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Wenn man seine Liebe (noch) nicht zeigen kann...

  • Geronimo
  • 15. Oktober 2011 um 09:49
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  • Sven
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    • 17. Oktober 2011 um 15:10
    • #26
    Geronimo:

    Es handelte sich dabei sogar um ein außerordentlich hübsches und liebenswertes Mädchen, aber mein Problem hat damit so viel nicht zu tun, da es mir auch bei anderen (egal ob Jungs oder Mädchen) so geht. Da sind allgemein Barrieren vorhanden die nicht unbedingt personenabhängig sind, und manchmal möchte man auch Freundschaften höher halten als z.B. Begierde, auch wenn das manchmal so einfach nicht ist.


    Diese Barrieren sollen das Selbstwertgefühl schützen, dass dabei verletzt werden könnte. Und Tatsache ist: Es kann verletzt werden. Rate aus welchen Erfahrungen diese Angst entsteht.

    In einem Großteil des asiatischen Kulturraumes ist es aufgrund dieser Angst verpönt, überhaupt Gefühle zu zeigen (Gesichtsverlust). Hier werden Wertschätzung und Zuneigung durch Handlungen ausgedrückt und bei einem möglichen Gesichtsverlust ermöglicht es der eine dem anderen sein Gesicht möglichst zu wahren.

    Hier kann man übrigens die lustigsten Dinge erleben, wenn ein Westler eine Asiatin anbaggert und diese ihn anlächelt (Was NEIN heißt, aber den damit verbundenen Gesichtsverlust verhindern soll) und der der Westler denkt: "Die mag mich." Hier bei uns wird oft voll reingetreten wie: "Zieh leine, Alter!" (Ich spreche da aus eigener unangenehmer Erfahrung :lol:)

    Grundsätzlich finde ich finde es sogar sympathisch, wenn jemand etwas ruppig ist, aber in seinen Handlungen entsprechend Zuneigung zeigt und diese Möglichkeit steht auch dir offen. Eine Verhaltenstherapie würde ich dir, da es sich scheinbar um etwas normales handelt nicht empfehlen. Helfen kann dir nur eigene Konfrontation und das kann dir kein Psychologe abnehmen. Einer schlug mal als Konfrontation vor, man solle sich eine rollende Gummiente kaufen und diese an einem Bindfaden in einer gut besuchten Fußgängerzone am Bindfaden hinter sich herziehen und seine Gefühle beobachten (echt krass, da kann man danach nie wieder hingehen. Hoffentlich sieht einen keiner, der einen kennt. :lol: )


    Geronimo:

    Ansonsten stimme ich dir zu, aber solche Gedanken brauchte ich mir bisher wenig zu machen. Entweder man mag sich wirklich oder man vergeudet seine Zeit.


    Wenn du das wirklich wüsstest und es dir egal wäre, hättest du keine Furcht.

    Gruß
    Sven

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 17. Oktober 2011 um 15:16
    • #27
    Lillitschka:

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Thema hier richtig verstanden habe.
    Ich bin auch ein eher zurückhaltender Mensch; bin kein Mensch der großen Worte und Gesten; ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch oft auch nicht darum geht sondern nur ums Zuhören und einfach dasein.
    Ich glaube, wenn man es ehrlich meint, auch wenn man es selbst nicht so offen zeigt kommt es beim anderen auch so an.

    Ich hoffe, ich bin auch nicht völlig am Thema vorbei?

    Lillitschka


    :D Falls ja, bist du wenigstens ganz genau mit mir gemeinsam am Thema vorbei. Ich sehe es genauso, wie du.

    Im übrigen wäre ich, ehrlich gesagt, mit einem gutaussehenden jungen oder alten Mann, der mir seine überbordende Liebe und Mitgefühl zum Ausdruck bringt, VOLLKOMMEN überfordert. :lol:

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Sven
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    • 17. Oktober 2011 um 15:17
    • #28
    Losang Lamo:

    Wenn mir jemand sein "Mitgefühl & seine Liebe" zu dolle zeigt, bringt mich das eher durcheinander, weil es in unserer Gesellschaft nicht so üblich ist, wenn das Gegenüber vor Liebe & Mitgefühl überquillt.
    Wenn ich selber solche "Liebe & Mitgefühl"-Wellen hab, ist da nicht das geringste Bedürfnis oder Notwendigkeit, das auch zu zeigen. Wenn der andere mich braucht, bin ich für ihn da - was soll ich da wozu noch mehr zeigen?


