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  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation

  • TheNoOneOne
  • 31. Dezember 2011 um 08:10
  • Zum letzten Beitrag
  • Smirnoff
    Gast
    • 1. Januar 2012 um 12:43
    • #26
    TMingyur:

    Macht nix, Smirnoff. Ist doch bloß dein Anhaften an Ansichten und Verteidigung derselben ist das gleiche mit Dünkel. Ersteres wird von manchen auch als Merkmal dafür angesehen, dass Sotapanna noch weit ist 8)

    Na klar doch ! Und ich hielt es einer exakten Antwort wert, denn wenn wir schon über Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation diskutieren, und dabei Achtsamkeit betreiben wollen, dann muss der Blick auch ganz nach Innen gerichtet werden, darauf wollte ich hinweisen, heisst dieses Forum doch "Buddhistische Praxis" ! :)

    Sotapanna hat noch Anhaftungen, dies für die "manchen" von denen Du schreibst, kann beim gleichnamigen Thread erlesen werden.

  • Grund
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    • 1. Januar 2012 um 12:51
    • #27

    :D

  • Askan
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    18. Dezember 2011
    • 1. Januar 2012 um 18:36
    • #28

    @Smirnoff

    Ich finde deinen Text sehr interessant zu lesen. Ein wirklich denkwürdiger und hilfreicher Text. Könntest du deinen Text nicht kürzen und deine Gedanken dazu neu ordnen? Ein Text in konzentrierter Form eben. Leider muss ich Kritik dennoch äußern, denn dein Text ist nicht "angenehm" zu lesen. Zu viele Schachtelsätze innerhalb eines Textes können dem Leser einen Eindruck von wirren Gedanken vermitteln, obwohl der Autor ja weiß wo von er spricht. Es ist nur so, dass der Geist unbewusst gerne viele Schachtelsätze produziert, da er sich in seiner Unvollkommenheit dieser Welt nicht besser zu äußern weiß.

    Die Achtsamkeits-Methode ist umbedingt nicht der falsche Weg. Im Zen beispielsweise kann jemand innerhalb eines Leben es schaffen. Buddha hingegen meinte, dass mindestens mehrere Leben nötigen seien.
    Es ist eben wie ein "Trojaner" in der Informatik. Dieser fragt nicht nach Benutzerrechten oder Zugriffsrechten, er durchschlägt "einfach" brachial die Prozesse und Sicherheitsstufen und lässt sich nicht "limitieren". Es zeigt sich selbst als Wesen mit aller höchsten nötigen Rechten (gottgleich) um höchste Gewalt über das System zu erlangen.
    Nun aber wird wieder ersichtlich, wie unbedeuten das Erlangen der höchsten Gewalt in einer Welt der Leerheit ist, denn im Endeffekt ist es ein Kampf zwischen Individuen, die die Produkte eines wunschlosen Bewusstsein sind. Wo wir stehen, was wir sind, wohin wir gehen. Alles unerheblich im Hier & Jetzt, genauso wie in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Es spielt im wahrsten Sinne des Wortes keine Rolle und bringt uns Kopfzerbrechen bei der Analyse dieser beider Unterschiede, die wir als Paradoxe wahrnehmen, aber zugleich müssen wir "nur" schaffen sie sie als Oxymorone zu erkennne. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist die wahre und schwerste Kunst der Buddhaschaft.

    Kleine Anmerkung zur Achtsamkeitsmethode: Ein Läufer der zu seinem Ziel sprintet muss die Sachen um sich herum ausblenden, sonst würde er niemals ankommen. Es reicht völlig aus, die Informationen in Silhouetten wahr zu nehmen.

    Der Zen-Buddhismus greift die Lehren des Buddha auf um sie dann wider zu verwerfen.
    Für einen Schüler ist der lehrreichste Meister er selbst.
    "Ich bin der Geist, dein Freund. Warum hälst du Ausschau nach jemand anderem?" ( Rumi, ein Sufi)

  • Kusala
    Gast
    • 1. Januar 2012 um 18:56
    • #29
    Askan:

    Buddha hingegen meinte, dass mindestens mehrere Leben nötigen seien.

    Das ist nicht richtig

    Satipaṭṭhāna Sutta

    46. "Ihr Bhikkhus, sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise sieben Jahre lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von sieben Jahren ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise sechs Jahre lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von sechs Jahren ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise fünf Jahre lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von fünf Jahren ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise vier Jahre lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nicht-Wiederkehr."

    "Aber von vier Jahren ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise drei Jahre lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von drei Jahren ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise zwei Jahre lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von zwei Jahren ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise ein Jahr lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von einem Jahr ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise sieben Monate lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von sieben Monaten ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise sechs Monate lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von sechs Monaten ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise fünf Monate lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von fünf Monaten ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise vier Monate lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von vier Monaten ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise drei Monate lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von drei Monaten ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise zwei Monate lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von zwei Monaten ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise einen Monat lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von einem Monat ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise einen halben Monat lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    "Aber von einem halben Monat ganz zu schweigen, Bhikkhus. Sollte jemand diese vier Grundlagen der Achtsamkeit auf solche Weise sieben Tage lang entfalten, kann eine von zwei Früchten für ihn erwartet werden: entweder letztendliche Erkenntnis hier und jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr."

    47. "Also geschah es bedingt durch dies, daß gesagt wurde: 'Ihr Bhikkhus, dies ist der Pfad, der ausschließlich zur Läuterung der Wesen führt, zur Überwindung von Kummer und Klagen, zum Verschwinden von Schmerz und Trauer, zum Erlangen des wahren Weges, zur Verwirklichung von Nibbāna - nämlich die vier Grundlagen der Achtsamkeit.'"

    ()

  • Askan
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    • 1. Januar 2012 um 19:44
    • #30

    In der Stelle sagt er nur, dass es möglich sei. Normalerweise vertritt Buddha die Auffassung, dass die meisten Menschen zum Erreichen des anderen Ufers mehrere Leben (gewidmet in einem achtsamen Leben voller Meditation) nötig sind. Vergleichend wie mit einer Brücke. Zen hingegen sieht das einwenig anders. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen. Hier geht es nicht um richtig oder falsch. Eine Verhärtung in Gedanken, Worten und Regeln, auch wenn sie von Buddha kommen, war nicht Buddhas Anliegen.

    Der Zen-Buddhismus greift die Lehren des Buddha auf um sie dann wider zu verwerfen.
    Für einen Schüler ist der lehrreichste Meister er selbst.
    "Ich bin der Geist, dein Freund. Warum hälst du Ausschau nach jemand anderem?" ( Rumi, ein Sufi)

  • Kusala
    Gast
    • 1. Januar 2012 um 19:48
    • #31
    Askan:

    In der Stelle sagt er nur, dass es möglich sei. Normalerweise vertritt Buddha die Auffassung, dass die meisten Menschen zum Erreichen des anderen Ufers mehrere Leben (gewidmet in einem achtsamen Leben voller Meditation) nötig sind.

    Kannst Du da ein Beispiel bringen?

    ()

  • Grund
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    • 1. Januar 2012 um 19:48
    • #32
    Askan:

    In der Stelle sagt er nur, dass es möglich sei. Normalerweise vertritt Buddha die Auffassung, ...


    :lol:

    Askan:


    Zen hingegen sieht das einwenig anders.


    Sieht denn Zen, "dass es möglich sei" oder vertritt Zen normalerweise eine Auffassung? 8)


    Kusala:
    Askan:

    In der Stelle sagt er nur, dass es möglich sei. Normalerweise vertritt Buddha die Auffassung, dass die meisten Menschen zum Erreichen des anderen Ufers mehrere Leben (gewidmet in einem achtsamen Leben voller Meditation) nötig sind.

    Kannst Du da ein Beispiel bringen?

    ()


    Menno ... du Spaßbremse :lol:

  • Kusala
    Gast
    • 1. Januar 2012 um 19:51
    • #33
    TMingyur:

    Menno ... du Spaßbremse :lol:

    Nun, ist ne ernste Sache oder? ;)

  • accinca
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    • 1. Januar 2012 um 20:54
    • #34
    Askan:

    In der Stelle sagt er nur, dass es möglich sei. Normalerweise vertritt Buddha die Auffassung, dass die meisten Menschen zum Erreichen des anderen Ufers mehrere Leben (gewidmet in einem achtsamen Leben voller Meditation) nötig sind. Vergleichend wie mit einer Brücke. Zen hingegen sieht das einwenig anders. Das wollte ich damit zum Ausdruck bringen. Hier geht es nicht um richtig oder falsch. Eine Verhärtung in Gedanken, Worten und Regeln, auch wenn sie von Buddha kommen, war nicht Buddhas Anliegen.


