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Eine Bitte

  • Alex Gruber
  • 21. Mai 2011 um 23:20
  • Zum letzten Beitrag
  • Hanzze
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 14:43
    • #26

    Ein "Buddhist" stützt gar kein System und lebt so gut es geht unter der Einhaltung der lokalen Gesetze und macht das was er auch wirklich machen kann, am besten 24h. Damit ist er vielleicht der einzige, der aktiv am Frieden arbeitet (ohne sich oder andere anzulügen wie die Dinge wirklich sind).

    Solange man sich selbst nicht ändert, wird man immer den Früchten seines Karmas ausgesetzt sein, und sei es durch Traurigkeit, Frust und Verzweiflung in der Wohnzimmercouch beim Fernsehen.


    Ich stell dir eine einfache Gleichung auf, die immer und überall wirkt.

    Geld ist Energie
    Energie ist Leben

    Je mehr Geld du verbrauchts und umsetzt, desto mehr Leben verbrauchst du und setzt um. Das ist eine Gleichung die wir heute, wo alles über Geld abgewickelt wird, in fast allem anzuwenden können.

    Jetzt kannst du dir ausrechnen, wieviele male du mehr an dem Ankurbeln des Rades aus Hass, Gier und Verblendung teilnimmst als jemand ganz abgeschieden, von (im Verhältnis) 30€ lebt.
    Was denkst du, ist diese Gleichung und Annahme Falsch?

    Alles was wir mehr verbrauchen als wir wirklich brauchen nehmen wir an anderer Stelle weg. Und der Irrglaube, dass alles zuwenig ist erscheint nur aus der übermäßigen Gier. Wir verbrauchen heute 1,5 mal mehr als unsere Mutter Erde produzieren kann. Glaubst du diese Tendenz hört ohne wirkliches Umdenken auf? Und wer ist gefragt, außer der Konsument. Unsere Welt ist niemals zu klein, aber unsere Gier ist großer als das Universum.

    Das ist auch der Grund, warum der abgelegen wohnende Bauer immer lächeln kann und ein moderner Mensch meist nicht. Karma.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (22. Mai 2011 um 14:53)

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 14:52
    • #27

    Ich verstehe, was du zum Ausdruck bringen willst, Erdmaus, und sehe das auch so. Hier geht es wieder um Unterscheidungsvermögen, um die Schwierigkeit, sich richtig auszudrücken, um das Problem, offen genug zu sein, um das auch lesen zu können.
    Hat der Threadöffner das auch so verstanden? Würde mich mal interessieren, Alex Gruber, was Du dazu denkst?
    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 15:04
    • #28

    Hi Hanzze,ist zwar an Erdmaus gerichtet, ich möchte aber auch antworten :badgrin: :

    Zitat

    Ein "Buddhist" stützt gar kein System

    indirekt doch, da geb ich Erdmaus recht.

    Zitat

    und lebt so gut es geht unter der Einhaltung der lokalen Gesetze und macht das was er auch wirklich machen kann, am besten 24h. Damit ist er vielleicht der einzige, der aktiv am Frieden arbeitet (ohne sich oder andere anzulügen wie die Dinge wirklich sind).

    Dabei handelt es sich garantiert um fortgeschrittene Buddhisten, also um das anzustrebende Ideal.

    Zitat

    Solange man sich selbst nicht ändert, wird man immer den Früchten seines Karmas ausgesetzt sein, und sei es durch Traurigkeit, Frust und Verzweiflung in der Wohnzimmercouch beim Fernsehen.

    Ja!

    Zitat

    Ich stell dir eine einfache Gleichung auf, die immer und überall wirkt.

    Geld ist Energie
    Energie ist Leben

    Je mehr Geld du verbrauchts und umsetzt, desto mehr Leben verbrauchst du und setzt um. Das ist eine Gleichung die wir heute, wo alles über Geld abgewickelt wird, in fast allem anzuwenden ist.

    Ja, wenn ich das Geld nicht für gute Zwecke verwende, z. B. Klöster unterstützen oder Bodhisattvas :grinsen: .

