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Nutzten aus der Meditation

  • Sunlfower
  • 7. Dezember 2011 um 11:56
  • Zum letzten Beitrag
  • Ji'un Ken
    Gast
    • 9. Dezember 2011 um 17:47
    • #26
    gbg:

    Das es einen Beobachter geben muss - auch wenn dieser sich selbst nicht beobachten kann - folgt aus der Annahme dass es zu einem Beobachteten einen Beobachter geben muss.
    L.G. gbg


    Das meinte ich mit dem Bild des Auges. Das es ein Auge geben muss schließen wir aus dem Vorgang des Sehens.

  • gbg
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    • 9. Dezember 2011 um 18:00
    • #27
    Ji'un Ken:
    gbg:

    Das es einen Beobachter geben muss - auch wenn dieser sich selbst nicht beobachten kann - folgt aus der Annahme dass es zu einem Beobachteten einen Beobachter geben muss.
    L.G. gbg


    Das meinte ich mit dem Bild des Auges. Das es ein Auge geben muss schließen wir aus dem Vorgang des Sehens.

    OK Ji'un Ken

    Dann habe ich dich falsch verstanden...

    Es freut mich jetzt aber umso mehr dass wir hier einer Meinung sind.

    L.G. gbg

  • Grund
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    • 9. Dezember 2011 um 20:28
    • #28
    Sunlfower:
    TMingyur:


    Das "versuchen", "zu unseren Gunsten nutzen" und das "wissen" sind eben die durch Eindrücke hervorgerufenen Eindrücke.


    Ich glaube das verstehe ich nicht so ganz :D
    Dabei gibt es für mich zu viele Interpretationsmöglichkeiten :grinsen:
    Kannst du das bitte nochmal erklären?

    Zitat

    Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen;
    aus den Gestaltungen als Ursache entsteht das Bewußtsein;
    aus dem Bewußtsein als Ursache entsteht Name und Form;
    aus Name und Form als Ursache entstehen die sechs Sinnesbereiche;
    aus den sechs Sinnesbereichen als Ursache entsteht die Berührung;
    aus der Berührung als Ursache entsteht die Empfindung;
    aus der Empfindung als Ursache entsteht der Durst;
    aus dem Durst als Ursache entsteht das Erfassen
    aus dem Erfassen als Ursache entsteht das Werden;
    aus dem Werden als Ursache entsteht die Geburt;
    aus der Geburt als Ursache entstehen Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid Betrübnis und Verzweiflung.

    http://palikanon.com/samyutta/sam12_10.html#s12_2

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  • SpringMode5708
    Gast
    • 10. Dezember 2011 um 09:12
    • #29
    Matthias65:
    Mirco:

    Hätte, wäre, könnte. Ich halte mich lieber an das, was tatsächlich geschieht.

    Und was genau geschieht tatächlich, Mirco ?


    Hallo Matthias,

    'ich sehe das so: Es geschieht etwas. Wenn ich denke, erzeuge 'ich zusätzlich etwas.
    Dies verdrängt, was schon da ist. 'Ich erzeuge eine zusätzliche Welt.

    Denken = Anhaften. Es ist nur ein anderes Wort.

    Hört das Denken auf, dann hört Begehren auf.

    Gruß, (:

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 10. Dezember 2011 um 11:09
    • #30
    Mirco:


    Hallo Matthias,

    'ich sehe das so: Es geschieht etwas. Wenn ich denke, erzeuge 'ich zusätzlich etwas.
    Dies verdrängt, was schon da ist. 'Ich erzeuge eine zusätzliche Welt.

    Denken = Anhaften. Es ist nur ein anderes Wort.

    Hört das Denken auf, dann hört Begehren auf.

    Gruß, (:

    Moin Mirco,
    hört das Denken auf, bist du tot. :D
    Wir nehmen nur Gedanken wahr, die Form des Denkens.
    Unser Gehirn produziert Gedanken. Das ist unter anderem seine Funktion. Wir nennen diese Funktion, die wir selbst nicht beobachten können, Denken. Das Herz pumpt Blut durch die Adern. Das ist seine Funktion.
    Lass die Organe das tun, wofür sie da sind.
    Denken ist nicht Anhaften. Wir nehmen, wie schon gesagt, nur Gedanken wahr. Wie sie entstehen wissen wir nicht. Sie sind wie Perlen in einer Selterflasche.
    Du sagst: "Es geschieht etwas. " Richtig, aber das ist auch schon alles, was wir sagen können.

    Das hier: "Wenn ich denke, erzeuge 'ich zusätzlich etwas.
    Dies verdrängt, was schon da ist. 'Ich erzeuge eine zusätzliche Welt."

    ist falsch.
    Denken erzeugt Gedanken, mehr nicht. Anhaften, Meinungen-, Glaubenssätze-, Konzepte bilden, das erzeugt unsere Welt. Das sind Vorstellungen, etwas, was vor der Wirklichkeit steht und uns die Sicht versperrt.

