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  1. Buddhaland Forum
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Ewig Leben vs Nibbana oder Widerspruch Wiedergeburt

  • Prometheus
  • 11. Juli 2012 um 21:47
  • Zum letzten Beitrag
  • Grund
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    • 15. Juli 2012 um 10:00
    • #101
    nibbuti:
    Grund:

    Dann heißt das also nicht dass das Auto von anderen, denen gehört und dass wenn jemand mit dem Auto von anderen fährt, weil er selbst keines besitzt, dann doch relativ abhängig davon ist, entweder zur Mitfahrt eingeladen zu werden oder es sich ausleihen zu dürfen?
    Und dass im Gegensatz dazu das Hervorbringung von bloßen Vorstellungen, welche keine Entsprechung in einem tast- oder sehrbaren Ding haben (müssen), relativ autonom ist, weil Gedanken ja bekannterweise frei sind? Die Rede von Mara ist keine Begründung dafür, sich zu weigern Offensichtliches nicht anzuerkennen 8)


    das Papanc'-o-meter schlägt wieder voll aus

    Dein Notausgang wenn du in einer Sackgasse steckst :lol:

  • nibbuti
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    • 15. Juli 2012 um 10:01
    • #102
    Grund:

    Dein Notausgang wenn du ein einer Sackgasse steckst :lol:


    sinnloses Geschwafel ist keine Sackgasse, sondern wie Stau auf einer Autobahn

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • tsurezuregusa
    Gast
    • 15. Juli 2012 um 10:38
    • #103

    Hallo,

    ein Gleichnis, das mir sehr gefällt und ich gerne verwende, ist das von Platons und Diogenes Disput über den Menschen. Platon hatte den Menschen definiert als ein federnloses Tier, das auf zwei Beinen läuft. Daraufhin hat Diogenes ein Huhn gerupft und es Platon entgegengehalten mit den Worten: hier hast du deinen Menschen.

    Promi und Jo, "euer Buddhismus" kommt wie Platons Mensch daher. Durch und durch nackt und gerupft. Eine wahrlich traurige Erscheinung.

    Jobrisha:
    Prometheus:

    Was ich noch sagen wollte:
    Wer vertrauen fordert ist nicht vertrauenswürdig !
    Promi

    Da kann ich dir nur zustimmen.

    Der Buddha selbst hat für sich, seine Lehre und seine Gemeinschaft Vertrauen gefordert. Und damit stellt ihr den Buddha hier als nicht vertrauenswürdig da. Nehmt für euch dann aber die Lehre eines Vertrauensunwürdigen an. Macht Sinn?

    Gruß
    Florian

  • Jobrisha
    Gast
    • 15. Juli 2012 um 10:48
    • #104

    Sag mal lieber tsurezuregusa.

    hast du meine Erklärung zu meiner Aussage eigentlich gelesen?
    Ja du hast Recht, wie ein gerupftes Huhn fühle ich mich auch, wenn ich deine Interpretation meiner Worte lese.

    Liebe Grüße von Jo

  • Prometheus
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    • 15. Juli 2012 um 12:01
    • #105
    nibbuti:

    sagtest du nicht an anderer Stelle, dass dein Ziel "ewiges Leben" sei?

    Nein du hast mich komplet falsch verstanden.

    Ich sagte ich möchte ewig leben und nicht mein Ziel ist ewig zu leben.

    Ich setze mir doch keine Ziele, die für m[ein]ich unmöglich zu erreichen sind ;)

  • nibbuti
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    • 15. Juli 2012 um 12:07
    • #106
    Prometheus:

    Ich sagte ich möchte ewig leben und nicht mein Ziel ist ewig zu leben.


    wo ist da für dich der Unterschied, Prometheus, zwischen 'etwas möchten' und 'ein Ziel haben'?

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Jobrisha
    Gast
    • 15. Juli 2012 um 12:13
    • #107

    Um geschrieben Texten blindlinks zu glauben, muss ich von deren Inhalt auch überzeugt sein.

    Ich hinterfrage alles, hinterfragen bedeutet für mich, bevor ich einer Institution Glauben schenke möchte ich ich diese für mich überprüfen.
    Das ist auch in Buddhas Sinne.

