1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Anfängerbereich

Gewalt in Schrift und Wort

  • Jobrisha
  • 2. Juli 2012 um 21:36
  • Zum letzten Beitrag
  • monikamarie
    Gast
    • 4. Juli 2012 um 19:54
    • #76
    Jobrisha:


    ...
    Es spielt auch keine Rolle ob mich das stört. Ich würde das nicht machen, weil es andere stören könnte...

    Ja, Du, liebe Jo, würdest es nicht machen, weil es andere stören könnte. Und da liegt der Hase im Pfeffer, denn Du stellst sozusagen Regeln auf.

    Zitat

    Ist das Bewusstsein, so abgestumpft das der Mensch gar nicht erst auf die Idee kommt, zu denken es könnte andere stören?

    Ich befürchte, Du stellst zu hohe Ansprüche, liebe Jo.
    Was das Bewusstsein anderer angeht, glaube ich, dass es vor 50 oder sogar 100 Jahren wohl eher schlimmer war als heute. Denn laute Menschen hat das schon immer gegeben. Ich durfte z. B. im Flur Rollschuhfahren ( :oops: ) und als die Nachbarin sich bei meiner Mutter beschwerte, rief meine Mutter ins Treppenhaus "Zieh doch ins Altersheim ...". Wir Kinder haben auch im Treppenhaus verstecken gespielt oder Geschichtenball. Wir waren bestimmt eine Plage. Später kamen die Kofferradios und Mopeds hinzu.
    Oder wenn meine Eltern feierten, dann wusste das die ganze Straße, weil alle Fenster und Türen weit geöffnet waren und ordentlich getanzt, gesungen und gelacht wurde bei lauter Musik "Laura, wir fahrn nach Pleiße ... mit dem Omnibus" und dann 'ne Polonaise durch's Treppenhaus.
    Das war in den 50/60ziger Jahren nicht ungewöhnlich. Da pöbelten auch noch die Leute auf der Straße oder Ehepaare stritten sich bei offener Balkontür, dass die Wände wackelten.

    Als ich mit meiner kleinen Tochter alleine lebte, habe ich gerne auch laute Musik gehört "Abba, Cat Stevens ...". Da hat dann auch die Nachbarin geklopft. Sie selbst hat aber Sonntagsmorgens ihre Rohkost gehackt oder Schweineschnitzel geschlagen, was ich auch nicht so toll fand. Sie schien das nicht zu bemerken.

    Ich brachte ihr dann mal einen Blumenstrauß und entschuldigte mich für die laute Musik. Das hat sie total versöhnt. Außerdem habe ich meine Musik dann auch leiser gestellt. Das ist jetzt fast 40 Jahre her.

    Ich erlebe die nächste Umgebung und auch das Umfeld meiner Freunde und Verwandten rücksichtsvoller als es in meiner Kindheit und Jugend zuging.

    LG MM

  • Jobrisha
    Gast
    • 4. Juli 2012 um 21:46
    • #77

    Es mag stimmen, das ich höhere Ansprüche habe... vielleicht gehe ich zusehr von mir aus... das kann ich nicht abstreiten, ich werde das mal näher unter die Lupe nehmen.

    liebe Grüße von Jo

  • monikamarie
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 08:45
    • #78
    Jobrisha:

    Es mag stimmen, das ich höhere Ansprüche habe... vielleicht gehe ich zusehr von mir aus...

    Nein, liebe Jo, ich denke, dass wir allgemein höhere Ansprüche haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass es uns sehr gut geht. Der Verstand sucht halt immer weiter nach "Verbesserung, Vollkommenheit". Unsere gesamte Gesellschaft ist allein durch die gesetzlichen Möglichkeiten so gestrickt, dass jeder gegen alles und jeden antreten kann. Die Gerichte sind überfordert von Klagen gegen Nachbarn. Laut Kriminalstatistik sind jedoch viele Delikte zurückgegangen, z. B. auch der Missbrauch von Kindern. Was damit begründet wird, dass z. B. viele heutige Erwachsene nicht mehr gewalttätig aufgezogen wurden. Wenn wir dennoch so viel davon wahrnehmen, liegt das an der Berichterstattung und daran, dass sich viele Opfer geäußert haben, was früher nicht der Fall war.

    Ich behaupte, wir (in den Industrienationen) sind generell bewusster geworden, was nicht ausschließt, dass sich auch sofort die Schatten vergrößern.
    Ramesh, ein Lehrer des Advaita, sagte 1994, dass sich immer alles im Gleichgewicht befindet. Und das halte ich auch für logisch. Alles bildet Schatten, je größer der Baum, desto größer auch sein Schatten.

