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  1. Buddhaland Forum
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Milchreis? Vegan & Vegetarier?

  • MaxPower
  • 28. Dezember 2011 um 15:47
  • Zum letzten Beitrag
  • MaxPower
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    • 28. Dezember 2011 um 15:47
    • #1

    Hallo Freunde, ich weis ich nerve aber mir brennt noch eine Frage auf dem Herzen.
    Ich selber bin seit 3 Jahren Veganer, wenn ich richtig liege war Buddha Vegetarier.
    Als er wegen der Askese kurz vor dem Tot war gab ihm eine Frau Milchreis. Meint Ihr das Buddha den Milchreis in der heutigen Zeit genommen hätte? Wen man sich die Milchproduktion der heutigen Zeit anschaut glaube ich das eher nicht.
    Oder heißt es das man auf die Moral im Moment des Todes verzichten soll?

  • sumedhâ
    Gast
    • 28. Dezember 2011 um 16:01
    • #2
    MaxPower:

    Hallo Freunde, ich weis ich nerve aber mir brennt noch eine Frage auf dem Herzen.


    du meinst nur du nervst :) mich nervst du jeden fall nicht.

    Zitat

    Ich selber bin seit 3 Jahren Veganer, wenn ich richtig liege war Buddha Vegetarier.


    nach dem "erwachen" hat er das gegessen was er bekommen hat.
    zu dem thema bekommst du sicher noch fundierte antworten, ich bin nicht so Pali Kanon fest :D:D

    Zitat

    Meint Ihr das Buddha den Milchreis in der heutigen Zeit genommen hätte? Wen man sich die Milchproduktion der heutigen Zeit anschaut glaube ich das eher nicht.
    Oder heißt es das man auf die Moral im Moment des Todes verzichten soll?


    das würde ja mit "ablehnung" einher gehen....
    zu dem ist es denke ich wichtig was du heute denkst und wie du handelst, denn was Buddha gemacht hätte können wir nicht wissen... für mich sind auch sonnstige Aussagen die mit "Buddha hat gesagt", oder "Buddha hat gemacht" beginnen immer noch mit vorsicht zu geniessen.

    _()_

  • Lauscher
    Gast
    • 28. Dezember 2011 um 16:12
    • #3
    MaxPower:

    Meint Ihr das Buddha den Milchreis in der heutigen Zeit genommen hätte?


    die Frage kann keiner beantworten

    MaxPower:

    Wen man sich die Milchproduktion der heutigen Zeit anschaut glaube ich das eher nicht.


    Warum glaubst du das?

    MaxPower:

    Oder heißt es das man auf die Moral im Moment des Todes verzichten soll?


    Was hat diese Frage mit dem Milchreis zu tun? Ich verstehe es wirklich nicht.

    _()_

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 28. Dezember 2011 um 16:23
    • #4

    Hm, ich will ja jetzt nicht frevelhaft sein, aber soweit ich es mitbekommen habe, gibt eine Kuh, die sich wohlfühlt, bessere und mehr Milch. Daher sind die Milchkühe eigentlich die gehätscheltsten Nutztiere bei uns.
    Man muss auch überlegen, ob man nicht lieber das atmen einstellt, weil man dabei eine Fliege verschlucken könnte. ;)

    Ich kenn sowas ähnliches, Maxi, als ich in jungen Jahren auf so ein Ahimsa-Bewusstsein kam, hatte ich am Ende sogar Angst, ein Gänseblümchen im Salat zu essen. Man kann dann nur noch sagen "Entschuldigung, dass ich existiere." Das ist kein gesunder Zustand. Weit ab vom Mittleren Weg.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • MaxPower
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    • 28. Dezember 2011 um 16:31
    • #5

    Na ganz einfach.
    Vor 2500 Jahren war die Milchproduktion annehmbar.
    2500 Jahre später ist alles außer Kontrolle.

    50er Jahren etwa 640 Liter im Jahr.
    In der heutigen Zeit 5000 bis 10.000 Liter pro Jahr.
    Die Kühe leiden damit wir Milch in unseren Gläsern haben.

  • Lauscher
    Gast
    • 28. Dezember 2011 um 16:35
    • #6
    MaxPower:

    Die Kühe leiden damit wir Milch in unseren Gläsern haben.


    Da ich mich nicht auskenne - wieso leiden sie?

