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Tagesablauf?

  • hoefi
  • 15. Februar 2012 um 16:09
  • Zum letzten Beitrag
  • hoefi
    Themenautor
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    16. Oktober 2011
    • 15. Februar 2012 um 16:09
    • #1

    Hallo zusammen

    Ich praktiziere tägich Zazen, teilweise in einer (Rinzai Zen) Meditationsgruppe, in letzter Zeit aber hauptsächlich alleine. Und wenn dann nur sehr früh morgens, da in diesem Zeitraum alle anderen noch im Bett sind. ;)

    Mein "Ritual" dabei sieht so aus, das ich in meinem (eigens dafür eingerichteten) Meditationsraum seitlich des Altars Teile aus dem heart Sutra zitiere und danach eine ca 30minütige Meditation mache.

    Meine Gedanken kreisen jetzt aber immer um eine Abend Meditation. Ich würde diese sehr auch täglich durchführen, würde aber neben dem "nur" sitzen gerne auch davor ein Sutra zitieren. Nur habe ich keine Ahnung welches ich dabei verwenden kann/soll. In meinem Dojo wurde das Heart Sutra immer nur als "Morgensutra" bezeichnet. Hat jemand eine Idee oder einen Tip (oder beides :D ) welches Sutra man am Abend vor der Meditation lesen kann?

    Vielen Dank und Gass-Ho!

    Höfi

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 15. Februar 2012 um 16:56
    • #2

    Moin Höfi
    ob du ein Sutra morgens oder abends rezitierst ist erst mal wurscht. :D

    So läuft das bei uns ab:
    http://www.zenkreiskiel.de/rezitationstexte
    Zu Beginn eines Meditationsabends rezitieren wir z.B. die ersten drei Texte und am Ende die letzten drei. Das gilt natürlich auch dann, wenn die Meditation morgens beginnt.
    Bei Sesshins rezitieren wir alles und noch ein paar mehr, die hier nicht mit dabei sind.

    Und wenn du zum Essen rezitieren möchtest: http://www.zenkreis.de/zen/zen_rezitation3.htm


    LG
    Ji'un Ken

  • SpringMode5708
    Gast
    • 15. Februar 2012 um 17:24
    • #3
    Ji'un Ken:

    Moin Höfi
    ob du ein Sutra morgens oder abends rezitierst ist erst mal wurscht. :D


    Na, wurscht ist nüscht :) Alles hat seine Wirkung. Und die Absicht bestimmt wie dolle diese ist.

    Für mich persönlich ist es z.B. nicht so gut, morgens vor der Meditation zu rezitieren, sondern wenn, erst danach.
    Tu ich's davor, hat der unterscheidende Geist schon mehr Nahrung bekommen als ohne Rezitation. Das macht ihn unruhiger.

    Am Abend bringt das Rezitieren den vom 'weltlichen' Tagesgeschehen beschäftigten Geist mehr zu Ruhe.

    Gruß, :)

  • hoefi
    Themenautor
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    • 15. Februar 2012 um 18:54
    • #4

    Hallo zusammen

    Vielen Dank für die Info's und die Super Links. Die werde ich jetzt in die abendliche Meditation einbauen ;)

    Gass-Ho
    Höfi

  • rosie
    Gast
    • 15. Februar 2012 um 20:19
    • #5

    Da spricht Mirco einen wunden Punkt an. Entweder man versteht/weiß nicht, was die Texte bedeuten, dann ist die Rezitation ein Ritual, das vielleicht die angenehmen Auswirkungen eines rituellen Singsangs auf Körper und Geist hat. Oder man versteht - dann darf man sich fragen, weshalb eine einmal gesprochene Zufluchtnahme wiederholt werden soll oder auch eine Dharani gegen Missgeschicke Aberglauben ist. In den Rezitationstexten steckt auch der Sinn der Verfestigung bestimmter buddhistischer Lehren im Geist. Dadurch kann man in spezifischen Gedankengebilden gefangen werden, ohne dass man es groß bemerkt. Dieses Rezitieren wird ja in vielen Dojos gar nicht in Frage gestellt.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 15. Februar 2012 um 21:26
    • #6
    rosie:

    Dieses Rezitieren wird ja in vielen Dojos gar nicht in Frage gestellt.