    _()_ Monika

  • Axel Benz
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 08:59
    • #79

    Die Wenigsten werden mal eben 1200 Seiten lesen wollen, aber Steven Pinker behauptet in seinem neuesten Buch, dass die Gewalt in der Gesellschaft zurückgeht.

  • monikamarie
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 09:13
    • #80
    Axel Benz:

    Die Wenigsten werden mal eben 1200 Seiten lesen wollen, aber Steven Pinker behauptet in seinem neuesten Buch, dass die Gewalt in der Gesellschaft zurückgeht.

    Das kann ich mir schon vorstellen.
    Im Vergleich zu den Hunderten/Tausenden von Jahren zuvor, wirkt dies jetzt ja auch nur deshalb so "furcht-bar", weil wir inzwischen Milliarden von Menschen sind (die Menge macht's) und über alles informiert werden. Ich habe weder zu Römerzeiten noch im Mittelalter, auch nicht im "Wilden Westen" leben wollen.

  • nyalaana
    Reaktionen
    24
    Punkte
    3.159
    Beiträge
    613
    Mitglied seit
    27. Mai 2010
    • 5. Juli 2012 um 09:26
    • #81

    Ich habe in den Wochen vor dem 3. Juni 1989 jeden Tag für die Protestbewegung der Chinesen meditiert.Trotzdem kam es dann zum Tian’anmen-Massaker. Für mich habe ich dadurch gemerkt, dass ich durch Meditation, Gebete und fromme Wünsche die Gewalt nicht "wegmachen" kann. Für mich wäre es auch keine Achtsamkeit, wenn ich bei jeder Handlung genau vorher überlege, ob das nicht jemand anderen stören könne. Weil zum einen kann ich nicht in die Köpfe der Anderen reinschauen und so bemerken ob den Anderen etwas stören würde oder nicht, ich würde also auf lauter eingebildete und von mir projezierte vermeintliche Dinge "rücksicht" nehmen. Und zum anderen was den Einen stört, erfreut den Zweiten und umgekehrt. Genau so wie ich töte und töten lasse um zu Leben werde ich also auch viele Handlungen begehen, welche anderen Schaden, auch wenn ich das oft nicht wollte. Wo oben schon richtig bemerkt, das ist die Natur von Samsara. Die Idee dass ich Gewaltfrei leben könne, halte ich für eine Selbsttäuschung. Wenn ich als Eremit in den Bergen in der Höhle meditieren würde, nehme ich die Höhle den Lebewesen als Lebensraum weg, die darin leben würden, wenn ich nicht drin sitzen würde. Nur, um mal ein übertriebenes Beispiel zu bringen.

  • monikamarie
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 09:38
    • #82

    Liebe Jo,
    was mir soeben noch einfiel und das halte ich eigentlich für das Wichtigste: Beschäftige Dich nicht mit Gewalt, denn

    Zitat

    "worüber man häufig nachdenkt und nachsinnt, dahin geneigt wird das Herz"
    Der Erwachte (M19)


    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 10:51
    • #83

    Und noch'n Gedicht:

    Zitat

    Der berühmte Clown Grock erhielt eines Tages einen Brief, der von handfesten Beleidigungen nur so strotzte. Seine Freunde rieten ihm, den Briefschreiber zu verklagen.
    Grock aber winkte ab. Er hatte eine bessere Methode. Er schickte den Brief an den Absender zurück und fügte hinzu:

    "Gestern wurde mir beiliegender Brief zugestellt. Ich sende Ihnen den Brief zu, da Sie als angesehener Bürger wissen müssen, dass irgendein unverschämter Kerl in Ihrem Namen beleidigende Briefe schickt ... Mit freundlichen Grüßen."

    Dieses ist der heutige Tagestext des Kalenders des Buddhistischen Seminars Bindlach. Passt doch, oder?

    Und das hab ich von nibbuti geklaut (aus einem anderen Thread):

    Zitat

    Sīsapāvana Sutta - Eine handvoll Blätter
    "Was meint ihr, ihr Mönche: Was ist wohl mehr: Die wenigen Simsapā-Blätter in meiner Hand oder die da oben im Simsapā-Walde?"
    "Gering, sind die wenigen Simsapā-Blätter in der Hand des Erhabenen, o Herr, viel mehr sind die vielen da aber im Simsapā-Walde."

    "Ganz ebenso, ihr Mönche, gibt es viel mehr, was ich überblickt und nicht offenbart habe, und was ich offenbart habe, ist gering.
    Was ist das aber, was ich nicht offenbart habe, ihr Mönche? Was da, ihr Mönche, nicht heilsam ist, nicht urasketentümlich, was nicht zum Nichts-daran-finden, zur Entreizung, zur Auflösung, zur Beruhigung, zum Überblicken, zur Erwachung, zum Nirvāna führt. Das ist von mir nicht offenbart worden."