    Liebe Grüße
    Ji'un Ken

  • wusheng
    Gast
    • 10. Dezember 2011 um 11:27
    • #31
    Ji'un Ken:


    Wir nehmen nur Gedanken wahr, die Form des Denkens.
    Unser Gehirn produziert Gedanken. Das ist unter anderem seine Funktion. Wir nennen diese Funktion, die wir selbst nicht beobachten können, Denken. ... Denken ist nicht Anhaften. Wir nehmen, wie schon gesagt, nur Gedanken wahr. Wie sie entstehen wissen wir nicht. Sie sind wie Perlen in einer Selterflasche.
    ...
    Das hier: "Wenn ich denke, erzeuge 'ich zusätzlich etwas.
    Dies verdrängt, was schon da ist. 'Ich erzeuge eine zusätzliche Welt."

    ist falsch.
    Denken erzeugt Gedanken, mehr nicht. Anhaften, Meinungen-, Glaubenssätze-, Konzepte bilden, das erzeugt unsere Welt. Das sind Vorstellungen, etwas, was vor der Wirklichkeit steht und uns die Sicht versperrt.

    Liebe Grüße
    Ji'un Ken

    Alles anzeigen


    Werter Ji'uen Ken
    Danke für diese verständliche Darstellung.
    Gruß, Wusheng

  • Matthias65
    Gast
    • 10. Dezember 2011 um 11:47
    • #32

    Danke Ji'un Ken. So ähnlich sehe ich das auch. Wir nehmen Gedanken wahr. Insbesondere während einer Meditation.
    Der Ort/ die Umgebung des Meditierenden dürfte dann eigentlich keine Rolle spielen (ob man nun in einem Pornokino oder in einem Meditations-Zentrum mit wilden Affen meditiert). Wichtig ist, dass man überhaupt meditiert und sich dessen bewußt ist. Wieviele Menschen leben so für sich hin und gehen unachtsam mit ihren Gedanken um ?

    Liebe Grüße
    Matthias

  • accinca
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    • 10. Dezember 2011 um 12:07
    • #33
    Ji'un Ken:


    Unser Gehirn produziert Gedanken. Das ist unter anderem seine Funktion. Wir nennen diese Funktion, die wir selbst nicht beobachten können, Denken. Das Herz pumpt Blut durch die Adern. Das ist seine Funktion. Lass die Organe das tun, wofür sie da sind.
    Denken ist nicht Anhaften. Wir nehmen, wie schon gesagt, nur Gedanken wahr. Wie sie entstehen wissen wir nicht. Sie sind wie Perlen in einer Selterflasche.


    Könnte man jedenfalls denken - oder auch nicht.
    Für den Blinden ohne genug Achtsamkeit, dem Unbewußten erscheint
    es zumindest notgedrungen so zu sein. Denken ist für den normalen Menschen
    ein Automatismus der scheinbar ohne Ursache entsteht wie viele Funktionen
    des Körpers, Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten auch. Das Begehren
    und Anhaften daran wird als Ursache nicht erkannt. Die Welt passiert für ihn,
    "von Selbst". Im Gegenteil wundert er sich auch noch in was für einer Welt er
    "unschuldig" hinein geboren wurde. Und das scheinbar zurecht.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 12. Dezember 2011 um 06:06
    • #34
    Ji'un Ken:
    Mirco:

    Denken = Anhaften. Es ist nur ein anderes Wort. Hört das Denken auf, dann hört Begehren auf.


    hört das Denken auf, bist du tot. Wir nehmen nur Gedanken wahr, die Form des Denkens.


    Wenn ich im zweiten Jhana verweile sind da keine Gedanken und ich bin nicht tot.

    Gedanken sind für's weltliche Dasein notwendig, zum Erkennen der Bedingten Entstehung und der Vier Edlen Wahrheiten anscheinend nur von geringerer Bedeutung.

    Gruß, :)

  • Grund
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    • 12. Dezember 2011 um 06:08
    • #35
    Mirco:


    Wenn ich im zweiten Jhana verweile sind da keine Gedanken und ich bin nicht tot.

    Gedanken sind für's weltliche Dasein notwendig, zum Erkennen der Bedingten Entstehung und der Vier Edlen Wahrheiten anscheinend nur von geringerer Bedeutung.

    Als ob Jhana was anderes wäre als weltliches Dasein :lol:

  • Onda
    Gast
    • 12. Dezember 2011 um 06:13
    • #36
    Mirco:


    Gedanken sind für's weltliche Dasein notwendig, zum Erkennen der Bedingten Entstehung und der Vier Edlen Wahrheiten anscheinend nur von geringerer Bedeutung.
    Gruß, :)

    Bei der gedanklichen Durchdringung des Dharma, bei der Kontemplation über die Buddha-Lehre, befinden wir immer noch im Reich der Konzepte. Auch die Lehre des Bedingten Entstehens und die Vier Edlen Wahrheiten wollen gedanklich durchdrungen werden. Sie SIND Konzepte. Das Überschreiten des Konzeptionellen kann in der Meditation stattfinden, wird durch Meditation (im allerweitesten Sinne des Wortes) vorbereitet.

    LG
    Onda

  • Search42
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    • 14. Dezember 2011 um 12:56
    • #37

    Ich frage mich ob der Nutzen den ein Mensch aus der Meditation ziehen kann nicht oft überschätzt wird.Manchen Menschen scheint sie wenig zu helfen.Wie ist das zum Beispiel mit Depressiven? Glaubt ihr Meditation kann ihnen wirklich helfen eine optimistischere Weltsicht zu bekommen? Oder wie ist das mit Menschen, die sich ganz objektiv in einer unangenehmen Lebenslage befinden.Glaubt ihr Meditation kann da immer helfen? Ich habe Meditation noch nicht wirklich probiert, habe allerdings Erfahrungen mit dem AT.Und da musste ich meine Erwartungen stark zurückschrauben.Der Zustand der Entspannung ist zwar schön für Körper und Geist.Irgendwelche positven Auswirkungen im Alltag konnte ich aber nicht feststellen.Was soll an Meditation wirkungsvoller sein als an AT?