    Es sollte unbedingt in einer dem Rezitierenden wohlbekannten Sprache getan werden,
    so das er sich zu jedem Moment über die Bedeutung der Worte voll bewußt sein kann.
    Sonst wird es erst recht zum Ritual.

  • Grund
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    • 16. Februar 2012 um 07:35
    • #7
    rosie:

    Entweder man versteht/weiß nicht, was die Texte bedeuten, dann ist die Rezitation ein Ritual, das vielleicht die angenehmen Auswirkungen eines rituellen Singsangs auf Körper und Geist hat. ...


    Nein, das ist ganz falsch. "Ritual" kann man nicht an konzeptionellem begrifflichem Verständnis festmachen. Im Gegenteil Laute von sich zu geben, die konzeptionell-begrifflich nicht verstanden werden können, nichts bedeuten, ist sogar eine gute Übung, denn Bewußtsein, welches aus Unwissenheit hervorgeht, will ja immer nach begrifflicher Bedeutung grapschen.
    Auch haben Umstände wie man damit in Kontakt gekommen ist, von wem man diesbzgl. unterrrichtet wurde, einen Einfluss. 8)
    Aber man kann ein Ritual draus machen wie man aus allem eins machen kann, egal ob Rezitieren, oder Sitzen oder sonst was. Ob "Ritual" das hängt ausschließlich von Willensformationen und Bewußtsein ab.
    Auch ist es so, dass man mit einer einzigen Silbe die nicht-begriffliche Bedeutung aller Sutten und Sutras vergegenwärtigen kann (wenn man es denn kann), obwohl die Silbe selbst begrifflich nichts bedeutet. 8)

  • Bambus
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    • 16. Februar 2012 um 08:38
    • #8

    Wobei ein wenig Ritual, im positiven Wortsinn, gerade am Anfang nützlich ist. Es gibt Struktur, erinnert an die Praxis. Irgendwann fällt das Ritual, im negativen Wortsinn, ganz von alleine weg.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Onyx9
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 08:44
    • #9
    Mirco:
    rosie:

    Dieses Rezitieren wird ja in vielen Dojos gar nicht in Frage gestellt.


    Es sollte unbedingt in einer dem Rezitierenden wohlbekannten Sprache getan werden,
    so das er sich zu jedem Moment über die Bedeutung der Worte voll bewußt sein kann.
    Sonst wird es erst recht zum Ritual.

    Würd ick so nicht sagen. Sicher sollte man wissen was man da so von sich gibt.
    Im Moment des Rezidierens ist die unmittelbare Wahrnehmung aber wichtiger, egal in welcher Sprache.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 09:53
    • #10
    Onyx9:
    Mirco:

    Es sollte unbedingt in einer dem Rezitierenden wohlbekannten Sprache getan werden, so das er sich zu jedem Moment über die Bedeutung der Worte voll bewußt sein kann. Sonst wird es erst recht zum Ritual.


    Würd ick so nicht sagen. Sicher sollte man wissen was man da so von sich gibt.
    Im Moment des Rezidierens ist die unmittelbare Wahrnehmung aber wichtiger, egal in welcher Sprache.


    Die unmittelbare Wahrnehmung von was?

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 10:02
    • #11
    Bambus:

    Wobei ein wenig Ritual, im positiven Wortsinn, gerade am Anfang nützlich ist. Es gibt Struktur, erinnert an die Praxis. Irgendwann fällt das Ritual, im negativen Wortsinn, ganz von alleine weg.


    Das verstehe ich nicht ganz. Soll das bedeuten, das, wenn man eine unbekannte Sprache nur lange genug rezitiert, sich einem auf wundersame Weise die Bedeutung der Worte erschließt?

  • Bambus
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    • 16. Februar 2012 um 10:08
    • #12
    Mirco:
    Bambus:

    Wobei ein wenig Ritual, im positiven Wortsinn, gerade am Anfang nützlich ist. Es gibt Struktur, erinnert an die Praxis. Irgendwann fällt das Ritual, im negativen Wortsinn, ganz von alleine weg.


