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Demenz und Einsicht

  • Mabuttar
  • 2. Februar 2012 um 07:29
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Mabuttar
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    • 2. Februar 2012 um 07:29
    • #1

    Zur Zeit kommt die Demenz wieder ins Gespräch, weil ein Promi das hat.... Naja Medien halt.

    Wie geht ihr mit dem Thema in Verbindung mit dem Dhamma um ?

    Buddha sagte ja,dass Gedanken und Bewusstsein der Krankheit anfallen können.

    Andererseits ist die Frage, ob durch Demenz nicht die Einsicht verloren gehen würde.
    Denn die Einsicht Panna oder die Trieblosigkeit, könnte die sich nicht wieder umkehren, wenn man alles vergessen hat und auf die Instinkte des Körpers angewiesen ist ?

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

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    • 2. Februar 2012 um 07:31
    • #2

    Achtsamkeit statt Demenz 8)

  • Onda
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    • 2. Februar 2012 um 07:35
    • #3

    Schweigen statt Geschwätz.

    Gibt es eigentlich buddhistische Strategien gegen Logorrhoe?

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

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    • 2. Februar 2012 um 07:38
    • #4

    Einfach loslassen 8)

  • Lauscher
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    • 2. Februar 2012 um 07:47
    • #5
    Charlie:
    Mabuttar:


    Denn mit Glukosemangel im Hirn wird Einsicht auch etwas schwerfallen.

    Vielleicht wäre genau dieser Glukosemangel auch eine Erklärung für die Eigenarten des ein oder anderen Postings in diesen heiligen Hallen?
    Charlie

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    • 2. Februar 2012 um 07:58
    • #6
    Lauscher:
    Charlie:

    Vielleicht wäre genau dieser Glukosemangel auch eine Erklärung für die Eigenarten des ein oder anderen Postings in diesen heiligen Hallen?
    Charlie

    Genau deswegen lehrte der Buddha den mittleren Weg ... Askese - Nichtaskese, eben um die irrige Ansicht zu vermeiden, dass Wissen (welches Unwissenheit aufhebt) mit dem Entstehen aus Form etwas zu tun haben könnte.

    Denn die Abhängigkeit von falscher, trügerischer Einsicht von Glukose, belegt eben grade das abhängige Entstehen von falschem, trügerischem Bewußtsein aus Unwissenheit auf der Basis der Interdependenz von Name-und-Form (Glukose und Gehirn = Form) und Bewußtsein.
    Womit wir wieder beim Sutta vom "Fleisch vom Sohn" angekommen wären ...

    Achtsamkeit statt Demenz!

  • Onda
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    • 2. Februar 2012 um 08:10
    • #7

    Ach, welch ein friedvoller, schöner Ort könnte diese Welt sein, wenn immer mehr Wesen sich eifrig der Übung des edlen Schweigens widmen würden.

    Charlie

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • Roni
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    • 2. Februar 2012 um 08:21
    • #8

    Bei manchen kann man dafür dankbar sein, dass sie es nicht tun.

    LG Roni

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 2. Februar 2012 um 09:12
    • #9
    Mabuttar:

    ...

    Andererseits ist die Frage, ob durch Demenz nicht die Einsicht verloren gehen würde.
    Denn die Einsicht Panna oder die Trieblosigkeit, könnte die sich nicht wieder umkehren, wenn man alles vergessen hat und auf die Instinkte des Körpers angewiesen ist ?


    Hm, eine Einsicht, die so verloren gehen könnte, wäre dann immernoch nur eine Kopfgeburt, die noch immer nicht tiefer ins Bewusstsein hineingestrahlt hat.

