Wenn ich über Vergänglichkeit meditiere, geht es um mich selbst als vergängliches Wesen und somit bin ich und meine Vergänglichkeit das Objekt der Meditation. Vor meinem inneren Auge erscheine ich mit dem zu erwartenden Tod, der unausweichlich ist. Diesen gelassen hinnehmen ist Teil der Meditation über Vergänglichkeit. Wer im Leben einige Auf und Ab erlebt hat kann auf eine gewisse Übung zurückblicken. Der Tod kommt in vielen Formen vor, das Ende des Lebens ist dann das Finale. Über die Vergänglichkeit zu meditieren ist sehr sinnvoll, da hat Ayya Khema völlig recht und ich bin mir sicher, dass sie genau wusste was damit gemeint ist.
Beiträge von ewald
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Meine Mutter, Schuldirektorin, hat uns Kindern das Gucken von 'Dick und Doof' verboten, sie meinte, es verblödet. Viel Prägung von ihr habe ich über den Haufen geworfen, aber das nicht. Heute weiß ich, Fernsehschauen allgemein verblödet, diese passive Berieselung.
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Das möchte man meinen, glaube ich aber nicht, die meisten tun nur so als ab.
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Natürlich ist die Natur und der Mensch ein Ganzes und somit alle Lebewesen des Planeten.
Nur bei Lebensmittelmotten in der Küche ist mit dem frommen Predigen Schluss, es kommt das Gefühl auf, Du oder ich, eine existenzielle Frage und da muss eindeutig klar Schiff gemacht werden. Das bezieht sich auch auf die geistige Motte, auch zu ihr braucht es eine klare Stellungnahme ohne labiles Wanken. Die Welt ist polarisiert aufgebaut, hell-dunkel, oben-unten, schlecht-gut, Leben-Tod, damit sollte man selbstständig einen Umgang finden.
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Wer Lebensmittelmotten in unserer Zivilisation aufgrund von buddhistischen Glaubenssätzen tätschelt, anstatt sie einzudämmen, hat das Thema Lebensbewältigung falsch verstanden. Es geht nicht um die Bewältigung des Lebens der Motten und ihnen Futter hinzustellen, sondern darum das menschliche Leben von Schädlingen zu befreien. Wer die Larven in einer Tüte mit Nüssen schon mal sich bewegen gesehen hat, samt dem Gespinst, was dabei entsteht, wird weniger das Gefühl bekommen wie sich dieses Leben schützen lässt, als viel mehr das Gefühl des Ekels. Vor allem, wenn man zuvor noch beherzt in die Tüte gegriffen hat, um sich die leckeren Nüsse zuzuführen. Die Frage ist, wer gewinnt, die Lebensmittelmotte oder der Mensch. Wenn die Motte alle Lebensmittel befallen hat, verhungert der Mensch und sie hat gewonnen. Will der Mensch überleben, muss er etwas gegen die Motte unternehmen. Schlupfwespe, Klebefallen und Essigwasser als vorbeugende Maßnahme sind die Möglichkeiten. Vor allem auch genauste Untersuchung der Lebensmittel, alles was mit Körnen und Nüssen zu tun hat, aber in der Not gehen sie auch an Schokolade, Kekse und andere Mehlprodukte, sie sind da nicht wählerisch, wenn es um Arterhaltung geht. All das muss penibel entsorgt werden, will man die Küche wieder frei von Lebensmittelmotten bekommen. Eine gewisse Ekelresistenz ist da von Vorteil.
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Allgemein gesprochen stimmt es wohl, was die Angst vor der Leere und der Einsamkeit angeht, wenn man die gewohnte und angestammte Gruppe verlässt, vor allem im religiösen Bereich. Es trifft vielleicht nicht jeden, aber die meisten bleiben brav, um die Gemeinschaft nicht zu verlieren. Deshalb sehe ich den Buddhismus als Philosophie und nicht als Religion, um die Abhängigkeit zu vermeiden und auch die Mitglieder der Sangha frei entscheiden können, ob sie gehen oder bleiben. Ich mache keinen Druck und keinen Zwang, an Schäfchen, die ich in meine Herde zwinge habe ich als Hirte kein Interesse. Die Selbstständigkeit der Persönlichkeit steht an erster Stelle.
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Es gibt diese Verhaltensmuster, an die sich gehalten wird, weil eigene Idee fehlen und dann wird stur Dienst nach Vorschrift absolviert. Das ist traurig, aber wenn nichts Eigenes da ist, oder die Angst es könnte falsch sein, groß ist, dann wird auf das gehört, was vorgegeben wird.
