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Buddhist werden?!

  • suche
  • 3. Juli 2012 um 18:41
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    3. Juli 2012
    • 3. Juli 2012 um 18:41
    • #1

    Hallo,

    Ich finde die Idee des Buddhismus sehr gut nur glaube ich persönlich NICHT an eine Reinkharnation. Kann man sich trotzdem als Buddhist bezeichnen oder ist die Reinkharnation ein zu wesentlicher Bestandteil?

    Liebe Grüße

    Interessierter Anfänger

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    • 3. Juli 2012 um 21:02
    • #2

    Jeder kann sich als Buddhist bezeichnen 8)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 3. Juli 2012 um 21:08
    • #3

    Als angehender Buddhist lässt man alles erstmal auf sich wirken. Es gibt keinen Zwang, etwas glauben zu müssen.
    Die buddhistische Lehre ist sehr umfangreich und es gibt Nischen für alle Gläubigen und Ungläubigen.
    Schau Dich erstmal in Ruhe um.
    Und guck vor allem, wie die Praxis auf Dich wirkt.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


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    • 3. Juli 2012 um 21:10
    • #4
    Losang Lamo:

    Als angehender Buddhist ...


    Na so kann man sich natürlich auch bezeichnen. 8)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 3. Juli 2012 um 21:10
    • #5

    Jetzt sind Dir auf einmal Bezeichnungen so wichtig? 8)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


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    • 3. Juli 2012 um 21:11
    • #6

    Na hör mal ... Bezeichnung sind doch das Salz in der Suppe 8)

  • Mabuttar
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    • 3. Juli 2012 um 21:17
    • #7

    Klar, manche Buddhisten vermuten dass die Reinkarnationslehre von den Hindus im damaligen Indien in die Lehre getragen wurde und somit Buddhismus religiös wurde. Vermutlich war Buddha ein einfacher Psychologe des Loslassens, ein Meditationslehrer der zum Übermenschen von Anhängern gekürt wurde.

    Aus dem Anatman der Nicht-Seele wurde die Halb-Seele, eine dynamische Seele die rein gewaschen werden kann durch allerlei "karmische" Sachen ähnlich wie die hinduistische Seele im Ganges... Worüber sich manche Buddhisten lustig machen, da selbst Buddha das "reinwaschen" skeptisch hinterfragte.

    Die religiösen Buddhisten tun nichts für ihren Atman sondern für ihren Halb-Atman, dem Dynamik-Atman der veränderlich ist, aber jede Geburt durchströmt. Sowas lehnte schon Buddha ab indem er lehrte, dass das Bewusstsein sich um ein vielfaches schneller ändert und ubeständiger als der Körper ist.
    Wenn schon der Körper nicht in eine neue Nachtodliche Wiedergeburt reinkarniert, wie könnte dann das Bewusstsein, dass direkt vom Körper abhängt so etwas vollbringen ?

    Stichwort - Säkularer Buddhismus , Bhikku Buddhadhasa oder einfach früher Taoismus, alles meditative Lebensweisen ohne Wiedergeburtslehre. Abendländisch gehts auch mit den Stoa und Epikur, denn wie sagte schon Buddha ? Gibt es keine nachtodliche Welt, keine guten und schlechten früchte usw... führe ich wenigstens ein glückliches Leben

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 3. Juli 2012 um 21:19
    • #8
    Grund:

    Na hör mal ... Bezeichnung sind doch das Salz in der Suppe 8)


    Das war natürlich eine Steilvorlage:
    Als was würdest Du diese Art von Kommunikation bezeichnen?
    :? Also, ich würd sagen: Spam.
    Aber dieser Thread kann sich natürlich auch noch wieder zu einer Reinkarnationsdebatte im Anfängerbereich mausern.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


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    • 3. Juli 2012 um 21:22
    • #9
    Losang Lamo:
    Grund:

    Na hör mal ... Bezeichnung sind doch das Salz in der Suppe 8)


    Das war natürlich eine Steilvorlage:
    Als was würdest Du diese Art von Kommunikation bezeichnen?
    :? Also, ich würd sagen: Spam.


    Ich würde sagen, eine kurze Kommunikation über Bezeichnungen ... und im OP geht es ja darum 8)

  • Sukha
    Gast
    • 3. Juli 2012 um 21:30
    • #10
    suche:

    Hallo,

    Ich finde die Idee des Buddhismus sehr gut nur glaube ich persönlich NICHT an eine Reinkharnation. Kann man sich trotzdem als Buddhist bezeichnen oder ist die Reinkharnation ein zu wesentlicher Bestandteil?

    Beim Buddhismus handelt es sich um eine Erkenntnislehre. Da muss nichts geglaubt werden. Man fängt da an wo man gerade steht im Leben.
    Man fängt an mit dem Üben der sila (ethisch korrektem Verhalten) um Geistesruhe, die für die Achtsamkeit/Meditation/Kontemplation notwendig ist zu erlangen.

