- Offizieller Beitrag
Onda:Bist ja ein rechter Poet!
Das sprudelt aus mir raus. Manchmal klingt es gut und dann ist wieder grosser Unsinn. Öfter mal sogar beides gleichzeitig!
Onda:
Technnologie ist wie Beton - es kommt darauf an, was man daraus macht.
Wenn die Gier an den Hebeln sitzt, wenn das Verlangen die Knöpfe drückt, kurz, wenn die Anhaftung regiert - was soll dabei schon herauskommen?
Bei Beton hat man ja nur relativ kurze Zeit, ihn zu Formen und dann ist er lange Zeit einfach so da. Als unflexible Struktur.
Ein Mensch ist dagegen ein sehr wechselhaftes Wesen mit unterschiedlichen Aspekten. Wenn du bei der kleinen Leibibliothek am Land den Rückgabetermin verschusselst, dann kann es oft so sein das die Bibliothekarin mit einem Lächeln darüber hinweggeht. In der Stadt wo alles computerisiert ist, ist diese Freheit nicht mehr gegeben weil die Folgerung "Fristverletzung->Gebühr" nicht mehr von einem Mensch getroffen wird, sondern im System als Struktur verdrahten ist.
Und das ist auch bei Armen so. Wenn sie ihre potentiellen Opfer direkt vor sich sehen tendieren Soldaten eher dazu sich menschlich zu verhalten, als wenn sie im Flugzeug so einen Bombenknopf drücken sollen.
So kommt es mir vor, als sei Technologie nicht einfach eine Verstärkung des Menschlchen im Guten wie im Schlechten, sondern als sei die radikale Vereinfachung die notwendig ist um etwas maschinell erledigen zu lassen, eine Entmenschlichung. Ein Verzicht von Freiheitsgraden. Insekten reagieren ja auch sehr automatisch und programmiert. So nehme ich an, dass das Programmieren und Maschinisieren diesen "Reiz-Reaktion" Aspekt viel stärker verstärkt als unsere positiven, mitfühlenden Aspekte.