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Tibetisches Totenbuch

  • Rasmuss
  • 17. Mai 2012 um 15:22
  • Zum letzten Beitrag
  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 15:22
    • #1

    Ich möchte gerne das tibetische Totenbuch lesen. Hat hier jemand damit Erfahrung..? Ist es sehr wissenschaftlich, oder kann man es auch lesen wie einen Roman..? Gibt es ein empfehlenswertes oder mit Erklärungen..?

  • Benkei
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    • 17. Mai 2012 um 15:34
    • #2

    Namaste!

    Ich habe die Taschenbuchausgabe von Robert F. Thurman (das ist der Vater von Uma Thurman) mit einem Vorwort des Dalai Lama.

    Der Text ist verständlich übersetzt, gut und flüssig lesbar und auch die Erklärungen sind aus meiner Sicht gehaltvoll und absolut gelungen.
    Er dient mir allerdings nicht als Praxistext - insoweit kann ich über seine Anwendbarkeit kaum Auskunft geben.

    "Lesen wie einen Roman" wird man wohl keine Übersetzung dieses Textes; aber kann man die Bibel "lesen wie einen Roman"?

    < gasshô >

    Benkei

    Anmerkung vorab: "Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben", welches in diesem Zusammenhang häufig empfohlen wird, beinhaltet keinesfalls den vollständigen Text des "Totenbuchs" [eigentlich eher "Bardo Thödol" - "Befreiung durch Hören im Zwischenzustand"]!

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
    Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf."
    HôShin

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 15:48
    • #3
    Zitat

    Namaste!


    Was heißt das..?

    Zitat

    Ich habe die Taschenbuchausgabe von Robert F. Thurman (das ist der Vater von Uma Thurman) mit einem Vorwort des Dalai Lama.

    Der Text ist verständlich übersetzt, gut und flüssig lesbar und auch die Erklärungen sind aus meiner Sicht gehaltvoll und absolut gelungen.
    Er dient mir allerdings nicht als Praxistext - insoweit kann ich über seine Anwendbarkeit kaum Auskunft geben.


    Ich guck amazon.

    Zitat

    "Lesen wie einen Roman" wird man wohl keine Übersetzung dieses Textes; aber kann man die Bibel "lesen wie einen Roman"?


    War wohl etwas blöd von mir formuliert.


    Zitat

    Anmerkung vorab: "Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben", welches in diesem Zusammenhang häufig empfohlen wird, beinhaltet keinesfalls den vollständigen Text des "Totenbuchs" [eigentlich eher "Bardo Thödol" - "Befreiung durch Hören im Zwischenzustand"]!


    Auch gut zu wissen.

  • Onyx9
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 15:54
    • #4
    "Benkei"</p><p><br></p><p>[u:

    Anmerkung vorab: [/u]"Das Tibetische Buch vom Leben und vom Sterben", welches in diesem Zusammenhang häufig empfohlen wird, beinhaltet keinesfalls den vollständigen Text des "Totenbuchs" [eigentlich eher "Bardo Thödol" - "Befreiung durch Hören im Zwischenzustand"]!

    Natürlich nicht. Sie sind von und für erfahrene geistliche Begleiter geschrieben worden.

    ich weiß nicht wie alt Du bist, aber als ich das Buch mit 20 gelesen habe, in einem sowieso schon labilen Geisteszustand,
    hat mich das bardo thödol beinhahe um meinen restverstand gebracht. wenn es dir zuviel ist, leg es beiseite. egal in welcher übersetzung und aufbereitung.

  • Benkei
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    • 17. Mai 2012 um 15:55
    • #5

    Namaste!

    Rasmuss:
    Zitat

    Namaste!


    Was heißt das..?


    Das ist die Begrüßungsformel, die in Indien und Nepal verwendet wird.

    Guckst Du Wiki

    Man könnte auch sagen:
    "Ich verneige mich vor Deiner Buddhanatur!"

    Ist übrigens ähnlich wie das japanische gasshô, symbolisch _()_ dargestellt.

    < gasshô >

    Benkei

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
    Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf."
    HôShin

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 16:04
    • #6
    Zitat

    Das ist die Begrüßungsformel, die in Indien und Nepal verwendet wird.

    Guckst Du Wiki

    Man könnte auch sagen:
    "Ich verneige mich vor Deiner Buddhanatur!"


    Thanks- Namaste..!

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 16:11
    • #7

    Hallo Rasmuss,

    ich habe vor Jahren diese Ausgabe gelesen:
    Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben

    und später diese:

    Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit
    .

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 16:31
    • #8

    Hi Zorita,

    Zitat

    ich habe vor Jahren diese Ausgabe gelesen:
    Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben


    Das hab ich auch vorhin im Buchhandel gesehen. Bei Amazon hat es beste Kritiken bekommen. U.a. dass es für Einsteiger in die Thematik verständlich und nicht komplex ermüdent geschrieben ist..!

