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Lebt ihr vegetarisch?

  • Geronimo
  • 21. Juni 2011 um 21:43
  • Geschlossen
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  • Hanzze
    Gast
    • 23. Juni 2011 um 17:48
    • #51

    Also ein ganz persönlicher Eindruck, desto mehr die Menschen denken und sich ihre Zukunft besser gestalten wollen, desto mehr Quatsch kommt dabei raus. Man braucht sich nicht ständig ein Brett vor den Kopf schlagen, um sich an Silas zu halten. Während man auf der ganzen Welt mit dem Schwachsinn, traditionelle und ethisch über Jahrhunderte gefestigte einfache Kulturen mit dem Quatsch zerstört wundert man sich gleichzeitig warum die Fische immer weniger werden. *schmunzel*

    Aber was hat der Ausflug jetzt wirklich mit der Frage "Lebt ihr vegetarisch?" zu tun.

    Ups, ich hab sie auch noch nicht beantwortet. *schmunzel*
    Die Menschen mit denen ich Leben habe ich davon überzeugen können, dass wir nur vegetarisch Essen (das ist sehr außergewöhnlich für die normal fast nur fleischfressenden Menschen hier) Das Fleischessen ist für keinen Verboten, jedoch wird es nicht gekauft. Annehmen tu ich es nicht immer. Wenn es ein "fremder" z.B ist oder der uns nicht kennt, nehmen wir es meist an. Wenn es ein Nachbar ist nur selten.
    Vor zwei Wochen ist z.B. eine neue Familie in unsere Straße gezogen und sie wollten uns Gon Dea ( Gon - Kind, dea - Ente; gekochte Eier die fast fertig entwickelte Kücken enthalten, ist hier eine Lieblingsspeise, dass wird dann genüsslich rausgelöffelt - samt den weichen Knochen und ersten Federn) geben. Ich sagete: "Bitte nicht böse sein, wir essen normal kein Fleisch, danke!" Er antwortete: "Das ist kein Fleisch, das sind Gon Dear (Enten Kinder)." Als ich dann sagte, dass wir keine Gon (Kinder) essen, hatte er geschluckt. Essen abzulehnen ist ja nicht sehr höflich. Wird sicher eine Zeit dauern, bis er das verdaut hat. *schmunzel*
    Generell wirkt es sich sehr stark auf die Umgebung aus, da die Leute darüber reden und auch weil einige andere Nachbarn (meist Vietnamesen) selbst vegetarisch essen und hiermit einen Aufschwung unter all dem "negativen" Einfluß bekommen. Es bewirkt in jedem Fall einen Nachdenkprozess und ein bewusster machen, dass das Essen nicht ohne Leiden kommt und einen hohen Wert trägt.

    In Europa Vegetarier zu sein ist weiters nicht so ungewöhnlich und oftmals gar nicht so sehr ethisch motiviert, hier ist man für die meisten ein Spinner und für ernsthaft Praktizierende fast schon heilig.

  • gabi.voelkel
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    • 23. Juni 2011 um 20:36
    • #52

    Hallo
    ich lebe seit ca. 30 Jahren vegetarisch, also lang bevor ich mich der buddhistischen Lehre zuwandte. Damlas war es - auch in Europa-noch schwierig wenn man unterwegs vegetarisch leben wollte , heute ist es einfacher , aber auch nicht immer lieber Hanzze( habe vor drei bis vier Jahren auch hier noch im Osten Deutschlands Probleme damit gehabt, auch im 21.Jhd. :D )

    Ich denke, es ist für Ordinierte noch etwas anderes als für Laien, als Laie kann man wählen, ob veggie oder nicht. Aber es ist auch wichtig- wie Hannze erwähnte, auch hier darauf zu achten, dass man nicht zuviel isst und zu gierig am Geschmack des Essens hängt und zu viel Kokolores darum macht.

    Was das Autofahren betrifft, lieber Hanzze ist mittlerweile nachgewiesen, dass durch die Massentierhaltung mehr CO2 verbraucht wird, also durch Auto , Flugzeug etc, aber das ist ein anderes Thema, sollten wir eher in der Plauderecke unter Ökologie weiter verfolgen ! Vieleicht sollte man das ganze Thema in die Plauderecke verschieben, da es doch zu sehr ausartet.

    lg
    gabi

    "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das hat für mich kein Selbst"

  • Kusala
    Gast
    • 23. Juni 2011 um 21:54
    • #53
    gabi.voelkel:

    Vieleicht sollte man das ganze Thema in die Plauderecke verschieben, da es doch zu sehr ausartet.