  • Maybe Buddha
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    6. August 2011
    • 14. Dezember 2011 um 13:30
    • #38
    Search42:

    Ich frage mich ob der Nutzen den ein Mensch aus der Meditation ziehen kann nicht oft überschätzt wird.Manchen Menschen scheint sie wenig zu helfen.Wie ist das zum Beispiel mit Depressiven? Glaubt ihr Meditation kann ihnen wirklich helfen eine optimistischere Weltsicht zu bekommen? Oder wie ist das mit Menschen, die sich ganz objektiv in einer unangenehmen Lebenslage befinden.Glaubt ihr Meditation kann da immer helfen? Ich habe Meditation noch nicht wirklich probiert, habe allerdings Erfahrungen mit dem AT.Und da musste ich meine Erwartungen stark zurückschrauben.Der Zustand der Entspannung ist zwar schön für Körper und Geist.Irgendwelche positven Auswirkungen im Alltag konnte ich aber nicht feststellen.Was soll an Meditation wirkungsvoller sein als an AT?


    Ich weiss zwar nicht was AT ist, aber bei der Medi geht es nicht (nur) um Entspannung. Es geht darum, aus der Ruhe heraus, die durch die Medi entsteht, die Dinge klarer bzw so zu sehen wie sie sind und durch die daurch gewonnen Einsichten und die dazugehörige Praxis die auch unerlässlich ist (wie Entsagung, Einsicht/bewusst-sein, Tugend etc) ein leidloses (leidloseres) Leben zu führen.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Search42
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    14. Dezember 2011
    • 14. Dezember 2011 um 13:58
    • #39
    Maybe Buddha:
    Search42:

    Ich frage mich ob der Nutzen den ein Mensch aus der Meditation ziehen kann nicht oft überschätzt wird.Manchen Menschen scheint sie wenig zu helfen.Wie ist das zum Beispiel mit Depressiven? Glaubt ihr Meditation kann ihnen wirklich helfen eine optimistischere Weltsicht zu bekommen? Oder wie ist das mit Menschen, die sich ganz objektiv in einer unangenehmen Lebenslage befinden.Glaubt ihr Meditation kann da immer helfen? Ich habe Meditation noch nicht wirklich probiert, habe allerdings Erfahrungen mit dem AT.Und da musste ich meine Erwartungen stark zurückschrauben.Der Zustand der Entspannung ist zwar schön für Körper und Geist.Irgendwelche positven Auswirkungen im Alltag konnte ich aber nicht feststellen.Was soll an Meditation wirkungsvoller sein als an AT?


    Ich weiss zwar nicht was AT ist, aber bei der Medi geht es nicht (nur) um Entspannung. Es geht darum, aus der Ruhe heraus, die durch die Medi entsteht, die Dinge klarer bzw so zu sehen wie sie sind und durch die daurch gewonnen Einsichten und die dazugehörige Praxis die auch unerlässlich ist (wie Entsagung, Einsicht/bewusst-sein, Tugend etc) ein leidloses (leidloseres) Leben zu führen.

    AT = Autogene Training.http://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training

    Kann Meditation wirklich jedem helfen? Oder ist das eine Typfrage? Führt sie immer zu einem leidloseren Leben? Was soll an ihr wirkungsvoller sein als am AT? Hier gibt es doch bestimmt User, die seit über 10 Jahren meditieren.Seit ihr frei von Hass? Frei von Angst? Frei von Leid? Ich meine das jetzt nicht böse, sondern es interessiert mich wirklich.Bringt Meditation soviel? Und bringt sie jedem soviel? Unter westlichen Lebensbedingungen? Ist sie nicht für Mönche entwickelt wurden die in friedlicher Abgeschiedenheit leben?

  • Bambus
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    24. Dezember 2009
    • 14. Dezember 2011 um 14:14
    • #40

    Probier es einfach mal selber!

    Vielleicht hilft Dir bei Deinen Fragen ja mein Lieblings-Sutta:

    http://www.palikanon.com/majjhima/m063n.htm

    Zitat

    DAS HAB' ICH GEHÖRT. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Sāvatthī, im Siegerwalde, im Garten Anāthapindikos.

    Da kam nun dem ehrwürdigen Malunkyaputto, während er einsam zurückgezogen sann, folgender Gedanke in den Sinn: 'Es gibt da manche Ansichten, die der Erhabene nicht mitgeteilt, gemieden, zurückgewiesen hat, als wie

    'Ewig ist die Welt' oder
    'Zeitlich ist die Welt',
    'Endlich ist die Welt' oder
    'Unendlich ist die Welt',
    'Leben und Leib ist ein und dasselbe' oder
    'Anders ist das Leben und anders der Leib',
    'Der Vollendete besteht nach dem Tode' oder
    'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode' oder
    'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode' oder
    'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode.
    Das hat mir der Erhabene nicht mitgeteilt. Und daß es mir der Erhabene nicht mitgeteilt hat, das gefällt mir nicht, das behagt mir nicht. So will ich denn zum Erhabenen gehn und ihn darum befragen. Wenn es mir der Erhabene mitteilen kann, so will ich beim Erhabenen das Asketenleben führen: wenn es mir aber der Erhabene nicht mitteilen kann, so werd' ich die Askese aufgeben und zur Gewohnheit zurückkehren.'