    Kaum anzunehmen, daß "Auffassung" die Sache trifft.
    Er wußte ja, das es solche und solche Menschen gibt.

  • Smirnoff
    Gast
    • 2. Januar 2012 um 01:55
    • #35
    Askan:

    @Smirnoff

    Ich finde deinen Text sehr interessant zu lesen. Ein wirklich denkwürdiger und hilfreicher Text. Könntest du deinen Text nicht kürzen und deine Gedanken dazu neu ordnen? Ein Text in konzentrierter Form eben. Leider muss ich Kritik dennoch äußern, denn dein Text ist nicht "angenehm" zu lesen. Zu viele Schachtelsätze innerhalb eines Textes können dem Leser einen Eindruck von wirren Gedanken vermitteln, obwohl der Autor ja weiß wo von er spricht. Es ist nur so, dass der Geist unbewusst gerne viele Schachtelsätze produziert, da er sich in seiner Unvollkommenheit dieser Welt nicht besser zu äußern weiß.


    Das liegt beim Leser, ob er einen denkwürdigen und hilfreichen Text ersieht, oder wirre Gedanken. Aber scheinbar wirre Gedanken nachvollziehen können, das spricht für sich, bei manchem Leser.
    Schachtelsätze können ihre Wirkung haben, muss man sie doch aufmerksam lesen, wenn man sie verstehen will und wenn wir die "akademische Welt" betrachten, so sind da eine Menge davon und das von auch sehr gebildeten Leuten. So kann man sie auch ganz bewusst bilden, damit die Bequemlichkeit, sie als "angenehm" zu empfinden, nicht gegeben ist. Eine rechte Anstrengung für manche.
    Meine Gedanken muss ich nicht neu ordnen und den Text auch nicht kürzen, wobei ich ihn natürlich für Dich kürzen kann, wenn er auch der selben Ordnung, nämlich meiner, unterliegt.
    "Bei der gewaltfreien Kommunikation kommt es auch darauf an, nicht provozierend zu sein, indem wir aufmerksam sind und den persönlichen Angriff vermeiden. Wir äussern keine direkten, oder versteckten, vermeintlich richtige Ansichten, welche nur An-Dichtungen sind, wie z.B. "Du bist ein Wirrkopf mit wirren Gedanken,", "Du bist ungebildet und unvollkommen, weisst Du Dich doch nicht besser zu äussern". Das hat etwas mit Anstand, Respekt und Würde zu tun, ist doch ein Aspekt des höchsten Ziels, welches wir ins Auge fassen, der höchste Friede.
    Mit Unachtsamkeit erreicht man dieses Ziel nicht.
    Für Dich nun kurz gefasst: "Wenn man von Provokationen nicht abstand nehmen kann, sondern den inneren Zwang verspürt, "Leider" kritisieren zu müssen, dann sollte man dies bei lauter Achtsamkeit bemerken und sich sagen "Schweigen ist Gold". Das Thema hier: Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation.

    Askan:

    Im Zen beispielsweise kann jemand innerhalb eines Leben es schaffen. Buddha hingegen meinte, dass mindestens mehrere Leben nötigen seien.


    Studieren wir den Palikanon, so hatte Buddha nur ca. 3500 Lebensjahre um zur vollen Verwirklichung zu gelangen, im Gegensatz zu vielen anderen, bei welchen hundertausend und mehr Lebensjahre dazu notwendig waren.
    Mag sein, dass Du das höchste Ziel in diesem einen Leben erreichst, doch wieviele hattest Du vorher ? Buddha war öfters im Dasein, z.B. als Bodhisattva und wir wissen nicht, wie oft als Nicht-Bodhisattva.

    Askan:

    Es ist eben wie ein "Trojaner" in der Informatik. Dieser fragt nicht nach Benutzerrechten oder Zugriffsrechten, er durchschlägt "einfach" brachial die Prozesse und Sicherheitsstufen und lässt sich nicht "limitieren". Es zeigt sich selbst als Wesen mit aller höchsten nötigen Rechten (gottgleich) um höchste Gewalt über das System zu erlangen.
    Nun aber wird wieder ersichtlich, wie unbedeuten das Erlangen der höchsten Gewalt in einer Welt der Leerheit ist, denn im Endeffekt ist es ein Kampf zwischen Individuen, die die Produkte eines wunschlosen Bewusstsein sind. Wo wir stehen, was wir sind, wohin wir gehen. Alles unerheblich im Hier & Jetzt, genauso wie in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Es spielt im wahrsten Sinne des Wortes keine Rolle und bringt uns Kopfzerbrechen bei der Analyse dieser beider Unterschiede, die wir als Paradoxe wahrnehmen, aber zugleich müssen wir "nur" schaffen sie sie als Oxymorone zu erkennne. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist die wahre und schwerste Kunst der Buddhaschaft.


    Die Buddhaschaft erlangen, geht nicht einher, die höchste Gewalt über das System zu erlangen und auszuüben, das ist klar, aber den höchsten Frieden zu erringen und sie geht einher damit, die Allwissenheit zu erlangen. Allwissenheit im buddhistischen Sinne natürlich = Alles zu Wissen, was notwendig ist.

    Zitat

    Kleine Anmerkung zur Achtsamkeitsmethode: Ein Läufer der zu seinem Ziel sprintet muss die Sachen um sich herum ausblenden, sonst würde er niemals ankommen. Es reicht völlig aus, die Informationen in Silhouetten wahr zu nehmen.


    Nur das Ziel vor Augen, aber (leicht und versteckt) zu provozieren, das ist eben nicht das Ziel als höchsten Frieden vor Augen zu haben. Die Dinge auszublenden, welche auf dem Weg zum Ziel notwendig sind, z.B. höchsten Frieden, ist nicht die Allwissenheit zu erreichen und nicht ans Ziel zu gelangen.
    Es ist ein bischen, wie die Maus, welche die Falle nicht erkennt, obwohl sie diese sieht und nach dem höchsten Ziel, dem Köder, schnappt, doch nicht mehr dazu kommt, ihn hinunter zu schlucken.

    Noch zum Läufer. Erst einmal trainiert er, macht mentales Training, ersinnt Taktiken, ernährt sich gesund, übt den Start. Schon vor dem Start konzentriert er sich voll, nimmt Position ein und ab Startschuss rennt er los. Dabei konzentriert er sich exakt auf seinen Laufstil, auf seinen Atem, auf seine Kräfteeinteilung, behält die Mitläufer im Auge, taktiert, sucht eine gute Position, oder schaut, dass er seine Laufbahn nicht verlässt. Beim verrichten seiner Arbeit kommt das Ziel automatisch näher. Nur sekundär konzentriert er sich auf das Ziel, damit er nicht die Richtung verliert, aber primär konzentriert er sich auf das Rennen.
    Das kannst Du nun auch mit einem Buddhisten vergleichen, der dem höchsten Ziel entgegen strebt. Erst einmal lernen, dann üben, dann versuchen zu Verwirklichen, dann... und am Ende ist er am Ziel und nicht am Anfang schon.

  • Smirnoff
    Gast
    • 2. Januar 2012 um 09:49
    • #36

    Bei der gewaltlosen Kommunikation ist es wichtig, auch zu unterscheiden, ob eine Aussage der Wahrheit entspricht, oder nicht. So kann z.B. einem Heuchler und Lügner durchaus gesagt werden, dass er ein solcher ist, doch eigentlich nur im Extremfall.
    Sagt jemand Heuchler und Lügner zu jemandem, der keiner ist, dann ist es gewaltsame Kommunikation.
    So haben dieselben Aussagen zwei unterschiedliche Anwendungen. Einmal ist es ein Wahn-Konstrukt, welches An-Gedichtet wird und einmal entspricht es der Wahrheit. Entscheidend ist wieder die Achtsamkeit, natürlich in Relation mit Redlichkeit. Beleidigung kann nicht sein, was wahr ist, aber Beleidigung ist, was nicht wahr ist. So darf der eine die Wahrheit sagen und der andere nicht die Lüge, sonst setzt er sich ins Unrecht. Gerne werden solche "Lügen" getarnt durch verharmlosende Redewendeungen. Z.B. "da könnte mancher auf die Idee kommen (ich ja gar nicht)", oder auch in Frageform "Könnte es nicht sein, dass Du so bist und so (wie ich es Dir nämlich jetzt Anhänge, dass Du bist)". Das Gewand dieser Gesinnung ist nicht heilig, sondern scheinheilig.
    An der Frucht erkennt man den Baum. Und man soll halt nicht anfangen zu provozieren, denn sonst könnte es Echo geben.
    S'isch nöt älls wohr, was glogen isch... (Es ist nicht alles wahr, was gelogen ist...).
    Hier zum Beispiel eine gewaltige Lehrrede von Jesus, dem doch niemand ernsthaft seine Friedfertigkeit, Gewaltlosigkeit und Wahrheitsliebe abstreiten möchte, und die sich dennoch gewaschen hat.