  • Jinen
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 17:00
    • #9

    Lesen kannst du es u.a. hier: http://www.avicenna-shop.de/online/templat…s_Totenbuch.pdf
    Einen interessanten text darüber findest du hier: http://uni-heidelberg.academia.edu/KatjaRakow/Pap…iritual_Classic

    (Die von Zorița Câmpeanu genannten Bücher sind Bücher, in denen es (auch) um das tibet. Totenbuch geht, keine Übersetzungen, wobei ich das von Trungpa interessant fand). Die beste Übersetzung (Vor allem weil sie IMHO mit einem Dzogchen-Text endet und es somit in einen anderen Kontext stellt) ist meiner Meinung die von Robert F. Thurman.

    Es geht anscheinend davon aus, daß es Skhandas gibt, die den Tod überleben. Es ist ein Text, der Meiner Meinung nach nur innerhalb des Glaubenssystems des tibetischen Vajrayana und des Bön wirklich Sinn macht.
    Es ist ein Terma (Schatztext, der angeblich von Padmasambhava in Erde, Wasser oder dem Geist seiner Schüler versteckt wurde). Er wurde glaub ich 600 Jahre nach dem Tod des Padmasambhava gefunden, von Karma Lingpa im Alter von 15 Jahren auf einem Berg.
    Termas sind eigentlich von anderen Tibetischen Schulen (außerhalb der Nyingmapas) meist nicht als authentische Lehren anerkannt. Aber dieses wurde in Tibet so populär, das man davon absah. ;)

    Es gibt Gerüchte, daß es der buddh. Adaption eines Bön-Textes ist. Es gibt zumindest auch die Bönvariante davon (Sie ist z.B. bei Veranstaltungen von Vajranatha (ein Lehrer, der sowohl Vajrayana als auch Bön lehrt, zu erwerben).
    Er vermischt meiner Meinung nach stark schamanistisch geprägte vorstellungen (Eine Reise nach dem Tod bzw. ins Totenreich) mit buddh. Gedankengut (ich hab den Eindruck, das es welches ist, das aus der Nur-Geist-Schule stammt): "Erkenne alles, was erscheint, als Produkt deines Geistes."

    Es gibt ne tolle CD von Sigillum S mit gleichen Namen ("Bardo Thos-Grol" ). Die lohnt sich meiner Meinung nach wirklich. ;)
    http://sigillum-s.bandcamp.com/album/bardo-thos-grol

  • Nyima
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    • 17. Mai 2012 um 17:04
    • #10
    Rasmuss:

    Hi Zorita,

    Zitat

    ich habe vor Jahren diese Ausgabe gelesen:
    Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben


    Das hab ich auch vorhin im Buchhandel gesehen. Bei Amazon hat es beste Kritiken bekommen. U.a. dass es für Einsteiger in die Thematik verständlich und nicht komplex ermüdent geschrieben ist..!


    Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit dem Vajrayana hast würde ich Dir vom Bardo Thodöl abraten & Dir eher Sogyal Rinpoche's Buch empfehlen. Darin findest Du nicht nur eine Einführung ins Bardo Thodöl, sondern auch eine recht gute Einführung in die Lehren des Vajrayana im allgemeinen. Ohne das nötige Grundlagenwissen über das Vajrayana wird das Bardo Thodöl vermutlich eher verwirrend als aufschlussreich für Dich sein.

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 17:10
    • #11
    Zitat

    Es ist ein Text, der Meiner Meinung nach nur innerhalb des Glaubenssystems des tibetischen Vajrayana und des Bön wirklich Sinn macht.


    Somit hat das tibetische Totenbuch ausschließlich etwas mit der Tibeter Schule zu tun, und rein gar nichts mit anderen Schulen..?

  • Axel Benz
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 17:22
    • #12
    Rasmuss:


    Somit hat das tibetische Totenbuch ausschließlich etwas mit der Tibeter Schule zu tun, und rein gar nichts mit anderen Schulen..?


    Ja, in anderen Schulen spielt der Text keine Rolle.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 17:39
    • #13

    »Sterben & Tod « spielt keine Rolle :idea::?:
    Im Buddhadharma :?:

    „na so was, aber auch “ :idea::?:

    »Was geht denn bitte los darein?«

    Lebt lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 17:55
    • #14
    Zitat

    Sterben & Tod [/i]« spielt keine Rolle :idea::?:
    Im Buddhadharma :?:

    „na so was, aber auch “ :idea::?:


    Also doch lesenswert..!

  • Axel Benz
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 17:58
    • #15
    Rasmuss:

    Also doch lesenswert..!


