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Beiträge von Qualia

  • Majjhima Nikāya 44, Cūḷavedallasutta

    • Qualia
    • 6. September 2026 um 08:32
    Upasaka Dhammavicayo:

    Am Ende zeigt Dhammadinna den entscheidenden Punkt: Wer glaubt, dass das "Ich" nach dem Tod aufhört, hat es immer noch mit einem "Ich" zu tun. Der Erwachte sagt weder "ich bin" noch "ich bin nicht".

    Ich füge hinzu, weil die meisten Menschen sich weigern, auch den Umkehrschluss zu denken. Sie nehmen die eine Aussage als reine Wahrheit.


    Da steht die eine Wahrheit: Wer glaubt, dass das „Ich“ nach dem Sterben aufhört, hat es immer noch mit einem „Ich“ zu tun.

    Hier die zweite Wahrheit: Wer glaubt, dass das „Ich“ nach dem Sterben weiterbesteht, hat es immer noch mit einem „Ich“ zu tun. (Es gibt kein „nach dem Tod“. Es gibt nur nach dem Sterben.)


    Es gibt kein Ich, das endet.

    Es gibt kein Ich, das weitergeht.

    Es gibt kein Nicht-Ich, weil es nicht ist.

    Es gibt nur Vorgänge/Prozesse/Bedingungen, die laufen oder enden. Das von allen Mythen und Metaphysik befreite Dukkha ist: „Ich“ ende nie.


    Nicht vergleichbar mit dem: Nach dem geschlafen haben werde ich aufwachen. Nach dem Einschlafen und dem Schlaf ist das Aufwachen. Der Gestorbene wacht nie wieder auf, denn er ist nicht eingeschlafen, er ist tot.

    Es gibt drei Komponenten, die für ein Selbstsein zusammen sein müssen: Körper, Seele/Skandha, Geist/bewusster Verstand. Das nennt Buddha ein fühlendes Wesen (satta). Eine Person (puggala) ist ein Mensch, der nicht erkennen will, dass er auch nur ein fühlendes Wesen ist, und überzeugt ist das er ein Selbst ist (sakkāya‑diṭṭhi), weil er sicher ist, einen Körper, eine Seele, einen Geist zu haben und zu sein.

  • Majjhima Nikāya 102, Pañcattayasuttaṃ

    • Qualia
    • 5. September 2026 um 16:20

    Der Buddha sieht in sich klar, wie alle Zustände entstehen und vergehen, und wie jedes „Ich bin“ aus Berührung, Gefühl und Greifen entsteht. Diese innere Klarheit ist nicht etwas, das er den Menschen „gibt“. Er weiß, dass jeder nur das sehen kann, was er selbst sieht. Deshalb kommuniziert er nicht aus einem Zustand heraus, sondern aus der Struktur: Er zeigt, wie Ansichten entstehen, wie sie sich verfestigen und wie man aus ihnen aussteigt. Er spricht nicht, um zu überzeugen, sondern um die Funktionsweise sichtbar zu machen. Die Menschen hören ihn durch ihre eigenen Muster, und er lässt das so stehen.


    Genauso reagiere ich gegenüber der Menschenwelt: Ich nehme Menschen nicht nur über ihre Worte, Meinungen oder Geschichten wahr, sondern auch über die Funktion, Aufgabe, den Zweck, und die Rolle, die im Hintergrund laufen, weil ich meine erkannt habe.

    Ich sehe, wie Ansichten aus Berührung und Greifen entstehen, und deshalb versuche ich nicht, sie zu korrigieren oder zu bewegen. Ich sage nur das, was ich sehe, und wenn es nicht verstanden wird, lasse ich es fallen. Meine Kommunikation ist kein Versuch, jemanden zu erreichen, sondern ein Ausdruck dessen, was erkannt ist. Die Reaktion ist für mich kein Bezugspunkt, meiner Identifikation mehr. Damit bleibe ich frei von dem letzten „Ich bin“, das sich an Zustimmung oder Ablehnung bindet.