    Matthäus Kapitel 23: Gegen die Schriftgelehrten und Pharisäer

    Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern und sprach: Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer. Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen's zwar, tun's aber nicht. Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen. Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß. Sie sitzen gern obenan bei Tisch und in den Synagogen und haben's gern, daß sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder. Und ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Christus. Der größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließt vor den Menschen! Ihr geht nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Meer durchzieht, damit ihr einen Judengenossen gewinnt; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, doppelt so schlimm wie ihr. Weh euch, ihr verblendeten Führer, die ihr sagt: Wenn einer schwört bei dem Tempel, das gilt nicht; wenn aber einer schwört bei dem Gold des Tempels, der ist gebunden. Ihr Narren und Blinden! Was ist mehr: das Gold oder der Tempel, der das Gold heilig macht? Oder: Wenn einer schwört bei dem Altar, das gilt nicht; wenn aber einer schwört bei dem Opfer, das darauf liegt, der ist gebunden. Ihr Blinden! Was ist mehr: das Opfer oder der Altar, der das Opfer heilig macht? Darum, wer schwört bei dem Altar, der schwört bei ihm und bei allem, was darauf liegt. Und wer schwört bei dem Tempel, der schwört bei ihm und bei dem, der darin wohnt. Und wer schwört bei dem Himmel, der schwört bei dem Thron Gottes und bei dem, der darauf sitzt. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und laßt das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen. Ihr verblendeten Führer, die ihr Mücken aussiebt, aber Kamele verschluckt! Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier! Du blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit auch das Äußere rein wird! Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr seid wie die übertünchten Gräber, die von außen hübsch aussehen, aber innen sind sie voller Totengebeine und lauter Unrat! So auch ihr: von außen scheint ihr vor den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und Unrecht. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr den Propheten Grabmäler baut und die Gräber der Gerechten schmückt und sprecht: Hätten wir zu Zeiten unserer Väter gelebt, so wären wir nicht mit ihnen schuldig geworden am Blut der Propheten! Damit bezeugt ihr von euch selbst, daß ihr Kinder derer seid, die die Propheten getötet haben. Wohlan, macht auch ihr das Maß eurer Väter voll! Ihr Schlangen, ihr Otternbrut! Wie wollt ihr der höllischen Verdammnis entrinnen? Darum: siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte; und von ihnen werdet ihr einige töten und kreuzigen, und einige werdet ihr geißeln in euren Synagogen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zur andern, damit über euch komme all das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut des gerechten Abel an bis auf das Blut des Secharja, des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch: das alles wird über dieses Geschlecht kommen.

  • TheNoOneOne
    Gast
    • 2. Januar 2012 um 17:45
    • #37

    Geziemen
    Geziemt es sich nicht, man geziemt sich zu geziemen ?
    Geziemt man sich, so geziemt es sich,
    geziemt man sich nicht, so geziemt es sich nicht.

  • Smirnoff
    Gast
    • 2. Januar 2012 um 23:48
    • #38

    2. Rechte Gesinnung (sammā-sankappa)

    Was aber ist rechte Gesinnung? Entsagende Gesinnung (nekkhamma-sankuppa), haßlose Gesinnung (avyāpāda- sankappa) und friedfertige Gesinnung (avihimsā-sankappa).

    WELTLICHE UND ÜBERWELTLICHE GESINNUNG

    M.117

    Rechte Gesinnung, sage ich, ist von zweierlei Art: es gibt eine rechte Gesinnung, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstvoll ist und weltlichen Lohn bringt; und es gibt eine rechte Gesinnung, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.

    1. Entsagende Gesinnung, haßlose Gesinnung, friedfertige Gesinnung, das ist eine rechte Gesinnung, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstvoll ist und weltlichen Lohn bringt.

    2. Was da aber bei einem, der mit heiligem, ungetrübtem Herzen auf dem heiligen Pfade verweilt und den heiligen Pfad entfaltet, an Gedanke besteht, an Gedankenfassung, Denken, Beobachtung und Gerichtet sein der Gedanken, an Zielbewußtsein des Geistes, an sprachlicher Tätigkeit (des Geistes, vací-sankhāra): das ist eine rechte Gesinnung, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.

    VON DREI DINGEN BEGLEITET

    Wenn man nun verkehrte Gesinnung als verkehrt und rechte Gesinnung als recht erkennt, so hat man rechte Erkenntnis (sammā-ditthi). Während man sich aber bemüht, die verkehrte Gesinnung zu überwinden und die rechte Gesinnung zu erwecken, zu einer solchen Zeit übt man rechte Anstrengung (sammā-vāyāma) Während man aber voll Achtsamkeit die verkehrte Gesinnung überwindet und die rechte Gesinnung erweckt, zu einer solchen Zeit übt man rechte Achtsamkeit (sammā-sati).

    Somit gibt es drei Dinge, die die rechte Gesinnung begleiten und ihr folgen, nämlich: rechte Erkenntnis, rechte Anstrengung und rechte Achtsamkeit

    3. Rechte Rede (sammā-vācā)
    Was aber ist rechte Rede?

    ABSTEHEN VOM LÜGEN

    A.X.176

    1. Da hat einer das Lügen verworfen, vom Lügen steht er ab. Die Wahrheit spricht er, ist der Wahrheit ergeben, an der Wahrheit hält er fest, ist vertrauenswürdig, betrügt die Menschen nicht. Kommt er nun in eine Gesellschaft von Leuten oder unter Männer oder Verwandte oder in eine Körperschaft oder wird er vor Gericht geladen und als Zeuge aufgefordert auszusagen, was er wisse, so antwortet er, wenn er nichts weiß: ,Ich weiß nichts'; und wenn er weiß, sagt er: ,Ich weiß'. Hat er nichts gesehen, so sagt er: ,Ich habe nichts gesehen'; hat er aber etwas gesehen, so sagt er: ,Ich habe etwas gesehen'. So spricht er weder um seiner selbst willen noch um eines anderen willen noch um irgend eines weltlichen Vorteils willen jemals eine bewußte Lüge.

    ABSTEHEN VON ZWISCHENTRÄGEREI

    2. Zwischenträgerei hat er verworfen, von Zwischenträgerei steht er ab. Was er hier gehört hat, erzählt er dort nicht wieder, um jene zu entzweien; und was er dort gehört hat, erzählt er hier nicht wieder, um diese zu entzweien. So einigt er Entzweite, ermutigt die Geeinigten, an Eintracht hat er Freude und Gefallen, und Eintracht fördernde Worte spricht er.

    ABSTEHEN VON ROHER REDE

    3. Rohe Rede hat er verworfen, von roher Rede steht er ab. Worte, die untadelig sind, dem Ohre angenehm, liebreich, zum Herzen gehend, höflich, vielen lieb und angenehm, solche Worte spricht er.

    In M.21 heißt es::—Selbst wenn da einem ein Räuber mit einer doppelgriffigen Säge Gelenke und Glieder durchschneidet, so würde, wer da in Zorn geriete, nicht meine Weisung befolgen. Da hat man sich nun also zu üben: ,Nicht soll mein Geist außer sich geraten! Nicht darf ich üble Worte äußern! Von Wohlwollen und gütiger Gesinnung erfüllt will ich bleiben, ohne Groll in meinem Innern; und jene Person will ich mit gütiger Gesinnung durchdringen, und darauf gestützt will ich die ganze Welt mit gütigem Geiste durchdringen, einem weiten, entfalteten, unbeschränkten, frei von Haß und Übelwollen.

    ABSTEHEN VON LEEREM GESCHWÄTZ

    4. Leeres Geschwätz hat er verworfen, von leerem Geschwätz steht er ab. Zur rechten Zeit spricht er, den Tatsachen und dem Sinne gemäß, spricht über die Lehre und sittliche Zucht. Seine Worte sind denkwürdig, begründet, abgemessen und sinnvoll.

    Was nun, ihr Jünger, ist rechte Rede?

    WELTLICH UND ÜBERWELTLICH

    M.117

    Rechte Rede, sag ich, ist von zweierlei Art: es gibt eine rechte Rede, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich ist und weltlichen Lohn bringt; und es gibt eine rechte Rede, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.

    1. Das Abstehen von Lüge, Zwischenträgerei, roher Rede und leerem Geschwätz: das ist eine rechte Rede, die noch den Trieben unterworfen ist, verdienstlich ist und weltlichen Lohn bringt.