Das ist in Deutschland sehr stark verbreitet und auch deutsche Buddhisten sind nicht davon frei. Wie gesagt, ich habe es in dieser Sangha erlebt, alles hörte auf diesen europäischen buddhistischen Lama des Diamantweges der tibetischen Schule. Eigenliebe und Flirten war nicht gern gesehen, es galt alles Liebe dem Lama darzubringen. Es hatte schon etwas von religiöser Sekte. Eine buddhistische Gruppe hier in der Stadt vor vielen Jahren. Da war '"Dürfen" Buddhisten das?' großgeschrieben. Das Meiste durften sie nicht, sie durften gehorchen, mehr nicht.
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Um dürfen, was Selbstzensur angeht, geht es auch, aber es geht vor allem darum, ob der in Europa lebende Buddhist es auch tut und mit den Mitmenschen flirtet, denn das hat viel mit Selbstliebe zu tun. Oder ist es diesem Buddhisten wichtiger, dass er geliebt wird, dass die Anderen ihn anflirten? Das ist eine Frage der Initiative, dürfen Buddhisten die Initiative ergreifen und ihr Liebesgefühl zum Ausdruck bringen? Oder müssen sie warten, bis einer der höher gestellten Persönlichkeiten sich gönnerhaft auf sie herab lässt, um so das Liebesgefühl auszuleben?
Ich habe solche Hierarchien an anderer Stelle in der Sangha vor Ort erlebt, bin dort nicht alt geworden. Es war eine Gruppe, die Ole Nydahl folgte und nicht zum Zen Buddhismus gehörte. In dieser Gruppe war die Selbstliebe und somit das Flirten untereinander verpönt, die Liebe galt ausschließlich Nydahl gegenüber und von ihm auf die Mitglieder. So gesehen durften die Buddhisten nicht mit den Mitmenschen flirten, bzw. taten es aus Selbstzensur nicht.
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Gegen das Flirten ist nichts einzuwenden, das passiert überall, wo Menschen zusammenkommen, auch im Buddhismus. Flirten ist Flirten, nicht Anbaggern zwecks nächtlichem Beischlaf, das sollte man nicht verwechseln. Das Flirten ist eine reine zwischenmenschliche Freude ohne Hintergedanken, wer dabei eine konkrete Absicht verfolgt macht etwas falsch.
So kann man, was die Selbstliebe angeht, auch mit sich selber Flirten, das ist ein Spaß und ein positiver Lebensausdruck, man kann eigentlich mit allem Flirten, was man mag. Etwas schöne Augen machen ist doch ein purer Ausdruck von Lebensfreude. Wer das praktiziert braucht keine künstlichen Rauschmittel, um berauscht zu sein, das Flirten reicht völlig aus und es rieseln die Belohnungsstoffe im Gehirn.
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Bleibe noch etwas bei der Selbstliebe, weil sie so wichtig ist für das eigenständige Dasein ohne Anhaftung. Gerade als Buddhist der weder der materiellen noch der emotionalen Verführung verfallen möchte. Er möchte bei sich selbst sein können, tief in sich verwurzelt und nicht oberflächlich an irgendetwas gebunden, auch nicht an Illusionen. Die Selbstliebe, sich bei und mit sich selbst spüren ist keine Illusion und selbst wenn, sie schadet nicht und sie schadet vor allem kein Gegenüber. Denn das 'Ich' loslassen geht erst, wenn man wirklich bei sich angekommen ist und dafür ist die Selbstliebe unumgänglich. Wenn andere mich lieben ist das ersatzweise für das selber Lieben schön und praktisch, aber beim Loslassen des 'Ich' hilft es nicht. Auch der liebste Familienangehörige kann die Selbstliebe nicht ersetzen, sie bleibt Voraussetzung für jede andere Liebe, die auf dem Weg notwendig ist um ins Nirvana zu kommen.
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Da zeigt sich doch, wie sehr die Selbstliebe verkannt wird und geglaubt, es wäre böser Egoismus und nur an sich und nicht an die Anderen denken wollen wir doch gar nicht. Dabei geht diesem, den Anderen helfen, der Egoismus voraus, sich selber stärken, sonst klappt es mit dem Helfen gar nicht. Selbstliebe heißt Eigenverantwortung und das ist die Voraussetzung um anderen schwächeren Menschen wirklich helfen zu können, nicht durch Mitleid und Bedauern, sondern durch Mitgefühl um die Energien des Anderen aufzuladen, damit er dann selber aktiv wird.
