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Reincarnation

  • Stein
  • 29. April 2012 um 16:36
  • Zum letzten Beitrag
  • Stein
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    5. April 2012
    • 29. April 2012 um 16:36
    • #1

    Hallo,

    wenn ich es richtig verstanden habe, wird im Buddhismus an die Wiedergeburt geglaubt.
    Und durch unser Verhalten im jetzigen Leben beeinflussen wir, als was wir wiedergeboren werden.
    ( http://www.buddhismus-schule.de/inhalte/radleben.html )!

    Ich finde aber das es schon eine leichte Programmierumg ist bzw. das mit mit Ängsten der Menschen gespielt wird, um ein bestimmtes verhalten erzielt wird.

    Ähnlich wie,Hölle (Fegefeuer) und Himmel!

    Desweiteren habe ich den buddhismus so verstanden, dass man gerade sein Varhalten nicht auf bestimmte Ziele abstimmen soll bzw. es geraten wird dies nicht zu tun, weil man sonst nicht wirklich sehen/verstehen könne.

    Aber wenn ich in diesen und diesen Bereich wiedergeboren werden möchte (und wer möchte schon als Hungergeist oder ähnliches wiederkehren!?), muss ich gewisse Gewohnheiten ablegen.

    ich sehe dem ganzen etwas Skeptisch entegen!

    Mich würde auch interessieren, woher die Idee der unterschiedlichen Möglichkeiten der Wiedergeburten kommen.

    Gruß

  • Hanzze.
    Gast
    • 29. April 2012 um 16:43
    • #2

    Na was glaubst du was dumme Menschen alles machen trotz dem sie sich fürchten und was glaubst du warum sich Weise Menschen vor alle dem nicht fürchten müssen.

    Sieh es einfach so, in deinen letzten Existenzen hast du dich offenbar etwas bemüht. Verschwende deine Chance nicht, sie kommt so schnell nicht wieder.

    Es ist eigentlich ziemlich einfach. Wenn du nicht möchtest das dein Daume blutig ist, dann schlag mit dem Hammer nicht drauf. Aber du kannst natürlich glauben das er nicht weh tun wird. Solange du dich erinnerst hast du aus deinem Fehler dann gelernt. Du mußt dich einfach nur gut an die alten Geschichten erinnern.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (29. April 2012 um 16:45)

  • Grund
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    • 29. April 2012 um 16:45
    • #3

    Der Buddha lehrte in der Vergangenheit in einen bestimmten Kulturkreis; seine Lehre bildet das natürlich zu einem erheblichen Umfang ab 8)

    Im heutigen Europa gibt es sehr viele Menschen die ohne Geschichten von "Himmel und Hölle" ein erhebliches Tugend-Potential haben. Das hat wiederum mit der heutigen Zeit und der Kultur des Humanismus zu tun. Wenn einer heute daherkommen würde und von "Himmel und Hölle" erzählen würde (die Kirche versucht das zuweilen noch), würde er kein (oder kaum) Gehör finden ... und das würde die Menschen deswegen nicht weniger tugendhaft machen. 8)

  • nibbuti
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    • 29. April 2012 um 17:20
    • #4
    Stein:

    wenn ich es richtig verstanden habe, wird im Buddhismus an die Wiedergeburt geglaubt.


    Hi & willkommen Stein

    Das ist nicht ganz richtig.

    Nicht jeder Buddhist glaubt an 'Wiedergeburt' als etwas persönliches.

    Der Buddha lehrte vielmehr ein 'erneutes Erscheinen' und Geburt (jati) in der bedingten Entstehenskette.

    Solche Geburt kommt von Gewohnheiten und Identifikation mit einem 'Ich' und ist schwer zu ertragen (dukkha).

    Das Überwinden der Gewohnheiten und Identifikation hat das Ende der (mentalen) Geburt zur Folge.

    Zitat

    Mich würde auch interessieren, woher die Idee der unterschiedlichen Möglichkeiten der Wiedergeburten kommen.


    Die Idee der unterschiedlichen Möglichkeiten der Geburten kommt von einer Vereinfachung des Ursache & Wirkung-Prinzips.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • karmahain
    Gast
    • 29. April 2012 um 19:34
    • #5

    Stein

    Im Buddhismus geht es nicht darum etwas zu glauben. Glaube ist immer ein Anhaften an einer GEdankenform. Dies kann jedoch auch nützlich sein, da wir erstmal an sehr vielen Gedankenformen anhaften. So ist die Wiedergeburt letzlich eine Gedankenform die wir nur ansatzweise mit dem Verstand verstehen können. Aber letzlich sollte jeder selber prüfen welche Vorstellungen einen weiterhelfen und welche einen eher unfrei machen. Es ist kein Spiel mit der Angst den Menschen zu sagen, dass sie Alter, Krankheit und Tod unterworfen sind. Es ist einfach eine Tatsache. Viele können es ja gar nicht erwarten und haben geradezu eine Hoffnung die sie mit der Zukunft und einem anderen Leben verbinden. Der Dalai Lama erzählt in einem Buch von einem alten Mönch der sich umgebracht hatte weil er ihm keine Einweihung gegeben hatte und dadurch hoffte in einem nächsten Leben die Einweihung zu erhalten. Soviel zum dummen glauben an ein nächstes Leben. Beide Vorstellung, dass es nur ein Leben gibt oder viele haben Vor und Nachteile, je nachdem wie man es betrachtet.

