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PK-Zitate: Der Kanon pro Wiedergeburt

  • Onda
  • 19. August 2011 um 06:22
  • Zum letzten Beitrag
  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:22
    • #1

    >selbstmoderiert<

    Es gibt viele Stellen im Pali-Kanon, die in aller Deutlichkeit nahelegen, dass das Konzept der Wiedergeburt fester Bestandteil des Buddha-Dharma ist. In diesem Thread können entsprechende Textbelege aus dem PK gepostet werden. Bitte Ohne Diskussion. Danke!
    Onda

    Zitat

    accinca:

    "Weiter sodann, Udáyí, hab' ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf deren Stegen meine Jünger aus diesem Leibe einen anderen Leib hervorgehn lassen, formhaft, geistig gestaltet, mit allen Gliedern begliedert, sinnenfällig. Gleichwie etwa, Udáyí, wenn ein Mann einem Rohre den Halm auszöge und sich sagte: 'Das ist das Rohr, das ist der Halm, eins ist das Rohr, eins ist der Halm: aus dem Rohre hab' ich ja den Halm gezogen'; oder gleichwie etwa, Udáyí, wenn ein Mann das Schwert aus der Scheide zöge und sich sagte: 'Das ist das Schwert, das ist die Scheide, eins ist das Schwert, eins ist die Scheide: aus der Scheide hab' ich ja das Schwert gezogen'; oder gleichwie etwa, Udáyí, wenn ein Mann eine Schlange aus dem Korbe nähme und sich sagte: 'Das ist die Schlange, das ist der Korb, eins ist die Schlange, eins ist der Korb: aus dem Korbe hab' ich ja die Schlange genommen': ebenso nun auch, Udáyí, hab' ich den Jüngern die Pfade gewiesen, auf deren Stegen meine Jünger aus diesem Leibe einen anderen Leib hervorgehn lassen, formhaft, geistig gestaltet, mit allen Gliedern begliedert, sinnenfällig.
    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m077z.html)

    7 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (16. Oktober 2011 um 10:53)

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:22
    • #2
    Zitat

    accinca:

    Was war denn dann der Grund, was war die Bedingung, dass Suppabuddho ein Aussätziger war, ein armer, elender, unglücklicher Mensch?“ — „Früher, ihr Mönche, war der Aussätzige Suppabuddho hier in Rājagaha der Sohn eines reichen Kaufmannes. Auf dem Weg in den Park sah er den Einzel-Erwachten Tagarasikhi auf dem Almosenspeise in die Stadt. Als er ihn sah, dachte er: ‘Was läuft denn da für ein Aussätziger herum?’ Und er bespuckte ihn, umschritt ihn links herum und ging. Als Frucht dieses Wirkens litt er viele Jahre, viele Jahrhunderte, viele Jahrtausende, viele hundert Jahrtausende Höllenqualen. Als restliche Frucht eben dieses Wirkens wurde er hier in Rājagaha ein Aussätziger, ein armer, elender, unglücklicher Mensch.
    Ud 1-5

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. August 2011 um 06:44)

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:23
    • #3
    Zitat

    accinca:

    Bald aber, nachdem der Erhabene von dannen gezogen, starb Brahmayu der Priester.

    Da begaben sich denn viele Mönche zum Erhabenen hin, begrüßten den Erhabenen ehrerbietig und setzten sich seitwärts nieder. Seitwärts sitzend sprachen nun diese
    Mönche zum Erhabenen also:

    "Brahmayu, o Herr, der Priester, ist gestorben. Wo ist er jetzt, was ist aus ihm geworden?"

    "Weise, ihr Mönche, ist Brahmayu der Priester gewesen, nachgefolgt ist er der Lehre gelehrig, und nicht hat er an meiner Belehrung Anstoß genommen.

    Brahmayu, ihr Mönche, der Priester, ist nach Vernichtung der fünf niederzerrenden Fesseln emporgestiegen, um von dort aus zu erlöschen, nicht mehr
    zurückzukehren nach jener Welt."

    Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen." M 91

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    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. August 2011 um 06:44)

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:23
    • #4
    Zitat

    accinca:

    Der da, o Herr, Pukkusati hieß, der edle Sohn, den der Erhabene in kurzer Aufklärung aufgeklärt hatte, der ist gestorben. Wo ist er jetzt, was ist aus ihm geworden?"

    "Weise, ihr Mönche, ist Pukkusati der edle Sohn gewesen, nachgefolgt ist er der Lehre gelehrig, und nicht hat er an meiner Belehrung Anstoß genommen. Pukkusati, ihr Mönche, der edle Sohn, ist nach Vernichtung der fünf niederzerrenden Fesseln emporgestiegen, um von dort aus zu erlöschen, nicht mehr zurückzukehren nach jener Welt."
    Also sprach der Erhabene. Zufrieden freuten sich jene Mönche über das Wort des Erhabenen.M 140

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. August 2011 um 06:45)

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:26
    • #5
    Hanzze:
    Zitat

    Kommt denn nun wirklich, Herr Gotama, jene Gabe den abgeschiedenen Angehörigen und Blutsverwandten zugute? Genießen sie wirklich diese Gaben?«

    »An geeignetem Orte, Brahmane, kommt sie ihnen zugute, nicht aber an einem ungeeigneten Orte.«

    »Welches ist aber, Herr Gotama, der geeignete Ort, und welches der ungeeignete Ort?«

    »Da, Brahmane, tötet einer, stiehlt, führt unrechten Wandel in Sinnenlüsten, lügt, ist ein Zwischenträger, redet roh, schwätzt, ist habgierig, gehässig, hat falsche Ansichten; und beim Zerfall des Leibes, nach dem Tode, erscheint er in einer Hölle wieder. Dort lebt er von der Nahrung der Höllenwesen, und davon erhält er sich. Das, Brahmane, ist ein ungeeigneter Ort, wo dem dort Weilenden die Gabe nicht zugute kommt.

