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  1. Buddhaland Forum
  2. Igor07

Beiträge von Igor07

  • Orientierung

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 17:09
    Lassi:

    Im Theravada ist doch alles sehr traditionell und geregelt, wenn ich das richtig verstanden habe.

    Das stimmt einfach nicht, denn die echte Wahrheit kann man nur im eigenen Herzen finden, aber in keiner Lehre, die dann wirklich buchstäblich leer ist. Aber es spielt am Ende keine Rolle mehr, wie es Aravind treffend bemerkte._()_

  • Orientierung

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 16:56
    Lassi:

    Die Vernunft geht für mich aber noch ein Stück weiter. Sie sorgt dafür, dass ich nicht nur schaue, was möglich ist, sondern auch, was wirklich sinnvoll und richtig ist. Und genau das bewahrt mich oft davor, unüberlegte Entscheidungen zu treffen.
    Nur merke ich gerade, dass meine Herzensentscheidung irgendwie blockiert ist.

    Im Theravāda, und das ist mein Weg, sollte man auf das eigene Herz, Citta, hören. Ganz egal, wie der Begriff übersetzt wird, stellt es für mich so etwas wie die innere Essenz dar, den Kern. Also wenn ich als Mensch sterbe, vergehe, wie alle bedingten Phänomene eigentlich, bleibt es bestehen. Was das ist, kann ich nicht mit dem Verstand erklären. Aber ich kann es spüren, tief in mir drin, jedoch nicht fassbar und auch nicht vermittelbar. Aber ich denke inzwischen, nein, ich weiß es: Es ist das Einzige Echte, was in mir und in uns allen überhaupt existiert.

    Wenn es so abgehoben oder mystisch klingt, bleibt mir nichts mehr übrig, als Ludwig Wittgenstein zu zitieren:

    Zitat

    „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 14:29
    Anna Panna-Sati:

    Im Zweifelsfall könnte die subjektiv erlebte Realität, durch Abgleich mit anderen Menschen überprüft und damit - zumindest teilweise - objektiviert werden, weil Außenstehende manchmal eher in der Lage sind, persönliche Täuschungen/Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlbeurteilungen zu identifizieren.

    Ha, wie kann man etwas objektivieren, wenn absolut alle der Illusion anhängen?

    Der springende Punkt scheint mir darin zu bestehen, dass wir als Homo sapiens die Welt so wahrnehmen, um zu überleben und nicht weiter zu verschwinden.

    Die andere Frage wäre: Entspricht es der Realität, wie sie ist?


    Anna Panna-Sati:

    Letztlich konstruiert sich aber wohl jeder selbst "seine" Wirklichkeit mithilfe der Sinne und kognitiver Filter und natürlich gibt es auch "kollektive Fehlwahrnehmungen".

    Ja, so ist es:


    Zitat
    • Vergängliches für unvergänglich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Leiden für Glück halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was ichlos ist, für ein Ich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was widerlich ist, für lieblich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, in Gedanken und in Ansichten.

    A.IV.49 Die vier Verkehrtheiten - 9. Vipallāsa Sutta

  • Das Glühen der Chakren

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 13:55
    Lassi:

    Igor, ich weiß, dass du den Thread nicht unbedingt wolltest,

    Warum sprichst du mich an?

    Schreibe bitte, was du wolltest, das ist überhaupt nicht mein Thema.

    Alles Gute!:taube:

  • Das Glühen der Chakren

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 13:24
    Lassi:

    Igor07 Für mich geht es beim Glühen der Chakren nicht darum, dass ich den Fokus darauf setze, dass sie aufhören zu glühen. Ich lasse es zu und bleibe in der Aufmerksamkeit, ohne Panik zu bekommen oder etwas bewerten zu müssen.

    Ich glaube nicht daran, das ist hier kein Thema. Das wurde von der Moderation erstellt, wegen der Nebenwirkungen der Meditation. Mehr kann ich nicht hinzufügen.

    LG.