  • monikamarie
    Gast
    • 29. April 2012 um 20:18
    • #6
    Stein:


    wenn ich es richtig verstanden habe, wird im Buddhismus an die Wiedergeburt geglaubt.

    Hallo Stein,
    ich selbst bin davon überzeugt, dass mein jetziges Vehikel in absehbarer Zeit seine Aufgabe abgibt und zu Asche wird, nachdem er verbrannt wurde.
    Den Buddha habe ich so verstanden, dass es keine Seele gibt, die überlebt und womöglich wandert - also nichts PERSÖNLICHES. Es verbleiben jedoch die nicht verloschenen Tendenzen, die durch ihren Daseinsdurst eine nächste Form "suchen". Je nach Art und Vorhandensein bildet sich daraus eine höhere oder niedrigere Form. Das finde ich keineswegs unrealistisch, denn ich ich werde zu dem, was ich überwiegend denke und tu. Wenn ich also anderen Menschen und überhaupt Lebewesen viel Leid zufüge, sie womöglich quäle und ermorde, so habe ich bereits alles "verwirklicht", was einem Höllenwesen nahe kommt. Diese Tendenz wird sich nicht einfach in NICHTS auflösen, denn dies ist Energie, so wie der elektrische Strom, der auch nicht verschwindet, nur weil eine Glühbirne kein Licht mehr hervorzaubern kann. Der Strom existiert weiter, aber nicht durch eine "PERSÖNLICHE GLÜHBIRNE".

    Insofern kümmert es mich nicht so sehr, was meine Tendenzen womöglich in einer neuen Form "anstellen", da ICH - DIE PERSON MONIKA - NICHT DABEI BIN. Allerdings bin ich daran interessiert, alles, was mich an der Befreiung hindert, zu verabschieden und mich von mir als Hunger-Daseins-Durstige zu befreien.

    Zitat

    ... aber das es schon eine leichte Programmierumg ist bzw. das mit mit Ängsten der Menschen gespielt wird, um ein bestimmtes verhalten erzielt wird.
    Ähnlich wie,Hölle (Fegefeuer) und Himmel!

    Ja, so hab ich das auch mal gesehen. Der Buddha spielt hier aber nicht mit den Ängsten, um zu bestimmten Verhalten zu motivieren. Ich verstehe seine Aussagen im Hinblick auf die damalige an eine Seele und deren Wiedergeburt glaubende Gesellschaft. An anderer Stelle spricht ER davon, dass es kein ICH gibt, sondern dieses gefühlte ICH bedingt, d. h. aus den 5 Khandas (http://home.arcor.de/einsicht/bl095.html) zusammengesetzt, ist. Aus dem Zusammenhang gerissen, führen diese Aussagen zu Widersprüchen.

    _()_ Monika

  • Onda
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    • 29. April 2012 um 20:24
    • #7
    Stein:


    Ich finde aber das es schon eine leichte Programmierumg ist bzw. das mit mit Ängsten der Menschen gespielt wird, um ein bestimmtes verhalten erzielt wird.
    Ähnlich wie,Hölle (Fegefeuer) und Himmel!

    Gut beobachtet. Genau das ist die Funktion dieser Lehre.
    Und all jene, die behaupten, ohne Wiedergeburt gäbe es keine Veranlassung zu ethischem Verhalten, bedienen sich des Wiedergeburtsgedankens in genau dieser Absicht.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 29. April 2012 um 21:49
    • #8

    In Absprache mit dem Threaderöffner habe ich einige Beiträge verschoben. Ihr findet sie hier: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=15&t=9339

  • Dorje Sema
    Gast
    • 29. April 2012 um 22:50
    • #9

    Re: Reincarnation

    »Wie recht du hast! All die Dinge, die du nennst — frühere und spätere Lebzeiten, Ursache und Wirkung, Leidenschaften, Feinde, Unglück und Schmerz,
    Leidens Kreislauf und Überwindung des Leids und die drei Seltenen und Besten — alle sind in der Tat nicht wirksam vorhanden, denn ihr Anschein ist leer von eigenständigem Dasein.
    «

    na so was :idea::?:

    Steht sogar ein wenig anders artikuliert bzw. übersetzt u.a. auch im Samyutta Nikāya. Es wäre gut wenn dies Sinn wie Inhaltlich ›zur ziel führenden Arbeitshypothese‹ verstanden wird bzw. werden kann :idea::?:

    ja so was aber auch :lol::D

    Lebt lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • Dorje Sema
    Gast
    • 29. April 2012 um 23:45
    • #10

    Quelle: :?: : In Anlehnung an Khenpo Tsultrim Gyatso _ the sun of wisdom.