    »Da, Brahmane, tötet einer... hat falsche Ansichten; und beim Zerfall des Leibes, nach dem Tode, erscheint er im Tierschoße wieder. Dort lebt er von der Nahrung der im Tierschoße geborenen Wesen, und davon erhält er sich. Auch das, Brahmane, ist ein ungeeigneter Ort, wo dem dort Weilenden die Gabe nicht zugute kommt.

    »Da, Brahmane, steht einer ab vom Töten, Stehlen, vom unrechten Wandel in Sinnenlüsten, vom Lügen, von Zwischenträgerei, roher Rede und Geschwätz, er ist frei von Habgier, Gehässigkeit und besitzt rechte Erkenntnis; und beim Zerfall des Leibes, nach dem Tode, erscheint er unter den Menschen wieder. Dort lebt er von der Nahrung der Menschen, und davon erhält er sich. Auch das, Brahmane, ist ein ungeeigneter Ort, wo dem dort Weilenden die Gabe nicht zugute kommt.
    A.X.177 Totenopfer

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  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:28
    • #6
    Hanzze:


    "Also, ihr Haushälter, geschieht es aufgrund von solchem Verhalten, aufgrund von solchem rechtschaffenen Verhalten, daß manche Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode an einem glücklichen Bestimmungsort wiedererscheinen, sogar in der himmlischen Welt."

    15. "Ihr Haushälter, wenn jemand, der ein Verhalten pflegt, das im Einklang mit dem Dhamma steht, rechtschaffenes Verhalten, sich wünschen sollte: 'O möge ich bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter wohlhabenden Adeligen wiedererscheinen!', so ist es möglich, daß er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode unter wohlhabenden Adeligen wiedererscheint. Warum? Weil er ein Verhalten pflegt, das im Einklang mit dem Dhamma steht, rechtschaffenes Verhalten."
    ...
    Die Brahmanen von Sālā

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:30
    • #7
    Hanzze:
    Zitat

    1. (Ort der Begebenheit:) Sāvatthī.

    2. "Unbekannten Anfangs, ihr Bhikkhus, ist dieser Umlauf der Geburten; nicht kennt man einen ersten Beginn bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt) umherwandern und umherlaufen.

    3. Was haltet ihr davon, ihr Bhikkhus? Was ist wohl mehr: die Tränen, die euch entströmt und die von euch vergossen worden [34], da ihr, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, über Vereinigung mit Unliebem und über Trennung von Liebem klagtet und weintet, oder das Wasser in den vier großen Meeren?"

    4. "Wie wir, Herr, die von dem Erhabenen gepredigte Lehre verstehen, sind mehr die Tränen, die uns entströmt und die von uns vergossen worden, Herr, da wir, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, über Vereinigung mit Unliebem und über Trennung von Liebem klagten und weinten, als das Wasser in den vier großen Meeren."

    (Über die vier Meere im Osten, Süden, Westen und Norden, in die nach buddhistischer Kosmographie der mahāsamudda zerfällt, s. Kirfel, Kosmographie der Inder S. 183.)

    5. "Gut, gut, ihr Bhikkhus! Gut ja versteht ihr Bhikkhus auf diese Art die von mir gepredigte Lehre.

    6. Mehr sind, ihr Bhikkhus, die Tränen, die euch entströmt und die von euch vergossen worden, da ihr, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, über Vereinigung mit Unliebem und über Trennung von Liebem klagtet und weintet, als das Wasser in den vier großen Meeren.

    7. Lange Zeit hindurch ist von euch, ihr Bhikkhus, der Tod der Mutter ausgekostet worden. [36] (Mehr waren) die Tränen, die euch entströmt und die von euch vergossen worden, da ihr, den Tod der Mutter auskostend, über Vereinigung mit Unliebem und über Trennung von Liebem klagtet und weintet, als das Wasser in den vier großen Meeren.

    8-14. Lange Zeit hindurch ist von euch, ihr Bhikkhus, der Tod des Vaters ausgekostet worden [37] - ist der Tod des Bruders ausgekostet worden - ist der Tod der Schwester ausgekostet worden - ist der Tod des Sohnes ausgekostet worden - ist der Tod der Tochter ausgekostet worden - ist der Verlust von Verwandten ausgekostet worden - ist der Verlust des Vermögens ausgekostet worden -.

    (Die einzelnen Stücke sind nach dem Muster von 7 und 15 ausgeführt zu denken.)

    15. Lange Zeit hindurch ist von euch, ihr Bhikkhus, das Elend der Krankheit ausgekostet worden. (Mehr waren) die Tränen, die euch entströmt und die von euch vergossen worden, da ihr, das Elend der Krankheit auskostend, über Vereinigung mit Unliebem und über Trennung von Liebem klagtet und weintet, als das Wasser in den vier großen Meeren.