    Liebe Gabi,
    warum auslagern?

    Das ist doch Praxis pur.

    1. Sila: Übe Dich darin kein Lebewesen zu verletzen oder zu töten.

    Das "unser" Mausi zwischendurch mal ein paar weitschweifige Ausflüge macht (hab Dich trotzdem "lieb" Mausi) ..... nun ja .... auch Praxis (für uns :grinsen: )

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Erdmaus
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    • 23. Juni 2011 um 23:02
    • #54
    Zitat

    Das "unser" Mausi zwischendurch mal ein paar weitschweifige Ausflüge macht

    Das mit den Außerirdischen wurde aber von Dir eingeleitet liebes Kusi-Flusi (ich habe dich aber trotzdem lieb). :P

    Zitat

    (hab Dich trotzdem "lieb" Mausi)

    Was immer "lieb" in Anführungsstrichen bedeutet. :grinsen:

    Einmal editiert, zuletzt von Erdmaus (23. Juni 2011 um 23:03)

  • brigittefoe
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    • 23. Juni 2011 um 23:02
    • #55
    Erdmaus:
    Zitat

    Und weil Buddha gewusst hat, das Menschen gerne Hirnwichsen

    Wenn es wenigstens so wäre. Die Menschheit verhält sich als Ganzes leider nicht intelligenter als eine Bakterienpopulation in der Petrischale. Der Mensch muss über seine Zukunft auf diesem Planeten nachdenken. Und zwar ganz intensiv. Sein Gehirn spielt hier die Schlüsselrolle. Wenn er das nicht gescheit einsetzen kann (und zwar gemeinschaftlich) , ist er dem Untergang geweiht.

    Seh ich genaus SO :!:
    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Kusala
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 00:02
    • #56
    Erdmaus:

    Was immer "lieb" in Anführungsstrichen bedeutet. :grinsen:

    Na Metta natürlich :) liebes Mausi

    Übrigens, ich bin schon laaaange Vegetarier. Wegen mir soll kein Tier sterben und wenn man lange genug Körperbetrachtung gemacht hat, mag man auch kein Fleisch mehr. (Verwesende Kadaver :grinsen: )

    Liebe Grüße
    Kusala

  • Erdmaus
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    • 24. Juni 2011 um 00:25
    • #57
    Kusala:
    Erdmaus:

    Was immer "lieb" in Anführungsstrichen bedeutet. :grinsen:

    Na Metta natürlich :) liebes Mausi

    Übrigens, ich bin schon laaaange Vegetarier. Wegen mir soll kein Tier sterben und wenn man lange genug Körperbetrachtung gemacht hat, mag man auch kein Fleisch mehr. (Verwesende Kadaver :grinsen: )

    Liebe Grüße
    Kusala

    Aber du nimmst Milchprodukte zu dir? Wenn ja: Das ist quasi dasselbe wie Fleisch essen, weil Milchproduktion und Fleischproduktion verkoppelt sind. Wegen den Milchtrinkern werden ebenfalls Tiere geschlachtet. Das Thema ist komplizierter als man gemeinhin denken mag (weil die Verflechtungen im Agrarsektor relativ groß sind) und so mancher Vegetarier ist sich gar nicht bewusst, dass er letztlich die Fleischindustrie genauso stützt, wie jemand der ab und zu Fleisch isst.

    Ich finde es dennoch eine gute Sache auf Fleisch zu verzichten und finde es toll, dass du sowas durchziehst kusi. Mein Einwurf bezieht sich ja nur auf milcherzeugende Lebewesen. Allerdings ist das Thema wohl bei Eiern ebenfalls problematisch. Auf Milch kann man wohl verzichten.

    lg
    maus

  • lagerregaL
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    • 24. Juni 2011 um 00:55
    • #58
    Erdmaus:
    Zitat

    Und weil Buddha gewusst hat, das Menschen gerne Hirnwichsen

    Wenn es wenigstens so wäre. Die Menschheit verhält sich als Ganzes leider nicht intelligenter als eine Bakterienpopulation in der Petrischale. Der Mensch muss über seine Zukunft auf diesem Planeten nachdenken. Und zwar ganz intensiv. Sein Gehirn spielt hier die Schlüsselrolle. Wenn er das nicht gescheit einsetzen kann (und zwar gemeinschaftlich) , ist er dem Untergang geweiht.


