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  • thigle
  • 29. Juli 2011 um 20:00
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • thigle
    Gast
    • 29. Juli 2011 um 20:00
    • #1

    ...es wohl nie, Guru Padmasambhava.. (Bezug-nehmend auf die vergangene wie aktuelle wie wahrscheinlich auch zukünftige 'Dzogchen-Szene', wenn nicht bald ein Um-denken stattfindet. Doch weil ich nicht destruktiv sein möchte, ein konstruktiver Text, der trotz allem auf subtilste Weise ab-rechnet).


    Padmasambhava:

    Die Befreiung durch die reine Schau der Natur des Geistes

    Dieser eine Geist, der jegliches Leben und jegliche Befreiung durchdringt,
    wird nicht erkannt, obwohl er unsere fundamentale Natur ist.
    Sein Fliessen ist beständig, aber wir ignorieren es.
    Seine leuchtende und makellose Intelligenz wird nicht wahrgenommen,
    obwohl sie in allen Dingen zu Tage tritt.
    Die Helden haben das Unbegreifliche proklamiert
    und die geheimsten Lehren in ihrer Gesamtheit
    sprechen nur von seiner höchsten Verwirklichung.
    Obwohl es so viele Schriften gibt wie der Himmel weit ist,
    lehren sie doch nichts anderes als diesen Geist des Identisch-Seins.
    Diese direkte Einführung ist den Helden vorbehalten.
    Sie allein lässt euch unmittelbar das Absolute durchdringen.

    Sieg !

    Hört mir zu, meine begünstigten Kinder !
    Das Wort "Geist", ist so bekannt und gleichzeitig so unbekannt.
    Die Menschen wissen nichts darüber !
    Ihrem Verständnis fehlt das Wesentliche !
    Diese Realität entgeht ihnen !
    Umnachtet von Individualität, gehen sie an der Natur des Geistes vorbei
    und gleichzeitig an ihrer eigenen Natur.
    Sie irren umher in der Ungewissheit der drei Reiche
    und verfehlen das Wesentliche !
    Asketen und Meister verkünden lauthals ihr Verständnis,
    aber sie ignorieren diesen Schatz !
    Gelähmt durch die Schriften und durch ihr eigenes Wissen,
    berühren sie nicht die räumliche Transparenz des Geistes !
    Fasziniert von Subjekt und Objekt,
    gehen Gemässigte und Extremisten vorbei an diesem Schatz.
    Durch das tantrische Ritual entfernen sie sich von ihm,
    durch die Praktik verschließen sie ihre Augen.
    Selbst jene, die sich auf Mahamudra und auf Dzogchen berufen,
    sind begrenzt von ihrer eigenen Intelligenz;
    sie irren umher in der Dualität und im Nicht-Dualismus !
    Indem sie nicht weitergehen, wissen sie nichts von authentischem Erwachen !
    Leben und Befreiung sind dein eigener Geist.

    Sei nicht der Gefangene einer Auffassung, die sich in einem Zyklus ohne Ende
    in den eigenen Schwanz beißt.
    Lasse Wahl und Fixierung hinter dir !

    Verlasse also all dieses, lasse dich nieder in deinem königlichen Nicht-Handeln,
    und verwirkliche durch diese Unterweisung sofort
    deine grosse natürliche Befreiung.
    Durch die Erkenntnis deiner bis aufs Mark entblößten Intelligenz,
    verwirkliche diese angeborene Vollkommenheit des Geistes.

    Durch diese leuchtende, absolute Bewußtwerdung
    existiert der Geist und existiert auch nicht - beides auf einmal !
    Er ist die Quelle der Lust, des Leidens und der Freiheit.

    In den Unterweisungen nennt man ihn: "Realität des Geistes".
    Das "Selbst" oder das "Nicht-Selbst",
    den "Angeborenen Geist",
    die "Absolute Natur",
    das "Große Siegel",
    die "Natürliche Befreiung",
    die "Perle aus Licht".

    Diese Verwirklichung hat drei Tore:
    Die Abwesenheit von Spuren aus der Vergangenheit, die Klarheit und den Raum.
    Die frühere oder die gegenwärtige Verwirklichung
    ist ohne Wurzeln, frisch, plötzlich eintretend;
    sie besteht darin, daß man so bleibt, wie man ist, ohne Anstrengung.
    Die Zeit in ihrer unmittelbaren Einfachheit zu begreifen,
    sich in jedem Augenblick in seiner absoluten Nacktheit zu sehen,
    das macht deine Sicht klar, transparent und objektlos !
    Das ist die blitzschnelle, unverhüllte Intelligenz !

    Das ist die Räumlichkeit, die nichts festhält,
    die funkelnde Leere jenseits der Formen,
    fließend und befreit von Dauer,
    unbegrenzt, vibrierend und klar !
    Ohne Einheit, ohne Vielheit,
    mit nur einem Geschmack:
    Sie kommt von nirgend her,
    klar und selbst gewahr,
    ist sie die Wirklichkeit selber !

    Dieses direkte Eingehen in die Realität,
    enthält die Gesamtheit der Welten.
    Der Wahrheitskörper, der Glückseligkeitskörper,
    der absolute Körper sind übervoll von ihr.
    Funkelnd ist sie, diese natürliche Energie der Freiheit !

    Und hier die Einführung in diese mächtige Methode,
    Verkünderin der Wirklichkeit selbst:
    In diesem Augenblick ist dein Bewußtsein diese Totalität,
    es ist diese natürliche Klarheit frei von jeglichem Zwang !

