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Panorama über den Dalai Lama und die CIA

  • Jinen
  • 15. Juni 2012 um 08:42
  • Zum letzten Beitrag
  • Jinen
    Gast
    • 15. Juni 2012 um 08:42
    • #1

    http://www.ardmediathek.de/das-erste/pano…mentId=10779882

  • Doris
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    • 15. Juni 2012 um 09:12
    • #2

    Danke für posten, Jinen.
    Aber nix Neues oder gar Sensationelles.

    Liebe Grüße
    Doris - Knochensack

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 15. Juni 2012 um 13:39
    • #3

    Lädt schneller Der Dalai Lama und die CIA | PANORAMA | DAS ERSTE | NDR

    Lieber Jinen,
    möchtest Du das pauschal erhebend als eine Art Universal für alle Buddhisten, für Dich gewusst verstanden wissen ? Im übrigen ich habe auch eine nicht ganz so "astreine" Vergangenheit :o .

    Om bendza sato samaya ...

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • Echo7
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    • 15. Juni 2012 um 14:34
    • #4

    Jeder hat halt seine vergangenheit.Der Dalai lama hat den bewaffneten Kampf gegen die chinesen als notwendiges Übel gesehen,zumal ja auch viele seiner Landsleute das gefordert haben.Daran hält er aber heutzutage nicht mehr fest.
    Ich halte Panorama auch nicht unbedingt für eine gute Sendung.
    Grüße echo7

  • Axel Benz
    Gast
    • 15. Juni 2012 um 14:36
    • #5

    Wird den einen oder die andere ( :D ) vielleicht überraschen, aber da hält sich meine Empörung auch in engen Grenzen...

  • Rasmuss
    Gast
    • 16. Juni 2012 um 15:17
    • #6

    Die Tibeter wurden dann von den USA ganz schnell fallen gelassen, als diese ihre Strategie den Chinesen gegenüber anderten.
    Eher ein Beleg für Amerikas ewige Strategie, sich des Feindes Feind zu Freunden zu machen, und dabei selber seine Hände in Unschuld zu waschen..

  • Jinen
    Gast
    • 17. Juni 2012 um 12:57
    • #7

    Ja, sicher nicht überraschend, aber so eine Aussage wie die eines Widerstandkämpfers: "Da die Chinesen Feinde des Buddhismus waren, hatten wir nie das Gefühl, daß es eine Sünde ist sie zu töten. Tatsächlich waren wir froh, so viele wie möglich zu töten. Wenn wir Tiere töten, sprechen wir ein Gebet, aber wenn wir die Chinesen töteten, kam uns kein Gebet über die Lippen." schon sehr fragwürdig. (Obwohl man ähnliches sicher auch aus Victorias "Zen, Nationalismus und Krieg" kennt, und vielleicht läuft es zur Zeit in Myanmar ja ähnlich, bleibt es trotzdem erschreckend.)

  • Doris
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    • 17. Juni 2012 um 13:09
    • #8

    Das ist "normales" menschliches Verhalten in einem Krieg. Mich erschreckt das genauso wie wenn es in Deutschland oder in Ruanda oder sonst wo stattfindet.
    Die Kämpfer sind auch nicht der Dalai Lama, so wie ich nicht die Bundesregierung bin, ebenso wenig ist ein Katholik der Papst oder ein Christ Jesus. Sie sind auch keine Stellvertreter des "Buddhismus", auch nicht des tibetischen, nur Menschen.
    Oder denkst Du, dass allein die Bezeichung "Buddhist" jemanden zu einem friedlichen, achtsamen Menschen macht? Demnach müssten christliche Staaten die friedlichsten der Welt sein, ebenso diejenigen, die die Charta der Menschenrechte unterschrieben haben.

    Liebe Grüße
    Doris - Knochensack

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Samten
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    • 31. Juli 2012 um 10:19
    • #9

    Zum Gesamtbild gehört dann wohl aber auch, dass die Regierung Tibets damals ein Hilfegesuch an die UN richtete und damit nichtmal auf der Tagesordnung landete.

  • TenzinP
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    • 7. August 2012 um 12:13
    • #10

    Also der Panorama Beitrag zur CIA und dem Dalai Lama von John Goetz ist schon wirklich übel, wenn auch nicht derartig daneben, wie der über Shugden - trotzdem arbeitet auch dieser mit den Mitteln der Propaganda.

