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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Die Lehre und der Kapitalismus

  • Onyx9
  • 11. Juli 2011 um 01:33
  • Zum letzten Beitrag
  • Onyx9
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 01:33
    • #1

    ist der sogenannte westliche buddhismus denn mehr
    als ein durch das kapital, sein sinnbild, seine ziele, seine markt,-und profitorientierung gefärbter?!

    ich meine das bild eines buddhismus welches oft aufkommt; nicht bemühte buddhistische menschen.

    mir scheint das wie auf dem jahrmarkt. eine bude selbsterlösung, gleich nebenan selbstbefriedigung.
    man will alles und gleichzeitig.
    party und sesshin.
    viel knete mit gutem gewissen.
    .....usw.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (11. Juli 2011 um 11:27)

  • Simo
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    • 11. Juli 2011 um 01:48
    • #2

    Ja! Auf jeden Fall! Ich denke wir leisten hier gerade Pionier-Arbeit. Es hat wohl in der Geschichte des Westens selten mehr Menschen gegeben, die so ehrlich nach einem geistigen Weg suchten wie heute. Wenn der Buddhismus vom Kapitalismus geprägt ist, dann dadurch, dass jene, die seiner überdrüssig sind, zum Buddhismus gehen.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 04:35
    • #3

    Das glaubte ich auch, bis ich westliche "Buddhisten" kennen lernte *schmunzel* scheint jedenfalls mehr anzuturnen als so manche andere Hobbys. Denke aber Briefmarken Sammeln wäre oft mal heilsamer.

    Aber zum Thema: Das Dhamma (Dharma) kann man nicht einfärben. Auf wenn es keiner mehr sieht ist es immer noch rein und klar. *schmunzel*

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    • 11. Juli 2011 um 07:09
    • #4
    Onyx9:

    ist der sogenannte westliche buddhismus denn mehr
    als ein durch das kapital, sein sinnbild, seine ziele, seine markt,-und profitorientierung gefärbter?!

    Wenn ich mir deine Beiträge so anschaue dann scheint mir, du willst hier "monkey mind" zum Besten geben Onyx9, ja?


    Grüße
    TM

  • Onda
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 07:45
    • #5

    Immer wieder taucht das beliebte Denkmuster auf:

    Eine ursprüngliche, reine Lehre wurde/wird durch ihre westliche Adaption/Interpretation verwässert und verfälscht.
    Wo findet man die "reine Lehre"? In welcher Form wurde sie durch den Westen verwässert? Wird eine Lehre automatisch dadurch verwässert, dass sie Elemente eines neuen Kulturkreises in sich aufnimmt?

    LG
    Onda

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    • 11. Juli 2011 um 08:10
    • #6
    Onda:

    Wo findet man die "reine Lehre"?

    Die Lehre wird nicht zufällig "dhamma"/"dharma" genannt. Aus den weiteren Bedeutungen des Begriffes ergibt sich auch "wo" man die "reine Lehre" findet:

    dhamma: Erscheinung
    dhamma: Gesetzmäßigkeit


    Grüße
    TM

  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 08:44
    • #7

    Zum Thema Dharma:

    Zitat
    Zitat

    Groundwater

    The Buddha is the Dhamma; the Dhamma is the Buddha. The Dhamma the Buddha awakened to is something always there in the world. It hasn't disappeared. It's like groundwater. Whoever digs a well down to the level of the groundwater will see water. It's not the case that that person created or fashioned the water into being. All he's done is to put his strength into digging the well so that it's deep enough to reach the water already there.

    So if we have any discernment, we'll realize that we're not far from the Buddha at all. We're sitting right in front of him right now. Whenever we understand the Dhamma, we see the Buddha. Those who are intent on practicing the Dhamma continuously — wherever they sit, stand, or walk — are sure to hear the Buddha's Dhamma at all times.

    Grundwasser

    Buddha ist das Dhamma; Dhamma ist Buddha. Das Dhamma, zu dem Buddha erwachte, ist stets präsent in dieser Welt. Es ist nicht verschwunden. Es ist wie Grundwasser. Wer immer einen Brunnen bis zum Spiegel des Grundwassers gräbt, wird Wasser finden. Es ist nicht der Fall, dass eine Person Wasser zum Entstehen bringt, oder formt. Alles was zu tun ist, ist seine Anstrengung daran zu setzen den Brunnen zu graben, tief genug um schließlich das Wasser zu erreichen.

    Wenn wir einsichtig sind erkennen wir, dass wir keineswegs weit von Buddha entfernt sind. Wir sitzen ihm direkt gegenüber, jetzt in diesem Moment. Wann immer wir Dhamma verstehen, sehen wir Buddha. Die, die eifrig und stetig Dhamma praktizieren - ob sie nun sitzen, stehen oder gehen - sind in der Gewissheit, Buddha Dhamma zu jeder Zeit zu hören.


