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Der Diskriminierende Geist

  • Hanzze
  • 11. Juli 2011 um 08:33
  • Zum letzten Beitrag
  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 08:33
    • #1

    Der Diskriminierende Geist

    Rechtes Verstehen bedeutet letztlich nicht-diskriminierend alle Leute als gleich anzusehen, weder gut noch schlecht, weder klug noch dumm, nicht daran denken, dass Honig süß ist und gut und manches andere Essen als bitter sehen. Auch wenn du verschiedene Speisen ißt, wenn du es verdaust und ausschiedest, wir alles zum selben. Ist es eins oder viele? Ist das Glas groß? In Relation zu einer kleinen Tasse, ja, wenn es neben einem Krug platziert ist, nein.

    Unsere Begierde und Ignoranz, unsere Diskriminierung färbt alles in dieser Weise. Das ist die Welt die wir kreieren. Nochmal, ein Krug ist weder schwer noch leicht, wir fühlen nur das es in der einen oder andern Weise ist. Im Zen Koan, die Flagge im Wind, beobachten zwei Personen eine Flagge: die eine meint, es sei der Wind der bewegt, der andere es sei die Flagge. Sie können für alle Zeiten argumentieren, Stocke nehmen und es auskämpfen, alles ohne Nutzen, da es der Geist ist der bewegt.

    Da sind stets Unterschiede. Gehe daran diese Unterschiede zu kennen, und lerne die Gemeinsamkeit ebenfalls zu sehen. In unserer Gruppe kommen die Leute aus verschiedenen Werdegängen, unterschiedlichen Kulturen. Nun ohne zu denken: „Dieser ist ein Thai, dieser ist ein Laote, er ist Kambodschaner, er ist ein Westler“, sollten wir gegenseitiges Verständnis haben und Respekt für andere Art und Weisen. Lerne die zugrunde liegende Gleichheit aller Dinge zu sehen, wie diese in Wahrheit gleich sind, wahrlich leer. Dann weist du wie du mit den erscheinenden Unterschieden weise umgehen kannst. Aber hafte auch nicht an dieser Gleichheit an.

    Warum ist Zucker süß und Wasser geschmackloß? Es ist einfach deren Natur. So auch mit dem Denken und der Stille, mit Schmerz und Vergnügen – es ist falsches Verständnis zu ende denken zu wollen. Manchmal sind Gedanken, manchmal ist Stille. Wir müssen erkennen das beide in ihrer Natur unbeständig sind, unbefriedigend, kein Grund für eine bleibende Freude. Aber wenn wir fortsetzen und weiterdenken, „Ich leide, ich will dieses Denken stoppen“, verschlimmert dieses falsche Verständnis nur die Dinge.

    Zeitweise mögen wir das Gefühl haben das zu denken Leiden ist, wie ein Dieb der uns die Gegenwart raubt. Was können wir tun um es zu stoppen? Am Tag ist es hell, in der Nacht ist es dunkel. Ist dies für sich selbst Leiden? Nur wenn wir Dinge in dieser Weise mit anderen Situationen die wir kennen vergleichen, wünschen wir sie wären anders. Letztlich sind die Dinge nur so wie sie sind und nur unser Vergleichen verursacht uns zu leiden.

    Du siehst deinen Geist bei der Arbeit – betrachtest du ihn als deinen? „Ich weiß nicht ob ich es bin oder meiner,“ antwortest du, „aber er ist zweifellos außer Kontrolle.“ Er ist wie ein Affe der sinnlos herumspringt. Er geht die Treppen hoch, wird gelangweilt, läuft die Treppen zurück hinunter, wird müde davon, geht sich einen Film ansehen, wird wieder gelangweilt, ißt gut oder ißt karg, und wird mit diesem ebenfalls gelangweilt. Sein Verhalten ist nicht durch Sachlichkeit gesteuert sondern von verschiedenen Formen von Ablehnung und Angst.

    Du mußt zu kontrollieren lernen. Hör auf dich um den Affen zu kümmern – kümmere dich stattdessen um die Wahrheit des Lebens. Sieh die wahre Natur des Geistes: unbeständig, unbefriedigend, leer. Lerne ein Meister zu sein; kette ihn an wenn es notwendig ist. Tu ihn nicht nur verfolgen, lass ihn leerlaufen und sterben. Dann hast du einen toten Affen. Lass den toten Affen verrotten und du hast Affenknochen.