    Dadurch entstehen nach und nach eigene Erkenntnisse. Und auf die kommt es an, wenn man dukkha ein Ende setzen möchte.

    Schau Dir den Edlen Achtfachen Pfad mal genauer an. Das ist der Weg den ein Buddha-Dhamma Nachfolger geht.

    ()

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    • 3. Juli 2012 um 21:31
    • #11
    suche:

    Hallo,

    Ich finde die Idee des Buddhismus sehr gut nur glaube ich persönlich NICHT an eine Reinkharnation. Kann man sich trotzdem als Buddhist bezeichnen oder ist die Reinkharnation ein zu wesentlicher Bestandteil?

    Liebe Grüße

    Interessierter Anfänger

    Bei den Christen glaubt jeder was ihm gefällt. Man könnte meinen, dass derartige Überlegungen immer nur die interessiert, die von einer Religion zur anderen wechseln, denn in buddhistischen Ländern glaubt auch jeder was ihm gefällt und gilt trotzdem als Buddhist.
    Der Unterschied liegt also nur darin, ob man in eine Religionsgemeinschaft hineingeboren wird oder ob man später wechselt. Wenn man später wechselt, dann macht man sich plötzlich Gedanken. 8)

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    • 3. Juli 2012 um 21:36
    • #12

    Deswegen gibt es die wirklich wahren Buddhisten auch nur im Westen ... und da vor allem in Deutschland, wegen der deutschen Gründlichkeit ... und manche dieser Deutschen gehen nach Asien und missionieren die Asiaten dort zum rechten Buddhismus .... ich kenn da einen 8)

  • nibbuti
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    • 3. Juli 2012 um 21:44
    • #13
    suche:

    Ich finde die Idee des Buddhismus sehr gut nur glaube ich persönlich NICHT an eine Reinkharnation. Kann man sich trotzdem als Buddhist bezeichnen oder ist die Reinkharnation ein zu wesentlicher Bestandteil?


    Hi & willkommen interessierter Anfänger

    Wiedergeburt oder Reinkarnation ist eine moralische Lehre.

    Wiedergeburt ist mit Verdienst verbunden und auf ein 'gutes' Leben gerichtet.

    Diese Lehre gab es auch vorher schon in ähnlicher Form, und der Buddha verglich sie mit 'Blättern und Zweigen'.

    Die vier edlen Wahrheiten, der achtfache Pfad, bedingtes Entstehen&Vergehen usw. ist hingegen das 'Kernholz' der (eindeutigen) Buddhalehre.

    Das ist mit Loslassen verbunden und auf Befreiung des Geists gerichtet.

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Onda
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    • 4. Juli 2012 um 07:37
    • #14
    suche:

    Hallo,

    Ich finde die Idee des Buddhismus sehr gut nur glaube ich persönlich NICHT an eine Reinkharnation. Kann man sich trotzdem als Buddhist bezeichnen oder ist die Reinkharnation ein zu wesentlicher Bestandteil?

    Mit dieser Einstellung bist du nicht allein. Es gibt viele Buddhisten, die nicht an "Wiedergeburt" glauben. Buddha-Dharma "funktioniert" bestens auch ohne dieses hinduistische Relikt. Ja, philosophisch funktioniert die Lehre sogar besser ohne, da sie in offensichtlichem Widerspruch zur anatta-Lehre, zur Lehre vom Nicht-Ich steht.

    Und: Die Praxis steht im Buddhismus im Vordergrund. Für diese Praxis ist das Konzept der Wiedergeburt erst einmal unerheblich/nebensächlich. Dem Buddha ging es um das Verlöschen des Leidens und nicht um das Klären metaphysischer Fragen.

    LG
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Syia
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    • 4. Juli 2012 um 09:21
    • #15

    "suche" , dein Thread beginnt mit "Buddhist werden ?!" Verstehe ich das richtig, du denkst darüber nach, aber praktizierst noch nicht ?

    Bin selbst blutiger Anfänger und weiß wie schwierig es ist, sich in den ganzen, teilweise widersprüchlichen, allgemein zugänglichen Informationen zu recht zu finden.

    Mein Tipp: such dir einen anständigen Lehrer zu dem du Vertrauen haben kannst. Aber sei bitte vorsichtig. Im Gegensatz zu dir machen sich viele Leute anscheinend wenig
    Gedanken darüber, ob sie sich Buddhisten nennen können oder nicht. Sie tun es einfach und schrecken auch nicht davor zurück sich dann als Lehrer auszugeben.