  • Das Glühen der Chakren

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 10:25
    Lassi:

    Einfach präsent sein, im Moment bleiben, ruhig werden.

    Ach, das stimmt aber. Man sollte wirklich präsent im Hier und Jetzt geerdet sein, damit keine Chakren mehr glühten, ganz egal, ob sie real sind oder nicht. Gute Lösung.:like:

  • Das Glühen der Chakren

    • Igor07
    • 19. März 2026 um 00:58
    Lassi:

    . Ich will einfach nur wissen, was Wirklichkeit bedeutet.

    Schaue mal hier, es geht genau darum, es hatte mir enorm geholfen.


    Zitat

    Auf den Geist kommt's an
    2022

    Ajahn Amaro

    https://muttodaya.org/books/auf_den_geist_kommts_an.pdf


    Zitat

    Noch einmal: „Die Welt“ ist die Welt unserer Erfahrung. Gerade innerhalb dieses Lebens – innerhalb dieses Körpers und dieses Geistes, mit seinen Wahrnehmungen und Gedanken – erleben wir die Welt. Unsere Version der Welt wird hier erkannt, entspringt hier und endet hier und der Weg, der zu ihrem Ende führt ist hier.

    Ich habe auch das gedruckte Buch.

    Gute Nacht.:tee:

  • Das Glühen der Chakren

    • Igor07
    • 18. März 2026 um 23:56
    Lassi:

    Wenn die Fantasie dir jetzt einen guten Rat geben würde, dann könnte sie mit „lebendig“ antworten auf die Frage des Fühlens. Wenn sich Unwissenheit wie „das darf und kann nicht sein“ äußert, ist sie tot und kann nur noch blind zur Welt kommen.

    Lassi ..Na ja, etwas passt hier nicht zusammen.

    Du sagst selbst, dass du sehr lange meditierst, dann wozu brauchst du die Orientierung?

    Du arbeitest mit den Mantren und fühlst dich zum Christentum angezogen.

    Das ist echt ein Puzzle, aber ich kann nicht durch den Monitor hellsehen...

    Kannst du mir das Ganze erklären?

    Und gute Nacht, mit glühenden Chakren oder ohne... Nicht mein Thema, ich kann sogar die ganze Geschichte mit diesem Faden nicht erinnern.

    Manchmal denke ich, wie viel Müll wir alle im Netz hinterlassen... Tja...

  • Das Glühen der Chakren

    • Igor07
    • 18. März 2026 um 23:23
    Lassi:

    Ich habe Erfahrungen gemacht, die ich als Kundalini-Erweckung einordne. Die Energiebahnen im Körper sind für mich real, ebenso wie das Empfinden von aktiven oder glühenden Chakren. Für manche mag das esoterisch klingen, und vielleicht werde ich hier im Forum auch so gesehen. Damit kann ich leben. Jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen, und ich finde es schwierig, wenn andere diese vorschnell als Humbug abtun.

    Ha, du stöberst durch das ganze Forum.
    Diese Chakren sind rein wissenschaftlich nicht belegbar, also sollte man sie imaginieren. So steht es in drei Bänden von Sarasvati, Bihar School of Yoga. Also durch diese innere Imagination entstehen diese Chakren. M. Eliade schreibt in diesem Sinne, man erschafft so etwas wie die Gottheiten, aber sie alle sind leer, also killt man sie alle ab.
    Kundalini ist auch nicht belegbar, ich habe mich damit befasst. Klar, als ich Yoga praktiziert habe, plus sehr viele Stile dazu.
    Und? Wie fühlt es sich an? Na ja, weiter würde ich es nicht vertiefen. Viel Spaß:taube:.

  • Nanavira Thera - Notizen zu Dhamma und andere Schriften.