    Als nun der ehrwürdige Malunkyaputto gegen Abend die Gedenkensruhe beendet hatte, begab er sich dorthin wo der Erhabene weilte. Dort angelangt begrüßte er den Erhabenen ehrerbietig und setzte sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend sprach nun der ehrwürdige Malunkyaputto also zum Erhabenen:

    "Während ich da, o Herr, einsam zurückgezogen sann, kam mir folgender Gedanke in den Sinn: 'Es gibt da manche Ansichten, die der Erhabene nicht mitgeteilt, gemieden, zurückgewiesen hat, als wie

    'Ewig ist die Welt' oder
    'Zeitlich ist die Welt',
    'Endlich ist die Welt' oder
    'Unendlich ist die Welt',
    'Leben und Leib ist ein und dasselbe' oder
    'Anders ist das Leben und anders der Leib',
    'Der Vollendete besteht nach dem Tode' oder
    'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode' oder
    'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode' oder
    'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode'.
    Das hat mir der Erhabene nicht mitgeteilt. Und daß es mir der Erhabene nicht mitgeteilt hat, das gefällt mir nicht. So will ich denn zum Erhabenen gehn und ihn darum befragen. Wenn es mir der Erhabene mitteilen kann, so will ich beim Erhabenen das Asketenleben führen: wenn es mir aber der Erhabene nicht mitteilen kann, so werd' ich die Askese aufgeben und zur Gewohnheit zurückkehren.'

    Wenn der Erhabene weiß 'Ewig ist die Welt', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Ewig ist die Welt'; wenn der Erhabene weiß 'Zeitlich ist die Welt', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Zeitlich ist die Welt': wenn aber der Erhabene nicht weiß, ob die Welt ewig ist oder zeitlich ist, so geziemt es eben einem, der das nicht weiß und nicht sieht, nur ehrlich zu sagen: 'Ich weiß es nicht, ich seh' es nicht'.

    Wenn der Erhabene weiß 'Endlich ist die Welt', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Endlich ist die Welt'; wenn der Erhabene weiß 'Unendlich ist die Welt,' so soll mir der Erhabene mitteilen 'Unendlich ist die Welt': wenn aber der Erhabene nicht weiß, ob die Welt endlich ist oder unendlich ist, so geziemt es eben einem, der das nicht weiß und nicht sieht, nur ehrlich zu sagen: 'Ich weiß es nicht, ich seh' es nicht.'

    Wenn der Erhabene weiß 'Leben und Leib ist ein und dasselbe', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Leben und Leib ist ein und dasselbe'; wenn der Erhabene weiß 'Anders ist das Leben und anders der Leib', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Anders ist das Leben und anders der Leib': wenn aber der Erhabene nicht weiß, ob Leben und Leib ein und dasselbe oder das Leben anders und anders der Leib ist, so geziemt es eben einem, der das nicht weiß und nicht sieht, nur ehrlich zu sagen: 'Ich weiß es nicht, ich seh' es nicht.'

    Wenn der Erhabene weiß 'Der Vollendete besteht nach dem Tode', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Der Vollendete besteht nach dem Tode'; wenn der Erhabene weiß 'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode': wenn aber der Erhabene nicht weiß, ob der Vollendete nach dem Tode besteht oder nicht besteht, so geziemt es eben einem, der das nicht weiß und nicht sieht, nur ehrlich zu sagen: 'Ich weiß es nicht, ich seh' es nicht.'

    Wenn der Erhabene weiß 'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode'; wenn der Erhabene weiß 'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode', so soll mir der Erhabene mitteilen 'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode': wenn aber der Erhabene nicht weiß, ob der Vollendete nach dem Tode besteht und nicht besteht oder weder besteht noch nicht besteht, so geziemt es eben einem, der das nicht weiß und nicht sieht, nur ehrlich zu sagen: 'Ich weiß es nicht, ich seh' es nicht.'"


    "Wie, hab' ich denn, Malugkyaputto, also zu dir gesprochen: 'Komm', o Malunkyaputto, führe bei mir das Asketenleben: ich will dir mitteilen, ob die Welt ewig ist oder zeitlich ist, ob die Welt endlich ist oder unendlich ist, ob Leben und Leib ein und dasselbe oder anders das Leben und anders der Leib ist, ob der Vollendete nach dem Tode besteht oder nicht besteht oder besteht und nicht besteht oder weder besteht noch nicht besteht'?"

    "Das nicht, o Herr!"

    "Oder hast etwa du also zu mir gesprochen: 'Ich will, o Herr, beim Erhabenen das Asketenleben führen: der Erhabene wird mir mitteilen, ob die Welt ewig ist oder zeitlich ist, ob die Welt endlich ist oder unendlich ist, ob Leben und Leib ein und dasselbe oder anders das Leben und anders der Leib ist, ob der Vollendete nach dem Tode besteht oder nicht besteht oder besteht und nicht besteht oder weder besteht noch nicht besteht'?"