    Ich hab bei meiner Mutter die Demenz über Jahre beobachtet. Es war einfach, dass ihr Kopf nicht mehr funktionierte, aber sie war deshalb nicht fort oder so. Das Gefühlsleben und ihre innere Weisheit blieb eigentlich gänzlich davon unberührt.
    Sie wusste nicht mehr, welches Jahr wir hatten, was sie den ganzen Tag über eigentlich machte und auch nicht mehr, wie man Fernsehen schaut. Ihre jahrzehntelange Zigarettensucht hat sie einfach von einem Tag auf den anderen vergessen! Aber zu zwischenmenschlichen Geschichten, die man ihr nur so aus Langeweile erzählte, hatte sie immer einen weisen und überaus trockenen Kommentar. :lol:
    Es war bei ihr also genau umgekehrt zu Deinen hier geäußerten Befürchtungen.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • monikamarie
    Gast
    • 2. Februar 2012 um 10:03
    • #10

    Ich bin vielleicht ein bisschen naiv, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die ernsthaft meditieren und sich von ihren Hindernissen ent-wöhnen, d. h. auch dass sie gesund leben und gesund essen, nicht so leicht an Alzheimer erkranken. Aber das mag ein frommer Glaube sein. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass ich daran nicht erkranke.
    Medizinische Untersuchungen an meditierenden Nonnen haben übrigens ergeben, dass ihre Gehirnareale die gleichen Muster aufwiesen wie bei der Alzheimererkrankung, obwohl diese Nonnen im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten waren. ;) Was das wohl bedeuten mag?
    _()_ Monika

  • Onda
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    • 2. Februar 2012 um 10:14
    • #11

    Ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung mit einem hohen Anteil sekundärer Pflanzenstoffe wie dem Antioxidans Quercetin,[43] ungesättigter Fettsäuren,[44] B-Vitamine[45] – insbesondere Folsäure[46][47][48][49] sowie der Verzicht auf Nikotin[50] können sich positiv auswirken. Die Vitamine Folsäure, B6 und B12 bauen die toxische Aminosäure Homocystein zu ungefährlichen Substanzen ab. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Homocystein ein entscheidender Mitauslöser der Arteriosklerose ist und das Gehirn verstärkt altern lässt: Menschen mit hohen Homocystein-Werten in der Lebensmitte haben ein doppelt so hohes Risiko an Alzheimer zu erkranken.[51] Außerdem geht ein niedriger Vitamin-B12-Spiegel mit einer größeren Hirnatrophierate einher. Die Atrophierate des Gehirns von Patienten mit leichter kognitiver Beeinträchtigung lässt sich allerdings durch eine Behandlung mit Folsäure, Vitamin B12 und B6 um 29,6 Prozent senken.[52] Ein hohes Ausbildungsniveau[53] scheint ebenso günstig zu sein wie geistig anspruchsvolle Tätigkeiten.[54][55] Häufiger Fernsehkonsum steht dagegen im Verdacht, das Alzheimer-Risiko zu erhöhen.[56] Bluthochdruck[57] sollte möglichst früh erkannt und gut behandelt werden, um das Risiko einer Demenz zu senken. Wissenschaftliche Untersuchungen (Beyreuther et al.) haben ergeben, dass ein erhöhter Cholesterinspiegel das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erhöht.[58]
    Als Risikofaktoren gelten – neben dem unvermeidbaren Altern und genetischer Disposition – ein vorangegangenes Schädel-Hirn-Trauma[59], Stoffwechselerkrankungen - Insulinresistenz und Hyperinsulinämie[60][61][62], Diabetes[63] und hohe Cholesterin-Werte[64] sowie Erkrankungen des kardiovaskulären Systems – Bluthochdruck[65] und erlittene Schlaganfälle.[66]

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alzheimer…g_der_Krankheit

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 2. Februar 2012 um 10:48
    • #12
    monikamarie:

    Ich bin vielleicht ein bisschen naiv, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die ernsthaft meditieren und sich von ihren Hindernissen ent-wöhnen, d. h. auch dass sie gesund leben und gesund essen, nicht so leicht an Alzheimer erkranken. Aber das mag ein frommer Glaube sein. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass ich daran nicht erkranke.
    Medizinische Untersuchungen an meditierenden Nonnen haben übrigens ergeben, dass ihre Gehirnareale die gleichen Muster aufwiesen wie bei der Alzheimererkrankung, obwohl diese Nonnen im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten waren. ;) Was das wohl bedeuten mag?
    _()_ Monika


    Also ich persönlich gehe vom Schlimmsten aus - es liegt bei uns wegen Leberfunktionsstörung in der Familie. Der Zwillingsbruder meiner Mutter bekam es bei optimaler Ernährung und guter Pflege einfach nur fünf Jahre später. Bin da desillusioniert.
    Aber vielleicht kann Geistestraining einen doch schützen. Bei einer alten, nicht dement wirkenden Christlichen Nonne, die sich bis zu ihrem Tod mit dem Studium ihrer Schriften befasst hatte, war ein Gehirn voller Alzheimer-Plaques obduziert worden. Davon soll im Umgang mit ihr zu Lebzeiten nicht das Geringste wahrnehmbar gewesen sein. 8) Da setz ich mal die Sonnenbrille auf.