    2. Was da aber bei einem, der mit heiligem, ungetrübtem Herzen auf dem heiligen Pfade verweilt und den heiligen Pfad entfaltet, Abwendung, Wegwendung, Enthaltsamkeit und Abstehen vom vierfach üblen Wandel in Worten ist: das ist eine rechte Rede, die edel ist, triebfrei, überweltlich und zum edlen Pfade gehört.

    VON DREI DINGEN BEGLEITET

    Wenn man nun verkehrte Rede als verkehrt und rechte Rede als recht erkennt, so hat man rechte Erkenntnis. Während man sich aber bemüht, die verkehrte Rede zu überwinden und die rechte Rede zu erwecken, zu einer solchen Zeit übt man rechte Anstrengung. Während man aber voll Achtsamkeit die verkehrte Rede überwindet und die rechte Rede erweckt, zu einer solchen Zeit übt man rechte Achtsamkeit.

    Somit gibt es drei Dinge, die die rechte Rede begleiten und ihr folgen, nämlich: rechte Erkenntnis, rechte Anstrengung und rechte Achtsamkeit

  • Askan
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    • 3. Januar 2012 um 02:04
    • #39

    @Smirnoff

    Man sieht das, was man sehen will. Oder bidlicher ausgedrückt: der Mensch liebt es im Allgemeinen wie Don Quichotte gegen Windmühle zu kämpfen, was nicht nötig ist. Ich wollte dich nicht angreifen. Das war nicht mein Absicht. Mein Anliegen war es, deine wertvollen Gedanken und Überlegungen für andere in noch konzentrierter Form so auf zu bereiten, dass sie leichter aufgenommen werden. Viele deiner Beiträge lese ich gerne.
    Schade eigentlich, dass du dich bei der Zitierung meines Posts so austobst. Ich verspüre nicht den Drang, jemanden derart zu zerflücken zu wollen. Warum auch. Aber vielleicht hab ich das auch nur in falsch aufgefasst. Ich sehe es jedenfalls gelassen.
    Manche meiner Äußerungen wecken den Anschein, dass sie gegen das Ego anderer gerichtet sind. Daran ist mir so gar nicht gelegen. Für mich ist nur "Klarheit" wichtig. Abschweifend, aber nicht wirklich zum Thema passend, muss ich sagen, dass ich Menschen achte und ehre, die mir die Wahrheit direkt ins Gesicht sagen. Nichts kränkt mich mehr, als wenn ein Jemand mir versucht Honig um den Mund zu schmieren wobei er ja keine Sympathie für mich hägt. Ab dem Zeitpunkt eines offenen Gesrpäches mit vielleicht unschönen Ansichten, aber ernst gemeinten Anliegen, stellt sich automatisch ein gewisse Sympathie oder Status Quo ein. Schon ein winziges Teilchen an Achtung kann der Funke für eine Freundschaft sein.

    Ich habe früher oft selbst die "unmöglichsten" Schachtelsätze gebildet. Ich weiß wo von ich spreche. Für Leser sind kurze Sätze besser verständlich.
    Nach dieser Erkenntnis habe ich aufgehört, lange Sätze, die Rattenschwänze gleichen, zu bilden.

    Der Zen-Buddhismus greift die Lehren des Buddha auf um sie dann wider zu verwerfen.
    Für einen Schüler ist der lehrreichste Meister er selbst.
    "Ich bin der Geist, dein Freund. Warum hälst du Ausschau nach jemand anderem?" ( Rumi, ein Sufi)

  • Onyx9
    Gast
    • 3. Januar 2012 um 03:27
    • #40
    TheNoOneOne:

    Geziemen
    Geziemt es sich nicht, man geziemt sich zu geziemen ?
    Geziemt man sich, so geziemt es sich,
    geziemt man sich nicht, so geziemt es sich nicht.

    Letztes Jahr hat mich eine Frau höhnisch angegrinst ( hat ne längere Geschichte ); sie ist noch immer ne große Nummer in ihrem Zentrum.
    Ich ignoriere sie weil sie unter die Gürtellinie gegangen ist, mag ich generell nicht. Das bringt sie tierisch auf und sie beisst sich an meinen Waden fest.
    Was soll ich nun tun ?
    Sie Sache ist doch die - es gibt solche Leute auch im buddhistischen Sektor und gerade dort weil sie meinen ihre Pfründe verteidigen zu müssen.
    Man hat doch schon genug zutun mit dem eigenen Geist; wenn mir was "auf den Geist geht"- dann Obacht !
    Die Veränderung hin zum Negativen findet immer im eigenen Geist statt, ob man grollt, wütend ist, machtbesessen, voller Rachegedanken.
    Man ändert ja die anderen nicht, man kann nur aufpassen selber einigermaßen sauber zu bleiben.

  • Grund
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    18. Juni 2011
    • 3. Januar 2012 um 05:32
    • #41
    Onyx9:
    TheNoOneOne:

    Geziemen
    Geziemt es sich nicht, man geziemt sich zu geziemen ?
    Geziemt man sich, so geziemt es sich,
    geziemt man sich nicht, so geziemt es sich nicht.

    Letztes Jahr hat mich eine Frau höhnisch angegrinst ( hat ne längere Geschichte ); sie ist noch immer ne große Nummer in ihrem Zentrum.
    Ich ignoriere sie weil sie unter die Gürtellinie gegangen ist, mag ich generell nicht. Das bringt sie tierisch auf und sie beisst sich an meinen Waden fest.
    Was soll ich nun tun ?


    Überrasche dich selbst und sie mit freundlicher Zuwendung/Aufmerksamkeit. Das wird für sie und für dich zur Erleuchtung.

    Onyx9:


    Die Veränderung hin zum Negativen findet immer im eigenen Geist statt, ob man grollt, wütend ist, machtbesessen, voller Rachegedanken.


    Es verändert sich nichts, gar nichts. Null.

  • Smirnoff
    Gast
    • 3. Januar 2012 um 06:35
    • #42
    Onyx9:

    Letztes Jahr hat mich eine Frau höhnisch angegrinst ( hat ne längere Geschichte ); sie ist noch immer ne große Nummer in ihrem Zentrum.
    Ich ignoriere sie weil sie unter die Gürtellinie gegangen ist, mag ich generell nicht. Das bringt sie tierisch auf und sie beisst sich an meinen Waden fest.
    Was soll ich nun tun ?
    Sie Sache ist doch die - es gibt solche Leute auch im buddhistischen Sektor und gerade dort weil sie meinen ihre Pfründe verteidigen zu müssen.
    Man hat doch schon genug zutun mit dem eigenen Geist; wenn mir was "auf den Geist geht"- dann Obacht !
    Die Veränderung hin zum Negativen findet immer im eigenen Geist statt, ob man grollt, wütend ist, machtbesessen, voller Rachegedanken.
    Man ändert ja die anderen nicht, man kann nur aufpassen selber einigermaßen sauber zu bleiben.

    Alles anzeigen

    Dazu habe ich eine schöne Annekdote von einem Mönch.
    Es läuft einer jeden Morgen zur Arbeit und geht immer auf derselben Strassenseite. Da es immer dieselbe Uhrzeit ist, kommt ihm auf der anderen Strassenseite immer derselbe Typ entgegen und ruft "Na, Du Vollidiot, schon wieder Du !".
    Da die Strasse zu sehr befahren ist, kann er die Seite nicht wechseln und es ist auch noch ein Stacheldraht dazwischen gezogen. Und jeden morgen dasselbe. Er fühlt sich verletzt, ist da doch so ein missratener Kerl und pöbelt ohne Grund und immer ihn an. Es ist ihm peinlich vor den anderen Leuten und er ist wütend und kocht jedesmal von Neuem.
    Eines Tages langt es ihm, er nimmt einen Stein auf und ruft hinüber: "Na warte, Dir werde ich's zeigen", holt mit der Hand zum Werfen aus, da fällt ihm eine Frau in den Arm und sagt höflich, aber bestimmt: "Machen sie das bitte nicht, der Mann auf der anderen Strassenseite ist geisteskrank und in psychiatrischer Behandlung". Da warf er den Stein weg und war nicht mehr wütend, denn er hatte verstanden und bedankte sich bei der Frau.

    Seit ich dies las, bin ich selbst im Wandel. Was als persönlich an einen herangetragen wird, ist nur das Problem des anderen auf mich projiziert. Eine sehr gefährliche Geisteskrankheit ist diese Selbstsucht. Wie soll ich diese Krankheit der anderen nun aber noch persönlich nehmen ? Besser, ich nehme meine persönlich und schaue nach Heilung.

