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Definition von Meditation

  • Onda
  • 28. November 2010 um 10:35
  • Zum letzten Beitrag
  • Onda
    Gast
    • 16. Dezember 2010 um 12:23
    • #376
    Elliot:

    Also wäre Dein Glossar in etwa das folgende:

    • sammāsati: bezeichnet die Praxis der vier Grundlagen der Achtsamkeit (cattāro satipaṭṭhānā) und ist das 7. Element des achtfachen Pfades, hier genauer beschrieben: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m010z.html.
    • Samadhi: bezeichnet einen Geisteszustand oder eine Fähigkeit, je nach Kontext Konzentration oder Sammlung oder Einspitzgkeit (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m044z.html), oder auch andere Meditationspraktiken bzw. -zustände (siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Samadhi).
    • sammāsamādhi: bezeichnet die Praxis der ersten vier Jhana-Vertiefungen und ist das 8. Element des achtfachen Pfades wie hier beschrieben: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m141z.html.
    • Samatha: bezeichnet den Geisteszustand oder die Fähigkeit der (Geistes)Ruhe.
    • Samatha-bhāvanā: bezeichnet die Praxis der Entfaltung von Samatha und ist dasselbe wie sammāsamādhi, also Praxis der ersten vier Jhana-Vertiefungen (Quellenangabe fehlt noch).
    • Vipassana: bezeichnet den Geisteszustand oder die Fähigkeit der Einsicht.
    • Vipassana-bhāvanā: bezeichnet die Praxis der Entfaltung von Vipassana und beeinhaltet zum Beispiel die Praxis von sammāsati, also cattāro satipaṭṭhānā (Quellenangabe fehlt noch).

    Einverstanden?

    Viele Grüße
    Elliot

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    Hervorragend!
    Onda

  • Elliot
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    • 16. Dezember 2010 um 12:25
    • #377

    Dharma-chakra, auch damit so einverstanden?

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Dharma-chakra
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    6. Februar 2010
    • 16. Dezember 2010 um 18:40
    • #378

    Prima, unsere Definitionen werden immer besser.
    Was mir noch Kopfzerbrechen macht, ist die Gleichsetzung von Samatha-bhāvanā mit sammasamadhi. Das würde ich mich nicht trauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Buddha aus lauter Jux und Dollerei zwei verschiedene Begriff für eine Sache benutzt. Vielleicht beschreibt Samatha eher eine Art zur Ruhe kommen und Sammasamadhi würde noch darüber hinausgehen, indem es die Subjekt-Objekt Spaltung aufhebt. Konnte leider keine weiteren Erklärungen finden.

    Elliot:

    Vipassana-bhāvanā: bezeichnet die Praxis der Entfaltung von Vipassana und beeinhaltet zum Beispiel die Praxis von sammāsati

    Ja, so habe ich das auch gelernt. Vipassana entsteht aus Samatha. Weil der Geist zur Ruhe gekommen ist, entstehen, blitzartig auftauchende intuitive Einsichten. Aber das ist die Sicht der kontemplativen Schulen. Da gibt es auch noch andere Herangehensweisen, die mehr intellektuell arbeiten. Allgemein betrachtet, könnte man jede intellektuelle Betrachtung des Dharma bereits als Vipassana bezeichnen.

    Ich würde die Punkte so formulieren:

      - Sammasati bezeichnet das 7.Element des achtfachen Pfades und wird mit rechter oder reiner Achtsamkeit, Aufmerksamkeit bzw. Geistesgegenwart übersetzt. Diese Form der Geistesgegenwart wird u.a in den vier Grundlagen der Achtsamkeit geübt.

      - Samadhi: bezeichnet einen Geisteszustand, der je nach Kontext mit Konzentration , Vertiefung, Sammlung oder Einspitzgkeit übersetzt werden kann.

      - Sammāsamādhi bedeutet rechte oder vollkommen Vertiefung, Sammlung oder Einsgerichtetsein. Er ist das achte Element des achtfachen Pfades und wird mit Hilfe von Samasati verwirklicht. Eine Übung zur Verwirklichung des Sammasamadhi ist die Praxis der ersten vier Jhana-Vertiefungen.

      - Samatha bedeutet Geistesruhe und beschreibt einen zur ruhegekommenen, friedvollen Geisteszustand.

      - Samatha-bhāvanā: bezeichnet die Praxis, die zur Entfaltung von Samatha führt. Übungsgebiete sind Anapanasati, die Vertiefungen der vier Jhana, die Brahmaviras usw. http://www.palikanon.com/wtb/bhavana.html

      - Vipassana bedeutet Einsicht, Klarblick oder Wissensentfaltung. Eine blitzartige Einsicht in die Ichlosigkeit, Vergänglichkeit und Leidhaftigkeit.

      - Vipassana-bhāvanā: bezeichnet die Praxis der Entfaltung von Vipassana. Sie ist entweder eine Weiterentwicklung der Samathapraxis, die zu einer intuitiven Einsicht führt oder sie kann bedeuten, über einen bestimmten Aspekt der Realität nachzudenken.


    Damit es nicht ganz so trocken wird, hier ein ganz schöner Text, den ich vor ein paar Jahren übersetzt habe - aus Buddha in the palm of your hand.

    Zitat

    Die Samatha-Meditation ist sehr einfach, unmittelbar und direkt. Indem wir die Atemtechnik und das Etikettieren der Gedanken benutzen, wird uns klar, die Empfindungen, Gedanken und Emotionen lediglich sind ganz einfache Ereignisse. Die Dinge, so wie sie sind, sind einfach gut und direkt. Sie brauchen keine weitere Ausarbeitung.
    In der Tat können wir sagen, die Ursache von Chaos und Aggression basiert auf unserer Tendenz unnötige Komplikationen zu kreieren. Das bedeutet, je mehr wir praktizieren, desto mehr erfassen wir die Bedeutung von großer Einfachheit.

