Beiträge von Railex
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Endgültig haben wir die Trauermücken mit Nematoden besiegt,sagt mein Freundin, das sind die natürlichen Feinde.
Also wir haben "töten lassen".
Auch fragwürdig, weil es im Dhammapada heißt:
"Alle Wesen scheuen Bedrückung,
bangen vor des Todes Nöten,
gleich wie du ist jedes Wesen,
darum töte nicht und lass nicht töten".
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Meine Freundin wollte bzgl. der Motten damals schon so eine Fliegen-Wespenart bestellen, die die Eier unschädlich machen sollten, aber nach 2 Generationen Klebfallen
, hatte sich die Sache dann erledigt.
Danke für den Tip mit dem Quarzsand RobertNesta
Interessant auch das Thema "Lügen,Notlügen,verschweigen".
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Was macht Ihr zum Beispiel, wenn in Eurer Wohnung eine heftige Mottenseuche ausgebrochen ist, oder eine Trauermückenseuche oder dergleichen?
Ich habe da Erfahrung.
Bevor ich aber eine lange Abhandlung hier einstelle, will ich erstmal hören, was Euch dazu einfällt.
Hatten wir beides schon mal und weil meine Partnerin dann diverse Klebfallen gekauft hat, hab ich sie des grausamen Mordens bezichtigt, war aber froh, als die Motten wieder weg waren; unsere Katzen haben die zwar auch gejagt, aber die Dinger sind flink im verstecken.
Trauermücken aus der Blumenerde haben mich nicht gestört,aber ich habe die Erde gewechselt.
Bei den Schnecken im Aquarium bin ich sehr vorsichtig beim Wasserwechsel und schone jede einzelne, aber ich mach mich jetzt auch nicht verrückt, nehme ja wenn verordnet auch Antibiotika.
Was hast du denn für eine Abhandlung Amdap und warum zögerst du sie einzustellen?
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Gelingt es mir aber bei der ersten einfachen Gefühlsreaktion innezuhalten und ins reine Beobachten zu wechseln, kann die Weiterentwicklung des Gefühls zum Begehren und folgenden Leidenschafte unterbunden werden.
Also, ich übe mich bei der Feststellung: angenehm, unangenehm, neutral, stehenzubleiben und Zeit zu gewinnen.
Ich denke dann 'Das Gefühl bin ich nicht und es gehört mir nicht', dann zieht es oft vorüber ohne mich zu tangieren. Wenn es aber zu verlockend ist, verschiebe ich die Übung auf später und denke 'Wird schon werden, bin ja nur ein kleiner Laie.'
manchmal ertappt man sich dabei, dass man sich einer Vorstellung auch gerne hingibt, stimmt
aber inzwischen erwische ich mich recht schnell dabei und es hilft auch bei Sehreizen z.b. den Blick abzuwenden, das Gegenteil wäre dann sich noch umzudrehen und hinterherzuglotzen....
Die Methode: das ist nicht mein, gehört mir nicht, ist auch wirkungsvoll stimmt, hatte ich schon wieder etwas vergessen
Als Krankenpfleger, wenn ich in der Klinik extreme Dinge gesehen habe: schlimme Wunden, Suizid o.ä. , habe ich die oft neutralisiert ,um handlungsfähig zu bleiben, wenn ich ganz schnell innerlich gesagt habe: Sehorgan,Sehobjekt,Sehbewusstsein.
Also mir die Abhängigkeit des schrecklichen Bildes klar gemacht, hat mir oft geholfen.
Ist noch kompakter ,als die Kurzbetrachtung von Qualia aus Beitrag #32.
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Beides Wetering , im Fitnessstudio habe ich heute morgen darauf ge-achtet beim Musikhören über Kopfhörer und in der ruhigen Meditation achte ich eher auf Vedana bei der Gedankenentstehung.
Im Fitnessstudio kann man aber auch sehr gut üben, weil da engbekleidete und körperbetonte Menschen unterwegs sind und der Prozess- angenehmer Sinnesreiz- thanā(Begehren)-upadhānā(Greifen) in Gedanken, ständig ausgelöst wird.(bei mir zumindest
)
Gelingt es mir aber bei der ersten einfachen Gefühlsreaktion innezuhalten und ins reine Beobachten zu wechseln, kann die Weiterentwicklung des Gefühls zum Begehren und folgenden Leidenschafte unterbunden werden.
Also, ich übe mich bei der Feststellung: angenehm, unangenehm, neutral, stehenzubleiben und Zeit zu gewinnen.