    16. Warum das? Unbekannten Anfangs, ihr Bhikkhus, ist dieser Umlauf der Geburten; nicht kennt man einen ersten Beginn [33] bei den Wesen, die, in dem Hemmnis des Nichtwissens, in der Fessel des Durstes gefangen, (von Geburt zu Geburt) umherwandern und umherlaufen.

    17. Nunmehr aber, ihr Bhikkhus, habt ihr wohl Ursache genug, Widerwillen zu fassen gegen alle Gestaltungen, habt Ursache genug, gegen sie gleichgültig zu werden, habt Ursache genug, von ihnen euch loszulösen".

    S.15.3. Tränen

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  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 06:34
    • #8
    Hanzze:
    Zitat

    A.IV.1 Das Nichtverstehen

    »Durch das Nichtverstehen, das Nichtdurchdringen von vier Dingen, ihr Mönche, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit die Geburten durchwandert, die Geburten durcheilt. Welches sind diese vier Dinge?«

    »Durch das Nichtverstehen, das Nichtdurchdringen der edlen Sittlichkeit, ihr Mönche, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit die Geburten durchwandert, die Geburten durcheilt.
    Durch das Nichtverstehen, das Nichtdurchdringen der edlen Sammlung des Geistes, ihr Mönche, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit die Geburten durchwandert, die Geburten durcheilt.
    Durch das Nichtverstehen, das Nichtdurchdringen der edlen Weisheit, ihr Mönche, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit die Geburten durchwandert, die Geburten durcheilt.
    Durch das Nichtverstehen, das Nichtdurchdringen der edlen Befreiung, ihr Mönche, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit die Geburten durchwandert, die Geburten durcheilt (*1).

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 09:32
    • #9

    Der Erwachte:
    38. "Als mein konzentrierter Geist auf solche Weise geläutert, klar, makellos, der Unvollkommenheit ledig, gefügig, nutzbar, stetig und unerschütterlich war, richtete ich ihn auf das Wissen von der Erinnerung an frühere Leben. Ich erinnerte mich an viele frühere Leben, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten, vier Geburten, fünf Geburten, zehn Geburten, zwanzig Geburten, dreißig Geburten, vierzig Geburten, fünfzig Geburten, hundert Geburten, tausend Geburten, hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte: 'Dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, solcherart war meine Nahrung, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich woanders wieder; auch dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, war meine Nahrung solcherart, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich hier wieder.' So erinnerte ich mich an viele frühere Leben mit ihren Aspekten und Besonderheiten."

    M36

  • Onda
    Gast
    • 19. August 2011 um 09:51
    • #10

    (17. Erinnerung an frühere Leben)

    34. "Wiederum, Udāyin, habe ich meinen Schülern den Weg verkündet, wie sie sich an ihre vielen früheren Leben erinnern können, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten, vier Geburten, fünf Geburten, zehn Geburten, zwanzig Geburten, dreißig Geburten, vierzig Geburten, fünfzig Geburten, hundert Geburten, tausend Geburten, hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte: 'Dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, solcherart war meine Nahrung, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich woanders wieder; auch dort wurde ich soundso genannt, war von solcher Familie, mit solcher Erscheinung, war meine Nahrung solcherart, so mein Erleben von Glück und Schmerz, so meine Lebensspanne; und nachdem ich von dort verschieden war, erschien ich hier wieder.' So erinnern sie sich an viele frühere Leben mit ihren Aspekten und Besonderheiten. So wie ein Mann von seinem eigenen Dorf in ein anderes gehen könnte, von dort wieder in ein anderes und dann in sein eigenes Dorf zurückkehren könnte. Er könnte denken: 'Ich ging von meinem eigenen Dorf zu jenem Dorf und dort stand ich auf diese oder jene Weise, saß ich, sprach und schwieg ich auf diese oder jene Weise; und von jenem Dorf ging ich zu jenem anderen Dorf und dort stand ich auf diese oder jene Weise, saß ich, sprach und schwieg ich auf diese oder jene Weise; und von jenem Dorf kehrte ich in mein eigenes Dorf zurück.' Ebenso habe ich meinen Schülern den Weg verkündet, wie sie sich an ihre vielen früheren Leben erinnern können, das heißt, an eine Geburt, zwei Geburten, drei Geburten, vier Geburten, fünf Geburten, zehn Geburten, zwanzig Geburten, dreißig Geburten, vierzig Geburten, fünfzig Geburten, hundert Geburten, tausend Geburten, hunderttausend Geburten, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog, viele Äonen, in denen sich das Weltall ausdehnte, viele Äonen, in denen sich das Weltall zusammenzog und ausdehnte. So erinnern sie sich an viele frühere Leben mit ihren Aspekten und Besonderheiten. Und dadurch verweilen viele meiner Schüler, nachdem sie die Krönung und Vervollkommnung der höheren Geisteskraft erreicht haben."