    Das verstehe ich nicht ganz. Soll das bedeuten, das, wenn man eine unbekannte Sprache nur lange genug rezitiert, sich einem auf wundersame Weise die Bedeutung der Worte erschließt?

    Ich wollte nur darauf hinaus das eine ritualisierte Handlung per se, insbesondere für Anfänger, nicht schlecht ist. Was jetzt ritualisiert wird - das Sitzen, das Chanten oder das Zähneputzen ist dabei unerheblich.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 10:26
    • #13
    Bambus:

    Ich wollte nur darauf hinaus das eine ritualisierte Handlung per se, insbesondere für Anfänger, nicht schlecht ist. Was jetzt ritualisiert wird - das Sitzen, das Chanten oder das Zähneputzen ist dabei unerheblich.


    Das mag sein. Ich habe vor vielen Jahren auch mit den Mönchen die Morgenpuja auf Pali runtergeleiert, ohne ein Wort zu verstehen. Es hat vielleicht irgendeine Ecke des Vertrauens in mir genährt. Im Nachhinein finde ich es aber so sinnvoll, wie einen Zen-Film zu gucken: man tut halt nichts schlimmeres :) Man sollte es von Anfang an ohne ritualisierten Exotismus tun. was natürlich schwierig ist, da er so weit verbreitet ist.

    Gruß, :)

  • Bambus
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    • 16. Februar 2012 um 10:35
    • #14
    Mirco:

    Im Nachhinein finde ich es aber so sinnvoll, wie einen Zen-Film zu gucken: man tut halt nichts schlimmeres :)

    Das ist doch der Punkt. Du hast eine Weile gebraucht um für Dich den (Nicht-)Wert des Rituals zu erkennen. Ich rate "dem Anfänger" sich die Chance zu geben diesen Entwicklungsschritt selber zu machen. Und vielleicht kommt er ja auch zu einem anderen Ergebnis als Du? ;)

    Vielleicht sollte ich es besser "Terminplan" nennen. Das ist nicht so verfänglich wie "Ritual". Beides dient dazu möglichst regelmäßig eine bestimmte Handlung auszuführen. Und Regelmäßigkeit ist ein sehr wichtiger Faktor jeder Praxis. Insbesondere der formellen Meditation.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • rosie
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 10:50
    • #15

    Also, die Namen der vergangenen Patriarchen muss man ja nicht übersetzen. Aber "verstehen" hieße, dass man vielleicht gar nicht alle von denen gut findet, mit ihnen übereinstimmt. Warum also rezitieren? Das Gleiche gilt für Dharani mit magischen Inhalten. Durch das Übersetzen und Verstehen der Texte kommt man also ggf. noch mehr in Schwierigkeiten, als kritisch denkender Mensch. Soll man dieses Denken außen vorlassen? Gut, dann kann man auch einen Song der Teletubbies oder einen Schlager von Costa Cordalis rezitieren.

  • bel
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 10:50
    • #16
    Mirco:
    rosie:

    Dieses Rezitieren wird ja in vielen Dojos gar nicht in Frage gestellt.


    Es sollte unbedingt in einer dem Rezitierenden wohlbekannten Sprache getan werden,
    so das er sich zu jedem Moment über die Bedeutung der Worte voll bewußt sein kann.
    Sonst wird es erst recht zum Ritual.

    Nein. Wichtig ist nur, daß man ganz beim Rezitieren ist, eben Nur-Rezitieren. Das ist kein Ritual und beispielsweise auch nicht rezitieren und zugleich über das Rezitierte nachdenken. Geht völlig an der Sache vorbei.
    Wenn es "Nur-Rezitieren" sein soll, verlangt es einen bestimmten körperlichen (stimmlichen) Einsatz, ist also kein Gemurmel oder Geleier.

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  • brigittefoe
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    • 16. Februar 2012 um 11:25
    • #17
    bel:
    Mirco:


    Es sollte unbedingt in einer dem Rezitierenden wohlbekannten Sprache getan werden,
    so das er sich zu jedem Moment über die Bedeutung der Worte voll bewußt sein kann.
    Sonst wird es erst recht zum Ritual.

