Onda:Buddhistische Atembeobachtung hat nichts mit dem Pranayama des Yoga zu tun. Das, was du beschreibst, klingt sehr nach Manipulation. Es geht in keinem Fall um eine Beeinflussung des Atems, um eine aktive Einflussnahme. Es geht nur um Beobachtung!
Nicht mal um Beobachtung, denn
thigle: ZitatAtmet er lang ein, weiß er >Ich atme lang ein<; atmet er lang aus, weiß er <Ich atme lang aus>;
atmet er kurz ein, weiß er >Ich atme kurz ein<; atmet er kurz aus, weiß er >Ich atme kurz aus<
(Majjhima Nikaya 118,18)
dies ist ein belassen wie es ist, kein unterdrücken, verändern, oder kontrollieren wollen. Darum heisst es: "Weiß er". In diesem Wissen ist nun aus dieser Praxis heraus kein 'mein'. Es ist ein Gewahrsein (des bedingten Enstehens selbst).
Zitat
Dazu der Kommentar auf palikanon.com
ZitatDie letzten beiden Sätze beschreiben entweder die Übung des Edlen Schülers (vgl. z.B M28) oder den Erlebensmodus des Arahants. Es handelt sich nicht einfach nur um die in Meditationskursen geforderte “reine Achtsamkeit”, die beim Weltling bestenfalls “rein” im Sinne von “nicht-konzeptuell” sein kann; “bloße Vergegenwärtigung...” heißt ohne “Ich” oder “mein” – “mein” auch im Sinne von “mein” Meditationsobjekt, “meine” Achtsamkeit, “mein” Beobachterstandpunkt usw. Quelle
Dieses Identisch-Sein, findet sich auch im Dzogchen oder Soto-Zen oder Amida-Buddhismus, oder...oder... so wieder.