    Kannst du sagen: "Ich verstehe die Natur des Geistes nicht ",
    obwohl es nichts gibt, worüber du meditieren kannst
    in dieser makellosen Klarheit deiner Intelligenz ?
    Kannst du sagen:"Ich sehe die Gegenwart des Geistes nicht"
    obwohl der, welcher denkt, diese Realität ist ?
    Kannst du sagen:"Selbst wenn man sie sucht, bleibt sie mysteriös",
    obwohl es absolut nichts zu tun gibt ?
    Kannst du vorgeben, daß sie dir trotz der Praktiken entgeht,
    obwohl es genügt, ohne Anstrengung zu bleiben ?
    Kannst du sagen, daß es dir schwer fällt zu handeln,
    obwohl es natürlich ist, in Nicht-Aktivität zu verweilen ?
    Kannst du sagen, du seiest unfähig,
    obwohl die Klarheit, das Bewußtsein und der Raum deine eigene Realität sind ?
    Kannst du vorgeben, daß die Praktik keine Früchte trägt,
    obwohl sie natürlich, spontan, frei von allen Bindungen ist ?
    Kannst du sagen: "Ich suche und finde nicht",
    obwohl das Denken und die natürliche Befreiung gleichzeitig geschehen ?
    Warum sollte man meinen, die Heilmittel seien unwirksam,
    obwohl deine eigene Intelligenz einfach "dieses" ist ?
    Wie kannst du vorgeben, das nicht zu wissen ?

    Sei versichert, daß die Natur des Geistes Leere ohne Stütze ist.
    Dein Geist ist ebenso ohne Substanz wie der leere Raum.
    Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist !
    Ohne dich an die Konzepte einer nihilistischen Leere zu halten,
    kannst du versichert sein, daß die Weisheit von jeher klar,
    leuchtend und spontan war, in sich selbst ruhend,
    Sonnennatur durch sich selber.
    Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist !
    Sei versichert, daß deine Intelligenz makellose Weisheit ist,
    fließend wie das kontinuierliche Strömen eines Baches !
    Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist !
    Wisse, daß du ihn nicht durch Vernunft finden kannst,
    denn seine Bewegung ist ebenso ohne Substanz wie die Passatwinde.
    Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist !
    Sei versichert, daß alles Erscheinende
    nichts anderes ist, als deine eigene natürliche Wahrnehmung,
    reflektiert wie von einem Spiegel.
    Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist !
    Sei versichert, daß jede Erscheinung sich sofort selbst befreit,
    aus sich selber kommend, sich selber erschaffend,
    gleich einer Wolke am Himmel.
    Mag es dir gefallen oder nicht, betrachte deinen eigenen Geist !

    Leere Vision, natürliche Befreiung, funkelnder Raum
    des Wahrheitskörpers !
    Realisiere das Absolute auf dem Nicht-Weg,
    die Gottheit enthüllt sich in diesem Augenblick !

    So möge die intuitive Schau deiner mit Raum bekleideten Intelligenz,
    diese natürliche Befreiung durch die reine Schau,
    diese außerordentlich tiefe Verwirklichung,
    zum Ort des Ergründens werden, zu welchem alle deine Fähigkeiten hinstreben !

    Ehre sei dieser geheimnisvollen Tiefe !

    Alles anzeigen
  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 06:23
    • #2

    Vielleicht kann ich dir mit diesem Text ein bisschen mit der Abrechnung helfen, dass sie nicht ganz so subtil bleibt *schmunzel*

    Zitat
    Zitat

    Maggots

    When we give rise to right view in our hearts, we can be at ease wherever we are. It's because we still have wrong views, still hold onto ideas that are poisonous, that we're not at ease. Holding on in this way is like being a maggot. Where it lives is filthy; its food is filthy. Its food isn't fit to be food — but it seems fitting to the maggot. Try taking a stick and flicking it out of the excrement where it's feeding, and see what happens. It'll wiggle and wriggle, eager to get back to the pile of excrement where it was before. Only then does it feel right.

    It's the same with you monks and novices. You still have wrong views. Teachers come and advise you on how to have right view, but it doesn't feel right to you. You keep running back to your pile of excrement. Right view doesn't feel right because you're used to your old pile of excrement. As long as the maggot doesn't see the filth in where it's living, it can't escape. It's the same with us. As long as we don't see the drawbacks of those things, we can't escape from them. They make it difficult to practice.


    Maden

    Wenn wir rechter Sichtweise in unserem Herzen, gedeihen verleihen, können wir entspannt sein, wo immer wir sind. Es ist, weil du immer noch falsche Sichtweisen hast, du immer noch an Gedanken die giftig sind fest haltest, daß du nicht zur Entspannung kommst. In solch einer Weise fest zuhalten, ist wie eine Made zu sein. Dort wo sie lebt ist es schmutzig; ihre Nahrung ist schmutzig. Ihre Nahrung würden wir nicht als Nahrung bezeichnen, aber es scheint passend für eine Made zu sein. Versuch es, nimm einen Stab und schuppse sie aus den Exkrementen an denen sie sich nährt und beobachte was passiert. Sie windet sich und windet sich, voller Streben den Haufen Exkremente an dem sie zu vor war, wieder zu erreichen. Nur dann fühlt sie sich recht.
    Das ist das selbe mit euch Mönchen und Novizen. Ihr habt nach wie vor falsche Sichtweisen. Lehrer kommen und geben euch Anweisungen, wie man zu rechten Sichtweisen kommt, aber es fühlt sich für euch nicht recht an, da ihr an euren alten Haufen Exkremente gewohnt seid. So lange die Made den Schmutz nicht sieht, in dem sie lebt, kann sie nicht entkommen. Das Selbe ist mit euch. So lange wir die Gefahren in den Dingen nicht erkennen, können wir ihnen nicht entkommen. Sie machen es schwierig zu praktizieren.

    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

    Alles anzeigen
  • Lauscher
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 07:16
    • #3
    Hanzze:

    Vielleicht kann ich dir mit diesem Text ein bisschen mit der Abrechnung helfen, dass sie nicht ganz so subtil bleibt

    Zitat

    . . . aber es fühlt sich für euch nicht recht an, da ihr an euren alten Haufen Exkremente gewohnt seid. So lange die Made den Schmutz nicht sieht, in dem sie lebt, kann sie nicht entkommen. Das Selbe ist mit euch. So lange wir die Gefahren in den Dingen nicht erkennen, können wir ihnen nicht entkommen. Sie machen es schwierig zu praktizieren.

    Auch die alten Haufen Exkremente, der Schmutz, gehören zu der natürliche Befreiung, zum funkelnder Raum.
    Für die Made, ist der Schmutz ihr Lebensraum, ist gar kein Schmutz.
    Für dich, der aus der Menschliche Perspektive schaut, ist es Schmutz.
    Es ist aber nur für DICH Schmutz. In Wirklichkeit ist es kein schmutz.
    Schließ den Schmutz aus und du steckst in der Verblendung, in dem wirklichen Schmutz!