    Tibet.de schreibt hierzu, Zitat:

    Zitat

    Der Buddha lehrte viele Pfade und keine stereotypen Unterweisungen, weil die Menschen, die sich für den Buddhismus interessieren, auf unterschiedlichen intellektuellen Stufen stehen und sich in ihren Fähigkeiten und Neigungen unterscheiden. So vermittelte er den Pfad der Shravakas (Hörer) und der Pratyeka- Buddhas (Alleinverwirklicher), die zusammen als die Pfade des Hinayana bekannt sind. Er unterrichtete ferner den Bodisattva-Pfad, als Mahayana geläufig, in dem auch das buddhistische Tantra enthalten ist. Für einen Praktizierenden gibt es also einige Wahlmöglichkeiten. Wir sollten unsere Fähigkeiten genau überprüfen und uns eine passende Praxis aussuchen. Einige sind der Auffassung, daß die Durchführung von Klausuren geeignet ist, um Fortschritte zu machen, während andere davon überzeugt sind, daß das Sammeln von Verdiensten auf einer spirituellen Pilgerreise heilsam ist. Es gibt eine große Bandbreite von Übungen, die durchgeführt werden können. Wir müssen solche Methoden auswählen, die am besten zu unseren persönlichen Voraussetzungen und Fähigkeiten passen.

    Quelle: http://www.tibet.de/zeitschrift/ne…5f72d0405cdb912

    Liebe Grüße von Jo

  • Prometheus
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    • 15. Juli 2012 um 12:16
    • #108
    nibbuti:

    nichts ist so sprunghaft wie der ungebändigte Geist

    Aha eine Zen Allegorie: Ochsenbilder.

    Du wirst mich nie verstehen, aber hab doch vertrauen zu mir.


    "Die Tür seiner Hütte ist verschlossen, und selbst der Weiseste kann ihn nicht ausfindig machen. Die Gefilde seines Innern sind tief verborgen. Er geht seinen Weg und folgt nicht den Schritten früherer Weiser. Er kommt mit der Kürbisflasche auf den Markt und kehrt mit seinem Stab in die Hütte zurück. Schankwirte und Fischhändler führt er auf den Weg, ein Buddha zu werden."

    Dateien

    image0068_textmedium_textmedium.jpg 38,43 kB – 0 Downloads
  • Jobrisha
    Gast
    • 15. Juli 2012 um 12:17
    • #109
    nibbuti:
    Prometheus:

    Ich sagte ich möchte ewig leben und nicht mein Ziel ist ewig zu leben.


    wo ist da für dich der Unterschied, Prometheus, zwischen 'etwas möchten' und 'ein Ziel haben'?

    :)

    In der Vorstellung, ist alles möglich. Auch das.

  • Prometheus
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    • 15. Juli 2012 um 12:21
    • #110
    nibbuti:


    wo ist da für dich der Unterschied, Prometheus, zwischen 'etwas möchten' und 'ein Ziel haben'?

    :)

    Nicht alles was "man" möchte, was man sich wünscht, was man haben will, was man begehrt, nach was man giert ist auch ein erstrebenswertes Ziel.

    Hast Du oben nicht von Mara geschrieben ? Mara erschafft sich viele Wünsche.

    Promi

  • Prometheus
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    • 15. Juli 2012 um 12:48
    • #111
    tsurezuregusa:

    Promi und Jo, "euer Buddhismus" kommt wie Platons Mensch daher. Durch und durch nackt und gerupft. Eine wahrlich traurige Erscheinung.

    Du hast recht wir sind nur Säcke, angefüllt mit Gebeinen. Ich habe kein Problem damit, hast du denn eins ?


