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  1. Buddhaland Forum
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weder-weh-noch-wohl

  • Yoni
  • 19. Mai 2011 um 23:48
  • Zum letzten Beitrag
  • Yoni
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    • 19. Mai 2011 um 23:48
    • #1

    Hallo ihr Lieben!

    Hab mal eine, zwei, drei Verständnissfrage(n) über die "3 Gefühle", bzw. explizit die dritte Art, die "Weder Wohl noch Weh"-Gefühle betreffend.

    Wir sind ja ziemlich dualistisch konditioniert. Die 3. Art der Gefühle macht den Eindruck einer Befreiung von den 2 "üblichen" Arten von Gefühlen - positiv/negativ/neutral(?)
    Gilt es, jenes neutrale auch zu überwinden?
    Was ist genau damit gemeint? ...und wie bewerkstelligt mensch eine Überwindung von Neutralität? :?

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

  • nibbuti
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    • 20. Mai 2011 um 01:14
    • #2
    Yoni:

    Die 3. Art der Gefühle macht den Eindruck einer Befreiung von den 2 "üblichen" Arten von Gefühlen - positiv/negativ/neutral(?)
    Gilt es, jenes neutrale auch zu überwinden?
    Was ist genau damit gemeint? ...und wie bewerkstelligt mensch eine Überwindung von Neutralität? :?


    Hi Yoni

    Es gilt auch, Anhaftung an jenes neutrale Gefühl zu überwinden.

    Damit ist gemeint: loslassen, was hier und jetzt neutral, und später als negativ empfunden wird.

    Das bewerkstelligt eine weise Person am besten, indem sie echtes Wissen entwickelt:

    vom Leid, von den Geistestrübungen, vom ihrem Ursprung, von ihrem Ende und vom Weg.

    Grüße

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Hanzze
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 04:24
    • #3
    Zitat

    "Nicht drei Gefühle, Herr Udāyī, hat der Erhabene angegeben, zwei Gefühle hat der Erhabene angegeben: das wohlige Gefühl und das wehe Gefühl. Was das weder wohlig noch wehe Gefühl anlangt, o Herr, das hat der Erhabene beim Tüchtigen als auserlesenes Wohl bezeichnet."

    Viel der Gefühle - Bahuvedaniya Sutta

    *schmunzel*

  • Norbert
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    • 20. Mai 2011 um 09:11
    • #4

    Hi Yoni,

    Zitat

    Gilt es, jenes neutrale auch zu überwinden?
    Was ist genau damit gemeint? ...und wie bewerkstelligt mensch eine Überwindung von Neutralität?

    wie nibbuti schon schrieb, es geht darum die Anhaftung an jeglicher Art von Gefühlen zu lassen. Gerade unter dem "neutralem" Gefühl konnte ich mir lange Zeit nicht zu recht etwas vorstellen. Muss doch langweilig sein, weder weh noch wohl ... - aber es gibt Momente, da "schweigen die Gefühle" ... einfach dasitzen ... http://dhamma-vinaya.de/2011/04/03/lob…ch-wehgefuehls/ - "Balsam für die Seele". Auch da gild : es einfach sein zu lassen, weder ablehnen noch anhaften.

    Liebe Grüsse

    Norbert

    Gier, Hass und Verblendung sind weder in Werken noch in Worten zu überwinden, sondern nur durch wiederholtes weises Erkennen (A.X/23)

    Einmal editiert, zuletzt von Norbert (20. Mai 2011 um 09:16)

  • Kusala
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 09:13
    • #5

    Weder-weh-noch-wohl (Gefühle) sind karmisch (wirkend) neutral.

  • accinca
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    • 20. Mai 2011 um 09:16
    • #6
    Hanzze:


    Viel der Gefühle - Bahuvedaniya Sutta


    Genau :
    "Was das weder wohlig noch wehe Gefühl anlangt, o Herr, das hat der Erhabene beim Tüchtigen als auserlesenes Wohl bezeichnet."

  • Onda
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 09:27
    • #7
    Yoni:


    Gilt es, jenes neutrale auch zu überwinden?

