1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Warum praktiziere ich?

  • rosie
  • 9. Januar 2012 um 12:59
  • Zum letzten Beitrag
  • rosie
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 12:59
    • #1

    Ist mit "Praktizieren" Beschäftigen mit Buddhismus gemeint? Die meisten verstehen darunter Übungen wie Zazen, Rezitation usf., also spezielle Tätigkeiten, die ein Nicht-Buddhist nicht macht.

    Ich selbst verstehe inzwischen Praktizieren als Alltagsleben. Die Frage nach dem Warum stellt sich also kaum. Ich tue, was zu tun ist. Wenn ich dem Ganzen einen Sinn gebe, dann beantworte ich die Frage nach dem Warum. Ansonsten sind auch Atmen, Essen, Gehen und Schlafen Teil meines buddhistischen Daseins, weil mein Geist im buddhistischen Sinne befreit ist. Dadurch wird alles zur "Praxis", d.h. die Normalität wird geheiligt.

  • Bambus
    Punkte
    3.690
    Beiträge
    706
    Mitglied seit
    24. Dezember 2009
    • 9. Januar 2012 um 13:20
    • #2
    Petra:

    Was ist mein persönlicher Antrieb, mich mit Buddhismus zu beschäftigen.

    Ich möchte subjektiv nachvollziehbare Antworten auf für mich immer wiederkehrende Fragen haben:
    - Warum fühle und denke "Ich"?
    - Wer oder was ist dieses "Ich"?
    - Wo kommt dieses "Ich" her und wohin verschwindet es?
    - Gibt es andere "Ich" und wenn ja, stellen die sich die selben Fragen?

    Ach ja, und natürlich:
    - Wie kann "Ich" diese Existenz möglichst angenehm für "mich" gestalten.

    Viel "Ich" und "mein". Aber Du hattest ja nach Fragen (Antrieb) gefragt, nicht nach Antworten :D

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Grund
    Punkte
    32.810
    Beiträge
    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 9. Januar 2012 um 13:58
    • #3

    Weil's ohne unerträglich war ... soweit ich mich noch erinnern kann :lol:
    Aber ich mach nix besonderes ...

  • Takumi
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 14:30
    • #4
    Petra:


    Was ist mein persönlicher Antrieb, mich mit Buddhismus zu beschäftigen.

    Woher soll ich das wissen?
    Das musst du schon selbst beantworten.

  • Lauscher
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 14:45
    • #5
    Bambus:
    Petra:

    Was ist mein persönlicher Antrieb, mich mit Buddhismus zu beschäftigen.

    Ich möchte subjektiv nachvollziehbare Antworten auf für mich immer wiederkehrende Fragen haben:
    - Warum fühle und denke "Ich"?
    - Wer oder was ist dieses "Ich"?
    - Wo kommt dieses "Ich" her und wohin verschwindet es?
    - Gibt es andere "Ich" und wenn ja, stellen die sich die selben Fragen?

    Ach ja, und natürlich:
    - Wie kann "Ich" diese Existenz möglichst angenehm für "mich" gestalten.

    Viel "Ich" und "mein". Aber Du hattest ja nach Fragen (Antrieb) gefragt, nicht nach Antworten :D


    Zu dem „Ich“:
    Wer das „Ich“ – was immer es ist, sucht, wird es nicht finden. Man wird vielleicht sagen „Ich bin meine Gedanken/Gefühle/Körper…“, aber alles womit man sich definieren wird, wird sich als vergänglich entpuppen, als „nicht bleibendes“. Bis irgendwann mal, wenn man WIRKLICH dieses „Ich“, oder vielleicht „Ichgefühl“(?) tief untersucht hat, um die Antwort IN SICH zu finden. (in sich bedeutet nicht in-„Ich“, sondern in der ERFAHRUNG.)

    Solange man es nicht selber untersucht hat, wird jede Antwort nur zu ein weiteren Konzept über das Ich, oder Nicht-Ich, oder zu sonstiges Konzept. Die Antwort steckt in der Erfahrung, nur in der Erfahrung alleine. Hier und jetzt.