    • Igor07
    • 18. März 2026 um 17:22

    Ach, plus dazu:


    Zitat

    MASTERARBEIT / MASTER’S THESIS
    Titel der Masterarbeit / Title of the Master‘s Thesis
    „Existentialistischer Dhamma:
    Ñāṇavīra Theras (1920–1965) Notes on Dhamma und die
    Herausbildung des Existentialistischen Theravāda“
    verfasst von / submitted by
    Simon Adam Lenhart, BA

    Alles anzeigen

    https://rw-ktf.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/i_religionswiss/Existentialistischer_Dhamma._N__a__n__avi__ra_Theras__1920-1965__Notes_on_Dhamma_und_die_Herausbildung_des_Existentialistischen_Therava__da__Simon_Adam_Lenhart_2020_.pdf

  • Orientierung

    • Igor07
    • 18. März 2026 um 16:49
    Lassi:

    Und praktiziert hier vielleicht jemand mehrere Traditionen gleichzeitig, oder ist das eher ungewöhnlich?
    Ich will gar nicht zu viel schreiben, mich interessiert vor allem, was ihr dazu sagt.
    Ach, und falls ich ein Thema erwischt habe, das es schon unter einem anderen Namen gibt, dann bitte einfach löschen.

    Lassi


    Hi, du bist aber sehr aktiv, und mir gefällt, was du über die menschlichen Beziehungen geschrieben hast und über die eigenen Erfahrungen. Also nur Respekt, Hut ab, keine Schmeichelei. Das ist nicht mein Stil, meistens verhalte ich mich sehr herausfordernd und echt kämpferisch.
    Egal. Zur Frage: Ich hatte sehr lange Zeit Zen praktiziert, aber es hatte etwas nicht geklappt.
    Also ich mache Yoga mit den Elementen der Achtsamkeit, sehr viele Jahre, praktisch jeden Tag.
    Meine eigene bescheidene Meinung: Die Zeit des Lebens ist echt kurz, nicht zu verzetteln, denn alles zusammen kann so wie Verdauungsbeschwerden auslösen.
    Wenn du dich für die entsprechende Richtung entscheidest, dann wäre es sinnvoll, mit dem persönlichen Lehrer zu üben, also nicht im Internet, sondern real, von Gesicht zu Gesicht.
    Bei mir war es so, aber jetzt kann ich alleine praktizieren, denn ich weiß, hoffe ich, was ich tue.

    Alles Gute dir, herzlich auf deinem Weg.:rose::heart:_()_

  • Nanavira Thera - Notizen zu Dhamma und andere Schriften.

    • Igor07
    • 18. März 2026 um 16:12
    Igor07:

    Absolut empfehenswert für jeden Buddhisten, oder den echt denkenden Menschen!

    Hier wollte ich ein wenig sagen in Bezug auf meinen anderen Faden.
    Notizen zu Dhamma, wie auch das Buch von Mettiko Bhikkhu: "Gegen den Strich", lese ich schon nicht das erste Mal. Das entspricht auch dem Modell, der Ñāṇananda Mahāthera in drei Bänden über Nibbāna schreibt, plus auch P.A. Payutto, den ich auch verlinkt hatte.
    Dieses Drei-Leben-Modell zeigt enorm viele Schwächen auf und ist der echte Dorn für die Orthodoxie im Theravāda, die nur die anderen abwertet oder verunglimpft.
    Niemand hat recht, den Buddhismus so zu interpretieren, als ob es die letzte Wahrheit wäre.
    Jeder hat recht, einfach anders zu sehen.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 17. März 2026 um 22:30
    Matthie:

    Meine Frage an dieses Forum wäre, ob es auch im Buddhismus diese Religionswissenschaftliche Betrachtung des Buddha gibt ?


    Ich denke mir es sind ja alles nur Wörter.

    Danke für den Beitrag. Klar, ich habe auch zigmal schon Professor Michael Zimmermann zitiert und verlinkt, der ohne Umschweife sagt, dass alles, was im Pali-Kanon steht, eigentlich Interpretationssache ist, aber keine endgültige Wahrheit in letzter Instanz.