    Es geht nicht um die Überwindung von Gefühlen (oder Empfindungen). Es geht um die Aufhebung der Anhaftung an Empfindungen (vedana).
    LG
    Onda

  • monikamarie
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 09:30
    • #8
    Onda:
    Yoni:


    Gilt es, jenes neutrale auch zu überwinden?

    Es geht nicht um die Überwindung von Gefühlen (oder Empfindungen). Es geht um die Aufhebung der Anhaftung an Empfindungen (vedana).
    LG
    Onda

    Genau!

  • accinca
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    • 20. Mai 2011 um 09:40
    • #9
    Onda:
    Yoni:


    Gilt es, jenes neutrale auch zu überwinden?


    Es geht nicht um die Überwindung von Gefühlen (oder Empfindungen). Es geht um die Aufhebung der Anhaftung an Empfindungen (vedana).


    "Onda" da hast du die Sache noch immer nicht verstanden.
    Und mit "nicht verstanden" meine ich jetzt nicht die tiefe
    in der Sache, sondern ich rede nur erst einmal vom Wortlaut
    den du nicht verstehen willst/kannst. Deswegen schreibe ich es dir
    jetzt noch einmal klar hier hin:

    Überwinden=Aufhebung der Anhaftung!!!!

    Was sollte denn wohl sonst beim Gefühl zu überwinden
    möglich sein??? Und zwar wo immer Gefühle auftreten - wenn
    sie denn auftreten. Das dadurch dann Gefühle auch immer weniger
    aufkommen ist eine Sache die man nicht überwinden muß.

  • Onda
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 09:45
    • #10
    accinca:


    "Onda" da hast du die Sache noch immer nicht verstanden.


    Ganz ruhig!

    Zitat

    sondern ich rede nur erst einmal vom Wortlaut
    den du nicht verstehen willst/kannst.


    Entspanne dich. Und nehme Abstand von Beleidigungen.

    Zitat

    Deswegen schreibe ich es dir
    jetzt noch einmal klar hier hin:

    Überwinden=Aufhebung der Anhaftung!!!!


    Nichts anderes habe ich geschrieben.
    Bitte genau lesen.

    LG
    Onda

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (20. Mai 2011 um 10:28)

  • accinca
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    • 20. Mai 2011 um 09:53
    • #11
    Onda:
    accinca:


    sondern ich rede nur erst einmal vom Wortlaut
    den du nicht verstehen willst/kannst.


    Entspanne dich. Und nehme Abstand von Beleidungen.


    Entschuldige, ich wollte dich nicht beleidigen noch wußte ich nicht dich
    damit überhaupt beleidigen zu können. Aber du hattest ja geschrieben:

    "Es geht nicht um die Überwindung von Gefühlen."

    Doch, doch, darum geht es, denn die Überwindung von Gefühlen
    das ist die Aufhebung der Anhaftung <>.

  • Onda
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 10:24
    • #12
    accinca:


    Entschuldige, ich wollte dich nicht beleidigen noch wußte ich nicht dich
    damit überhaupt beleidigen zu können.


    Wenn du es vermeiden willst, andere zu beleideigen, dann magst du die zwei folgenden Sätze aus deinem Repertoire streichen:
    1) Das kannst du nicht verstehen
    2) (Und noch schlimmer): Das willst du nicht verstehen


    Zitat

    "Es geht nicht um die Überwindung von Gefühlen."

    Doch, doch, darum geht es, denn die Überwindung von Gefühlen
    das ist die Aufhebung der Anhaftung

    Gefühle und die Anhaftung an ihnen sind zwei paar Schuh.
    Gefühle sind erst einfach mal da. Wir können sie beobachten, zur Kenntnis nehmen. Bei fortschreitender Praxis wird durch die Übung der Beobachtung und durch die sich dadurch ergebende Distanzierung von den Gefühlen impulsives emotionales Handeln unwahrscheinlicher werden. Auch wird das Leiden, das durch Anhaften an Gefühlen entsteht, geringer.

    LG
    Onda

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (20. Mai 2011 um 10:29)

  • xxx
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    • 20. Mai 2011 um 10:24
    • #13
    nibbuti:



    Es gilt auch, Anhaftung an jenes neutrale Gefühl zu überwinden.