    Lebe lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • nibbuti
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    • 30. April 2012 um 00:35
    • #11
    Nomad:

    »Wie recht du hast! All die Dinge, die du nennst — frühere und spätere Lebzeiten, Ursache und Wirkung, Leidenschaften, Feinde, Unglück und Schmerz,
    Leidens Kreislauf und Überwindung des Leids und die drei Seltenen und Besten — alle sind in der Tat nicht wirksam vorhanden, denn ihr Anschein ist leer von eigenständigem Dasein.
    «


    Sagt hier Khenpo Tsultrim Glatso, dass Ursache und Wirkung nicht wirksam vorhanden ist?

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Hanzze.
    Gast
    • 30. April 2012 um 02:44
    • #12
    Ji'un Ken:

    In Absprache mit dem Threaderöffner habe ich einige Beiträge verschoben. Ihr findet sie hier: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=15&t=9339


    Warum? Weil's dir und dem User nicht in die Vorstellung passt?

  • Hanzze.
    Gast
    • 30. April 2012 um 02:48
    • #13
    Onda:
    Stein:


    Ich finde aber das es schon eine leichte Programmierumg ist bzw. das mit mit Ängsten der Menschen gespielt wird, um ein bestimmtes verhalten erzielt wird.
    Ähnlich wie,Hölle (Fegefeuer) und Himmel!

    Gut beobachtet. Genau das ist die Funktion dieser Lehre.
    Und all jene, die behaupten, ohne Wiedergeburt gäbe es keine Veranlassung zu ethischem Verhalten, bedienen sich des Wiedergeburtsgedankens in genau dieser Absicht.
    Onda


    Na dann denk deinen materialischen Gedanken von aus dem Nicht und ins Nichts fertig und wundere dich nicht, wenn sich der eine oder andere um dich, deine Familie und dein Hab und Gut nicht's schert.

    Was denkst du wo du heute wärst hätten deine Vorfahren nicht an Himmel und Hölle geglaubt? Denkst du wahrlich, dass du dir Ethik selbst beigebracht hast? Du solltest einmal ein paar Tage ohne dem ganzen Schutzsystemen um dich herum leben, damit du spürst was Himmel und Hölle ist und sein kann.

  • Hanzze.
    Gast
    • 30. April 2012 um 02:51
    • #14
    nibbuti:
    Nomad:

    »Wie recht du hast! All die Dinge, die du nennst — frühere und spätere Lebzeiten, Ursache und Wirkung, Leidenschaften, Feinde, Unglück und Schmerz,
    Leidens Kreislauf und Überwindung des Leids und die drei Seltenen und Besten — alle sind in der Tat nicht wirksam vorhanden, denn ihr Anschein ist leer von eigenständigem Dasein.
    «


    Sagt hier Khenpo Tsultrim Glatso, dass Ursache und Wirkung nicht wirksam vorhanden ist?


    Ja ohne solche Vorstellung kann man wohl kaum tibetische Praktiken praktizieren und auf Tugend pfeifen. Ist halt eine altruistische Herangehensweise, und aus dem Aspekt machbar für jedermann.

  • Hanzze.
    Gast
    • 30. April 2012 um 04:21
    • #15

    Für jene die das Thema Wiedergeburt mehr interessiert als sich Ausreden für ihr untugendhaftes Handeln zusammen zu basteln, sprich für jene die aus ihrem Leben etwas machen wollen und wissen das angenehme Dinge bald wieder vergehen:

    Zitat

    The Truth of Rebirth - And Why it Matters for Buddhist Practice
    von Thanissaro Bhikkhu

    hier eine freie Übersetzung der ersten Seiten:

    Die Wahrheit über Wiedergeburt
    Und warum sie für die buddhistische Praxis wichtig ist