    Vielleicht, aber ich finde manchmal auch Werbung lesenswert... }:-)

  • Dorje Sema
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 18:08
    • #16
    Zitat

    Axel Benz Vielleicht,aber aber ich finde manchmal auch Werbung lesenswert... }:-)

    Die Texte oder die (untermalten bespielten) Bilder das verstehende oder unverstandene
    ...nie gesehene bzw. er-schaute zu so (u.a. ideologisch) selbst er denkende :idea::?:

    Lebe lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • Benkei
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    • 17. Mai 2012 um 18:09
    • #17

    Namaste!

    Rasmuss:

    Somit hat das tibetische Totenbuch ausschließlich etwas mit der Tibeter Schule zu tun, und rein gar nichts mit anderen Schulen..?


    Genau!
    Und offensichtlich spielt er auch nicht in allen tibetischen Schulen eine so zentrale Rolle wie in der Nyingma-Tradition.

    Die Gelugpa-Schule, welcher ja der Dalai Lama angehört, kennt beispielsweise noch andere, ähnliche Texte. In diesem Hörbuch z. B. gibt Seine Heiligkeit einen Text eines Panchen Lamas wieder und kommentiert ihn.

    Das Hörbuch ist nicht ganz so leicht verständlich wie "Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben" von Sogyal Rinpoche, aber es ist nicht ganz so - na sagen wir mal "befremdlich" für Westler - wie das Bardo Thödol.

    Außerhalb des tibetischen Buddhismus haben andere buddhistische Traditionen ihre eigenen Wege für den Umgang mit dem Tod.

    Wie es im Sôtô-Zen so schön heißt: "Die wichtigste Angelegenheit für alle Buddhisten ist die gründliche Klärung der Bedeutung von Geburt und Tod. Ist der Buddha innerhalb Geburt und Tod, gibt es Geburt und Tod nicht. Verstehe einfach, dass Geburt und Tod in sich Nirvana sind; es gibt weder Geburt und Tod zu hassen noch Nirvana zu erstreben. Dann werden wir zum ersten Mal befreit sein von Geburt und Tod. Dieses Problem zu meistern, ist von höchster Wichtigkeit."
    aus dem Sôtô Kyôkai Shushôgi

    < gasshô >

    Benkei

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
    Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf."
    HôShin

  • Dorje Sema
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 18:44
    • #18

    Versucht' doch bitte mal mit der Ausgabe :?:

    Wäre ja mal zumindest eine Möglichkeit, ich verspreche Euch ihr werdet überrascht sein, mein Ehrenwort !
    Ich besitze nämlich sämtlich veröffentlichte wie unveröffentlichte Ausgaben, was für ein ›Abgleich‹, hm :?::idea:

    Lebt lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • Axel Benz
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 18:56
    • #19
    Nomad:


    Die Texte oder die (untermalten bespielten) Bilder das verstehende oder unverstandene
    ...nie gesehene bzw. er-schaute zu so (u.a. ideologisch) selbst er denkende :idea::?:

    Lebe lange und in Frieden

    _()_ Nomad


    Ich will nicht unhöflich sein, aber diesen Satz zum Beispiel versteht niemand. Warum schreibst du so? Wenn du so mit deinen Nachbarn, deiner Frau, jemandem an der Bushaltestelle reden würdest, ließe man dich einweisen. Ich weiß aus unterrichteter Quelle, dass du dich auch verständlich ausdrücken kannst. Tu's oder sprich mich nicht mehr an...

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 19:23
    • #20
    Zitat

    Vielleicht, aber ich finde manchmal auch Werbung lesenswert... }:-)


    Sorry, ich werde demnächst nicht mehr Ama*** schreiben, sondern nur noch Online- Bücherversand..!

  • Jinen
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 19:57
    • #21
    Benkei:


    Außerhalb des tibetischen Buddhismus haben andere buddhistische Traditionen ihre eigenen Wege für den Umgang mit dem Tod.

    Ja,und der ist halt anders. Ich finde, man kann das tibetische Totenbuch lesen und sich darüber Gedanken machen. Ich finde nur den Hinweis wichtig, daß es eben eine bestimmte Sicht auf Sterben und Tod darstellt, den die große Mehrzahl der Buddhisten nicht teilt.

    Ich denke, es ist gut, sich mit den Schriften aller Traditionen zu beschäftigen, um einen groben Überblick zu bekommen. Ich finde, daß man dadurch auch seine Tradition dann besser verstehen (und einordnen) kann. (Ich geb ja zu, daß ich das Avatamsaka-Sutra immer noch nicht durch hab und auch nur Brocken von Nichiren gelesen hab).