    _()_ MM

  • Anicca
    Punkte
    450
    Beiträge
    84
    Mitglied seit
    8. April 2012
    • 5. Juli 2012 um 11:33
    • #84
    nyalaana:

    Ich habe in den Wochen vor dem 3. Juni 1989 jeden Tag für die Protestbewegung der Chinesen meditiert.Trotzdem kam es dann zum Tian’anmen-Massaker. Für mich habe ich dadurch gemerkt, dass ich durch Meditation, Gebete und fromme Wünsche die Gewalt nicht "wegmachen" kann. Für mich wäre es auch keine Achtsamkeit, wenn ich bei jeder Handlung genau vorher überlege, ob das nicht jemand anderen stören könne. Weil zum einen kann ich nicht in die Köpfe der Anderen reinschauen und so bemerken ob den Anderen etwas stören würde oder nicht, ich würde also auf lauter eingebildete und von mir projezierte vermeintliche Dinge "rücksicht" nehmen. Und zum anderen was den Einen stört, erfreut den Zweiten und umgekehrt. Genau so wie ich töte und töten lasse um zu Leben werde ich also auch viele Handlungen begehen, welche anderen Schaden, auch wenn ich das oft nicht wollte. Wo oben schon richtig bemerkt, das ist die Natur von Samsara. Die Idee dass ich Gewaltfrei leben könne, halte ich für eine Selbsttäuschung. Wenn ich als Eremit in den Bergen in der Höhle meditieren würde, nehme ich die Höhle den Lebewesen als Lebensraum weg, die darin leben würden, wenn ich nicht drin sitzen würde. Nur, um mal ein übertriebenes Beispiel zu bringen.

    Die Gewalt in der Welt "draussen" kann ich nicht "wegmachen" , das seh ich auch so. Aber in mir "drinnen" kann ich den Geist bearbeiten. Immer wieder, immer wieder. Das ganze Leben lang. Der Geist wird langsam, langsam ein klein bisschen weicher. Das ist doch schon ein riesiger Fortschritt.

  • Takumi
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 11:45
    • #85
    Anicca:
    nyalaana:

    Ich habe in den Wochen vor dem 3. Juni 1989 jeden Tag für die Protestbewegung der Chinesen meditiert.Trotzdem kam es dann zum Tian’anmen-Massaker. Für mich habe ich dadurch gemerkt, dass ich durch Meditation, Gebete und fromme Wünsche die Gewalt nicht "wegmachen" kann. Für mich wäre es auch keine Achtsamkeit, wenn ich bei jeder Handlung genau vorher überlege, ob das nicht jemand anderen stören könne. Weil zum einen kann ich nicht in die Köpfe der Anderen reinschauen und so bemerken ob den Anderen etwas stören würde oder nicht, ich würde also auf lauter eingebildete und von mir projezierte vermeintliche Dinge "rücksicht" nehmen. Und zum anderen was den Einen stört, erfreut den Zweiten und umgekehrt. Genau so wie ich töte und töten lasse um zu Leben werde ich also auch viele Handlungen begehen, welche anderen Schaden, auch wenn ich das oft nicht wollte. Wo oben schon richtig bemerkt, das ist die Natur von Samsara. Die Idee dass ich Gewaltfrei leben könne, halte ich für eine Selbsttäuschung. Wenn ich als Eremit in den Bergen in der Höhle meditieren würde, nehme ich die Höhle den Lebewesen als Lebensraum weg, die darin leben würden, wenn ich nicht drin sitzen würde. Nur, um mal ein übertriebenes Beispiel zu bringen.

    Die Gewalt in der Welt "draussen" kann ich nicht "wegmachen" , das seh ich auch so. Aber in mir "drinnen" kann ich den Geist bearbeiten. Immer wieder, immer wieder. Das ganze Leben lang. Der Geist wird langsam, langsam ein klein bisschen weicher. Das ist doch schon ein riesiger Fortschritt.

    Für den Geist gibt es keinen Unterschied zwischen drinnen und draußen, zwischen hier und dort. Und auch nicht zwischen Fortschritt und Rückschritt.

  • Anicca
    Punkte
    450
    Beiträge
    84
    Mitglied seit
    8. April 2012
    • 5. Juli 2012 um 11:54
    • #86
    Takumi:
    Anicca:

    Die Gewalt in der Welt "draussen" kann ich nicht "wegmachen" , das seh ich auch so. Aber in mir "drinnen" kann ich den Geist bearbeiten. Immer wieder, immer wieder. Das ganze Leben lang. Der Geist wird langsam, langsam ein klein bisschen weicher. Das ist doch schon ein riesiger Fortschritt.