    _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 07:33
    • #4

    Ja, ja, genau das war damit gemeint *schmunzel* darum bleiben die Maden ja im Schmutz, weil sie das empfundene für real ansehen. Da helfen auch Metaphern nicht, die führen vielleicht in manchen Fällen dazu, das sich Maden einen Anzug anziehen und mit Desinfektionsspräh herum laufen und sich wundern, warum sie schon wieder im Kot stecken, wenn der Magen knurrt. *schmunzel*

    Ich denke deshalb ist es auch gut wenn man manchmal subtil bleibt, so dass es die verstehen, die er verstehen können, und die anderen nicht aufgrund des einfachen Übernehmen neben dem Misthaufen verhungern obwohl sie doch dem Rat gefolgt sind. *schmunzel*

    Sprechen wir deshalb lieber wieder über den Geist, da gibt's nicht greifbares, da kann nichts schief gehen.

  • Lauscher
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 07:35
    • #5

    Auch dein Beitrag gehört dazu ;)

  • Hanzze
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 07:39
    • #6

    Du ertappst mich jedes mal *schmunzel*

  • Grund
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    6.483
    Mitglied seit
    18. Juni 2011
    • 30. Juli 2011 um 17:50
    • #7
    thigle:

    ...es wohl nie, Guru Padmasambhava.. (Bezug-nehmend auf die vergangene wie aktuelle wie wahrscheinlich auch zukünftige 'Dzogchen-Szene', wenn nicht bald ein Um-denken stattfindet. Doch weil ich nicht destruktiv sein möchte, ein konstruktiver Text, der trotz allem auf subtilste Weise ab-rechnet).

    Ach vergiss es doch, was ist das denn i Vgl. zur Lehre des Buddha? Ahja ... bei denen die dem Buddha-Dharma folgen, da gibt es keine "Szene" ... Buddha-Dharma ist weder hipp, noch top noch flop ... das ist einfach.


    Grüße
    TM

  • thigle
    Gast
    • 30. Juli 2011 um 18:52
    • #8

    Heimat... ich habe keine Heimat... aber ich habe eine gute Idee..... !

    Ich erschaffe atomare Übermenschen [link] !!!! :shock: ... :badgrin::badgrin:

  • Dorje Sema
    Gast
    • 31. Juli 2011 um 01:00
    • #9
    Zitat

    TMingyur: Ach vergiss es doch, was ist das denn i Vgl. zur Lehre des Buddha? Ahja ... bei denen die dem Buddha-Dharma folgen, da gibt es keine "Szene" ... Buddha-Dharma ist weder hipp, noch top noch flop ... das ist einfach.

    Sollte jemand behaupten etwas IST dann Ist dieses Ist Sein vergänglich und Leer.
    Eben vergiss es TMingyur um Buddhas Lehre wahrhaft zu verstehen muss alles konzepthafte
    diskursiv ohne an oder ablehnen ab oder zuneigendem restlos aufgegeben sein als nicht- ist oder ist nicht - 'Verständnis'.
    Erst dadurch eröffnet und entfaltet sich der dhamma als aus pratityasamutpada hervorgehend sein Achtfachpfad aus den vier edlen Wahrheiten und dem
    als das intuitive gewahr sein durch Praxis von ruhigem verweilen und klar-schau.
    Jedoch niemals durch das einseitige erschaffen verdunkelter Unverständiger Versteher als Anwender die nicht mal
    Nutznießer den mehr dreckspeiende Vergifter des buddhadhamma seiend sind.
    Der Unterschied von einem Werdenden zu einem Seienden ist so wie jemand der denkt er würde gehen als wie zu
    jemandem der tatsächlich geht.
    Jemand der im Sein verweilt dem sei kein [nicht] kommen und gehen nachweisbar.
    Eben rein licht klar Tathagata.

    Und um jedwedes Missverständnis von vornherein zu vermeiden:

    »Sogenannte spirituelle Meister,
    die nicht wirklich praktiziert haben,
    begreifen nicht,
    dass der Dharma frei von sektiererischer Begrenztheit ist.
    Erfüllt von Vorurteilen bekämpfen sie einander.

    Jede der buddhistischen Lehrtraditionen hat ihre Berechtigung,
    lass dich nicht in solches Gezänk verstricken!
    «

      Padmasambhava Guru Rinpoche

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • thigle
    Gast
    • 31. Juli 2011 um 11:37
    • #10
    Dorje Sema:


    Und um jedwedes Missverständnis von vornherein zu vermeiden:

    »Sogenannte spirituelle Meister,
    die nicht wirklich praktiziert haben,
    begreifen nicht,
    dass der Dharma frei von sektiererischer Begrenztheit ist.
    Erfüllt von Vorurteilen bekämpfen sie einander.

    Jede der buddhistischen Lehrtraditionen hat ihre Berechtigung,
    lass dich nicht in solches Gezänk verstricken!
    «