    Härzlichi Grüess
    Smirnoff

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (3. Januar 2012 um 07:06)

  • Smirnoff
    Gast
    • 3. Januar 2012 um 07:04
    • #43

    Askan

    Askan:


    Man sieht das, was man sehen will. Oder bidlicher ausgedrückt: der Mensch liebt es im Allgemeinen wie Don Quichotte gegen Windmühle zu kämpfen, was nicht nötig ist. Ich wollte dich nicht angreifen. Das war nicht mein Absicht. Mein Anliegen war es, deine wertvollen Gedanken und Überlegungen für andere in noch konzentrierter Form so auf zu bereiten, dass sie leichter aufgenommen werden. Viele deiner Beiträge lese ich gerne.
    Schade eigentlich, dass du dich bei der Zitierung meines Posts so austobst.


    Tue ich nicht, bin völlig gelassen.

    Askan:

    Ich verspüre nicht den Drang, jemanden derart zu zerflücken zu wollen. Warum auch. Aber vielleicht hab ich das auch nur in falsch aufgefasst. Ich sehe es jedenfalls gelassen.


    Gut siehst Du dies gelassen. Es ging mir nicht darum, Dich zu zerpflücken, sondern die Sache zu zerpflücken und Dir einen Hinweis zu geben, so eine Art "Denk-Mal" zu setzen. Typisch buddhistische Art, die Zerpflückerei. Ginge es mir darum Dich zu zerpflücken, dann hätte ich Dein Originalpost dazu herangezogen, bevor Du es korrigiert hattest und dann hättest Du ganz andere Worte wahrgenommen, wie das gesamte Forum dann auch. Das kann es aber wirklich nicht sein. Aber genau deswegen empfindest Du mein post ganz anders, als andere, darüber sei Dir sehr bewusst. Normalerweise würde ich nicht auf solche posts eingehen, doch hier geht es um Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation, weshalb es auch ein Beispiel darstellt. Es geht für Dich vielleicht um Dich persönlich, für all die Anderen geht es überhaupt nicht um Dich, oder mich, resp. sollte es zumindest nicht, es soll ja keiner sagen, es sei ihm nie so ergangen wie uns, ausser jener Eine aus TheLife of Brian, der, als Brian sagte, jeder Mensch sei anders, als der andere, als Einziger in die Menge hineinruft "ICH NICHT" :lol: .

    Askan:

    Manche meiner Äußerungen wecken den Anschein, dass sie gegen das Ego anderer gerichtet sind. Daran ist mir so gar nicht gelegen. Für mich ist nur "Klarheit" wichtig. Abschweifend, aber nicht wirklich zum Thema passend, muss ich sagen, dass ich Menschen achte und ehre, die mir die Wahrheit direkt ins Gesicht sagen. Nichts kränkt mich mehr, als wenn ein Jemand mir versucht Honig um den Mund zu schmieren wobei er ja keine Sympathie für mich hägt. Ab dem Zeitpunkt eines offenen Gesrpäches mit vielleicht unschönen Ansichten, aber ernst gemeinten Anliegen, stellt sich automatisch ein gewisse Sympathie oder Status Quo ein. Schon ein winziges Teilchen an Achtung kann der Funke für eine Freundschaft sein.


    Das Fettgedruckte ist genau der Punkt. Da sind Dinge, welche man sich sparen kann zu schreiben, weil sie eventuell in den falschen Hals rutschen. Meistens sind dies Vorstellungen, welche nur unter gerade den angenommenen Fakten Bestand haben, hätte man aber alle Fakten, diese Bestandhaftigkeit dann zusammenbröckeln würde. Und es betrifft genau dieses "Daran ist mir so gar nicht gelegen" ! Hier einfach versuchen, diese Dinge zu verkneifen und schon war dieses Thema hier ein wertvolles für Dich.
    Ich erkenne hier Deinen Drang nach Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit, das ehrt Dich, Askan und ich schätze das sehr.

    Askan:

    Ich habe früher oft selbst die "unmöglichsten" Schachtelsätze gebildet. Ich weiß wo von ich spreche. Für Leser sind kurze Sätze besser verständlich. Nach dieser Erkenntnis habe ich aufgehört, lange Sätze, die Rattenschwänze gleichen, zu bilden.


    Die Wahrheit liegt auch hier wieder einmal in der Mitte, glaube ich. Kurze und einfache Sätze geben, wegen der sofortigen Klarheit, der Konzentration Freiraum, sich auf gewisse Tendenzen zu stürzen und sofort los zu interpretieren, schon während dem Lesen und dies sind dann jene einseitigen Ansichten, welche sich herausbilden, welche ständige Scharmützel in Missverständnissen auslösen. Komplizierte, lange Sätze, sind geeignet, die Konzentration höher zu halten, was den Gesamteindruck besser ermöglicht, so die Botschaft des Senders beim Empfänger besser ankommt und der Empfänger also eher merkt, wie es vom sender gemeint war, doch werden sie leider nicht von allen verstanden.
    Je nach nach Empfänger also etwas anders, mal so und mal so, wenn man sich auch in der Wahl, wie auch der Mixtur verhauen kann.

    Härzlichi Grüess
    Smirnoff

  • TheNoOneOne
    Gast
    • 3. Januar 2012 um 10:20
    • #44
    Onyx9:
    TheNoOneOne:

    Geziemen
    Geziemt es sich nicht, man geziemt sich zu geziemen ?
    Geziemt man sich, so geziemt es sich,
    geziemt man sich nicht, so geziemt es sich nicht.

    Letztes Jahr hat mich eine Frau höhnisch angegrinst ( hat ne längere Geschichte ); sie ist noch immer ne große Nummer in ihrem Zentrum.
    Ich ignoriere sie weil sie unter die Gürtellinie gegangen ist, mag ich generell nicht. Das bringt sie tierisch auf und sie beisst sich an meinen Waden fest.
    Was soll ich nun tun ?
    Sie Sache ist doch die - es gibt solche Leute auch im buddhistischen Sektor und gerade dort weil sie meinen ihre Pfründe verteidigen zu müssen.
    Man hat doch schon genug zutun mit dem eigenen Geist; wenn mir was "auf den Geist geht"- dann Obacht !
    Die Veränderung hin zum Negativen findet immer im eigenen Geist statt, ob man grollt, wütend ist, machtbesessen, voller Rachegedanken.
    Man ändert ja die anderen nicht, man kann nur aufpassen selber einigermaßen sauber zu bleiben.

    Alles anzeigen


    Deine Frage, "Was soll ich nun tun?". Was würde sich geziemen ?
    Verständnis für diese Frau entwickeln. Du ignorierst sie und das bringt sie auf die Palme und sie beisst sich an Deinen Waden fest. Ein ganz natürlicher Vorgang. "Was erlaubt die sich, mich zu ignorieren ? Da bin ich besser als die ! (Selbsterhöhung wegen gefühlter Demütigung) Und der werd' ichs zeigen (Hass, Rache, aus Verletztheit heraus)". Da spielt es keine Rolle mehr für sie, warum dies alles. Wenn Du so verstehst, dass sie auch nur unter Selbstsucht leidet und ihre "Krankheit" mit Dir nichts zu tun hat, also weisst, dass sie auch nur im Dickicht der Ansichten gefangen ist, dann entwickelst Du Mitgefühl. Mit Metta kannst Du ihr begegnen, statt mit Ignoranz. Das wirkt Wunder, ohne, dass Du sie ansprechen müsstest. Dies weicht die Verkrustungen auf, auch wenn Du nur an ihr vorbeiläufst, wenn es auch oft sein muss und Zeit braucht. Am Anfang ist das nicht so einfach, denn die Fronten sind verhärtet. Vergiss nicht, was die Ursache des Disputs ist und auch nicht, wie sie damit umzugehen pflegt, und sei ihr gegenüber sehr achtsam, denn "Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste". Ihr vielleicht auch einmal einen kleinen Gefallen tun, das würde ihr zeigen, dass Du eigentlich dieses "Kriegsbeil" satt hast und es begraben möchtest. Wenn ihr etwas herunterfällt, könntest Du es z.B. aufheben und ihr geben. Am Anfang mag das aber schon zuviel sein, denn da greifst Du ja nach ihren Dingen. Aber vielleicht einmal die Haustüre für sie aufhalten, wenn sie gerade auch auf diese zuläuft und dann ohne Worte weiter gehen ? Vielleicht bedankt sie sich ? Vielleicht ein verständiges Nicken ? Und störe Dich nicht daran, dass sie immer noch auf ihrem hohen Rösslein sitzen muss, sie kann nicht anders. Das ist nicht Dein Problem. Dem kannst Du auch nur mit Gelassenheit und Bestimmtheit begegnen und dabei nicht zu hart sein. Steter Tropfen höhlt den Stein.
    Das weisst Du alles ganz genau und so ist mein Ratschlag eigentlich keiner, sondern nur eine Bestätigung Deines Wissens. Da meine ich nur noch: Wende es an.