    Für den Geist gibt es keinen Unterschied zwischen drinnen und draußen, zwischen hier und dort. Und auch nicht zwischen Fortschritt und Rückschritt.


    Um mit dem Geist arbeiten zu können , muss ich diese Wörter als Hilfs-Markierungen verwenden .

  • Takumi
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 12:13
    • #87
    Anicca:
    Takmui:


    Die Gewalt in der Welt "draussen" kann ich nicht "wegmachen" , das seh ich auch so. Aber in mir "drinnen" kann ich den Geist bearbeiten. Immer wieder, immer wieder. Das ganze Leben lang. Der Geist wird langsam, langsam ein klein bisschen weicher. Das ist doch schon ein riesiger Fortschritt.

    Für den Geist gibt es keinen Unterschied zwischen drinnen und draußen, zwischen hier und dort. Und auch nicht zwischen Fortschritt und Rückschritt.

    Anicca:


    Um mit dem Geist arbeiten zu können , muss ich diese Wörter als Hilfs-Markierungen verwenden .

    Ich arbeite mit dem Körper. Und das ist ja auch Geist - Körper ist nicht getrennt von Geist.

  • Jobrisha
    Gast
    • 5. Juli 2012 um 21:06
    • #88
    monikamarie:
    Jobrisha:

    Es mag stimmen, das ich höhere Ansprüche habe... vielleicht gehe ich zusehr von mir aus...

    Nein, liebe Jo, ich denke, dass wir allgemein höhere Ansprüche haben. Vielleicht liegt es auch daran, dass es uns sehr gut geht. Der Verstand sucht halt immer weiter nach "Verbesserung, Vollkommenheit". Unsere gesamte Gesellschaft ist allein durch die gesetzlichen Möglichkeiten so gestrickt, dass jeder gegen alles und jeden antreten kann. Die Gerichte sind überfordert von Klagen gegen Nachbarn. Laut Kriminalstatistik sind jedoch viele Delikte zurückgegangen, z. B. auch der Missbrauch von Kindern. Was damit begründet wird, dass z. B. viele heutige Erwachsene nicht mehr gewalttätig aufgezogen wurden. Wenn wir dennoch so viel davon wahrnehmen, liegt das an der Berichterstattung und daran, dass sich viele Opfer geäußert haben, was früher nicht der Fall war.

    Ich behaupte, wir (in den Industrienationen) sind generell bewusster geworden, was nicht ausschließt, dass sich auch sofort die Schatten vergrößern.
    Ramesh, ein Lehrer des Advaita, sagte 1994, dass sich immer alles im Gleichgewicht befindet. Und das halte ich auch für logisch. Alles bildet Schatten, je größer der Baum, desto größer auch sein Schatten.

    _()_ Monika

    Liebe Monika,

    ja ich denke da hast du recht...

    Liebe Grüße von Jo

  • Jobrisha
    Gast
    • 8. Juli 2012 um 16:21
    • #89
    Frank1:


    - Und wie geht ihr mit Gewalt von Anderen um?
    ->Wenn es rechtlich ein Delikt ist, wünsche ich mir gerichtliche Vergeltung.
    Ansonsten überlege ich mir, ob sie berechtigt ist (dann ändere ich mich) oder nicht (dann wehre ich mich)

    -Ist Gewaltfreiheit denn überhaupt möglich, wenn man mit Gewalt überhäuft wird (Medien, Werbung, usw.).
    ->Für den der Gewalt nicht mag, der wird auch keine Gewalt ausüben wollen. D.h. für jeden gibt es einen Weg, also wahrscheinlich für denjenigen auch einen wenigstens einigermaßen gewaltfreien.
    Für einen anderen vielleicht nicht.

    Gewalt ist für mich wie Strafe. Sie ist solange wir nicht alle Buddhas sind, nicht zu umgehen. Die Natur zeigt, dass es nicht ohne Gewalt geht. Der Mensch hat Selbstjustiz geächtet, musste aber dafür Richter und Polizisten stellen, um das notwendige Mass an Gewalt (Staatsgewalt) zu gewährleisten. Gewalt und Strafe sind negative Motivation für das Richtige, Liebe ist positive Motivation für das Richtige.
    Findet die Liebe keinen Weg, kommt die Strafe und Gewalt.