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Gefühlsbetrachtung:
-freudig,leidig,sinnengebunden,sinnenfreies,
Hier möchte ich nochmal ergänzen, dass es um die Skandha "Gefühlston" (Vedanā) geht und die Bewertung : angenehm/unangenehm,neutral.
Hier haftet sich Begehren wohl besonders schnell und stark an und wenn es gelingt hier achtsam zu stoppen, bevor der Impuls sich weiterentwickelt, schafft man sich ein gewisses Zeitfenster zur Freiheit.
Sehr interessant und gut bei Musik und Geräuschen zu üben nach meiner Erfahrung.
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Du kannst gerne dein Wissen und deine Erfahrungen mit einfließen lassen, aber vielleicht gelingt dir dies auch ohne Bewertungen, ob man sich ein Tun deiner Meinung nach "sparen" könnte, bzw. etwas "neu erfinde"
Das war überhaupt nicht anmaßend gemeint, denn ich schätze diesen Autor sehr und habe sehr viel von ihm gelesen.
Igor07, deine Bewertungen bezogen sich ja auch nicht auf den Autor, sondern auf unsere Beiträge.
Ja, der Autor ist in Bezug auf das Thema "Achtsamkeit" sehr erfahren und arbeitet praxisnah an der Lehrrede, in dieser Hinsicht sehr lehrreich.
Du musst deine Praxis auch nicht einfließen lassen und kannst dich weiter auf das zitieren konzentrieren, aber andere User nähern sich dem Thema eben anders.
Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass pano dieses Thema eröffnet hat, weil mir selbst bewusst geworden ist, wie lange ich schon nicht mehr achtsam über Achtsamkeit nachgeforscht hatte und sehr einseitig auf die Skandhaprozesse fokussiert war, aber hier in diesem Thread haben andere User nochmal sehr viele wertvolle weitere Akzente der Achtsamkeit einfließen lassen.
Dir auch alles Gute und Danke für das Video
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Igor07, es geht nicht darum "das Fahrrad wieder zu erfinden" , sondern es gibt Übende und Interessierte, die sich die Themen zu unterschiedlichen Zeitpunkten (wieder) neu erarbeiten und dies aus unterschiedlichen Perspektiven heraus.
Mit fortschreitender Praxis und Erfahrung eröffnen sich immer wieder neue bzw. veränderte Herangehensweisen.
Du kannst gerne dein Wissen und deine Erfahrungen mit einfließen lassen, aber vielleicht gelingt dir dies auch ohne Bewertungen, ob man sich ein Tun deiner Meinung nach "sparen" könnte, bzw. etwas "neu erfinde".
Macht dann vielleicht mehr Spaß der Austausch, als wenn man so "allwissend" überfahren wird.
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Guten Morgen Igor07
nach mehrstündiger Beschäftigung mit dem Buch "Geistestraining durch Achtsamkeit " von Nyānaponika und Abgleich mit deinem Link, muss ich dir mitteilen, dass es sich inhaltlich und didaktisch um zwei völligst unterschiedliche Arbeiten handelt, auch wenn in beiden Abhandlungen das Sattipatthāna-Sutta behandelt wird.
Die 18€ sind für mich sehr wertvoll investiert.
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Aus "Geistestraining durch Achtsamkeit" Nyānaponika
"Keine andere Lehrrede des Buddha,nicht einmal die "Predigt von Benares", genießt in den buddhistischen Ländern Südostasiens, dem Verbreitungsgebiet des Theravāda-Buddhismus, solche Hochschätzung und Verehrung wie diese "Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit".
Die große Lehrrede von den Grundlagen der Achtsamkeit- Mahā-Satipaṭṭhāna-Sutta
Die 22.Lehrrede aus der "Langen Sammlung" (Dīgha-Nikāya).
"Der einzige Weg ist dies, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Kummer und Klage ,zum Schwinden von Schmerz und Trübsal , zur Gewinnung der rechten Methode ,zur Verwirklichung des Nibbāna, nämlich die 4 Grundlagen der Achtsamkeit. Welche vier?
Da weilt ,o Mönche, der Mönch beim Körper in Betrachtung des Körpers, eifrig ,wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Gefühlen in Betrachtung der Gefühle, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt beim Geist in Betrachtung des Geistes, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt; er weilt bei den Geistesobjekten in Betrachtung der Geistesobjekte, eifrig, wissensklar und achtsam, nach Verwindung von Begierde und Trübsal hinsichtlich der Welt."