      Padmasambhava Guru Rinpoche

    Alles anzeigen

    Wahre Worte. Der Dharma ist auch kein Geheimnis, das man schützen muss. Dies ist nur Ausdruck von Ich-Dünkel und Angst vor Verlust (von Kontrolle, von Kultur und Tradition, von bisher elitären Standpunkten, um den Preis der Freiheit). Falsche Ansichten sind auf dem Wege sogar sehr nützlich, da in diesem Falle das Leben selbst die Regie übernimmt und gegen-steuert. Für jeden einzelnen Menschen, denn jeder einzelne Mensch befindet sich auf dem Pfad. Der einzige Lehrer, dem du wirklich vertrauen solltest, ist dein Leben selbst. Und zwar von Anfang an. Von Anfang an ist alles was erscheint, genau-so wie es erscheint, Ausdruck der strahlenden Weisheit (yermed). Von Anfang an ist dein Leben deine Vision. Wie sollte es sonst sein? Triff einfach eine Entscheidung dafür, und lasse dich von ihr leiten. Persönliche Vorlieben werden dabei möglicherweise auf der Strecke bleiben; yermed ist nicht tibetisch. Aber dein Rinpoche erzählt dir am Vormittag ganz tolle geheime Geschichten über die Natur des Geistes, du bist ganz hin und weg (behalte sie jaaaa für dich und deiner-einer). Du kommst am Nachmittag heim, und deine Frau faselt irgendwas relativ profanes darüber, was sie denn denke, dass der Geist wäre, denn sie hätte in der Zeitschrift 'Frau im Spiegel' mal irgendwas dazu gelesen. "Aber natürlich.... du hast ja keine Ahnung....". Denkst du dir, lächelst milde in dich hinein, und glaubst, dieser dein Stolz wäre sowas wie Mitgefühl und Gleichmut, und deine Hingabe an einen menschlichen Lehrer würde - bedingt durch deine Hin-gabe - dein Ego irgendwie aufweichen. Aber wie soll sie denn bitte mit deinem grossen Lehrer, Rinpoche xyz mithalten können? Die hat ja gar keine Ahnung, mit ihrem Wissen, das ein Sammelsurium von billigen Frauenzeitschriften darstellt. Daß das, was deine Frau dir sagt, jedoch ebenfalls zu deinem Leben gehört, dass sie deine Vision ist, dass auch sie Ausdruck der strahlenden Weisheit ist, von Anfang an, und nicht nur dein Rinpoche, ja dass sogar der Hund, welcher dich im Park nicht in Ruhe lässt, und dich in deiner 'Meditation' stört, so dass du ganz genervt bist über ihn, und er sogleich genau neben deine Parkbank einen riesigen Haufen scheisst, so-dass du dich nun nur noch mehr aufregst und nicht mehr meditieren kannst, dass also sogar der Hund und sein Kackhaufen Ausdruck der strahlenden Weisheit ist, und du davon nun eine Menge lernen kannst, integrieren kannst, das willst du dann nicht wahr-haben. Weil du denkst, es ginge nur darum, was in deinem Kopf ist, es ginge um sowas wie einen besseren internen Geistes-zustand. Aber das ist nicht Mahashandi und sicherlich auch nicht Mahamudra, und sicherlich auch nicht der Hund und sein Kackhaufen. "Fasziniert von Subjekt und Objekt, gehen sie vorbei an diesem Schatz". Es ist lebens-feindlich und kontraproduktiv, die Lehren und die Menschen in dieser Weise, wie ein zwanghafter Charakter, unterdrücken und kontrollieren zu wollen. Dies haben viele tibetische Gelehrte und ihre westlichen Nach-folger (Schüler wie Lehrer) u.a. zu lernen. Was also will dir deine Vision, will dich dein Leben, über viele Leben hinweg lehren, unabhängig jeglicher Religion und Tradition? Dass deine Befreiung darin besteht, so zu bleiben, wie du bist, ohne Anstrengung. Dass du so bleiben darfst, wie du bist. Dass es gut ist, so wie du bist. Dass es gut ist, so wie es ist. Ist dies verwirklicht - nicht nur gehört und verstanden - strahlen die vier Unermesslichen spontan in alle Ecken und Enden deiner unreinen Vision. All dies und vieles mehr, macht auch die Urform der Mahashandi-Lehre aus, welche sich auf den Buddha zurückführen lässt, lange bevor irgendwelche erweiterten Methoden und Serien für kompliziertere Menschen eingeführt wurden. Doch: "Obwohl es so viele Schriften gibt wie der Himmel weit ist, lehren sie [letztendlich] doch nichts anderes als diesen Geist des Identisch-Seins". Auch Semde und Longde münden in den chog-zhag, weil es für dich letztendlich nichts zu suchen und zu finden gibt (...das du gerne viel lieber sein möchtest (wie z.b. 'wie-der-Raum-zu-sein')). Wie auch immer, es ist mir im Grunde gleichgültig, was du alles gelesen und wieviele Übertragungen du erhalten hast. Es wird für dich nur etwas übertragen, weil du dem Leben, deiner Vision gegenüber, blind bist. Dies jedoch, ist mir ganz und gar nicht gleichgültig. Der Kern des Mahashandi, welcher nichts anderes darstellt, als deine Vision, dein Leben selbst, lehrt keine spezielle Übertragung, an welcher sich dein Ich-Dünkel wunderbar fixieren kann, sondern von Anfang an, nur sich selbst. Du bist am Leben. Und du leidest (an dir selbst). Das ist Übertragung und Initiation genug.

    Zum Schluss ein hervorragender Text- danke @Ryonin fürs reinstellen.

    U.G. Krishnamurti:


    Ich bin nicht darauf aus, irgend jemanden zu befreien. Sie müssen sich selbst befreien, und Sie sind unfähig, das zu tun. Was ich zu sagen habe, wird Ihnen nicht dabei helfen. Ich bin nur daran interessiert, diesen Zustand zu beschreiben und mit der Okkultation und Mystifikation aufzuräumen, mit der die Leute aus dem 'Heiligen Geschäft' das Ganze eingehüllt haben. Vielleicht kann ich Sie davon überzeugen, nicht eine Menge Zeit und Energie auf die Suche nach einem Zustand zu verschwenden, den es außer in Ihrer Einbildung nicht gibt.

    Verstehen Sie das recht, das ist Ihr Zustand, den ich beschreibe, Ihr natürlicher Zustand - und nicht mein Zustand oder der eines Mannes, der Gott erkannt hat oder eines Mutanten oder dergleichen. Das ist Ihr natürlicher Zustand, den Sie dadurch, daß Sie über ihn hinausgelangen wollen und versuchen, etwas anderes zu sein, als Sie es wirklich sind, daran hindern, sich selbst auf seine eigene Weise darzustellen.

    Sie werden das niemals verstehen; Sie können es nur im Sinne Ihrer vergangenen Erfahrungen erleben. Es liegt außerhalb des erfahrbaren Bereichs. Der natürliche Zustand ist akausal: er geschieht einfach. Es ist keine Kommunikation möglich und keine ist nötig. Das einzige, das für Sie real ist, ist die Art und Weise, in der Sie funktionieren; es ist ein Akt der Vergeblichkeit, meine Beschreibung dieses Zustandes auf die Weise zu beziehen, in der Sie funktionieren. Was jedoch dann in Erscheinung treten kann, wenn Sie mit all diesen Vergleichen aufhören, ist Ihr natürlicher Zustand. Dann werden Sie auf niemanden mehr hören.