    M77

  • Onda
    Gast
    • 21. August 2011 um 11:14
    • #11

    »Somit also, Ānanda, ist das Wirken (kamma) der Boden, das Bewußtsein die Saat, das Begehren die Feuchtigkeit. Und das Bewußtsein (Text 78: der Wille, das Verlangen, cetanā patthanā) der durch Unwissen gehemmten und vom Begehren umstrickten Wesen setzt sich in niederer Sphäre (d.i. im vorerwähnten sinnlichen Dasein) fest. So kommt es zur Entstehung einer künftigen Wiedergeburt. Solcherart, Ānanda, ist das Dasein.
    A3,77
    http://www.palikanon.com/angutt/a03_072-081.html#a_iii77

  • Onda
    Gast
    • 21. August 2011 um 11:16
    • #12

    Da erwägt einer also bei sich: 'Schlechtem Wandel in Werken, Worten und Gedanken ist in diesem, wie in künftigem Leben eine schlechte Frucht beschieden.' Und infolge dieser Erwägung verwirft er den schlechten Wandel in Werken, Worten und Gedanken, führt einen guten Wandel und bewahrt sein Herz in Reinheit.

    A II, 11

  • Dorje Sema
    Gast
    • 3. September 2011 um 15:14
    • #13

    »Du möchtest nun wohl denken, Hausvater, daß der Brahmane Velāma, der damals solch große Gabe spendete, irgendein fremder Mensch gewesen war.
    Doch das sollst du nicht denken; denn der Brahmane Velāma, der damals jene große Gabe spendete, der war ich.
    Beim Spenden jener Gabe aber, o Hausvater, war kein Gabenwürdiger zugegen, keiner heiligte jene Gabe.
    «

    A.IX.20 Velāma Sutta

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Onda
    Gast
    • 16. Oktober 2011 um 08:06
    • #14

    Milindapañha, Teil 2

    2. Kapitel - 2.2. Addhāna Vagga

    Mil. 2.2.1. Wiedergeburt - 2.2.1. Dhammasantatipañho

    Der König sprach: «Derjenige, ehrwürdiger Nāgasena, der wiedergeboren wird, ist dies wohl derselbe (wie derjenige, der stirbt) oder ein anderer?»

    «Weder derselbe noch ein anderer.»

    «Gib mir ein Beispiel!»

    «Was meinst du, o König: bist du wohl jetzt, als Erwachsener, noch eben derselbe, der du damals als kleiner, junger, unmündiger Säugling warst?»

    «Das nicht, o Herr! Denn eines war ja jener kleine, junge, unmündige Säugling, und ein anderer bin ich jetzt als Erwachsener.»

    «Wenn dies wirklich so wäre, o König, so hättest du (der Erwachsene) ja weder Vater noch Mutter noch Lehrer und somit könnte es niemanden geben, der Kenntnisse, Sittlichkeit und Weisheit besitzt. Dann hatte wohl auch jeder der vier embryonalen Zustände eine andere Mutter und das Kind eine andere Mutter als der Erwachsene? Und derjenige, der eine Wissenschaft erlernt, sollte wohl gar eine andere Person sein als derjenige, der die Wissenschaft ausgelernt hat, und der Übeltäter eine andere Person als derjenige, dem zur Strafe dafür Hände und Füße abgehauen werden?»

    «Nicht doch, o Herr! Wie würdest du aber die Sache erklären?»

    «Ich, o König, war damals der kleine, junge, unmündige Säugling, und ich bin jetzt der Erwachsene. Denn basierend auf eben diesen Körper werden alle diese (Zustände des Kindes und des Erwachsenen) einheitlich zusammengefasst.»

    «Gib mir ein Gleichnis!»

    «Sagen wir, o König, ein Mann zündet eine Lampe an. Würde wohl diese Lampe die ganze Nacht hindurch brennen?»

    «Gewiß, o Herr!»

    «Wie aber, o König: ist die Flamme in der ersten Nachtwache dieselbe wie die Flamme in der mittleren, und die Flamme in der mittleren Nachtwache dieselbe wie die Flamme in der letzten?»

    «Gewiß nicht, o Herr.»

    «Dann brennt wohl, o König, eine Lampe in der ersten Nachtwache, eine andere in der mittleren und wieder eine andere in der letzten Nachtwache?»

    «Das nicht, o Herr! Denn das Licht war während der ganzen Nacht abhängig von ein und derselben Lampe.»

    «Genau in derselben Weise, o König, schließt sich die Kette der Erscheinungen (Oder: "die Kontinuität der Daseinsvorgänge" dhamma-santati) aneinander. Eine Erscheinung entsteht, eine andere schwindet. Dies verläuft als gäbe es kein Vorher oder Nachher. Daher ist (das Kind) nicht dasselbe (wie der Erwachsene), aber ist auch kein anderer. In (seinem) früheren Bewußtsein ist das spätere Bewußtsein einbegriffen.»


    Note:

    Das ist als ein rein konventioneller Ich-begriff. - Diese Stelle kann auch auf die anfängliche Frage nach dem Vorgang der Wiedergeburt bezogen werden und wäre dann wie folgt zu übersetzen:

    «Daher ist (der Wiedergeborene) nicht derselbe (wie der Verstorbene), aber auch kein anderer. Im früheren Bewußtsein (als Bedingung) ist das spätere (Wiedergeburts-) Bewußtsein einbegriffen.»


    «Gib mir noch ein weiteres Gleichnis!»

    «Es ist genau derselbe Vorgang, o König, wenn die frische Milch nach einiger Zeit zu Dickmilch wird, die Dickmilch zu Butter und die Butter zu Butteröl. Wenn da nun einer sagen sollte, daß Milch und Dickmilch, oder Butter und Butteröl ein und dasselbe seien, spräche der wohl die Wahrheit?»