    In Simple Terms-108 Dhamma Similes
    by
    Ajahn Chah
    translated from the Thai by
    Thanissaro Bhikkhu

    Alles anzeigen

    und warum das Dharma manchmal verkauft wird und was der unterschied zwischen Dharma Lehrern und Dhamma Dealern ist vielleicht hier zum Verständnis:

    Zitat
    Zitat

    Bottled Water, Spring Water

    It's like putting water in a bottle and giving it to someone to drink. Once he's finished drinking it, he'll have to come back and ask for more — for the water isn't water in a spring. It's water in a bottle. But if you show the spring to the person and tell him to get water there, he can sit there and keep on drinking water and won't ask you for any more, for the water never runs out.
    It's the same when we see inconstancy, stress, and not-self. It goes deep, for we really know, we know all the way in. Ordinary knowledge doesn't know all the way in. If we know all the way in, it never grows stale. Whatever arises, we know it correctly — and things disband. We know correctly without stop.


    Flaschenwasser, Quellwasser

    Es ist wie Wasser in eine Flasche füllen und es jemanden zum trinken geben. Wenn er es getrunken hat, muß er zurückkommen und nach einem weiteren fragen, denn diese Wasser ist keine Quelle. Es ist Wasser in einer Flasche. Aber wenn du der Person die Quelle zeigst und ihm sagst, daß er dort Wasser bekommt, kann er dort sitzen, weiter trinken und er würde nicht nach mehr fragen, denn das Wasser geht nicht aus.
    Es ist das selbe, wenn wir Unbeständigkeit, Leiden und Nicht-Selbst sehen. Es geht tief, es wirklich zu wissen, wissen wir jeden Weg hinein. Gewöhnliches Wissen kennt nicht alle Wege hinein. Wenn wir alle Wege hinein wissen, wird es nie abgestanden. Was immer aufkommt, verstehen wir es korrekt - und die Dinge lösen sich auf. Wir verstehen korrekt ohne Stopp.

    Wenn wir abhängigkeit lieben werden wir immer nur Flaschen von Händler holen *schmunzel* Der Konsument macht er einen Markt.

  • Onda
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 10:39
    • #8

    Interessanter Aspekt:

    "Fundamentalismus versteht sich in der Regel als Reaktion auf eine Aufweichung von Überzeugungen, die am Anfang des jeweiligen Glaubens oder Ideologie standen. Die Anpassung an aktuelle Lebensumstände oder den ethischen Kompromiss erscheinen in einem fundamentalistischen Weltbild als problematisch bis unmöglich. Diese Anpassungen versteht der Fundamentalismus als Verrat an dem Gründungsverständnis des Glaubens oder der Ideologie..."

    http://de.wikipedia.org/wiki/Fundament…_mit_dem_Umfeld

    Jeder Fundamentalismus ist undenkbar ohne die Fiktion der REINEN LEHRE.
    Nicht jeder, der Verwässerung anprangert, muss nun gleich ein Fundi sein...
    Aber wenn diese Argumentationsmuster kommen, sollten man die Ohren spitzen.
    Denn hinter der FIKTION DER REINEN LEHRE lauert nicht selten ein knallharter Fundi.

    LG ONDa

  • Hanzze
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 10:49
    • #9

    Was lauert hinter deinem Glauben und was ist der Unterschied zwischen Dharma und Glauben? *schmunzel*

  • Noreply
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    • 11. Juli 2011 um 14:31
    • #10
    TMingyur:
    Onda:

    Wo findet man die "reine Lehre"?

    Die Lehre wird nicht zufällig "dhamma"/"dharma" genannt. Aus den weiteren Bedeutungen des Begriffes ergibt sich auch "wo" man die "reine Lehre" findet:

    dhamma: Erscheinung
    dhamma: Gesetzmäßigkeit


    Grüße
    TM

    Der Grundstein war der Begriff Ding, für mich.
    Beobachte die Reden Buddha. Sie beziehen sich auf ein Ding oder gehen von einem Ding aus.
    Erkennst Du das Ding erschließt sich die Rede.

  • crazy-dragon
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    • 11. Juli 2011 um 18:22
    • #11
    Onyx9:


    ich meine das bild eines buddhismus welches oft aufkommt; nicht bemühte buddhistische menschen.

    Reine Hirnakrobatik- da ich mich bemühe, ist mir das Bild, welches Dich anscheinend beschäftigt, egal; andererseits typisch deutsch: Man macht sein Nest, in dem man dank dieses bescheuerten Kapitalismus gut und abgesichert lebt, gerne nieder. Nützt aber andererseits gerne und selbstverständlich die Annehmlichkeiten.