    "Das nicht, o Herr!"

    "So ist klar, Malunkyaputto, daß weder ich dergleichen zu dir gesagt habe, noch auch du dergleichen zu mir gesagt hast. Ist es also, eitler Mann, wer bist du und wen bezichtigst du? - Wer da, Malunkyaputto, also spräche: 'Nicht eher will ich beim Erhabenen das Asketenleben führen, bis mir der Erhabene mitgeteilt haben wird, ob die Welt ewig ist oder zeitlich ist, ob die Welt endlich ist oder unendlich ist, ob Leben und Leib ein und dasselbe, oder anders das Leben und anders der Leib ist, ob der Vollendete nach dem Tode besteht oder nicht besteht oder besteht und nicht besteht oder weder besteht noch nicht besteht', dem könnte, Malunkyaputto, der Vollendete nicht genug mitteilen: denn jener stürbe hinweg"'.

    [Das Gleichnis von einem Pfeil Getroffenen]

    "Gleichwie etwa, Malunkyaputto, wenn ein Mann von einem Pfeile getroffen wäre, dessen Spitze mit Gift bestrichen wurde, und seine Freunde und Genossen, Verwandte und Vettern bestellten ihm einen heilkundigen Arzt; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich nicht weiß, wer jener Mann ist, der mich getroffen hat, ob es ein Krieger oder ein Priester, ein Bürger oder ein Bauer ist'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich nicht weiß, wer jener Mann ist, der mich getroffen hat, wie er heißt, woher er stammt oder hingehört': er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich nicht weiß, wer jener Mann ist, der mich getroffen hat, ob es ein großer oder ein kleiner oder ein mittlerer Mensch ist'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich nicht weiß, wer jener Mann ist, der mich getroffen hat, ob seine Hautfarbe schwarz oder braun oder gelb ist'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich nicht weiß, wer jener Mann ist, der mich getroffen hat, in welchem Dorf oder welcher Burg oder welcher Stadt er zu Hause ist'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich den Bogen nicht kenne, der mich getroffen hat, ob es der kurze oder der lange gewesen'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich die Sehne nicht kenne, die mich getroffen hat, ob es eine Saite, ein Draht oder eine Flechse, ob es Schnur oder Bast war'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich den Schaft nicht kenne, der mich getroffen hat, ob er aus Rohr oder Binsen ist'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich den Schaft nicht kenne, der mich getroffen hat, mit was für Federn er versehn ist, ob mit Geierfedern oder Reiherfedern, mit Rabenfedern, Pfauenfedern oder Schnepfenfedern'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich den Schaft nicht kenne, der mich getroffen hat, mit was für Leder er umwickelt ist, mit Rindleder oder Büffelleder, mit Hirschleder oder Löwenleder'; er aber spräche:

    'Nicht eher will ich diesen Pfeil herausziehn bevor ich die Spitze nicht kenne, die mich getroffen hat, ob sie gerade oder krumm oder hakenförmig ist, oder ob sie wie ein Kalbzahn oder wie ein Oleanderblatt aussieht':

    nicht genug könnte, Malunkyaputto, dieser Mann erfahren: denn er stürbe hinweg.

    "Ebenso nun auch, Malunkyaputto, ist es wenn einer da spricht: 'Nicht eher will ich beim Erhabenen das Asketenleben führen, bis mir der Erhabene mitgeteilt haben wird, ob die Welt ewig ist oder zeitlich ist, ob die Welt endlich ist oder unendlich ist, ob Leben und Leib ein und dasselbe oder anders das Leben und anders der Leib ist, ob der Vollendete nach dem Tode besteht oder nicht besteht oder besteht und nicht besteht oder weder besteht noch nicht besteht'; nicht genug könnte, Malunkyaputto, der Vollendete einem solchen mitteilen: denn er stürbe hinweg.

    "Wenn die Ansicht 'Ewig ist die Welt", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': das gilt nicht. 'Wenn die Ansicht 'Zeitlich ist die Welt", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn', auch das gilt nicht. Ob die Ansicht 'Ewig ist die Welt', Malunkyaputto, besteht oder die Ansicht 'Zeitlich ist die Welt': sicher besteht Geburt, besteht Alter und Tod, besteht Wehe, Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung, deren Zerstörung ich schon bei Lebzeiten kennen lehre.

    "'Wenn die Ansicht 'Endlich ist die Welt", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': das gilt nicht. 'Wenn die Ansicht 'Unendlich ist die Welt", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': auch das gilt nicht. Ob die Ansicht 'Endlich ist die Welt', Malunkyaputto, besteht oder die Ansicht 'Unendlich ist die Welt': sicher besteht Geburt, besteht Alter und Tod, besteht Wehe, Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung, deren Zerstörung ich schon bei Lebzeiten kennen lehre.

    "'Wenn die Ansicht 'Leben und Leib ist ein und dasselbe", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': das gilt nicht. 'Wenn die Ansicht 'Anders ist das Leben und anders der Leib", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': auch das gilt nicht. Ob die Ansicht 'Leben und Leib ist ein und dasselbe', Malunkyaputto, besteht oder die Ansicht 'Anders ist das Leben und anders der Leib': sicher besteht Geburt, besteht Alter und Tod, besteht Wehe, Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung, deren Zerstörung ich schon bei Lebzeiten kennen lehre.