    Jetzt, nach dem man diesen komischen Beitrag gelesen hat, liest sich die Frage: " Warum praktiziere ich?" ein wenig anders ;)

    _()_

  • Bambus
    Punkte
    3.690
    Beiträge
    706
    Mitglied seit
    24. Dezember 2009
    • 9. Januar 2012 um 14:46
    • #6

    Lieber Lauscher. Du gibst ein paar Antworten, ich habe lediglich die Fragen aufgeführt :grinsen:

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Lauscher
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 14:48
    • #7
    Bambus:

    Lieber Lauscher. Du gibst ein paar Antworten, ich habe lediglich die Fragen aufgeführt :grinsen:


    Aber nur ein paar ;)

    _()_

  • Bambus
    Punkte
    3.690
    Beiträge
    706
    Mitglied seit
    24. Dezember 2009
    • 9. Januar 2012 um 14:51
    • #8
    Lauscher:

    Aber nur ein paar ;)

    Die Fundmentalen halt.

    Und aus jeder Antwort ergeben sich neue Detailfragen. Das schöne am Buddhismus ist halt das er immer wieder aufs neue nachvollziehbare Antworten liefert.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • TheNoOneOne
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 14:51
    • #9

    Ob man will, oder nicht, ob es bewusst ist, oder nicht, solange man lebt, solange leidet man, solange man leidet, solange praktiziert man, der Dhamma zwingt dazu. Heilsamer Weg ist Praxis, unheilsamer Weg aber auch. Autsch.
    Die Frage war ja nicht nach der vernünftigsten, sprich effektivsten und leidfreiesten Praxis, sondern warum überhaupt...

  • Kusala
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 15:30
    • #10
    Bambus:
    Petra:

    Was ist mein persönlicher Antrieb, mich mit Buddhismus zu beschäftigen.

    Ich möchte subjektiv nachvollziehbare Antworten auf für mich immer wiederkehrende Fragen haben:
    - Warum fühle und denke "Ich"?
    - Wer oder was ist dieses "Ich"?
    - Wo kommt dieses "Ich" her und wohin verschwindet es?
    - Gibt es andere "Ich" und wenn ja, stellen die sich die selben Fragen?

    Ja, das sind die Fragen die viele zum Buddhismus, aber auch in andere Religionen bringen.
    Die meisten denke ich, kommen aus einem Leidensdruck heraus zum Buddhismus und meist ist es nur ein Strohfeuer, dass da mal kurz aufflackert. ;) Zuviel Liebgewonnenes muss aufgegeben werden. Gewohnheiten, Anhaftungen usw. Dazu sind die wenigsten auf Dauer bereit. Dann das ewige Achtsam sein ........ zu anstrengend. Ist ja auch schwer :)

    Wenn der Dhamma zum Leben, Leben zum Dhamma wird, dann hat es halt karmisch gepasst.

    Bei mir hat es halt karmisch (diesmal) gepasst. :)

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Bambus
    Punkte
    3.690
    Beiträge
    706
    Mitglied seit
    24. Dezember 2009
    • 9. Januar 2012 um 16:39
    • #11
    Kusala:

    Ja, das sind die Fragen die viele zum Buddhismus, aber auch in andere Religionen bringen.

    Warum sollten die Fragen auch andere sein? Es sind halt die existenziellen Dinge die manche Menschen mehr, manche weniger zum grübeln bringen.

    Vor den Antworten ist Buddhismus nicht anders als alle anderen Religionen und Weltanschauungen auch. Ein Lösungsansatz unter vielen.

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • sumedhâ
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 16:45
    • #12
    Kusala:

    Bei mir hat es halt karmisch (diesmal) gepasst. :)

    Kusi, meine Dharmaschwester, bei mir auch.... :D

    _()_

  • gbg
    Reaktionen
    2
    Punkte
    10.702
    Beiträge
    2.046
    Mitglied seit
    5. Juni 2010
    • 9. Januar 2012 um 16:51
    • #13

    Hallo zusammen :)

    Noch einmal etwas da Fragen aufgeworfen wurden zum Ich...:

    Das egozentrische Ich taucht mE auf weil ihm etwas fehlt.
    Es ist - wegen seiner Egozentrik - nicht in der Lage über den eigenen Tellerand zu schauen.
    Und es ist nicht in der Lage zu realisieren dass ihm bereits alles gegeben ist.
    (s. "Buddhanatur" unten)
    Es will und sagt mein um vollständig zu werden.
    Wirkliche Auflösung des Ich findet aber denke ich erst statt wenn das Nirvana das Absolute erreicht ist oder man die Buddhanatur in sich realisiert hat.