(Zusammenfassung von mir)
Körperbetrachtung:
-die Atem-Körperbetrachtung
-die 4 Körperhaltungen
-die Wissensklarheit im Tun
-Erwägung der Widerlichkeit des Körpers
-Erwägung der Elemente
-Die neun Leichenfeldbetrachtungen
Gefühlsbetrachtung:
-freudig,leidig,sinnengebunden,sinnenfreies,
Geistesbetrachtung:
-lustbehaftet,lustfrei
-hassbehaftet, hassfrei
-verblendet, unverblendet
-gehemmt, ungehemmt
-zerstreut,
-entwickelt,unentwickelt
-übertreffbar, unübertreffbar
-gesammelt,ungesammelt
-befreit,unbefreit.
Geistesobjektbetrachtung
-Die 5 Hemmungen
-Die 5 Gruppen des Anhangens
-Die 7 Erleuchtungsglieder
-Die 4 Wahrheiten
"Der einzige Weg ist dies, o Mönche, zur Läuterung der Wesen, zur Überwindung von Kummer und Klage ,zum Schwinden von Schmerz und Trübsal , zur Gewinnung der rechten Methode ,zur Verwirklichung des Nibbāna, nämlich die 4 Grundlagen der Achtsamkeit.
Was derart gesagt wurde, in Bezug hierauf wurde gesagt."
Also sprach der Erhabene. Befriedigt freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.
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OldMike , sind nicht allen buddhistischen Richtungen die 4 edlen Wahrheiten und das Dharma Mudra gemeinsam?
Das ist doch eine große Schnittmenge bzw. gemeinsame Grundlage.
Ich vermute ,dass das Buddhistische Glaubensbekenntnis der DBU durchaus für die meisten buddhistischen Strömungen gelten kann:
Deutsche Buddhistische Union e.V. – Buddhistische Religionsgemeinschaft https://share.google/ga12RQHGZIti4rxwq
Allerdings sind mit nur 5% nicht alle buddhistischen Strömungen in der DBU vertreten.
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Danke Igor07 , ist in Ordnung, ich lese ja schon mit Freude darin und es lohnt sich für mich.
Lese lieber Bücher statt online und verleihe sie später gern
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In Abhängigkeit bzw. bedingt durch diesen Thread, habe ich mir heute ein Buch von Nyānaponika gekauft mit dem Titel: " Geistestraining durch Achtsamkeit " .
Es verspricht zu helfen, die bedeutsame Lehrrede Buddhas "Von den Grundlagen der Achtsamkeit" zu verstehen und gibt Anweisungen für die Praxis der darin dargelegten Methode des Geistestrainings durch Achtsamkeit.
Bin gespannt und 18€ ärmer
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Rechte Achtsamkeit bedeutet für mich darauf zu achten, dass kein Dukkha entsteht.
Rechte Achtsamkeit ist für mich, Dukkha so schnell wie möglich zu erkennen. Dass Dukkha entsteht, kann ich nicht verhindern.
Siehe Daseinsmerkmale.
Durch Achtsamkeit und Einsicht in das abhängige Entstehen der Skandhas, reagiere ich nicht mehr "automatisch" und füge dem Leid kein weiteres Leid hinzu.
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Guten Abend Lassi,
herzlich Willkommen hier im Forum
Siehst du dich denn als Buddhisten/in?
Wenn du Drogen,tratschen und Unehrlichkeit ablehnst, gehst du mit den buddhistischen Tugendregeln konform, tust also in dem Sinne nichts fragwürdiges, was wir hier in diesem Thread diskutiert haben.
Es kann tatsächlich schwierig sein, Menschen zu finden, um ehrliche und tiefgründige bzw. nicht oberflächliche Beziehungen mit gegenseitiger Wertschätzung zu pflegen.
In spirituellen Gemeinschaften, wird dies in der Regel angestrebt und dies gelingt dann vielleicht auch manchmal besser, als im gewohnten Umfeld, aber auch außerhalb davon, ist dies sicherlich möglich.
Ich wünsche dir gute Bekanntschaften und Erfahrungen
mit deiner Intention ,dir Nahe und authentisch zu sein, gehst du einen Weg, der für dich ehrlich ist und vielleicht begegnest du bald Menschen, die dich so akzeptieren, wie du bist und den Weg mit dir zusammen gehen möchten, alles Gute
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Holistisch schließt ja logisch mit ein.