    Zitat

    Jetzt kannst du dir ausrechnen, wieviele male du mehr an dem Ankürbeln des Rades aus Hass, Gier und Verblendung teilnimmst als jemand ganz abgeschieden, der von (im Verhältnis) 30€ lebt.
    Was denkst du, ist diese Gleichung und Annahme Falsch?

    Jeder, der lebt, verursacht Abfall, ob nur in der Höhle oder im Hochhaus. Ich glaube nicht, dass die Menge entscheidend ist, ich glaube aber schon, dass Du mit diesem Beispiel völlig danebenschießt. Ich denke, das ist auch Erdmaus klar.
    Bedenke nur mal, wieviel Millarden Menschen es gibt, die - obwohl scheinbar buddhistisch erzogen - ständig wieder neue Lebewesen in die Welt setzen, auf Müllhalden leben müssen, deren Kinder zur Prostitution gezwungen sind, weil die Eltern nicht nur mit 30 € leben wollen, sondern auch mit einem Sony-TV ...
    Gier kommt gerade auch in diesen Ländern zum Ausdruck. Während in den "gesättigten" Staaten ein Umbruch stattfindet und ein Bewusstwerden darüber, dass Geld nicht alles ist, entstehen in den asiatischen Ländern massenweise McDonalds-Frittenbuden. Wir übernehmen die TCM und dort beginnt unser fehlerhafter Kreislauf von vorn.

    Um hier kein Missverständnis aufkommen zu lassen. Selbstverständlich sind wir alle daran beteiligt und tragen zu dem Drama bei. Mir geht es hierbei aber um die Polarisierung, die Du vornimmst. Hier die Guten und da die Bösen. Ein in den Buddhismus hineingeborener Mensch ist (mehr oder weniger) genauso wenig ein überzeugter Anhänger der Lehre Buddhas wie einer, der in eine christliche Tradition geboren wurde. Siehe viele unserer User - oder die meisten :badgrin: . Ein Buddhist wird man ja nicht durch Geburt - okay, vielleicht weil sein Karma ihn dazu bringt! Aber dann muss er/sie immer noch auch in die Tiefe der Lehre schauen, bis es denn endlich fruchtet - eben genauso wie Siddharta.

    Zitat

    Alles was wir mehr verbrauchen als wir wirklich brauchen nehmen wir an anderer Stelle weg. Und der Irrglaube, dass alles zuwenig ist erscheint nur aus der übermäßigen Gier. Wir verbrauchen heute 1,5 mal mehr als unsere Mutter Erde produzieren kann. Glaubst du diese Tendenz hört ohne wirkliches Umdenken auf? Und wer ist gefragt, ausser der Konsument.

    Ja, das stimmt, aber s. o.

    Zitat

    Das ist auch der Grund, warum der abgelegen wohnende Bauer immer lächeln kann und ein moderner Mensch meist nicht. Karma.

    Auch ein Klischee ...

    _()_Monika

    [/quote]

  • Alex Gruber
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    21. Mai 2011
    • 22. Mai 2011 um 15:12
    • #29

    Geld? Macht? Erdöl?

    Ein Mensch der meistens alle drei Sachen besitzt, von dem brauchen wir uns nichts mehr erwarten. Er ist von der eigenen Gier zerfressen, Sein Glaube, sein Herz das liegt auf der Bank, wo sein restliches Vermögen ruht.

    Arme Menschen? Täglich verhungern Menschen, ihr Leid ist grenzenlos. Der Tod ansich ist nicht das Schlimmste, Tod ist eine Entmanifestation, es ist doch wie man zu Tode kommt.
    Wenn alle nicht leiden wollen? Warum lassen wir andere dann leiden? Wer hat das Recht sein Ich über andere Personen zu stellen.

    Dann gibt es Leute die einfach viel "zu tief" drinnen sind. Ihre Ansicht von Realität, ist nicht mehr der Wahrheit entsprechend. Das sind die Meisten.