    Dennoch bedeutet Erleuchtung nicht tot wie eine Buddhastatue zu sein. Jemand der erleuchtet ist, denkt ebenfalls, jedoch erkennt er den Ablauf als unbeständig, unbefriedigend und leer von sich selbst. Wir, die wir praktizieren, müssen diese Sache klar sehen. Wir müssen Leiden erforschen und seine Ursachen stoppen. Wenn wir es nicht sehen, kann sich Weisheit nicht entfalten. Wir sollten keine Ratespielchen machen, wir müssen die Dinge exakt so sehen wie sie sind – Gefühle sind bloß Gefühle, Gedanken sind bloß Gedanken. Das ist der Weg zum Beenden all unserer Probleme.

    Wir können den Geist wie einen Lotus sehen. Manche Lotuse stecken noch im Schlamm, manche haben sich schon heraus bewegt aber sind dennoch unter dem Wasser, manche haben die Oberfläche erreicht, während andere sich in der Sonne öffnen, makellos. Welcher Lotus möchtest du sein? Wenn du dich unter der Oberfläche findest: achte auf die Bisse der Fische und Schildkröten.

    Zitat

    The Discriminating Mind

    Right understanding ultimately means non-discrimination-seeing all people as the same, neither good nor bad, neither clever nor foolish; not thinking that honey is sweet and good and some other food is bitter. Although you may eat several kinds of food, when you absorb and excrete them, they all become the same. Is it one or many? Is a glass big? In relation to a little cup, yes; when placed next to a pitcher, no.
    Our desire and ignorance, our discrimination color everything in this way. This is the world we create. Again, a pitcher is neither heavy nor light; we just feel that it is one way or the other. In the Zen koan of the flag in the wind, two persons are watching a flag: one says it is the wind that moves, the other says it is the flag. They can argue forever, take sticks and fight it out, all to no avail, for it is the mind that moves.
    There are always differences. Get to know those differences, yet learn to see the sameness too. In our group people come from different backgrounds, different cultures. Yet without thinking, 'This one's Thai, that one's Lao, he's Cambodian, he's a Westerner," we should have mutual understanding and respect for the ways of others. Learn to see the underlying sameness of all things, how they are all truly equal, truly empty. Then you can know how to deal with the apparent differences wisely. But do not get attached even to this sameness.
    Why is sugar sweet and water tasteless? It is just their nature. So too with thinking and stillness, pain and pleasure-it is wrong understanding to want thinking to cease. Sometimes there is thought, sometimes stillness. We must see that both are by nature impermanent, unsatisfactory, not a cause for lasting happiness. But if we continue to worry and think further, '1 am suffering, I want to stop thinking," this wrong understanding only complicates things.
    At times, we may feel that thinking is suffering, like a thief robbing us of the present. What can we do to stop it? In the day, it is light; at night, it is dark. Is this itself suffering? Only if we compare the way things are now with other situations we have known and wish it were otherwise. Ultimately things are just as they are-only our comparisons cause us to suffer.
    You see this mind at work-do you consider it to be you or yours? "I don't know if it's me or mine," you answer, "but it's certainly out of control." It is just like a monkey jumping about senselessly. It goes upstairs, gets bored, runs back downstairs, gets tired of that, goes to a movie, gets bored again, has good food or poor food, gets bored with that too. Its behavior is driven not by dispassion but by different forms of aversion and fear.
    You have to learn control. Stop caring for the monkey-care for the truth of life instead. See the real nature of the mind: impermanent, unsatisfactory, empty. Learn to be its master; chain it down if you must. Do not just follow it, let it wear itself out and die. Then you have a dead monkey. Let the dead monkey rot away, and you have monkey's bones.
    Still enlightenment does not mean to become dead like a Buddha statue. One who is enlightened thinks also but knows the process as impermanent, unsatisfactory, and empty of self. We who practice must see these things clearly. We need to investigate suffering and stop its causes. If we do not see it, wisdom can never arise. There should be no guesswork, we must see things exactly as they are-feelings are just feelings, thoughts are just thoughts. This is the way to end all our problems.
    We can see the mind as a lotus. Some lotuses are still stuck in the mud, some have climbed above the mud but are still underwater, some have reached the surface, while others are open in the sun, stain-free. Which lotus do you choose to be? If you find yourself below the surface:, watch out for the bites of fishes and turtles.