Durch erfolgreiche Selbstliebe brauche ich die Mitmenschen nicht als Liebesobjekte, sondern als Menschen so wie sie sind und es werden die positiven und negativen Gefühle bedient. Jeder Mensch trägt gut und böse in sich, da ist man gut beraten, damit einen Umgang zu finden. Die Abhängigkeit zu sich selbst und den eigenen guten Gefühlen ist kein Problem, aber die Abhängigkeit von außen, von einem der einen liebt, kann zum Konflikt werden. Die Selbstliebe schütz davor wunderbar. Es ist weder nötig Macht auszuüben, noch opfer zu sein.
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Sage ich ja, die Selbstliebe ist noch nicht in aller Munde und wird von vielen als egozentrisch verschmäht. Es sollen die Anderen mich lieben, nur darum geht es und dafür wird alles getan, bis hin zur Selbstverleugnung. Damit mich andere lieben, dafür bin ich bereit etwas von meinem Wohlbefinden zu opfern, es mir zu versagen, damit mich andere dafür lieben. Gleich per Eigenliebe für das eigene Wohlbefinden zu sorgen und die Anderen weniger brauchen, ist in der Gesellschaft nicht vorgesehen. In der Gemeinschaft steht die anderen brauchen über dem eigenen wohl. Somit dürfen sich auch Buddhisten nicht selber lieben, mit Ausnahme des Zen-Buddhisten.
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Wenn man das Thema googelt, bekommt man den KI-Text, den ich für eine gute Zusammenfassung halte: 'Selbstliebe bedeutet, sich selbst mit allen Stärken und Schwächen anzunehmen, den eigenen Wert zu erkennen und gut für sich zu sorgen – es ist die positive innere Stimme, die nicht mäkelt, sondern wertschätzt, ähnlich wie man für einen guten Freund oder ein Kind da wäre. Sie ist nicht mit Egoismus zu verwechseln, sondern stärkt das Selbstvertrauen, das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit mit sich selbst, indem man Bedürfnisse wahrnimmt und sich selbst Mitgefühl entgegenbringt.' Jedoch ich gebe zu, häufig geht es um geliebt werden, darum dass man sich so verhält, dass andere einen lieben und nicht man sich selbst. Das ist weit verbreitet und deshalb wird die Selbstliebe weniger kund getan. Bin jedoch der Ansicht, dass gerade in der Lehre von Buddha diese Selbstliebe vorhanden ist, wenn man sie danach betrachtet. Besonders die Meditation ist für mich ein empfinden der Selbstliebe als Zen-Buddhist. Dann erübrigt sich die Frage, darf ein Buddhist Selbstliebe empfinden?
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Gerade als Mensch, will man schmerzfrei leben oder mit so wenig Leid im Dasein wie möglich, gibt es einige Dinge zu beachten in unserer Gesellschaft, denn sie ist nicht von der Lehre Buddhas geprägt. Allem voran geht die Selbstliebe ohne den Vorwurf des Egoismus, dann hat der Mensch die Chance selbstständig und frei zu leben in der gegebenen Umwelt.
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Bei dem Thema 'Mitgefühl als Selbstbetrug' geht es doch gar nicht um Mitleid, sondern darum, wie man sich beim Fühlen für den Anderen selbst betrügen kann. Wie man durch Zuwendung zum Anderen das Selbstgefühl vergisst und man so zum Betroffenen wird. Wenn mir ein Mensch, der mit dem Leben nicht zurechtkommt, Mitgefühl senden würde, wäre mir das sehr unangenehm. Es ist also eine eigene innere Stabilität nötig, um wirkliches Mitgefühl empfinden zu können, um das Leid zu lindern. Das ist ohne Frage Teil der Selbstliebe, um sich selbst nicht im Namen des Anderen zu verleugnen. Selbstbetrug beim Mitgefühl ist, die Eigenverantwortung zu verdrängen.