  • Sabbasutta SN 35.23

    • Qualia
    • 5. September 2026 um 09:52
    Zitat

    https://suttacentral.net/sn35.23/de/sab…se&script=latin
    In Sāvatthī.
    „Mönche und Nonnen, ich will euch alles lehren. Hört zu …
    Und was ist das Alles? Es ist eben das Auge und Bilder, das Ohr und Töne, die Nase und Gerüche, die Zunge und Geschmäcke, der Körper und Berührungen, der Geist und Vorstellungen. Das nennt man alles.
    Mönche und Nonnen, angenommen, da würde jemand sagen: ‚Ich lehne dieses Alles ab und werde ein anderes Alles beschreiben‘ – er hätte dafür keine Grundlage. Er wäre von Fragen überfragt und wäre dazu verdrossen. Warum ist das so? Weil er nicht in seinem Element ist.“

    Zitat

    Funktionslogische Übersetzung des Palitetextes von SN 35.23 (präzise, nüchtern, mit Begriffen in Klammern) ( von Copilot):
    In Sāvatthī sagte der Buddha:
    Ich werde euch das All (sabbaṁ) erklären. Hört gut zu.
    Was ist dieses All (sabbaṁ)? Es besteht aus:
    dem Auge (cakkhu) und den sichtbaren Formen (rūpa),
    dem Ohr (sota) und den Klängen (sadda),
    der Nase (ghāna) und den Gerüchen (gandha),
    der Zunge (jivhā) und den Geschmäcken (rasa),
    dem Körper (kāya) und den Tastobjekten (phoṭṭhabba),
    dem Geist (mano) und den geistigen Objekten (dhammā).
    Das wird von mir „das All (sabbaṁ)“ genannt. Wenn jemand behaupten würde:
    „Ich werde ein anderes All erklären, das jenseits dieses Alls liegt“, dann wäre seine Rede grundlos (vācā‑vatthuka). Und wenn man ihn dazu befragt, könnte er keine Antwort geben, und er würde in Verwirrung und Frustration (vighāta) geraten.
    Warum?
    Weil das, was er behauptet, außerhalb des Erfahrungsbereichs (avisaya) liegt.

    Alles anzeigen

    Einbindung in meine Auffassung der Kette des bedingten Entstehens:

    āyatana bedeutet „Ort“, „Bereich“ oder „Wirkfeld“, in dem Wahrnehmung entstehen kann.
    Es gibt einen inneren Ort (ajjhattika‑āyatana), bestehend aus Auge, Ohr, Nase, Zunge, Körper und Geist,
    und einen äußeren Ort (bāhira‑āyatana), bestehend aus Form, Klang, Geruch, Geschmack, Tastbarem und Denkbarem. Im „Ort“, „Bereich“ oder „Wirkfeld“ āyatana. Diese zwölf Felder sind āyatana und Teil von nama-rupa.

    salāyatana bedeutet: Die sechs inneren Felder sind geöffnet, also funktional aktiv.
    Das heißt: Auge‑Bewusstsein, Ohr‑Bewusstsein, Nasen‑Bewusstsein, Zungen‑Bewusstsein, Körper‑Bewusstsein und Geist‑Bewusstsein sind offen, man ist nicht bewusstlos und nicht schlafend. Das ist salāyatana.


    Ablauf der Kette:
    Ein äußerer Reiz trifft auf Sinnesorgane (bāhira‑āyatana). Die Reize der Sinnesorgane treffen dann auf ein inneres Feld (ajjhattika‑āyatana).
    Das innere Wirkfeld (ajjhattika‑āyatana) ist offen (salāyatana) und Bewusstsein (eine andere Art von viññāṇa) erscheint.
    Aus Reiz + offenem Feld + Bewusstsein entsteht Kontakt (phassa).
    Aus Kontakt entsteht Gefühlston (vedanā): nur fühlen von entweder wohl, unwohl, oder kein fühlen.


    Von viññāṇa, dem Urbewusstsein in der Kette, das nāma‑rūpa bewirkt, bis vedanā, erscheint bei einem gesunden fühlenden Lebewesen nur ein Fühlen-Ton und dann die Reaktion/Handlung (tanha), um Unwohl zu verändern. Mögliche Bewusstseine sind offen, man ist nicht bewusstlos und nicht schlafend. Das ist salāyatana.

