im Gegensatz zu den Kasten -
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Vajrakaya:
Was einer darf oder nicht darf ist eine Frage der unterschiedlichen Schulen
accinca:
Sie hat aber doch nicht nach vielen Schulen sondern nach der Schule des Buddha gefragt oder?
Jedenfalls danach kommt sowas alles als Mönch oder Nonne nicht infrage. Als Laie aber kann
man im Rahmen der 5 Tugendregeln die der Buddha empfohlen hat, natürlich machen was man will.Vajrakaya:
Genau dies ist die Aussage eines Anhängers einer Schuleaccinca:
Ja, der Schule des Buddhas jedenfalls.
Schön dass wir uns einig sind -
accinca:Vajrakaya:
Was einer darf oder nicht darf ist eine Frage der unterschiedlichen Schulen
Sie hat aber doch nicht nach vielen Schulen sondern nach der Schule des Buddha gefragt oder?
Jedenfalls danach kommt sowas alles als Mönch oder Nonne nicht infrage. Als Laie aber kann
man im Rahmen der 5 Tugendregeln die der Buddha empfohlen hat, natürlich machen was man will.
Genau dies ist die Aussage eines Anhängers einer Schule -
accinca:Alles anzeigen
Altes Kamma kann man leider sowieso nicht rückgängig machen. Man
kann aber manchmal schlechte Taten die sich noch nicht ausgewirkt haben durch gute
Taten abmildern. Ganz unabhängig von meiner eigenen Erkenntnis oder Ansicht lehrte
der Buddha ja ganz offensichtlich, das die Stärke und Qualität des Leidens in einem
genau entsprechenden Handeln der Wesen liege, und dieses daher durch entsprechend
heilsame Wirken in Gedanken, Rede und Taten verbessert oder verschlechtert werden kann.
Ein heilsames Wirken wäre sonst (also ohne entsprechenden Zusammenhang) auch nicht denkbar.
Was nun im einzelnen "gute Taten" sind, welche Karma reinigen können, da gibt es wohl unterschiedliche Ansichten. Z.B. gilt die Durchführung einer Reinigungspraxis als "gute" bzw "heilsame" Tat in diesem Sinne. -
Was einer darf oder nicht darf ist eine Frage der unterschiedlichen Schulen und darüber hinaus eine Frage der "sozialen Rückmeldungen" aus der Gemeinschaft der Praktizierenden und wie man selbst darauf reagiert.
Für dich als Praktizierende muss aber doch die Frage wichtig sein: Was liegt dir dran und warum liegt dir was dran?