    [Dieser Beitrag richtet sich nicht an DS persönlich, wie man aus dem Zitat heraus glauben könnte, sondern er ist allgemeiner Natur]

  • thigle
    Gast
    • 30. August 2011 um 14:18
    • #11

    Version I
    Was Mahashandi ganz sicher nicht ist

    Als ich im Zen-Forum eine eigentlich kurze Antwort schreiben wollte, hat es sich ver-selbst-ständigt, und ist angewachsen. Ich denke, sie passt auch gut in den Tibet-Bereich. Wenn es auch nur einem einzigen Menschen, irgendwann, irgendwie, in irgend-einem-Punkt hilft, wäre das genug.


    (Intro) Siehst du, wie schwer das ist? Was da an Widerstand erwächst, von dir? Ich weiß, dass du ein grosser Kämpfer bist. Doch der Weg zur Befreiung, ist keine Lifestyle-Droge. Beim Climbing los-zu-lassen, darf natürlich nicht sein. Da kämpft man sich hoch, und muss alles unter Kontrolle haben. Schwieriger noch, als etwas zu verändern, ist es, es zu belassen wie es ist. Der Rest käme dann von alleine, wenn man es lässt. Doch auch dies sollte nicht zum Kampf aus-arten. Viele gehen den Umweg über sowas wie Leere, um zurück-zu-kommen.

    (a) Sie schauen z.b. nach, ob ein Gedanke Farbe und Form hat, von wo er kommt, wo er verweilt, wohin er verschwindet. Nun, da ist nichts zu finden. Und dann sehen sie nach, wer das überhaupt ist, der nichts findet. Da kann man nichts genaues darüber sagen. Viele verbringen Jahre mit sowas. Und viele glauben dann, dass das jetzt ihre wahre Natur sei. Und wenn man sie dann mal fragt, was sie denn jetzt seien, dann antworten sie, sie seien wie der Himmel. Doch dies ist nicht mehr, als Gedankenleere, dies ist nicht mehr, als Cittamatra. Es ist viel einfacher. Da ist nichts zu finden. Punkt. Sich nun den Himmel als wahre Natur zu eigen zu machen, ist nur Ausdruck dessen, etwas anderes sein zu wollen, als man ist. Du findest einfach nichts vor. Besser- es macht keinen Sinn, da weiter-zu-suchen-und-zu-finden. Das findest du vor, vorsichtig ausgedrückt. Also. Was ist der nächste Schritt, was geschieht danach? Verschwindest du? Verschwindet die Welt? Nein, ganz von selbst kommst du zurück, von deiner Odyssee. Und jetzt glaubst du auch noch, versagt zu haben: "Aber ich muss doch irgendwie wie der Himmel bleiben, ich muss doch irgendwie doch noch etwas finden, ich muss weiter-suchen, von wo kommen die denn, und wohin gehen die, und wann stellt sich jetzt die Erleuchtung ein.., ich muss suchen, ich muss finden, ich muss suchen, finden, suchen, finden...". Du gibst wieder auf, und kommst zurück. Oder du bleibt ein paar Minuten wie der Himmel. Doch auch das vergeht. Du kommst zurück.

    Du wirst immer wieder zurück-kommen. Und das schließt du leider immer wieder von deiner Erleuchtungs-suche aus. Das reicht dir nicht. Du möchtest ja etwas anderes sein, als du bist. Derweil warst du immer erfolgreich, sogar, bevor du damit angefangen hast, nach irgendwas zu suchen. Nur wusstest du das nicht. Das, was du also als Scheitern angesehen hast, ist die Antwort auf deine Frage, ist das Ergebnis deiner Suche. Doch du wolltest dir sowas wie Leere eben immer wieder zu eigen machen. Doch wie soll das gehen. Du kommst also zurück. Und weil du durch dein vor-heriges Himmel-Sein sowieso keine grossartigen Konzepte mehr hast, kannst du nach deiner Rück-kehr, bei der sich dein ganzes vermeindliches Scheitern wieder einstellt (du bist immer noch der-selbe Tropf), auch alles belassen wie es ist (es ist gut so, wie du bist). Endlich. Manche brauchen eben ihre hausgemachte Leere dafür, manche starten gleich ab diesem Punkt. Wohin deine Augen blicken, blicken deine Augen. Wie auch immer dein Geisteszustand ist, ist dein Geisteszustand. Wie auch immer deine Körperhaltung ist, ist deine Körperhaltung. Wie auch immer es ist, es ist gut wie es ist. Ertappt man sich dabei, trotz vorherigem Himmel-Sein, dieses Belassen als Aktivität bzw. als Tun zu betreiben, lässt man diese Aktivität, dieses Tun, einfach sein. Es geht hier schließlich nicht um einen dissoziativen Zustand, sondern um den natürlichen Zustand. Man ist einfach ungekünstelt- dies ist damit gemeint, wenn es heisst, dass man alles belassen sollte, wie es ist.

    (b) All dies geht natürlich noch direkter, ohne jegliche Suche vorher. Man beginnt sogleich damit, alles zu belassen, wie es ist. Also wieder- wohin deine Augen blicken, blicken deine Augen. Wie auch immer dein Geisteszustand ist, ist dein Geisteszustand. Wie auch immer deine Körperhaltung ist, ist deine Körperhaltung, et cetera. Und weil das ja sowieso so ist, kann man im nächsten Schritt auch aufhören, es aktiv zu belassen. Natürlich, ohne Anstrengung.

    (c) Die direkteste Einführung in den natürlichen Zustand, ist die bereits weiter oben offen-gelegte Tatsache, dass du bereits gut bist, wie du bist. Was bleibt dir also anderes übrig, als alles zu belassen, wie es ist? Früher hast du darunter gelitten, dass es nicht so ist, wie es sein sollte. Und du hast gekämpft, wie ein Berserker. Doch es erfordert keinerlei Anstrengung, ungekünstelt zu sein. Tue einfach, was du tust. Ohne Erwartungen und ohne Zweifel, sind alle Handlungen völlig frei. Aber, um mit Henry Miller zu sprechen, mit Anstand, bien entendu! Denn nichts ist unwichtig. Dieser Punkt, ist keine Praxis, sondern eine Entscheidung, welche man zu treffen hat. Eilt sie, bedingt durch karmische Verdunklungen, immer wieder davon, kommt man eben immer wieder darauf zurück. Und somit zum Dharmakaya.