    «Gewiß nicht, o Herr! Denn erst durch Abhängigkeit von dem einen Zustand ist der andere ins Dasein getreten.»

    «Genau in derselben Weise, o König, schließt sich die Kette der Erscheinungen aneinander. Eine Erscheinung entsteht, eine andere schwindet. Dies verläuft, als gäbe es kein Vorher oder Nachher. Daher ist es weder derselbe noch ein anderer, (der wiedergeboren wird). Im früheren Bewußtsein ist das spätere Bewußtsein einbegriffen.»

    «Klug bist du, ehrwürdiger Nāgasena!»

  • Onda
    Gast
    • 24. November 2011 um 16:21
    • #15

    A.II. 16 Unterschiedliche Wiedergeburt

    Einst begab sich ein gewisser Brahmane zum Erhabenen. Beim Erhabenen angelangt, wechselte er mit ihm höflichen Gruß, und nach Austausch freundlicher und zuvorkommender Worte setzte er sich zur Seite nieder. Zur Seite sitzend, sprach nun jener Brahmane zum Erhabenen also:

    »Was ist wohl, Herr Gotama, die Ursache, was ist der Grund, daß da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niederer Welt erscheinen, auf einer Leidensfährte, in Daseinsabgründen, in einer Hölle?« -

    »Wegen tugendlosen und unrechten Wandels, Brahmane, erscheinen da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in niederer Welt, auf einer Leidensfährte, in Daseinsabgründen, in einer Hölle.« -

    »Was ist nun aber, Herr Gotama, die Ursache, was ist der Grund, daß da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Fährte erscheinen, in himmlischer Welt?« -

    »Wegen tugendhaften und rechten Wandels, Brahmane, erscheinen da einige Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Fährte, in himmlischer Welt.« -

    »Vortrefflich, Herr Gotama! Vortrefflich, Herr Gotama! Gleichwie man, Herr Gotama, das Umgestürzte wieder aufrichtet oder das Verborgene enthüllt oder den Verirrten den Weg weist oder in die Finsternis ein Licht bringt, damit, wer Augen hat, die Gegenstände sehen kann, ebenso hat der Herr Gotama auf mannigfache Weise die Lehre enthüllt. So nehme ich Zuflucht zum Herrn Gotama, zur Lehre und zur Mönchsgemeinde. Als Anhänger möge mich der Herr Gotama betrachten, als einen, der von heute ab zeitlebens Zuflucht genommen hat.«

  • Onda
    Gast
    • 28. November 2011 um 15:22
    • #16

    „Gut, ihr Mönche, daß ihr die von mir gezeigte Lehre so versteht.
    Mehr Tränen freilich, ihr Mönche, habt ihr auf diesem langen Wege,
    immer wieder zu neuen Wiedergeburten und neuen Toden eilend,
    mit Unerwünschtem vereint, von Erwünschtem getrennt, klagend
    und weinend vergossen als Wasser in den vier großen Meeren enthalten ist.

    Lange Zeiten hindurch habt ihr, Mönche, den Tod der Mutter erfahren,
    den Tod des Vaters – des Sohnes – der Tochter – der Geschwister erfahren.
    Lange Zeiten hindurch habt ihr den Verlust eurer Habe erlitten, lange
    Zeiten wart ihr von Krankheiten bedrückt. Und während ihr den Tod
    der Mutter, den Tod des Vaters, den Tod des Sohnes, den Tod der
    Tochter, den Tod der Geschwister, den Verlust des Vermögens, die
    Qual der Krankheit erfuhrt, während ihr mit Unerwünschtem vereint,
    von Erwünschtem getrennt wart, da vergosset ihr von Wiedergeburt
    zu Tod, von Tod zu Wiedergeburt eilend, auf diesem langen Wege
    wahrlich mehr Tränen als Wasser in den vier großen Meeren enthalten ist.“ (S 15, 1-3)

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 8. August 2012 um 10:01
    • #17
    Onda:

    Es gibt viele Stellen im Pali-Kanon, die in aller Deutlichkeit nahelegen, dass das Konzept der Wiedergeburt fester Bestandteil des Buddha-Dharma ist. In diesem Thread können entsprechende Textbelege aus dem PK gepostet werden. Bitte Ohne Diskussion. Danke!

    Der Erhabene:

    Mahācattārīsaka Sutta

    6. "Und was, ihr Bhikkhus, ist Richtige Ansicht? Richtige Ansicht, sage ich, ist von zweifacher Art: es gibt richtige Ansicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt [4]; und es gibt Richtige Ansicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Pfadfaktor ist."

    7. "Und was, ihr Bhikkhus, ist richtige Ansicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt?

    • 'Es gibt Gaben, Dargebrachtes und Geopfertes;
    • es gibt Frucht und Ergebnis guter und schlechter Taten;
    • es gibt diese Welt und die andere Welt;
    • es gibt Mutter und Vater;
    • es gibt spontan geborene Wesen;
    • es gibt gute und tugendhafte Mönche und Brahmanen auf der Welt, die diese Welt und die andere Welt durch Verwirklichung mit höherer Geisteskraft erfahren haben und erläutern.'

    Dies ist richtige Ansicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt."

    8. "Und was, ihr Bhikkhus, ist Richtige Ansicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Faktor des Pfades ist?