    Also bleibt mir die Hoffnung, wenn ich nicht aufhöre, mich mit für mich spannenden Sachen zutiefst zu befassen ( also nicht nur Kreuzworträtsel im Schaukelstuhl oder so), dann geht der Kelch vielleicht an mir vorüber.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • hedin
    Gast
    • 2. Februar 2012 um 11:51
    • #13
    Mabuttar:


    Buddha sagte ja,dass Gedanken und Bewusstsein der Krankheit anfallen können.
    Andererseits ist die Frage, ob durch Demenz nicht die Einsicht verloren gehen würde.
    Denn die Einsicht Panna oder die Trieblosigkeit, könnte die sich nicht wieder umkehren, wenn man alles vergessen hat und auf die Instinkte des Körpers angewiesen ist ?

    Demenz ist m.E. keine geistige sondern eine körperliche Krankheit.
    Das Gehirn ist inklusiv der verschiedenen Speicherebenen Körperlichkeit. Jenes was gespeichert wird ist [nama].

    Bei Demenzerkrankten wird das Gehirn, als Logistikzentrum zwischen [nama] und [rupa], aus biologischen Ursachen heraus fortlaufend geschädigt. Dementsprechend wird zwar die „Funktion“ des Geistes [nama] beeinträchtigt, der Geist selbst jedoch bleibt unbeschädigt.

    Ein vielleicht sehr weit hergeholtes Beispiel:
    Die Funktionsweise eines Laserdruckers ist die, dass auf der einen Seite der Laserstrahl aktiviert wird und auf der anderen Seite befindet sich ein Blatt Papier, auf welches lesbares bzw., sichtbares durch den Laserstrahl aufgebrannt wird. Ohne eine dazwischen liegende Matrize, die den Laserstrahl in Form von Buchstaben und Ziffern bündelt, wäre der Laserstrahldrucker nicht Funktionsfähig.
    Wenn nun diese Matrize durch Verschmutzung oder sonstige Umstände dem Laserstrahl am Zugang zum Papier hindert, dann wird, wenn es sich zunächst um eine leichte Beschädigung der Matrize handelt, ein unkorrektes Schriftbild entstehen. Mit zunehmender Beschädigung der Matrize wird das Schriftbild kaum mehr einen Sinn ergeben, und letztendlich bleibt dann das Blatt Papier gänzlich unbeschrieben. Der Laserstrahl selbst ist davon nicht berührt.

    In diesem Beispiel wäre der Laserdrucker als Wesen, das Blatt Papier als Körper, die Matrize als Gehirn und der Laserstrahl als der Geist anzunehmen.

    hedin

  • sumedhâ
    Gast
    • 2. Februar 2012 um 12:42
    • #14
    hedin:

    Bei Demenzerkrankten wird das Gehirn, als Logistikzentrum zwischen [nama] und [rupa], aus biologischen Ursachen heraus fortlaufend geschädigt. Dementsprechend wird zwar die „Funktion“ des Geistes [nama] beeinträchtigt, der Geist selbst jedoch bleibt unbeschädigt.


    eine sehr treffende und einleuchtende formullierung.
    danke hedin :)
    .

  • Erdmaus
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    • 2. Februar 2012 um 19:44
    • #15
    Zitat

    Andererseits ist die Frage, ob durch Demenz nicht die Einsicht verloren gehen würde.