    Genauso sehe ich das auch. Mir geht so ein freundliches Gehabe eher auf den Wecker. Ich mag das nicht. Warum weiß ich aber nicht genau. Wahrscheinlich hat es irgendetwas mit Lästigsein, Umsorgenmüssen, Klotz am Bein zu tun. Am schlimmsten finde ich das unterwürfige Metta-Grinsen in einigen Sekten, die alle auf Wolke 7 zu schweben scheinen.

    Gruß
    Sven

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 17. Oktober 2011 um 15:24
    • #29

    Aah, dann müsste das wohl Deine nächste Übung sein: Metta-Grinsen so lange ertragen, bis Du den Ursprung der Ablehnung erkennen kannst.
    Ist bestimmt to-tal in-te-res-sant, weil bei sowas meist irgendwas Verblüffendes herauskommt.

    Liebe Grüße, LL

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Sven
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    • 17. Oktober 2011 um 15:27
    • #30
    Lillitschka:

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich das Thema hier richtig verstanden habe.
    Ich bin auch ein eher zurückhaltender Mensch; bin kein Mensch der großen Worte und Gesten; ich habe die Erfahrung gemacht, dass es auch oft auch nicht darum geht sondern nur ums Zuhören und einfach dasein.
    Ich glaube, wenn man es ehrlich meint, auch wenn man es selbst nicht so offen zeigt kommt es beim anderen auch so an.


    Genauso ist es. Ganz schlimm finde ich die, die gemischte Signale aussenden. Also mit Worten und Gesten "Ich liebe Dich" senden und mit Ihren Handlungen (z. B indem sie ihren Partner schlagen) "Ich hasse Dich" bezeugen. Der Gegenpart, der hofft, wird sich aus den beiden Signalen, dasjenige aussuchen, was seiner Hoffnung entspricht und das wird ihm oft zum Verhängnis. Für mich gilt immer: Was die Leute quatschen ist belanglos. Schaue wie sie handeln!

    Gruß
    Sven

  • Sven
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    • 17. Oktober 2011 um 15:35
    • #31
    Losang Lamo:

    Aah, dann müsste das wohl Deine nächste Übung sein: Metta-Grinsen so lange ertragen, bis Du den Ursprung der Ablehnung erkennen kannst.
    Ist bestimmt to-tal in-te-res-sant, weil bei sowas meist irgendwas Verblüffendes herauskommt.

    Oh ne, du meinst so etwas wie 1 Woche bei den Zeugen J..vas etc. Da arbeite ich doch lieber an anderen Baustellen. :lol: Was rauskommt kenn ich bestimmt schon: Ich mag keine Heuchelei, keine Unterwürfigkeit, sondern Gespräche auf Augenhöhe mit souveränen Gesprächspartnern.

    Gruß
    Sven

  • Dorje Sema
    Gast
    • 17. Oktober 2011 um 15:36
    • #32

    off topic zu

    Zitat

    Sven: Einer schlug mal als Konfrontation vor, man solle sich eine rollende Gummiente kaufen und diese an einem Bindfaden in einer gut besuchten Fußgängerzone am Bindfaden hinter sich herziehen und seine Gefühle beobachten (echt krass, da kann man danach nie wieder hingehen. Hoffentlich sieht einen keiner, der einen kennt. :lol: )

    » Ein Irrer hält seine Zahnbürste für einen Hund.
    Er geht täglich mit der Zahnbürste spazieren. Darauf wird er in ein Irrenheim eingewiesen.
    Drei Jahre später fragt ihn der Direktor:
    "Mit was gehen Sie immer spazieren?"
    Da sagt der Irre: "Ich gehe mit meiner Zahnbürste spazieren."
    Daraufhin wird er aus der Klinik entlassen.
    An der Tür sagt er zu der Zahnbürste: "Ha, Fifi, den haben wir aber reingelegt!"
    «

    añjalī अञ्जलि
    ࿅Dorje Sema࿄

  • Onyx9
    Gast
    • 17. Oktober 2011 um 22:36
    • #33

    Verhaltenstherapie- ah ja - hatte ich auch schon.
    da konfrontiert man sich mit seinen tiefsten ängsten um sie aushalten zu lernen
    um im umkehrschluß sich selber annehmen zu können- scham,- und schuldgefühle aushebeln zu können.
    bei mir in der kindheit war es auch verpönt zuneigung zu zeigen, geschweige denn sie haben zu wollen.
    es ist ein schutzmechanismus.
    die radikalen experimente der verhaltenstherapie würde ich aber nicht empfehlen,
    man muss sich eher herantasten...
    sich selber gewissermaßen wie ein rohes ei behandeln.