    Und jene die es begriffen haben? Meckern und meckern, aber vor lauter meckern vergessen sie worauf es ankommt. Die ganze Welt sollte ein Ziel haben: Harmonie.
    Wir alle werden eines Tages entmanifestiert, wo hin auch immer, aber wir sollten doch die die wir hier leben auf dem Planeten Erde ein "gutes Dasein" führen.
    Akzeptanz? Ja für Dinge die man nicht ändern kann, wie z.B. die Entmanifestation, aber doch nicht das jährlich 8,8 Millionen Menschen grauenhaft an Hunger sterben.
    Das ist keine Akzeptanz, das is purer Egoismus!

    Nennt mich einen "Narren", haltet mich für verrückt. Aber bin lieber verrückt, als mitanzusehen, wie die Erde samt seinen Bewohnern untergeht!

  • Yoni
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    • 22. Mai 2011 um 15:16
    • #30

    Lieber Alex ....

    ....neben dem Sehen dessen was alles "falsch" und "schlecht" läuft gibt es auch unendlich viel zu sehen was "richtig" und "gut" läuft.
    Ein Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=r_9oCv396yU
    Die Menschen, die dort demonstrierten hätten sich sicher gewehrt, wenn die Soldaten (dort auf einem illegal errichteten Militärstützpunkt in Chiapas) Gewalt angewandt hätten - es wäre zu einem gegenseitigen Masaker gekommen.
    Schau in die Gesichter der Soldaten ..... ich sehe da Angst, Betroffenheit, und vor allem: Scham!
    Ich bin mir ziemlich sicher dass dieses Ereignis und das einhergehende Unterlassen der Anwendung von Gewalt unglaublich viel in ALLEN Beteiligten bewegt hat.

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

  • Hanzze
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 15:18
    • #31
    monikamarie:

    ...


    Vielleicht magst du dich etwas vertieft mit Dana und Sila beschäftigen, dann findest du die Antworten ganz alleine und von selbst. Du weist ja wie du an die Wissens-Ressourcen kommst. Wenn dann wirklich noch bedarf besteht, nehme ich mir natürlich gerne Zeit, wenn du es wirklich möchtest.
    *schmunzel*

    Ich weis Dana und Sila sind in der Bauhauswelt unbeliebt.

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 15:21
    • #32
    Alex Gruber:


    ...
    Und jene die es begriffen haben? Meckern und meckern, aber vor lauter meckern vergessen sie worauf es ankommt. Die ganze Welt sollte ein Ziel haben: Harmonie.
    ...

    Und wie willst Du das hinkriegen, meckern, ohne Harmonie?

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 15:22
    • #33
    Hanzze:
    monikamarie:

    ...


    Vielleicht magst du dich etwas vertieft mit Dana und Sila beschäftigen, dann findest du die Antworten ganz alleine und von selbst. Du weist ja wie du an die Wissens-Ressourcen kommst. Wenn dann wirklich noch bedarf besteht, nehme ich mir natürlich gerne Zeit, wenn du es wirklich möchtest.
    *schmunzel*

    Ich weis Dana und Sila sind in der Bauhauswelt unbeliebt.

    Da ich keine Frage gestellt habe, brauche ich auch Deine Antwort nicht. Diese Antwort ist jedoch eine Frechheit und zeigt, dass Du mich nicht verstanden hast oder nicht aufmerksam genug liest.

  • Alex Gruber
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    21. Mai 2011
    • 22. Mai 2011 um 15:27
    • #34
    monikamarie:
    Alex Gruber:


    ...
    Und jene die es begriffen haben? Meckern und meckern, aber vor lauter meckern vergessen sie worauf es ankommt. Die ganze Welt sollte ein Ziel haben: Harmonie.
    ...

    Und wie willst Du das hinkriegen, meckern, ohne Harmonie?

    JA du hast Recht, meckern ist sehr wichtig, aber jeder meckert vor sich hin, anstatt sich zusammen Lösungen zu überlegen...