    Die Praxis von Samatha schafft Freiheit vom Wirrwarr und von dem andauernden Whirlpool unserer Gedankenprozesse, unserem permanenten Gefühl der Sorge und der Empfindung von unseren eigenen Emotionen und Eindrücken gejagt zu werden.
    Die Einführung von Achtsamkeit in unser Leben ist wie reine, frische Luft. Wir erkennen, es ist nicht notwendig unser Leben noch komplizierter zu gestalten.
    Es gibt nicht mehr länger irgendeinen Grund x-beliebigen Phantasievorstellungen darüber, wer oder was wir sind, Glauben zu schenken. Wir erfahren unsere Gedankenprozesse, unseren Körper, unsere Handlungen und unsere Umgebung direkt, ohne ein sogenanntes Ego zu erdichten.
    Diese Freiheit von Komplexität schafft die Erfahrung, einer unfabrizierten Gesundheit, Ganzheit und Gutheit. Die Entdeckung dieser Einfachheit bringt Freude in unsere Praxis.
    Aufrichtige Freude beruht nicht auf irgendeiner angenommenen Einstellung. Sie ist ein natürliches Resultat der Einfachheit, die aus der Achtsamkeit entsteht. Die Dinge, sehr direkt zu erkennen und dabei kein Gefühl von Identität erfinden zu müssen, ist sehr freudvoll.
    Gleichzeitig ist es unmöglich eine solche Freude zu entdecken, ohne sich auf eine Disziplin einzulassen. Mit Disziplin wird die Freude innerhalb der Praxis ein kontinuierlicher Prozess, der sich selbst regeneriert und sich mühelos ausdehnt. Wir benötigen Disziplin, damit wir diesem Geisteszustand gestatten können, sich zu entfalten.

    Wenn wir unsere Praxis fortsetzen, erwächst, über die Grenzen der einfachen Achtsamkeit hinausgehend, ganz natürlich Freude und Gutheit. Wegen der fundamentalen Heilsamkeit von Samatha, erfahren wir eine Stabilität des Geistes und ein Vertrauen in unsere Praxis.

    Weil unser Zustand der Gesundheit fortdauernd und real ist und unsere Praxis gut und solide wird, gewinnen wir die Gewissheit, nicht immer wieder und wieder in den Whirlpool der Verwirrung zu fallen. Wir haben erkannt: unser Gedankenprozess ist nicht sonderlich problematisch; deshalb können wir uns in unseren Gedanken, Emotionen und körperlichen Empfindungen entspannen - und das betrifft alles, was in unserer Praxis auftaucht.

    Wenn wir beginnen uns in der Praxis zu entspannen, tauchen Blitze der Einsicht auf. Das ist der Beginn von Vipashyana. Vipashyana ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet Einsicht oder klares Erkennen. Der entsprechende tibetische Begriff für Vipashyana heißt Lhagthong. Das klare Erkennen von Vipashyana entsteht aus Samatha.

    Durch Samatha lernen wir: die Dinge sind sehr direkt und unmittelbar. Es gibt Gefühle, Körper und Gedanken. Die Erfahrung der Samatha Praxis lehrt uns: die Phänomene sind einfach das, was sie sind - deshalb können wir uns in der Praxis entspannen.

    Die Achtsamkeit erweitert sich ganz natürlich zur Einsicht von Vipashyana und wir beginnen die Atmosphäre, um uns herum, zu erkennen. Das wird Bewusstheit genannt. Wir fangen an hinaus zu schauen, dehnen uns aus und die Einsicht taucht ganz spontan auf. Mit der Einsicht von Vipashyana, erkennen wir die einzelnen Elemente in jeder Situation, ohne die Voreingenommenheit des Egos. Wir erkennen, unsere Welt ist eine Kombination von Faktoren, die in sich selbst keinerlei spezielle und andere Bedeutung haben, als die, die wir ihnen in jedem Moment beimessen.

    Dies ist die Entdeckung der Ichlosigkeit, die Erkenntnis, dass die Dinge keine feste Existenz besitzen.

    Diese Ausdehnung der Einsicht schafft enorme Frischluftzufuhr, Freiheit und eine raumhafte Sichtweise. Gleichzeitig durchschneidet sie jegliche Neigung sich in dem Gefühl gut und gesund zu fühlen einzunisten. Unsere Empfindung ist scharfsinnig, umsichtig, präzise und geräumig. Der neugierige Geist ist befreit von der Last der Ego - Umklammerung und wir sind tatsächlich in der Lage, die vorhandenen Möglichkeiten innerhalb einer Situation zu erkennen.

    Wenn diese Einsicht zum ersten Mal auftaucht, wissen wir nicht anders mit dieser Erfahrung umzugehen, als sie mit "denken" zu etikettieren. Aber gleichzeitig spüren wir den Drang weiter zu gehen. Weitergehen bedeutet nicht, dass wir die Disziplin der Achtsamkeit einstellen. Die Disziplin der Achtsamkeit ist wie ein Anker. Sie verbindet uns mit der unmittelbaren und präzisen Erfahrung unserer grundlegenden Gesundheit und Gutheit.
    Weitergehen bedeutet: über die Vorstellung hinauszugehen, dass alles, einschließlich unserer Praxis, einen Zweck erfüllen muss. Wenn wir erleben, dass unsere Praxis keinen Zweck erfüllt, wird unsere Bewusstheit und unsere Empfindsamkeit für die Umgebung geschärft. Uns wird klar, die Bewusstheit ist ganz von selbst in der Umgebung anwesend, deshalb benötigt sie keinen speziellen Zweck. Es ist nicht unsere Bewusstheit. Sie muss keineswegs vom dem Bezugspunkt des Egos abhängen.
    An dieser Stelle wird die Bewusstheit als intelligent, selbstexistierend und fortdauernd betrachtet. Diese Erkenntnis basiert auf wirklicher Einsicht. Sie ist das unmittelbare Wissen, um die Dinge, so wie sie wirklich sind. Dieses Wissen ist nicht auf eine bloße Beschreibung oder eine Anhäufung von Daten beschränkt. Wenn der neugierige Geist von den Fesseln des Egos befreit ist, erkennen wir die Ichlosigkeit von uns selbst und auch die Ichlosigkeit der Phänomene, deshalb wird uns klar, dass wir nicht gezwungen sind, um unser Überleben zu kämpfen. Wir müssen nicht herum rasen, uns abhetzen oder antreiben, um ein gutes, gesundes und ganzheitliches Leben zu führen. :D

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    http://www.dharma-chakra.de

  • pali
    Gast
    • 16. Dezember 2010 um 21:07
    • #379

    Ein Lik, um zu zeigen, wie schwierig und wie relativ diese "Deffinitionen" sind ...

    http://www.fredvonallmen.ch/Editor/assets/…tusblaetter.pdf

  • Dharma-chakra
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    • 16. Dezember 2010 um 21:48
    • #380

    Danke für den Link, sehr schöner Artikel :)

    http://www.dharma-chakra.de

  • Elliot
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    • 16. Dezember 2010 um 21:52
    • #381
    Dharma-chakra:

    Was mir noch Kopfzerbrechen macht, ist die Gleichsetzung von Samatha-bhāvanā mit sammasamadhi. Das würde ich mich nicht trauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Buddha aus lauter Jux und Dollerei zwei verschiedene Begriff für eine Sache benutzt.