    aus Ajhan Chah - A still forest pool

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    *schmunzel*

  • peema
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    3. Mai 2011
    • 11. Juli 2011 um 09:33
    • #2

    "Gefühle sind bloß Gefühle, Gedanken sind bloß Gedanken" - hier am Computer im "Buddhaland", in stillen Meditationszeiten und bei einfachen, alltäglichen Verrichtungen (Geschirrspülen, im Garten arbeiten etc.) komme ich auch stückchenweise immer mehr dahinter.... Aber eingebunden in meinem Beruf, den ich ohne ständiges (Nach-)denken nicht ausüben könnte, ist es mir immer wieder ein Rätsel, wie ich -gerade wenn ich verschiedene Dinge termingebunden zu erledigen habe- den "Affen" ignorieren lernen kann.

    Liebe Grüße peema

    event.png

  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 09:39
    • #3

    Das geht auch sehr schwer, ist doch das komplette weltliche Wesen an der Besänftigung des wilden Affen ausgerichtet. Das ist als ob du einen Affen in freier Wildbahn einem Platz den er kennt zähmen willst. Geht schon, aber ist äußerst schwer, denn er ist oft außerhalb deiner Achtsamkeit (deines Blickfeldes). Unter all dem Gestrüpp kann man oft nicht sehen was er treibt.
    Erst wenn wir ihn an einen Platz bringen den er nicht gewohnt ist, der übersichtlich ist, können wir ihn beobachten und in dieser Leere "angekettet" rennt er leer. *schmunzel*

  • monikamarie
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 09:44
    • #4
    peema:


    ...
    Aber eingebunden in meinem Beruf, den ich ohne ständiges (Nach-)denken nicht ausüben könnte, ist es mir immer wieder ein Rätsel, wie ich -gerade wenn ich verschiedene Dinge termingebunden zu erledigen habe- den "Affen" ignorieren lernen kann.
    ...

    Hi peeman,
    Rätsel? Wenn ich Dich richtig verstehe, kannst Du Dich doch sehr gut konzentrieren, da hört man den Affen nicht, stört ihn auch nicht, da hüpft er eben nicht von Baum zu Baum, oder? Diese Form der Konzentration und des Nach-Denkens hat mich in früheren Zeiten in eine meditative Praxis versetzt, in einen Zustand absoluten Eins-Seins mit dem, was ich tue, er erhöht die Energie, die wiederum zu einer noch höheren Konzentration führen kann - oder aber, wenn diese nicht mehr gebraucht wird, auch - leider - verschwendet wird und das Ego stärkt. :lol: Dann setzt wieder das ein, was wir froh waren, scheinbar verloren zu haben - der Affengeist.
    _()_ Monika

  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 10:05
    • #5

    Das Wesen das Affen ist, das er diskriminiert. Er macht einem korrupt. Wenn wir ihm folgen werden wir korrupt. Der Affe sucht unaufhaltsam Beständigkeit, Befriedigung und Fülle. Wenn der Affe das nicht bekommt, wird er lästiger und lästiger. Da zupft er an der Moni, genau so wie an der Peema. *schmunzel*
    Er macht sie korrupt wenn sie ihn nicht erkennen und ihm folgen. Sie beginnen im Gleichklang zu Diskriminieren, solange sie dem Affen folgen, schmerzt er sie nicht. Wenn sie ihn schlangen beißt er zurück, wenn sie davonlaufen kommt er nach, den er mag ja nicht alleine sein. *schmunzel*

    Er macht dich zu glauben, das das eine gut ist und das andere schlecht. Nicht weil es so ist, sondern weil er dich sonst wieder verletzt. *schmunzel* Arbeitet man gegen den Affen dann ist er entsetzt.
    Deshalb ist es gut sich immer sein eigenes Bild zu machen und selbst wenn man ihm noch nicht aus kann ihm weder recht geben noch blind folgen. Im Jungel nützt nichts anderes als ihn einfach "hinzunehmen" und besser und besser kennen zu lernen. Es kommt der Zeitpunkt an dem du ihn schnappst. Geduld mit dem Affen, tut gut.