    Über deine Zweifel an der Reinkarnation würde ich mir erst mal wenig Gedanken machen. Komme gerade aus Bhutan zurück. Die Buddhisten dort leben ganz einfach nach buddhistischen Grundsätzen ohne sich viele Gedanken über den theoretischen Überbau zu machen. Es scheint wohl eher ein westliches Problem zu sein, alles besonders gründlich und effizient machen zu wollen.

    Verlass dich einfach auf deinen Bauch und leg los.

    Viel Glück auf deinem Weg

    Syia

  • suche
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    • 4. Juli 2012 um 12:32
    • #16

    Hallo, und danke für die vielen netten antworten.
    Also bedeutet dass, das Buddhismus nicht nur als Religion genutzt werden kann sondern auch einfach nur an einer werteorientieren Lebenseinstellung?
    Ich war vorher Attheist und glaube überhaupt nicht an Götter/Götzen oder Ähnliches. Ich glaube nur an die Vernunft, die Liebe, Gelassenheit, Nächstenliebe und unterstützung anderer Menschen. Egal was ich tue ich versuche es vorher immer nach utilitaristischem Prinzip abzuwägen. Die Grundprinzipien des Buddhismus finde ich deshalb sehr interessant.
    Ich bin wirklich ein extremer Anfänger und möchte mich versuchen mehr mit dem Buddhismus zu befassen (Erstmal art HOBBYmäßig) später vielleicht professionell mit einem Lehrer. Deshalb wollte ich Fragen ob jemand gute Links oder Einfach gestaltete Anfängeranleitungen kennt und diese mir, falls er lust hat mitzuteilen.
    Herzliche Grüße suche

  • Syia
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    • 4. Juli 2012 um 14:11
    • #17

    Hallo Suche,

    ich glaube nicht, dass es so etwas wie eine "Anfängeranleitung" gibt. Jeder scheint so seinen eigenen Einstieg gefunden zu haben. Aber vielleicht hilft es dir ja ein wenig, wenn ich meinen noch sehr kurzen Weg mit dir teile.

    Wie du war ich auch sehr interessiert, vor allem, weil ich einige Buddhisten kennengelernt habe und mich ihre Güte und Gelassenheit beeindruckt hat. Das hat mich sehr neugierig gemacht.

    Für mich ist Buddhismus übrigens keine Religion sondern eine ( manchmal bewunderswert praktische ) Sichtweise.

    Mein Tipp für weiterführende Info für dich: Wiki über Gendün Rinpoche öffnen und unbedingt die Links unten auf der Seite zum "Schmökern" benutzen.

    Mich hat Gendün so sehr beeindruckt, dass einer seiner Schüler jetzt mein Lehrer ist.

    Liebe Grüße
    Syia

  • Simo
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    • 4. Juli 2012 um 14:46
    • #18

    Ich denke, selbst wenn es keine Reinkarnation gibt, was durchaus möglich ist, so hilft mir der Buddhismus trotzdem ein besseres Leben zu führen, als ich es ohne ihn getan hätte. Mit "besser" meine ich vor allem glücklicher und sinnvoller.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • crazy-dragon
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    • 4. Juli 2012 um 14:59
    • #19
    suche:


    Deshalb wollte ich Fragen ob jemand gute Links oder Einfach gestaltete Anfängeranleitungen kennt und diese mir, falls er lust hat mitzuteilen.
    Herzliche Grüße suche

    Wenn Du einen Lehrer kennenlernst, sollst Du ihn ( im Geiste ) gleich wieder verlassen, d.h. im Klartext, den Weg musst Du alleine gehen. Und deshalb muß eine gewisse Eigenverantwortung und eigenes Arbeiten da sein. Also schau mal nach oben, auf der Leiste neben " Persönlicher Bereich " ist das zweite " Links ".
    Und Reinkarnation stelle mal ein bißchen zurück... :P
    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Grund
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    • 4. Juli 2012 um 17:22
    • #20
    suche:

    Ich war vorher Attheist und glaube überhaupt nicht an Götter/Götzen oder Ähnliches. Ich glaube nur an die Vernunft, die Liebe, Gelassenheit, Nächstenliebe und unterstützung anderer Menschen. Egal was ich tue ich versuche es vorher immer nach utilitaristischem Prinzip abzuwägen. Die Grundprinzipien des Buddhismus finde ich deshalb sehr interessant.


    Aber es stellt sich wirklich die Frage, wozu Buddhismus dir gut sein soll. Wozu brauchst du Buddhismus für deinen glauben an "Vernunft, die Liebe, Gelassenheit, Nächstenliebe und unterstützung anderer Menschen"? Scheinbar ist dir "Vernunft, die Liebe, Gelassenheit, Nächstenliebe und unterstützung anderer Menschen" nicht genug, du brauchst eine Begründung dafür oder meinst du dir fehlt es an was davon und Buddhismus könnte dir diese Qualität geben? Oder suchst du nur ein Gefühl des Dazugehörens? 8)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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