    Ja, genau, da sehe ich auch ein Problem. Beispielsweise heisst es ja hier (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m073z.html):

    "Dann erhielt der Wanderasket Vacchagotta die Erlaubnis, unter dem Erhabenen in die Hauslosigkeit zu ziehen, und er erhielt die Ordination. Nicht lange nach seiner Ordination, einen halben Monat nach seiner Ordination, ging der ehrwürdige Vacchagotta zum Erhabenen, und nachdem er ihm gehuldigt hatte, setzte er sich seitlich nieder und sagte zum Erhabenen: "Ehrwürdiger Herr, ich habe erlangt, was auch immer durch das Wissen eines Schülers in höherer Schulung, durch das wahre Wissen eines Schülers in höherer Schulung, erreicht werden kann. Der Erhabene möge mich darüber hinaus das Dhamma lehren."

    Nun ist anzunehmen, dass einem "Schüler in höherer Schulung" sammāsamādhi - also die Jhana-Vertiefungen - vertraut sein sollte. Dennoch lautet die Antwort:

    "In diesem Fall, Vaccha, entwickle (bhāvehi) zwei Dinge weiter: Ruhe und Einsicht (samatho ca vipassanā). Wenn diese zwei Dinge weiterentwickelt werden, werden sie zur Durchdringung vieler Elemente führen."

    Und es folgt eine Beschreibung, wie der Wanderasket Vacchagotta höhere Geistkraft entwickelt und Siddhis verwirklicht. Also scheint Samatha-bhāvanā nicht ganz das zu sein, was sammāsamādhi bezeichnet. Es ist auch fraglich, ob es Samatha-bhāvanā getrennt von Vipassana-bhāvanā überhaupt gibt, die beiden tauchen eigentlich immer gemeinsam auf - und zwar in dieser Reihenfolge.

    Dharma-chakra:

    Vielleicht beschreibt Samatha eher eine Art zur Ruhe kommen und Sammasamadhi würde noch darüber hinausgehen, indem es die Subjekt-Objekt Spaltung aufhebt. Konnte leider keine weiteren Erklärungen finden.

    Mir scheint es eher umgekehrt zu sein. Hier wird beschrieben, was sammāsati gemeinsam mit sammāsamādhi bewirkt:

    „Angenommen, da wäre eine Kutsche auf ebenem Untergrund an der Wegkreuzung, mit Vollblütern angespannt, und wartete mit bereitliegender Reitgerte, so daß ein geschickter Zureiter, ein Wagenlenker mit zähmbaren Pferden, die Kutsche besteigen könnte und jederzeit nach Belieben, mit den Zügeln in der linken Hand und der Reitgerte in der rechten Hand, auf beliebiger Straße ausfahren und zurückfahren könnte. Genauso, ihr Bhikkhus, wenn jemand die Achtsamkeit auf den Körper entfaltet und geübt hat, wenn er dann seinen Geist der Verwirklichung irgendeines Zustands, der durch höhere Geisteskraft verwirklicht (abhiññāsacchikaraṇīyassa) werden kann, zuneigt, dann erlangt er die Fähigkeit, jeden beliebigen Aspekt darin zu bezeugen, weil es eine geeignete Grundlage dafür gibt.“ (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m119z.html)

    Und die Entwicklung höherer Geisteskraft scheint eine Voraussetzung für Samatha- und Vipassana-bhāvanā zu sein:

    "Die Ansicht einer so-gewordenen Person ist Richtige Ansicht. Ihre Absicht ist Richtige Absicht, ihre Anstrengung ist Richtige Anstrengung, ihre Achtsamkeit ist Richtige Achtsamkeit, ihre Konzentration ist Richtige Konzentration. Aber ihre körperliche Handlung, ihre sprachliche Handlung und ihre Lebensweise sind bereits früher gründlich geläutert worden. Somit kommt dieser Edle Achtfache Pfad durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit.

    Wenn sie diesen Edlen Achtfachen Pfad entfaltet, kommen
    auch die vier Grundlagen der Achtsamkeit durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit;
    auch die vier Richtigen Anstrengungen kommen durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit;
    auch die vier Machtfährten kommen durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit;
    auch die fünf spirituellen Fähigkeiten kommen durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit;
    auch die fünf Geisteskräfte kommen durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit;
    auch die sieben Erleuchtungsglieder kommen durch Entfaltung in ihr zur Vollständigkeit.

    Diese beiden Dinge - Ruhe und Einsicht (samatho ca vipassanā) - treten in ihr gleichmäßig gepaart in Erscheinung.

    Sie durchschaut Dinge vollständig mit höherer Geisteskraft, die vollständig mit höherer Geisteskraft durchschaut werden sollten.
    Sie überwindet jene Dinge mit höherer Geisteskraft, die mit höherer Geisteskraft überwunden werden sollten.
    Sie entfaltet jene Dinge mit höherer Geisteskraft, die mit höherer Geisteskraft entfaltet werden sollten.
    Sie verwirklicht jene Dinge mit höherer Geisteskraft, die mit höherer Geisteskraft verwirklicht werden sollten."