    Alles anzeigen


    Ich möchte mal wieder aus meinem Alltag berichten.
    Letztes Jahr haben wir ein Haus gekauft und eine Firma beauftragt einige Reparaturen am Haus durchzuführen. Die Firma hat daraufhin eine Rechnung für Material gestellt die wir auch bezahlt haben.
    Die Reparaturen wurden mangelhaft ausgeführt, kurz vor dem Einzug wurde klar, das das Bad teurer würde, als angegeben. Wir haben den Mehrpreis bezahlt weil wir in Druck kamen, denn wir hatten bereits gekündigt.
    Kurz vor dem Einzug in unser Haus zog die Firma ihre Leute zurück und wir mussten in aller Eile eine Zweitfirma beauftragen.

    Die Schuldfrage war hier klar, wir haben einen Anwalt beauftragt und wir bekamen Hintergrund Information über die Firma (die aus einem jungen Mann bestand).
    Wir entschieden uns von einer Anzeige abzusehen, denn das Ergebnis wäre gleiche Null.
    Wir hätten weder das Geld zurück erhalten, das er bereits von uns bekommen hat, noch hätte er die Reparaturen vornehmen können, bei denen er gepfuscht hat.
    Wir sind betrogen worden.

    Jeder "normale" Mensch würde hier sagen, man müssen den Mann aber für sein Verhalten bestrafen. Wahrscheinlich sind wir nicht normal. Wir haben hier meiner Meinung nach buddhistisch gehandelt wir haben ihm einen Brief geschrieben und ihm darin klar gemacht, das wir zwar von seiner Straftat wissen und uns bewusst ist, das er uns betrogen hat, wir aber nicht gerichtlich vorgehen werden, weil wir ihm nicht schaden wollen.
    Das war alles was wir geschrieben haben.
    Wir haben zwar viel Geld verloren, aber uns war nach dem Gespräch mit dem Anwalt bewusst, das sein Leben bereits so dermaßen zerstörrt war. Was positives hätten wir nicht tun können und was negatives wollten wir nicht tun.
    Der junge Mann sitzt seit, wie ich gestern erfahren habe, seit Januar im Gefängnis.
    Wir waren nur eine Familie von vielen.

    In mir gibt es keine Rache, oder Genugtuung. Mir tut er einfach nur leid.
    Ich denke Liebe ist frei zugänglich, genau wie Gewalt. Wir sind dazu fähig, zu dem einen als auch zu dem anderen. Ich glaube auch das Andere - die Gewalt leichter zu erreichen ist, als die Liebe.
    Vielleicht weil hier keine Arbeit von Nöten ist, man lässt dem Gefühl - Wut - freien Lauf. Bei der Liebe muss man das eigene ICH nach hinten schieben und sich dessen bewusst sein, das alles was man selbst empfindet auch vom Anderen empfunden werden kann.

    Als ich noch ein Kind war, habe ich mich neben einen Jungen gesetzt der weinte, ich wollte ihn trösten, damals war mir nicht bewusst, das manche Menschen das nicht wollen. Ich legte den Arm um ihn und er boxte mir daraufhin in den Bauch und ging.

    Gewalt ist ein Resultat von Gewalt.
    Um das zu durchbrechen, muss man anfangen statt Gewalt Mitgefühl zu entwickeln.
    Ich umarme die Menschen immer noch wenn sie weinen (nicht mehr so wie als Kind, achtsamer, eine Hand auf der Schulter, oder eine Hand auf deren Hand), auch der Boxhieb hat daran nichts geändert.

    Dir alles liebe von Jo

  • Jobrisha
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 16:18
    • #90

    Hallo Jobrisha,

    zu Deinem Erlebnis:
    WIe würdest Du fühlen, wenn er nicht im Gefängnis (Staats-Gewalt) sitzen würde, sondern seine Verhaltensweise immer weiter mit anderen treiben würde? Findest Du nicht man sollte dann (mit Staatsgewalt) einschreiten, wenn die Liebe nicht hilft? Sonst würde er es doch immer schlimmer treiben? Also es muss Grenzen geben.


    Das ist eine schwierige Frage, normalerweise würde ich dir zustimmen, doch weiß ich aus Erfahrung (nein ich war noch nie im Gefängnis, aber ich habe einen Bruder der mehrmals schon drin war), das sich oft nicht viel verändert, wenn man einen Menschen einsperrt. Für die Allgemeinheit mag es eine Wirkung haben, der Mensch ist erst einmal Weg vom Fenster und kann für eine gewisse Zeit keinen Schaden mehr anrichten.
    Aber irgendwann ist er wieder draußen und dann fängt alles von vorne an. Mein Bruder ist ein Mensch der Gewalt verherrlicht, vorallem Gewalt gegen Frauen. Der Knast hat ihn meiner Meinung nach noch bestärkt und verhärtet.
    Eine Psychologische Betreuung wäre meiner meiner Meinung nach besser gewesen, aber da fehlt es dem Staat am Geld und der Gesellschaft an Verständnis.