    (Spontane Qualitäten) Und nun? Was du an dieser Stelle wissen solltest, wäre, dass du immer nur zum Dharmakaya zurück-kehren kannst. Deine Rück-kehr, geschieht ja ganz von selbst. Ganz von selbst, spontan, ohne Wurzel, so-gekommen, werden ab dem Punkt, wo du zurück-kehrst, diverse Qualitäten klar. Sie erscheinen nicht, als Ergebnis einer weiteren Suche von Dir. Sie sind nicht von dir gemacht, sind kein Fabrikat deines bedingten Bewusstseins, und somit auch kein Fabrikat deiner gekünstelten Geistesleere, durch welche du kern-loser Tropf (das sind wir alle), der du ein Tropf sein darfst, vermeindlich scheitern musstest, sondern direkter Ausdruck des Dharmakaya. Warum, bist du gut, so wie du bist? Wodurch ist dies plötzlich klar? Ich werde nun etwas näher darauf eingehen. Kommst du zurück, obwohl du schon immer da warst, aber es nicht wusstest, egal wie, ist von-sich-aus klar, dass dein Tropf-sein keinen harten Kern hat. All deine Ängste, deine Leiden-schaften. Und das, wodurch das klar wird, ist untrennbar von dem, was keinen harten Kern hat. Aber du kannst nicht sagen, was es ist, wodurch das alles klar ist. Es wird dir nicht bewusst-sein, du denkst dir das dann nicht. Es ist nichts gemachtes. Es ist etwas spontanes. Alles, was erscheint - und es darf alles erscheinen, inklusive dir, ist somit Ausdruck dieser Untrennbarkeit, ist befreite Weisheit. Und wie es erscheint, ist es bereits perfekt. So strahlen die vier Unermesslichen spontan, was dich immer wieder aus einer so-gekommenen Dankbarkeit heraus, einen Erweis vollführen lassen kann, wenn du es zu-lässt. Doch weil du immer noch ein karmisch verdunkelter Tropf bist, wie wir alle, ist da nicht nur Dankbarkeit, sondern immer noch deine Leiden-schaften. Wir sind ja nicht im Wunderland. Aber nun dürfen sie sein. Und da sie kern-los sind, weil sie sein dürfen, befreien sie sich von selbst. Je stärker die Leiden-schaften, desto klarer wird ihre wahre Natur, von sich aus. Doch dies fort-gesponnen, würde hier zu weit führen.

    (Alles ist Vision) Wenn man selber ungekünstelt ist, dann ist auch der Rest aller Erscheinungen ungekünstelt. Wenn du gut bist, so wie du bist, dann ist alles gut, so wie es ist. Subjekt und Objekt spielen keine wesentliche Rolle. Daß sie keine wesentliche Rolle spielen, bedeutet jedoch nicht, du würdest dich jetzt irgendwie transzendental und kosmisch irgend-wohin auf-lösen. Dies würde wiederum nur auf-zeigen, dass du etwas anderers sein willst, als du bereits bist. Alles was erscheint, ist einfach Ausdruck von Weisheit und Mitgefühl. Dazu, habe ich an anderer Stelle, mal eine kleine Geschichte geschrieben. Hier ist sie: "Dein Rinpoche erzählt dir am Vormittag ganz tolle geheime Geschichten über die Natur des Geistes, du bist ganz hin und weg (behalte sie jaaaa für dich und deiner-einer). Du kommst am Nachmittag heim, und deine Frau faselt irgendwas relativ profanes darüber, was sie denn denke, dass der Geist wäre, denn sie hätte in der Zeitschrift 'Frau im Spiegel' mal irgendwas dazu gelesen. "Aber natürlich.... du hast ja keine Ahnung....". Denkst du dir, lächelst milde in dich hinein, und glaubst, dieser dein Stolz wäre sowas wie Mitgefühl und Gleichmut, und deine Hingabe an einen menschlichen Lehrer würde - bedingt durch deine Hin-gabe - dein Ego irgendwie aufweichen. Aber wie soll sie denn bitte mit deinem grossen Lehrer, Rinpoche xy mithalten können? Die hat ja gar keine Ahnung, mit ihrem Wissen, das ein Sammelsurium von billigen Frauenzeitschriften darstellt. Daß das, was deine Frau dir sagt, jedoch ebenfalls zu deinem Leben gehört, dass sie deine Vision ist, dass auch sie Ausdruck der strahlenden Weisheit ist, von Anfang an, und nicht nur dein Rinpoche, ja dass sogar der Hund, welcher dich im Park nicht in Ruhe lässt, und dich in deiner 'Meditation' stört, so dass du ganz genervt bist über ihn, und er sogleich genau neben deine Parkbank einen riesigen Haufen scheisst, so-dass du dich nun nur noch mehr aufregst und nicht mehr meditieren kannst, dass also sogar der Hund und sein Kackhaufen Ausdruck der strahlenden Weisheit ist, und du davon nun eine Menge lernen und integrieren kannst, das willst du dann nicht wahr-haben. Weil du denkst, es ginge nur darum, was in deinem Kopf ist, es ginge um sowas wie einen besseren internen Geistes-zustand. "Fasziniert von Subjekt und Objekt, gehen sie vorbei an diesem Schatz"

    U.G. Krishnamurti:

    [..] Das ist Ihr natürlicher Zustand, den Sie dadurch, daß Sie über ihn hinausgelangen wollen und versuchen, etwas anderes zu sein, als Sie es wirklich sind, daran hindern, sich selbst auf seine eigene Weise darzustellen.