    • "Und welche Dinge sollten vollständig mit höherer Geisteskraft durchschaut werden? Die Antwort darauf ist: die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, nämlich die Daseinsgruppe der Form, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe des Gefühls, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe der Wahrnehmung, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe der Gestaltungen, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe des Bewußtseins, an der angehaftet wird. Dies sind die Dinge, die vollständig mit höherer Geisteskraft durchschaut werden sollten."
    • "Und welche Dinge sollten mit höherer Geisteskraft überwunden werden? Unwissenheit und Begehren nach Werden. Dies sind die Dinge, die mit höherer Geisteskraft überwunden werden sollten."
    • "Und welche Dinge sollten mit höherer Geisteskraft (abhiññā) entfaltet (bhāvetabbā) werden? Ruhe und Einsicht (samatho ca vipassanā). Dies sind die Dinge, die mit höherer Geisteskraft entfaltet werden sollten."
    • "Und welche Dinge sollten mit höherer Geisteskraft verwirklicht werden? Wahres Wissen und Befreiung. Dies sind die Dinge, die mit höherer Geisteskraft verwirklicht werden sollten."

    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m149z.html)

    Dharma-chakra:

    Ja, so habe ich das auch gelernt. Vipassana entsteht aus Samatha. Weil der Geist zur Ruhe gekommen ist, entstehen, blitzartig auftauchende intuitive Einsichten. Aber das ist die Sicht der kontemplativen Schulen.

    Ja, diese Erlebnisse scheinen nach Vertiefungspraxis beinahe unvermeidbar zu sein. Hier ist auch noch einmal die Verbindung von Jhana-Praxis mit Vipassana beschrieben:

    "Einen Halbmonat lang, ihr Bhikkhus, praktizierte Sāriputta Einsicht (vipassati) in (verschiedene) Zustände (anupadadhammavipassanaṃ), einen nach dem anderen. Sāriputtas Einsicht in (verschiedene) Zustände, einen nach dem anderen (anupadadhammavipassanāya), war diese:

    "Da, ihr Bhikkhus, trat Sāriputta ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilte darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind."

    "Und die Zustände in der ersten Vertiefung - die anfängliche Hinwendung des Geistes, die anhaltende Hinwendung des Geistes, die Verzückung, die Glückseligkeit und die Einspitzigkeit des Geistes; der Kontakt, das Gefühl, die Wahrnehmung, der Wille und Geist; der Eifer, der Entschluß, die Energie, die Achtsamkeit, der Gleichmut und das Aufmerken - diese Zustände wurden von ihm umgrenzt, einer nach dem anderen;

    jene Zustände entstanden, und er hatte Kenntnis davon,
    sie waren gegenwärtig, und er hatte Kenntnis davon,
    sie verschwanden, und er hatte Kenntnis davon.

    Er verstand: 'Diese Zustände treten also tatsächlich in Erscheinung, nachdem sie vorher nicht vorhanden waren;
    nach ihrem Vorhandensein zerfallen sie.'

    In Bezug auf jene Zustände verweilte er, ohne angezogen zu werden, ohne abgestoßen zu werden, unabhängig, ungebunden, frei, losgelöst, mit einem unbeschränkten Herzen. Er verstand: 'Es gibt ein Entkommen jenseits davon', und mit der Pflege jenes Erreichungszustands bestätigte er, daß es das gibt ."

    ... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m111z.html)

    Dharma-chakra:

    Da gibt es auch noch andere Herangehensweisen, die mehr intellektuell arbeiten. Allgemein betrachtet, könnte man jede intellektuelle Betrachtung des Dharma bereits als Vipassana bezeichnen.

    Ja, das könnte das sein, was hier mit paññā-bhāvanā bezeichent wird: http://www.palikanon.com/wtb/bhavana.html

    Andererseits schliesst sich mit Samatha und Vipassana auch der achtfache Pfad zu einem Kreis:

    "Freund, Richtige Ansicht (sammādiṭṭhi) wird von fünf Faktoren unterstützt, wenn sie die Herzensbefreiung als Frucht, die Herzensbefreiung als Frucht und Nutzen hat, wenn sie die Befreiung durch Weisheit als Frucht, die Befreiung durch Weisheit als Frucht und Nutzen hat. Freund, Richtige Ansicht (sammādiṭṭhi) wird hier von Sittlichkeit, Lernen, Erörterung, Ruhe (samathā) und Einsicht (vipassanā) unterstützt. Richtige Ansicht (sammādiṭṭhi), die von diesen fünf Faktoren unterstützt wird, hat die Herzensbefreiung als Frucht, die Herzensbefreiung als Frucht und Nutzen, hat die Befreiung durch Weisheit als Frucht, die Befreiung durch Weisheit als Frucht und Nutzen." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m043z.html)

    Dharma-chakra:

    - Sammāsamādhi bedeutet rechte oder vollkommen Vertiefung, Sammlung oder Einsgerichtetsein. Er ist das achte Element des achtfachen Pfades und wird mit Hilfe von Samasati verwirklicht. Eine Übung zur Verwirklichung des Sammasamadhi ist die Praxis der ersten vier Jhana-Vertiefungen.

    Da würde ich nicht ganz zustimmen. Für Dich scheint sammāsamādhi eher einen Zustand zu bezeichnen, der durch Vertiefungspraxis erreicht werden kann, ich verstehe sammāsamādhi als Kurzwort für die Jhana-Vertiefungspraxis beschränkt auf die ersten vier Jhanas. Und ich verstehe es auch so, dass im achtfachen Pfad diese Vertiefungspraxis der ersten vier Jhanas nicht einfach durch eine andere Konzentrations- oder Samadhipraxis ersetzt werden könnte. Jedenfalls nicht, ohne dass es eben ein anderer Pfad wird. Das gilt auch für die anderen sieben Pfadelemente.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • accinca
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    • 16. Dezember 2010 um 22:37
    • #382

    Also ich finde:
    "in sinnend gedenkender ruhegeborener seliger Verzückung"
    viel genauer und treffender übersetzt als :
    "von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet. "

  • Elliot
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    • 17. Dezember 2010 um 09:19
    • #383

    "... vivicceva kāmehi vivicca akusalehi dhammehi,
    savitakkaṃ savicāraṃ vivekajaṃ pītisukhaṃ
    paṭhamaṃ jhānaṃ upasampajja viharati."
    (http://www.palikanon.com/pali/majjhima/maj039.htm)