    Aber warum brauchen die Menschen Märchen? Ich denke, es ist diese Furcht vor der Freiheit, um Erich Fromm zu erinnern. Die Furcht vor der FreiheitEntweder das Brot und Show, wie im alten Rom, oder das Leben, wie es ist, das Abenteuer, das Tod-sicher ist, und man bekommt keine Garantie.

    Wenn der Buddha ein Mensch war, dann hat er sehr viele Mönche echt verflucht, und das sollte ohne irgendwelche Emotionen vonstattengehen?

    Sollte sich der lebendige Mensch dann selbst transzendieren, also was bleibt dann übrig?

    Wenn der lebendige Mensch alles in sich abtötet, soll das dann als Gelassenheit und Gleichmut gelten?

    Da habe ich dann berechtigte Zweifel.

    Und darum geht es mir hier. Ich wollte den echten lebendigen Menschen rekonstruieren, aber keinen Gott, da haben wir schon genug.

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 17. März 2026 um 21:45

    Wenn sich der Geist nach außen streckt,wird Leid erweckt.Als Frucht aus diesem Außenlauf tritt Leiden auf.Der Geist, sich selber zugewandt,wird Pfad genannt.Die Frucht, wenn Geist den Geist erkennt,ist Leidensend’.


    Atulo Bhikkhu (Luang Pū Dūn)

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 17. März 2026 um 18:40
    Anna Panna-Sati:

    Die Kette von Kontakt-Gefühl-Begehren/Tanha-Ergreifen/Anhaften

    ist beim Erwachten durchtrennt.

    (Gefühle, also "angenehm", "unangenehm", "neutral",

    treten - als Folge von Sinnesreizen - u.U. auf,

    werden aber nicht mehr "weitergeführt" hin zu Begehren/Aversion, Festhalten,...)

    Ich wollte hier ein wenig über Pali-Begriffe sagen. Vedana bedeutet auch die Empfindung, so auch die Emotion, und kann auch als Gefühl übersetzt werden.
    Die Sache mit dem ersten Pfeil kann man aus dem sehr guten Buch des rein säkularen Zen-Buddhisten Christian Dillo „Der tiefe Wunsch nach Lebendigkeit“ erklären, und zwar auf reinem Deutsch, also ohne Übersetzungen.

    Der erste Pfeil ist dann der Schmerz, das ist einfach unvermeidlich, sowohl körperlich als auch seelisch.
    Aber unsere Reaktion darauf ist dann dieser zweite Pfeil.

    Dazu benutzt der Autor eine sehr klare Formel, die für alle möglichen Fälle verwendbar bleibt.
    Und zwar:
    Leiden = Schmerz × Widerstand
    Leiden = Wohlgefühl × Anhaftung

    Und insgesamt wird es:
    Leiden = gefühlte Intensität × Reaktivität.

    So kann der Buddha wie "ärgerlich" so auch" angewidert "sein, denn er kann sein eigenes Verhalten beeinflussen, klar, in dem möglichen Rahmen.


    Zitat

    »Der tiefe Wunsch nach Lebendigkeit ist ein wagemutiges und atemberaubendes Buch. Christian Dillo dekonstruiert und rekonstruiert den Buddhismus auf der Grundlage seiner eigenen Erfahrung, seiner Praxis mit buddhistischen Lehrern und seiner Kenntnis der westlichen Phänomenologie und Psychologie.« Norman Fischer, Zen-Meister

    Der tiefe Wunsch nach Lebendigkeit Ein buddhistischer Wegweiser für das 21. Jahrhundert

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 17. März 2026 um 17:31
    Anna Panna-Sati:

    Bei Wikipedia las ich über Bhikkhu Nanavira Thera u.a. Folgendes:

    Anna Panna-Sati:

    Er war gerade mal 45 Jahre jung und als Begründung für den Suizid gab er in seinem Abschiedsbrief seine schlechte gesundheitliche Verfassung an...