Nicht zwingend, es gibt holistische Systeme, wie den Buddhismus, die hinsichtlich des abhängigen Entstehens, logisch argumentativ aufgebaut sind, es gibt aber auch esoterische,mystische Ganz(holo)heitslehren, die nicht logisch strukturiert aufgebaut sind, sondern ihre "Ganzheit" z.b. nur auf der Erfahrung begründen.
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Alles anzeigen
Hier in Hamburg-Rissen lächeln mich viele an und ich sie. Es ist einfach ein Zeichen von Freundlichkeit.
Das finde ich schön.
Im übrigen habe ich in meinem Leben viel geflirtet. Das war ein Lebensgefühl.
Dieses ganze Gezweifel "dürfen Buddhisten das", ist so überflüssig wie ein Kropf.
Danke Monikamarie , ich tu es auch gern, ja, ein Lebensgefühl
Wenn man ohne Leid damit umgehen kann, wenn es nicht erwidert wird, warum nicht, es gibt Menschen, die freuen sich darüber und ich mich auch, so ein gegenseitiges Lächeln ist immer etwas ganz besonderes.
P.s. den Kropf möchte ich aber dennoch etwas in Schutz nehmen, weil die Schilddrüse ja wächst, um einen Jodmangel auszugleichen.
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Sukhasana/Schneidersitz in Kombination mit einem erhöhten und abgeschrägtem Meditationskissen.
2x45 Minuten/Tag ,ohne Schmerzen mit geradem Rücken und angekipptem Becken- wunderbar, kann diese Kissen nur empfehlen, hab früher echt sinnlos gelitten.....
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Die Zweifel, die mich plagen, bestehen vor allem darin, dass es am Ende völlig egal ist, was man tut, und das zieht mir ein bisschen den Boden unter den Füßen weg. Im Sinne von: es lässt mich vollkommen orientierungslos.
Der Edle Achtfache Pfad wäre z.B. eine gute Orientierung, eine Richtschnur und ein Weg, der beschritten werden kann und auch den Gedanken, dass es "am Ende völlig egal ist, was man tut" dadurch eliminiert, dass die erlebten (ersten, vorläufigen) Erkenntnisse viele Zweifel minimieren, wenn nicht sogar ganz beseitigen.
Der buddhistische Weg trägt den Geschmack der Befreiung eben nicht erst am Ende, sondern von Beginn der Einsicht über den Weg zur Mitte bis hin zur Befreiung am Ende.
(gibt ne Lehrrede dazu)
Deswegen RobertNesta wäre es dir zu wünschen, wenn du den 8fachen Pfad beschreitest , dass du die Vorzüge der Praxis so überzeugend spürst, dass sie deine Zweifel beseitigen.
Das hat Anna Panna-Sati schon sehr gut erklärt und scheint mir unabdingbar zu sein, um eine dauerhafte Motivation aufrechtzuerhalten.
Ich persönlich z.b., musste noch die Erfahrung der sinnlichen Überreizung selbst durchlaufen, um die Gewissheit zu entwickeln, dass sie auf Dauer unbefriedigend ist.
Solche persönliche Erfahrungswerte sind wichtig, um bestehende Zweifel nachhaltig auszuräumen und/aber sie sind nicht bzw. nur schwer übertragbar.
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Ich glaube nicht, dass es sich hier um eine "moralisch korrekte" Angelegenheit handelt und der Begriff " Erleuchtung " ist ziemlich unscharf.
Es ist anzunehmen, dass alle Wesen nach Glück streben und das beinhaltet sicherlich sich "gut zu fühlen".
Als Buddhist nach meinem Verständnis, geht es mir aber als Hauptmotivation darum, dass erlebte Leiden für mich und alle fühlenden Wesen in meinem Wirkungskreis zu vermindern.
Das ist mein ganzes Interesse; nur "gut fühlen" für mich allein, wäre zwar schon viel Wert, aber da ich in Wechselbeziehung zu meinem Umfeld stehe, kann und möchte ich mein Sein nicht nur auf mich beziehen.
Zweifel an dieser Ausrichtung habe ich nicht mehr, weil ich persönlich erlebt habe, dass die Befriedigung von sinnlichen Wünschen, die nur mir selbst zum Vergnügen dienen, auf Dauer unbefriedigend sind.
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Achtsamkeit ist für mich, den inneren Impuls zu bemerken, bevor er zur Handlung wird.