    "... gar fern von Begierden, fern von unheilsamen Dingen
    erwirkt er in sinnend gedenkender ruhegeborener seliger Heiterkeit
    die Weihe der ersten Schauung."
    (http://www.palikanon.com/majjhima/m039n.htm)

    "... tritt er ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein,
    die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit,
    die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind."
    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m039z.html)

    Die unterschiedlichen Arten der Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) sind auch hier beschrieben:

    Anuruddha,
    als ich Konzentration mit anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
    (savitakkampi savicāraṃ samādhiṃ bhāvesiṃ )
    als ich Konzentration ohne anfängliche Hinwendung des Geistes, nur mit anhaltender Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
    (avitakkampi vicāramattaṃ samādhiṃ bhāvesiṃ)
    als ich Konzentration ohne anfängliche Hinwendung des Geistes und ohne anhaltende Hinwendung des Geistes entfaltet hatte;
    (avitakkampi avicāraṃ samādhiṃ bhāvesiṃ)
    ... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m128z.html)

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Elliot
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    • 17. Dezember 2010 um 10:27
    • #384
    pali:

    Ein Lik, um zu zeigen, wie schwierig und wie relativ diese "Deffinitionen" sind ...

    http://www.fredvonallmen.ch/Editor/assets/…tusblaetter.pdf

    Ja, es geht bunt durcheinander:

    Zitat

    "Vipassana im Theravada umfaßt Gewahrsein in bezug auf Körper, Gefühle, Geist und Geistobjekte."

    Dies ist die Aufzählung der vier Grundlagen der Achtsamkeit (satipathana), also wird hier Vipassana mit sammasati gleichgesetzt: "Was sind die vier? Ihr Bhikkhus, da verweilt ein Bhikkhu, indem er den Körper als einen Körper betrachtet, eifrig, wissensklar und achtsam, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Er verweilt, indem er Gefühle als Gefühle betrachtet, eifrig, wissensklar und achtsam, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Er verweilt, indem er Geist als Geist betrachtet, eifrig, wissensklar und achtsam, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat. Er verweilt, indem er Geistesobjekte als Geistesobjekte betrachtet, eifrig, wissensklar und achtsam, nachdem er Habgier und Trauer gegenüber der Welt beseitigt hat." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m010z.html)

    Zitat

    "Die Übung führt zu tiefer Einsicht in bezug auf die drei Merkmale samsarischer Existenz, nämlich Unbeständigkeit, Unzulänglichkeit und Nicht-Selbst."

    Das wiederum ist zunächste eine relativ 'meditationsfreie' und rein intellektuelle Reflektion der Grunddoktrinen des Dhammas (Wobei ich mit 'Unzulänglichkeit' nicht viel anfangen kann):

    "Auf diese Weise, Aggivessana, bilde ich meine Schüler aus und auf diese Weise wird meine Anleitung für gewöhnlich meinen Schülern vorgetragen: 'Ihr Bhikkhus, Form ist vergänglich, Gefühl ist vergänglich, Wahrnehmung ist vergänglich, Gestaltungen sind vergänglich, Bewußtsein ist vergänglich. Ihr Bhikkhus, Form ist Nicht-Selbst, Gefühl ist Nicht-Selbst, Wahrnehmung ist Nicht-Selbst, Gestaltungen sind Nicht-Selbst, Bewußtsein ist Nicht-Selbst. Alle Gestaltungen sind vergänglich; alle Dinge sind Nicht-Selbst. Auf diese Weise bilde ich meine Schüler aus und auf diese Weise wird meine Anleitung für gewöhnlich meinen Schülern vorgetragen." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m035z.html)

    Für das wirkliche 'Erkennen' dieser Merkmale wird wohl etwas mehr zu tun sein: sammasati kann zu sammasamadhi führen (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m125z.html), sammasamadhi zum "friedvollen Verweilen" (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m008z.html), dies zu Geistesruhe (Samatha) und zu Einsicht (Vipassana):

    ... "Und die Zustände im Gebiet der Nichtsheit - die Wahrnehmung des Gebiets der Nichtsheit und die Einspitzigkeit des Geistes; der Kontakt, das Gefühl, die Wahrnehmung, der Wille und Geist; der Eifer, der Entschluß, die Energie, die Achtsamkeit, der Gleichmut und das Aufmerken - diese Zustände wurden von ihm umgrenzt, einer nach dem anderen; jene Zustände entstanden, und er hatte Kenntnis davon, sie waren gegenwärtig, und er hatte Kenntnis davon, sie verschwanden, und er hatte Kenntnis davon. Er verstand: 'Diese Zustände treten also tatsächlich in Erscheinung, nachdem sie vorher nicht vorhanden waren; nach ihrem Vorhandensein zerfallen sie.' In Bezug auf jene Zustände verweilte er, ohne angezogen zu werden, ohne abgestoßen zu werden, unabhängig, ungebunden, frei, losgelöst, mit einem unbeschränkten Herzen. Er verstand: 'Es gibt ein Entkommen jenseits davon', und mit der Pflege jenes Erreichungszustands bestätigte er, daß es das gibt." ... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m111z.html)

    Zitat

    Die Realisierung des Vipassana ist der Klarblick, der zwar noch nicht mit Nibbana gleichzusetzen ist, aber - über die vier Stufen der Erleuchtung - zu Nibbana und zur vollkommenen Befreiung führt.

    Da ist mir nicht klar, was "die vier Stufen der Erleuchtung" sein sollen.

    Zitat

    Beim Vipashyana im Mahayana wird primär die tiefe Erkenntnis der Leerheit angestrebt, also des dritten der drei Merkmale in der mahayana-typisch erweiterten Form von Shunyata.

    Auch hier ist nicht ganz klar, ob mit "Erkenntnis der Leerheit" eine intellektuelle Reflektion ("Alles ist leer, da bedingt-sein gleichbedeutend mit nicht-existent ist" usw.) oder tatsächliche Realisierung von "Verweilen in Leerheit":

    "Jedoch, Ānanda, es gibt dieses Verweilen, das vom Tathāgata entdeckt wurde: innerlich in Leerheit einzutreten und darin zu verweilen (suññataṃ upasampajja viharituṃ), indem man allen Merkmalen keine Aufmerksamkeit widmet." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m122z.html)

    Und warum das Verweilen in Leerheit dann Vipashyana heissen soll.