    Liebe Anna Panna-Sati ,

    da würde ich nicht weiter diskutieren, wenn man das buddhistische Wissen aus Wikipedia schöpft. Warum Kay Zumwinkel dasselbe wie Nanavira wiederholt, fast eins zu eins, bleibt jedem überlassen, der selbständig liest und darüber nachdenkt. Mehr kann ich hier nicht hinzufügen._()_

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 17. März 2026 um 11:48

    Kurz wollte ich meinen ersten Eindruck schildern, was das verlinkte Buch betrifft. Der Autor hatte eine sehr schwere Kindheit, war von den Eltern weggeschmissen und nur auf sich selbst gestellt. Er war wie ein Drogendealer, auch Türvorsteher in etwa Diskotheken zweifelhafter Milieus, kam kaum dem Knast entfliehen, wo überall Zuhälter oder reine kriminelle Banden das Sagen haben. Es war mir sogar schmerzhaft, das zu lesen, denn der tief sitzende Wunsch, dass etwas Grundlegendes im Leben nicht stimmt, war wie diese treibende Kraft, die bei uns allen, scheint mir, anwesend zu sein scheint; so wie im Keim tragen wir das Potenzial zur Erwachung, was Mahayana später als Buddha-Natur etikettierte, im Theravada spricht man hier über den leuchtenden Geist, dazu gibt es sehr schöne und tolle Abhandlungen von Bhikkhu Anālayo.
    Also, der Autor war zuerst das erste Mal in Bangkok, aber dann, nach allem, was mit ihm passierte, hatte er alles hinter sich gelassen, um Mönch im Zentrum von Ajahn Chah zu werden.
    Abschließend wollte ich hier bemerken, dass die Kapitel, wo es um das Persönliche geht, abwechseln mit dem Leben des historischen Buddha, was ich sehr spannend finde.
    Morgen kommt das Buch, dann würde ich weiter etwas schreiben, hoffe ich. Für alle Theravada kann ich das Buch aber jetzt herzlich empfehlen, dazu geht es um die Waldklostertradition, die ich enorm schätze, wie auch Kay Zumwinkel (Mettiko Bhikkhu).

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 17. März 2026 um 02:41
    Samadhi1876:

    Beim Tod denkt man selbst meist an das große Ungewisse was danach kommt. Niemand möchte auch gerne Schmerzen leiden beim Sterben. Oder seine Liebsten vorzeitig verlassen.

    Nein, wie ich es verstehe, es geht um das, was der Buddha im Pali-Kanon sagt: Man sollte so praktizieren, als ob dieser Atemzug mein letzter wäre, genau dieser Augenblick. Über das Leben danach, im Sinne von dem Buch der Tibeter, wäre das eine andere Einstellung.

    Gerade deswegen sagt Nanavira, dass diese Wiedergeburt, wie auch das Leben danach, keine Rolle mehr spielt. Bei solcher verinnerlichten Grund-stimmung ist der Mensch bereit, der Lehre zu folgen, aber nicht darüber zu viel zu grübeln.

    Interessant finde ich, wie kalt und ohne Rücksicht auf irgendwelche Schmerzen, seelische oder körperliche, Nanavira den Selbstmord begangen hat. Nur zwei Tage davor hatte er einen sehr klugen und raffinierten Brief geschrieben.

    Memento mori bedeutet, jetzt zu sterben, bereit zu sein. Das wussten schon alle Stoiker.

    Danke für deine Kommentare._()_


    Zitat

    Der Ausdruck Memento mori ist ein Symbol der Vergänglichkeit (Vanitas) aus dem antiken Rom, das bis heute verwendet wird. Er entstammt dem Lateinischen und bedeutet sinngemäß „Sei dir der Sterblichkeit bewusst“ oder „Bedenke, dass du sterben musst“.[1]

    Wikipedia.