    L.G. gbg

    3 Mal editiert, zuletzt von gbg (9. Januar 2012 um 17:01)

  • Lotusbluete
    Punkte
    470
    Beiträge
    92
    Mitglied seit
    30. Dezember 2010
    • 9. Januar 2012 um 16:57
    • #14

    Be mir war es auch der - wie geschon gesagt wurde - Leidensdruck und eine Suche nach dem Sinn, den ich bisher im Christentum nicht gefunden hatte. Im Buddhismus wurden mir bereits einige Fragen beantwortet und an der Beantwortung anderer Fragen arbeite ich weiter... aber zumindest weiß ich jetzt, welchen Weg ich dazu einschlagen muss.

    Viele Grüße
    Lotusbluete

  • monikamarie
    Gast
    • 9. Januar 2012 um 18:51
    • #15

    Weil ich bereits vor 40 Jahren sehr unglücklich war, weil Träume zerplatzten, auch neue Träume sich wiederum als Illusion entpuppten, da fiel mir "Siddhartha" von Hermann Hesse in die Hände - und so begann ich langsam aber immer sicherer einfach loszugehen. Auf Umwegen zwar, aber dennoch immer mehr Licht sehend, habe ich mich aus dem leidvollen Gewusel herausgearbeitet. :D
    _()_ Monika

  • crazy-dragon
    Reaktionen
    28
    Punkte
    8.943
    Beiträge
    1.751
    Mitglied seit
    16. Dezember 2007
    • 9. Januar 2012 um 19:38
    • #16
    rosie:

    ...d.h. die Normalität wird geheiligt.

    _()_ rosie-san:

    Da drückt aber der akademische religionswissenschaftliche Hintergrund mächtig durch :D Keine Spur von heilig... :P

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • mukti
    Reaktionen
    6.845
    Punkte
    72.820
    Beiträge
    12.979
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 9. Januar 2012 um 21:58
    • #17

    Weil ich erstens nicht leiden will und zweitens die Wahrheit über die Welt und das Dasein suche, und weil der Buddhismus zu Befreiung von Unwissenheit und Leid führt, kanns gar nicht besser passen :)

    Mit Metta, mukti.


  • Takumi
    Gast
    • 11. Januar 2012 um 13:16
    • #18
    Petra:
    Zitat

    Warum praktiziere ich?


    Weils mir guttut und mein Leben wird daduch spannend.

    Liebe Grüße,
    Petra

    Und wie lange praktizierst du schon?

  • Takumi
    Gast
    • 12. Januar 2012 um 11:35
    • #19
    Petra:
    Takumi:


    Und wie lange praktizierst du schon?


    ca. 6 Jahre Vipassana als Hauptpraxis

    Und warum praktizierst Du?

    Liebe Grüße,
    Petra

    Wenn dieses, dann jenes ....... darum.
    Vielleicht hat man anfangs ein "warum" - mit den Jahren geht das verloren, zumal man ja nicht weiß, wie man nach 20 Jahren ohne diese Praxis leben würde. Also gibt es da kein Vergleich - kein besser als. Es wird zum Leben selbst und für das Leben gibt es kein "warum". Warum lebst du?
    Wofür könnte da höchstens gesagt werden - wofür lebe ich? Wofür praktiziere ich? Der Begründer des Tendai Buddhismus in Japan Saicho (767-822 n.Chr.) hat das mit dem Wort "eine Ecke dieser Welt erhellen" ausgedrückt. Die Praxis ist "ichigu wo terasu" - eine Ecke dieser Welt erhellen.

  • Takumi
    Gast
    • 12. Januar 2012 um 16:25
    • #20
    Petra:
    Takumi:


    Wofür könnte da höchstens gesagt werden - wofür lebe ich? Wofür praktiziere ich? Der Begründer des Tendai Buddhismus in Japan Saicho (767-822 n.Chr.) hat das mit dem Wort "eine Ecke dieser Welt erhellen" ausgedrückt. Die Praxis ist "ichigu wo terasu" - eine Ecke dieser Welt erhellen.


    "eine Ecke dieser Welt erhellen" klingt nett. Wie drückt sich diese Praxis aus? Ist es die geistige Haltung, gibt es spezielle Techniken, wie kann man sich das vorstellen?


    Liebe Grüße,
    Petra

    http://antaiji.dogen-zen.de/deu/sitzen.shtml

    http://antaiji.dogen-zen.de/deu/geisteshaltung.shtml

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download