    Alles fängt mit liebevoller Güte für sich selber an, die zu liebevoller Güte für andere wird.( Pema Chödrön )

    Kämpf doch nicht so mit vermeintlich unbuddhistischen schwächen, geronimo.
    Freunde dich mit ihnen an. Sobald du dein Unvermögen annimmst, ins Licht des bewußtseins rückst, schwinden sie.
    Das weißt du doch schon längst ! :D

  • GaliDa68
    Gast
    • 18. Oktober 2011 um 12:45
    • #34

    Lieber Geronimo,

    ich kann das gar nicht verstehen, dass man seine Zuneigung nicht zeigen kann. Ich würde nicht jedem ein Liebesgeständnis hinlegen, aber Zuneigung offenbart sich doch einfach und spontan. Das sind nicht so große Gesten wie eine Umarmung oder ein Blumenstrauß, sondern viele kleine Dinge: Lächeln, Sich-Hinwenden beim Gespräch, kleine Fragen des Interesses, kleine liebevolle Blicke, Zuhören, Nachfragen, kleine Berührungen, den Lieblingshappen auf den Teller legen, Kuchen backen, Kaffee ans Bett bringen, über kleine Missgeschicke hinwegsehen, kleine Erledigungen machen, ein Haar von der Jacke zupfen, die Blumen gießen, die Schwiegermama anrufen, in einer beängstigenden Situation beschützend den Arm um den anderen legen, genug warmes Wasser im Boiler zu hinterlassen und das Klo putzen, die Füße massieren, nicht meckern, wenn das Essen angebrannt oder die Milch ausgegangen ist, das Katzenklo putzen, den komischen Freund trotzdem nett behandeln, keinen Streit mit den Nachbarn beginnen, sich entschuldigen, sich pflegen und gut duften, Streit in der Familie nicht mitmachen sondern versöhnend wirken, einen einfach in den Arm nehmen und trösten, Nächte lang dem Anderen beistehen, Bücher verleihen, schweigend in den Horizont schauen, einen Einkaufsbummel zusammen machen, und und und.

    Über anders braucht man sich keine Gedanken machen. Jeder ist anders. Manche Leute sind körperlich sehr spontan, andere weniger. Die einen können sich verbal nicht ausdrücken, anderen sprudelt es nur so heraus. Wenn man sich geliebt fühlt, dann befreit sich das Spontane ohnehin allmählich. Wenn man sich von sich selbst geliebt fühlt auch. Ich habe eine sehr spontane Mutter, das ist mir lange Jahre auf den Keks gegangen, ich vermied jegliche Berührung durch andere Menschen, und war – obwohl ich ein eher extrovertierter Mensch bin – relativ schüchtern. Erst als ich sie von "außen" beobachtet habe und gemerkt habe, dass sie es einfach tut, weil sie so fühlt, konnte ich das bei mir wieder richtig zulassen – ich habe mir dann den Platz für MEINE Zuneigungsbekundungen dann einfach genommen. Heute bin ich ähnlich wie meine Mutter, ohne Nachdenken und ohne Scham. Ich lebe eine sehr innige und freie verbale und körperliche Liebessprache, habe keine Angst vor Abweisung mehr und vertraue auf meinen Instinkt, der mir stets sagt, wie weit ich gehen kann. Konnte ich mich in jungen Jahren nicht anfassen lassen ohne zusammen zu zucken, so ist das gänzlich verschwunden und ich bin jetzt sehr körperlich zu den Menschen: und das bin ICH. Das kann von sehr zurückhaltend und zart bis über stürmisch und ausgelassen gehen. Ich denke einfach nicht mehr nach, was die Leute über mich denken könnten, wie eine Berührung aufgefasst werden könnte, ob ich jemandem zu nahe trete, ob meine Gefühle erwidert werden … ich gehe auf volles Risiko und lache die Welt einfach an. Was habe ich zu verlieren? Wer mich nicht mag, mag mich so oder so nicht, daran kann ich nichts ändern. Sterben muss ich so oder so, und Zuneigungsbekundungen werden wohl kaum Todesursache werden. Wer nicht will, der ist selbst schuld, wenn er was verpasst. Ich mag die Menschen/mich immer mehr und habe immer weniger Angst vor ihnen/mir, ich fühle mich geliebt und angenommen, meine Zuneigung, meine Liebe hat ihren Platz in der Welt eingenommen – das ist wohl der Schlüssel.