    Das kann mit Sicherheit passieren, weil Einsicht auch ein Produkt des Gehirns ist. Ich würde mir aber nicht soviele Gedanken machen. Es kommt eh wie es kommt. Mehr als sich gesund ernähren und geistig fit halten kann man auch nicht tun. Zu guter letzt ist es eh egal, was sich in deinem Hirn angesammelt hat, denn dann stirbst du und alles zerfällt zu Mutter Erde. :)

    lg
    maus

  • Nashorn
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    • 2. März 2012 um 14:55
    • #16
    Mabuttar:

    Zur Zeit kommt die Demenz wieder ins Gespräch, weil ein Promi das hat.... Naja Medien halt.

    Wie geht ihr mit dem Thema in Verbindung mit dem Dhamma um ?


    Ein sehr gutes Objekt zur Vergegenwärtigung der Vergänglichkeit, Leidhaftigkeit und Nicht-Selbst des Bewußtseins.

    ... so habe ich es verstanden.

    Without knowing exactly what is meant by nibbana do not think that you understand the Buddha's teaching. (Nanavira Thera)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 2. März 2012 um 23:51
    • #17
    Erdmaus:

    Zu guter letzt ist es eh egal, was sich in deinem Hirn angesammelt hat, denn dann stirbst du und alles zerfällt zu Mutter Erde.


    Der materielle Teil jedenfalls.

  • pali
    Gast
    • 3. März 2012 um 16:19
    • #18
    monikamarie:

    Ich bin vielleicht ein bisschen naiv, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die ernsthaft meditieren und sich von ihren Hindernissen ent-wöhnen, d. h. auch dass sie gesund leben und gesund essen, nicht so leicht an Alzheimer erkranken. Aber das mag ein frommer Glaube sein. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass ich daran nicht erkranke.
    Medizinische Untersuchungen an meditierenden Nonnen haben übrigens ergeben, dass ihre Gehirnareale die gleichen Muster aufwiesen wie bei der Alzheimererkrankung, obwohl diese Nonnen im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten waren. ;) Was das wohl bedeuten mag?
    _()_ Monika

    Verehrte Monik, Alzheimer ist ein degenerativer Hirnprozess, der nicht vollständig geklärt ist. Ob du nun glaubst oder nicht glaubst, das du/ob du Alzheimer jemls bekommen wirst; diese Vorstellung ist nur eine mentale Akrivität, und Eiweisverklumpungen die sich in deinem Gehirn festsetzen und damit das Gehirn schädigen, nehmen auf solche Ideen keine Rücksicht. Auch Meditierende sind nicht Imum dagegen, diese gehen vielleicht aber etwas anders mit den Folgeerscheinungen um. Ich selber konte in San Francisco im Zencenter einigen alten langjährigen Praktizierenden begegnen, die an Alzheimer litten. Im Alltag musste man sie sehr unterstützen, da sie zeitlich, räumlich und situativ sehr desorientiert waren. Wenn sie aber an einem Sesshin teilgenommen haben, merkte man nichts von ihrer Erkrankung ....

    _( )_

  • rosie
    Gast
    • 3. März 2012 um 16:56
    • #19
    Zitat

    Buddha sagte ja,dass Gedanken und Bewusstsein der Krankheit anfallen können.

    Diese Bemerkung ist wesentlich. Leider zeigen sich in vielen Beiträgen hier die zu erwartenden Illusionen. Geist und Bewusstsein werden nicht definiert, und dann tröstet man sich schwammig, weil ja sonst alles an "Erleuchtung" irgendwie für die Katz gewesen sein könnte. Doch tatsächlich kann es so kommen. Die Freundin eines Bekannten hat ihre Abschlussarbeit über Demenzkranke geschrieben. Die Menschen haben teils sogar Personen, an deren Seite sie über 50 Jahre eine Ehe führten, komplett vergessen. Wir kennen auch im Zen Beispiele für das Abgleiten in relativen "Schwachsinn", so etwa bei Soen Nakagawa, wenn hier auch unfallbedingt. Keiner bleibt verschont, wenn es ihn derart trifft. Darum ist es auch nötig, die Erleuchtung als ein Hirn-abhängiges Phänomen zu sehen, das bei dessen "Fehlfunktion" genauso vergeht wie alles andere. Was nicht vergeht, ist die Buddha-Natur. Es gibt Demenzkranke, die angenehm und friedlich erscheinen, etliche werden aber auch ätzend und aggressiv. Meines Wissens ist noch kein zwingender Zusammenhang zu einem vorherigen intensiven Praktizieren der silas nachgewiesen. Manche Verwandte erleben ihre ehemals liebevollen Eltern im Endstadium der Demenz als regelrechte Kotzbrocken.