    Zitat

    rechte Achtsamkeit:

    Ferner betrachtet der Mönch diesen Körper von der Sohle bis zum Scheitel, den hautüberzogenen und mit vielerlei Unrat angefüllten ,Dieser Körper hat Kopfhaare, Körperhaare, Nägel, Zähne, Haut, Fleisch, Sehnen, Knochen, Knochenmark, Nieren, Herz, Leber, Innenhaut, Milz, Lunge, Darm, Gekröse, Magen, Kot, Galle, Schleim, Eiter, Blut, Schweiß, Fett, Tränen, Hautschmiere, Speichel, Rotz, Gelenkschmiere und Urin'.
    Gerade wie wenn da ein beiderseits Öffnungen besitzender Sack mit vielerlei Körnern wie Reis, Bohnen, Sesam usw. gefüllt wäre und diesen ein Mann, der nicht blind ist, öffnete und den Inhalt betrachtete: ,Dies ist Reis, dies sind Bohnen, dies sind Sesamkörner usw.': gerade so betrachtet der Mönch diesen Körper

    So betrachtet der Mönch die eigenen Gefühle, betrachtet die fremden Gefühle, betrachtet beiderlei Gefühle. Er betrachtet bei den Gefühlen das Entstehen, das Vergehen, das Entstehen und Vergehen. ,Gefühle sind da', diese Achtsamkeit ist in ihm gegenwärtig, soweit sie eben zur Erkenntnis und Klarheit dient; und unabhängig lebt er, und an nichts in der Welt haftet er. So verweilt der Mönch in der Betrachtung der Gefühle.

    So betrachtet der Mönch den eigenen Geist, betrachtet er den fremden Geist, betrachtet er den eigenen und fremden Geist. Er betrachtet beim Geiste das Entstehen, das Vergehen, das Entstehen und Vergehen. ,Der Geist ist da': diese Achtsamkeit ist in ihm gegenwärtig, so weit sie eben zur Erkenntnis und Klarheit dient; und unabhängig lebt er, und an nichts in der Welt haftet er. So verweilt der Mönch in der Betrachtung des Geistes.
    http://www.palikanon.com/buddhbib/01wrt…wortbuddhas.htm


    tsurezuregusa:

    Der Buddha selbst hat für sich, seine Lehre und seine Gemeinschaft Vertrauen gefordert. Und damit stellt ihr den Buddha hier als nicht vertrauenswürdig da. Nehmt für euch dann aber die Lehre eines Vertrauensunwürdigen an. Macht Sinn?

    Buddha ist schon lange verdorrt. In seine Gebeine, seine Reliquien setze ich kein Vertrauen mehr, bin schliesslich nicht mehr abergläubisch. Dhamma lebt weiter auch wenn kein Buddha in der Welt ist. Ich habe nicht den geringsten Zweifel an Buddhadhamma. Buddha war schliesslich nur überbringer, nicht der erfinder, er hat nichts erschaffen !

    Genauso habe ich nicht den geringsten Zweifel an der Gültigkeit der Relativitätstheorie, was aber nicht heisst, dass ich automatisch auch dem entdecker Albert Einstein vertraue. Gleiches könnte ich von Christoph Kolumbus, Jesus Christus, Immanuel Kant etc. behaupten.

    Ich steh halt nicht so auf fundamentalistischen Personenkult und auch nicht auf Kirchen (was buddh. Schulen/Fahrzeuge ja schlussendlich auch sind) die glauben, nur weil sie eine Mehrheit schaffen, hätten sie auch die "Wahrheit" für sich allen gepachtet.

    Promi

  • nibbuti
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    • 15. Juli 2012 um 12:55
    • #112
    Prometheus:

    Nicht alles was "man" möchte, was man sich wünscht, was man haben will, was man begehrt, nach was man giert ist auch ein erstrebenswertes Ziel. i


    so ist es Prometheus, nicht jeder Wunsch ist auch ein erstrebenswertes Ziel

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • tsurezuregusa
    Gast
    • 15. Juli 2012 um 14:55
    • #113

    Hallo,

    tsurezuregusa:

    Der Buddha selbst hat für sich, seine Lehre und seine Gemeinschaft Vertrauen gefordert.

    ich habe hier einmal meine Gedanken zur Rolle des Vertrauens im Buddhismus zusammengeschrieben. Vielleicht interessiert es ja noch jemanden.