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Zurück zum Mitgefühl. Halte Mitgefühl im zwischenmenschlichen Bereich für absolut förderlich und nicht nur das buddhistische Mitgefühl, sondern das psychologische Mitgefühl. Das bedeutet eben nicht mitleiden, sondern zu dem Betroffenen so weit den Abstand wahren, dass die Empathie noch möglich ist, aber keine Co-Abhängigkeit entsteht. Was nutzt es, wenn jemand leidet und der Helfer leidet auch, wird bedürftig und es braucht einen Dritten der eingreift. Deshalb ist Mitgefühl ein Gefühl für den Anderen, aber nicht dasselbe Leid. Dann führt Mitgefühl zur Empathie, zur Achtsamkeit und das führt zu Vorschlägen, um Linderung zu erreichen, zur Intervention und das kann das Gegenteil sein von dem, was der Leidende sich wünscht, z.B. Liebe als Streicheleinheit, als Bedauern, als Mitleid oder als trösten in der Schwäche. Natürlich ist Mitgefühl auch Trost, aber nicht ein die Schwäche betonender Trost, sondern ein Trost, der auf das Lindern des Leids ausgerichtet ist.
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Meinungsfreiheit ist ja in der BRD auch immer wieder ganz großgeschrieben, vor allem im politischen Bereich. Das ist auch schön und gut, nur damit kann man wunderbar Schindluder treiben. Mir geht es auf dem Weg zur Erleuchtung eher um das fühlen. Wie fühlt es sich an? Das kann bei jedem etwas anderes sein, aber es beschreiben und mitteilen ist möglich. Buddha hat über seine Gefühle gesprochen und sich in der Sangah darüber ausgetauscht, das war ihm, um letztlich zur Erleuchtung zu kommen, ganz wichtig. Die Meinung, ja, die ist auch wichtig, aber sie sagt nichts darüber aus, wie es sich anfühlt. Wenn man etwas fühlt, dann sind auch negative Gefühle dabei wie Wut oder Eifersucht und die drücken sich durch affektives Verhalten aus, z.B. durch einen Text, der von Leidenschaft geprägt ist. Das kann jemand, der unter Migräne leidet, als störend empfinden. Jedoch es nutzt nichts, um Illusionen zu überwinden, muss man sie zunächst erkennen und sich bewusst machen. Wie fühlt es sich an? Erst dann ist Veränderung möglich. Der rechte Weg ist also kein Ding, was man haben kann, es ist ein Prozess, den man durchschreitet und da halte ich die Antwort auf die Frage: Wie fühlt es sich an? um die Lösung zu erkennen, für besonders wichtig.
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Es gibt nach wie vor Menschen in der westlichen Welt, welche die Buddhismus betreiben, die nicht glauben, dass zuerst die Verantwortung für das eigene Dasein eine Rolle spielt, sondern an das Karma glauben und meinen, wenn man sich um andere kümmert und nicht um sich selbst, führt es zu guten Gefühlen. Das ist im ersten Moment auch so, aber langfristig werden solche Menschen bedürftig und brauchen die buddhistische Obhut.
Natürlich ist mein Weg, der mir Wohlergehen und Gesundheit, also so wenig Leid im Dasein wie es geht, ermöglicht, der für mich beste und den verteidige ich auch, sobald jemand ankommt, der meint, in den Schriften steht etwas anderes, halte Dich gefälligst daran. Erst, wenn ich diese meine Energie verteidige, werde ich fähig, mit Empathie mich in die Gefühle anderer Menschen zu versetzen und Lösungsvorschläge anzubieten.
Der Thread heißt: "Dürfen" Buddhisten das? Ja, sie dürfen, wenn sie es mit ihrer eigenen Moral vertreten können, die Entscheidung dazu liegt bei der Eigenverantwortung. Ob Buddhisten "das" dürfen, hängt stark davon ab, was mit "das" gemeint ist, da es keine einheitlichen Verbote gibt, aber ethische Richtlinien wie die Fünf Silas (Nicht-Töten, Nicht-Stehlen, Nicht-Lügen, kein sexuelles Fehlverhalten, keine Rauschmittel) die Grundlage bilden, was oft zu Vegetarismus, Verzicht auf Alkohol und Vermeidung bestimmter Berufe führt, wobei die Betonung auf der Absicht und dem Karma liegt. Das ist doch ein guter Anhaltspunkt. Von immer lieb sein und gehorchen ist dabei nicht die Rede. Wer in der Lehre Buddhas Widersprüche sieht, soll sie aufdecken, aber nicht schamvoll schweigen, mit der Angst eventuell anzuecken.