    Das Gehirn ist so oder so dem Untergang geweiht. Man kann sich z.B auch die Erleuchtung erdenken, und dann, wenn das Gehirn dann Untergeht, geht auch die Erleuchtung unter. Das ist dann leidvoll für den Betroffenen. Wird ihm doch einfach so sein Spielzeug weggenommen. Tja, so ist das.

    Einmal editiert, zuletzt von lagerregaL (24. Juni 2011 um 01:04)

  • Erdmaus
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    • 24. Juni 2011 um 01:03
    • #59
    lagerregaL:
    Erdmaus:

    Wenn es wenigstens so wäre. Die Menschheit verhält sich als Ganzes leider nicht intelligenter als eine Bakterienpopulation in der Petrischale. Der Mensch muss über seine Zukunft auf diesem Planeten nachdenken. Und zwar ganz intensiv. Sein Gehirn spielt hier die Schlüsselrolle. Wenn er das nicht gescheit einsetzen kann (und zwar gemeinschaftlich) , ist er dem Untergang geweiht.


    Das Gehirn ist so oder so dem Untergang geweiht.

    das ist durchaus nicht so abwegig, dass das relativ große menschliche Gehirn evolutionär eine Sackgasse darstellt. Allerdings gäbe es den Buddhismus auch nicht ohne dieses große Hirn und der Planet wäre weiterhin ausschließlich von herumgrasenden oder jagenden Tieren bevölkert, wie hunderte millionen Jahre zuvor auch schon. Sowas wie der Mensch ist ganz offenbar äußerst selten, wenn man bedenkt, dass wir die erste Zivilisation darstellen, die Kultur und Technik in nennenswerter Form hervorgebracht hat.

    lg
    maus

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 06:50
    • #60
    gabi.voelkel:

    Was das Autofahren betrifft, lieber Hanzze ist mittlerweile nachgewiesen, dass durch die Massentierhaltung mehr CO2 verbraucht wird, also durch Auto , Flugzeug etc, aber das ist ein anderes Thema, sollten wir eher in der Plauderecke unter Ökologie weiter verfolgen ! Vieleicht sollte man das ganze Thema in die Plauderecke verschieben, da es doch zu sehr ausartet.


    Na das CO2 ist noch das wenigste Problem *schmunzel* wenn wir noch Wald hätten täte es vielleicht so gar gut. Denk dir mal zusammen wieviele Lebewesen sterben müssen, bis so eine Blechkiste vor der Haustüre steht. Und was an der Windschutzscheibe und unter den Rädern stirbt. Die Abgase... halb so schlimm, die die verschlucken die Verursacher so und so als erstes, die Dinge die wir schnell spüren kapieren wir ja meist eh sehr leicht *schmunzel*
    Was immer man unternimmt, dass über dem was wirklich notwendig ist, tötet und das noch aus einer Motivation bei der es nun gar nicht mal um das erhalten des Körpers geht. Man könnte Über-lebensdrang dazu sagen, ein Drang der weit über dem Leben steht. Als würde das Leben darin bestehen irgendetwas ausser einfach zu Leben zu erreichen. *schmunzel*
    Was sich der "moderne" Mensch wohl dabei lustiges zusammen denkt. Na, wenn oder was töte ma heute? Wenn rette ma heute? Schon eine Idee?

    Den einen Mund schließen und die anderen fünf dafür noch weiter aufreißen hat den keinen besseren Effekt.

  • Grund
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    • 24. Juni 2011 um 06:59
    • #61

    Ist ein flüchtiger Geschmacksreiz so wichtig dafür das Leiden anderer in Kauf zu nehmen? Das Leiden der zum Getötetwerden Geführten und Gehaltenen und das Leiden derer, die töten?


    Grüße
    TM

  • monikamarie
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 08:41
    • #62

    Guten Morgen,
    es kann sich dabei ja auch "nur" immer um Ansichten und Meinungen handeln, und die sind eben begrenzt, irgendetwas wird immer außer Acht gelassen.