    Liebe Grüße
    Knochensack

    Ich füge noch was hinzu: Ich bin schon so oft abgewiesen und verletzt worden, dass ich keine Angst mehr vor diesem recht unangenehmen Gefühl mehr habe. Ich kenne es sogar besser als das Gefühl von Angenommen-Sein. Jedenfalls schien es mir so, da sich mir das Schmerzhafte offensichtlicher präsentierte. Es war wichtig für mich, die Augen zu öffnen für das Geliebt-werden und Angenommen-Sein. Ich musste erkennen, dass dies viel häufiger vorkommt. Die meisten Menschen sind nett und sie freuen sich über Zuwendung, die meisten Menschen, denen ich begegnet sind mögen mich und zeigen mir ihre Zuneigung. Es gibt also keinen Grund für mich, meine Zuneigung zurückzuhalten.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (18. Oktober 2011 um 12:57)

  • Geronimo
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    • 18. Oktober 2011 um 12:53
    • #35
    GaliDa68:

    lDas sind nicht so große Gesten wie eine Umarmung oder ein Blumenstrauß, sondern viele kleine Dinge: Lächeln, Sich-Hinwenden beim Gespräch, kleine Fragen des Interesses, kleine liebevolle Blicke, Zuhören, Nachfragen, kleine Berührungen, den Lieblingshappen auf den Teller legen, Kuchen backen, Kaffee ans Bett bringen, über kleine Missgeschicke hinwegsehen, kleine Erledigungen machen, ein Haar von der Jacke zupfen, die Blumen gießen, die Schwiegermama anrufen, in einer beängstigenden Situation beschützend den Arm um den anderen legen, genug warmes Wasser im Boiler zu hinterlassen und das Klo putzen, die Füße massieren, nicht meckern, wenn das Essen angebrannt oder die Milch ausgegangen ist, das Katzenklo putzen, den komischen Freund trotzdem nett behandeln, keinen Streit mit den Nachbarn beginnen, sich entschuldigen, sich pflegen und gut duften, Streit in der Familie nicht mitmachen sondern versöhnend wirken, einen einfach in den Arm nehmen und trösten, Nächte lang dem Anderen beistehen, Bücher verleihen, schweigend in den Horizont schauen, einen Einkaufsbummel zusammen machen, und und und.

    Ganz genau, und manch einer tut sich genau damit sehr sehr schwer, weil andere Dinge im Weg liegen. Man kann diese Dinge dann zwar tun, aber sie kommen aus bestimmten Gründen nicht richtig an.

    Mit Liebesgeständnis, besonderer Zuneigung und ähnlichem hat es dennoch nicht viel zu tun, da es um allgemeine Güte und die Fähigkeit sie zu zeigen geht.

    Ansonsten guter Beitrag, Danke.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • monikamarie
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    • 18. Oktober 2011 um 12:53
    • #36

    Ein wunderbares Statement, Knochi, dem ich mich in seiner ganzen Breite anschließen möchte :D
    _()_ Monika

  • GaliDa68
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    • 18. Oktober 2011 um 13:07
    • #37

    Lieber Geronimo,

    die Zuneigung zeigt sich doch in diesesn allgemeinen Gesten. DAS ist Liebe, sowohl die romantische als auch die ganz "normale".