    "'Wenn die Ansicht 'Der Vollendete besteht nach dem Tode", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': das gilt nicht. 'Wenn die Ansicht 'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': auch das gilt nicht. Ob die Ansicht 'Der Vollendete besteht nach dem Tode', Malunkyaputto, besteht oder die Ansicht 'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode': sicher besteht Geburt, besteht Alter und Tod, besteht Wehe, Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung, deren Zerstörung ich schon bei Lebzeiten kennen lehre.

    "'Wenn die Ansicht 'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': das gilt nicht. 'Wenn die Ansicht 'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode", Malunkyaputto, 'besteht, kann Asketentum bestehn': auch das gilt nicht. Ob die Ansicht 'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode', Malunkyaputto, besteht oder die Ansicht 'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode': sicher besteht Geburt, besteht Alter und Tod, besteht Wehe, Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung, deren Zerstörung ich schon bei Lebzeiten kennen lehre.

    "Darum also, Malunkyaputto, mögt ihr was ich nicht mitgeteilt als nicht mitgeteilt, und was ich mitgeteilt als mitgeteilt halten.

    "Was aber, Malunkyaputto, hab' ich nicht mitgeteilt?

    'Ewig ist die Welt', Malunkyaputto, hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Zeitlich ist die Welt' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Endlich ist die Welt' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Unendlich ist die Welt' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Leben und Leib ist ein und dasselbe' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Anders ist das Leben und anders der Leib' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Der Vollendete besteht nach dem Tode' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Der Vollendete besteht nicht nach dem Tode' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Der Vollendete besteht und besteht nicht nach dem Tode' hab' ich nicht mitgeteilt,
    'Weder besteht noch besteht nicht der Vollendete nach dem Tode' hab' ich nicht mitgeteilt.
    Und warum hab' ich das, Malunkyaputto, nicht mitgeteilt? Weil es, Malunkyaputto, nicht heilsam, nicht urasketentümlich ist, nicht zur Abkehr, nicht zur Wendung, nicht zur Auflösung, nicht zur Aufhebung, nicht zur Durchschauung, nicht zur Erwachung, nicht zur Erlöschung führt: darum hab' ich das nicht mitgeteilt.

    "Was aber, Malunkyaputto, hab' ich mitgeteilt?

    'Das ist das Leiden', Malunkyaputto, hab' ich mitgeteilt,
    'Das ist die Leidensentwicklung' hab' ich mitgeteilt,
    'Das ist die Leidensauflösung' hab' ich mitgeteilt,
    'Das ist Leidensauflösung führende Pfad', hab' ich mitgeteilt.
    Und warum hab' ich das, Malunkyaputto, mitgeteilt? Weil es, Malunkyaputto, heilsam, weil es urasketentümlich ist, weil es zur Abkehr, Wendung, Auflösung, Aufhebung, Durchschauung, Erwachung, zur Erlöschung führt: darum hab' ich das mitgeteilt.

    "Darum also, Malunkyaputto, mögt ihr was ich nicht mitgeteilt als nicht mitgeteilt, und was ich mitgeteilt als mitgeteilt halten."

    Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Malunkyaputto über das Wort des Erhabenen.

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    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

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    14. Dezember 2011
    • 14. Dezember 2011 um 14:25
    • #41
    Zitat

    Das ist das Leiden', Malunkyaputto, hab' ich mitgeteilt,
    'Das ist die Leidensentwicklung' hab' ich mitgeteilt,
    'Das ist die Leidensauflösung' hab' ich mitgeteilt,
    'Das ist Leidensauflösung führende Pfad', hab' ich mitgeteilt.
    Und warum hab' ich das, Malunkyaputto, mitgeteilt? Weil es, Malunkyaputto, heilsam, weil es urasketentümlich ist, weil es zur Abkehr, Wendung, Auflösung, Aufhebung, Durchschauung, Erwachung, zur Erlöschung führt: darum hab' ich das mitgeteilt.

    "Darum also, Malunkyaputto, mögt ihr was ich nicht mitgeteilt als nicht mitgeteilt, und was ich mitgeteilt als mitgeteilt halten."

    Also sprach der Erhabene. Zufrieden freute sich der ehrwürdige Malunkyaputto über das Wort des Erhabenen

    Kenne ich.Genau das spricht mich am Buddhismus an, diese pragmatische Ader.Aber ich zweifele dennoch das sich ein Leben allein dadurch zuzm Besseren verändern kann, dass man jeden Morgen 20min sitzt. Vermutlich spielt das Umfeld eine ebenso große Rolle.Wie bekommt man eigentlich Kontakt zu Buddhisten, wenn man sich keine Meditationskurse leisten kann? Regelmäßige (kostenlose) Treffen von buddhistischen Gruppen gibt es in meiner Umgebung scheinbar nicht.Jedenfalls nicht von den Schulen, die mir eventuell liegen.

    Edit: Das war nicht als Provokation gemeint.Aber Teil einer funktionierenden Sangha zu sein scheint mir für den Erfolg der buddhistischen Praxis wesentlich.