    Version II
    Mahashandi für Alle- in Anlehnung an das Anapanasati und Satipaṭṭhāna Sutta

    Wenn du denkst, vergegenwärtige einfach ganz locker, daß du denkst. Also so: 'Wenn du denkst, weißt du daß du denkst.' Genau dieses Wissen/Gewahrsein, ist es schon. Es geht nicht um Beobachtung der Gedanken, und schon gar nicht um Konzentration auf irgendwas Spezielles. Es geht um genau dieses Wissen, welches ein Gewahrsein ist. In diesem Gewahrsein, das wird klar, ist kein 'mein', darum wird darin, ganz natürlich und unverkrampft, alles belassen wie es ist, ohne daß du dieses Gewahrsein aufrecht halten musst. Denken und der Rest geht also immer noch weiter und weiter. Aber nun, erscheint es als das was es ist, nämlich kernlos, um es einfach auszudrücken. Tatsächlich hat sich dieses Wissen, welches du als Eintrittskarte benutzt hast, gewendet, und ist ein Selbstgewahrsein des bedingten Entstehens geworden. Alles erscheint kernlos. Das ist nun klar. Und das, wodurch das klar wird, ist untrennbar von dem, was keinen harten Kern hat. Aber du kannst nicht sagen, was es ist, wodurch das alles klar ist. Es wird dir nicht bewusst-sein, du denkst dir das dann nicht. Mittels dieses etablierten Gewahrseins, lassen sich diverse Ansichten und Leiden-schaften zwanglos befreien. Wird es wieder verdeckt - und das wird anfänglich recht schnell der Fall sein - etabliere es einfach neu, und lass es los, denn es gehört dir nicht.

    Wenn sich dieses Wissen nicht einstellt, weil du noch im Krampf steckst, dann findest du wunderbare vorbereitende Übungen in der ersten Tetraden des Anapanasati Sutta. Sozusagen das Tantra des Buddha. Es funktioniert, da kann man unglaublich viel lösen, und schon von Anfang an loslassen. Also rechte Achtsamkeit etablieren. Irgendwann kann dann klar werden, daß es nicht deine rechte Achtsamkeit ist. Und dann sind wir da, wo ich in diesem Beitrag angefangen habe.

    Zitat

    Und er verweilt unabhängig, haftet an nichts in der Welt an. Auf jene Weise verweilt ein Bhikkhu, indem er den Körper als einen Körper betrachtet. Quelle

    2 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (15. September 2011 um 14:13)

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    • 30. August 2011 um 15:15
    • #12

    Tja ... der sprachliche Ausdruck ist etwas gewöhnungsbedürftig :lol:

    Grüße
    TM

  • thigle
    Gast
    • 30. August 2011 um 16:14
    • #13

    Ich weiß :lol: . Wird schon, irgendwann, im Laufe der Zeit, etwas gesetzter und runder.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 30. August 2011 um 20:00
    • #14

    Ja thigle,
    Kommentar zum Intro: dies könnte eventuell passieren wenn man das Madhyamaka oder Mahasandhi ohne Übertrag eines authentischen geschulten Lehrer`s für sich praktiziert.
    Selbst mit solchen großartigen Lehrern wie z.B: Khenpo Tsultrim Gyatso ist eine solche Erfahrung möglicherweise je nach Individuum und karmischer Reife nicht einzusparen und nicht ausschließen?

    Einwand: Allerdings wird niemand wie von Dir beschrieben, die vom Arzt unter Beachtung des handgeschriebenen mitgegebenen Beipackzettels als dann der achtsamen gegenwärtigen Einnahme der Medizin , dort so entsprechend .Deiner Intro und Schlussbetrachtung »U.G. Krishnamurti: Das ist Ihr natürlicher Zustand, den Sie dadurch, daß Sie über ihn hinausgelangen wollen und versuchen, etwas anderes zu sein, als Sie es wirklich sind, daran hindern, sich selbst auf seine eigene Weise darzustellen.« ankommen das ist völlig ausgeschlossen und undenkbar, voraus gesetzt der Rat des Arztes wird eingehalten und die Einnahme der Medizin entsprechend der Ver bzw. Anordnung des Heilers befolgt.
    Dann offenbart sich schieres pures absolutes unbegreifliches Sein ohne hinzufügen und ohne hinweg nehmen.
    In etwa so:

    »Das Glück findet sich nicht mit dem freien Willen oder durch große Anstrengung, sondern ist immer schon da,
    vollkommen und fertig,
    im Entspannen und im Aufgeben.
    Beunruhige dich nicht, es gibt nichts zu tun.
    Alles, was im Geist erscheint, hat keinerlei Bedeutung, weil es keine Wirklichkeit hat.
    Halte nicht fest daran.
    Bewerte nicht.
    Lass das Spiel ganz von selbst ablaufen - entstehen und vergehen - ohne irgendetwas zu ändern.
    Alles löst sich auf und beginnt wieder von neuem, unaufhörlich.
    Allein unser Suchen nach dem Glück hindert uns daran, es zu sehen.
    Das ist wie bei einem Regenbogen, den man verfolgt, ohne ihn je zu erreichen - weil das Glück nicht existiert und doch immer schon da war und dich in jedem Moment begleitet.
    Glaube nicht, die guten und schlechten Erfahrungen seien wirklich; sie sind wie Regenbögen.
    Im Erlangen-wollen des Nicht-zufassenden erschöpfst du dich vergeblich.
    Sobald du dieses Verlangen loslässt ist Raum da - offen, einladend, bequem.
    Also nutze ihn. Alles ist bereit für dich.
    Suche nicht weiter.
    Gehe nicht im undurchdringlichen Dschungel den Elefanten suchen, der schon ruhig zu Hause ist.
    Nichts tun,
    nichts forcieren
    nichts wollen,
    - und alles geschieht von selbst
    «
    Gendün Rinpoche

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

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    • 30. August 2011 um 20:40
    • #15

    Oh wie schön ... Esoterik. sonst wäre es nicht das tibetische Forum. :grinsen:


    Grüße
    TM

  • Lauscher
    Gast
    • 30. August 2011 um 20:58
    • #16
    TMingyur:

    Oh wie schön ... Esoterik. sonst wäre es nicht das tibetische Forum. :grinsen:


    Grüße
    TM


    Das ist eine >Wahre Esoterik< mein Lieber, ich hätte es nicht belächelt.

    _()_

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    • 30. August 2011 um 21:03
    • #17
    Lauscher:

    ...ich hätte es nicht belächelt.