    Freilich kommen andere Traditionen mit ihrem"Wenn du stirbst, stirb einfach" mit der Farbigkeit und Spannung des tibet. Totenbuches nicht mit. :lol:

  • Rasmuss
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 20:11
    • #22
    Zitat

    Ja,und der ist halt anders. Ich finde, man kann das tibetische Totenbuch lesen und sich darüber Gedanken machen. Ich finde nur den Hinweis wichtig, daß es eben eine bestimmte Sicht auf Sterben und Tod darstellt, den die große Mehrzahl der Buddhisten nicht teilt.


    Gut zu wissen..

  • Axel Benz
    Gast
    • 17. Mai 2012 um 20:18
    • #23
    Rasmuss:
    Zitat

    Vielleicht, aber ich finde manchmal auch Werbung lesenswert... }:-)


    Sorry, ich werde demnächst nicht mehr Ama*** schreiben, sondern nur noch Online- Bücherversand..!


    Oops, das war so nicht gemeint....

  • Benkei
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    • 17. Mai 2012 um 20:34
    • #24

    Namaste!

    Jinen:
    Benkei:


    Außerhalb des tibetischen Buddhismus haben andere buddhistische Traditionen ihre eigenen Wege für den Umgang mit dem Tod.

    Ja,und der ist halt anders. Ich finde, man kann das tibetische Totenbuch lesen und sich darüber Gedanken machen. Ich finde nur den Hinweis wichtig, daß es eben eine bestimmte Sicht auf Sterben und Tod darstellt, den die große Mehrzahl der Buddhisten nicht teilt.

    Ich denke, es ist gut, sich mit den Schriften aller Traditionen zu beschäftigen, um einen groben Überblick zu bekommen. Ich finde, daß man dadurch auch seine Tradition dann besser verstehen (und einordnen) kann.

    Sehe ich genauso.
    Öfter mal "über den eigenen Tellerrand" zu blicken kann mehr als "nur" inspirierend sein und hilft einem auch bezogen auf die eigene Tradition mal ganz andere Aspekte neu zu entdecken oder wiederzuentdecken.

    Jinen:

    Ich geb ja zu, daß ich das Avatamsaka-Sutra immer noch nicht durch hab und auch nur Brocken von Nichiren gelesen hab.


    Tja, die dicken Wälzer schrecken wirklich ab. Meine beiden Avatamsaka-Bände habe ich bislang auch nur aus der Folie gepackt und dann in den Schrank gelegt...
    Bei Nichiren kann ich mittlerweile "stolz" sagen, dass ich von den ins Deutsche übersetzen vier Gosho-Bänden immerhin die Hälfte gelesen habe.

    Jinen:

    Freilich kommen andere Traditionen mit ihrem"Wenn du stirbst, stirb einfach" mit der Farbigkeit und Spannung des tibet. Totenbuches nicht mit. :lol:


    Für so manch einen sind die ganzen Farben und Visualisationen aber eben genau das Unpassende.
    Sich komplizierte, fremdartige Konzepte und Bilder zu eigen zu machen stelle ich mir äußerst schwierig vor; je nach Sterbensart kann die Unmöglichkeit des Nachvollzugs den Sterbenden ggf. zur Verzweiflung führen, was dann wohl weniger heilsam wäre; oder vielleicht auch ganz egal... wer kann das schon wissen?

    Da lobe ich mir jedoch trotzdem das einfache "Namu-Amida-Butsu"!

    Im tibetischen Kulturraum wird das Bardo Thödol ja auch Verstorben "vorgelesen", damit sie an den jeweiligen Tagen die jeweiligen Schritte nachvollziehen können. Hierfür dürfte es hierzulande dann wohl in den meisten Fällen gänzlich ungeeignet sein.
    [Stelle mir gerade einen Anhänger des Vajrayana vor, der für einen aus der katholischen Kirche ausgetretenen, atheistischen, verstorbenen Freund das Buch liest... :roll: ]

    < gasshô >

    Benkei

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
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  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 17. Mai 2012 um 23:40
    • #25
    Rasmuss:

    Hi Zorita,

    Zitat

    ich habe vor Jahren diese Ausgabe gelesen:
    Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben


    Das hab ich auch vorhin im Buchhandel gesehen. Bei Amazon hat es beste Kritiken bekommen. U.a. dass es für Einsteiger in die Thematik verständlich und nicht komplex ermüdent geschrieben ist..!


    Es liest sich "wie ein Roman". :)
    Es sind auch gute Meditationsanleitungen darin enthalten.
    Es mag kein Ersatz sein für Das Tibetanische Totenbuch, wozu auch? Es ist ein super Buch jedenfalls und es ist auch kostenlos als PDF im Internet irgendwie zu finden.
    Aber ich hab lange dran gelesen - da ist Papier schöner.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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