    • Die Weisheit,
    • die spirituelle Fähigkeit der Weisheit,
    • die Geisteskraft der Weisheit,
    • das Erleuchtungsglied der Wirklichkeitsergründung (dhamma vicaya),
    • der Pfadfaktor der Richtigen Ansicht [5] in einem, dessen Geist edel ist, dessen Geist triebfrei ist, der den Edlen Pfad besitzt und den Edlen Pfad entfaltet.


    Dies ist Richtige Ansicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Faktor des Pfades ist."

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    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • lagerregaL
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    Mitglied seit
    27. Februar 2010
    • 8. August 2012 um 19:40
    • #18

    (I. Die Lehre des Nihilismus)

    5. (A) "Haushälter, es gibt einige Mönche und Brahmanen, deren Lehrmeinung und Ansicht dieses besagt: 'Es gibt keine Gaben, nichts Dargebrachtes oder Geopfertes; keine Frucht oder Ergebnis guter und schlechter Taten; nicht diese Welt, nicht die andere Welt; keine Mutter, keinen Vater; keine spontan geborenen Wesen; keine guten und tugendhaften Mönche und Brahmanen auf der Welt, die diese Welt und die andere Welt durch Verwirklichung mit höherer Geisteskraft erfahren haben und erläutern.'"

    6. (B) "Nun gibt es einige Mönche und Brahmanen, deren Lehrmeinung der Lehrmeinung jener Mönche und Brahmanen genau widerspricht, und sie sagen: 'Es gibt Gaben, Dargebrachtes und Geopfertes; es gibt Frucht und Ergebnis guter und schlechter Taten; es gibt diese Welt und die andere Welt; es gibt Mutter und Vater; es gibt spontan geborene Wesen; es gibt gute und tugendhafte Mönche und Brahmanen auf der Welt, die diese Welt und die andere Welt durch Verwirklichung mit höherer Geisteskraft erfahren haben und erläutern.' Was meint ihr, Haushälter? Vertreten diese Mönche und Brahmanen nicht Lehrmeinungen, die einander genau widersprechen?" - "Ja, ehrwürdiger Herr."

    7. (A.1) "Haushälter, von jenen Mönchen und Brahmanen, deren Lehrmeinung und Ansicht dieses besagt: 'Es gibt keine Gaben, nichts Dargebrachtes oder Geopfertes; keine Frucht oder Ergebnis guter und schlechter Taten; nicht diese Welt, nicht die andere Welt; keine Mutter, keinen Vater; keine spontan geborenen Wesen; keine guten und tugendhaften Mönche und Brahmanen auf der Welt, die diese Welt und die andere Welt durch Verwirklichung mit höherer Geisteskraft erfahren haben und erläutern', von jenen Mönchen und Brahmanen ist zu erwarten, daß sie diese drei heilsamen Zustände vermeiden werden, nämlich gutes körperliches Verhalten, gutes sprachliches Verhalten und gutes geistiges Verhalten, und daß sie diese drei unheilsamen Zustände übernehmen und ausüben werden, nämlich körperliches Fehlverhalten, sprachliches Fehlverhalten und geistiges Fehlverhalten. Warum ist das so? Weil jene guten Mönche und Brahmanen in unheilsamen Zuständen die Gefahr, die Erniedrigung und die Befleckung nicht sehen, und weil sie auch in heilsamen Zuständen den Segen in der Entsagung, den Aspekt der Reinigung nicht sehen."

    8. (A.2) "Da es tatsächlich eine andere Welt gibt, hat derjenige falsche Ansicht, der die Ansicht hegt 'es gibt keine andere Welt'. Da es tatsächlich eine andere Welt gibt, hat derjenige falsche Absicht, dessen Absicht auf 'es gibt keine andere Welt' beruht. Da es tatsächlich eine andere Welt gibt, hat derjenige falsche Rede, der die Behauptung aufstellt 'es gibt keine andere Welt'. Da es tatsächlich eine andere Welt gibt, widerspricht derjenige, der sagt 'es gibt keine andere Welt', den Arahants, die die andere Welt kennen. Da es tatsächlich eine andere Welt gibt, überzeugt derjenige einen anderen von einem unwahren Dhamma, der einen anderen von der Aussage 'es gibt keine andere Welt' überzeugt; und weil er einen anderen von einem unwahren Dhamma überzeugt, lobt er sich selbst und setzt andere herab. Somit ist jegliche geläuterte Sittlichkeit, die er früher hatte, aufgegeben und durch verdorbenes Verhalten ersetzt. Und diese falsche Ansicht, falsche Absicht, falsche Rede, Widerspruch gegenüber den Edlen, das Bestreben, andere von einem unwahren Dhamma zu überzeugen, und Selbstlob und Herabsetzung anderer - diese verschiedenen üblen, unheilsamen Zustände kommen somit mit falscher Ansicht als Bedingung zustande."