    Klar weil du drauf stehst ... auf Esoterik ... als eingefleischer Nondualist :lol:


    Grüße
    TM

  • Lauscher
    Gast
    • 30. August 2011 um 21:11
    • #18
    TMingyur:

    Klar weil du drauf stehst ... auf Esoterik ... als eingefleischer Nondualist :lol:


    Das nehme ich gerne an :grinsen:

  • thigle
    Gast
    • 30. August 2011 um 21:39
    • #19
    DS:

    Kommentar zum Intro: dies könnte eventuell passieren wenn man das Madhyamaka oder Mahasandhi ohne Übertrag eines authentischen geschulten Lehrer`s für sich praktiziert.

    Du, das kann auch mit Übertragung passieren. Und sogar einem (zwei, drei.....50.....100....) geschulten Lehrer. Diverse Dzogchen-Tantras, geschrieben von solchen, die trotzdem in die Cittamatra-Falle tappen, und diese Falle dann auch noch weiter übertragen, weisen u.a. darauf hin. Ich bin vogelfrei, und dieser Text ist kein dezitierter Dzogchen Text, im Sinne von ausschließlich. Er hat auch Kontexte zum Koan & Soto Zen, ebenso wie zum Shin. Du weißt, ich sehe das nicht so eng. Und das Dzogchen auch nicht. Eigentlich.

  • Dorje Sema
    Gast
    • 31. August 2011 um 00:08
    • #20
    TMingyur:

    Oh wie schön ... Esoterik. sonst wäre es nicht das tibetische Forum. :grinsen:


    Grüße
    TM

    Weißt Du TMingyur es verhält sich so:

    Jemand der einen Mangel an Verständnis von Sinn und Inhalt hat, der wer auch immer, wird diesen Mangel von Sinn und Inhalt zwanghaft reproduzierbar wiedergeben.
    Anders jedoch verhält es sich bei dem Verständigen Versteher.
    Das hat überhaupt nichts und zwar rein gar nichts mit dem wohl eher die Negative Konnotation betreffende Begriffs Darstellung der "Esoterik" zu schaffen als eher mit dem
    Begriff "sehr verborgene Erscheinung" und somit ohne adäquat ausgerichtete aktive intensive Praxis und Theoremer qualifizierter Textgrundlage als demzufolge nach nicht zugänglich.
    Ohne "Hinayana" "Mahayana/ Vajrayana" ist es nahezu unmöglich vollkommene heilige Buddhaschaft zu verwirklichen was daran liegt das der Formkörper [rupakaya] nicht verwirklicht wird ohne das Verständnis der Praxis von anuttara yoga tantra.
    Allerdings wage ich zu bezweifeln das Du dies auch nur ansatzweise kognitiv ungenügend [als Genteil von sehr gut] verstehst, was Deine armselige einseitige sektierende Pseudo Theravada Unken-rufende Bildungslücke [siehe Dein quote] ja quantitativ agitierend allzu deutlich bestätigt, als lediglich hypothetisch theoretisch zur Schau gestellt.
    Ich denke das auf einer solchen einseitigen rücksichtslosen Einsichtlosigkeit Deinerseits jeder Versuch einer seriösen Diskussion nahezu unmöglich ist ?

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Lauscher
    Gast
    • 31. August 2011 um 04:21
    • #21
    Dorje Sema:

    Allerdings wage ich zu bezweifeln das Du dies auch nur ansatzweise kognitiv ungenügend [als Genteil von sehr gut] verstehst, was Deine armselige einseitige sektierende Pseudo Theravada Unken-rufende Bildungslücke [siehe Dein quote] ja quantitativ agitierend allzu deutlich bestätigt, als lediglich hypothetisch theoretisch zur Schau gestellt.
    Ich denke das auf einer solchen einseitigen rücksichtslosen Einsichtlosigkeit Deinerseits jeder Versuch einer seriösen Diskussion nahezu unmöglich ist ?


    Dann verrat mit doch Herr Dorje, wieso dann die Mühe zu antworten, außer vielleicht, der Spaßfaktor um 04h00 Morgens – ich habe schön gelacht. Danke dir :)

    _()_

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    • 31. August 2011 um 05:39
    • #22
    Dorje Sema:

    Weißt Du TMingyur es verhält sich so:

    Weißt du, Dorje Sema, tatsächlich verhält es sich so: Entweder man wird zum Sklaven von Vajrayana oder man befreit sich davon.
    Und obgleich es da keinen gibt, der Sklave werden oder sein könnte, ist das das wirklich Esoterische daran: Dass es diese Vajrayana-Versklavung tatsächlich gibt.
    Und du verstrickst dich immer tiefer darin, mit jedem Male mit dem du insistierend hier deine Ansichten vertrittst. Das hinterlässt Spuren, die loszuwerden dir mit jedem Male schwerer fallen kann (leichter wird's sicher nicht).


    Grüße
    TM

    Einmal editiert, zuletzt von Grund (31. August 2011 um 05:47)

  • Lauscher
    Gast
    • 31. August 2011 um 05:47
    • #23
    TMingyur:
    Dorje Sema:

    Weißt Du TMingyur es verhält sich so:

    Weißt du, Dorje Sema, tatsächlich verhält es sich so: Entweder man wird zum Sklaven von Vajrayana oder man befreit sich davon.
    Und obgleich es da keinen gibt, der Sklave werden oder sein könnte, ist das das wirklich Esoterische daran: Dass es diese Vajrayana-Versklavung tatsächlich gibt.
    Und du verstrickst dich immer tiefer darin, mit jedem Male mit dem du insistierend hier deine Ansichten vertrittst.

    Ohne deine Meinung als solcher in Frage zu stellen – kann es sein, dass du dich irrst, oder kann es nicht sein?

    _()_

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    • 31. August 2011 um 05:49
    • #24
    Lauscher:

    Ohne deine Meinung als solcher in Frage zu stellen – kann es sein, dass du dich irrst, oder kann es nicht sein?


    Ich mache hier nur Angebote und bestehe auf nichts.

    Grüße
    TM

  • Lauscher
    Gast
    • 31. August 2011 um 05:54
    • #25
    TMingyur:
    Lauscher:

    Ohne deine Meinung als solcher in Frage zu stellen – kann es sein, dass du dich irrst, oder kann es nicht sein?


    Ich mache hier nur Angebote und bestehe auf nichts.


    kann es sein, dass du dich irrst, oder kann es nicht sein?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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