    Wenn ich jemandem sagen möchte, dass ich ihn liebe und es nicht über die Lippen bringen kann, dann habe ich die wunderbare Möglichkeit des geschriebenen Wortes. Ich kann jemandem schreiben, wie viel mir an ihm liegt und dass ich mich schwer tue, dies direkt zu äußern und deshalb vielleicht manchmal komisch rüberkomme. Und dass ich mir wünsche, dass mich der andere dennoch als ein Liebender erkennen möge, der einfach nur ein Tölpel ist.
    Ich kann eine Mariachi-Band mieten und eine Serenade unter dem Fenster spielen lassen, Luftballons aufsteigen lassen …
    Wer dann das immer noch nicht erkennen kann und verletzt ist, weil er unbedingt das ultimative Geständnis haben möchte, der hat meiner Meinung nach auch ein Problem. Denn: wie oft haben wir schon Liebesschwüre gehört, die nur heiße Luft waren. Den Worten allein zu vertrauen ist dumm.

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • GaliDa68
    Gast
    • 18. Oktober 2011 um 13:18
    • #38

    Oh, jetzt verstehe ich erst!
    Du glaubst es im Alltag nicht zeigen zu können, bzw. dass Du es nur komisch ausdrücken kannst. Ist das so gemeint? Du könntest die ganze Welt umarmen, weißt aber nicht, wie Du das anstellen sollst? Bin ich jetzt auf der richtigen Spur?

    Liebe Grüße
    Knochensack

  • Geronimo
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    • 18. Oktober 2011 um 15:19
    • #39
    GaliDa68:

    Oh, jetzt verstehe ich erst!
    Du glaubst es im Alltag nicht zeigen zu können, bzw. dass Du es nur komisch ausdrücken kannst. Ist das so gemeint? Du könntest die ganze Welt umarmen, weißt aber nicht, wie Du das anstellen sollst? Bin ich jetzt auf der richtigen Spur?

    Liebe Grüße
    Knochensack

    Ganz nah dran. Ich weiß im Prinzip ja schon wie und mache auch viel aber die inneren Hindernisse verhindern immer mal wieder das es emotional auch so ankommt wie ich es meine.

    Das geht vielleicht sogar den meisten Menschen so, aber mir bereitet das so einige Probleme.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • juna
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    • 18. Oktober 2011 um 15:58
    • #40
    Geronimo:
    Sven:


    Steht eigentlich da. Schneller reagieren, bevor sich die Angst entwickeln kann.

    Bei dir scheint es sich aber um eine konkrete Situation mit einer Frau zu handeln (Wenn nicht vergiss den Rest, den ich hier schreibe).
    Dir muss klar sein, dass Attraktivität beim Mann durch Persönlichkeit erzeugt wird.
    Je ängstlicher du reagierst desto unattraktiver erscheinst du, denn Frauen mögen im Allgemeinen keine Angsthasen (und haben einen guten Riecher dafür).
    Und je später du handelst, desto sicherer landest du nur in der Freundschaftszone und da kommt man schlecht wieder raus (Zwickmühle :)).

    Aber selbst wenn du dich überwindest und ihr mit kieksiger, aufgeregter und schneller Stimme von deiner "Strahlung" :D berichtest, wird sie, wenn sie nicht nur die Augen verdreht, höchwahrscheinlich sagen, dass sie dich ganz nett findet etc. und du landest in der Freundschaftszone (d. h. du hast vergeigt). Sollte sie dich aber schon längst "jagen", könntest du sogar Erfolg verbuchen.

    Zwar gibt es eine Methode, mit der ich zumindest fast immer Erfolg hatte und bei der diese Unsicherheiten nicht hervortreten können (witzigerweise habe ich diese von einer Frau gelernt), aber ob dir das hilft? Denn beim Mann wechselt die Attraktivität ständig in Abhängigkeit von seiner Persönlichkeit. Das bedeutet quasi, dass du eine Frau immer wieder aufs neue "erobern" musst. Sonst ist sie schneller weg, als du gucken kannst. :lol:

    Viel Erfolg
    Sven


    Hallo - als Frau ist es interessant, aber nicht wirklich sehr schön, diese Anweisung zu lesen, in der von (Freundschafts-) Zonen (In den man landen und aus denen man schwer wieder herauskommen kann...) und anderen Kniffen bei Frauen die Rede ist und es darum geht, wie du reagierst, damit du so oder so, wie du sagst, erscheinst...