  • Onyx9
    Gast
    • 4. Januar 2012 um 00:10
    • #45

    Danke für deine lange Antwort TNNO. Und nochmals: Schön, dass du wieder zurück bist !

    Mein Problem ist, dass ich generell ein Problem habe mit Machtmenschen habe; ich hatte hier mal einen Thread dazu,
    der sehr ergiebig war und mir auch sehr weitergeholfen hat. Es fällt mir sehr schwer Mitgefühl für solche Leute zu entwickeln,
    obwohl ich natürlich weiß, das sie ein Selbstwertproblem haben, nur reflektieren sie es eben nie.
    Ich geh da nicht
    ohne Metta rein, das geziemt sich auch nicht einen Fuß auf so ein Terrain zu setzen ohne anständiges open-mind Verhalten.
    Das Problem ist nun, dass sie es geschafft hat das Basic-Territorium unter ihre Fuchtel zu kriegen. Ich geh da ja manchmal rein
    und setz mich in eine der Meditationsräume, was sonst niemanden stört. Letztens ist sie wie eine Furie zu mir rein,
    an mir vorbeigerannnt, am Altar irgendwas rumgeraschelt und wie ne Dampflock wieder abgezischt; hat sich im Büro unten
    aufgeregt, aber ne nette Abfuhr gekriegt.

    Ist Trotz nun was unziemliches ?

    Oder ne kleine stille Neckerei a la: ich komm trotzdem immer wieder hier rein, ud wenn du nen Herzinfarkt kriegst ?
    Schließlich ist das ansonsten ein offener Ort und ich hab jahrelang ehrenamtlich mit aufgebaut. Nun ist das ja so, dass man den Vaijarana Leuten dort nicht kommen braucht mit: ich hab da ein Problem , ein Konflikt mit jemanden. Die lächeln, nicken, schweigen, sagen : so, so und dreh sich um und gehn. Also ist da keine Mediation zu erwarten.

    ich glaub, wenn ich ihr den kleinen Finger reiche mit diesem Selbstschutzlächeln im Mundwinkel, dann würde sie das als Affront auffassen.
    Also ignoriere ich sie. Aber das ist kein böses Ignorieren.

    Is Ignorieren, also Schulterzucken, unziemlich ?

    Ich müsste sie als Platzhirsch akzeptieren und das widerstrebt meiner Natur. Das ist das einzige ws sie milde stimmen würde, das weiß ich.

    Rumlügen ist unziemlich, soviel weiß ich.

    Irgendwie amüsiert mich das alles natürlich auch :lol: Ich bin halt ein schlimmer Finger, das Feindbild in ihrem Kopf wusste es schon imma. :D

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (4. Januar 2012 um 00:15)

  • Onyx9
    Gast
    • 4. Januar 2012 um 00:12
    • #46
    Smirnoff:
    Onyx9:

    Letztes Jahr hat mich eine Frau höhnisch angegrinst ( hat ne längere Geschichte ); sie ist noch immer ne große Nummer in ihrem Zentrum.
    Ich ignoriere sie weil sie unter die Gürtellinie gegangen ist, mag ich generell nicht. Das bringt sie tierisch auf und sie beisst sich an meinen Waden fest.
    Was soll ich nun tun ?
    Sie Sache ist doch die - es gibt solche Leute auch im buddhistischen Sektor und gerade dort weil sie meinen ihre Pfründe verteidigen zu müssen.
    Man hat doch schon genug zutun mit dem eigenen Geist; wenn mir was "auf den Geist geht"- dann Obacht !
    Die Veränderung hin zum Negativen findet immer im eigenen Geist statt, ob man grollt, wütend ist, machtbesessen, voller Rachegedanken.
    Man ändert ja die anderen nicht, man kann nur aufpassen selber einigermaßen sauber zu bleiben.

    Alles anzeigen

    Dazu habe ich eine schöne Annekdote von einem Mönch.
    Es läuft einer jeden Morgen zur Arbeit und geht immer auf derselben Strassenseite. Da es immer dieselbe Uhrzeit ist, kommt ihm auf der anderen Strassenseite immer derselbe Typ entgegen und ruft "Na, Du Vollidiot, schon wieder Du !".
    Da die Strasse zu sehr befahren ist, kann er die Seite nicht wechseln und es ist auch noch ein Stacheldraht dazwischen gezogen. Und jeden morgen dasselbe. Er fühlt sich verletzt, ist da doch so ein missratener Kerl und pöbelt ohne Grund und immer ihn an. Es ist ihm peinlich vor den anderen Leuten und er ist wütend und kocht jedesmal von Neuem.
    Eines Tages langt es ihm, er nimmt einen Stein auf und ruft hinüber: "Na warte, Dir werde ich's zeigen", holt mit der Hand zum Werfen aus, da fällt ihm eine Frau in den Arm und sagt höflich, aber bestimmt: "Machen sie das bitte nicht, der Mann auf der anderen Strassenseite ist geisteskrank und in psychiatrischer Behandlung". Da warf er den Stein weg und war nicht mehr wütend, denn er hatte verstanden und bedankte sich bei der Frau.

    Seit ich dies las, bin ich selbst im Wandel. Was als persönlich an einen herangetragen wird, ist nur das Problem des anderen auf mich projiziert. Eine sehr gefährliche Geisteskrankheit ist diese Selbstsucht. Wie soll ich diese Krankheit der anderen nun aber noch persönlich nehmen ? Besser, ich nehme meine persönlich und schaue nach Heilung.

    Härzlichi Grüess
    Smirnoff

    Alles anzeigen

    Sehr gute Geschichte, Herr Schnaps ! Es sind nur nicht alle geisteskrank die einen anmachen :D

  • Smirnoff
    Gast
    • 4. Januar 2012 um 01:08
    • #47
    Onyx9:

    Sehr gute Geschichte, Herr Schnaps ! Es sind nur nicht alle geisteskrank die einen anmachen :D

    Direkte Aussage, ohne Zulassen von anderen Möglichkeiten, bestimmt und unwiderruflich erscheinend.

    Je mehr Mitgefühl, umso mehr erkennt man das Dilemma, je weniger, um so mehr erkennt man die Strafwürdigkeit. Wir bewegen uns irgendwie dazwischen, hin und her, Flip, Flop.

    Geisteskrank heisst krank im Geist, also etwas spirituell krankes. Selbstsucht wird im Buddhismus als Geisteskrankheit angesehen. Das darfst Du negieren, klar, doch guckst Du hier:

    Anapanasati - Die sanfte Heilung einer spirituellen Krankheit :idea:
    http://dhamma-dana.de/buecher/buddha…anapanasati.pdf

    Ergo, DU GEISTESKRANK !!! (nicht beleidigend gemeint, denn --> ).............................................................................................(ICH auch...)

    Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung... :!:

  • TheNoOneOne
    Gast
    • 4. Januar 2012 um 02:28
    • #48
    Onyx9:

    Danke für deine lange Antwort TNNO. Und nochmals: Schön, dass du wieder zurück bist !


    Ja, danke, bin im Moment auch keinen destruktiven Angriffen augesetzt.

    Zitat

    Mein Problem ist, dass ich generell ein Problem habe mit Machtmenschen habe; ich hatte hier mal einen Thread dazu,
    der sehr ergiebig war und mir auch sehr weitergeholfen hat. Es fällt mir sehr schwer Mitgefühl für solche Leute zu entwickeln,
    obwohl ich natürlich weiß, das sie ein Selbstwertproblem haben, nur reflektieren sie es eben nie.


    Den selben Koller hatte ich früher auch (und manchmal heute...), das verstehe ich nur zu gut.

    Zitat

    Ich geh da nicht
    ohne Metta rein, das geziemt sich auch nicht einen Fuß auf so ein Terrain zu setzen ohne anständiges open-mind Verhalten.
    Das Problem ist nun, dass sie es geschafft hat das Basic-Territorium unter ihre Fuchtel zu kriegen. Ich geh da ja manchmal rein
    und setz mich in eine der Meditationsräume, was sonst niemanden stört. Letztens ist sie wie eine Furie zu mir rein,
    an mir vorbeigerannnt, am Altar irgendwas rumgeraschelt und wie ne Dampflock wieder abgezischt; hat sich im Büro unten
    aufgeregt, aber ne nette Abfuhr gekriegt.

    Ist Trotz nun was unziemliches ?