    Mit dem "vegetarisch leben" könnte jemand aber schon mal anfangen, um dann weitere "Dinge" loszulassen ... Step by Step auch hier. Ich kann das noch nicht. Das ist eben eine der Nachteile und Gefahren des Laienlebens. So jedenfalls meine Sicht.
    _()_ Monika

  • Erdmaus
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    • 24. Juni 2011 um 09:44
    • #63
    Zitat

    Na das CO2 ist noch das wenigste Problem *schmunzel* wenn wir noch Wald hätten täte es vielleicht so gar gut.

    Da hast du völlig Recht. Die stetige Vernichtung von Wäldern ist ein sehr großes Problem, dass sich zusammen mit der Klimaveränderung aber noch verschärfen kann. Die Wüstenbildung beispielsweise ist häufig ein irreversibler Prozess, da der Mutterboden sehr schnell wegerodiert, sobald der Wald einmal gefällt ist. Dies wird durch die zusätzliche Dürre in großen Gebieten bedingt durch die Erwärmung teilweise noch verschärft. Man kann heute schon auf Satellitenbildern beobachten, wie sich Wüsten mit besorgniserregender Geschwindigkeit ausdehnen.

    Das C02 ist aber auch deshalb höchst problematisch, weil es das Klima für tausende Jahre beeinflusst und wir dabei sind Kippmomente zu überschreiten, die (einmal überschritten) nicht mehr rückgängig zu machen sind. Natürlich ist die Landwirtschaft mit diesem Problem stark verknüpft.

    Zitat

    Was immer man unternimmt, dass über dem was wirklich notwendig ist, tötet und das noch aus einer Motivation bei der es nun gar nicht mal um das erhalten des Körpers geht. Man könnte Über-lebensdrang dazu sagen, ein Drang der weit über dem Leben steht. Als würde das Leben darin bestehen irgendetwas ausser einfach zu Leben zu erreichen. *schmunzel*

    Warum schreibst du dann den ganzen Tag am PC in Foren lieber Hanzze? Ist dies etwa zu dem Erhalt deines Körpers notwendig? Wie du siehst, hat der Mensch offenbar Bedürfnisse, welche über das reine Existieren hinausgehen. Ferner nutzt du eine Infrastruktur, die all dies beinhaltet was du bemängelst: Dein PC benötigt Strom und dieser wird in großen Kraftwerken erzeugt, die fossile Brennstoffe verfeuern, welche unter zerstörerischen Bedingungen gefördert werden müssen. Nebenbei sind die Bauteile in deinem PC voll von Rohstoffen, deren Förderung die Natur massiv beschädigt. Und nicht nur die Natur, wie uns am Beispiel "Tantal" klar geworden ist, welches im Kongo und in Ruanda unter fürchterlichen Bedingungen geschürft wird und das in den kleinen bunten Dingern steckt, die du siehst, wenn du deinen PC von innen anguckst. Wie du siehst lieber Hanzze, nutzt du grade etwas, was viele Lebewesen tötet und Menschen schädigt. Weil du es benutzt fließen Geldströme in das System und erhalten es.

    Genauso sieht es mit den Vegetariern aus. Die Nahrungsmittel die wir konsumieren entsprechen nämlich immer einem Äquivalent aus Öl (ganz gleich ob wir Fleisch, Gemüse oder Milch konsumieren). Um die Nahrung anzubauen müssen Maschinen eingesetzt werden und diese benötigen nunmal Treibstoff. Ferner müssen die Nahrungsmittel transportiert und verarbeitet werden. Dieses Öl ist mit Strukturen verkoppelt, die höchst destruktiv sind und für das die westliche Welt sogar Kriege führt, damit wir schön mummelig im Warmen sitzen können.

    Eben weil der Ottonormalverbraucher auf die ihn umgebende Infrastruktur zurückgreifen muss und letztlich nicht anders kann, bedarf es übergeordneter Systeme und Regeln, welche die internationale Gemeinschaft auf globaler Ebene erlassen muss. Und genau aus diesem Grunde ist es mit der einfachen Aussage" Ja handelt alle doch einfach nach den Silas" lange nicht getan und deshalb ist das Thema weitaus komplexer als man wahr haben will. Die Welt ist halt nicht so einfach aufgebaut und deshalb sind Visionen und Kraftanstrengungen (Stichtwort: Nachhaltige Energieversorgung & Agrarwirtschaft) der kompletten globalen Gemeinschaft nötig. Diese Veränderungen sind aber untrennbar mit dem Finanzsystem verknüpft, welches den Wachstum benötigt um bestehen zu können. Und dieses Wachstum wird durch Verschwendung generiert. Aus diesem Grund muss die Weltgemeinschaft die Köpfe rauchen lassen um sich ein System der Finanzen zu überlegen, welche die Nachhaltigkeit im Umgang mit Ressourcen unterstützt. Ich bin mir sicher, dass dieser Punkt einmal kommen wird, wenn das bisherige System kollabiert.