    Damit ist gemeint: loslassen, was hier und jetzt neutral, und später als negativ empfunden wird.

    Das bewerkstelligt eine weise Person am besten, indem sie echtes Wissen entwickelt:

    vom Leid, von den Geistestrübungen, vom ihrem Ursprung, von ihrem Ende und vom Weg.

    JA,JA,JA,JA,JA

    Hier ein kleiner Input zum "Meditieren" = Festigen des Weder-weh-noch-wohl Gefühls damit es in zukunft nicht mehr nur flüchtig hinter den Wolken auftaucht, sondern für immer da ist und da noch leer gefüllt werden kann mit ...... = Ausbilden eines neuen Bewusstseins !

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neuronale_Plastizit%C3%A4t

    Wer dabei Schmerz ( ev. soger Kopfschmerzen) ist auf dem richtigen weg. Die beiden (Flamme und Schwert) auf ewig zu vereinigen und muss die Dinge nicht mehr von "beiden Seiten" betrachtet werden müssen um zu Erkenntnis zu kommen, dies geht nun automatisch. Der Verstand (ver)arbeitet nun niocht mehr seriell sondern wie das Untebewusstsein paralell.


    Soviel zum Bewusstsein Maschine etc. gel Bel :P


    Gruss Bakram

    Einmal editiert, zuletzt von xxx (20. Mai 2011 um 11:33)

  • accinca
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    • 20. Mai 2011 um 11:33
    • #14
    Onda:


    Wenn du es vermeiden willst, andere zu beleideigen, dann magst du die zwei folgenden Sätze aus deinem Repertoire streichen:
    1) Das kannst du nicht verstehen
    2) (Und noch schlimmer): Das willst du nicht verstehen


    Das sind keine Beleidigungen! Das ist ein Umstand der sich
    mir so darstellt.

    Onda:


    Gefühle und die Anhaftung an ihnen sind zwei paar Schuh.
    Gefühle sind erst einfach mal da. Wir können sie beobachten, zur Kenntnis nehmen. Bei fortschreitender Praxis wird durch die Übung der Beobachtung und durch die sich dadurch ergebende Distanzierung von den Gefühlen impulsives emotionales Handeln unwahrscheinlicher werden. Auch wird das Leiden, das durch Anhaften an Gefühlen entsteht, geringer.

    Darin stimmen wir überein - war aber nicht der Punkt.
    Der Punkt ist, das die Überwindung der Gefühle nicht
    unbedingt bedeute, das da kein Gefühl mehr ist sondern, daß
    die Überwindung des Anhaftens am Gefühl die Überwindung
    des Gefühls ist. So ist es also falsch zu sagen man müsse
    die Gefühle nicht überwinden.

  • Onda
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 11:55
    • #15
    accinca:
    Onda:


    Wenn du es vermeiden willst, andere zu beleideigen, dann magst du die zwei folgenden Sätze aus deinem Repertoire streichen:
    1) Das kannst du nicht verstehen
    2) (Und noch schlimmer): Das willst du nicht verstehen


    Das sind keine Beleidigungen! Das ist ein Umstand der sich
    mir so darstellt.

    Wir legen hier mal alle zusammen und spendieren dir ein kleines Kommunikationstraining. Dort wirst du lernen, dass man nicht alles sagen sollte (auch wenn man's vielleicht denkt). Man sollte seinem Gesprächspartner generell a) nicht den Willen zum Verständnis absprechen und b) nicht die Fähigkeit dazu.

    Onda:


    Gefühle und die Anhaftung an ihnen sind zwei paar Schuh.
    Gefühle sind erst einfach mal da. Wir können sie beobachten, zur Kenntnis nehmen. Bei fortschreitender Praxis wird durch die Übung der Beobachtung und durch die sich dadurch ergebende Distanzierung von den Gefühlen impulsives emotionales Handeln unwahrscheinlicher werden. Auch wird das Leiden, das durch Anhaften an Gefühlen entsteht, geringer.