  • Lirum Larum
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    • 28. Dezember 2011 um 16:39
    • #7

    Der "Himmel" ist hier jedenfalls nicht, das stimmt.

    Nur ein Tipp: wenn Du mal Kinder hast, ernähre sie nicht vegan wenn's geht - sonst hast Du da mehr Leiden als eine Milchkuh.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • monikamarie
    Gast
    • 28. Dezember 2011 um 16:41
    • #8
    Lauscher:
    MaxPower:

    Die Kühe leiden damit wir Milch in unseren Gläsern haben.


    Da ich mich nicht auskenne - wieso leiden sie?

    Nun, lieber Lauscher, natürlich ist es bei Massenproduktion auch Leiden, denn sie müssen ein Kalb zur Welt bringen, um dann unendlich Milch zu spenden, und zwar so schnell wie möglich, also muss das Kalb von der Mutter weg extra aufgezogen werden. Damit viel Milch kommt, werden sie extra dafür gezüchtet. Wer schon mal die riesigen Euter gesehen hat, der kann auch diese Milch eigentlich nicht mehr trinken wollen, wenn er überzeugter Vegetarier aus Liebe zum Tier sein will.

    Also gibt es nur die Möglichkeit, besonders ausgesuchte Milch zu kaufen von Bauern, deren Kühe noch artgerecht gehalten werden. Käse, Butter ebenso.
    Und bei den Eiern ist es genauso. Es dürften nur unbefruchtete sein, sonst isst man ja ein Embryo, andererseits sollten auch da die Hühner artgerecht gehalten werden usw.
    die Liste ist endlos ...
    _()_ Monika

  • Lauscher
    Gast
    • 28. Dezember 2011 um 16:57
    • #9
    monikamarie:

    Also gibt es nur die Möglichkeit, besonders ausgesuchte Milch zu kaufen von Bauern, deren Kühe noch artgerecht gehalten werden. Käse, Butter ebenso.
    Und bei den Eiern ist es genauso.


    Eben.
    Man muss also wegen Tierliebe kein Veganer werden, man muss nur achten wo man was kauft.


    _()_

  • Lillitschka
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    • 29. Dezember 2011 um 07:55
    • #10

    Als Alternative gibts Sojamilch.
    Ist im Kaffee zwar gewöhnungsbedürftig aber auch mal ne gute Übung von Altvertrautem loszulassen ;)

    Liebe Grüße
    L.

  • Grund
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    • 29. Dezember 2011 um 10:12
    • #11
    MaxPower:

    Hallo Freunde, ich weis ich nerve aber mir brennt noch eine Frage auf dem Herzen.
    Ich selber bin seit 3 Jahren Veganer, wenn ich richtig liege war Buddha Vegetarier.
    Als er wegen der Askese kurz vor dem Tot war gab ihm eine Frau Milchreis. Meint Ihr das Buddha den Milchreis in der heutigen Zeit genommen hätte? Wenn man sich die Milchproduktion der heutigen Zeit anschaut glaube ich das eher nicht.


    Ich glaube nicht, dass jemand der seinen Körper mittels der Nahrungs-Gaben anderer am Leben erhält, es sich leisten kann Vegetarier oder Veganer sein zu wollen. 8)
    Wenn man sich aber selbst seine Nahrung erwirbt, dann ist es wohl sehr ratsam sich Gedanken zu machen, was man erwirbt und warum man sich so oder anders entscheidet, vor allem dann, wenn man eine solche Auswahl an Nahrungsmitteln hat wie wir.

    MaxPower:


    Oder heißt es das man auf die Moral im Moment des Todes verzichten soll?


    Man soll niemals darauf verzichten die eigenen Gedanken, Motivationen und Entscheidungen zu sehen. Wenn aber nichts davon da ist, dann muss man auch nichts konstruieren wollen nur um was sehen zu können. 8)

  • Erdmaus
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    • 29. Dezember 2011 um 11:25
    • #12
    Zitat

    Wenn man sich aber selbst seine Nahrung erwirbt, dann ist es wohl sehr ratsam sich Gedanken zu machen, was man erwirbt und warum man sich so oder anders entscheidet, vor allem dann, wenn man eine solche Auswahl an Nahrungsmitteln hat wie wir.

    Ich finde das hast du sehr gut gesagt. Das ist in der heutigen Zeit auch sehr verstärkt der Fall: Die Wahlfreiheit.