    Mich interessiert besonders die Aufrichtigkeit, Courage und Wärme eines Mannes (was ja wohl aus buddhistischer Sicht unzweifelhaft zusammengehört). Und so erscheint er dann auch, letzten Endes.

    Obwohl ich dich noch nie gesehen habe, Genonimo, glaube ich aus deinen postings herauszu-fühlen-, dass du viel dichter und wärmer erscheinst, als du glaubst.

    Alles Gute für dein Finden :o juna

  • Geronimo
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    • 18. Oktober 2011 um 17:35
    • #41
    juna:

    Hallo - als Frau ist es interessant, aber nicht wirklich sehr schön, diese Anweisung zu lesen, in der von (Freundschafts-) Zonen (In den man landen und aus denen man schwer wieder herauskommen kann...) und anderen Kniffen bei Frauen die Rede ist und es darum geht, wie du reagierst, damit du so oder so, wie du sagst, erscheinst...

    Mich interessiert besonders die Aufrichtigkeit, Courage und Wärme eines Mannes (was ja wohl aus buddhistischer Sicht unzweifelhaft zusammengehört). Und so erscheint er dann auch, letzten Endes.

    Obwohl ich dich noch nie gesehen habe, Genonimo, glaube ich aus deinen postings herauszu-fühlen-, dass du viel dichter und wärmer erscheinst, als du glaubst.

    Alles Gute für dein Finden :o juna

    Erstmal vielen lieben Dank für deine Zeilen, ist schön zu hören. Und deine Sicht zu Sven's Aussagen kann ich auch teilen. Ich finde diese ganzen Inszenierungen und Maschen die sich Jungs so bei Mädchen ausdenken auch relativ unangenehm, da es dabei oft nur um persönliche Ziele und nicht um das Mädchen oder den Menschen an sich geht. Davon hat doch auch letztlich niemand was.

    Ich finde man sollte andere stets behandeln wie man auch selbst gerne behandelt werden möchte. Ehrlich, aufrichtig und nicht als Spielzeug oder Objekt der Befriedigung des Ego.

    Aber wenn man manchmal sieht welche Tricks sich Männchen und Weibchen in der Tierwelt so einfallen lassen um sich fortzupflanzen dann kann man den Männchen und Weibchen in unserem Umfeld auch nicht besonders böse sein. Scheint zur Natur der Lebewesen zu gehören sich gegenseitig ein wenig zu manipulieren um sich selbst zu behaupten. Ich finde das zwar ein bisschen schade, aber man muss ja auch nicht unbedingt mitmachen. Und beim gang des 8fachen Pfades hat man da sowieso keine Wahl mehr.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onyx9
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    • 18. Oktober 2011 um 22:14
    • #42

    Das mit den Hindernissen hat- meiner Erfahrung nach- viel mit Scham zutun.
    Die Scham schützt den Wesenskern, insbesondere bei denen, die in der Kindheit schlecht behandelt worden sind.
    Das ist auch ein Problem der Verhaltenstherapie- dass sie die Scham nicht anschaut, sondern nur die Angst.
    Deshalb kann sie regressiv wirken.
    An die Scham, die Peinlichkeit muss man ganz langsam ran.

    Wenn du Hemmungen verspürst zugeneigte Gesten zu zeigen, dann kommen sie natürlich nicht so ( natürlich ) an.
    Ich kenn das von mir auch. Ich wirke oft sehr trocken, manchmal fatalistisch, manchmal gleichgültig, obwohl ich sensibel und mitfühlend bin,
    sogar so intensiv, dass ich fürchte es überwältigt mich.
    Früher ist es nicht gut angekommen wenn ich mich natürlich gegeben habe, also hab ich angefangen mich zu verstecken und in jeder Hinsicht
    Abstand zu bewahren; aber ich kann gut gegenwärtig sein und zuhören, ich kann auch gut praktische Hilfe geben.

    Manches Schamgefühl muss man nicht überwinden, dass ist ja auch buddhistische Sittlichkeit oder das eigene Naturell.
    Dort wo die Hemmung aber schmerzt, da muss man hinschauen.
    Denn die Hemmung ist dort auch im Inneren, da schämt man sich auch zu sich selbst gütig zu sein.
    Das ist die Konditionierung der Kindheit, manchmal aber auch Testestoron, die Angst sich selber zu verlieren, die Männlichkeit zu verlieren usw.
    Das kann man sich nur anschauen, beobachten, was da an Gedanken und Erinnerungen kommt.