  • Yoni
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    • 22. Mai 2011 um 15:42
    • #35
    Zitat

    Die ganze Welt sollte ein Ziel haben: Harmonie.

    Hier ist Vorsicht geboten, Alex!
    Diktatur der Harmonie droht.
    Schon oft haben Menschen sich einer "fixen Idee" verschrieben und propagiert, dafür gekämpft - und unendlich viel Leid ist dadurch entstanden.
    Menschlichkeit, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit .....alles fixe Ideen, Dämonen, ein Spuk in unseren Köpfen.

    Es geht ums Konkrete!
    Hilfe nicht verweigern. Eine Waffe nieder legen, keine Gewalt anwenden,
    jemandem helfen, wenn er der Hilfe bedarf, jemandem zu essen geben, wenn er hungrig ist.
    Ganz konkret im Hier und Jetzt.
    erbreich, ein ehemaliges Forenmitglied, hat mir eine Vokabel geprägt: Realitätsverankerung.
    Das ist das Konkrete. Im Hier und Jetzt, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, handeln, oder nicht handeln.
    Alles andere sind Gespenster.

    ...das haben hier ja schon einige im Thread ähnlich beschrieben.

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

  • Hanzze
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 16:22
    • #36
    monikamarie:
    Hanzze:


    Vielleicht magst du dich etwas vertieft mit Dana und Sila beschäftigen, dann findest du die Antworten ganz alleine und von selbst. Du weist ja wie du an die Wissens-Ressourcen kommst. Wenn dann wirklich noch bedarf besteht, nehme ich mir natürlich gerne Zeit, wenn du es wirklich möchtest.
    *schmunzel*

    Ich weis Dana und Sila sind in der Bauhauswelt unbeliebt.


    Da ich keine Frage gestellt habe, brauche ich auch Deine Antwort nicht. Diese Antwort ist jedoch eine Frechheit und zeigt, dass Du mich nicht verstanden hast oder nicht aufmerksam genug liest.


    Oder jemand nicht aufmerksam ist und auch nicht wirklich versteht... *schmunzel* Ohne dem wird es dennoch bestenfalls eine neue Existenz als gut gehängtes und gepflegtes Hautier. Aber es gibt ja viele die denken, in meinem nächsten Leben möchte ich Katze bei einem Menschen wie mir sein. *schmunzel*

    Und nicht zu vergessen, da da keine Frage war und du meine antwort nicht brauchst, kannst du dich über eine Antwort auch in keiner Weise real oder hervorgerufen ärgern. *schmunzel*

  • xxx
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    • 22. Mai 2011 um 17:03
    • #37

    Lieber Alex

    In meiem tiefsten Innern fühle ich mit Dir. Nachdem ich mit mir selber ins Reine kam, also sozusagen alles Leid überwunden habe, trat ein grosses Glücksgefühl in mir auf und dann eine Zufriedenheit.

    Leider nicht für lange. Denn dann trat dieser, ich nenne ihn mal "Weltschmerz" auf. Also eine Sorge um alle Menschen, alle Wesen und alle Dinge.
    Ich nahm aber wahr, dass viele Menschen um uns herum bereits so waren oder sind wie ich und Du und jeder auf seine Weise diesen Drang zur "Weltverbesserung" auslebt oder ausgelebt hat.

    Schriftsteller wie ETA Hoffmann, Hermann Hesse, oder Philosophen wie Immanuel Kant, Georg Hegel, Religionsstifter wie Buddha oder Jesus um nur einige zu nennen. Auch heute, also im Moment leben viele unter uns, denen es ähnlich geht zum Teil (auch hier im Forum). Poeten, Sänger und Schriftsdteller, man muss nur aufmerksam sein !

    Ich bin für mich persönlich, für den Moment jedenfalls, zum Schluss gekommen, dass es das beste ist diesen "Helferdrang" in meinem direkten Umfeld auszuleben, sozusagen als "Kristallisationskeim" zu wirken.

    Ursprung des Leids ist das Gefühl allein zu sein. Wie ein Tier in der Savanne oder wie ein Baby im Wald. Dies macht Angst.