    Vorübergehend kann man den Affen auch fangen. Weist du wie man einen Affen fängt? Gib einen Apfel in ein Gefäß mit einem schlanken Hals und binde diese Gefäß fest. Der Affe greift aus gier danach und aus seiner Gier lässt er nicht mehr los. Das nennt man Vajrayana *schmunzel* oft aber lassen sie für viele viele Leben den Apfel nicht mehr los. Geniales Affentraining, aber nicht jeder Affe begreifst. Gefangen an dem Gefäß diskriminiert er wie je zu vor.

  • peema
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    • 11. Juli 2011 um 10:07
    • #6

    Ja, Monika, es stimmt: Wenn ich wirklich die Zeit habe, in "einem Stück" eine Arbeit zu erledigen, wenn ich also z.B. eine Stunde wirklich Zeit habe, ein Schriftstück anzufertigen und ich dabei nicht von Telefonaten etc. gestört werde, dann kann ich mich wirklich ganz auf eine Sache konzentrieren, bin ganz mit meinem Tun verbunden, verspüre mehr Energie als vorher (obwohl ich dieses konzentrierte Ein-Sein mit meinem Tun als etwas anderes erlebe als das Leersein, dass sich in der Meditation einstellt - in der Meditation kann ich erkennen: "Dies ist ein Gedanke" und ihn dann ziehen lassen. Beim konzentrierten Arbeiten habe ich diese innere Distanz nicht; ich habe dann eher das Gefühl, das Denken "zu sein").

    Mein "Rätsel" entsteht vor allem dann, wenn ich -von außen bedingt- leider nicht die Zeit habe, in Ruhe nachzudenken, sondern unter Zeitdruck sehr schnell sehr verschiedene Dinge hintereinander "wegarbeiten" muss - dann gerät der "Affe" leider immer mal wieder außer Rand und Band...

    LG peema

    event.png

  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 10:30
    • #7

    Da ist nichts von aussen bedingt *schmunzel* dem Affen gefällt was ihm gefällt und ihm wichtig macht. Daher unterscheidet er auch Aussen und Innen. Wenn es schlecht ist, kommt es nicht von ihm, wenn es ruhig ist meint er es sei seines.

    Wenn er etwas ließt, dass ihm bekannt und wohl vor kommt, freut er sich daran. Wenn er etwas ließt, dass ihm nicht angenehm erscheint, lehnt er es ab. *schmunzel* Wie auch immer, ist der Kern hier vom Affen nicht akzeptiert:

    Zitat

    Aber wenn wir fortsetzen und weiterdenken, „Ich leide, ich will dieses Denken stoppen“, verschlimmert dieses falsche Verständnis nur die Dinge.

    Ihn so zu belassen fürs erste... wer will das schon. Er muß schon richtig weh tun, dass wir es als Schmerz erkennen. *schmunzel*

  • Dorje Sema
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 10:39
    • #8

    Sei beruhigt peema,
    i.d.R. legt sich dies mit wachsender lassender praktischer Übung,
    "möglicherweise ist es ratsam mal die von sich verlangende erwartende und erhoffende allzu selbstkritische Haltung zu
    unterbinden ?"
    So frei nach dem Motto: Bitte gießen Sie während unter Inbetriebnahme des bereits entzündenden Grills keine brennbaren Flüssigkeiten
    auf das schon entzündete Brennbare Matrial.

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Onyx9
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 19:38
    • #9
    Hanzze:

    Das Wesen das Affen ist, das er diskriminiert. Er macht einem korrupt. Wenn wir ihm folgen werden wir korrupt. Der Affe sucht unaufhaltsam Beständigkeit, Befriedigung und Fülle. Wenn der Affe das nicht bekommt, wird er lästiger und lästiger. Da zupft er an der Moni, genau so wie an der Peema. *schmunzel*
    Er macht sie korrupt wenn sie ihn nicht erkennen und ihm folgen. Sie beginnen im Gleichklang zu Diskriminieren, solange sie dem Affen folgen, schmerzt er sie nicht. Wenn sie ihn schlangen beißt er zurück, wenn sie davonlaufen kommt er nach, den er mag ja nicht alleine sein. *schmunzel*

    Er macht dich zu glauben, das das eine gut ist und das andere schlecht. Nicht weil es so ist, sondern weil er dich sonst wieder verletzt. *schmunzel* Arbeitet man gegen den Affen dann ist er entsetzt.
    Deshalb ist es gut sich immer sein eigenes Bild zu machen und selbst wenn man ihm noch nicht aus kann ihm weder recht geben noch blind folgen. Im Jungel nützt nichts anderes als ihn einfach "hinzunehmen" und besser und besser kennen zu lernen. Es kommt der Zeitpunkt an dem du ihn schnappst. Geduld mit dem Affen, tut gut.