  • monikamarie
    Gast
    • 14. Dezember 2011 um 14:42
    • #42
    Search42:


    ...
    Kenne ich.Genau das spricht mich am Buddhismus an, diese pragmatische Ader.Aber ich zweifele dennoch das sich ein Leben allein dadurch zuzm Besseren verändern kann, dass man jeden Morgen 20min sitzt. Vermutlich spielt das Umfeld eine ebenso große Rolle.Wie bekommt man eigentlich Kontakt zu Buddhisten, wenn man nicht wohlhabend ist? Teure Kurse kann ich mir im Moment nicht leisten.Und regelmäßige (kostenlose) Treffen von buddhistischen Gruppen gibt es in meiner Umgebung scheinbar nicht.Jedenfalls nicht von den Schulen, die mir eventuell liegen.

    Erstmal ein herzliches Willkommen, Search42,
    "man" sitzt nicht jeden Morgen 20 Min. und dann aus, das ist "nur" eine "Einstimmung" . Ich empfehle Dir entsprechende Literatur,
    siehe hier http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=3&t=6421

    Ich kenne eher arme Buddhisten :lol: , aber reich an Geistesgaben.

    Hast Du schon mal hier reingeschaut? http://www.theravadanetz.de
    Theravada-Gruppen und Seminarhäuser

    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner Suche
    _()_ Monika

  • Search42
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    • 14. Dezember 2011 um 15:03
    • #43

    Danke für die nette Begrüssung. Und danke für die Links. Ich nehme Alles zurück. ;) Freiwillige Spende für die Lehrende, zum Erhalt des Hauses und fürs Essen: http://www.buddhismus-muenchen.de/home/programm/index_programm.html

    Vorher habe ich immer nur Kurse für 400 Euro aufwärts gefunden, und schon resigniert gedacht: "Siehe da, auch die Erlösung muss man sich in Deutschland leisten können." Ich verstehe das auch buddhistische Meditationszentren Geld brauchen um Miete und Stromrechnung zu bezahlen, aber das Menschen mit kleinem Budget überhaupt nicht in den Genuss kommen können, den Nutzen der Meditation dort zu erfahren, schien mir ein wenig unpassend, in Anbetracht dessen was der Buddha verkündet hat.

    Leider habe ich in dem Theravada Netzwerk jetzt aber keine Gruppen in meiner direkten Nähe gefunden.Meditationsseminare sind schön und gut aber ich glaube regelmäßige Treffen mit einer Gemeinschaft Gleichgesinnter können sie nicht ersetzten.Ich bin mir über die Schulen, die etwas für mich wären, aber auch noch nicht im Klaren.Theravada scheint dazuzugehören.Aber sicher bin ich mir da auch nicht.Ich weiß nur mit Sicherheit welche Schulen nichts für mich sind.Keine Ahnung ob ich das hier so reinposten kann.

    Aber zum Thema: Ist Meditation ohne entsprechendes Lebensumfeld überhaupt sinnvoll? Braucht es nicht den Kontakt mit einer Sangha, damit Meditation ihre Wirkung entfalten kann?

  • monikamarie
    Gast
    • 14. Dezember 2011 um 16:48
    • #44
    Search42:

    Danke für die nette Begrüssung. Und danke für die Links. Ich nehme Alles zurück. ;) Freiwillige Spende für die Lehrende, zum Erhalt des Hauses und fürs Essen: http://www.buddhismus-muenchen.de/home/programm/index_programm.html

    Also Du wohnst nahe München?

    Ich habe noch eine Buchempfehlung: Paul Debes: "Meisterung der Existenz durch die Lehre Buddhas" - 2 Bände sind auf Spendenbasis zu erhalten, genauso wie "Der Buddha auf dem Bücherschrank" von Ludwig Schafft.

    Zitat

    Aber zum Thema: Ist Meditation ohne entsprechendes Lebensumfeld überhaupt sinnvoll? Braucht es nicht den Kontakt mit einer Sangha, damit Meditation ihre Wirkung entfalten kann?

    Was ist ein entsprechendes Umfeld? Ich praktiziere und kenne Buddhisten seit mehr als 20 Jahren in Hamburg. Ob Sangha oder nicht, musst Du selbst herausfinden. Meditation ist davon nicht abhängig, im übrigen gibt es sehr unterschiedliche Rangehensweisen, z. B. das Praktizieren der Achtsamkeit von Moment zu Moment, also den Geist ausrichten auf das, was Du gerade zu tun hast. Wenn Du das mit entsprechend heilsamer Hinwendung bzw. Abwendung von unheilsamen Gedanken übst, wirst Du die Wirkung sehr schnell bemerken.

    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 14. Dezember 2011 um 16:48
    • #45

    doppelt-gemoppelt ;)

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (14. Dezember 2011 um 18:00)

  • Search42
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    • 14. Dezember 2011 um 17:03
    • #46
    Zitat

    Also Du wohnst nahe München?


    So nah nicht; aber in Bayern.

    Zitat

    Ich habe noch eine Buchempfehlung: Paul Debes: "Meisterung der Existenz durch die Lehre Buddhas" - 2 Bände sind auf Spendenbasis zu erhalten, genauso wie "Der Buddha auf dem Bücherschrank" von Ludwig Schafft.


    Danke.