    So:


    Zitat

    Von demjenigen Mönche aber, der die Betrachtung über den Tod übt, indem er denkt: 'Ach, daß es mir doch vergönnt sei, solange am Leben zu bleiben, wie das Zusammenballen und Hinunterschlucken von einem einzigen Bissen Reis dauert! Ich möchte des Erhabenen Weisung noch überdenken. Viel, wahrlich, könnte ich dann noch erwirken!'

    -Oder der denkt: 'Ach, daß es mir doch vergönnt sei, noch während der Zeitspanne am Leben zu bleiben, die zwischen einer Ein- und Ausatmung oder einer Aus- und Einatmung liegt! Ich möchte des Erhabenen Weisung noch überdenken. Viel, wahrlich, könnte ich dann noch erwirken!'-

    Von einem solchen Mönche sagt man, ihr Mönche, daß er vollen Ernstes lebt und eifrig die Betrachtung über den Tod übt, um der Triebe Versiegung zu erreichen.

    Darum, ihr Mönche, habt ihr danach zu streben: 'Vollen Ernstes wollen wir leben und eifrig die Betrachtung über den Tod üben, um der Triebe Versiegung zu erreichen!' Das, ihr Mönche, sei euer Streben!"

    A.VIII.73 Die Betrachtung über den Tod I - 3. Paṭhama-maraṇassati Sutta


    P.S. Das sollte nicht so missverstanden werden, dass ich für den Selbstmord plädiere oder ihn gutheiße.


    void


    Ich bitte, den ganzen Faden in den Theravada-Bereich zu verschieben. Danke._()_

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 16. März 2026 um 20:49

    Na ja, es sollte ein sehr faszinierendes Buch sein, denn wie die persönliche Biografie, so auch das Bild des Buddha, nehme ich an, sind von allem Außergewöhnlichen und Märchenhaften befreit; es geht eigentlich um den Menschen, der den Weg aus der Welt finden wollte, in der Tod und Verfall, die Vergänglichkeit, das Gesetz der Natur, so wie sie ist, herrschen. Und so bleibt es auch heute.

    Ich habe mich bei dem Autor bedankt, und einige Fragen waren da. Ich bin gespannt, wie die Reise weitergeht.

    Und jeder stirbt, wird älter, krank – was kann der moderne Mensch einfach dagegen tun?

    Was mir in sehr vielen Biografien des historischen Buddha auffällt, ist diese Verherrlichung, diese Vergöttlichung eines normalen Menschen aus Fleisch und Blut, der wie wir alle dem unerbittlichen Gesetz der allumfassenden Vergänglichkeit unterworfen ist.

    Spätere Richtungen sahen den ewigen Buddha als Prinzip, aber er war ein Mensch, kein Gott.


    Und was es bedeutet, wenn der Mensch dem Tod gerade ins Gesicht sieht?

    Nur der, denke ich, der das aushalten kann, ist imstande, die Lehre zu verstehen, wenn überhaupt, so zitiere ich wieder meinen lieben Nanavira:


    Zitat

    Der puthujjana, der sein anscheinend vorhandenes „Selbst“ für bare Münze nimmt, sieht nicht, dass er ein Opfer von upādāna ist; er sieht nicht, dass „ein Selbst sein“ von „den Glauben an ein Selbst festhalten“ abhängt (upādānapaccayā bhavo); und er sieht nicht, dass Geburt und Tod von seinem „ein Selbst sein“ abhängen (bhavapaccayā jāti und so weiter). Der ariyasāvaka dagegen sieht diese Dinge und er sieht auch ihr Aufhöfhöören (auch wenn er es vielleicht noch nicht vollständig verwirklicht hat); und sein Sehen dieser Dinge ist unmittettaelbar. Ganz klar, die Idee von Wieder-Geburt ist hier völlig irrelevant.


    So wahr.:!: Denn der Tod betrifft mich persönlich; ich kann ihm nicht entkommen. Kein Mensch kann das. Ich werde sterben, ich höchstpersönlich. Wenn es sehr viel Unbehagen bereitet, dann nicht in Ablenkungen zu fliehen, sondern diesen bodenlosen existenziellen Abgrund auszuhalten. Nur dann, scheint mir, wäre der Weg frei für die Lehre....:?


