Interessante Einblicke in das harte Klosterleben, und Einfluss von Zen in Japan bis in Gesellschaft und (Kampf)Kunst darüber hinaus
Formless Forms of Zen – Dharma Documentaries
Das harte Klosterleben
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Interessant an dem Bericht finde ich auch die besonders geformten Strohhütte welche die Mönche beim Bettelgang tragen. Wie im Film erwähnt dienen diese dazu möglichst wenig von der Außenwelt zu sehen und sich von Reizen ablenken zu lassen.
Dh. Sich nicht Zuviel von der menschen gemachten Aussenwelt ablenken zu lassen. Nur Natur an sich zu sehen scheint aber ok zu sein.
Weitere Nachfrage bei KI ergibt dazu:
Beim traditionellen buddhistischen Bettelgang in Japan (Takuhatsu) tragen Zen-Mönche große, tief ins Gesicht gezogene Strohhüte, die Ajiro-gasa (bzw. allgemein Kasa) genannt werden. [1, 2]Diese markante, kuppel- oder schüsselförmige Gestalt hat tiefe spirituelle, psychologische und praktische Gründe:
1. Das Ablegen des Egos (Anonymität)
Der Hut ist so geformt, dass er das Gesicht des Mönchs fast vollständig verdeckt. Wer vor dem Mönch steht, kann nur dessen Kinn und Mund sehen. Dies dient dazu, das Ego und die Identität komplett auszulöschen.
- Für den Mönch: Er soll vergessen, wer er im weltlichen Leben ist. Es gibt kein stolzes Gesicht, keinen Blickkontakt und keine persönliche Reaktion auf die Spender. Er wird zu einem reinen Gefäß des Dharma (der buddhistischen Lehre). [1]
- Für den Spender: Beim Takuhatsu geht es nicht um persönliche Sympathie oder Mitleid mit einer bestimmten Person. Der Spender sieht kein Gesicht und spendet stattdessen der gesamten Gemeinschaft (Sangha) und dem Prinzip der Großzügigkeit (Dana). [1, 2]
2. Fokus auf den Moment (Blickfeldbegrenzung)
Durch die tiefe Krempe ist die Sicht des Mönchs extrem eingeschränkt. Er sieht im Grunde nur den Boden direkt vor seinen Füßen und die Almosenschale in seinen Händen. Dies verhindert Ablenkungen durch die Reize der modernen Welt (wie Schaufenster, Autos oder vorbeigehende Menschen) und zwingt den Mönch dazu, jeden Schritt als aktive Gehmeditation und Achtsamkeitsübung im Hier und Jetzt zu vollziehen.
3. Schutz vor den Elementen
Ganz pragmatisch gesehen bietet das dicht geflochtene Bambus- oder Schilfgras exzellenten Schutz vor der Witterung. Da die Mönche oft stundenlang starr an Straßenecken stehen oder kilometerweit in einer Reihe durch die Städte ziehen, schützt die breite Form gleichermaßen vor brennender Sonne als auch vor strömendem Regen. [1]
(Hinweis: Gelegentlich sieht man in Japan auch Mönche mit komplett geschlossenen, korbähnlichen Hüten, die den ganzen Kopf wie eine Glocke umschließen. Dabei handelt es sich um die Komusō-Mönche der historischen Fuke-Schule des Zen, die statt Sutren zu singen die Shakuhachi-Flöte als Meditation spielten. Die Gründe für die Anonymität sind dort ähnlich, jedoch historisch noch strikter von absoluter Unkenntlichkeit geprägt). [1, 2]
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„hartes Klosterleben“?
Das ist reine Askese, die zu Bewunderung der Umwelt führen soll.
Der Mönch will bewundert werden für das, was er auf sich nimmt.
Buddha hat klar gesagt das jedes asketische Streben aufgegeben werden muss, denn es ist immer Persönlichkeitsglaube, wenn es öffentlich gelebt wird.
Muhō hat die Askese des Klosters verlassen und lebt jetzt mit den Mitmenschen, ohne ihrem Übermaß zu folgen, als Olaf Nölke.