    Einleitung

    Jedes mal wenn du dich für eine Richtung in deinem Handeln entscheidest, schließt du eine Wette über die Konsequenzen deiner Wahl ab. Dies ist ganz besonders wahr, wenn du eine Wahl zwischen etwas das dir kurzfristig angenehme Resultate verspricht und etwas anstrengendem, das dir große Resultate, jedoch langfristig verspricht. Würde die Wahl des schwierigeren die Anstrengung wert sein? Würde das einfache, langfristig gesehen, unbedeutend sein? Als eine Person, die verstrickt in Zeit ist, ist da kein Weg um sicher zu gehen.
    Um hier zu beginnen, sind hier die Details deiner persönlichen Zukunft: Wirst du oder jene, die du liebst, lang genug leben um die Resulate deiner Wahl erfahren zu können? Werden Katastrophen alles vernichten was du je geleistet hast?
    Dann sind da große Unklarheiten des Lebens generell: Haben wir überhaupt eine Wahl in all unseren Handlungen, oder sind unsere Entscheidungen von etwas Vergangenem oder einer äußeren Kraft weit über unserer Kontrolle, durchdrungen? Wenn wir eine Wahl haben, ist es wert mit schwierigen Dingen zu kämpfen? Spielen diese wirklich eine Rolle? Und wenn unsere Entscheidungen etwas bedeuten, wie weit in die Zukunft sollten wir die Konsequenzen kalkulieren? Haben diese nur auf das Leben Auswirkung oder können diese Leben nach dem Tod beeinflussen?
    Argumente auf Basis von Logik und Begründung waren nie im Stande diese Fragen schlüssig zu beantworten. Die größten Religionen der Welt stimmen einander in ihren Antworten nicht überein und empirische Wissenschaft hat zu diesen Fragen gar keine Antworten. Wir belassen es nicht bei „Ich weiß es nicht“ und verdrängen uns damit zu beschäftigen, da selbst das Verdrängen darüber nachzudenken eine Wette/Spekulation „so ein ultimative Rolle würde das nicht spielen“ ist.
    Wie auch immer lehrte Buddha das dies eine große Rolle spielt und das erwachen, in dem man hinter die Dimensionen von Raum und Zeit geht, einen Einblick gibt, wie Entscheidung mit diesen Dimensionen operiert. Du erkennst, das Entscheidungen real sind, das diese einen Unterschied machen und das die Konsequenzen deiner Wahl nicht nur dieses Leben gestalten sondern auch viele Leben in der Zukunft, solange der Geist immer noch diese Begierde trägt, die zu Wiedergeburt und Tod führt. Vor dem Erwachen, kannst du diese Dinge nicht sicher wissen, aber Buddha erklärte, dass wenn du das Erwachen erreichen und in der Zwischenzeit das Leiden verringern möchtest, es weise ist, diese Prinzipien als Arbeitshypothesen zu übernehmen.
    Sicher ist die Worte Buddhas anzunehmen, solange du nicht das Erwachen erreicht hast, ebenfalls eine Spekulation. Der Zweck dieses kleinen Buches über Buddhas Lehre zur Wiedergeburt soll dir zeigen warum es für dich klug ist mit deinen Wetten mit Buddha mit zuziehen, solange du stets noch in Wetten verstrickt bist.

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    • 30. April 2012 um 05:28
    • #16
    nibbuti:
    Nomad:

    »Wie recht du hast! All die Dinge, die du nennst — frühere und spätere Lebzeiten, Ursache und Wirkung, Leidenschaften, Feinde, Unglück und Schmerz,
    Leidens Kreislauf und Überwindung des Leids und die drei Seltenen und Besten — alle sind in der Tat nicht wirksam vorhanden, denn ihr Anschein ist leer von eigenständigem Dasein.
    «


    Sagt hier Khenpo Tsultrim Glatso, dass Ursache und Wirkung nicht wirksam vorhanden ist?

    Egal was Khenpo Dingens sagt, der Buddha jedenfalls sagt, dass "Ursache" und "Wirkung" abhängig vorhanden sind. Sie sind also keinesfalls unabhängig vom Subjekt "gegeben". 8)

    Zitat

    Nichtwissen bedingt Willensformationen; Willensformationen bedingen (bewußt-Werden und) bewußt-Sein; bewußt-Sein geht einher mit Wahrnehmen und/oder Fühlen und/oder Wollen und der Erfahrung von Form ('Name und Form'); 'Name und Form' bedingen Erfahrung der sechs Sinnesbereiche; Erfahrung der sechs Sinnesbereiche bedingt Kontakt; Kontakt bedingt Fühlen; Fühlen bedingt Wollen (oder Ablehnen); Wollen (oder Ablehnen) bedingt Ergreifen (oder Bekämpfen); Ergreifen (oder Bekämpfen) bedingt Sein und Werden; Sein und Werden bedingen Entstehen; Entstehen bedingt Vergehen und Nicht-Sein, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. So ensteht die ganzen Masse Stress.

    Aus restlosem Verschwinden und Aufhören von Nichtwissen aber folgt Aufhören von Willensformationen; aus Aufhören von Willensformationen folgt Aufhören von bewußt-Sein; aus Aufhören von bewußt-Sein folgt Aufhören von 'Name und Form'; aus Aufhören von 'Name und Form' folgt Aufhören der Erfahrung der sechs Sinnesbereiche; aus Aufhören der Erfahrung der sechs Sinnesbereiche folgt Aufhören von Kontakt; aus Aufhören von Kontakt folgt Aufhören von Fühlen; aus Aufhören von Fühlen folgt Aufhören von Wollen; aus Aufhören von Wollen folgt Aufhören von Ergreifen; aus Aufhören von Ergreifen folgt Aufhören von Sein und Werden; aus Aufhören von Sein und Werden folgt Aufhören von Entstehen; aus Aufhören von Entstehen folgt Aufhören von Vergehen und Nicht-Sein, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. So vergeht die ganzen Masse Stress.

  • simak
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    • 30. April 2012 um 08:54
    • #17
    Stein:

    wenn ich es richtig verstanden habe, wird im Buddhismus an die Wiedergeburt geglaubt.


    Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht an Wiedergeburt als wissenschaftliche Tatsache glauben muss, sondern dass es heilsam ist in den Kategorien von Wiedergeburt (und Karma) zu denken, wenn mein Denken sich in Fragen von Ungerechtigkeit, Rachegelüsten, Schuld, Schicksalsergebenheit etc. verbeißt

    Stein:

    Und durch unser Verhalten im jetzigen Leben beeinflussen wir, als was wir wiedergeboren werden.(...) Aber wenn ich in diesen und diesen Bereich wiedergeboren werden möchte (und wer möchte schon als Hungergeist oder ähnliches wiederkehren!?), muss ich gewisse Gewohnheiten ablegen.


