Hallo!
Ich beschäftige mich auf meinem Entwicklungsweg gerade damit, wie sehr man doch im förmlichen Denken (auch aus neurobiologoscher Sicht) verhaftet ist. Dieser Gedanke keimte aus der Veränderung meines Glaubens heraus. Seit ich mich mit dem Buddhismus beschäftige und diesen immer mehr in mein Leben gelassen habe, da meine innere Stimme, mein Herz, meine intuitive Weisheit oder wie auch immer man es nennen will, Ja zu all diesen Weisheiten und Lehren gesagt hat, muß ich meinen Glauben stark über"denken", der doch sehr christlich geprägt ist/war/ist... Ich habe festgestellt dass ich in meinem Denken über Gott, Jesus etc. sehr viele kindliche Färbungen habe und mir diesen Kräfte in einer Form vorgestellt habe, die sehr beeinflusst ist durch das Bild was in der Menschheit schon lange existiert. Der Buddhismus lehrt jedoch die Formlosigkeit und das Loslassen. Und hier steht mir mein Verstand im Weg. Wie sollte es auch anders sein? In meinen Meditation ließ ich z. B. das Jesusgebet einfließen, wobei man eben Jesus visualisiert und den Worten/ Bildern Leben einhaucht. Ich fühlte mich während dieser Meditation voller Liebe. Ich frage mich nun, ob ich Loslassen soll oder ob ich diesen Weg weiter gehe. Ich befinde mich zurzeit in einer Glaubenskrise. Kennt das jemand von Euch? Ich bin gerade dabei meinen christlich geprägten Glauben mit den buddhistischen Lehren zu vereinen. Für mich ist der Buddhismus -(k)eine Religion (eine Geisteswissenschaft)- für den Menschen, mit dessen Weisheiten er zur Erleuchtung, zur Erlösung gelangen kann. Eine Religion die zu allen Seiten offen ist und sich mit den Menschen entwickelt. Die Frage nach einem Schöpfer, nach Gott stellt sich nicht, da es im Buddhismus keine Bedeutung hat, was, so denke ich, nichts ausschließt. Es fällt mir schwer mir -NICHTS- vorzustellen, die reine Form des Seins. Wobei mir im gleichen Atemzug auffällt, dass es einen gewissen spirituellen Entwicklungsstand braucht um dies tun zu können. Dafür meditieren Menschen. Ich merke gerade, dass ich nicht so ganz in Worte fassen kann, was ich nicht vereint bekomme aber es spiegelt sehr schön, was in meinem Inneren vor sich geht.
Ich hatte als Kind mal einen Traum und der handelte von der Ewigkeit, eindringlich angeregt durch Themen mit denen sich ein Kind erst später befassen sollte. Ich träumte von einem grenzenlosen Raum, jedoch mit dem Erscheinungsbild einer Wüstenlandschaft in der nichts weiter existierte als ich, mit dem Gefühl begleitet, ewig dort bleiben zu müssen. Das war vielleicht schaurig. Das spiegelt sehr schön, wie beschneidend, einengend manche Vor- stellungen sein können.
Irgendwie sitze ich noch immer sehr in meinem Kopfkäfig und kann gelegentlich mal kleine Ausflüge machen doch für den großen Flug fehlt es mir noch an Mut. (?)
Versteht Ihr die Frage hinter den Worten?
Lieben Gruß,
Advaita