    Vorübergehend kann man den Affen auch fangen. Weist du wie man einen Affen fängt? Gib einen Apfel in ein Gefäß mit einem schlanken Hals und binde diese Gefäß fest. Der Affe greift aus gier danach und aus seiner Gier lässt er nicht mehr los. Das nennt man Vajrayana *schmunzel* oft aber lassen sie für viele viele Leben den Apfel nicht mehr los. Geniales Affentraining, aber nicht jeder Affe begreifst. Gefangen an dem Gefäß diskriminiert er wie je zu vor.

    gott ! :roll: jetzt hab ich das affenzeug endlich mal kapiert. guter text.
    im kung fu ist der ja ne gute technik.
    aber rein geistig....dat bild merk ich mir.

  • Grund
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    18. Juni 2011
    • 11. Juli 2011 um 20:53
    • #10
    Hanzze:

    Vorübergehend kann man den Affen auch fangen. Weist du wie man einen Affen fängt? Gib einen Apfel in ein Gefäß mit einem schlanken Hals und binde diese Gefäß fest. Der Affe greift aus gier danach und aus seiner Gier lässt er nicht mehr los. Das nennt man Vajrayana *schmunzel*

    Köstlich. :lol:

    Grüße
    TM

  • Dorje Sema
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 22:21
    • #11
    Zitat

    Hanzze: Das Wesen das Affen ist, das er diskriminiert. Er macht einem korrupt. Wenn wir ihm folgen werden wir korrupt. Der Affe sucht unaufhaltsam Beständigkeit, Befriedigung und Fülle. Wenn der Affe das nicht bekommt, wird er lästiger und lästiger. Da zupft er an der Moni, genau so wie an der Peema. *schmunzel*
    Er macht sie korrupt wenn sie ihn nicht erkennen und ihm folgen. Sie beginnen im Gleichklang zu Diskriminieren, solange sie dem Affen folgen, schmerzt er sie nicht. Wenn sie ihn schlangen beißt er zurück, wenn sie davonlaufen kommt er nach, den er mag ja nicht alleine sein. *schmunzel*

    Er macht dich zu glauben, das das eine gut ist und das andere schlecht. Nicht weil es so ist, sondern weil er dich sonst wieder verletzt. *schmunzel* Arbeitet man gegen den Affen dann ist er entsetzt.
    Deshalb ist es gut sich immer sein eigenes Bild zu machen und selbst wenn man ihm noch nicht aus kann ihm weder recht geben noch blind folgen. Im Jungel nützt nichts anderes als ihn einfach "hinzunehmen" und besser und besser kennen zu lernen. Es kommt der Zeitpunkt an dem du ihn schnappst. Geduld mit dem Affen, tut gut.

    Vorübergehend kann man den Affen auch fangen. Weist du wie man einen Affen fängt? Gib einen Apfel in ein Gefäß mit einem schlanken Hals und binde diese Gefäß fest. Der Affe greift aus gier danach und aus seiner Gier lässt er nicht mehr los. Das nennt man Vajrayana *schmunzel* oft aber lassen sie für viele viele Leben den Apfel nicht mehr los. Geniales Affentraining, aber nicht jeder Affe begreifst. Gefangen an dem Gefäß diskriminiert er wie je zu vor.


    »Lauter, ihr Mönche, ist dieses Bewusstsein; doch es wird verunreinigt von hinzukommenden Befleckungen.
    Lauter, ihr Mönche, ist dieses Bewusstsein; und ist es frei von hinzukommenden Befleckungen.
    «

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    añjalī अञ्जलि
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    • 11. Juli 2011 um 23:13
    • #12
    Onyx9:
    Hanzze:

    Das Wesen das Affen ist, das er diskriminiert. Er macht einem korrupt. Wenn wir ihm folgen werden wir korrupt. Der Affe sucht unaufhaltsam Beständigkeit, Befriedigung und Fülle. Wenn der Affe das nicht bekommt, wird er lästiger und lästiger. Da zupft er an der Moni, genau so wie an der Peema. *schmunzel*
    Er macht sie korrupt wenn sie ihn nicht erkennen und ihm folgen. Sie beginnen im Gleichklang zu Diskriminieren, solange sie dem Affen folgen, schmerzt er sie nicht. Wenn sie ihn schlangen beißt er zurück, wenn sie davonlaufen kommt er nach, den er mag ja nicht alleine sein. *schmunzel*