    Zum Thema vegetarische Ernährung und Fleischverzicht sollte man jedoch auch eines nicht vergessen: Die Verkopplung von Fleisch und Milchproduktion. Beides hängt unauflösbar miteinander zusammen. Wer also Milch trinkt, kann im Grunde auch gleich Fleisch essen. Das ist beides ungefähr gleich gut. Der Grund liegt darin, dass eine Kuh nur Milch gibt, wenn sie regelmäßig kalbt. Das bedeutet, dass auf jeden Liter Milch so und so viele Kälber kommen, welche als "Nebenprodukt" entstehen. Da wir aber soviele Menschen sind, die Milch trinken, können wir diese ganzen Kälber unmöglich am Leben lassen, weil sonst die halbe Welt voller Kühe stehen würde. Das geht natürlich nicht. Darum muss geschlachtet werden. Wenn der Vegetarier das nicht einsehen will, soll er bitte die ganzen Kühe bei sich in der Wohnung oder im Garten halten.

    Das nur als Hinweis an alle milchtrinkenden Vegetarier, die sich dem Fleischesser gegenüber in einer moralisch besseren Position wähnen in Wirklichkeit jedoch Teil der Fleischproduktion sind und sie sogar antreiben. --> je mehr Milchtrinker desto mehr Fleisch ;)

    Gruß
    Maus

  • Grund
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    • 29. Dezember 2011 um 11:33
    • #13
    Erdmaus:

    Zum Thema vegetarische Ernährung und Fleischverzicht sollte man jedoch auch eines nicht vergessen: Die Verkopplung von Fleisch und Milchproduktion. Beides hängt unauflösbar miteinander zusammen. Wer also Milch trinkt, kann im Grunde auch gleich Fleisch essen. Das ist beides ungefähr gleich gut.


    Das mag im Kontext einer intellektuellen Betrachtung korrekt sein, nicht aber im Kontext der Praxis. Loslassen geht leider oft nur schrittweise ... aber jeder Schritt ist einer, der getan werden muss ... wenn man denn den Weg gehen will.

    Erdmaus:

    ... die sich ... in einer moralisch besseren Position wähnen ...


    Solche Wähnungen wären keine "zweckdienliche Praxis", können aber zu Objekten "zweckdienlicher Praxis" werden und also dann doch wiederum Bestandteil "zweckdienlicher Praxis" sein.

  • Smirnoff
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    • 29. Dezember 2011 um 20:46
    • #14

    Wer trotzt an de Schüssel, der schadet seinem eigene Rüssel


    In der Not frisst der Teufel Fliegen


    Kein Scherz


    LG
    Smirnoff

  • Mirco
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    • 30. Dezember 2011 um 00:54
    • #15
    Lauscher:

    Eben. Man muss also wegen Tierliebe kein Veganer werden, man muss nur achten wo man was kauft.


    Ja.

  • Mirco
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    • 30. Dezember 2011 um 01:00
    • #16
    MaxPower:

    wenn ich richtig liege war Buddha Vegetarier.


    Hallo Freund,

    soweit ich weiß, war der Buddha weder vor noch nach seinem Erwachen Vegetarier. Vorher war er Fürstensohn, reich und da gabs alles. Danach aß er alles, was ihm in die Almosenschüssel gelegt wurde, nur mit der Absicht, nicht zu verhungern oder krank zu werden. Fleisch ablehnen sollten Mönche halt nur dann, wenn sie wußten, das das Tier speziell für den Anlass ihres Essens (meist Einladung) getötet wurde.

    Gruß, :)

  • MaxPower
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    • 30. Dezember 2011 um 13:01
    • #17

    Die buddhistische Lehre zeichnet sich dadurch aus, dass so gut wie keine Verbote in Bezug auf die Gestaltung des eigenen Lebens existieren. Wohl aber gibt es Empfehlungen und Ratschläge. Auch die Rolle des Vorlebens der Mönche spielt für die Anhänger des Buddhismus eine wichtige Rolle für ihr eigenes Leben. Buddha selbst lehnte den Fleischverzehr für sich ab. Andere Lebewesen weder zu verletzen noch zu töten, war seine erste Lebensregel. Wer Fleisch anderer Lebewesen zu sich nimmt, zerstört das Mitgefühl für anderes Leben. Das Mitgefühl ist ein Kern der buddhistischen Lehre, denn Buddha sagt, dass jedes Lebewesen ein Recht auf Sicherheit und Schutz habe.