    An Hungergeister etc. als tatsächlich existierende jenseitige Erscheinungen glaube ich nicht. Ich glaube allerdings in dem Sinne daran, dass ich sie als Metapher für ganz real existierende charakterliche Präferenzen oder mentale Zustände verstehe, die ich durch mein Verhalten verfestigen oder aufweichen kann.

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  • Dorje Sema
    Gast
    • 30. April 2012 um 09:37
    • #18
    Zitat

    von Grund: der Buddha jedenfalls sagt, dass "Ursache" und "Wirkung" abhängig vorhanden sind. Sie sind also keinesfalls unabhängig vom Subjekt "gegeben". 8)

    Manch einer bildet sich auch ein sein Wille wär sein Himmelreich :?:
    Das geschieht wenn man die Lehre vom Erhabenen nicht nur nicht versteht und das was unauffindbar ungreifbar bloßem Anschein nach erscheint für wahr und wirklich erklärt :!:

    ›'Was immer auch an Leiden sich entwickelt, alles das wurzelt im Willen, entstammt aus dem Willen, denn der Wille ist die Wurzel alles Leidens'".‹
    Shakyamuni zu Bhadragako

    Lebe lange und in Frieden

    _()_ Nomad

  • Grund
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    • 30. April 2012 um 09:44
    • #19
    simak:
    Stein:

    wenn ich es richtig verstanden habe, wird im Buddhismus an die Wiedergeburt geglaubt.


    Für mich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht an Wiedergeburt als wissenschaftliche Tatsache glauben muss, sondern dass es heilsam ist in den Kategorien von Wiedergeburt (und Karma) zu denken, wenn mein Denken sich in Fragen von Ungerechtigkeit, Rachegelüsten, Schuld, Schicksalsergebenheit etc. verbeißt


    Das ist sehr vernünftig und bringt einen dann den christlichen Glaubensbrüdern schon viel näher, denn die machen das gleich mit den Konzepten "Gott" usw 8)
    Das erzeugt Verbundenheit. Das ist was Gutes.

  • Stein
    Themenautor
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    • 30. April 2012 um 12:33
    • #20

    @ Ji'un Ken

    vielen Dank für's aufräumen! :)


    @ All

    danke für eure Beteiligung!
    Die Meinung scheinen in die Richtung zu laufen, dass der Glaube an einer Wiedergeburt recht frei ist und gar nicht so dogmatisch abläuft, wie ich es mir vielleicht vorstelle!
    Viele Gedankengänge kann ich nachvollziehen. Besonders die von Monika (nergie die sich nicht einfach Auflöst) entsprachen meinen eigentlichen Vorstellungen, bevor ich etwas über Hungergeister usw. laß.

    Schockiert hat mich z.B. jene Aussage

    1. Stolz führt zu einer Wiedergeburt im Bereich der Götter. Diesen geht es gut; sie leben sehr lange und haben nur ein Problem: die Vergänglichkeit. Irgendwann ist ihr angenehmer Zustand vorbei, nämlich dann, wenn ihr gutes Karma verbraucht ist.

    Quelle: http://www.buddhismus-schule.de/inhalte/radleben.html

    Das klingt so, als würde man Karmapunkte sammeln, die irgendwann verbraucht sind.
    Weiterhin würde es ja auch Leute zum Sammeln animieren, damit sie eben keine Hungergeister werden, oder in den Höllenbereich kommen!

    Es klingfür mich auf der Homepage sehr danach, als müsse man gutes tun bzw. müsste gewisse Eigenschaften ablegen, um ein erfülltes Leben nach dem Tod zu erfahren. Und ich bin davon ausgegengen, dass man im Buddhismus lernt gute nicht vorauschauend zu machen! Nicht nur ein geuter mensch zu werden, damit ich nicht in die Hölle komme usw.


    Das wir alle vllt. aus einer Materie bestehen, die nicht einfach verschwindet und in irgendeiner weise weiter Existiert, kann ich auch noch irgendwie nachvollziehen. Aber das wir, wenn wir so und so leben, oder diese und jene eigenschaften mit uns tragen, als dies oder jenes wiedergeboren werden... entspricht weniger meinen Vorstellungen!

    Aber, dass sich meine negative Energie die ich, als Mörder, Heuchler ..., habe, nicht verschwindet, leuchtet mir ein. Das kann ich ganz gut nachvollziehen und klingt für mich auch logisch.

  • bel
    Gast
    • 30. April 2012 um 13:21
    • #21
    Stein:

    Quelle: http://www.buddhismus-schule.de/inhalte/radleben.html/


    Das ist die Sichtweise eines speziellen Vereins und ganz und gar nicht "Buddhismus in seiner Gänze"

    Stein:

    Und ich bin davon ausgegengen, dass man im Buddhismus lernt (das) gute nicht vorauschauend zu machen!