  • monikamarie
    Gast
    • 3. März 2012 um 17:33
    • #20
    pali:
    monikamarie:

    Ich bin vielleicht ein bisschen naiv, aber ich bin davon überzeugt, dass Menschen, die ernsthaft meditieren und sich von ihren Hindernissen ent-wöhnen, d. h. auch dass sie gesund leben und gesund essen, nicht so leicht an Alzheimer erkranken. Aber das mag ein frommer Glaube sein. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass ich daran nicht erkranke.
    Medizinische Untersuchungen an meditierenden Nonnen haben übrigens ergeben, dass ihre Gehirnareale die gleichen Muster aufwiesen wie bei der Alzheimererkrankung, obwohl diese Nonnen im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten waren. ;) Was das wohl bedeuten mag?
    _()_ Monika

    Verehrte Monik, Alzheimer ist ein degenerativer Hirnprozess, der nicht vollständig geklärt ist. Ob du nun glaubst oder nicht glaubst, das du/ob du Alzheimer jemls bekommen wirst; diese Vorstellung ist nur eine mentale Akrivität, und Eiweisverklumpungen die sich in deinem Gehirn festsetzen und damit das Gehirn schädigen, nehmen auf solche Ideen keine Rücksicht. Auch Meditierende sind nicht Imum dagegen, diese gehen vielleicht aber etwas anders mit den Folgeerscheinungen um. Ich selber konte in San Francisco im Zencenter einigen alten langjährigen Praktizierenden begegnen, die an Alzheimer litten. Im Alltag musste man sie sehr unterstützen, da sie zeitlich, räumlich und situativ sehr desorientiert waren. Wenn sie aber an einem Sesshin teilgenommen haben, merkte man nichts von ihrer Erkrankung ....

    _( )_

    Hallo und danke, liebe pali,
    ich glaubte meinen Augen nicht zu traun, als ich mein Zitat las. Es ist erst einen Monat her und dennoch habe ich heute eine ganz andere Sichtweise darüber. Wahrscheinlich, weil ich in der letzten Zeit häufig etwas darüber in den Medien gesehen habe, zur Zeit nicht ganz sicher bin, ob mein Mann sich immer wieder irrt oder ich :shock: - .... Meine Behauptung hat mir schnell gezeigt, wie verblendet ich - wieder mal - war ;) .
    Ich nehme hier ausdrücklich meinen Beitrag zurück.
    Was allerdings für mich dabei an Erkenntnis rüberkommt, ist, dass die Sanduhr unerbittlich läuft und ich ja nicht weiß, was ich noch zu erwarten habe. Allerdings will ich deshalb mein Vertrauen nicht verlieren, denn es geht ja nicht um die Rettung dieses Knochensacks samt Software.
    Niemand von uns weiß, ob er morgen noch Einsichten gewinnen kann.
    _()_ Monika

  • rosie
    Gast
    • 3. März 2012 um 19:28
    • #21
    Zitat

    Wenn sie aber an einem Sesshin teilgenommen haben, merkte man nichts von ihrer Erkrankung ....

    Dieses Experiment möge man gern mit Demenzkranken rekonstruieren, die zuvor nie Zazen gemacht haben. Das hat keine besondere Aussagekraft. Es ist einfach die Illusion, mit dem Sesshin, d.h. mit dem Zazen, auch im Verfallszustand noch etwas Besonderes zu haben/zu leisten. Im Sesshin kann es ja kaum räumliche, zeitliche oder situative Desorientierung geben, schließlich hat man da nix zu tun. Aufschluss könnten Hirnstrommessungen bei Demenzkranken während des Zazen geben - was geht wirklich in ihnen vor?

  • pali
    Gast
    • 3. März 2012 um 20:49
    • #22
    rosie:
    Zitat

    Wenn sie aber an einem Sesshin teilgenommen haben, merkte man nichts von ihrer Erkrankung ....