    Zitat

    Darin stimmen wir überein - war aber nicht der Punkt.
    Der Punkt ist, das die Überwindung der Gefühle nicht
    unbedingt bedeute, das da kein Gefühl mehr ist sondern, daß
    die Überwindung des Anhaftens am Gefühl die Überwindung
    des Gefühls ist. So ist es also falsch zu sagen man müsse
    die Gefühle nicht überwinden.

    Wenn "Überwindung des Gefühls" bedeutet "Überwindung des Anhaftens am Gefühl ", dann kann man's doch gleich richtig sagen:
    "Überwindung des Anhaftens am Gefühl ". "Überwindung des Gefühls" klingt so, als gälte es das Gefühl selbst zu elimieren und darum geht es ja gerade nicht.

    LG
    Onda

  • Norbert
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    • 20. Mai 2011 um 12:14
    • #16
    Zitat

    dann kann man's doch gleich richtig sagen:
    "Überwindung des Anhaftens am Gefühl "

    eben! - aber dabei die anderen vier nicht vergessen (Form,Wahrnehmung, Gestaltung, Bewusstsein). ;)

    Liebe Grüße

    Norbert

    Gier, Hass und Verblendung sind weder in Werken noch in Worten zu überwinden, sondern nur durch wiederholtes weises Erkennen (A.X/23)

  • Hanzze
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    • 20. Mai 2011 um 12:43
    • #17

    Für was der Buddha manchmal geredet hat *lol*

    Hanzze:
    Zitat


    Viel der Gefühle - Bahuvedaniya Sutta
    *schmunzel*


    und da wundern sich die Leut, warum da kein Buddha mehr ist... *schmunzel*

  • Yoni
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    • 20. Mai 2011 um 13:12
    • #18

    Erst mal meinen herzlichen Dank für eure Beiträge!! :)

    Vielleicht ist der Knackpunkt, dass ein "neutrales Gefühl" gar kein "Gefühl" in dem Sinne ist?
    Ich schrieb ja auch "Gilt es, jenes n(!sic)eutrale auch zu überwinden?" und nicht "Gilt es, jenes neutrale Gefühl auch zu überwinden?" Wenn ich nämlich gefühlsmäßig neutral bin ...sind da keine Gefühle, oder?!

    Genausowenig möchte ich missverstanden werden bei der Formulierung "weh-und wohl-Gefühle" an sich überwinden zu wollen - war ein Formulierungsfehler meinerseits, wofür ich mich entschuldige.
    Vom z.B. dem Empfinden eines Schmerzes selbst kann ich mich wohl kaum befreien. Meine Nerven empfinden einen schmerzvollen Reiz einfach so: schmerzvoll eben! (Und es hat ja auch seinen Sinn!)
    Vom Anhaften am Schmerz - davon wiederum kann ich mich befreien. Das zeigt z.B. die alternative Schmerztherapie bei Migräne ganz gut. ;)

    Aus Hanzzes Link zum Bahuvedaniya Sutta werde ich auch nicht so richtig "schlau" ...gehts doch weniger um die weh-oder-wohl-und-weder-noch-Gefühle, als um den Streit, den die beiden Protagonisten darum führen.

    Wie kann mensch an einem weder-wohl-noch-weh-"Gefühl" anhaften?
    Vermischen wir da vielleicht auch zwei Kategorien miteinander? Das sinnlich erfahrene Gefühl und die psychologische Ebene von Gefühlen?

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

  • accinca
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    • 20. Mai 2011 um 13:27
    • #19
    Onda:


    Wenn "Überwindung des Gefühls" bedeutet "Überwindung des Anhaftens am Gefühl ", dann kann man's doch gleich richtig sagen:
    "Überwindung des Anhaftens am Gefühl ". "Überwindung des Gefühls" klingt so, als gälte es das Gefühl selbst zu elimieren und darum geht es ja gerade nicht.


    Darum geht es dir gerade nicht - das ist mir schon lange klar.
    Wenn man die Gefühle eliminieren würden, dann würde man auch nicht
    an ihnen Anhaften.