    Das schlichte Herummeditieren und "schön heilsam Handeln"- Getue ist zwar schön und gut, aber die Welt wird es nicht retten. Vor allem wenn wir alle (ohne Ausname) an der Zerstörung teilnemen müssen, eben weil alles Lebenserhaltende was uns umgibt (Heizung, Nahrung,Infrastruktur, Technik) auf destruktiven Systemen aufgebaut ist, auf die der Einzelne keinen (oder nur einen sehr kleinen) Einfluss hat. Und eben weil die Menschheit als Ganzes verstanden werden muss und als Gemeinschaft diesen Planeten bevölkert, muss (auch) auf gemeinschaftlicher Ebene Bewegung entstehen.

    gruß
    maus

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 10:09
    • #64

    Du hast vollkommen recht und ich bin mir meines Unvermögens oder Mögens und dessen Ursachen vollkommen bewusst. *schmunzel* Ich würde selbst diesen Rest nicht erstreben. Ich denke auch das vergeht. *schmunzel*

    Das schöne ist wir müssen gar nichts, nicht einmal Ausreden erfinden. Das einzige was wir wirklich können ist diesen Kreislauf nach und nach zu verlangsamen und den Ausgang sehen und nicht nur die Hand. *schmunzel*

    So entkommen wir langsam dem

    Zitat
    Zitat

    The King of Death

    We live like a chicken who doesn't know what's going on. In the morning it takes its baby chicks out to scratch for food. In the evening, it goes back to sleep in the coop. The next morning it goes out to look for food again. Its owner scatters rice for it to eat every day, but it doesn't know why its owner is feeding it. The chicken and its owner are thinking in very different ways.

    The owner is thinking, "How much does the chicken weigh?" The chicken, though, is engrossed in the food. When the owner picks it up to heft its weight, it thinks the owner is showing affection.

    We too don't know what's going on: where we come from, how many more years we'll live, where we'll go, who will take us there. We don't know this at all.

    The King of Death is like the owner of the chicken. We don't know when he'll catch up with us, for we're engrossed — engrossed in sights, sounds, smells, tastes, tactile sensations, and ideas. We have no sense that we're growing older. We have no sense of enough.

    Der König des Todes

    Wir sind wie Hühner, die nicht wissen um was es geht. Am Morgen nimmt es seine Küken um nach Futter zu scharren. Am Abend kommt es zurück um im Hühnerstall zu schlafen. Am nächsten Morgen geht es aus um wieder nach Futter zu suchen. Sein Besitzer streut jeden Tag Reis zum fressen, aber es weiß nicht warum ihr Besitzer es füttert. Das Huhn und der Besitzer denken in verschiedener Weise.

    Der Besitzer denkt: "Wie viel wird das Huhn wohl wiegen?" Die Gedanken des Huhns beschränken sich auf das Essen. Wenn es der Besitzer aufhebt um es zu wiegen, denkt es der Besitzer zeigt seine Zuneigung.

    Auch wir wissen nicht was vor sich geht: Wo her wir kommen, wie viele Jahre wir leben, wohin wir gehen, wer uns dort hin bringt. Wir haben keinen blassen Schimmer.

    Der König des Todes ist wie der Besitzer des Huhns. Wir wissen nicht wann er sich unserer annimmt, da wir ganz vertieft sind - vertieft und fixiert in Form, Klang, Geruch, Geschmack, Tastempfindung und Gedanken. Wir haben keine Wahrnehmung, dass wir älter werden. Wir haben kein Gespür was genug ist.

    Alles anzeigen
  • mirco
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 11:05
    • #65
    TMingyur:

    Ist ein flüchtiger Geschmacksreiz so wichtig dafür das Leiden anderer in Kauf zu nehmen? Das Leiden der zum Getötetwerden Geführten und Gehaltenen und das Leiden derer, die töten?


    Und was ist dann bitteschoen mit den ganzen Lebewesen, die durch Getreide- und Gemueseproduktion sterben?