    S. 40; Ñāṇavīra Thera
    Ñāṇavīra The ra
    NOTIZEN ZU DHAMMA


    https://muttodaya.org/books/notizen_zu_dhamma_und_andere_schriften.pdf

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 15. März 2026 um 21:01
    Qualia:

    Wo kann der Mensch Buddha sein, wenn er nicht erkennbar ist, der gleichzeitig tot und lebendig sein soll? Man also auch nicht weiß, ob es ein Buddha, ein Elefant oder eine die Erde umkreisende volle Teetasse ist.

    Den Beitrag habe ich gemeldet. Selbstgespräche, Selbstzitieren haben nichts mit dem Thema zu tun und haben auch nichts mit dem Leben des historischen Buddha zu suchen.:shrug:

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 15. März 2026 um 15:10
    Qualia:

    Wo kann eine Katze sein, wenn sie nicht erkennbar ist, die gleichzeitig tot und lebendig sein soll?

    Da geht es um keine Katze, bitte, sondern um das Leben des Buddha. Und das ist gerade das Thema hier. Ich verlinke nur das erste Buch. Es geht um eine sehr gute und kreative Übersetzung des gewaltigen Werks von P. A. Payutto. Sie ist noch nicht vollkommen. Schön, dass es solche Leute in unserer Zeit noch gibt._()__()__()_


    P. A. Payutto - Wikipedia
    en.wikipedia.org


    Buddhadhamma - Buddhadhamma


    Zitat

    Das Buddhadhamma ist eine umfassende Darstellung der buddhistischen Lehren des Theravāda. Es legt detailliert dar, wie Buddhismus als Lebensphilosophie und praktischer Weg funktioniert. Es erörtert zentrale Konzepte, ist klar strukturiert, verständlich und zeitgerecht formuliert


    Buddhadhamma - Tivagaro Bhikkhu
    Das Buch Buddhadhamma, von P. A. Payutto. Hier in der deutschen Übersetzung als offizieller und kostenloser Download abrufbar.
    tivagaro.de
  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 15. März 2026 um 13:51

    Ha..


     Wo ist die Katze, wenn sie schläft? – Eine biographische Skizze des historischen Buddha. – Eine Darlegung seiner zentralen Modelle. :like:

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Igor07
    • 13. März 2026 um 13:41
    Lassi:

    Was wäre, wenn sich meine Realität mit einer anderen Realität ständig im Ungleichgewicht befindet? Wenn ein anderer Mensch zum Beispiel behauptet ich könne ihn ruhig im Aussen verlassen, da er mein Wesen in sich erfasst hat, nichtmehr gehen lässt und mich besser kennt, als ich mein eigenes Wesen kennen würde? Ich würde dann sozusagen in seiner Vorstellung bleiben und leben bis ich im Aussen wieder zur Vernunft komme.

    Aber deswegen spricht man über die Konsensus-Realität, im Sinne von Paul Watzlawick.
    Oder Prasangika sagen, alles existiert durch die Kraft der Benennung.

    Das ist mein Beispiel. Der Aborigine auf der Insel, der keinen blassen Schimmer über Geld und Währung hat, kann den Schein, sogar mit tausend Euro, zum Abwischen benutzen, mehr nicht.

    Das andere Beispiel: Diese Buchstaben am Monitor stellen nur Linien dar. Aber ich kann das lesen, weil ich die Sprache und die Grammatik verstehe. Aber meine Katze kann es nicht. So spricht man über die sogenannte Leerheit der Buchstaben.

    Ich würde mir deswegen keinen Kopf machen. Aber wenn es dir gut tut, egal welche Praxis, dann können deine Gesundheit und dein Wohl davon profitieren. Wie gesagt, der blinde Glaube kann Berge versetzen, und es gibt auch umgekehrte Fälle.

    Mehr kann ich nicht hinzufügen.