    Der Buddha lehrte jedenfalls:

    "'Durch Auflösung des Gefühls wird Durst aufgelöst', das ist da wohl gesagt worden; erreichen wir nun, ihr Mönche, durch Auflösung des Gefühls die Auflösung des Durstes, oder wie verhält es sich hiermit?"

    "Durch Auflösung des Gefühls, Herr, wird Durst aufgelöst: so verhält es sich mit uns. Durch Auflösung des Gefühls wird Durst aufgelöst."

    "'Durch Auflösung der Berührung wird Gefühl aufgelöst', das ist da wohl gesagt worden; erreichen wir nun, ihr Mönche, durch Auflösung der Berührung die Auflösung des Gefühls, oder wie verhält es sich hiermit?"

    "Durch Auflösung der Berührung, Herr, wird Gefühl aufgelöst: so verhält es sich mit uns. Durch Auflösung der Berührung wird Gefühl aufgelöst." (M 38)

  • brigittefoe
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    • 20. Mai 2011 um 13:33
    • #20

    Ich habe das Gefühl
    ich bestehe NUR aus Gefühl.
    Wenn ich kein Gefühl mehr habe
    oder nicht daran hafte,
    bin ich ein Neutrum.

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • monikamarie
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    • 20. Mai 2011 um 13:41
    • #21
    Bakram:
    nibbuti:



    Es gilt auch, Anhaftung an jenes neutrale Gefühl zu überwinden.

    Damit ist gemeint: loslassen, was hier und jetzt neutral, und später als negativ empfunden wird.

    Das bewerkstelligt eine weise Person am besten, indem sie echtes Wissen entwickelt:

    vom Leid, von den Geistestrübungen, vom ihrem Ursprung, von ihrem Ende und vom Weg.

    JA,JA,JA,JA,JA

    Hier ein kleiner Input zum "Meditieren" = Festigen des Weder-weh-noch-wohl Gefühls damit es in zukunft nicht mehr nur flüchtig hinter den Wolken auftaucht, sondern für immer da ist und da noch leer gefüllt werden kann mit ...... = Ausbilden eines neuen Bewusstseins !

    http://de.wikipedia.org/wiki/Neuronale_Plastizit%C3%A4t

    Wer dabei Schmerz ( ev. soger Kopfschmerzen) ist auf dem richtigen weg. Die beiden (Flamme und Schwert) auf ewig zu vereinigen und muss die Dinge nicht mehr von "beiden Seiten" betrachtet werden müssen um zu Erkenntnis zu kommen, dies geht nun automatisch. Der Verstand (ver)arbeitet nun niocht mehr seriell sondern wie das Untebewusstsein paralell.


    Soviel zum Bewusstsein Maschine etc. gel Bel :P


    Gruss Bakram

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    Schön, dass Du das nochmal korrigiert hast mit dem Zitat. Leider hast Du trotzdem etwas Kauderwelsch geschrieben, ich verstehe nicht, worauf Du hinaus willst.
    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 13:57
    • #22
    accinca:


    ...
    Darum geht es dir gerade nicht - das ist mir schon lange klar.
    Wenn man die Gefühle eliminieren würden, dann würde man auch nicht
    an ihnen Anhaften.

    ...

    Ja, ich verstehe, was Du schreibst. Das erinnert mich an meine Jugend, als eine Freundin mir vorwarf, ich würde mich zu sehr für Jungens interessieren (sie war stolz, dass sie noch Jungfrau war), da antwortete ich ihr: "Wenn man nichts fühlt, ist es leicht, eine Jungfrau zu bleiben!"
    Wenn ich keine sexuellen Gefühle habe, kann ich auch nicht an ihnen anhaften. Anhaften und Gefühl sind zwei Seiten einer Münze, insofern geht es durchaus um die Eliminierung des Gefühls, was keineswegs gewaltsam geschehen muss, sondern durch Erkenntnis und Einsicht geschieht.

    Vergleichbar dem Gefühl der Wut, da betrachte ich nicht das Anhaften, sondern das Gefühl und seinen Ursprung. Mit zunehmender Erkenntnis kann sich nämlich herausstellen (stellt sich immer wieder heraus), dass dieses Gefühl seine Ursache in der eigenen Konditionierung hat, in festen Vorstellungen, Stolz, Machtansprüchen ... und nicht in der vermeintlichen äußeren Ursache. Ist die Wut verschwunden, gibt es auch kein Anhaften.