    Zäh halten sich im Zusammenhang mit dem Leben Buddhas zwei Gerüchte. Buddha habe erlaubt, Fleisch zu essen, wenn das Tier nicht extra aus diesem Grund getötet worden sei. Doch Buddha betonte selbst immer wieder, wie Aufzeichnungen zu entnehmen ist, dass er keinem Menschen je erlaubt habe, Fleisch zu essen. Auch stimmt es nicht, dass Buddha an einem vergifteten Stück Schweinefleisch gestorben wäre. Buddha starb an vergifteten Pilzen, die eigentlich als Schweinefutter gedacht waren. Buddha war also Vegetarier, doch nicht alle seine Anhänger folgen ihm bis heute in diesem Grundsatz nach.

  • accinca
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    • 30. Dezember 2011 um 13:22
    • #18
    MaxPower:

    Buddha war also Vegetarier, doch nicht alle seine Anhänger folgen ihm bis heute in diesem Grundsatz nach.


    Geht nicht aus der Lehre hervor. Im Gegenteil wird sogar besonders
    hervorgehoben, das in seines Vaters Hause, im Gegensatz zu anderen
    Häusern, selbst die niedrigsten Bediensteten auch Fleisch zu essen bekamen.
    Von hause aus war er also kein Vegetarier und er hat sich solche Bestrebungen
    im Orden, die daraus eine eindeutige Regel machen wollten, verweigert. Die
    Mönche sollten nicht wählerisch sein und aus Essen kein großes Ding machen.
    In der Praxis dürfte aber das meiste Essen sowieso vegetarisch gewesen sein.

  • Lirum Larum
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    • 30. Dezember 2011 um 13:37
    • #19

    Jedenfalls find ich die Regel "nicht extra für mich töten lassen" gar nicht so spitzfindig.

    Letztens auf einer Weihnachtsfeier in einem Restaurant studierte ich die Karte und verwarf die Idee, Fisch zu essen: 'Ach nee, heut mal lieber vegetarisch!'
    Beim Bezahlen sah ich dann ein großes Aquarium neben der Kasse stehen.
    "Witzig, was die hier für große Fische haben", staunte ich.
    "Ja, das ist der Fisch, den sie auf der Karte haben. Frischer geht's nicht.", erklärte mir eine Bekannte.
    :oops: Boy, war ich froh, dass ich mir keinen bestellt hatte.

    Für die Vegetarier unter Euch klingt das sicherlich total albern, aber für mich ist das irgendwie ein Riesenunterschied, ob der Fisch im Netz mit seinen Kameraden in den Handel geraten ist, oder ob ich mich vor so ein Aquarium stelle und sage: "Ich hätt gern den da. Hauen sie dem mal eins über den Kopf von mir. Danke." :oops:

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • nibbana
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    • 30. Dezember 2011 um 13:39
    • #20
    accinca:

    Die
    Mönche sollten nicht wählerisch sein und aus Essen kein großes Ding machen.
    In der Praxis dürfte aber das meiste Essen sowieso vegetarisch gewesen sein.

    Das denke ich auch. Ich kenne einige Menschen, die zur Zeit sehr stark auf Missionierung sind was die Essgewohnheiten angeht. Sie verbieten sich selbst immer mehr und schränken sich damit zunehmend ein. Dadurch entsteht natürlich ein "Druck" der an nicht gleichgesinnten ausgelassen wird. Man sollte sich sorgsam beobachten, insbesondere auf eventuelle Anzeichen einer beginnenden Orthorexie.

    Persönlich vertrete ich die Meinung, dass die meisten Menschen (wie Bären) Allesfresser sind und eine Mischung aller Lebensmittel das Optimum ist. Selbstverständlich beinhaltet das, dass es sehr wenig Fleisch, sehr wenig Milch und Eiprodukte gibt, und der Großteil aus Gemüse und Obst bestehen sollte. Wenn das alle beherzigen würden (und sich nicht schon morgens ihre Semmeln mit Salami reinziehen müssen) - dann gäbe es auch die Massentierhaltung nicht. Die hätte der Buddha wohl zweifelsohne nicht gut geheißen. Aber solange die Lebensmittelindustrie soviel Macht besitzt und Fleisch ohne Ende propagiert, liegt es am Verbraucher davon nichts bis sehr wenig zu kaufen.