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • nyalaana
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    • 11. Juli 2011 um 21:40
    • #12

    "reine Lehre" , "Buddhismus und Kapitalismus"
    In den 50ern - 80ern hatte der Kapitalismus einen Gegenspieler, den Kommunismus. Der Kommunismus hat aber wohl verlohren, bzw sich selbst aufgelöst, und sogar China ist kein streng kommunistischer Staat mehr, es spielt inzwischen auf internationaler Ebene nach den Reglen des Kapitalisums. Dadurch, dass der Kapitalismus nicht mehr beweisen muss, dass er das bessere System ist, treibt er ungebremst die schlimmsten Wucherungen. Gehälter von vielen Millionen sind einfach nicht zu rechtfertigen. Kein Mensch leistet tatsächlich 1000 mal mehr als ein anderer Mensch. Das Vorstandsmitglied einer Firma arbeitet nicht 1000 mal mehr als der Arbeiter am Fließband seiner Maschine. Und er trägt auch nicht 1000 mal mehr Risiko. Ich finde es recht logisch, dass Menschen welche sich für Spiritualität, "sich Weiterentwickweln" etc interessieren, das solche Menschen auch die Fehler des Kapitalismus sehen und deswegen keine glühenden Verfechter des Kapitalismus sind.
    Der Buddhismus im Westen findet unter Bedingungen statt die die vom Christentum als vorherrschende Religion und vom Kapitalimus geprägt sind. Hier gibt es halt keine Tradition des Spendens für den Tempel oder des Spendens von Essen an Bettelmönche. Trotzdem fallen Kosten an wenn hier Klöster/Zentren unterhalten sein wollen, und wenn Lehrer hier Menschen im Buddhismus unterweisen. Einfach zu sagen man würde "Dharma kaufen" das finde ich ungerecht. Man sollte da schon auf den Einzelfall schauen. Ich würde es komisch finden wenn die Asiaten welche dort für den Buddhismus spenden letztendlich die Kosten dafür aufbringen würden, wenn Lehrer hier her reisen und Lehren würden. Dharma als ganz kostenfrei für uns Westler wäre für mich komisch. Für mich ist also klar, dass ich in irgendeiner Form für die Belehrungen auch Geld zahlen werde. Seinen das nun Kursgebühren, oder als Spende oder als was auch immer.
    Öfters lese ich den Begriff der "reinen Lehre". Ich halte das für ein sehr komisches Konzept. Buddhas Reden wurden Jarhunderte nach seinem Tod aufgeschrieben. Viele Meister haben eigene Schriften und Kommentare verfasst. Wenn nun einer meint seine Lehre wäre reiner als das was ein anderer macht, nun gut, soll er das meinen. Ich finde es schön wenn man das System, die Linie und die Lehrer findet welche für einen passen. Mein Meister sagte "be happy" (sei glücklich) und "pure Dharma is when you learn something, when there is developement" ( reiner Dharma ist wenn man etwas lernt wenn eine Entwicklung stattfindet). Da die Menschen aber unterschiedlich sind finde ich es nur logisch wenn das eine System bei dem einen Menschen nicht so zur Entwicklung geeignet ist wie ein anderes System. Jetzt aber davon zu sprechen dass die Leute die nicht in gleicher Weise von meinem eigenen System profitieren wie ich , die mit einem anderen System besser zurecht kommen, denen zu sagen ihre Lehre wäre nicht rein. Also das finde ich unpassend wenn nichtg sogar fast schon überheblich.

  • sumedhâ
    Gast
    • 11. Juli 2011 um 21:54
    • #13
    Hanzze:

    Das Dhamma (Dharma) kann man nicht einfärben. Auf wenn es keiner mehr sieht ist es immer noch rein und klar. *schmunzel*


    und überall.... :)

  • brigittefoe
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    • 12. Juli 2011 um 00:50
    • #14

    Beitrag von hanzze
    Grundwasser

    Buddha ist das Dhamma; Dhamma ist Buddha. Das Dhamma, zu dem Buddha erwachte, ist stets präsent in dieser Welt. Es ist nicht verschwunden. Es ist wie Grundwasser. Wer immer einen Brunnen bis zum Spiegel des Grundwassers gräbt, wird Wasser finden. Es ist nicht der Fall, dass eine Person Wasser zum Entstehen bringt, oder formt. Alles was zu tun ist, ist seine Anstrengung daran zu setzen den Brunnen zu graben, tief genug um schließlich das Wasser zu erreichen.

    Wenn wir einsichtig sind erkennen wir, dass wir keineswegs weit von Buddha entfernt sind. Wir sitzen ihm direkt gegenüber, jetzt in diesem Moment. Wann immer wir Dhamma verstehen, sehen wir Buddha. Die, die eifrig und stetig Dhamma praktizieren - ob sie nun sitzen, stehen oder gehen - sind in der Gewissheit, Buddha Dhamma zu jeder Zeit zu hören.

    Aus einem Brunnen,
    der nicht gegraben ist,
    plätschert es aus einer Quelle,
    die nicht fließt.
    Jemand ohne Gestalt und Schatten,
    schöpft dort Wasser.

    Amy Sami aus: das ursprüngliche Gesicht

    ...wieso fällt mir zu diesem Grundwasser
    spontan dieses Gedicht ein.
    *kopfkratz*

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Hanzze
    Gast
    • 12. Juli 2011 um 02:07
    • #15

    Vielleicht jahrelange Prägung das man für klares Wasser nicht graben muß *schmunzel*

  • brigittefoe
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    • 12. Juli 2011 um 14:26
    • #16
    Hanzze:

    Vielleicht jahrelange Prägung das man für klares Wasser nicht graben muß *schmunzel*



    WHOW, JENAU

    :idea:

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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