    9. (A.3) "Darüber erwägt ein Weiser so: 'Wenn es keine andere Welt gibt, dann wird sich dieser gute Mensch bei der Auflösung des Körpers ausreichend in Sicherheit gebracht haben. Aber wenn es eine andere Welt gibt, dann wird er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererscheinen, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle. Aber egal, ob das Wort jener guten Mönche und Brahmanen wahr ist oder nicht, einmal angenommen, es gibt keine andere Welt: dieser gute Mensch wird trotzdem hier und jetzt von den Weisen als eine unmoralische Person getadelt, als einer mit falscher Ansicht, der die Lehrmeinung des Nihilismus vertritt. Wenn es aber andererseits eine andere Welt gibt, dann hat dieser gute Mensch einen doppelt schlechten Wurf gemacht: weil er von den Weisen hier und jetzt getadelt wird, und weil er bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, in Umständen, die von Entbehrungen geprägt sind, wiedererscheinen wird, an einem unglücklichen Bestimmungsort, in Verderbnis, ja sogar in der Hölle. Er hat diese unbestreitbare Lehre falsch angenommen und übernommen, auf eine Weise, daß sie sich nur in eine Richtung erstreckt und die heilsame Alternative ausschließt [1].'"
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m060z.html

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    • 4. November 2012 um 09:46
    • #19
    Onda:

    »Da ist, Mallikā, ein Weib jähzornig und äußerst erregbar. Wenn man ihr auch nur das geringste sagt, wird sie ärgerlich, gerät in Zorn und Wut, ist eigensinnig, legt Verstimmung, Groll und Mißtrauen an den Tag. Weder Asketen noch Priestern spendet sie Speise und Trank, Kleidung, Wagen, Blumen, Wohlgerüche, Balsam und das Nötige an Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Sie ist neidisch gesinnt, beneidet die anderen um das, was ihnen an Geschenken, Hochschätzung, Achtung, Ehre, Verehrung und Huldigung zuteil wird, sie ist eifersüchtig (*1) und mißgünstig. Sollte sie nun nach dem Tode zu dieser Welt zurückkehren, so wird sie, wo auch immer sie wiedergeboren wird, häßlich sein, von unschöner Gestalt, gar übel aussehen, und sie wird arm und dürftig sein, ohne Vermögen und Macht.
    (…)
    Da ist, Mallikā, ein Weib sanftmütig und geduldig. Wenn man ihr auch mancherlei sagt, so wird sie nicht ärgerlich, gerät nicht in Zorn und Wut, ist nicht eigensinnig und legt nicht Verstimmung, Groll und Mißtrauen an den Tag. Sie spendet auch Asketen und Priestern Speise und Trank, Kleidung, Wagen, Blumen, Wohlgerüche, Balsam und das Nötige an Lagerstatt, Wohnung und Beleuchtung. Sie ist nicht neidisch gesinnt, beneidet nicht die anderen um das, was ihnen an Geschenken, Hochschätzung, Achtung, Ehre, Verehrung und Huldigung zuteil wird, sie ist nicht eifersüchtig und mißgünstig. Sollte sie nun nach dem Tode zu dieser Welt zurückkehren, so wird sie, wo auch immer sie wiedergeboren wird, hübsch und stattlich aussehen, Anmut und außergewöhnliche Schönheit besitzen, und sie wird reich und wohlhabend sein, von großem Vermögen und großer Macht.
    http://www.palikanon.com/angutt/a04_196-200.html#a_iv197

    A IV 197

    In diesem Thread nur Zitate/keine Diskussion

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

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    • 4. November 2012 um 13:29
    • #20

    135. Unterscheidungen beim Karma I – Cūlakammavibhanga Sutta

    Als der Erhabene einst in Anāthapindikas Bhikkhuheim im Jetahain bei Sāvatthi weilte, kam zu ihm der junge Brahmane Subha, der Sohn des Todeyya, begrüßte ihn und fragte: «Herr Gotama, woher kommt es, daß es unter den Menschen gemeine und hervorragende, niedrig geborene und hoch geborene, dumme und weise gibt?» Der Erhabene erwiderte:

    «Geschöpfe ihrer Werke sind die Wesen, Erben ihrer Werke, Nachkommen ihrer Werke, verwandt mit ihren Werken, Büßer ihrer Werke.» – «Das verstehe ich nicht, Herr Gotama, bitte erklärt mir das ausführlich!» – «Dann höre gut zu und denke darüber nach! Ich will es dir erklären:

    Wenn jemand lebende Wesen tötet, grausam und blutgierig ist, so gerät er nach dem Tode auf den schlechten Weg, hinab in die Hölle. Wird er aber als Mensch wiedergeboren, so wird er kurzlebig sein. Vermeidet jemand, lebende Wesen zu töten, ist er barmherzig und hilfsbereit, so geht er nach dem Tode den guten Weg, hinauf in den Himmel. Wird er aber als Mensch wiedergeboren, so wird er langlebig sein. Ist jemand gewalttätig, so gerät er nach dem Tode in die Hölle oder wird, als Mensch wiedergeboren, kränklich und leidend sein. Lebt jemand gewaltlos, so wird er, als Mensch wiedergeboren, gesund und kräftig sein. Ist jemand jähzornig und zänkisch, so wird er, als Mensch wiedergeboren, häßlich sein. Ist jemand verträglich und umgänglich, so wird er, als Mensch wiedergeboren, liebenswürdig sein. Ist jemand eifersüchtig und neidisch, so wird er, als Mensch wiedergeboren, unbedeutend sein. Ist jemand frei von Eifersucht und Neid, so wird er, als Mensch wiedergeboren, einflußreich sein. Ist jemand geizig, so wird er, als Mensch wiedergeboren, ärmlich sein. Ist jemand freigebig, so wird er, als Mensch wiedergeboren, reich sein. Ist jemand stolz und hochmütig, so wird er in niedriger Kaste wiedergeboren. Ist jemand bescheiden und demütig, so wird er in hoher Kaste wiedergeboren. Läßt sich jemand keine guten Lehren geben, so wird er als Dummkopf wieder­geboren. Läßt sich jemand gern gute Lehren geben, so wird er, als Mensch wiedergeboren, weise sein.»

    http://www.palikanon.com/majjhima/kurt_schmidt/m135.htm

    Mit Metta, mukti.