    Trotz ist etwas unziemliches, ja. Wenn auch sehr verständlich. Wir haben ihn in der analen Kindheitsphase entwickelt. Er ist also vom A....(nus) abgeleitet. Es gibt zwei Arten von Lachen. Eines kommt von dort, das andere kommt von Herzen. Trotz kommt von Trutz und ist ein Schutzmechanismus, der aufkommt, wenn man das Gefühl hat, dass die innerste Ethik verletzt wurde und man dem ohnmächtig gegenüber steht, also keine anderen Mittel ersieht, wie man dem anders begegnen könnte. Kommt die eigene Dünkelhaftigkeit dazu, dass man tausend rationale Gründe sieht, Hass zu haben, denn die Matrone hat es ja nicht anders verdient. Am liebsten gäbe man ihr mit einem 45er Colt namens Peacemaker einen Kopfschuss vor versammelter Mannschaft und gut wäre, wäre da nicht so verschiedenes, was dagegen spricht...!
    Hier dann Metta zu entwickeln, das geht nicht einfach, denn aller Anfang ist schwer. Je mehr Du sie als krank ansiehst, um so mehr Mitgefühl kannst Du entwickeln. Krank im Sinne eines leukämiekranken Kleinkindes. Und, Mitgefühl heisst nicht, sie unbedingt zart zu behandeln, manchesmal ist ein Tritt in den Allerwertesten heilsam und ein verständnisvolles Wort unheilsam.

    Zitat

    Oder ne kleine stille Neckerei a la: ich komm trotzdem immer wieder hier rein, ud wenn du nen Herzinfarkt kriegst ?
    Schließlich ist das ansonsten ein offener Ort und ich hab jahrelang ehrenamtlich mit aufgebaut. Nun ist das ja so, dass man den Vaijarana Leuten dort nicht kommen braucht mit: ich hab da ein Problem , ein Konflikt mit jemanden. Die lächeln, nicken, schweigen, sagen : so, so und dreh sich um und gehn. Also ist da keine Mediation zu erwarten.


    Ja die NaseWeisen, auf die kannst Du pfeifen. Hier musst Du der Mediator sein, oder besser, der Erzieher.

    Zitat

    ich glaub, wenn ich ihr den kleinen Finger reiche mit diesem Selbstschutzlächeln im Mundwinkel, dann würde sie das als Affront auffassen.
    Also ignoriere ich sie. Aber das ist kein böses Ignorieren.

    Is Ignorieren, also Schulterzucken, unziemlich ?


    Es bleibt Ignoranz, kann man drehen und wenden, wie man will und sei es nicht böse, sondern Schutz, sie fasst es als böse auf.

    Zitat

    Ich müsste sie als Platzhirsch akzeptieren und das widerstrebt meiner Natur. Das ist das einzige ws sie milde stimmen würde, das weiß ich.


    Richtig, doch es geht auch anders, wenn Du sie erziehen willst, oder wenn es denn sein muss.

    Zitat

    Rumlügen ist unziemlich, soviel weiß ich.


    Ja und es würde Dir nur schaden.

    Zitat

    Irgendwie amüsiert mich das alles natürlich auch :lol: Ich bin halt ein schlimmer Finger, das Feindbild in ihrem Kopf wusste es schon imma. :D


    Eben, Du spielst das Spielchen auf Deine Art mit.

    Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation ist nicht einfach und so manche Mittel sind gar grenzwertig.
    Wenn Du schaust, woher sie ihre Arroganz nimmt wirst Du erkennen, dass sie einschüchternd wirkt, auch auf Dich, und mehr noch. Da sind dann diejenigen, welche kuschen und diejenigen, welche sie auf ihrer Seite hat. Sie ist extrovertiert. Das heisst, für ihren sekundären Krankheitsgewinn braucht sie die anderen als Bestätigung. Hat sie hier kein ihren Wahn förderndes Feedback, wird sie verunsichert und wenn der Verlauf dieses Feedback nicht hergibt, dann wird sie aufgrund von moralischen Wahrheiten, welche ihr entgegengestellt werden können, einknicken.
    Wird das oft genug wiederholt, dann wird ihr hohes Ross kleiner werden. Je mehr sie sich ins Unrecht setzt, umso mehr werden die Leute mit ihr nicht mehr einverstanden sein.
    Verunsichern kann man sie, indem man den Kopf langsam schüttelt, wenn sie spricht. Vor allem wenn sie etwas richtiges sagt.
    Oder man schaut sie nicht an, wenn sie mit einem redet, aber auch nicht nach unten.
    Dann kann man auch schlagfertig sein, indem man sich gewisse Sätze schon vorbereitet.
    Rennt sie so einfach durch den Meditationsraum : "Was ein Galopp hier aber auch, mein Sensibelchen"
    Wenn sie dann meint, was das soll "Nimm auch mal Rücksicht auf die Intimsphäre anderer und benimm Dich hier nicht wie ein Trampel"
    Fordert sie einem auf, sie anzuschauen, wenn sie mit einem spricht "Ich seh' Dich mit den Ohren Süsse, doch Dein Anblick bleibt für mich unerhört"
    Fragt sie, warum Du uneinig bist bei Kopfschütteln, während sie redet "Doch, doch, schon gut, kommt mir alles sehr schlau vor"
    Wenn sie wie eine Furie durch die Gegend tanzt, ihr den Weg versperren, aufstampfen, sie anschauen und sagen „Wat is dat denn …?“ und dann den Weg wieder frei machen.
    Das Wichtigste ist jedoch, keine Reaktion von Erschrecktsein zeigen, sondern lieber dieses Schutzlächeln, auch wenn es sie auf die Palme bringen sollte, und im Widerspruch stets mit Wahrheit die anderen überzeugen, so sie deren positive Zustimmung nicht bekommt.
    Die Eingeschüchterten werden Dir im Stillen zustimmen und bei ihrem Fanclub wird Zweifel aufkommen. Das spürt sie dann ganz genau und sie wird vorsichtiger werden !
    Es kommt allerdings darauf an, was es Dir wert ist, denn solche Investition ist aufwändig und langwierig und da muss es sich schon lohnen.
    Dies versuche ich hier aus einer ganz schönen Entfernung zu verstehen und einzuschätzen, ich hoffe, ich liege da nicht allzuweit daneben.
    Wenn Du Dich ihrer annimmst, so wie sie das braucht um vom hohen Ross zu kommen, ist das dann nicht auch Metta und Karuna?
    Natürlich kannst Du sie auch links liegen lassen (kein Metta und kein Karuna), doch sie wäre ein gutes "Trainingsgerät" für Achtsamkeit, gewaltfreie Kommunikation, Machtkollerbewältigung, Trotzüberwindung, Wahrheitsdurchsetzung, oder nicht ? Und ihr schadet das sicherlich nicht.
    Sorry für die lange Antwort, fühlte mich von meiner Vergangenheit eingeholt... :D

  • monikamarie
    Gast
    • 4. Januar 2012 um 08:46
    • #49
    TheNoOneOne:


    Achtsamkeit und gewaltfreie Kommunikation ist nicht einfach und so manche Mittel sind gar grenzwertig.
    Wenn Du schaust, woher sie ihre Arroganz nimmt wirst Du erkennen, dass sie einschüchternd wirkt, auch auf Dich, und mehr noch.

    Guten Morgen TNOO,
    nein es ist nicht einfach, schon gar nicht, wenn Du es mit weltlichen Mitteln versuchst, denn das führt nur zu weiterer Verhärtung.

    Wenn Du, liebe Onyx, schaust, woher sie ihre Arroganz nimmt, wirst Du vielleicht erkennen, dass sie nur einschüchternd wirkt und Du durch Deine Re-Aktion lediglich beweist, dass es auf Dich Wirkung zeigt.

    Zitat

    Verunsichern kann man sie, indem man den Kopf langsam schüttelt, wenn sie spricht. Vor allem wenn sie etwas richtiges sagt.
    Oder man schaut sie nicht an, wenn sie mit einem redet, aber auch nicht nach unten.

    Das sind Mittel und Wege, bevor Du erkennst, was sie auslösen. Aus meiner Sicht die letzten Mittel und nicht die ersten, da sie Hilflosigkeit ausdrücken und eigene Verletzlichkeit bleibt.

    Es ist nämlich nicht die Aktion der Frau, sondern nur Dein Gefühl. Dein Gefühl wird ausgelöst durch eine Entsprechung in Dir. Wenn Du diese ent-deckt, also aufgedeckt hast, wirst Du sehen, dass sie zum Beenden gebracht werden kann. Sie kann ausgebrannt werden durch den Fokus Deiner Achtsamkeit. Bei mir hatte ich dieses Gefühl plötzlich oberhalb des Solarplexus als eigenständig und nicht Ich-bin-dieses-Gefühl wahrgenommen. Als mir dies das erste Mal bewusst fühlbar deutlich wurde, konnte ich es immer wieder fixieren, sobald es auftauchte.