    Überwinden des Leid gelingt mit Vertauen, vertrauen nicht allein zu sein, nicht ausgestossen zu sein. Weder im Zimmer, noch in der Welt, noch im Universum. Leider hat die Welt das Vertrauen verloren. Sie sucht Vertrauen findet aber nur Trost.

    Deshalb lasst uns Vertrauen wieder in die Welt bringen. Jeder als Vorbild in seiner persönlichen Umgebung, seinem persönlichen Umfeld, seiner Nähe. Nicht mehr und nicht weniger .

    2 Mal editiert, zuletzt von xxx (22. Mai 2011 um 17:13)

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 17:08
    • #38
    Hanzze:


    ...
    Und nicht zu vergessen, da da keine Frage war und du meine antwort nicht brauchst, kannst du dich über eine Antwort auch in keiner Weise real oder hervorgerufen ärgern. *schmunzel*

    Tu ich auch nicht, keine Bange :lol:

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 17:22
    • #39
    Bakram:


    ...
    Leider hat die Welt das Vertrauen verloren.

    Deshalb lasst uns Vertrauen wieder in die Welt bringen. Jeder als Vorbild in seiner persönlichen Umgebung, seinem persönlichen Umfeld, seiner Nähe. Nicht mehr und nicht weniger.

    Lieber Bakram,
    ich verstehe zwar Deinen Ansatz, aber mir ist immer wieder schleierhaft, wie ähnliche Gedanken wie dieser aufkommen können: "Leider hat die Welt das Vertrauen verloren."

    Aus meiner Sicht hat es noch nie eine Welt gegeben, in der ich gerne hätte leben wollen, weder zu biblischen Zeiten, noch in der Welt der Samurais noch im Mittelalter oder vor grad mal 100 bis 70 Jahren. Gerade im 2. Weltkrieg war für die meisten die Welt so gruselig, dass sich meine Eltern kaum vorstellen konnten, je wieder froh werden zu können. Was sich zum Glück schnell änderte.

    Wenn überhaupt, dann haben wir heute in dieser Zeit die größtmöglichen Chancen, für uns persönlich eine Kehrtwende einzuleiten, die auch unserem direkten Umfeld zugute käme. Was Du ja auch in Deinem hervorgehobenen Satz zum Ausdruck bringst. Noch nie waren die Möglichkeiten so groß, denn wir haben heute auch u. a. durch unser Wissen über die Zusammenhänge und die Medien einen Zugang, der eben vor 100 Jahren nicht vorhanden war. Wer sich da ein Buch über Buddhas Lehre kaufen wollte, musste nicht nur weit laufen, er brauchte viel Geld und vor allen Dingen Bildung und die rechte Gesellschaft, die ihm auf die Sprünge half. Das ist heute zwar auch noch der Fall, aber ich kann in jedem Buchladen - wenn ich denn daran interessiert bin - finden, wonach ich suche.

    _()_ Monika

  • xxx
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    • 22. Mai 2011 um 17:36
    • #40

    Liebe Monika

    Ich habe mich halt etwas "poetisch" ausgedrückt.

    Du hast natürlich recht, das "Vertauen" war nie wirklich in der Welt, es kann somit auch nicht verloren gehen. Hier herrscht ja auch "Darwinismus- also fressen und gefressen werden, survival of the fittest oder so.

    Wir sehnen uns aber danach, weil wir, so glaube ich als Embryonen im Mutterleib sowas ähnliches Empfanden und irgedwo in Errinnerung haben (Ganz wie s. Grof es postuliert). Es scheint deshalb verloren zu sein !

    Trotzdem spüre ich, dass "mangelndes Vertrauen" resp."mangelde Vertrauenswürdigkeit" Ursache vieler Probleme persönlicher, sozialer und globaler Natur sind.
    Man kann nun natürlich nicht raten einfach "zu vertrauen" aber man sollte sich persönlich darum bemühen, dass Andere einem selber vertauen können also vertrauenswürdig zu sein . Eben indem man von sich aus, quasi aus Nächstenliebe den 8 fachen Pfad befolgt, nicht weil man sich davon eine Belohnung erhofft oder im negativen Falle eine Bestrafung fürchtet.