    Er macht dich zu glauben, das das eine gut ist und das andere schlecht. Nicht weil es so ist, sondern weil er dich sonst wieder verletzt. *schmunzel* Arbeitet man gegen den Affen dann ist er entsetzt.
    Deshalb ist es gut sich immer sein eigenes Bild zu machen und selbst wenn man ihm noch nicht aus kann ihm weder recht geben noch blind folgen. Im Jungel nützt nichts anderes als ihn einfach "hinzunehmen" und besser und besser kennen zu lernen. Es kommt der Zeitpunkt an dem du ihn schnappst. Geduld mit dem Affen, tut gut.

    Vorübergehend kann man den Affen auch fangen. Weist du wie man einen Affen fängt? Gib einen Apfel in ein Gefäß mit einem schlanken Hals und binde diese Gefäß fest. Der Affe greift aus gier danach und aus seiner Gier lässt er nicht mehr los. Das nennt man Vajrayana *schmunzel* oft aber lassen sie für viele viele Leben den Apfel nicht mehr los. Geniales Affentraining, aber nicht jeder Affe begreifst. Gefangen an dem Gefäß diskriminiert er wie je zu vor.

    gott ! :roll: jetzt hab ich das affenzeug endlich mal kapiert. guter text.
    im kung fu ist der ja ne gute technik.
    aber rein geistig....dat bild merk ich mir.

    Beobachte den Affen einfach -
    der aufsässige Kerl haut irgendwann ab,
    weil er bei Dir nix mehr zu Futtern kriegt.
    Oder kreische und zapple herum, mach Drohgebärden,
    mach Dich selbst zum Affen - aber dem Stärkeren !
    der Kerl kriegt Angst vor Dir . . .
    und zieht Leine !

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Onda
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 06:59
    • #13

    Auch der Buddha hat diskriminiert:

    "Ihr Bhikkhus, nur hier gibt es einen wahren Mönch (...) Die Lehren anderer sind leer von (wahren) Mönchen."

    "Freunde, was ist anders, wo liegt die Verschiedenheit zwischen uns und euch?"

    MN 11 - Die kürzere Lehrrede vom Löwenruf.

    Rechtes Denken (2. Glied des Achtfachen Pfades) beinhaltet auch die Fähigkeit zur Unterscheidung: dies ist so und dies ist anders. Zur rechten Zeit, am rechten Ort, zum rechten Zweck darf, ja muss, unterschieden werden. So ist es hilfreich, den Unterschied zwischen einem Glas Grapefruitsaft und einem Glas mit Schwefelsäure wahrzunehmen und anzuerkennen. Anderfalls...

    LG
    Onda

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 07:14
    • #14

    Sicher, den Grapefruitsaft (weist du wie so ein Baum aussieht auf dem diese Frucht wächst) zu erkennen ist gut wenn man Durst hat und es ist auch dienlich wenn man weis wie Schwefelsäure erscheint (erkennst du sie wenn es nicht auf der Flasche steht?) sollte man gewisse Dinge ätzen wollen.
    Da ist aber noch kein gut und kein schlecht.

    Wenn du trinken möchtest, denkst du "Schwefelsäure - schlecht"
    Wenn du ätzen möchtest, denkst du "Saft - schlecht"

    Das nennt man diskriminieren, nicht aber unterscheiden.

    Wenn dein Silber putzen möchtest greifst du nach Säure, wenn du die Grapefruit kennst und auch weißt, was dein Ziel und was heilsame Mittel sind, wirst du die Grapfruit nutzen um dein Silber zu putzen.

    Weisheit und heilsames kommt nicht aus der Diskriminierung, sondern kennen, erkenne.

    Du sagst Liebe ist gut und Hass ist schlecht, aber du erkennst nicht was sie sind. Das was für dich aufkommt, lehnst du ab oder haftest daran an. Du hast keine Ahnung was es ist, du weist nicht warum du stirbst. Es steht nicht immer "Achtung ätzend" drauf und manchmal hat Scheuermittel einen guten Duft.

    Im Grunde sind Graipfruitsaft und Schwefelsäure gleich und dennoch verschieden. *schmunzel* Sie unterscheiden sich nur in ihrer Intensität ihrer Wirkung.