    Dieses Experiment möge man gern mit Demenzkranken rekonstruieren, die zuvor nie Zazen gemacht haben. Das hat keine besondere Aussagekraft. Es ist einfach die Illusion, mit dem Sesshin, d.h. mit dem Zazen, auch im Verfallszustand noch etwas Besonderes zu haben/zu leisten. Im Sesshin kann es ja kaum räumliche, zeitliche oder situative Desorientierung geben, schließlich hat man da nix zu tun. Aufschluss könnten Hirnstrommessungen bei Demenzkranken während des Zazen geben - was geht wirklich in ihnen vor?

    Verehrter Rosi, ich habe Jahrelang mit Demenzerkrankten Beruflich zu tun gehabt, und da hab ich dann sehen können, das es sehr wohl unterschiede gibt ...

    _( )_

  • rosie
    Gast
    • 3. März 2012 um 21:59
    • #23
    Zitat

    ich habe Jahrelang mit Demenzerkrankten Beruflich zu tun gehabt, und da hab ich dann sehen können, das es sehr wohl unterschiede gibt ...

    Ich habe keine Ahnung, was mir diese Binsenweisheit sagen soll.

  • Beaty
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    4. November 2012
    • 15. November 2012 um 14:28
    • #24

    Ich möchte diesen Beitrag etwas aufgreifen da ich mich nun mit diesem Thema befasse, da meine Mutter an Alzheimer-Demenz erkrankt ist, na ja, auch noch eine schwere Depression hat aufgrund einer Lebensänderung, ich und mein Bruder sind eigentlich der Meinung es ist wohl eine Kombination aus beiden und die Depression war früher da, vermutlich... Also so 100% sind wir da nicht von überzeugt, obwohl sie jetzt in der Klinik ist. Wir werden sehen....
    Ausserdem hat es in der Familie niemand...
    Aber trotzdem habe ich natürlich Angst, ist ja verständlich.
    Ich habe versucht zu recherchieren ob es bekannt ist das buddhistische Mönche an Demenz-Alzheimer erkranken. Nicht viel gefunden bzw. nichts...
    Falls jemand was weiss, dann nur her damit :D
    Ich weiss, es wird nichts helfen sich darüber den Kopf zu zerbrechen, und nur das ist nicht mein Grund wieso ich mit der Meditation angefangen habe. Dieser Grund kam als letzter noch hinzu.
    (wieso und weshalb schaut einfach in meiner Vorstellung nach wen es interessiert :D )
    Allerdings habe ich recherchieren können, dass es wissenschaftlich bewiesen wurde, dass meditation neue Gehirnzellen wachsen lassen kann, und dies wurde an meditierenden Mönchen festgestellt :D:D
    Letztendlich hilft nur eins: positiv denken, sich weiterhin in Achtsamkeit üben...
    Ok, jetzt hör ich lieber auf.... freue mich jedoch auf weitere Einsichten!

    Grüße, Beate

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 15. November 2012 um 15:49
    • Offizieller Beitrag
    • #25

    Ach wenn sich die Ursachen von Demenz nicht durch Meditation nicht beheben lassen, kann sie sehr wichtig sein:

    Demenz ist eine Situation sehr großen Kontrollverlustes und Situationen des Kontrollverlusts triggern in uns unsere grundlegenden Reaktionsmuster und damit unsere grössten Verblendungen. Meine fast hunderjährige Grossmutter ist auch dement aber ich bin froh, dass sie so ein sanfter, freundlicher und offener Mensch ist. Von anderen Fällen habe ich gehört, dass Demenz bei Menschen Hilflosigkeit, Paranoia, Depression und Wut an die Oberfläche bringt. Davor, also dass meine unterdrückten negativen Chraktereigenschaften auf einmal so krass hervortreten, hätte ich bei mir mehr Angst als vor der Demenz selbst.

    Das was durch die Aufhebung von Verblendungen zu erreichen ist, ist wohl der Unterschied, ob man im Alter zu einem freudlichen Kleinkind retardiert oder zu einem hilflos schreienden. Dieser Unterschied kommt mir fast gravierender vor, als der zwischen dementen und nichtdementen Menschen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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