    Man darf doch ein wenig hoffen oder halt nur davon träumen, dass es gelingen könnte in ferner Zukunft eine neue Art im zwischenmenschlichen Umgang zu finden. Uns zu verändern, also in diese Richtung weiterzuentwickeln.

    3 Mal editiert, zuletzt von xxx (22. Mai 2011 um 18:29)

  • monikamarie
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 17:49
    • #41
    Bakram:


    ...
    Man darf doch ein wenig hoffen oder halt nur davon träumen, dass es gelingen könnte in ferner Zukunft eine neue Art im zwischenmenschlichen Umgang zu finden. Uns zu verändern, also in diese Richtung weiterzuentwickeln.

    Ja, natürlich darfst Du hoffen :D , allerdings glaube ich nicht, dass es in Buddhas Lehre um eine bessere Welt geht, auch wenn diese dann vielleicht das Ergebnis unserer Bemühungen sein mag.
    Ich jedenfalls lege meine Hoffnung nicht in eine bessere Welt, in habe gelernt, dass wovon Du schreibst, umzusetzen. Um dieses Vertrauen zu erhalten, muss ich Vieles erst einmal erkennen. Natürlichmusste ich dieses am Anfang üben. Als ich dann feststellte, dass ich nur mir selbst vertrauen muss, damit sich was ändert, wurde es leichter. Ich brauchte niemand anderen mehr zu ändern - die Illusion verlosch. Dieses gesunde Selbst-Vertrauen entwickelte sich durch eine Kehrtwendung in meiner Haltung, im Denken und im Handeln, im konsequenten Zu-dem-Stehen-wer-und-wie-ich-bin und in der Disziplin, auch das wirklich umzusetzen, was ich erkannt habe.
    Auch ist dieses Vertrauen in mich selbst mit Ehrlichkeit verknüpft. Ich bin heute mehr denn je darum bemüht, herauszufinden, ob ich mich nicht vielleicht irre, ob ich nicht vielleicht doch einen hinterlistigen Gedanken habe oder aus einer Gewohnheit heraus, Dinge tue, die dem widersprechen. Ich bin interessiert daran, wirklich die Wahrheit aufzudecken, sowohl bei mir als auch bei meinem Gegenüber, um ihm/ihr nicht etwa Un-Recht zu tun. Im Gegensatz zu früher, lasse ich mich heute gerne belehren.

    Nun magst Du denken, ich schreibe ja nur von mir. Ja, aber es gibt nur mich :lol: . Mein Leid ist mein Leid, und meine Freude ist meine Freude. :D

    _()_ Monika

  • xxx
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    • 22. Mai 2011 um 18:26
    • #42

    Liebe Monika genau so wie Du sehe ich das auch.

    Ich habe übrigens extra geschrieben: die Welt weiterzuentwickelt nicht zu verbessern, ganz wie ich glaube, es auch Buddha sehen würde ohne zu werten.

    So wie Du dich verhälst schaffst Du eben Vertauen in Dein Umfeld, kannst Leiden lindern (z.B.Angst beseitigen, Sicherheit geben) und Vorbild sein.

    Ich glaube nämlich, die Welt wird sich in die Richtung entwickeln, wie die Mehrheit der Vorbilder sich verhalten.
    Gruss Bakram

    2 Mal editiert, zuletzt von xxx (22. Mai 2011 um 19:17)

  • nibbuti
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    • 22. Mai 2011 um 18:48
    • #43
    Alex Gruber:

    Aber ich kann diese Ungerechtigkeit nicht einfach akzeptieren, es tut mir jeden Tag weh, wenn ich nur überlege wie viel Leid täglich passiert. Von Gier lassen sich die Menschen treiben und zerstören alles um sie herum. Ich kann es fast schon spüren, wie ein Wesen nach dem anderen in den Tod getrieben wird. Wir sollten doch etwas tun. Wie denkt ihr darüber?