    Zitat

    Diese Erkenntnis ist nicht gleichzusetzen mit Buddhaschaft, führt aber - über den dritten und vierten der fünf Mahayana-Pfade - zur Realisierung der Buddhaschaft."

    Wiederum ist mir nicht klar, was der dritte und vierte der fünf Mahayana-Pfade sein soll. Auf jeden Fall wird deutlich, dass es wohl einen Unterschied zwischen (Meditations-)praktischen Ansätzen und rein intellektuell-reflektierenden Ansätzen gibt, wie ja schon festgestellt wurde:

    Dharma-chakra:

    Vipassana entsteht aus Samatha. Weil der Geist zur Ruhe gekommen ist, entstehen, blitzartig auftauchende intuitive Einsichten. Aber das ist die Sicht der kontemplativen Schulen. Da gibt es auch noch andere Herangehensweisen, die mehr intellektuell arbeiten. Allgemein betrachtet, könnte man jede intellektuelle Betrachtung des Dharma bereits als Vipassana bezeichnen.

    Viele Grüße
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    Einmal editiert, zuletzt von Elliot (17. Dezember 2010 um 12:00)

  • Dharma-chakra
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    • 17. Dezember 2010 um 11:33
    • #385
    Elliot:

    Diese beiden Dinge - Ruhe und Einsicht (samatho ca vipassanā) - treten in ihr gleichmäßig gepaart in Erscheinung.

    Ja, wie zwei Flügel, die abwechselnd schlagend, den Vogel in die Lüfte erheben.

    Elliot:

    Dharma-chakra hat geschrieben:- Sammāsamādhi bedeutet rechte oder vollkommen Vertiefung, Sammlung oder Einsgerichtetsein. Er ist das achte Element des achtfachen Pfades und wird mit Hilfe von Samasati verwirklicht. Eine Übung zur Verwirklichung des Sammasamadhi ist die Praxis der ersten vier Jhana-Vertiefungen.

    Da würde ich nicht ganz zustimmen. Für Dich scheint sammāsamādhi eher einen Zustand zu bezeichnen, der durch Vertiefungspraxis erreicht werden kann, ich verstehe sammāsamādhi als Kurzwort für die Jhana-Vertiefungspraxis beschränkt auf die ersten vier Jhanas.

    Nun, wenn du schreibst: Samadhi: bezeichnet einen Geisteszustand oder eine Fähigkeit - dann muss samasamadhi auch ein Geisteszustand sein – der durch den Begriff samma näher bestimmt wird.

    http://www.dharma-chakra.de

  • Elliot
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    • 17. Dezember 2010 um 12:16
    • #386
    Dharma-chakra:

    Nun, wenn du schreibst: Samadhi: bezeichnet einen Geisteszustand oder eine Fähigkeit - dann muss samasamadhi auch ein Geisteszustand sein – der durch den Begriff samma näher bestimmt wird.

    Muss nicht, auch wenn es vielleicht vom sprachlichen Aspekt plausibel wäre. Der Vorgang an sich trägt beispielsweise auch die Bezeichnung 'angenehme Verweilungen hier und jetzt' :

    "Es ist möglich, Cunda, daß da irgendein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung eintritt, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und darin verweilt, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Er könnte denken: 'Ich verweile in Selbstentsagung.' Aber diese Erreichungszustände sind nicht das, was in der Disziplin des Edlen 'Selbstentsagung' genannt wird; diese werden in der Disziplin des Edlen 'angenehme Verweilungen hier und jetzt' genannt."

    ...

    "Es ist möglich, Cunda, daß da irgendein Bhikkhu mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, in die vierte Vertiefung eintritt, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und darin verweilt. Er könnte denken: 'Ich verweile in Selbstentsagung.' Aber diese Erreichungszustände sind nicht das, was in der Disziplin des Edlen 'Selbstentsagung' genannt wird; diese werden in der Disziplin des Edlen 'angenehme Verweilungen hier und jetzt' genannt." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m008z.html)

    Der letzte Teil dieser Praxis wiederum wird "weder-schmerzhafte-noch-angenehme Herzensbefreiung (adukkhamasukhāya cetovimuttiyā)" genannt:

    "Freund, es gibt vier Bedingungen für das Erlangen der weder-schmerzhaften-noch-angenehmen Herzensbefreiung: mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trübsinn, tritt da ein Bhikkhu in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Dies sind die vier Bedingungen für das Erlangen der weder-schmerzvollen-noch-angenehmen Herzensbefreiung." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m043z.html)

    Vielleicht ist es also nicht so sehr samadhi oder sammasamadhi, was die Bedeutung des achten Elementes des Pfades ausmacht, sondern das Eintreten in diese weder-schmerzhafte-noch-angenehme Herzensbefreiung. Denn:

    "Also, ihr Bhikkhus, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration (na samādhisampadānisaṃsaṃ), oder in Wissen und Schauung (na ñāṇadassanānisaṃsaṃ). Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung (akuppā cetovimutti ), die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m029z.html)

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  • Dharma-chakra
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    • 19. Dezember 2010 um 10:14
    • #387
    Elliot:


    "Also, ihr Bhikkhus, liegt der Nutzen dieses heiligen Lebens nicht in Zugewinn, Ehre und Ruhm, oder im Erlangen von Sittlichkeit, oder im Erlangen von Konzentration (na samādhisampadānisaṃsaṃ), oder in Wissen und Schauung (na ñāṇadassanānisaṃsaṃ). Sondern es ist diese unerschütterliche Herzensbefreiung (akuppā cetovimutti ), die das Ziel dieses heiligen Lebens ist, sein Kernholz und sein Ende." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m029z.html)

    Ja, Sittlichkeit, Konzentration, Wissen und Schauung scheinen Mittel zu sein. Der Buddha hat den Leuten, verschiedene Mittel zur Verfügung gestellt, je nach Neigung, Fähigkeit und Entwicklungsstufe. Deshalb kann man auch nicht sagen, das eine Mittel sei besser als das andere.