    Da hast Du vollkommen recht. Es ist auch so, daß man "karmische Ursachen" überhaupt nicht rückverfolgen kann (die Ursache ist unaufzeigbar), es gibt nämlich keine Ursachenketten, sondern es sind Bedingungs-Möglichkeits-Netze.

    Stein:

    Aber, dass sich meine negative Energie die ich, als Mörder, Heuchler ..., habe, nicht verschwindet, leuchtet mir ein. Das kann ich ganz gut nachvollziehen und klingt für mich auch logisch.


    Beispiel: Viele Opfer können nicht loslassen, in extremen Fällen wollen sie Gleiches mit Gleichem vergolten sehen, oder machen ihr Loslassen von der Reue des Täters abhängig. So steht die "negative Energie" der Tat wieder auf.

    _()_

  • Dorje Sema
    Gast
    • 30. April 2012 um 13:36
    • #22

    Lieber Stein,

    es wäre freundlich von Dir würdest Du folgenden Anhang bitte zu Rate mit einbeziehen können :?:

    A.VI.62 Purisindriyañāṇa Sutta

    So habe ich gehört. Einstmals, auf einer Wanderung im Lande der Kosaler, gelangte der Erhabene, von einer großen Schar Mönche begleitet, vor eine Ortschaft der Kosaler namens Dandakappa. Da bog der Erhabene vom Wege ab, und am Fuße eines Baumes setzte er sich auf bereitetem Sitze nieder. Die Mönche aber gingen nach Dandakappa hinein, um eine Unterkunft zu suchen.

    Der ehrwürdige Ānanda jedoch, von einer Anzahl Mönche begleitet, begab sich zum Flusse Aciravatī, um sich die Glieder zu spülen. Nachdem er sich die Glieder gespült hatte und wieder ans Ufer gestiegen war, stellte er sich, mit einem einzigen Gewande bekleidet, hin, um die Glieder trocknen zu lassen. Da trat einer der Mönche zum ehrwürdigen Ānanda und sprach zu ihm:

    »Sag', Bruder Ānanda, als der Erhabene von Devadatta erklärte: 'Der niederen Welt, der Hölle verfallen ist Devadatta, äonenlang und unrettbar!', hatte wohl damals der Erhabene alles im Geiste erwogen oder wurde es von ihm bloß in gewisser Hinsicht gesagt?« -

    »So hat dies freilich der Erhabene erklärt, Bruder (vergl. A.VIII.7).« Und der ehrwürdige Ānanda begab sich zum Erhabenen und begrüßte ihn ehrerbietig. Darauf setzte er sich zur Seite nieder und berichtete dem Erhabenen, was sich zugetragen hatte.

    [Der Erhabene:] »Dies wird wohl, Ānanda, ein jüngerer Mönch gewesen sein, der erst kürzlich in die Hauslosigkeit gezogen ist, oder aber ein alter, unverständiger Tor. Wie kann man wohl über das, was ich in unzweideutiger Weise (ekamsena; vgl. A.III.68) erklärt habe, noch im Zweifel sein? Nicht weiß ich, Ānanda, von einem anderen Menschen, bei dem ich, vor einer Äußerung über ihn, so sehr über alles nachgedacht hätte, wie gerade bei Devadatta. Solange ich nämlich, Ānanda, bei Devadatta noch so viel wie eine Haarspitze des Guten bemerkte, solange habe ich von ihm noch nicht erklärt: 'Der niederen Welt, der Hölle verfallen ist Devadatta, äonenlang und unrettbar!' Als ich aber, Ānanda, nicht einmal so viel wie eine Haarspitze des Guten bei Devadatta bemerken konnte, da habe ich dieses von ihm erklärt.

    Angenommen, Ānanda, es befindet sich da eine Dunggrube, die der Eigentümer bis zum Rande mit Kot gefüllt hat. Darin wäre nun ein Mann bis über den Kopf versunken. Und es kommt da ein anderer Mann daher, der jenem wohlgesinnt, auf sein Heil und seine Rettung bedacht ist und ihn aus jener Dunggrube herauszuziehen wünscht. Doch während er um jene Dunggrube ganz herumgeht, kann er bei jenem Manne auch nicht einmal eine haarbreite Stelle finden, die unbesudelt wäre vom Kote, wo er ihn anfassen könnte, um ihn herauszuziehen. Ebenso auch, Ānanda: als ich bei, Devadatta nicht einmal soviel wie eine Haarspitze des Guten bemerkte, da habe ich von ihm erklärt: 'Der niederen Welt, der Hölle verfallen ist Devadatta, äonenlang und unrettbar!'