    P.S. Zur Ausgangsfrage: Der Beobachter bestimmt, ob das Photon entweder als Welle oder als Partikel erscheint. Kommt darauf an. Wenn es dich so sehr interessiert, kann man sehr viel bei Carlo Rovelli nachlesen.

    P1S1. Oder schaue über die Schrödinger -Katze. ( Wikipedia)._()_

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Igor07
    • 13. März 2026 um 13:03
    Qualia:

    Dieser Satz kann in seiner Wirkung tödlich enden, mit geschlossenen Augen in den Abgrund, nur weil der Traum zeigt, dass es ein geiler Pool ist.

    Qualia .


    Kläre es mit der modernen Neurowissenschaft ab:


    Zitat

    Roth: Also, philosophisch gesprochen können wir natürlich überhaupt keine Gewißheit haben über die Existenz einer Welt außerhalb unseres Kopfes. Wir haben nur die Gewißheit über unsere eigenen Sinnesdaten. Ob diese Sinneseindrücke aus einer äußeren Welt stammen, kann ich nicht unmittelbar überprüfen. Ich kann sie ja nicht anfassen, sondern was mein Gehirn verarbeitet sind immer nur Sinneseindrücke, von druckempfindlichen Tastsensoren in meinen Fingerspitzen etwa. Die Frage kann also nicht sein, ob ich nachweisen kann, daß es eine unabhängige Welt gibt, sondern nur, ob es plausibel ist, von ihrer Existenz auszugehen. Meine Antwort: Es ist sehr wahrscheinlich, daß es eine äußere Welt gibt.

    Das Gehirn weiß wenig von der Wirklichkeit

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Igor07
    • 13. März 2026 um 12:41
    Lassi:

    Ich habe nach Wahrheit und möglicher Selbsttäuschung gefragt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich deinen Beitrag richtig verstehe. Kannst du mir bitte erklären, wie deine Antwort meine Frage beantwortet?

    Ja, kann ich.


    Lassi:

    Objektive Realität bleibt ungreifbar, weil Sinne und Geist sie färben? Das kommt mir jetzt dazu.

    Und das ist der springende Punkt.


    Was ist wahr? Was ist real? Alles, was auf mich/ dich/ ein-wirkt. Denn die sogenannte objektive Realität gibt es nicht, sondern sie ist durch unsere Art der Wahrnehmung ausgestaltet. Ich wollte hier nicht zu viel philosophieren. Aber das kleine Zitat schadet nicht:


    Zitat

    „Immer wenn unser Gehirn seine geniale Strategie eines einheitlichen und dynamischen Porträts der Wirklichkeit verfolgt, werden wir bewusst. Zuerst erzeugt unser Gehirn eine Simulation der Welt, die so perfekt ist, dass wir sie nicht als ein Bild in unserem Geist erkennen können. Dann generiert es ein inneres Bild von uns selbst als einer Ganzheit. Dieses Bild umfasst nicht nur unseren Körper und unsere mentalen Zustände, sondern auch unsere Beziehung zur Vergangenheit und Zukunft – ein bewusstes Selbstmodell. Durch die Einbettung des Selbstmodells in das Weltmodell wird ein Zentrum geschaffen. Dieses Zentrum ist das, was wir als unser Selbst erleben. Es ist ein Werkzeug zur Planung und Kontrolle unseres Verhaltens und ein Instrument, um das Verhalten anderer zu verstehen. Es ist ein Produkt automatisch ablaufender, dynamischer Selbstorganisation.
    Das Selbstmodell erlaubt dem biologischen Mechanismus, sich als Einheit zu begreifen.“ (Der Ego-Tunnel, Metzinger)

    Die Quelle:


    Saññā und atta - Lug und Trug
    BGM 2023
    Dhamma Dana - Dhamma Dana



    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/viriya/Viriya%20-%20Sa%C3%B1%C3%B1%C4%81%20und%20atta.pdf

    Alles Gute!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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