    Ich habe Ähnliches erlebt und herausgefunden, dass ich mich karmisch mitschuldig an der Situation empfand und wahrscheinlich auch war. Um so mehr ich das Gefühl hatte, von meiner Schuld wegzukommen, in dem ich Energie und Richtiges in diese Situation gebracht habe, habe ich gesehen, dass man auch hier nicht generalisieren darf. Der andere bietet eine Leistung an, dafür muss er Gewährleistung geben. Das heisst man muss in solchen Situationen auch die Situation und nicht nur eine karmische Mitschuld sehen, wenn das auch vor Gericht und bei einem immer mitschwingt und deswegen oft Justizia blind ist. Sicher gibt es auch manchmal eine karmische Mitschuld, die einem dann kein gerechtes Strafen richtig erlaubt oder zu Geldeinbußen zwingt.
    Aber man muss sich auch meines Erachtens etwas vor zu viel Mitleid ("falschem Mitleid") aus karmischen Sündenbockbewusstsein lösen, wo man sich für alle Schlechtigkeiten der Welt als Mitschuldiger fühlt.


    Vielleicht habe ich mich da nicht richtig ausgedrückt, ich empfand mich nicht als Mitschuldig. In unserem Fall war es ein Rad das sich drehte, unser Betrüger musste weitermachen um zumindest teilweise Altlasten bezahlen zu können, irgendwann ist ihm diese Betrügerei um die Ohren geflogen.
    Vor uns gab es Leute und nach uns gab es noch Leute die darauf herein gefallen sind. Seine Situation entschuldigt nicht sein Verhalten, aber es klärt sein Verhalten.
    Ich habe einfach begriffen im Laufe meines Lebens, das es nie DEN TÄTER oder DAS OPFER gibt, meistens ist beides in einem Menschen vorhanden. Ein Täter war ein Opfer und ein Opfer auch ein Täter. Wir sind Menschen.
    Er ist einfach nur ein Mensch, noch dazu ein sehr junger Mensch. Auch bei ihm würde ich psychologische Hilfe weitaus empfehlenswerter finden als einige Jahre in Gefangenschaft....


    Sicher ist das Ausleben von Wut und Agression schnell und leicht getan, ohne oft eigene Schmerzen. Liebe ist sich einlassen, sich einbringen, eigene Gefühle äussern, was zuerst auch schwach macht oder machen kann. Deswegen eher in einer Konfliktsituation viel schwerer, aber sicher zuerst das Bessere und Richtige. Manche glauben Sie kommen mit der Wut zuerst durch, was aber oft ein fataler Trugschluss ist: "Erst kommt die Liebe, nur wenn sie keine Frucht trägt, kommt die Strafe".

    Ich denke bei dem Jungen von dem Du erzählst, dass er in seinem Erwachsenen-Ich war (Du kennst sicher die Transaktionsanalyse). Er wollte wahrscheinlich Strafe für den, der Ihn geärgert hatte und Recht bekommen. Er wollte in seiner Trauer, dass er das nicht erreichen kann, nicht bestärkt werden und nicht als kleines schwaches, weinendes Kind in diesem Moment gesehen werden.
    Auch hätte vielleicht die Frage, warum er weint, mehr gebracht, als den Arm um Ihn zu legen. Du siehst Mitgefühl allein hilft nicht, man muss mithelfen und Lösungen aufzeigen.

    Wie gesagt, dass ist meine Weltsicht, die nicht wahr sein muss, aber vielleicht gibt es Dir ein paar Anregungen.


    Ich denke der Junge von Damals ist Gewalt gewöhnt gewesen, wenn ein Junge fürs Weinen bestraft wird, wird er nur im Geheimen weinen. Zu meiner Zeit wurden die Jungen noch "zu Männer" erzogen, da gab es keine Kuscheltiere oder Streicheleinheiten... nun ja ich glaube der Junge gehörte einfach dazu. Das ich ihn Weinen gesehen habe, hat er als Schwäche aufgefasst, um die Schwäche zu verändern hat er zugeschlagen.
    Ich habe dieses Erlebnis noch gut in Erinnerung, weil ich ähnliches mit meinem Bruder erlebt habe. Als Kind war er schwach und ängstlich, er weinte viel. Als Jugendlicher weinte er nur noch selten (höchstens wenn er betrunken war), und wenn er merkte das man seine Schwächen erkannte schlug er zu...
    ...

    Letztendlich weiß ich nicht was in dem Jungen von Damals vorging, aber er hatte mein Mitgefühl...