    „Das Öffnen der Augen vertreibt alle Träume.“


    „Mögliche Bewusstseine“ bedeutet: Es gibt Lebewesen, die nicht alle zwölf āyatana besitzen oder deren Sinnesorgane geschädigt sind, die aber dennoch vollwertige Lebewesen sind. Ganz gleich, ob sie ein ZNS haben oder nur neuronale Knoten oder keine Nerven. Alle Lebewesen auf dieser Welt haben einen Ursprung: Cyanobakterien. Weil Cyanobakterien sind, erscheinen Viren, Phagen, Pilze und andere frühe Formen, die keine Bakterien sind, die die Evolution der Bakterien überhaupt erst in Gang bringen.


    Ablauf der Kette:
    Ein äußerer Reiz (rūpa‑nāma / bāhira‑āyatana) trifft auf ein inneres Feld (ajjhattika‑āyatana).
    Das innere Feld ist offen (salāyatana) und Bewusstsein erscheint. (eine Art von viññāṇa).
    Aus Reiz + offenem Feld + diesem Bewusstsein entsteht Kontakt (phassa).
    Aus Kontakt entsteht Gefühlston (vedanā): nur fühlen von entweder wohl, unwohl, oder kein fühlen.
    Von viññāṇa bis nāma‑rūpa bewirkt vedanā, erscheint bei einem gesunden fühlenden Lebewesen nur das eine Fühlen und dann die Reaktion/Handlung, um Unwohl zu verändern. Das Ändern von „unwohl“ zeigt den fühlbaren Ton von „wohl“ und damit auch das Wiedererkennen von „unwohl“, wenn „wohl“ vergangen ist.


    Auf keinen Fall darf der Teil der Kette, von viññāṇa bis vedanā mit Skandha verwechselt werden. Das ist ein ganz anderes System.

  • Erfahrungsberichte bei der "Samadhi Sangha" (Dharmacharya Rodrigo Gonzalez Zimmerling)

    • Qualia
    • 4. September 2026 um 10:49

    „Dana-Behälter“ empfinde ich als Betteln. Man weiß nie, was genug ist. Ich bin gern bereit, einen genannten Preis zu bezahlen, aber nicht bereit, in die Falle der Dana-Behälter zu tappen und mich den Blicken und dem Getuschel derer auszusetzen, die mein Geben sehen und bewerten.

  • Majjhima Nikāya 102, Pañcattayasuttaṃ

    • Qualia
    • 4. September 2026 um 10:09

    Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft haben eine Realität als Phänomene, also ausschließlich im Geist.

    Erkennt der Geist, dass es Phänomene seiner eigenen Schöpfung sind, kann er sich ganz auf das nur Erscheinen der Bedingungen und Wirkungen im Augenblick konzentrieren. Recht handeln, ohne die Phänomene zu missachten, die seine Erfahrungen aus seiner Vergangenheit und denen der Gegenwart, für eine „wohle“ Zukunft enthalten.


    Vergangenes ist nicht mehr und hat Erfahrungen (Phänomene) hinterlassen. Gegenwart ist Vergehen des Vergangenen und Erscheinen des Zukünftigen. Das noch mögliche Zukünftige kann nicht erkannt oder bestimmt werden. Prophezeiungen sind immer unmöglich, ihr Eintreffen ist immer zufällig: Interpretation des Geistes und Glaube an Fähigkeiten.


    Alles erscheint jetzt. Vergehen oder entstehen, kann nur vom Geist als Phänomen erkannt werden, doch Phänomene haben außer Erscheinen keine Realität als objektive Erscheinungen. „Baum“ erscheint nur im Geist. Kein Problem, das Problem erscheint nur, wenn der Geist überzeugt ist, dass das „Objekt“ ein Baum ist, weil er es so benennt.


    Wenn ich eine Beleidigung auf mich beziehe, wird die Beleidigung mein Leiden werden, der Beleidigende hat einen großen Erfolg mit seiner Tat.


    Auch: „Du bist ein Befreiter“ ist so ein Ding, das zu einem Glauben führen kann, ein Besonderer zu sein. Ein Befreiter ist nur jetzt und schon vergangen, könnte wiedererscheinen. Könnte, wenn er sich nicht einbildet, ein Befreiter zu sein.