    Heute hat es die Kraft eines leichten An-Tippens und kann sofort eleminiert werden. Wenn dies Gefühl eleminiert worden ist, dann ist da niemand mehr, der einen einschüchtern könnte - einfach verschwunden, was übrig bleibt ist eine Schlackerpuppe, die in die Knie geht. Dadurch hat sich Vieles in meinem Leben geändert. Immer wieder, wenn ich Gelegenheit habe - und darüber freue ich mich sogar, ist es doch handfeste Praxis und löst keine Angst mehr aus -, schaue ich auf mein Gefühl und nicht auf den Auslöser. Und immer wieder erlebe ich dieselbe Freiheit. Versuch es, liebe Onyx, Du wirst vielleicht mehr oder weniger Zeit brauchen, ehe Du das wirklich wahrnehmen kannst, vor allem viel Vertrauen.

    Hilfreich fand ich immer den Gedanken - und zwar bevor dieses wunderbare Ereignis der Lokalisierung von Ursache stattfand -, dass doch ein Gefühl nicht ewig anhält. Also, wenn ich mich morgen nicht mehr darüber ärgere, was heute jemand zu mir gesagt hat, dann muss es doch heute schon aufhebbar sein. Und wenn es heute schon aufhebbar ist, dann müsste es doch eine andere Ursache haben, als die Worte und Gesten selbst. Und was ist dann die Ursache, wenn es Gefühle gab, die heute nicht mehr aufkommen, obwohl sie mich mal bis an den Rand der Verzweiflung brachten?

    Und da erkannte ich dann z. B., dass ich nicht mehr in Konkurrenz zu jemandem stehe, weil ich seine Fähigkeiten endlich uneingeschränkt anerkannt hatte oder aber auch sein Leiden und den Wunsch nach Anerkennung sah und/oder meinen eigenen Wunsch nach Anerkennung endlich losgelassen hatte. Plötzlich tut es nicht mehr weh, wenn diese Person vom Chef gelobt wurde, nein, ich konnte dem sogar zustimmen und mich mitfreuen. Das hat einen lebenslangen Kampf im Büro beendet und nicht nur zu innerlichem Frieden, sondern sogar zu Frieden bei der anderen Person geführt.

    Zitat

    Dann kann man auch schlagfertig sein, indem man sich gewisse Sätze schon vorbereitet.
    Rennt sie so einfach durch den Meditationsraum : "Was ein Galopp hier aber auch, mein Sensibelchen"
    Wenn sie dann meint, was das soll "Nimm auch mal Rücksicht auf die Intimsphäre anderer und benimm Dich hier nicht wie ein Trampel"
    Fordert sie einem auf, sie anzuschauen, wenn sie mit einem spricht "Ich seh' Dich mit den Ohren Süsse, doch Dein Anblick bleibt für mich unerhört"
    Fragt sie, warum Du uneinig bist bei Kopfschütteln, während sie redet "Doch, doch, schon gut, kommt mir alles sehr schlau vor"
    Wenn sie wie eine Furie durch die Gegend tanzt, ihr den Weg versperren, aufstampfen, sie anschauen und sagen „Wat is dat denn …?“ und dann den Weg wieder frei machen.

    Sätze vorbereiten, halte ich für völlig daneben, das ist strategische Kriegsführung. Auch widersprechen die obigen Vorschläge nicht der rechten Ansicht und rechten Rede und verändern nicht die offensichtlich vorhandene Entsprechung, sondern stärken nur den Glauben an eine Persönlichkeit, anstatt dieses Dilemma zu beenden. Sie bewirken weiterhin Unheilsames, und auf keinen Fall buddhistische Praxis.
    Es geht ja um das eigene Wachstum und um Ent-Wöhnen von eigenem unheilsamen Denken und Handeln und nicht um die Stärkung des eigenen Egos.

    Zitat

    Natürlich kannst Du sie auch links liegen lassen (kein Metta und kein Karuna), doch sie wäre ein gutes "Trainingsgerät" für Achtsamkeit, gewaltfreie Kommunikation, Machtkollerbewältigung, Trotzüberwindung, Wahrheitsdurchsetzung, oder nicht ? Und ihr schadet das sicherlich nicht.

    Ja, Du kannst sie links liegen lassen, liebe Onyx, aber weiterhin Güte und Mitgefühl üben. Auf jeden Fall wirst Du ihr irgendwann (vielleicht ;) ) dankbar sein, weil sie ein guter Schleifstein ist. Ich bin jedenfalls für jeden dankbar.

    Zitat

    Sorry für die lange Antwort, fühlte mich von meiner Vergangenheit eingeholt... :D

    Ich auch :lol:
    _()_ Monika

  • TheNoOneOne
    Gast
    • 4. Januar 2012 um 09:18
    • #50

    Monikamarie

    Was Du geschrieben hast, damit bin ich in vielem einig und doch in manchem auch nicht.
    Natürlich ist alles nur selbstgestrickte Wahrnehmung und doch hat es auch einen Bezug zur Realität.
    Bevor die Verdauung im Ausscheiden mündet, muss man erst einmal etwas zu essen suchen und dieses dann auch essen.
    Die Befreiung ist über den weltlichen Ansatz zu gehen und kann nicht ohne ihn erfolgen.
    Die Strategien, welche ich nannte sind der weltliche Ansatz und die Welt gibt es halt doch auch.
    Da gibt es richtigere Vorgehensweisen und weniger richtige Vorgehensweisen.
    Das eigene Loslassen ist, wie Du es schreibst, von grossem Nutzen, doch auf welchem Fundament soll das stehen?
    Wer noch im weltlichen zuhause ist, muss auch im weltlichen Fortschritte erzielen, erzielt er diese dann, dann kommt er weiter.
    So könne wir dem natürlich auch den Rücken kehren, haben dann aber auch den Boden verloren. Manche fühlen sich gerade da wohl.
    Die rechte Rede und rechte Ansicht hat nichts mit Kriegsführung zu tun.
    Das heisst aber nur, nichts mit der Person zu tun, denn um diese geht es nicht wirklich, geht es ja nicht darum ihr eins auszuwischen, sondern die beissenden Zähne zu ziehen.
    Doch es ist eine Kriegsführung gegen diese Krankheit und diese ist zugegebenermassen massiv. Doch nicht allen gegenüber ist die Weichheit wirksam, es gibt auch Härtefälle. Manchen Krankheiten erliegt man einfach ohne massive Gegenmittel, welcherart die auch sein mögen. Einen Waldbrand bekämpft man am Besten durch kontrolliertes Gegenfeuer, einen Küchenbrand in keiner Weise.
    Und wenn man sich da aufhalten muss, wo die scheinbaren Peiniger sind, dann gibt es vorerst kein Entrinnen. Es hilft wenig, ich bilde mir nur ein, geschlagen zu werden, wenn ich geschlagen werde. So kann man sich nicht von seiner Einbildung trennen.
    Bevor es zur eigenen Freiheit kommen kann, muss das Umfeld auch stimmen, denn manches Umfeld erzeugt zuviel Feuer in einem selbst, alsdass man zur Ruhe kommen könnte und wenn es nicht stimmt, dann kann man es passend zu machen versuchen.
    Deshalb gab ich die Tips aus den Seminaren "Gewaltfreie Kommunikation, Mediation, Führung und Coaching, usw.", denn hier ist eine völlig weltliche Ebene.
    Der Mörder des Mönchs lässt sich auch nicht von des Mönchs Warmherzigkeit abschrecken, ein weltlicher Bodyguard würde ihn aber stoppen können.
    Buddhisten halten sich bei solchen Dingen gerne heraus, herscht doch die Meinung, im sich friedlich heraushalten würde man kein Kamma erzeugen.
    Doch das ist falsche Ansicht, wirkt doch meist die Angst vor schlechtem Kamma, oder auch Gleichgültigkeit mit und das schafft auch schlechtes Kamma.
    So hat man immer die Qual der Wahl und was man macht, hat einen Haken, doch welcher Haken bringt weniger Leiden mit sich ?
    Den Weg, welchen ich für Onyx9 für gut heissen könnte, ist eigentlich ein Weg aus einer Mischung unserer beiden posts, es sei denn, sie kann sich diesem Ort entziehen, resp. will es, doch dann holt es sie an anderem Ort, mit anderen Menschen wieder ein.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (4. Januar 2012 um 09:30)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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