    Hi und willkommen Alex

    Ein ehrlicher Buddhist wird nicht alles in der Welt stumpf akzeptieren, ganz im Gegenteil.

    Es gibt viel, das man achtsam machen kann. Du wirst kaum einen Buddhist hier finden, der sich nicht in irgendeiner NGO engagiert.

    Aber Weltverbesserungssucht ist auch eine Sucht.

    Weltverbesserungssucht ist eines von den Dingen, die es zu überwinden gilt, um wirklich etwas zu verändern.

    Zum Beispiel schießen einige sogenannte Terroristen sich selbst ins Bein, weil sie am falschen Ende anfangen.

    Oder einige Christen geben und helfen bis zum Burn-Out, ohne zu wissen, was das Gegebene und Geholfene tatsächlich anrichtet.

    Mit richtiger Meditation erkennt man, dass wirkliche Freiheit nicht im 'Außen' ist, sondern von 'Innen' nach 'Außen' stattfindet.

    Und wenn man das klar erkannt hat, sieht man auch, dass die Dinge in der Welt auf Dauer unbefriedigend sind.

    Es heißt der Weg zur Hölle auf Erden ist mit 'guten' Absichten gepflastert.

    Deswegen sollte man nicht gleich alle guten Absichten über Bord werden (das wär die andere Extreme).

    Einer ehrlichen Absicht geht ein klarer, nüchterner Blick voran.

    Liebe Grüße

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Alex Gruber
    Themenautor
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    21. Mai 2011
    • 22. Mai 2011 um 19:59
    • #44

    Ich danke dir aus tiefsten Herzen, Bakram!

    Du sprichst mir aus der Seele, es ist wie du sagst.
    So viele Philosophen, Denker und Poeten so viele Gedanken, die eigentlich grob gesagt nur auf ein Ziel gerrichtet sind.

    Es ist diese Leere, die mich bei den meisten Menschen erschreckt. Sie sind so unachtsam, ohne das sie ihrem Leben einen Sinn geben leben sie Tag für Tag dahin.
    Sie hören nicht zu wenn man es ehrlich mit ihnen meint. Aber ich verstehe es auch, ständig wird gelogen überall, die Wahrheit muss man heutzutage schon suchen.
    Dadurch werden die Menschen unachtsam. Selbst wenn man sagt das "ist die Wahrheit" glauben sie einem nicht, weil das jeder Lügner sagt. Du hast Recht die Menschen
    vertrauen auf nichts mehr.

    Wie kann man ihnen dieses Vertrauen wieder geben, in kleinem, wie in großen Rahmen?

  • bel
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 20:10
    • #45
    Alex Gruber:

    Es ist diese Leere, die mich bei den meisten Menschen erschreckt. Sie sind so unachtsam, ohne das sie ihrem Leben einen Sinn geben leben sie Tag für Tag dahin.
    Sie hören nicht zu wenn man es ehrlich mit ihnen meint. Aber ich verstehe es auch, ständig wird gelogen überall, die Wahrheit muss man heutzutage schon suchen.
    Dadurch werden die Menschen unachtsam. Selbst wenn man sagt das "ist die Wahrheit" glauben sie einem nicht, weil das jeder Lügner sagt. Du hast Recht die Menschen vertrauen auf nichts mehr.
    Wie kann man ihnen dieses Vertrauen wieder geben, in kleinem, wie in großen Rahmen?

    Jedenfalls in keinem Fall dadurch, daß man sich anders dünkt als eben jene "anderen". Du sagst "die Menschen vertrauen auf nichts mehr" - und Du vertraust eben "den Menschen" nicht. Wie "unachtsam" ist denn das, wenn man nicht sieht, daß da überhaupt kein Unterschied besteht?

    _()_

  • Dorje Sema
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 20:27
    • #46
    Zitat

    Alex Gruber: Wie kann man ihnen dieses Vertrauen wieder geben, in kleinem, wie in großen Rahmen?