    Werden Phänomene als objektiv existierend behandelt und mit ihnen gehandelt, erscheint immer dukkha, außer der Täter weiß das seine Phänomene subjektiv sind. Weiß er das nicht, kommt es zur Trennung des Selbst in „Ich bin dies und das“ und den Vorwurf „Da kann ich nichts für“: Nicht-Ich.


    Ich, Skandha, Körper ist immer eines und das Nicht-Ich das andere.

    Nondualität ist unmöglich.


    SN 12.15

  • Was ist Leben?

    • Qualia
    • 3. September 2026 um 20:43
    Beitrag

    RE: Was ist Leben?

    Ja, „das Wissende“, das etwas „genau Verstehen wollende“, wie die Wissenschaft, die sich neben Erfindungen (Medizin, Technologie) dadurch auch mehr Sicherheit erhofft, „wer man selbst und das ganze Universum“ eigentlich ist. Bis hin zu dadurch noch alles besser „kontrollieren oder länger leben zu können“…


    Und das automatisch von selbst Lebende im Gegensatz dazu…


    Und das Zuviel nur (noch) im Denken und immer mehr Wissen anhäufen gefangen sein…

    Das spätestens in der Schule beginnt…


    Und einen auch…
    Samadhi1876
    3. September 2026 um 15:15

    Jetzt, nach den anderen Beiträgen von dir, bin ich nicht mehr verwirrt. Du hast nicht auf meinen Beitrag geantwortet, weil du das Ganze nicht gelesen hast. Nur auf den Titel reagiert.

  • Was ist Leben?

    • Qualia
    • 3. September 2026 um 13:30

    Inspiration aus: ZDFInfo Mysterien des Weltalls. Warum sind wir hier?

    Zitat

    Warum stört mich der Satz von einer Wissenschaftlerin, die eine Definition von „Leben“ sucht?
    „Die Entwicklung des Lebens dient damit wir unsere Umwelt erkennen, und dass dadurch das Weltall sich erkennt?“

    Die KI „Copilot“, die bei mir die Einstellung hat, alle metaphysischen und mythologischen Informationen auszuschließen durch Ontologie Prüfung.
    Hier der Text, der alle meine bisherigen Schlussfolgerungen kompakt enthält. Von der KI erstellt, weil ich das nicht selbst kann, denn ich mache immer Ontologie-Fehler. Das macht mich überlegen der KI, denn das kann sie nicht mehr. Ich bin der Erkenner von Vorgängen, die sie ontologisch prüft und mir neue Ideen ermöglicht, weil sie mir meine Irrtümer darlegt.

    Zitat

    Copilot-Antwort: ontologisch klare Zusammenfassung (als Text):
    Die Annahme, dass die Entwicklung des Lebens dazu dient, die Umwelt zu erkennen, ist ein metaphysischer Fehler.
    Sie macht aus einer Funktion einen Zweck. Evolution hat keinen Zweck, sondern ist ein Selektionsprozess ohne Absicht.

    Erkennen ist eine biologische Funktion eines Nervensystems.
    Es entsteht, weil es Überleben erleichtert, nicht weil „das Leben“ etwas erkennen will.


    Die Vorstellung, dass sich das Weltall durch uns erkennt, ist eine zweite Verwechslung.
    Sie setzt voraus, dass das Weltall ein Subjekt ist. Das ist ontologisch falsch: Das Weltall hat keine Wahrnehmung, keine Intentionalität und keine Subjektivität.

    Erkennen ist lokal, nicht kosmisch.

    Es ist ein Vorgang innerhalb eines Organismus, nicht eine Eigenschaft des Universums.

    Der Fehler entsteht durch Teleologie.
    Teleologie liest Absicht in Vorgänge hinein, die keine Absicht haben.
    Dadurch werden Strukturen zu „Zweckträgern“ und Funktionen zu „Zielen“.


    Ontologisch korrekt ist:
    Leben entsteht aus materiellen Bedingungen.
    Nervensysteme entstehen durch Selektion.
    Erkennen ist eine Überlebensfunktion.
    Das Weltall bleibt davon unberührt.