Der Sinn einer virtuellen Kommunikation in einem Internetforum ist der Widerspruch, wären alle gleichgeschaltet, gäbe es kein Wort mehr, außer ja Tim, so sehe ich das auch Tim, Du hast so recht Tim, bin ganz bei Dir Tim, Du bist so lieb Tim, Tim ich mag Dich ganz doll usw. Es das als Kommunikation über ein paar Jahre gesehen und so lange machen wir das hier schon, nicht etwas einseitig?
Ja, mein Weg ist für mich der Beste, das vertrete ich vehement und das kann jeder Andere von sich genauso behaupten. Wenn nicht, braucht es Unterstützung, Hilfe und das Vorbild damit es besser geht. Das Zitat aus dem Netz bringt es auf den Punkt: Buddhas Lehre zur Selbstbestimmung betont die innere Freiheit durch Geistesschulung, Achtsamkeit und Selbsterkenntnis, um Leid zu überwindenden und das eigene Glück zu finden, nicht durch externe Autoritäten, sondern durch das Durchschauen der eigenen Illusionen und durch Mitgefühl und ethisches Handeln auf dem Achtfachen Pfad, wobei jeder Einzelne für sein Karma selbst verantwortlich ist. Es geht darum, sich selbst zu führen, negative Muster zu durchbrechen und eine starke Entschlossenheit für Erleuchtung zu entwickeln.
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Halte auch Duden-Definitionen nicht für des Pudels Kern, genauso wenig wie wenn sie in Sanskrit verfasst sind. Jedem Tierchen sein Pläsierchen, klingt spießbürgerlich affig und lehne ich ab.
Was ich nicht ablehne, ist selbstständiges Entscheiden und Empfinden ohne eine Vorlage eines Regelwerkes. Das nennt sich dann Eigenverantwortung.
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ZitatZitat
Habe keine Reue, ich sündige gerne.
Ich auch.
Jedem Tierchen sein Pläsierchen - solange es niemandem schadet...
Der Spruch klingt ja selten dämlich unangebracht, wie im Kindergarten.
Ich sündige lieber im Kleinen, als dass ich krank werde und dann im Großen das Problem habe.
Es geht immer noch um das Leid im Dasein, dieses zu lindern.
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Was soll das heißen: "Verhaltensweisen, die nicht im Buddhismus definiert" sind?
Kommt wohl darauf an, was unter "sündigen" verstanden wird ...
Das hier in der virtuellen Welt haarspalterisch auseinanderklamüsern halte ich nicht für einen guten Weg.
Ein guter Weg ist zu wissen, dass im Alltag in der westlichen Welt sowohl im Buddhismus nicht definierte Verhaltensweisen vorkommen als auch Sünden. Was das im Einzelnen ist, führe ich hier nicht an, das kann jeder mit seinem Verstand ausprobieren.
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Richtig, Übungen sind das A und O im Leben. Mache den ganzen Tag nichts anderes als üben und dafür ist jetzt gerade zu den Feiertagen besonders viel Zeit. Übe den ganzen Tag mich auszuhalten, alle anderen der Sangah sind ausgeflogen und bei den Familien und so habe ich Gelegenheit zu meditieren, ohne gestört zu werden. Es ist einfach herrlich. Die reine Übung, mit sich und bei sich zu sein, kann zur Erfüllung führen. Da ist jeder Gedanke als künstliche Betäubung lächerlich, wozu auch, wenn der innere Friede erreicht ist.
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Habe meine eigene Philosophie, die sich für mich in 60 Jahren Leben entwickelt hat, einen besseren Anhaltspunkt für das eigene Leben gibt es nicht. Ganz viel davon hat sich durch die Lehre Buddhas entwickelt, dem ersten Psychotherapeuten, der seine Arbeit öffentlich gemacht hat. Ich halte mich an die Lehre, jedoch der Bereich, der zu mir persönlich gehört, der ist dafür da, dass ich mir selber treu bleibe und das zieht Verhaltensweisen nach sich, die nicht im Buddhismus definiert sind. Habe keine Reue, ich sündige gerne.
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@Anna Panna-Sati, wie Es ist rührend wie Du den Text auseinander pflügst, darauf eingehen ist nicht notwendig. Mir kann man nicht das Gegenteil beweisen, ich bin von meiner Zen buddhistischen Haltung überzeugt, sie tut mir gut und gibt mir was ich brauche unabhängig von irgendeiner anonymen Mehrheit. Ich trage die Verantwortung. Gerade Buddha zeigt, wie es geht, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, nur so ist Erleuchtung möglich.