    Was Panorama / John Goetz eigentlich macht ist: er spielt die CIA als den Teufel aus, wer sich mit ihr einlässt muss dann auch irgendwie schlecht sein, dabei verschweigt er, dass die CIA auch mit Solidarnosc und dem polnischen Papst Johannes Paul dem II. zusammenarbeitete und dass dies ein wichtiger Puzzlestein beim Zusammenbruch des Ostblocks war. Die CIA sind sicher keine positiven Helden, aber die Tibeter hatten sich zuvor an die UNO gewandt, an Indien, England und wurde von allen im Stich gelassen. Dann wandten sie sich an die USA um Hilfe und hier meldete sich die CIA. Was wussten die Tibeter damals über die CIA? Sie baten die USA um Hilfe, der Kontakt lief dann aber über die CIA! Aber für solche Differenzierungen ist sich Panorama zu schade. Es ist einfach, heutiges Wissen auf die Vergangenheit zu projizieren ohne die innere Logik der damaligen Zeit in Betracht zu ziehen, Aufklärung ist das aber nicht.

    Weiterhin wählen die Redakteure Bildunterschriften, die eine Gewaltbereitschaft des Dalai Lama herbeibeschwören sollen. Das ist aber konstruiert, denn das Bild, das eine Nähe mit der Guerilla unterstellt ist einfach ein Fluchtfoto, wo die Guerilla darauf bestand, ihm bei der Flucht zu begleiten. Es war kein Truppenbesuch. Das andere Bild zeigt ein Treffen mit dem ex-CIA Chef der Operation, der sich noch einmal mit dem Dalai Lama treffen wollte, was er halt nicht abschlug. Der Dalai Lama ist und war nie verantwortlich für die Guerilla, das ist ebenso falsch von Panorama behauptet. Die Guerilla hat sich aus Tibetern selbst formiert, der Dalai Lama war damals 15 Jahre alt und sagte den Kämpfern, dass er Gewalt ablehne, es ihm aber nicht moralisch zustehe sie zu verurteilen, wenn sie Gewalt als einzige Möglichkeit sehen, ihr Land zu verteidigen.

    Ich könnte noch mehr zu dem unseriösen Kladeradatsch von Panorama schreiben, aber das müsste eigentlich reichen. Es gab auch Zuschriften an Panorama und die Süddeutsche Zeitung von Wissenschaftlern, die sich über beide Beiträge wegen deren Unseriösität beschwerten. Die SZ fand keinen Platz sie zu drucken und Panorama bestätigte nicht einmal den Eingang der Leserbriefe. Die Filmemacherin Liza Cathey, deren Arbeit die Grundlage für Panorama und SZ bildeten, hat sich mit deutlichen Worten distanziert:

    Zitat

    Ähnlich wie bei vielen Fernsehsendungen in den USA handelt es sich bei dem Beitrag um vereinfachende Sensationsmache, mit dem Kontroversen geschaffen und Einschaltquoten erzielt werden sollen. Als Produzentin von „CIA in Tibet“, dem Dokumentarfilm, den „Panorama“ diskutiert und dessen Videoblog die Sendung nutzt, habe ich diese Nutzung erlaubt, ohne zu wissen, welch niedriges Niveau die Autoren anstrebten.

    http://info-buddhismus.de/PDF/Panorama-D…Lisa-Cathey.pdf Panorama zeigte sich "überrascht über die Heftigkeit der Kritik" die eigenen Fehler sieht die Reaktion nicht.

    John Goetz, den Panorma extra als Investigativ-Journalist angeworben hat und der auch der Hauptautor Beitrags in der Süddeutschen Zeitung ist, hat schon einmal einen total verkorksten Beitrag zum Dalai Lama und Shugden geliefert. Von diesem haben sich beide mitwirkenden Wissenschaftler (Hartmann und Lopez) distanziert. Ersterer schrieb er fühle sich missbraucht: http://info-buddhismus.de/Dorje_Schugden…t_Hartmann.html Die Fehler dieses Beitrags hat ein anderer ARD Auslandskorrespondent, Helmut Clemens, sehr gut auf den Punkt gebracht: http://info-buddhismus.de/Panorama-Dalai-Lama-Clemens.html

    Jochen Graebert, der mit John Goetz diesen Beitrag machte, gab im Nachhinein wenigstens zu, dass er die Komplexität der Sache nicht gekannt hatte, John Goetz scheint das nicht anzufechten. Enthüllungs-Journalismus hat dann wohl eher mit Sensation als mit Qualität zu tun.

  • TenzinP
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    • 9. August 2012 um 07:39
    • #11

    Ich habe gestern noch einen Leserbrief einer Tibetologin an die Süddeutsche Zeitung online stellen können und einen Forschung zu Gyalo Thondup, der die Kontakte zur CIA herstellte:

    http://info-buddhismus.de/Heiliger-Schei…he_Zeitung.html
    http://info-buddhismus.de/Die-Aktivitaet…Widerstand.html

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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