    Wenn ich als Kind gütig war, zärtlich, mitteilsam, hilfreich, bin ich immer zurückgewiesen worden.
    ich hab mich dann dieser Gefühle geschämt; ich hab gelernt: Nähe ziemt sich nicht, nur die Harten komm in Garten.
    das Über-ICH behält diese Verhaltensmuster der Erwachsenen in sich;
    wir urteilen und hemmen uns dann auf dieselbe Art und Weise.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. Oktober 2011 um 15:41)

  • Onyx9
    Gast
    • 18. Oktober 2011 um 22:29
    • #43

    Ich möchte nur sagen, man kann diese Konditionierung nicht mehr gänzlich ablegen,
    denn sie sind früh angelegt, sogar in den gehirnschrauben.

    auf der anderen seite kommt dann dieses wahnsinnige spirituelle empfinden, wie du es beschreibst.

    so wie osho seine hang zu luxusgütern nicht ablegen konnte, weil er sicher in tiefer armut aufgewachsen ist,
    können wir vielleicht gewisse hemmungen in bezug auf menschen nicht ablegen.

    das ist erstmal rätselhaft und schwierig, weil man andere ideale hat und/oder eben dieses überwältigende mitempfinden.
    wir müssen dann sehen, daß diese hemmungen und schwächen, so wie wir sie NENNEN, eben auch kommende und gehende Zustände sind.

    Je mehr wir das sehen- ins Bewußtsein rücken - ohne Bewertung, desto mehr verlieren sie auf natürliche Weise ihre Macht.

    überwinden kann man die hemmnisse nicht- licht, vertrauen, gütiges betrachten- transzendieren sie so wie alles.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. Oktober 2011 um 15:41)

  • Onyx9
    Gast
    • 18. Oktober 2011 um 22:54
    • #44

    Weißt du, wenn du diese unfassbare Wandlung gemacht hast, dann ist das schon eine Gnade per se.
    Die meisten Leute finden nicht einmal einen Mü aus ihrer Konditionierung heraus.
    Schon gar nicht spirituell.
    Sie wissen nicht mal, dass sie konditioniert sind. Deshalb kannst du sehr dankbar sein.

    Die Leute sind andersherum auch blind, sie sind andersherum auch mitunter peinlich berührt, wenn du ihnen Zuneigung geben willst.
    Sie sind auch durchaus undankbar, ablehnend und irritiert über spirituelle Tiefe. Das nimmt auch nicht ab, da magst du leuchten wie du willst.

    Die Motivation ist deshalb entscheidend wenn wir Mitgefühl empfinden: Wenn man es nicht äußern kann oder der andere nicht offen dafür ist,
    so ist das "zweitrangig". Glaub mir: es wirkt.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. Oktober 2011 um 15:42)

  • brigittefoe
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    • 18. Oktober 2011 um 23:41
    • #45

    Meine überbordenden Liebesbezeigungen
    gehen den meisten Leuten auf den Wecker
    und ich halte mich neuerdings definitiv im Hintergrund;
    sende meine Umarmungen, Freude, Dankbarkeit und Liebesbekundungen
    dem gesamten Universum, sowie im Gebet all denen, die
    mir nicht nahe sind.

    Mit einer TAT-sächlichen Liebes-umarmung
    werden die wenigsten fertisch.
    sind wa nich jewöhnt . . .
    könnte ja wat dahinterstecken, man will ja wat von einem
    (watt denn, der jibt einfach SO Liebe, wat is denn nu los . . . :grinsen: )

    und die männlichen Geschlechts
    verwechseln das meistens mit einem
    sexuellen Bedürfnis.
    Schade eigentlisch . . .

    *grins und schmunzel*

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 19. Oktober 2011 um 15:29
    • #46

    Tja, so geht's uns Menschen. :)

    @Onyx: klasse Postings, Deine letzten drei. Danke. *Daumen hoch*

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Kusala
    Gast
    • 19. Oktober 2011 um 16:46
    • #47

    Habe mal ein wenig nach hier http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=15&t=7633 verschoben.

    Liebe Grüße
    Kusala

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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