Am Ende zeigt Dhammadinna den entscheidenden Punkt: Wer glaubt, dass das "Ich" nach dem Tod aufhört, hat es immer noch mit einem "Ich" zu tun. Der Erwachte sagt weder "ich bin" noch "ich bin nicht".
Ich füge hinzu, weil die meisten Menschen sich weigern, auch den Umkehrschluss zu denken. Sie nehmen die eine Aussage als reine Wahrheit.
Da steht die eine Wahrheit: Wer glaubt, dass das „Ich“ nach dem Sterben aufhört, hat es immer noch mit einem „Ich“ zu tun.
Hier die zweite Wahrheit: Wer glaubt, dass das „Ich“ nach dem Sterben weiterbesteht, hat es immer noch mit einem „Ich“ zu tun. (Es gibt kein „nach dem Tod“. Es gibt nur nach dem Sterben.)
Es gibt kein Ich, das endet.
Es gibt kein Ich, das weitergeht.
Es gibt kein Nicht-Ich, weil es nicht ist.
Es gibt nur Vorgänge/Prozesse/Bedingungen, die laufen oder enden. Das von allen Mythen und Metaphysik befreite Dukkha ist: „Ich“ ende nie.
Nicht vergleichbar mit dem: Nach dem geschlafen haben werde ich aufwachen. Nach dem Einschlafen und dem Schlaf ist das Aufwachen. Der Gestorbene wacht nie wieder auf, denn er ist nicht eingeschlafen, er ist tot.
Es gibt drei Komponenten, die für ein Selbstsein zusammen sein müssen: Körper, Seele/Skandha, Geist/bewusster Verstand. Das nennt Buddha ein fühlendes Wesen (satta). Eine Person (puggala) ist ein Mensch, der nicht erkennen will, dass er auch nur ein fühlendes Wesen ist, und überzeugt ist das er ein Selbst ist (sakkāya‑diṭṭhi), weil er sicher ist, einen Körper, eine Seele, einen Geist zu haben und zu sein.