    Wenn ihr es hören wollt, Ānanda, so will ich euch des Vollendeten Erkenntnis der menschlichen Fähigkeiten erklären.« -

    »An der Zeit ist es jetzt, Erhabener, an der Zeit ist es, Gesegneter, daß da der Erhabene seine Erkenntnis der menschlichen Fähigkeiten erkläre.«-

    »So höre denn, Ānanda, und achte wohl auf meine Worte!« - »Ja, o Herr!« erwiderte der ehrwürdige Ānanda, und der Erhabene sprach:

    »Angenommen, Ānanda, es seien da unversehrte und unverdorbene Samenkörner, durch Wind und Sonne unbeschädigt, kerngesund und gut erhalten; die säte man auf fette Erde, auf gut bearbeiteten Boden. Wüßtest du da nicht, Ānanda, daß diese Samenkörner gedeihen, wachsen und sich entfalten werden?«-

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Ebenso auch, Ānanda, erkenne ich, wenn ich im Geiste eines Menschen Herz durchschaue: 'In diesem Menschen befinden sich heilsame wie auch unheilsame Eigenschaften.' In der Folgezeit aber erkenne ich, während ich im Geiste sein Herz durchschaue: 'Die heilsamen Eigenschaften dieses Menschen sind geschwunden, unheilsame Eigenschaften machen sich bemerkbar, doch die Triebfeder zum Guten (kusala-mūla, wtl: die Wurzeln des Heilsamen) ist in ihm noch nicht zerstört. Aus jener Triebfeder zum Guten wird in ihm Heilsames in Erscheinung treten, und so wird dieser Mensch in Zukunft dem Rückschritt nicht mehr ausgesetzt sein. So, Ānanda, kennt der Vollendete einen Menschen, wenn er im Geiste sein Herz durchschaut. Und so, Ānanda, sind dem Vollendeten die Fähigkeiten der Menschen bekannt, wenn er sie im Geiste durchschaut. Und so, Ānanda, kennt der Vollendete die zukünftige Entstehung von Eigenschaften, wenn er im Geiste des Menschen Herz durchschaut.

    Angenommen aber, Ānanda, es seien da unversehrte und unverdorbene Samenkörner, durch Wind und Sonne unbeschädigt, kerngesund und gut erhalten; die säte man auf einen großen Felsen. Wüßtest du da nicht, Ānanda, daß diese Samenkörner nicht gedeihen, nicht wachsen, sich nicht entfalten können?« - »Gewiß, o Herr.« -

    »Ebenso auch, Ānanda, erkenne ich, wenn ich im Geiste eines Menschen Herz durchschaue: 'In diesem Menschen befinden sich heilsame, wie auch unheilsame Eigenschaften.' In der Folgezeit aber erkenne ich, wenn ich im Geiste sein Herz durchschaue: 'Die unheilsamen Eigenschaften dieses Menschen sind geschwunden, heilsame Eigenschaften machen sich bemerkbar; doch die Triebfeder zum Schlechten ist in ihm noch nicht zerstört. Aus jener Triebfeder zum Schlechten aber wird in ihm Unheilsames in Erscheinung treten; und so wird dieser Mensch in Zukunft noch dem Rückschritt ausgesetzt sein. So, Ānanda, kennt der Vollendete einen Menschen, wenn er im Geiste sein Herz durchschaut. Und so, Ānanda, sind dem Vollendeten die Fähigkeiten der Menschen bekannt, wenn er sie im Geiste durchschaut. Und so, Ānanda, kennt der Vollendete die zukünftige Entstehung von Eigenschaften, wenn er im Geiste des Menschen Herz durchschaut.

    Angenommen aber, Ānanda, es seien da verdorbene und verfaulte Samenkörner, von Wind und Sonne beschädigt; die säte man auf fette Erde, auf gut bearbeiteten Boden. Wüßtest du da nicht, Ānanda, daß diese Samenkörner nicht gedeihen, nicht wachsen, sich nicht entfalten können?« - »Gewiß, o Herr.« -

    »Ebenso auch, Ānanda, erkenne ich, wenn ich im Geiste eines Menschen Herz durchschaue: 'In diesem Menschen befinden sich heilsame, wie auch unheilsame Eigenschaften.' In der Folgezeit aber erkenne ich, wenn ich im Geiste sein Herz durchschaue: 'Auch nicht einmal so viel wie eine Haarspitze des Guten befindet sich in diesem Menschen. Mit äußerst finsteren, unheilsamen Eigenschaften ist dieser Mensch behaftet. Beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, wird er in niedere Welt gelangen, auf eine Leidensfährte, in die Daseinsabgründe, zur Hölle.' So, Ānanda, kennt der Vollendete einen Menschen, wenn er im Geiste sein Herz durchschaut. Und so, Ānanda, sind dem Vollendeten die Fähigkeiten der Menschen bekannt, wenn er sie im Geiste durchschaut. Und so, Ānanda, kennt der Vollendete die zukünftige Entstehung von Eigenschaften, wenn er im Geiste des Menschen Herz durchschaut.«

    Auf diese Worte nun sprach der ehrwürdige Ānanda zum Erhabenen also:

    »Kann man wohl, o Herr, noch drei weitere Menschen anführen als Gegenstück zu jenen dreien?« -

    »Das kann man wohl, Ānanda«, erwiderte der Erhabene.