    Nein. Wichtig ist nur, daß man ganz beim Rezitieren ist, eben Nur-Rezitieren. Das ist kein Ritual und beispielsweise auch nicht rezitieren und zugleich über das Rezitierte nachdenken. Geht völlig an der Sache vorbei.
    Wenn es "Nur-Rezitieren" sein soll, verlangt es einen bestimmten körperlichen (stimmlichen) Einsatz, ist also kein Gemurmel oder Geleier.

    _()_



    Das sehe ich auch so !

    Am Anfang meines Sitzens
    habe ich das Herz-Jesu-Gebet rezitiert;
    das half mir andere Gedanken nicht aufkommen zu lassen.
    Mittlerweile fällt das weg, bin nur noch Herz.
    Feste Zeiten sind für einen Anfänger auch wichtig,
    um sich erst mal zu disziplinieren.
    Alles wird irgendwann zur Meditation !

    Um meinen Affengeist, Emotionen oder nervöses Gebahren
    in den Griff zu bekommen,
    habe ich für mich die Nacht entdeckt.
    WUNDERBAR !
    Die Ruhe, das Dunkel . . .

    :|

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 11:33
    • #18
    bel:
    Mirco:

    Es sollte unbedingt in einer dem Rezitierenden wohlbekannten Sprache getan werden,
    so das er sich zu jedem Moment über die Bedeutung der Worte voll bewußt sein kann. Sonst wird es erst recht zum Ritual.

    Das ist kein Ritual und beispielsweise auch nicht rezitieren und zugleich über das Rezitierte nachdenken. Geht völlig an der Sache vorbei.


    Ich meinte nicht, das man während des Rezitierens über das gesprochene Nachdenken sollte.
    Einfach eine klare Bewußstheit über das Rezitierte. Wie eine Art Bild oder Eindruck oder Gewissheit und Absicht.
    Weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber es ist nicht "Nachdenken über".

    bel:

    Nein. Wichtig ist nur, daß man ganz beim Rezitieren ist, eben Nur-Rezitieren.
    Wenn es "Nur-Rezitieren" sein soll, verlangt es einen bestimmten körperlichen (stimmlichen) Einsatz, ist also kein Gemurmel oder Geleier.


    Wenn ich es recht verstehe, wird das Rezitieren damit zu Tätigkeit in der Gegenwart.
    Ich frage mich weiterhin ehrlicherweise, welche Absicht dahinter streckt, was damit bezweckt werden soll.

    Gruß, :)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 11:35
    • #19
    rosie:

    Also, die Namen der vergangenen Patriarchen muss man ja nicht übersetzen. Aber "verstehen" hieße, dass man vielleicht gar nicht alle von denen gut findet, mit ihnen übereinstimmt. Warum also rezitieren? Das Gleiche gilt für Dharani mit magischen Inhalten. Durch das Übersetzen und Verstehen der Texte kommt man also ggf. noch mehr in Schwierigkeiten, als kritisch denkender Mensch. Soll man dieses Denken außen vorlassen? Gut, dann kann man auch einen Song der Teletubbies oder einen Schlager von Costa Cordalis rezitieren.


    So sehe ich es auch. Vieles von dem, was rezitiert wird, halte ich nicht für rezitationswürdig.

  • bel
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 11:44
    • #20
    Mirco:

    Wenn ich es recht verstehe, wird das Rezitieren damit zu Tätigkeit in der Gegenwart.
    Ich frage mich weiterhin ehrlicherweise, welche Absicht dahinter streckt, was damit bezweckt werden soll.

    Keiner, es fehlt ja nichts mehr. Oder wenn ich es in Deiner Sprache sagen sollte, "Absicht und Zweck" haben sich in diesem Moment schon erfüllt.

    _()_

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 13:25
    • #21
    bel:
    Mirco:

    Wenn ich es recht verstehe, wird das Rezitieren damit zu Tätigkeit in der Gegenwart.
    Ich frage mich weiterhin ehrlicherweise, welche Absicht dahinter streckt, was damit bezweckt werden soll.