    Und denen, die Du totlatschst, einatmest, ausscheidest, verdaust oder sonstwie ihrer Lebensgrundlage beraubst?

    Vegetarismus hat noch immer nichts mit Buddha Dhamma zu tun ;)


    Alles Gute :) _()_

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 11:43
    • #66

    Lieber Mirco,
    Aber ein ganz klares Zeichen und oft auch nur der beste Weg in der eigenen Situation. Um die Motivation geht es und um die Menge und den Genuss. *schmunzel* Das sieht man nur dort, wo man das Schwein selber schlachten muß bevor man das Schnitzel ißt. Dann glaube ich ist es klar.

    Wer von den "modernen" Menschen weiß schon wo sein Essen her kommt. *schmunzel*

    TM trifft mit dem Satz genau den Punkt um den es geht!

  • Erdmaus
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    18. Januar 2010
    • 24. Juni 2011 um 13:21
    • #67
    Zitat

    Und was ist dann bitteschoen mit den ganzen Lebewesen, die durch Getreide- und Gemueseproduktion sterben?

    Und denen, die Du totlatschst, einatmest, ausscheidest, verdaust oder sonstwie ihrer Lebensgrundlage beraubst?

    Vegetarismus hat noch immer nichts mit Buddha Dhamma zu tun ;)

    Ich glaube es gibt in der Frage nach der Einhaltung der Silas keine Entweder/Oder Aussagen. Hier gilt es einen gradiellen Standpunkt einzunehmen, der nach der Minimierung und der Optimierung fragt. Wie minimiere ich das mit der Nahrung verbundene Leid und wie optimiere ich die Schonung des Gegebenen? Diese Fragestellung versucht numerische Fakten zu schaffen, die möglichst auf einen "heilsamen Wert" konvergieren.

    Die vegetarische Ernährung ist (in der Regel) weniger Leid verursachend und resourcenschonender als jene Ernährung, welche Fleisch enthält. Die vegane Ernährung wiederrum ist schonender als die vegetarische Ernährung. Aber auch innerhalb eines Ernährungstyps gibt es gradielle Abstufungen, die durch die Quelle variieren, da Nahrung biologisch angebaut sein kann oder nicht und die Tiere aus der Massentierhaltung kommen können oder aus artgerechter Haltung.

    Beispielsweise handelt ein Vegetarier, der Milch trinkt, welche aus der Massentierhaltung resultiert unter Umständen weniger heilsam als ein Mensch, der mitunter Fleisch aus der nachhaltigen und artgerechten Haltung konsumiert. So einfach lässt sich das ganze Thema also nicht abhandeln.

    Ferner: Ein Tier, dass unter artgerechter Haltung ein schönes Leben leben konnte und dann am Ende in Sekundenbruchteilen durch ein Bolzenschussgerät stirbt, hat unter dem Strich vermutlich gar nicht viel gelitten. Ein Tier, welches nicht geschlachtet wird und unter unangenehmen Bedinungen lebt und dann am Ende langsam einer Krankheit erliegt, wird wohl um einiges mehr gelitten haben. Darum bedeutet die Schlachtung überhaupt nicht, dass das Tier deshalb mehr leidet als durch einen natürlichen Tod.

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 14:49
    • #68

    Die Silas sind so einfach da gibt es nur ja oder nein und genau um das geht es: "Töte ich mit meiner Handlung?" Ja/Nein... wenn ein Ja erscheint, ändern und wieder weiter... Und so kommt man ans Ziel, aber nicht wenn man sich in Wenn und Aber verstrickt. Das was die als unheilsam in einem achtsamen Moment klar wird, lass es einfach sein oder arbeite daran. Mehr ist nicht, ist Kindersicher aber vielleicht nicht "Erwachsenen"sicher. *schmunzel* Bleib einfach Kind.

    Und komm weg von so einem Quatsch sonst kommt noch eines Tages ein Verrückter, erschießt dich und sagt dann er hat dich aus Mitgefühl befreit. Hirnwixen macht krank! *schmunzel*
    Du leidest auch nicht lange, wenn jemand dich oder dein Habgut haben will.

  • Japanfan
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    • 24. Juni 2011 um 17:58
    • #69

    Noch bin ich kein Vegetarier. (Cheesburger lecker!!!) Aber ich will in den nächsten Jahren versuchen, so langsam abstand von dem Fleischfressen zu nehmen.