    Am besten gar nicht;
    und schon mal gar nicht so !!! :idea:

    Sarva mangalam

    Dorje Sema

  • sumedhâ
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 20:37
    • #47
    Alex Gruber:
    Zitat

    Es ist diese Leere, die mich bei den meisten Menschen erschreckt.


    glaubst du wirklich zugang zu den "inhalten" der menschen zu haben?

    Zitat

    Sie sind so unachtsam, ohne das sie ihrem Leben einen Sinn geben leben sie Tag für Tag dahin.


    ich finde diese aussage anmasend und voller hochmut.

    Zitat

    Sie hören nicht zu wenn man es ehrlich mit ihnen meint

    .
    das kling für mich sehr missionarisch, erzieherisch...

    Zitat

    Aber ich verstehe es auch, ständig wird gelogen überall, die Wahrheit muss man heutzutage schon suchen.


    findest du das nicht übertrieben?

    Zitat

    Dadurch werden die Menschen unachtsam.


    was verstehst du unter achtsamkeit?

    Zitat

    Selbst wenn man sagt das "ist die Wahrheit" glauben sie einem nicht, weil das jeder Lügner sagt. Du hast Recht die Menschen
    vertrauen auf nichts mehr.


    reicht es dir nicht das du weist das es die wahrheit ist?

    Zitat

    Wie kann man ihnen dieses Vertrauen wieder geben, in kleinem, wie in großen Rahmen?


    du kannst niemandem was geben und vertrauen schon gar nicht, weder im großen wie im kleinen rahmen.

    du zeigst mit erhobenem findger auf "die anderen" die so ... und so....und so.... sind und gleichzeitig schreibst du von, harmonie, vertrauen, achtsamkeit .....
    für mich passt das nicht zusammen.
    ich wünsche dir zufriedenheit die nicht von dem verhalten anderer abhängig ist.

    alles gute

  • Alex Gruber
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    • 22. Mai 2011 um 20:42
    • #48
    bel:


    Jedenfalls in keinem Fall dadurch, daß man sich anders dünkt als eben jene "anderen". Du sagst "die Menschen vertrauen auf nichts mehr" - und Du vertraust eben "den Menschen" nicht. Wie "unachtsam" ist denn das, wenn man nicht sieht, daß da überhaupt kein Unterschied besteht?

    _()_

    Ich entschuldige mich bei dir, scheinbar habe ich mich unverständlich ausgedrückt, so das du der Meinung bist, ich wäre ein Mensch der nicht alles zutiefst liebt.
    Ich liebe das Wasser, den Baum, den Menschen, das Tier...ich respektiere sie und ich bin allem so dankbar das ich es sehen, riechen, hören oder schmecken kann, das es sie gibt.
    Lieber stehe ich im Regen und spüre jeden einzelnen Tropfen, der mich berührt, als meine Gedanken kundzutun, doch ich kann auch mitempfinden wenn etwas böses geschieht. Es tut mir weh...ich könnte genauso mich von allem abschotten, das Leid einfach ignorieren, aber es ist die Verbundenheit zu Mensch und Tier die mich mitempfinden lässt.

    Ich will doch den Menschen nicht vorschreiben wie sie zu leben haben, dazu habe ich kein Recht. Ich will ihnen doch nur sagen, wie schön es sein könnte...

    _()_

  • Alex Gruber
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    • 22. Mai 2011 um 20:47
    • #49

    Ihr fixiert euch zu sehr auf Wörter, auf Sätze. Die Sprache ist doch nur die Brücke von einem Menschen zum anderen.
    Scheinbar habe ich eine äußerst schlechte Wortwahl....das tut mir leid.

  • sumedhâ
    Gast
    • 22. Mai 2011 um 20:47
    • #50
    Alex Gruber:

    Ich will ihnen doch nur sagen, wie schön es sein könnte...


    hallo Alex,

    das kannst du nicht, denn das was du schön und wertvoll empfindest ist nur in dir, du wirst es nie jemandem vermitteln können....
    alles gute für dich

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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