    Es ist sehr interessant und macht Freude, sich selbst immer wieder auf die Schliche zu kommen.

    Letztens las ich einen Text von Pema Chodrön: "Das Leiden endet spontan, wenn wir keinen Ort mehr finden, an dem wir uns verstecken können." Und warum ist das so? Weil sich das Körper-Geist-System schlagartig in Hingabe entspannt. Jedenfalls habe ich das schon häufig so erlebt.

    _()_ Monika

  • monikamarie
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 13:58
    • #23
    brigittefoe:

    Ich habe das Gefühl
    ich bestehe NUR aus Gefühl.
    Wenn ich kein Gefühl mehr habe
    oder nicht daran hafte,
    bin ich ein Neutrum.

    LG

    Ich glaube, liebe Brigitte, dass es darum nicht geht. Ich fühle mich sehr lebendig und habe viel zu lachen. Ein Neutrum war ich, als ich Angst vor Gefühlen hatte.
    LG MM

  • Hanzze
    Gast
    • 20. Mai 2011 um 14:09
    • #24
    Yoni:

    Erst mal meinen herzlichen Dank für eure Beiträge!! :)

    Vielleicht ist der Knackpunkt, dass ein "neutrales Gefühl" gar kein "Gefühl" in dem Sinne ist?
    Ich schrieb ja auch "Gilt es, jenes n(!sic)eutrale auch zu überwinden?" und nicht "Gilt es, jenes neutrale Gefühl auch zu überwinden?" Wenn ich nämlich gefühlsmäßig neutral bin ...sind da keine Gefühle, oder?!

    Genausowenig möchte ich missverstanden werden bei der Formulierung "weh-und wohl-Gefühle" an sich überwinden zu wollen - war ein Formulierungsfehler meinerseits, wofür ich mich entschuldige.
    Vom z.B. dem Empfinden eines Schmerzes selbst kann ich mich wohl kaum befreien. Meine Nerven empfinden einen schmerzvollen Reiz einfach so: schmerzvoll eben! (Und es hat ja auch seinen Sinn!)
    Vom Anhaften am Schmerz - davon wiederum kann ich mich befreien. Das zeigt z.B. die alternative Schmerztherapie bei Migräne ganz gut. ;)

    Aus Hanzzes Link zum Bahuvedaniya Sutta werde ich auch nicht so richtig "schlau" ...gehts doch weniger um die weh-oder-wohl-und-weder-noch-Gefühle, als um den Streit, den die beiden Protagonisten darum führen.

    Wie kann mensch an einem weder-wohl-noch-weh-"Gefühl" anhaften?
    Vermischen wir da vielleicht auch zwei Kategorien miteinander? Das sinnlich erfahrene Gefühl und die psychologische Ebene von Gefühlen?

    Ja, das Sutta hat mehrere Tiefen. Zum einen erklärt es, das der Buddha immer passend zum jeweiligen Bewusstsein gesprochen hat und es in keiner Aussage etwas gibt, dass für jede Art der Auffassbarkeit der jeweiligen Einzelperson gültig sein kann.
    Des weiteren hat er damit erklärt, dass alle recht haben (Streit geschlichtet), auch wenn sie verschiedener Meinung sind und zu guter letzt auch das sie alle unrecht haben und hat er alle dazu angehalten nicht stehen zu bleiben, sonder dorthin weiterzugehen, was wirklich erreicht werden sollte.

    Einige haben die drei Gefühle hier ganz gut erklärt und dennoch einfach weiter und nicht nach einer intellektuell fassbaren Art suchen.

  • Yoni
    Themenautor
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    • 20. Mai 2011 um 16:19
    • #25

    Ick dank dir, Hanzze *etwas besser durch die Sutte blick" :P
    Und tnx für the Hinweis, Monika! quote: Ein Neutrum war ich, als ich Angst vor Gefühlen hatte. _()_

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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