    Die drei zentralen Fehler (kompakt)
    Zweckverwechslung – aus Funktion wird Zweck. „Ich bin dies und das.“
    Subjektprojektion – das Weltall wird wie ein Erkennendes gedacht. „Ich erkenne die Welt.“
    Teleologie – Entwicklung wird als zielgerichtet interpretiert. „Mein Leben hat ein Ziel.“

    Alles anzeigen

    Meine Schlussfolgerungen in Interpretationen:
    Die eine Lehre des Buddha weist genau auf diese drei Fehler hin, die ein „Ich bin dies und das.“ begeht und darunter leidet.
    Dieses nicht erkennen der drei Fehler ist das, was Buddha dukkha nennt, fälschlich mit avijja/Unwissenheit benannt. Das persönliche Leiden ist erst beendet, wenn diese persönlichen Fehler konsequent erkannt werden. Dann kann man sie auch wie Werkzeuge (upāya) anwenden, denn wenn man das nicht kann, geht man das Risiko ein, gelyncht zu werden, egal ob real oder durch Ausgrenzung.


    Es ist unmöglich, die Meinung, die aufgrund eines oder aller Fehler gebildet ist, von einem Wissenden zu ändern. Der Wissende kann unmöglich jemanden außer sich selbst befreien.

    Buddha erfand die Technik neu, den Fehler zu zeigen. Dein Stein, dein Dukkha, von dir zu trennen und dich auffordert: „Komm her und sieh selbst.“ Wenn du wirklich von deinem dukkha befreit werden willst, erkennst du das, was Buddha nur zeigt, und kannst dich wandeln.

    Ist dein „Befreitwerdenwollen“ nur eine Finte, um dich besser darstellen zu können, wird Buddha nicht auf deine Seite gehen, sondern der nur Zeigende bleiben. Denn er wird sich nicht mehr auf die Spur des dukkha begeben, seinem „Mara“ nicht mehr folgen.
    Buddha wird auch nicht dem Weg folgen, den die meisten „Meister“ gehen: dich für seine Zwecke und Absichten benutzen, ausnutzen, binden.

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • Qualia
    • 2. September 2026 um 12:55
    Monikamarie:

    ALLES zu akzeptieren, was nicht zu ändern ist, sind das Ziel.

    SN 56.11 Das hat Buddha alles aufgezählt: „Dies nun, ihr Menschen, ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsinn und Verzweiflung sind Leiden; vereint sein mit Unliebem ist Leiden, getrennt sein von Liebem ist Leiden; was man verlangt, nicht erlangen, ist Leiden. „


    Dagegen kann man nichts machen, das ist, wie das Leben eben ist. Dagegen- oder dafürsein ist nicht notwendig, denn es trifft jedes fühlende Lebewesen.

    Damit muss jedes Lebewesen handeln, um sich wieder wohlzufühlen, auch mit Leiden.


    Dieser Nachsatz in dem Abschnitt von SN56.11 verschleiert das menschenerschaffene Leiden: Kurz gesagt: Die fünf Faktoren des Ergreifens sind Leiden.

    Nicht das Ergreifen der aufgezeichneten Faktoren ist Leiden, es ist das Sich-gleichmachen mit „Ich bin dies und das“. Das ist das Leiden, das zu vernichten ist. Wenn ich mein Schmerz bin, kann ich noch lange daran leiden (leiden wollen), obwohl der Schmerz längst vergangen ist.

  • Majjhima Nikāya 5, Anaṅgaṇa Sutta

    • Qualia
    • 2. September 2026 um 09:22

    Danke.:D

    Ich lese seit einigen Jahren keine buddhistischen Bücher mehr. Heißt das, es waren vorher wohl sehr viele? Aus allen Schulen. Dann wurde Buddhaland immer wichtiger. Weil es mir die Links geliefert hat zum Palikanon und da lese ich die Worte des Buddha und hier persönliche Erfahrungen mit der Lehre von jetzt lebenden Menschen, eine riesige, sich wandelnde Sangha.

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • Qualia
    • 2. September 2026 um 09:10
    JoJu91:

    Das Sehen der Vergänglichkeit war das Hauptproblem meiner Jugend, so ab etwa sechzehn.