    Kannst du den unterschied Zwischen Bauhaus und Dharma schon erkennen? *schmunzel*

  • Onda
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 07:40
    • #15

    Das Wort "Diskrimininierung" wird heutzutage im Deutschen im wesentlichen in Bezug auf Diskriminierung sozialer Gruppen verwendet.
    Im Englischen "to discriminate" ist die ursprüngliche neutrale Bedeutung des Wortes "unterscheiden" noch präsenter als im Deutschen.
    Auch Buddhisten unterscheiden an allen Ecken und Enden. Auch zwischen gut und böse/gut und schlecht. Sie nennen es nur anders: heilsam und unheilsam.
    Ein gutes Unterscheidungsvermögen ist Bestandteil Rechten Denkens.

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    • 12. Juli 2011 um 07:45
    • #16
    Onda:

    Ein gutes Unterscheidungsvermögen ist Bestandteil Rechten Denkens.

    Genau.


    Zitat

    4. "Darin, ihr Bhikkhus, kommt Richtige Ansicht an erster Stelle [3]. Und auf welche Weise kommt Richtige Ansicht an erster Stelle? Jemand versteht falsche Ansicht als falsche Ansicht, und jemand versteht Richtige Ansicht als Richtige Ansicht: dies ist seine Richtige Ansicht."
    ...
    10. "Darin, ihr Bhikkhus, kommt Richtige Ansicht an erster Stelle. Und auf welche Weise kommt Richtige Ansicht an erster Stelle? Jemand versteht falsche Absicht als falsche Absicht, und jemand versteht Richtige Absicht als Richtige Absicht: dies ist seine Richtige Ansicht."

    usw ...

    34. "Darin, ihr Bhikkhus, kommt Richtige Ansicht an erster Stelle. Und auf welche Weise kommt Richtige Ansicht an erster Stelle? In jemandem mit Richtiger Ansicht entsteht Richtige Absicht; in jemandem mit Richtiger Absicht entsteht Richtige Rede; in jemandem mit Richtiger Rede entsteht Richtiges Handeln; in jemandem mit Richtigem Handeln entsteht Richtige Lebensweise; in jemandem mit Richtiger Lebensweise entsteht Richtige Anstrengung; in jemandem mit Richtiger Anstrengung entsteht Richtige Achtsamkeit; in jemandem mit Richtiger Achtsamkeit entsteht Richtige Konzentration; in jemandem mit Richtiger Konzentration entsteht Richtiges Wissen; in jemandem mit Richtigem Wissen entsteht Richtige Befreiung. Somit, ihr Bhikkhus, besitzt einer in höherer Schulung auf dem Weg acht Faktoren, der Arahant besitzt zehn Faktoren.
    http://palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m117z.html


    Grüße
    TM

  • Onda
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 07:48
    • #17
    Hanzze:

    Wenn du trinken möchtest, denkst du "Schwefelsäure - schlecht"
    Wenn du ätzen möchtest, denkst du "Saft - schlecht"
    Das nennt man diskriminieren, nicht aber unterscheiden.

    Schwefelsäure ist zum Trinken ungeeignet, ebenso wie Grapefruitsaft zum Ätzen ungeeignet ist.
    Man kann jedem Menschen hier nur ein ausgeprägtes Unterscheidungsvermögen wünschen. Das kann durchaus auch eine pragmatische Abwertung beinhalten. Für den Durstigen ist die Schwefelsäure (als Getränk) wertlos. So wie der Grapefruitsaft für die Zinkherstellung wertlos ist.

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:00
    • #18

    Deshalb gibt es ja im Baumarkt heute auch eine Graipfruitstand *schmunzel* du kannst machen was du möchtest, er der Baumarkt ist und bleibt einfach gut.

    So kommst du aus deinem Leiden nie heraus. Du denkst weniger diskriminieren ist gut. Du denkst wie die anderen diskriminieren ist gut, aber du erkennst nicht das alle Dinge gleich sind. *schmunzel* unbeständig, unbefriedigend und leer sind.