    The greatest enemy will hide in the last place you would ever look.

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    • 30. Dezember 2011 um 13:40
    • #21

    Hey Max

    verrenn dich da mal nicht in eine Vorstellung. Die Dinge sind relativ. Sei froh wenn du dir Gedanken machst und die richtige Entscheidung treffen kannst. Das alleine ist wichtig und sonst nichts.


    MaxPower:

    Die buddhistische Lehre zeichnet sich dadurch aus, dass so gut wie keine Verbote in Bezug auf die Gestaltung des eigenen Lebens existieren. Wohl aber gibt es Empfehlungen und Ratschläge. Auch die Rolle des Vorlebens der Mönche spielt für die Anhänger des Buddhismus eine wichtige Rolle für ihr eigenes Leben. Buddha selbst lehnte den Fleischverzehr für sich ab. Andere Lebewesen weder zu verletzen noch zu töten, war seine erste Lebensregel. Wer Fleisch anderer Lebewesen zu sich nimmt, zerstört das Mitgefühl für anderes Leben. Das Mitgefühl ist ein Kern der buddhistischen Lehre, denn Buddha sagt, dass jedes Lebewesen ein Recht auf Sicherheit und Schutz habe.

    Zäh halten sich im Zusammenhang mit dem Leben Buddhas zwei Gerüchte. Buddha habe erlaubt, Fleisch zu essen, wenn das Tier nicht extra aus diesem Grund getötet worden sei. Doch Buddha betonte selbst immer wieder, wie Aufzeichnungen zu entnehmen ist, dass er keinem Menschen je erlaubt habe, Fleisch zu essen. Auch stimmt es nicht, dass Buddha an einem vergifteten Stück Schweinefleisch gestorben wäre. Buddha starb an vergifteten Pilzen, die eigentlich als Schweinefutter gedacht waren. Buddha war also Vegetarier, doch nicht alle seine Anhänger folgen ihm bis heute in diesem Grundsatz nach.

  • MaxPower
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    • 30. Dezember 2011 um 14:13
    • #22

    Was soll den daran Relativ sein?
    Er sagt jedes Lebewesen hat ein Recht auf Schutz und Sicherheit. Die ganze Lehre baut auf Liebe auf das wissen sogar nicht Buddhisten.
    Wenn man einen auf liebende güte usw macht dann kann man sich Abends kein Schweineschnitzel in den Magen schlagen.
    Alle Buddhisten die keine Vegetarier sind sind Alibi-Buddhisten.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 30. Dezember 2011 um 14:35
    • #23

    Hast Recht, Junge. :) Tut mir sehr leid, dass ich nicht perfekt bin. _()_

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • MaxPower
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    • 30. Dezember 2011 um 14:45
    • #24

    Das ist echt nichts großes kein fleisch zu essen :)
    Ich kann dir http://www.peta.de empfehlen da bekommt man sehr gute Ideen fürs Kochen und sehr viel Informationen zu dem Thema. Man bekommt sogar eine kostenlose DVD zugeschickt wo die Wirklichkeit gezeigt wird... :)

    Hier ein kleines Video für nicht Veggies :)
    http://www.youtube.com/watch?v=CiH11_BdHPU

  • mukti
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    • 30. Dezember 2011 um 18:43
    • #25

    Vegetarische Ernährung war mir vor allem aus ethischen Gründen immer sehr wichtig. Veganismus ist ein Ideal, das ich leider noch nicht vollkommen erreicht habe.
    Die rücksichtslose Ausbeutung der Tiere ist eine Schande.

    Z.B. werden die Kühe nur mehr selten auf der Weide gehalten, sie verbringen ihr Leben in engen Boxen und sehen keine Natur und keine Sonne. Täglich saugen Maschinen ihre Milch bis auf den letzten Tropfen aus, bis sie umgebracht werden. Die Kälber werden meistens gleich weggenommen und erleiden entweder dasselbe Schicksal oder werden zu zartem Kalbfleisch verarbeitet. Das ist nur ein kleines Beispiel.

    Was soll man sagen, man bereitet den Tieren die Hölle um dem Geschmackssinn zu frönen. Natürlich ist jeder Konsument daran mitbeteiligt, und wenn dem Buddha das egal gewesen wäre, würde ich mich von ihm abwenden. Aber er hat ja sehr großen Wert gelegt auf Mitgefühl...

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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