    Dir alles liebe von Jo

  • Axel Benz
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 16:50
    • #91
    Jobrisha:

    nein ich war noch nie im Gefängnis, aber ich habe einen Bruder der mehrmals schon drin war


    Schön, dass du das der Welt mitteilst. Warum nicht auch mit der Privatsphäre von Anderen umgehen, wie mit der eigenen...

  • Jobrisha
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 17:03
    • #92
    Axel Benz:
    Jobrisha:

    nein ich war noch nie im Gefängnis, aber ich habe einen Bruder der mehrmals schon drin war


    Schön, dass du das der Welt mitteilst. Warum nicht auch mit der Privatsphäre von Anderen umgehen, wie mit der eigenen...

    Also bitte Axel kennst du meinen Bruder? Er hat einen vollkommen anderen Nachnamen als ich.
    Du kannst also unbesorgt sein, kein Mensch wird ihn je mit mir in Verbindung bringen und umgekehrt.

    Es ist für mich keine Schande im Gefängnis gewesen zu sein, weder das, noch andere Gesellschaftsproblematische Themen, ich würde meinen Bruder, sowie den Rest meiner Ursprungsfamilie nie mit Namen nennen. Ich bin mir des Datenschutzes bewusst!

    Liebe Grüße von Jo

  • Onyx9
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 18:41
    • #93

    Ich erinnere mich gelesen zu haben,
    daß ein soeben erleuchteter Zen-Mönch erstaunt aussprach: " Der Mensch tut Böses und weiß es nicht."

    Was ist Gewalt ?
    Ich denke, daß jede gewöhnliche Handlung selbstsüchtig ist und Schaden anrichtet.

    Einmal sprach ein Mann unkorrekt und wurde 500 Generationen lang
    als Fuchs wiedergeboren.
    Nachdem er die korrekte Rede hörte,
    verlor er seinen Fuchskörper.
    Was ist korrekte Rede und unkorrekte Rede ?
    Wenn Du Deinen Mund öffnest, schlage ich Dich dreißig Mal.
    Wenn Du Deinen Mund geschlossen hälst,
    schlage ich Dich auch dreißig Mal.

  • Jobrisha
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 19:25
    • #94
    Onyx9:

    Ich erinnere mich gelesen zu haben,
    daß ein soeben erleuchteter Zen-Mönch erstaunt aussprach: " Der Mensch tut Böses und weiß es nicht."

    Was ist Gewalt ?
    Ich denke, daß jede gewöhnliche Handlung selbstsüchtig ist und Schaden anrichtet.

    Einmal sprach ein Mann unkorrekt und wurde 500 Generationen lang
    als Fuchs wiedergeboren.
    Nachdem er die korrekte Rede hörte,
    verlor er seinen Fuchskörper.
    Was ist korrekte Rede und unkorrekte Rede ?
    Wenn Du Deinen Mund öffnest, schlage ich Dich dreißig Mal.
    Wenn Du Deinen Mund geschlossen hälst,
    schlage ich Dich auch dreißig Mal.

    Alles anzeigen

    Ich weiß nicht ich könnte mir ein Leben als Fuchs interessant vorstellen...

    Bei solchen Beispielen frage ich mich immer, warum das Tier als Strafe herhalten muss... Die Trennung zwischen Mensch und Tier ist somit schon vorprogrammiert...
    Diese Beispiele findet man übrigens ist allen Religionen wieder. Das Tier steht somit an unterster Stufe. Vielleicht haben deshalb die Menschen angenommen sie seien mehr wert als ein Tier...

    Auch das ist Gewalt für mich.... aber ich weiß auch ich bin da vielleicht ein wenig extrem in meiner Definition...

    Liebe Grüße von Jo

  • Onyx9
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 20:10
    • #95

    Der Fuchs gilt im fernen Osten als heilig.
    Das kommt aus der schamanischen Tradition.
    Er gilt als Mischwesen, als Bote der Götter, als Begleiter der Götter.
    Im Zen als Sinnbild eines fast Vollendeten, der einen Fehler beging
    aufgrund seiner Neigung zu List und Schalk.
    Gelingt es einem fast Verwirklichten seinen Fehler zu bereinigen,
    legt er diesen Zwischenkörper ab und wird nicht wiedergeboren. ;)

  • Jobrisha
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 20:37
    • #96
    Onyx9:

    Der Fuchs gilt im fernen Osten als heilig.
    Das kommt aus der schamanischen Tradition.
    Er gilt als Mischwesen, als Bote der Götter, als Begleiter der Götter.
    Im Zen als Sinnbild eines fast Vollendeten, der einen Fehler beging
    aufgrund seiner Neigung zu List und Schalk.
    Gelingt es einem fast Verwirklichten seinen Fehler zu bereinigen,
    legt er diesen Zwischenkörper ab und wird nicht wiedergeboren. ;)

    Alles anzeigen

    Na das habe ich ja vollkommen falsch verstanden Sorry, herzlichen Dank für die Aufklärung! :)
    Ich habe mich schon gewundert....