    So wirst du Dharma nie verstehen. *schmunzel* Versuch doch einfach mal nachzugehen wo die Dinge, die hinter einer Etikette im Bauhausregal stehen herkommen und wo sie hingehen.
    Versuch einmal einen Text von beginn bis zum Ende zu lesen ohne, dass du dich an etwas stößt oder es magst. Geht nicht. Sobald da etwas ist, das deinem Raster von nützlich unnützlich nicht entspricht, ist es aus. Du hängst an einem Muster fest. Wie ein Hauselbauer an einem schönen Betonmischer um nur € 200,- an dem Bild der Vorstellung an dem Prospekt. Wenn du dann in den Baumarkt gehst siehst du den Mischer aus dem Prospekt, na ja... deneben steht dann ein noch größerer und sieht auch noch kräftiger aus. Hmmm der kostet aber € 600,- Was mach ich bloß? Der eine würd schon reichen, aber vielleicht hält der ja nicht gut. Diesen, jenen, was wohl besser ist. Dann ruft es aus dem Lautsprechern: "Leider ist es schon 19:00..." Was jetzt?
    Wenn du jetzt zuschlägst geht es dir gut, wenn nicht, hältst du es bis morgen nicht aus und vielleicht ist der Mischer ja schon weg. Frau anrufen? Verkäufer fragen? Brauch ich es überhaupt?

    *schmunzel* die nächste Reklamesendung kommt sicher, so wie auch sicher ein nächster Bedarf. Gut das wir eine fixe Arbeit haben, so kann uns nichts passieren.

    Weist du was richtige Ansicht und was falsche Ansicht ist?

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    18. Juni 2011
    • 12. Juli 2011 um 09:05
    • #19
    Hanzze:

    Du denkst wie die anderen diskriminieren ist gut, aber du erkennst nicht das alle Dinge gleich sind. *schmunzel* unbeständig, unbefriedigend und leer sind.

    Erste Anzeichen von Leerheits-Krankheit? Kommt sonst eigentlich vor allem endemisch im Mahayana vor.
    Ohne weltliche Unterscheidung wäre die Lehre kaum vermittelbar.

    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:10
    • #20

    Die gibts auch *schmunzel* machmal heist es auch anicca. Vielleicht lesen wir den Text noch mal.

    Lass mich mal weltlich unterscheiden. Angenehme Gefühle - angenehm gut!
    Unangenehme Gefühle - unangenehm schlecht!
    Neutrale - hmmm weiß nicht

    Schon haben wir die Lösung! Alles was gut ist ist gut! *hochstreu* *schmunzel*

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (12. Juli 2011 um 09:13)

  • Onda
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:12
    • #21
    Hanzze:

    So kommst du aus deinem Leiden nie heraus.

    Du denkst weniger diskriminieren ist gut. Du denkst wie die anderen diskriminieren ist gut, aber du erkennst nicht das alle Dinge gleich sind.

    So wirst du Dharma nie verstehen.

    Weißt du, was "übergriffig" bedeutet?
    LG
    Onda

  • Onda
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:14
    • #22
    TMingyur:


    Ohne weltliche Unterscheidung wäre die Lehre kaum vermittelbar.

    Grüße
    TM

    Danke!
    Ohne weltliche Unterscheidung wäre die Lehre gar nicht vermittelbar.
    LG
    Onda
    !

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:19
    • #23

    Na genau um das geht es *schmunzel*

    Ondas Geist kommt mit "Genau." in Berührung und dann ließt er gar nicht mehr weiter was da sonst noch steht. *schmunzel*

    schon befriedigt, das schlechte besiegt

    Dann ließt er "Ohne weltliche Unterscheidung wäre die Lehre kaum vermittelbar." und sieht nicht, dass er sich mit dieser auseinandersetzen sollte. Mit dem was richtige und was falsche Ansicht ist.

    wo zu auch, schon befriedigt *schmunzel*

  • Onda
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:26
    • #24
    Hanzze:

    Na genau um das geht es *schmunzel*

    Ondas Geist kommt mit "Genau." in Berührung und dann ließt (liest!) er gar nicht mehr weiter was da sonst noch steht. *schmunzel*

    schon befriedigt, das schlechte besiegt

    Dann ließt er "Ohne weltliche Unterscheidung wäre die Lehre kaum vermittelbar." und sieht nicht, dass er sich mit dieser auseinandersetzen sollte. Mit dem was richtige und was falsche Ansicht ist.

    wo zu auch, schon befriedigt *schmunzel*

    Let it be.
    Loslassen.
    Onda loslassen.

    LG
    Onda

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 09:27
    • #25

    Im Aussen nützt das nicht *schmunzel*

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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