    Keiner, es fehlt ja nichts mehr. Oder wenn ich es in Deiner Sprache sagen sollte, "Absicht und Zweck" haben sich in diesem Moment schon erfüllt.


    Egal wie es beschrieben wird, jede Handlung hat ja Absicht und Wirkung. Die Tat wirkt, die Absicht bestimmt den Grad der Wirkung.
    Was sollte denn beim Rezitieren die Absicht sein? Was ist die Wirkung des rechten Rezitierens?

    Gruß, :)

  • bel
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 13:34
    • #22
    Mirco:
    bel:

    Keiner, es fehlt ja nichts mehr. Oder wenn ich es in Deiner Sprache sagen sollte, "Absicht und Zweck" haben sich in diesem Moment schon erfüllt.


    Egal wie es beschrieben wird, jede Handlung hat ja Absicht und Wirkung. Die Tat wirkt, die Absicht bestimmt den Grad der Wirkung.
    Was sollte denn beim Rezitieren die Absicht sein? Was ist die Wirkung des rechten Rezitierens?

    Die Absicht ist: Rezitieren und nur rezitieren. Sie erfüllt sich im Moment des "Nur-Rezitierens".
    Das hat natürlich eine Wirkung (allerdings eine, die nicht direkt durch Absicht zu erreichen ist): Der Körper lernt dabei das "Nur", es wird dabei zu seinem natürlichen Modus.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 14:38
    • #23
    bel:

    Die Absicht ist: Rezitieren und nur rezitieren. Sie erfüllt sich im Moment des "Nur-Rezitierens".
    Das hat natürlich eine Wirkung (allerdings eine, die nicht direkt durch Absicht zu erreichen ist):
    Der Körper lernt dabei das "Nur", es wird dabei zu seinem natürlichen Modus.


    Das verstehe ich.

    Was mich bei diesem Thema gerade wundert ist, das es weder eine Überlieferung davon gibt,
    das der Buddha Gotama irgentwann Rezitation als Übung gelehrt hat, noch, das er es selber getan hat.


    Gruß, :)

  • bel
    Gast
    • 16. Februar 2012 um 15:50
    • #24
    Mirco:
    bel:

    Die Absicht ist: Rezitieren und nur rezitieren. Sie erfüllt sich im Moment des "Nur-Rezitierens".
    Das hat natürlich eine Wirkung (allerdings eine, die nicht direkt durch Absicht zu erreichen ist):
    Der Körper lernt dabei das "Nur", es wird dabei zu seinem natürlichen Modus.


    Das verstehe ich.

    Was mich bei diesem Thema gerade wundert ist, das es weder eine Überlieferung davon gibt,
    das der Buddha Gotama irgentwann Rezitation als Übung gelehrt hat, noch, das er es selber getan hat.

    "Weiter sodann, ihr Mönche: der Mönch ist klar bewußt beim Kommen und Gehn, klar bewußt beim Hinblicken und Wegblicken, klar bewußt beim Neigen und Erheben, klar bewußt beim Tragen des Gewandes und der Almo­senschale des Or­dens, klar bewußt beim Essen und Trinken, Kauen und Schmecken, klar bewußt beim Entleeren von Kot und Harn, klar bewußt beim Gehn und Stehn und Sitzen, beim Einschlafen und Erwachen, beim Sprechen und Schweigen." M10

    Verdammt, auch hier steht auch nicht ausdrücklich "Rezitieren" drin. Kurioserweise auch nicht "den Kopf rasieren", "das Gewand nähen" usw...

    _()_

  • Elliot
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    • 17. Februar 2012 um 05:54
    • #25
    Zitat

    "Sollte ein Bhikkhu wünschen: 'Mögen die Dienste derjenigen, deren Roben, Almosenspeise, Lagerstätte und krankheitsbedingte Medikamente und Requisiten ich benutze, ihnen reiche Frucht und Nutzen bringen', dann soll er die Sittlichkeit erfüllen, sich der inneren Herzensruhe widmen ( ceto-samatha-manuyutto ), die Meditation nicht vernachlässigen ( anirākataj-jhāno ), Einsicht pflegen ( vipassanāya ) und in leeren Hütten wohnen." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m006z.html)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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