Danke Hotte , bündig formuliert
der innere Impuls findet nämlich innerhalb der 5 Skandhas statt und wenn wir den Impuls rechtzeitig "bemerken", können wir ihn im Sinne des Dharmas heilsam beeinflussen, das ist mMn. der Hauptsinn von Achtsamkeit im Buddhismus, als" Werkzeug zur Hinlenkung" des Rechten Tuns, Rechter Gesinnung, Rechter Anstrengung.
Das Training erfordert Rechte Sammlung, die Motivation dafür die Rechte Einsicht und somit bezieht sich alles im 8fachen Pfade aufeinander und bedingt sich, wie es mukti ebenfalls erwähnte.
Da fehlt nichts mehr außer Praxis
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Ich glaube auch mal gehört zu haben, dass Hindus den Buddha in ihrem Kosmos einfach als eine Heiligenerscheinung von vielen ihrer Götter/Erwachten etc. integriert haben und akzeptieren und respektieren, aber nicht hauptsächlich verehren oder gar speziell ablehnen.
Dr. Hans Wolfgang Schuhmann schreibt dazu in seinem Buch" Buddhismus-Stifter,Schulen und Systeme" :
" Im 9.Jahrhundert unternahm der Hinduismus eine Gegenmission. Buddhistisches Gedankengut wurde in den Hinduismus aufgesogen und der historische Buddha Gautama zur Neunten Inkarnation (avatāra) des Gottes Viṣņu erklärt.
Was einst am Buddhismus angezogen hatte, war weitgehend nun im Hinduismus zu finden.
"Den Todesstoß erhielt der indische Buddhismus vom Islam. Während der Hinduismus, der seinen Rückhalt im häuslichen Ritual hat, aufgrund seiner Diffusität nicht zu treffen war, wurde der Buddhismus um das Jahr 1300 herum durch das Abbrennen seiner Klöster und Bibliotheken und durch das Hinmorden seiner Mönche zerstört.
In Indien ist er seitdem nicht mehr zu Hause."
Edith: und noch zur Ergänzung für Pilgerreisende-" Das am vollständigsten erhaltene buddhistische Textdokument, der Kanon in der Pāli-Sprache, nennt (in D 16,5,8 und A 4,118) nur 4 "sehenswürdige und ergreifende" Orte, die der Pilger besuchen sollte, nämlich die Geburtsstätte des Buddha (Lumbinī), der Ort seiner Erleuchtung (Bodh Gayā), die Stätte seiner ersten Predigt (Sārnāth) und den Platz seines Paranibbāna (Kusināra)."
"Auf den Spuren des Buddha Gotama" Dr. Schuhmann
Ich war 1997 in Sārnāth, dem Ort seiner ersten Predigt, unweit von Varanasi und war zwar beeindruckt an diesem Ort zu weilen, aber spürte den Schmerz, dass dies eben auch nur ein vergänglicher Ort ist, sehr deutlich.
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Ich glaube auch mal gehört zu haben, dass Hindus den Buddha in ihrem Kosmos einfach als eine Heiligenerscheinung von vielen ihrer Götter/Erwachten etc. integriert haben und akzeptieren und respektieren, aber nicht hauptsächlich verehren oder gar speziell ablehnen.
Ähnlich wie im Islam, wo man ja auch Jesus als einen von vielen Propheten kennt, aber sich auf Mohammed spezialisiert hat.
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Ein Hindu würde vielleicht argumentieren, dass Zeit und Ewigkeit zwei völlig verschiedene Dinge sind. Ewigkeit ist unveränderlich und gleichzeitig.
Diese Argumentation verstehe ich leider nicht, wie kann Ewigkeit von Zeitlichkeit getrennt sein, wenn sie auch noch gleichzeitig existieren soll?
Ich sehe da eine untrennbare Verbindung.
Ich kenne leider keine Hindus, die ich fragen könnte, warum sie den Buddhismus ablehnen bzw. den Hinduismus bevorzugen, es gibt bestimmt viele, auch ganz persönliche Gründe.
Bzgl. des Eternalismus habe ich nur angenommen, dass sich da das menschliche Bedürfnis, bzw. die Gier nach Sein darstellt, woran sich das Ich binden möchte.
Aber habe ich auch nur vermutet
Wenn man natürlich sich als Hindu ,als reines Bewusstsein, jenseits von Raum und Zeit versteht
, dann ist der Buddhismus in seiner Phänomenologie
,wahrscheinlich gar nicht notwendig.