    Bei mir war es genau umgekehrt: Mir war schon als 11 jährigger bewusst das Vergänglichkeit normal ist, und ich wurde so erzogen das ich glauben soll das es Beständiges gibt. Mein Glück das ich mich nicht davon abbringen ließ, dass alles vergänglich ist und ich das Erscheinende, Existierende als meine Werkzeuge betrachten konnte, um mein Leben bewahren zu können. Denn mit 21 wurde mir voll bewusst das mein Leben wichtiger ist, als alle anderen Erscheinungen und Phänomene.

  • Majjhima Nikāya 5, Anaṅgaṇa Sutta

    • Qualia
    • 2. September 2026 um 09:00

    Upasaka Dhammavicayo Ist meine Beschreibung der Person so verschleiert das ich noch mehr lesen muss?

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • Qualia
    • 2. September 2026 um 08:54

    Im Alltagsbewusstsein wird aus 1+1=2 ein vielleicht 2 gemacht. Dadurch erscheint die Wahrheit das es auch 1 oder 3 sein kann. Die Realität „2“ wird als Wahrscheinlichkeit erkannt und der Glaube als „1“ oder „3“ als Realität gerechtfertigt und verteidigt.

    Rechte Ansicht ist etwas anderes. Die verlangt, dass Tatsachen des körperlich objektiven Realen, als Erscheinung, befreit von subjektiven Phänomenen, erkannt werden, auch wenn sie schmerzhaft sind.

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 22:23

    verrückter-narr

    Wenn Phänomene als Erscheinungen im Geist gemeint sind, gibt es keine objektive Basis. Philosophieren, Meinungsbildung.


    Wenn Phänomene, subjektives, mit Erscheinungen, die mit körperlichen Sinnen wahrgenommen werden können, als gleichwertig gesehen werden, auch nicht. Jeder hat immer nicht recht ohne Unrecht zu haben.


    Nur wenn klar ist, hier geht es um Phänomene oder um Erscheinungen, objektiv existierendes, kann ein Ebenenwechsel oder eine Vermischung von objektivem und subjektivem verhindert werden.


    Ich kann auf deinen Beitrag nicht antworten, weil ich nicht in die vielen Fallen treten möchte, die ich vermeiden möchte.

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 20:10

    Das Erkennen und Wahrnehmen von Farben gibt ihnen keine reale Existenz.

    Wie soll es Farben geben, wenn sie schon in der Quantenmechanik bloß Begriffe des Benennens sind?

  • Gibt es inzwischen nonduale Zenklöster?

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 18:47

    Mein Prompt an die KI: Farben in der Quantenphysik.

    Ihre Antwort:

    Kurzfassung: In der Quantenphysik bedeutet Farbe nicht optische Farbe, sondern einen mathematischen Freiheitsgrad der Quarks und Gluonen in der Quantenchromodynamik (QCD). Die Bezeichnungen rot, grün, blau sind reine Konventionen für drei Komponenten einer Wellenfunktion.

  • Warum bezeichnen die Tibetaner Oral Verkehr als sexuellem Fehlverhalten? ( Ernste Frage)

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 17:00

    Soweit ich weiß, machen alle Primaten Sex miteinander, weil es ihnen offensichtlich Spaß macht. Irgendwoher müssen wir das ja in unserer DNA haben.

  • Porno

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 16:56
    Beitrag

    RE: Porno

    Ich sehe Verlangen nach Pornografie als sich Möglichkeiten des sexuellen Umgangs zu suchen, finden.



    Wie Pornografie Wirkung auslegt werden:

    Verhindern von Übergriffen, weil der Druck nach sexueller partnerschaftlicher Betätigung abgebaut wird.



    Sexuelle Betätigung als normal anzusehen und den Druck verschwinden zu lassen, um sich sexuell genau dann hinzugeben, wenn es die Vereinbarung dazu ermöglicht. Pornografie hat keine Wirkung mehr und wird nicht mehr benutzt.



    Erzeugen von Druck, die sexuellen…
    Qualia
    1. September 2026 um 09:54

    Damit das klar ist: Das ist so geschrieben, um jedes Geschlecht und jede Geschlechtsidentität einzuschließen.