    Zitat

    Was ist ein entsprechendes Umfeld? Ich praktiziere und kenne Buddhisten seit mehr als 20 Jahren in Hamburg. Ob Sangha oder nicht, musst Du selbst herausfinden. Meditation ist davon nicht abhängig, im übrigen gibt es sehr unterschiedliche Rangehensweisen, z. B. das Praktizieren der Achtsamkeit von Moment zu Moment, also den Geist ausrichten auf das, was Du gerade zu tun hast. Wenn Du das mit entsprechend heilsamer Hinwendung bzw. Abwendung von unheilsamen Gedanken übst, wirst Du die Wirkung sehr schnell bemerken.


    Das scheint mir das Schwierigste.Die Meditative Grundhaltung in den Alltag zu übernehmen. 20- 30 min jeden Morgen Sitzen ist das Eine, aber eine meditative Grundhaltung den ganzen Tag zu bewahren ist etwas völlig Anderes.

  • monikamarie
    Gast
    • 14. Dezember 2011 um 18:02
    • #47
    Search42:


    Das scheint mir das Schwierigste.Die Meditative Grundhaltung in den Alltag zu übernehmen. 20- 30 min jeden Morgen Sitzen ist das Eine, aber eine meditative Grundhaltung den ganzen Tag zu bewahren ist etwas völlig Anderes.

    Genau so wie Du Deine Muskeln trainieren musst, wenn Du mehr davon haben willst, genau so kannst Du auch Deinen Geist trainieren. Von nix kommt nix ;)
    - und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 8)
    _()_ Monika

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    • 15. Dezember 2011 um 16:50
    • #48
    monikamarie:
    Search42:


    Das scheint mir das Schwierigste.Die Meditative Grundhaltung in den Alltag zu übernehmen. 20- 30 min jeden Morgen Sitzen ist das Eine, aber eine meditative Grundhaltung den ganzen Tag zu bewahren ist etwas völlig Anderes.

    Genau so wie Du Deine Muskeln trainieren musst, wenn Du mehr davon haben willst, genau so kannst Du auch Deinen Geist trainieren. Von nix kommt nix ;)
    - und es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. 8)
    _()_ Monika

    Hast du ein paar konkrete Tipps? Welchen Übungen baust du in den Alltag ein? Und wie? Einmal die Stunde ein Sutra rezitieren? Was machst du genau?

  • Kusala
    Gast
    • 15. Dezember 2011 um 17:17
    • #49

    Ein konkreter Tipp könnte sein: Du nimmst Dir z.B. morgens wahllos ein Buch aus der Angereihten Sammlung (geht natürlich auch jedes andere Dhammabuch, z.B. Dhammapada), schlägst es wahllos auf und die Lehrrede die sich zeigt, mit der beschäftigst Du Dich den Tag über. Die Angereihte Sammlung bietet sich an, da die Lehrreden recht kurz sind.

    Ein weitere Tipp:
    Du legst jede Stunde einen "Mindfullness Moment" (M&M´s ;) ) für 1-3 Minuten ein. Entweder Du betrachtest die Zeit über einfach den Atem (ist dann wie einmal die Nacht drüber geschlafen) oder Du reflektierst die letzte Stunde und dann scheppert abends in der Medi weniger nach, da es schon aufgearbeitet wurde. Desweiteren beginnt die nächste Stunde wesentlich achtsamer.

    Liebe Grüße
    Kusala

  • monikamarie
    Gast
    • 15. Dezember 2011 um 17:54
    • #50

    So wie Kusala das beschreibt, so habe ich das jahrelang gehandhabt, lieber Search.
    Ich habe jeden Morgen vor der Arbeit im Büro das gelesen, was für mich zur Zeit am wichtigsten war. Dafür bin ich sogar lieber früher ins Büro gegangen und war mindestens eine halbe Stunde lang die erste von allen Kolleginnen und Kollegen. Als das nicht mehr möglich war, habe ich in der Bahn über Kopfhörer den "Geist des Zen" gehört, der mich in eine meditative Verfassung brachte. Auf den Gongschlag genau bin ich am Hauptbahnhof aufgestanden und ausgestiegen, also keine Sorge, dass Du womöglich verpennst.

    Wenn ich einem Kollegen gegenüber Groll empfand oder Probleme mit anderen Menschen, die ich besuchen musste/wollte hatte, habe ich auf dem Weg zu ihnen ein Mantra rezitiert (meines lautet bis heute: "Dein Wille geschehe"). Wenn ich zum Chef reinmusste und mich sehr unter Druck gesetzt fühlte, habe ich meine Angst abgegeben und still gesagt "Cobra übernehmen Sie". Wenn ich auf Dienstreise musste und immer noch viel Angst vor meinem "Einsatz mit vielen Unbekannten" hatte, habe ich während der Autofahrt auf dem Rücksitz meditiert oder im Zug entsprechende Literatur gelesen, um mich zu justieren. Wenn ich beim Arzt im Wartezimmer warten musste, habe ich meditiert oder gelesen. Wenn ich abwasche, schaue ich, dass meine Gedanken nicht abschweifen, sondern wasche ab und schaue ganz genau hin. Wenn ich meinen Mann ansehe, sehe ich zu, dass ich nicht nur ein "Bild über ihn" sehe, sondern wirklich ihn wahrnehme, so wie er sich jetzt gerade zeigt.

    All diese Achtsamkeitsübungen haben mich dahin gebracht, wo ich heute stehe. Endlich kann ich mich wirklich ernsthaft der Lehre des Buddha zuwenden und sie auch verstehen.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg, jeder Moment ist eine Gelegenheit :D
    _()_ Monika

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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