    Gruß
    Florian

  • Geronimo
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    • 15. Juli 2012 um 15:12
    • #114
    tsurezuregusa:

    Hallo,

    tsurezuregusa:

    Der Buddha selbst hat für sich, seine Lehre und seine Gemeinschaft Vertrauen gefordert.

    ich habe hier einmal meine Gedanken zur Rolle des Vertrauens im Buddhismus zusammengeschrieben. Vielleicht interessiert es ja noch jemanden.

    Gruß
    Florian

    Schöner Text :)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Prometheus
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    • 15. Juli 2012 um 17:17
    • #115

    Lieber Florian

    Ich will "das Vertauen" ja nicht wegnehmen aus der Welt, es ist ja auch was schönes, stiftet Sicherheit und Geborgenheit.
    Wenn das Wort in religiösem Zusammenhang gebraucht wird, läuten bei mir jedoch Alarmglocken. Von vielen wird Vertrauen in oder auf jemanden auch verwechselt mit Abgabe der Eigenverantwortung, Kritiklosigkeit, Manipulierbarkeit bis hin zur Hörigkeit. Für Andere wird das Wort 'hab Vertrauen' auch gerne verwendet um sich nicht mit unerwünschter Kritik befassen zu müssen, wie es hier geschehen ist.

    So wie du es beschreibst würde ich persönlich statt von "Vertrauen" lieber von sich "auf etwas ganz und gar einlassen" sprechen. Diese Formulierung hat weniger moralische Wertung drin und deshalb auch weniger emotionales Missbrauchspotential.

    Ein wie auch immer geartetes Konzept saddha würde ich, gerade wegen seines emotionalen Beigeschmacks, nicht unbedingt als Kernholz der buddhistischen Lehre bezeichenen. Saddha bleibt nicht mehr als ein Geistesfaktor und somit bedingt Entstandenes.

    Aber ich glaube ich verstehe Dich richtig, wenn ich Zumwinkel in Deinem Sinne zitiere:

    Zitat

    Der Weltling bedarf der Führung in richtiger Ansicht durch den Buddha, und je
    mehr Vertrauen und Hingabe vorhanden ist, desto besser kann er diese Führung annehmen.
    Saddha, Vertrauen, das auf Weisheit beruht, hängt mit Hingabe zusammen,
    der Fähigkeit, sich dem zu öffnen, was noch außerhalb der eigenen Reichweite liegt.
    Nebenbei bemerkt, ist Saddha ein wesentlicher Faktor beim Stromeintritt.
    Aus Schlusswort von: http://www.ftbb.de/Texte/K.%20Zum…0Vorurteile.pdf

    Es bleibt halt die Frage wer denn heute der Buddha sein soll, sich dafür hält oder gehalten wird und ob richtige Ansicht nicht auch allein durch eigene Erfahrung und Studium angeeignet werden kann.

    Promi

  • tsurezuregusa
    Gast
    • 15. Juli 2012 um 17:33
    • #116

    Hallo Promi,

    Prometheus:

    Wenn das Wort in religiösem Zusammenhang gebraucht wird, läuten bei mir jedoch Alarmglocken. Von vielen wird Vertrauen in oder auf jemanden auch verwechselt mit Abgabe der Eigenverantwortung, Kritiklosigkeit, Manipulierbarkeit bis hin zur Hörigkeit. Für Andere wird das Wort 'hab Vertrauen' auch gerne verwendet um sich nicht mit unerwünschter Kritik befassen zu müssen, wie es hier geschehen ist.

    lass mich kurz etwas zu meiner Herangehensweise sagen. Ich gehe einfach davon aus, dass man in einem buddhistischem Forum weiß, dass Vertrauen die deutsche - fast durchgehend verwendete - Übersetzung von saddha ist. Und man auch weiß, was saddha bedeutet oder eben nicht-bedeutet. Und wenn man es nicht weiß, sich entsprechend erkundigt. Daher fehlt mir irgendwie das Verständnis, wie Vertrauen in einem buddhistischen Forum mit den von dir angeführten Bedeutungen assoziert werden kann.

    Das Zitat von Bhikkhu Mettiko (Kay Zumwinkel) hat mir gefallen. Danke.

    Gruß
    Florian

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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