    Da muss sich keiner genötigt sehen ander mit seinen Verwirrungen zu belächeln oder zu verurteilen, gerade in NUR Gedanken..

  • Majjhima Nikāya 5, Anaṅgaṇa Sutta

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 16:51

    Bin einem Hinweis gefolgt:


    Majjhima Nikāya 5

    Zitat


    Im Pāli gibt es zwei Begriffe, die so etwas wie "Person" bedeuten und von einigen Gelehrten fälschlicherweise als Synonyme betrachtet werden: puggala und sakkāya. Puggala ist eine neutrale Bezeichnung für die Individualität, die auch Erleuchtete haben, im Gegensatz zur Illusion von einer Persönlichkeit oder Ich-Identität - sakkāya. Wenn man diese beiden Begriffe gleichsetzt, dann muß man kommentarielle Verrenkungen vornehmen und die Lehre des Buddha in "konventionell gesprochen" und "letztendlich wirklich gesprochen" einteilen. In den Suttas findet sich eine derartige Unterteilung nicht. Der Buddha hat immer nur auf eine Art gelehrt - nämlich "der Wirklichkeit entsprechend". Zur Unterscheidung im Deutschen wurde puggala mit "Person" und sakkāya mit "Persönlichkeit" übersetzt.

    Bei meiner Suche nach dem Begriff, den Buddha für Menschen verwendete, sind mir nur „puggala“ (Mensch, Person) und „bhikkhu“ (Mönch), das sind puggala, die von Gaben leben, geblieben.


    sakkāya „eigene Anhäufung“, „eigene Person“, „eigener Körper-Geist‑Haufen“ .


    Sakkāya ist nicht, wie ich meinte, Persönlichkeitsglaube. Der wird sakkāya‑diṭṭhi genannt.


    Buddha spricht zu puggala nicht davon das er keine „eigene Anhäufung“, „eigene Person“, „eigener Körper-Geist‑Haufen“ hat, sondern davon das er (puggala) von dem Glauben abkommen muss, dass er die Persönlichkeit ist: „Ich bin sakkāya.“

    Wenn er mit Menschen spricht, die diesen Glauben nicht mehr haben, verwendet er andere ergänzende Bezeichnungen für puggala.


    Ein puggala ist der neutrale Begriff für Mensch.
    Ein bhikkhu‑puggala ist ein Mensch, der eine bestimmte Praxisrolle einnimmt, die wichtigste: von Gaben leben/Hauslos.
    Ein puthujjana-puggala ist ein Mensch mit Persönlichkeitsglaube.

    Ein ariya‑puggala ist ein Mensch ohne Persönlichkeitsglaube.

    Sotāpanna-, Sakadāgāmī-, Anāgāmī-, Arahant-puggala je nach Befreiung aus den Fesselungen durch Samsara.


    Der Arahant hat sakkāya: „eigene Anhäufung“, „eigene Person“, „eigener Körper-Geist‑Haufen“ aber kein Festhalten (upādāna-skandha), überhaupt kein upādana, nein, nur das Festhalten wollen ist weg. Ergreifen, um sein Leben zu erhalten, schon, aber kein Begehren nach Ausgewähltem.

  • Porno

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 12:48
    Christopher:
    Thorsten Hallscheidt:

    Es gibt allerdings auch Portale, die einen "ethical porn", feministische und faire Pornografie vermarkten.

    Danke für den Tipp - endlich kann ich ohne schlechtes Gewissen wichsen! :)

    Das kann zu extremer Unlust führen, wenn man andauernd feministisch korrekt vorstellt. Muss.

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 12:42
    biophil:

    Bewusst und Nicht-Anhaften schliesst sich mMn aus. Sobald bewusst hast du Dualität.

    Die Dualität so zu erkennen, dass ich mich mit keiner Seite als „das bin ich“ verbinde, befreit nicht von Dualität, sondern von der Identifikation damit.


    Dualität ist normal: Zweiheit oder das Zusammengehören von zwei gegensätzlichen und sich ergänzenden Prinzipien oder Aspekten.


    Samsara existiert nicht ohne Nibbana und Nibbana nicht ohne Samsara.