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  • Elliot
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    • 19. Dezember 2010 um 11:22
    • #388

    Also Du meinst, um diese unerschütterliche Herzensbefreiung zu erreichen könnte sich jemand beispielsweise in Sittlichkeit üben und dafür auf Konzentration oder Wissen und Schauung verzichten, oder sich in Sittlichekit und Wissen und Schauung üben, aber dafür wenigstens auf Konzentration (samadhi) verzichten? Das würde vielleicht auch der Auffassung von Chögyam Trungpa entsprechen:

    Zitat

    Wenn wir nach einer friedvollen Geistesverfassung suchen, sind wir auf der Hut vor der Unruhe. Es herrscht ein ständiges Gefühl von Paranoia und Beschränkung.

    Viele Grüße
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    • 19. Dezember 2010 um 12:31
    • #389
    Elliot:

    Also Du meinst, um diese unerschütterliche Herzensbefreiung zu erreichen könnte sich jemand beispielsweise in Sittlichkeit üben und dafür auf Konzentration oder Wissen und Schauung verzichten, oder sich in Sittlichekit und Wissen und Schauung üben, aber dafür wenigstens auf Konzentration (samadhi) verzichten? Das würde vielleicht auch der Auffassung von Chögyam Trungpa entsprechen:

    Zitat

    Wenn wir nach einer friedvollen Geistesverfassung suchen, sind wir auf der Hut vor der Unruhe. Es herrscht ein ständiges Gefühl von Paranoia und Beschränkung.

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    Nimms nicht so schwer!
    Die Lehren des Buddha authentisch vorgestellt, sind eine einzige Beleidigung.
    Deshalb versuchen wir ja auch, sie immer zu verdrehen.

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  • Elliot
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    • 19. Dezember 2010 um 14:39
    • #390

    Also ich habe den Eindruck, dass es sich bei der Entwicklung von Konzentration (Samadhi) schon um eine eher unverzichtbare Angelegenheit handelt:

    "Brahmane, da zieht ein Mann aus guter Familie aus Vertrauen vom Leben zu Hause fort in die Hauslosigkeit, wobei er erwägt: 'Ich bin ein Opfer von Geburt, Altern und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; ich bin ein Opfer von Dukkha, eine Beute von Dukkha. Gewiß kann ein Ende dieser ganzen Masse von Dukkha erfahren werden.'

    Nachdem er so in die Hauslosigkeit gezogen ist, erwirbt er Zugewinn, Ehre und Ruhm. Er ist über jenen Zugewinn, jene Ehre und jenen Ruhm nicht erfreut, und seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er erweckt Antrieb in sich, und er bemüht sich um die Verwirklichung jener anderen Zustände, die höher und erhabener sind als Zugewinn, Ehre und Ruhm; er erschlafft nicht und läßt nicht nach.

    Er erlangt Sittlichkeit (So sīlasampadaṃ ārādheti). Er ist über jenes Erlangen von Sittlichkeit erfreut, aber seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er erweckt Antrieb in sich, und er bemüht sich um die Verwirklichung jener anderen Zustände, die höher und erhabener sind als Sittlichkeit; er erschlafft nicht und läßt nicht nach.

    Er erlangt Konzentration (So samādhisampadaṃ ārādheti). Er ist über jenes Erlangen von Konzentration erfreut, aber seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er erweckt Antrieb in sich, und er bemüht sich um die Verwirklichung jener anderen Zustände, die höher und erhabener sind als Konzentration; er erschlafft nicht und läßt nicht nach.

    Er erlangt Wissen und Schauung (So ñāṇadassanaṃ ārādheti). Er ist über jenes Wissen und jene Schauung erfreut, aber seine Absicht hat sich nicht erfüllt. Aufgrund dessen lobt er sich nicht selbst und würdigt andere nicht herab. Er erweckt Antrieb in sich, und er bemüht sich um die Verwirklichung jener anderen Zustände, die höher und erhabener sind als Wissen und Schauung; er erschlafft nicht und läßt nicht nach.

    Aber was, Brahmane sind die Zustände, die höher und erhabener sind als Wissen und Schauung?"

    "Brahmane, da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Dies ist ein Zustand, der höher und erhabener ist als Wissen und Schauung." ... (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m030z.html)

    Denn:

    "Sollte ein Bhikkhu wünschen: 'Möge ich durch eigene Verwirklichung mit höherer Geisteskraft (abhiññā), hier und jetzt in die Herzensbefreiung (cetovimuttiṃ), die Befreiung durch Weisheit (paññāvimuttiṃ), die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist (anāsavaṃ), eintreten und darin verweilen', dann soll er
    1. die Sittlichkeit erfüllen (sīlesvevassa paripūrakārī),
    2. sich der inneren Herzensruhe widmen (ajjhattaṃ cetosamathamanuyutto),
    3. die (Jhana-)Meditation nicht vernachlässigen (anirākatajjhāno),
    4. Einsicht pflegen (vipassanāya) und
    5. in leeren Hütten wohnen (samannāgato brūhetā suññāgārānaṃ)."
    (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m006z.html)

    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

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    • 19. Dezember 2010 um 15:21
    • #391

    Hallo :)

    Hätte da eine kurze Frage:

    Ist Meditation nicht auch eine Umwendung zurück zur eigenen Wurzel?

    Im Gegensatz vielleicht zu den Naturwissenschaften ...