    "Motivation und Ziel unseres Bemühens ist das Überwinden des Leidens. Wenn wir selber das Leiden überwinden wollen, warum sollen wir es dann anderen zufügen? Wenn Du Deinen Geist nicht so weit bringst, daß er selbst den Gedanken an Gewalt und Töten verabscheut, wirst Du Dich von den Fesseln dieser Welt nie befreien ... Nach meinem Parinirvana, im letzten Zeitalter, werden überall falsche Propheten auftauchen und Menschen in die Irre führen, indem sie verkünden, Befreiung sei mit Fleischessen vereinbar. Wie kann ein Bodhisattva, welcher sein Leben dem Wohlergehen aller widmet, sich vom Fleisch anderer fühlender Wesen ernähren?"
    Soll Buddha gesagt haben.

    Quelle: allewesen.org

    »Es gibt nur eine falsche Sicht:
    Der Glaube, meine Sicht ist die einzige richtige.« (Nagarjuna)

  • Simo
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    • 24. Juni 2011 um 19:05
    • #70
    Japanfan:

    Noch bin ich kein Vegetarier. (Cheesburger lecker!!!) Aber ich will in den nächsten Jahren versuchen, so langsam abstand von dem Fleischfressen zu nehmen.

    "Motivation und Ziel unseres Bemühens ist das Überwinden des Leidens. Wenn wir selber das Leiden überwinden wollen, warum sollen wir es dann anderen zufügen? Wenn Du Deinen Geist nicht so weit bringst, daß er selbst den Gedanken an Gewalt und Töten verabscheut, wirst Du Dich von den Fesseln dieser Welt nie befreien ... Nach meinem Parinirvana, im letzten Zeitalter, werden überall falsche Propheten auftauchen und Menschen in die Irre führen, indem sie verkünden, Befreiung sei mit Fleischessen vereinbar. Wie kann ein Bodhisattva, welcher sein Leben dem Wohlergehen aller widmet, sich vom Fleisch anderer fühlender Wesen ernähren?"
    Soll Buddha gesagt haben.

    Quelle: allewesen.org

    kann ich mir nicht so wirklich vorstellen. Buddha sagte zwar man solle abstehen vom Töten aber er und seine Bikhshus nahmen das an, was sie von der Bevölkerung als Almosen erhielten . Dazu gehörten auch Fleischspeisen...

    Simo

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hanzze
    Gast
    • 24. Juni 2011 um 19:20
    • #71

    Man muss, denke ich, immer zwischen Laien und Bettler unterscheiden. Nur so ein Ansatz:

    Den Laien hat er geraten, richtige Lebensweise zu führen und unter anderem ganz klar ausgedruckt, nicht in Geschäften mit Fleisch involviert zu sein. Heute trägt der Konsument mehr Verantwortung als je zu vor.

  • Grund
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    18. Juni 2011
    • 24. Juni 2011 um 19:39
    • #72
    mirco:
    TMingyur:

    Ist ein flüchtiger Geschmacksreiz so wichtig dafür das Leiden anderer in Kauf zu nehmen? Das Leiden der zum Getötetwerden Geführten und Gehaltenen und das Leiden derer, die töten?


    Und was ist dann bitteschoen mit den ganzen Lebewesen, die durch Getreide- und Gemueseproduktion sterben?

    Und denen, die Du totlatschst, einatmest, ausscheidest, verdaust oder sonstwie ihrer Lebensgrundlage beraubst?


    Wie ich weiter oben bereits geschrieben habe:

    TMingyur:

    Für mich geht es bei dieser Frage darum, ob mir flüchtige Geschmackreize so wichtig sind, dass ich es in Kauf nehme, dass andere dafür leiden. Der entscheidende Punkt hierbei ist: Das Leid anderer ist notwendigerweise die Voraussetzung (nicht nur eine Möglichkeit) dafür, dass ich diese Geschmacksreize durch Fleischprodukte erfahren kann und es gibt Alternativen dazu (durchaus geschmacksvolle), so dass ich also nicht hungern muss.
    Diese Frage hat für mich eine sehr hohe Bedeutung für meine gesamte Praxis.

    mirco:


    Vegetarismus hat noch immer nichts mit Buddha Dhamma zu tun ;)


    Für mich hat Anhaftung an Sinnesreizen sehr viel mit Buddha Dhamma zu tun. Auch hat die Vermeidung von Schaden für andere sehr viel mit Buddha Dhamma zu tun ... umso mehr als wie im vorliegenden Falle ein direkter Zusammenhang zwischen der Anhaftung an Sinnesreizen und der Verursachung von Schaden (Leid) für andere besteht.