    Dir alles liebe von Jo

  • Dorje Sema
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 20:50
    • #97

    Hallo Jo,

    Zitat

    Bei solchen Beispielen frage ich mich immer, warum das Tier als Strafe herhalten muss...

    Muss es ja gar nicht. Das passiert nur dann wenn man innerhalb eines bereits bestehendem Systems die bereits deklarierten Definitionen nicht einhält !

    Ein Beispiel :

    Zitat

    WEGEN IHRER DUMMHEIT SIND DIE TIERE DIE NIEDRIGSTEN.

    »Weil Tiere von größerer Dummheit sind sie die niedrigsten«,
    so wurde gesprochen.
    Da die in den Höllen Geborenen mit den drei Arten von Unterscheidungsvermögen (Kenntnis der Ursache künftigen Wiedererscheinen, der gegenwärtigen Situation und was in Zukunft vermeidbar ist)
    ausgestattet sind, entsteht Reue, und ein heilsamer Geist wird hervorgebracht.
    Daher werden sie die Befreiung [ aus den drei unteren Bereichen] erlangen.
    Da auch bei den Hungergeistern das Bewusstsein klar ist, sind sie den früher genannten [Höllenwesen] gleichwertig.
    Die Tiere sind dumm, und außer der Empfindung von Glück und Leid nehmen sie nichts wahr.
    Auch nachdem sie ihren Körper verlassen haben, setzen sie die Reihe niederer Geburten fort.
    Dies ist die Bedeutung des Gedankens, der besagt das [die Tiere] ausgesprochen niedriger sind.
    Jigten Sumgön // Gongchig

    Alles anzeigen

    Lebe lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • SpringMode5708
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 21:03
    • #98
    Jobrisha:


    Ich weiß nicht ich könnte mir ein Leben als Fuchs interessant vorstellen... Bei solchen Beispielen frage ich mich immer, warum das Tier als Strafe herhalten muss... Die Trennung zwischen Mensch und Tier ist somit schon vorprogrammiert... Diese Beispiele findet man übrigens ist allen Religionen wieder... Das Tier steht somit an unterster Stufe.


    Das ist ja keine Strafe. Laut dem Buddha Gotama haben halt nur menschliche Wesen die Möglichkeit/Potential zu Nibbana. Alles andere zu sein bedeutet, weiter entfernt davon wiedergeboren zu sein. Das ist weder bewertende Trennung noch Strafe, sondern laut Ihm nur Tatsachenbericht. Bedingtes Entstehen eben.

    LG, :)

  • Jobrisha
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 21:12
    • #99
    Mirco:
    Jobrisha:


    Ich weiß nicht ich könnte mir ein Leben als Fuchs interessant vorstellen... Bei solchen Beispielen frage ich mich immer, warum das Tier als Strafe herhalten muss... Die Trennung zwischen Mensch und Tier ist somit schon vorprogrammiert... Diese Beispiele findet man übrigens ist allen Religionen wieder... Das Tier steht somit an unterster Stufe.


    Das ist ja keine Strafe. Laut dem Buddha Gotama haben halt nur menschliche Wesen die Möglichkeit/Potential zu Nibbana. Alles andere zu sein bedeutet, weiter entfernt davon wiedergeboren zu sein. Das ist weder bewertende Trennung noch Strafe, sondern laut Ihm nur Tatsachenbericht. Bedingtes Entstehen eben.

    LG, :)

    hm, es mag sein das er das gesagt hat, ich sehe es anders! Aber ich muss ja auch nicht alles glauben, was er sagte ;)

    Liebe grüße von Jo

  • Jobrisha
    Gast
    • 10. Juli 2012 um 21:25
    • #100
    Frank1:

    Hallo Jobrisha,

    ich gebe Dir Recht, Strafe allein erhöht nur den Druck.
    Aber Psychologen sind teuer.

    Deswegen propagiere ich immer wieder eine pädagogische und psychologische Ausbildung durch ein Hauptfach in der Schule.
    In der Kindheit und in der Gruppe läßt sich mehr und billiger etwas erreichen.

    Ich finde Psychologie als Fach in der Schule auch wichtig, halte aber gleichzeitig vor, das es auch gefährlich sein kann, wenn Menschen anderen Leid zufügen wollen und dann noch schneller herausfinden wo die Schwachpunkte der Anderen sitzen, dann wirds heikel...

    Aber alles hat seine Gradwanderung...

    Dir liebe Grüße von Jo

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.6
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download