    »Angenommen, Ānanda, man streute da brennende, feurige, glühende Kohlen auf einen großen Felsen. Wüßtest du da nicht, Ānanda, daß dieses Kohlenfeuer nicht weiter anwachsen, nicht stärker werden und sich nicht ausbreiten wird?«-

    »Allerdings, o Herr.« -

    »Oder wenn da, Ānanda, am Abend die Sonne untergeht, weißt du da nicht, daß dann das Licht schwinden und Dunkelheit eintreten wird?« -

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Oder wenn es, Ānanda, auf die zweite Nachthälfte zugeht, zur Essenszeit, weißt du dann nicht, daß dann das Licht geschwunden und Dunkelheit eingetreten ist?« -

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Ebenso auch, Ānanda, erkenne ich, wenn ich im Geiste eines Menschen Herz durchschaue: 'In diesem Menschen befinden sich heilsame, wie auch unheilsame Eigenschaften.' In der Folgezeit aber erkenne ich, während ich im Geiste sein Herz durchschaue: 'Die heilsamen Eigenschaften dieses Menschen sind geschwunden, unheilsame Eigenschaften machen sich bemerkbar, doch die Triebfeder zum Guten ist in ihm noch nicht zerstört. Doch auch sie gelangt ganz und gar zum Schwinden. Daher wird dieser Mensch in Zukunft dem Rückschritt ausgesetzt sein.' So, Ānanda, kennt der Vollendete einen Menschen, wenn er im Geiste sein Herz durchschaut. Und so, Ānanda, sind dem Vollendeten die Fähigkeiten der Menschen bekannt, wenn er sie im Geiste durchschaut. Und so, Ānanda, kennt der Vollendete die künftige Entstehung von Eigenschaften, wenn er im Geiste des Menschen Herz durchschaut.

    Angenommen aber, Ānanda, man streute brennende, feurige, glühende Kohlen auf einen Haufen trockenes Gras oder auf einen Haufen Brennholz. Wüßtest du da nicht, daß dieses Feuer weiter anwachsen, stärker werden und sich ausbreiten wird?« -

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Oder wenn da, Ānanda, in der Frühe, beim Morgengrauen, die Sonne aufgeht, weißt du da nicht, daß dann die Finsternis weichen und Helle eintreten wird?« -

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Oder wenn es, Ānanda, auf den Mittag zugeht (abhido majjhantike), zur Essenszeit, weißt du dann nicht, daß die Finsternis geschwunden und Helle eingetreten ist?« -

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Ebenso auch, Ānanda, erkenne ich, wenn ich im Geiste eines Menschen Herz durchschaue: 'In diesem Menschen befinden sich heilsame, wie auch unheilsame Eigenschaften.' In der Folgezeit aber erkenne ich, wenn ich im Geiste sein Herz durchschaue: 'Die unheilsamen Eigenschaften dieses Menschen sind geschwunden, heilsame Eigenschaften machen sich bemerkbar. Zwar ist die Triebfeder zum Schlechten noch nicht zerstört, doch auch sie gelangt ganz und gar zum Schwinden. Daher wird dieser Mensch in Zukunft dem Rückschritt nicht mehr ausgesetzt sein.' So, Ānanda, kennt der Vollendete einen Menschen, wenn er im Geiste sein Herz durchschaut. Und so, Ānanda, sind dem Vollendeten die Fähigkeiten der Menschen bekannt, wenn er sie im Geiste durchschaut. Und so, Ānanda, kennt der Vollendete die künftige Entstehung von Eigenschaften, wenn er im Geiste des Menschen Herz durchschaut.

    Angenommen, aber, Ānanda, man streut kalte, ausgeglühte Kohlen auf einen Haufen trockenen Grases oder auf einen Haufen Brennholz. Wüßtest du da nicht, daß durch diese Kohlen kein Feuer entstehen, sich entwickeln und ausbreiten kann?«

    »Gewiß, o Herr.« -

    »Ebenso auch, Ānanda, erkenne ich, wenn ich im Geiste eines Menschen Herz durch schaue: 'In diesem Menschen befinden sich heilsame, wie auch unheilsame Eigenschaften.' In der Folgezeit aber erkenne ich, wenn ich im Geiste sein Herz durchschaue: 'Auch nicht einmal soviel wie eine Haarspitze des Schlechten befindet sich in diesem Menschen. Mit äußerst lauteren, untadeligen Eigenschaften ist dieser Mensch ausgestattet. Noch bei Lebzeiten wird er das Nibbāna erreichen.' So, Ānanda, kennt der Vollendete einen Menschen, wenn er im Geiste sein Herz durchschaut. Und so, Ānanda, sind dem Vollendeten die Fähigkeiten der Menschen bekannt, wenn er sie im Geiste durchschaut. Und so, Ānanda, kennt der Vollendete die künftige Entstehung von Eigenschaften, wenn er im Geiste des Menschen Herz durchschaut.

    Hier nun, Ānanda, ist von den ersten drei Menschen der eine keinem Rückschritt ausgesetzt, der andere aber ist dem Rückschritt ausgesetzt, und der dritte ist den niederen Welten, der Hölle verfallen. Von den letzten drei Menschen aber, Ānanda, ist der eine dem Rückschritt ausgesetzt, der andere aber ist keinem Rückschritt ausgesetzt, und der dritte ist des Nibbānas gewiß.« :idea:

    Lebe lange und in Frieden

    _()_ Nomad

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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