  • Onda
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    • 4. November 2012 um 14:06
    • #21

    Wer über Sutren aus diesem Thread diskutieren möchte, ist eingeladen, einen eigenen, neuen Thread zu eröffnen.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • mukti
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    • 4. November 2012 um 14:33
    • #22

    Eine gute Wiedergeburt oder Befreiung für Mönche:

    Zitat

    "Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Sittlichkeit erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören:

    'Die Glänzenden Götter -
    die Hellerglänzenden Götter -
    die Unermeßlichglänzenden Götter -
    die Leuchtenden Götter -
    die Strahlenden Götter -
    die Hellerstrahlenden Götter -
    die Unermeßlichstrahlenden Götter -
    die Strahlengewordenen Götter -
    die Gewaltigen Götter -
    die Wonnigen Götter -
    die Sonnigen Götter -
    die Hehren Götter -
    die Herrlichen Götter -
    die Erhabenen Götter,

    die leben lange und herrlich und glückselig.' Und er gedenkt bei sich: 'O daß ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit den Erhabenen Göttern wiederkehrte!'

    Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Übergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

    "Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Sittlichkeit erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der hat reden hören:

    'Die Raumunendlichkeit genießenden Götter -
    die Bewußtseinunendlichkeit genießenden Götter -
    die Nichtdasein genießenden Götter -
    die weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung genießenden Götter,

    die leben lange, bestehn lange und glückselig.' Und er gedenkt bei sich: 'O daß ich doch bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, noch zur Gemeinschaft mit den weder Wahrnehmung noch Nichtwahrnehmung genießenden Göttern wiederkehrte!'

    Dahin lenkt er das Herz, darauf richtet er das Herz, dazu erzieht er das Herz. Während er da die unterschiedlichen Gewöhnungen also übt und also pflegt, gedeihen ihm diese zur Wiederkehr dorthin. Das ist, ihr Mönche, der Weg, das ist der Übergang, der zur Wiederkehr dorthin gedeiht.

    "Weiter sodann, ihr Mönche, hat ein Mönch Vertrauen erworben, Sittlichkeit erworben, Erfahrung erworben, Entsagung erworben, Weisheit erworben. Der gedenkt bei sich:

    'O daß ich doch den Wahn versiegen und die wahnlose Gemüterlösung, Weisheiterlösung noch bei Lebzeiten mir offenbar machen, zu verwirklichen und erringen könnte!' Und er kann den Wahn versiegen und die wahnlose Gemüterlösung, Weisheiterlösung noch bei Lebzeiten sich offenbar machen, verwirklichen und erringen. Ein solcher Mönch, ihr Mönche, kehrt nirgends wieder."

    http://www.palikanon.com/majjhima/m120n.htm

    Alles anzeigen

    Mit Metta, mukti.


  • nibbuti
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    • 4. November 2012 um 16:45
    • #23
    Bhikkhu Bodhi:

    Im feinstofflichen Bereich sind die gröberen Arten der Materie nicht vorhanden und Glück, Kraft, Ausstrahlung und Vitalität deren Einwohner sind denen des sinnlichen Bereichs weit überlegen. Der feinstoffliche Bereich besteht aus sechzehn Ebenen, welche die objektiven Gegenstücke zu den vier jhanas sind. Erlangung des ersten jhana führt zur Wiedergeburt unter Brahmas Versammlung, den Ministern des Brahma und den Großen Brahmas, je nach dem, ob es zu einem geringen, mittleren oder höheren Ausmaß entwickelt wurde. Baka der Brahma (MN 49) und Brahma Sahampati (MN 26, MN 67) scheinen Bewohner der letztgenannten Ebene zu sein. Die suttas heben die himmlichen Verweilzustände besonders als den Weg zu Brahmas Gesellschaft hervor (MN 99.24-27). Erlangung des zweiten jhana entsprechend derselben drei Abstufungen führt jeweils zur Wiedergeburt unter den Göttern der Begrenzten Ausstrahlung, der Unermesslichen Ausstrahlung und der Vortrefflichen Ausstrahlung; das dritte jhana führt zur Wiedergeburt unter den Göttern des Begrenzten Glanzes, des Unermesslichen Glanzes und des Vortrefflichen Glanzes. Das vierte jhana führt üblicherweise zur Wiedergeburt unter den Göttern der Großen Frucht, aber wenn es mit dem Wunsch entwickelt wird, einen empfindungslosen Seinszustand zu erlangen, mündet es in der Wiedergeburt unter den nichtwahrnehmenden Wesen, für die das Bewusstsein verübergehend ausgesetzt ist.

    Der dritte Daseinsbereich ist der immaterielle Bereich, wo Materie nicht mehr vorhanden ist und nur Gedankenvorgänge existieren. Dieser Bereich besteht aus vier Ebenen, welche die objektiven Gegenstücke zu den vier immateriellen meditativen Erlangungen sind, aus welchen sie erwachsen und deren Namen sie teilen [..] (aus Einführung zur Majjhima Nikaya)


    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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