Was sind eigentlich die Unterschiede in der für Einsteiger empfohlenen/verbindlichen Art und Weise zu meditieren zwischen den verschiedenen Schulen (Theravada, Soto, Rinzai, Gelug, Kagyü,... )?
Ich kenne (und befolge) derzeit nur die Anleitungen zum Einstieg in Vipassana von Joseph Goldstein, Jack Kornfield und Ajahn Brahm. Im Wesentlichen heißt das zunächst einmal bequem sitzen (ggf. sogar auf einem Stuhl), Augen geschlossen, Achtsamkeit auf das Ein- und Ausmatmen richten (Nasenspitze, Zwerchfell - wo auch immer der Atem am deutlichsten wahrgenommen wird), Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen benennen und ggf. vorübergehend dort verweilen bis sie vorbeigezogen sind. Dauer zwischen fünfzehn Minuten und einer dreiviertel Stunde.
Beim Zazen habe ich zumindest die Vorstellung, dass Körperhaltung und präzise Technik eine wesentliche Rolle spielen. Aber wenn ich lese, dass in anderen Schulen z. B. 'auf den 16. Karmapa' meditiert wird, habe ich nicht die geringste Vorstellung, was damit gemeint sein könnte (in der rein praktischen Durchführung).
Mich interessieren erst mal nicht die subtilen, philosophischen, ideologischen, dogmatischen Spitzfindigkeiten, sondern wirklich nur die technischen Aspekte zur Durchführung, wie man sie für das erste Dutzend Sitzungen vom jeweiligen Lehrer erklärt bekommt und worauf man als Anfänger achten soll.
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