    L.G. gbg

  • Elliot
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    • 19. Dezember 2010 um 16:18
    • #392

    Ja, möglicherweise:

    "Ihr Bhikkhus, vor meiner Erleuchtung, als ich noch ein lediglich unerleuchteter Bodhisatta war, war auch ich der Geburt unterworfen und suchte, was ebenfalls der Geburt unterworfen war; war auch ich dem Altern, der Krankheit, dem Tode, dem Kummer und der Befleckung unterworfen und suchte, was ebenfalls dem Altern, der Krankheit, dem Tode, dem Kummer und der Befleckung unterworfen war. Dann erwog ich folgendes: "Warum suche ich, wenn ich selbst der Geburt unterworfen bin, das, was ebenfalls der Geburt unterworfen ist? Warum suche ich, wenn ich selbst dem Altern, der Krankheit, dem Tode, dem Kummer und der Befleckung unterworfen bin, das, was ebenfalls dem Altern, der Krankheit, dem Tode, dem Kummer und der Befleckung unterworfen ist? Angenommen, ich suche die ungeborene höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna, weil ich selbst der Geburt unterworfen bin und die Gefahr in dem, was der Geburt unterworfen ist, erkannt habe; ich suche die nicht alternde, nicht krankende, todlose, kummerfreie, unbefleckte höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna, weil ich selbst dem Altern, der Krankheit, dem Tode, dem Kummer und der Befleckung unterworfen bin und die Gefahr in dem, was dem Altern, der Krankheit, dem Tode, dem Kummer und der Befleckung unterworfen ist, erkannt habe." (http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m026z.html)

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  • gbg
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    • 19. Dezember 2010 um 16:28
    • #393

    Hallo Elliot. :)

    Ich denke auch das Meditation zurück zur Wurzel tief hinein ins Nirvana führt...

    Das ist so denke ich das Jenseits vom Gegensatzpaar Subjekt/Objekt.

    L.G. gbg

  • Dharma-chakra
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    • 19. Dezember 2010 um 22:01
    • #394
    Elliot:

    Also ich habe den Eindruck, dass es sich bei der Entwicklung von Konzentration (Samadhi) schon um eine eher unverzichtbare Angelegenheit handelt:

    Sicherlich, der letztendliche Samadhi ist die Erleuchtung. Ein Samadhi, der nicht mehr rückgängig zu machen ist. Aber davor muss es Wissen und Schauung geben, wie das Sutra sagt. Aber dieser Samadhi ist keine Konzentration, sondern eher ein Loslassen.

    Elliot:

    Er erweckt Antrieb in sich, und er bemüht sich um die Verwirklichung jener anderen Zustände, die höher und erhabener sind als Konzentration; er erschlafft nicht und läßt nicht nach.

    http://www.dharma-chakra.de

  • Elliot
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    • 20. Dezember 2010 um 10:40
    • #395
    Dharma-chakra:

    Die Lehren des Buddha authentisch vorgestellt, sind eine einzige Beleidigung.
    Deshalb versuchen wir ja auch, sie immer zu verdrehen.

    Du hattest hier ja auch noch Änderungsvorschläge:

    Dharma-chakra:

    - Sammasati bezeichnet das 7.Element des achtfachen Pfades und wird mit rechter oder reiner Achtsamkeit, Aufmerksamkeit bzw. Geistesgegenwart übersetzt. Diese Form der Geistesgegenwart wird u.a in den vier Grundlagen der Achtsamkeit geübt.

    "U.a." deutet ja darauf hin, dass es noch andere Formen als die in Saccavibhanga Sutta genannten geben könnte, sammasati zu entfalten. Welche zum Beispiel?

    Dharma-chakra:

    - Sammāsamādhi bedeutet rechte oder vollkommen Vertiefung, Sammlung oder Einsgerichtetsein. Er ist das achte Element des achtfachen Pfades und wird mit Hilfe von Samasati verwirklicht. Eine Übung zur Verwirklichung des Sammasamadhi ist die Praxis der ersten vier Jhana-Vertiefungen.

    "Eine Übung" deutet ja darauf hin, dass es noch andere Formen als die in Saccavibhanga Sutta genannten geben könnte, sammasamadhi zu entfalten. Welche zum Beispiel?

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Dharma-chakra
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    • 20. Dezember 2010 um 22:45
    • #396

    Berühren und Loslassen

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    Berühren und Loslassen....

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  • Peeter
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    • 21. Dezember 2010 um 23:01
    • #397
    gbg:

    Hallo Elliot. :)

    Ich denke auch das Meditation zurück zur Wurzel tief hinein ins Nirvana führt...

    Das ist so denke ich das Jenseits vom Gegensatzpaar Subjekt/Objekt.

    L.G. gbg

    Es wäre wunderbar, wenn es dahin führt .. (was ist Nirvana ?)
    dahin, wo nichts mehr Anhaftung ist .. nur noch Loslassensein ...
    wenn es zur Einsicht über Dich und das Leben/Realität führt; denn das würd schon genügen.
    Rechte/richitge Einsicht.
    Wo es halt kein Subjekt und kein Objekt mehr gibt, sondern pures Dasein deines Selbst

  • Peeter
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    • 21. Dezember 2010 um 23:17
    • #398
    Elliot:
    Zitat

    Wenn wir nach einer friedvollen Geistesverfassung suchen, sind wir auf der Hut vor der Unruhe. Es herrscht ein ständiges Gefühl von Paranoia und Beschränkung.

    Viele Grüße
    Elliot

    Versteh ich nicht ganz. WEnn ich nach friedvoller Geistesverfassung suche, dann lass ich die Unruhe keineswegs unter meinen Hut. Ich sperre sie aus, wie ebenso die anderen Emotionen wie oben beschrieben; denn das zumindest sollte ich können.

  • Peeter
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    • 21. Dezember 2010 um 23:22
    • #399
    gbg:

    Hallo :)

    Hätte da eine kurze Frage:

    Ist Meditation nicht auch eine Umwendung zurück zur eigenen Wurzel?

    Im Gegensatz vielleicht zu den Naturwissenschaften ...

    L.G. gbg

    Hmmm .. ich find, du hast recht;
    aber keinesfalls im Gegensatz zu den Naturwissenschaften, denn wir bestehen aus Gesetzen, die der Natur/Existenz unterliegen.
    Eine wiederaufgenommene Hinwendung zu und Suche nach der eigenen Wurzel/Identität/Daseinsform.

  • Elliot
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    • 22. Dezember 2010 um 09:08
    • #400
    peeter:

    Versteh ich nicht ganz. WEnn ich nach friedvoller Geistesverfassung suche, dann lass ich die Unruhe keineswegs unter meinen Hut. Ich sperre sie aus, wie ebenso die anderen Emotionen wie oben beschrieben; denn das zumindest sollte ich können.

    Das solltest Du mit Dharma-chakra klären, beziehungweise mit Chögyam Trungpa, die verbinden Vertiefungspraxis (sammasamadhi) offenbar mit Unruhe, Beklemmung, Mangel und Paranoia.

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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