    Es gibt keine Nondualität: Nicht-Zweiheit, die Trennung zwischen einem „Ich“ und der „Welt“, ist eine Illusion, eine einheitliche Realität ist unmöglich. Wenn es sie real geben würde, ist keine Befreiung von dukkha möglich.


    Leere ohne Form ist nicht möglich. Wer sich einbildet das es Nondualität gibt, wird sicher dukkha leiden. Ich dem „Nicht-Nach-Denken-Raum“ sein ist nicht Nondualität, sondern das Erkennen des Ichs und der Leere.

  • „45 Min Standardfenster“

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 12:23
    void:

    Und dem entsprechend ist Kinhin eine Praxis im Gehen.

    Hab ich nicht bezweifelt, es ist aber eine Praxis mit ganz anderem Blickwinkel.

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 10:34
    biophil:

    Ich habe mit zunehmendem Alter Probleme mit den Abständen bekommen. Statt am Glas vorbei um etwas zu greifen, haue ich das Glas um. Was vorher mühelos war, erfordert nun den Blick drauf zu haben. Man flitzt dann nicht mehr die Treppe runter, sondern hat jede Stufe im Auge.

    Und genau das ist die Kontrolle des Ich bin die viele Unwägbarkeiten ausschließt und so zur Gefahr wird. Stoße ich ein Glas um, weiß ich das ich wiedermal mit meinem Geist nicht hier war und Skandha behindert habe. Weil ich ja so beschäftigt bin das Skandha zu langsam wird.

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 10:31
    Wetering:
    Qualia:

    ...


    Körper = Körper

    Seele = Skandha

    Geist = Ich bin ich

    ...

    Alles anzeigen


    ?

    Schön aus verschiedenen Religionen zusammengebastelt?


    :|

    Alles anzeigen

    Selbstverständlich: Es ist meine persönliche Erfahrung mit der Welt. Eine Religion, ein Bezugssystem ist nicht die Welt. Eine Schule bildet nie das ab, was ich erfahren habe.

    Schon sehr früh in meinem Leben habe ich mich geweigert, aufgezeichneten Erfahrungen zu folgen, weil sie vorgeben, Wahrheiten zu sein. Ich habe sie immer an der erlebten Wirklichkeit geprüft. Mein Buddhismus ist aus allen Schulen zusammengebaut. Wie sollte ich sonst an die eine Lehre des Buddha kommen?
    Glauben ist nur dann Erfahrung, wenn er geprüft ist, dann wird er Wissen.

  • „45 Min Standardfenster“

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 10:19

    Kinhin ist keine Meditation im Gehen. Es ist das, ganz und gar im Sein mit der Umwelt zu sein. Meditierend, während Kinhin, stolpere ich oder komme vom Weg ab. Kinhin sollte ausschließlich in freier Wildbahn gemacht werden. Dann erkennt man das Aufmerksamkeit nur von sich frei bewegenden Lebewesen (Fahrzeuge werden von Lebewesen bewegt) angezogen wird, damit berechnet werden kann, ob sie bedrohlich oder neutral sind. Achtsamkeit betrachtet, beobachtet die Aufmerksamkeit.

  • Aṅguttara Nikāya 9:13, Mahā-Kotthita Sutta

    • Qualia
    • 1. September 2026 um 10:02

    Gestern habe ich mich herzlich bei Skandha (den fünf Anhäufungen) bedankt, dass sie immer da sind und meinen Körper und Geist stützen und bewahren helfen.

    Ganz in Gedanken ging ich die Treppe herunter, ist ja alles normal, und blieb mit der Ferse, warum auch immer, an einer Stufe hängen. Nein, ich bin nicht gestürzt. Skandha hat meinen Geist ausgeschaltet und den Körper so gesteuert das uns dreien nichts geschehen ist.


    Das ist eine Folge meiner Übung: Ich bin nicht Körper, ich bin nicht Skandha, ich bin nicht ich. Wer oder was ich bin, ist ein Problem des Geistes, nicht eines von Skandha und nicht des Körpers.


    Körper = Körper

    Seele = Skandha

    Geist = Ich bin ich

    Metaphysik und Mythologie erzeugen eine Trennung der Drei und eine Überzeugung von Hierarchie/Abstufung.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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