    Grüße
    TM

  • Geronimo
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    • 24. Juni 2011 um 19:56
    • #73

    Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, das das annehmen einer Speise schon eine mitfühlende Geste ist, die dem Gebenden eine gute Tat ermöglicht.

    Lehnt man die Speise jedoch ab, dann bleibt die Tat unerfüllt.

    Der Buddha hat dazu im Kanon erklärt, das man durchaus Fleisch annehmen kann, wenn man erstens: nicht darum gebeten hat, und zweitens: nicht davon ausgeht das das Tier extra für einen getötet wurde.

    Ich versuche die passende Stelle dazu noch herauszusuchen.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Grund
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    • 24. Juni 2011 um 20:14
    • #74
    Geronimo:

    Man sollte aber auch nicht außer Acht lassen, das das annehmen einer Speise schon eine mitfühlende Geste ist, die dem Gebenden eine gute Tat ermöglicht.

    Lehnt man die Speise jedoch ab, dann bleibt die Tat unerfüllt.

    Der Buddha hat dazu im Kanon erklärt, das man durchaus Fleisch annehmen kann, wenn man erstens: nicht darum gebeten hat, und zweitens: nicht davon ausgeht das das Tier extra für einen getötet wurde.

    Das ist schon richtig. Aber bitte bedenke ob das für nicht-ordinierte Menschen heutzutage überhaupt relevant ist.
    Für meine Praxis hier und heute hat dies keine Bedeutung.


    Grüße
    TM

    Einmal editiert, zuletzt von Grund (24. Juni 2011 um 20:20)

  • crazy-dragon
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    • 24. Juni 2011 um 20:20
    • #75
    monikamarie:


    Mit dem "vegetarisch leben" könnte jemand aber schon mal anfangen, um dann weitere "Dinge" loszulassen ...
    _()_ Monika

    Das sagst Du, das dachte ich auch... :oops: Dann kommt der Petri-Schalen-Jünger Mäuserich und knallt Dir die ovo-lacto-Lebensweise an die Birne- da hat er recht natürlich- dann die Frage Lederschuhe? Federbett? Honig? Dann wirste Veganer oder gar Rohköstler, nun kommt der EHEC. Ist der weg, erzählt Dir mirco, wieviel Tausende Lebewesen ich heute vernichtet habe beim Rasenmähen oder sogar beim Einatmen...Ich kann aber nicht umhin, es weiter zu tun, genau wie mirco, weil wir beide keine potentiellen Selbstmörder zu sein scheinen.

    Und wie die Gurke leidet, weil sie keiner mehr mag. Und wenn ich sie esse, tuts ihr auch weh. Und meine Banane erst brüllt vor Schmerzen, wenn ich noch so sanft reinbeisse.

    Dann greife ich gleich zur Tafel Schokolade- boah, die ist mir seit vorgestern auch verleidet. Da brachte ein TV-Enthüllungs-Redakteur einen Beitrag über die Elfenbeinküste, wo der Hauptanteil Kakao herkomt: Kinder-Sklavenarbeit...Alle wissen es bis rauf in die korrupte Regierung, auch alle Schoggi-Konzerne, aber außer einer wunderschönen Absichtserklärung passiert nix...Doch- die Polizei kam, als der Reporter vor der Nestlè-Zentrale auf neutralem Boden seinen Film abspielte, weil die ihn nicht empfingen.

    Also was tun? Das muß jeder/ jede selbst entscheiden und bastelt dadurch an seinem Karma rum. Ähnlich schwer machen es sich Juden- koscheres Essen, au wei oder Christen- die essen Jesus Fleisch und Blut im Abendmahl. Und glauben echt an die Verwandlung.

    Denken ist eben doch die Krankheit des menschlichen Geistes. Aber Mausi hat völlig recht- es leben außer uns Hirnwichsern * Quelle Hanzze * eben noch andere Menschen auf diesem Planeten, den wir nicht retten müssen genau wie die, die auf Buddhismus, Religion oder Vegetarismus pfeifen.

    _()_ c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

    Einmal editiert, zuletzt von crazy-dragon (24. Juni 2011 um 20:27)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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