1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus

Arbeit

  • Doris
  • 1. Mai 2012 um 14:18
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Doris
    Themenautor
    Reaktionen
    431
    Punkte
    27.521
    Beiträge
    5.357
    Mitglied seit
    25. März 2012
    • 1. Mai 2012 um 14:18
    • #1

    Was zum Tag der Arbeit …

    Meister Hyakujo war schon 80 Jahre alt und arbeitete immer noch viel auf dem Tempelgelände. Vergeblich flehten ihn seine Schüler an sich auszuruhen. Der Meister wehrte beharrlich ab.
    Als einmal seine Schüler die Geräte des Meisters versteckten, um ihn so am Arbeiten zu hindern, weigerte er sich zu essen: "Keine Arbeit, kein Essen."


    Frei nacherzählt von mir

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Lirum Larum
    Reaktionen
    1.425
    Punkte
    38.095
    Beiträge
    7.202
    Einträge
    1
    Mitglied seit
    11. März 2008
    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 1. Mai 2012 um 14:25
    • #2

    Ah, ich kenne den Spruch aus der Yoga-Tradition ähnlich, aber anders: "No sadhana, no food!" ("Keine Meditation, kein Essen!")

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Gummibärle
    Punkte
    340
    Beiträge
    65
    Mitglied seit
    10. Oktober 2009
    • 1. Mai 2012 um 16:40
    • #3

    Ich kenne ihn aus der Bibel:

    "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" :P

  • Benkei
    Reaktionen
    78
    Punkte
    4.713
    Beiträge
    905
    Mitglied seit
    8. Mai 2008
    • 1. Mai 2012 um 16:44
    • #4

    Namaste!

    Der Weg vom reinen Bettelorden hin zur autarken Klostergemeinschaft wird wohl nicht von allen Buddhisten als Fortschritt angesehen.

    So manch ein "Orthodoxer" sieht darin einen Bruch mit dem Vinaya.

    Viele Menschen im alten, häufig von Hungersnötgen geplagten, China, sahen andererseits wohl in den bettelnden Bhikkhus faule Schnorrer, besonders wenn sie keine Anhänger des Buddhismus sondern Konfuzianer oder Taoisten waren.

    Der Buddhismus konnte sich immer gut den verschiedenen Gegebenheiten anpassen.

    "Produktive" Arbeit - samu - in das monastische Leben zu integrieren und als Teil der Praxis zu erkennen, war aus meiner Sicht ein wichtiger Schritt. Auf diesem "Weg" wird der Buddhismus fortschreiten müssen, wenn er jemals "wirklich" im Westen ankommen soll.

    "Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen!"
    Naja - gerade heute stimmt das wohl nicht so ganz ;)

    < gasshô >

    Benkei

    "Allmorgendlich beginne ich meinen Tag damit, den Spiegel zu polieren;
    Täglich türme ich neue Staubschichten auf;
    Allabendlich beende ich meinen Tag damit, weiter zu polieren;
    Und scheinbar wirbelt auch ein Schlafender noch Staub auf."
    HôShin

  • Dorje Sema
    Gast
    • 1. Mai 2012 um 17:21
    • #5

    Werter Benkei,

    Meister Hyakujo erstellt hier schon einen ganz anderen pragmatischen Beitrag und Zusammenhang als wie Du hier Kontextquelle geschichtliche historische Daten im Augenschein des Betrachters nicht mehr nur bloß Licht geblendet vorspiegelst und verzerrst, bzw. glauben machst? Traurig aber wahr :!:

    Lebe lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.652
    Punkte
    61.629
    Beiträge
    10.676
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 2. Mai 2012 um 11:10
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    Doris Rasevic-Benz:

    Was zum Tag der Arbeit …

    Meister Hyakujo war schon 80 Jahre alt und arbeitete immer noch viel auf dem Tempelgelände. Vergeblich flehten ihn seine Schüler an sich auszuruhen. Der Meister wehrte beharrlich ab.
    Als einmal seine Schüler die Geräte des Meisters versteckten, um ihn so am Arbeiten zu hindern, weigerte er sich zu essen: "Keine Arbeit, kein Essen."

    Wennn es da um einen individuellen Menschen gehen würde, würde ich sagen, dass da jemand ist der so an der Arbeit anhaftet, dass er auch im hohen Alter nicht davon lassen kann. Jemand der eine so tiefe Unruhe in sich trägt, dass er sich unentwegt in Bewegung halten muss, auch wenn er seine eigene Gesundheit damit gefährdet. So wie andere Achtzigjährige bei uns darauf beharren auch dann noch Auto zu fahren, wenn sie längst nicht mehr dazu in der Lage sind. ich würde also mutmassen, Hyakujo sei im Alter leicht merkwürdig geworden.

    Im Text Hyakujo sitzt auf dem Grossen Erhabenen Gipfel wird dagegen der Kontext gegeben:

    Shido Shin:

    Nicht nur, daß Hyakujo auf eine besondere Buddhahalle mit Kultbildern und Altären verzichtete und statt dessen die Dharma-Halle, die der Lehrtätigkeit des Meisters diente, in den Mittelpunkt stellte, nein er war es auch, der für dieses, sein Kloster, nun erstmals eine feste Ordnung aufstellte, mit sorgfältig ausgedachten strengen Regeln

    Es gab also einerseits ein Bereich des Luxus mit güldenen Buddhastatuen und hochwürdigen Äbten und anderenseits andererseits die Plackerei, die bei den einfach Mönchen hängenblieb. Hyakujo riss dieses Grenze ein (Der Buddha ist nichts vom Alltag abgehobenes) und demostrierte durch sein Verhalten, dass bei den Regeln zwischen ihm und den anderen kein Unterschied besteht.

    Meister Hyakujo war also kein alternder Workaholic so wie ja auch Gandhis Eintreten für Selbstgesponnenes für ihn kein schrulliges Hobby war.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download