Warum sollte ein Buddhist eigentlich nicht auch das Liebesspiel als Teil des Lebens betrachten können?
Da ist Nähe. Da ist Vertrauen. Da ist Freude. Da ist Verbundenheit. Und da ist natürlich auch dieses bemerkenswerte menschliche Phänomen, dass der Geist innerhalb weniger Sekunden sämtliche großen philosophischen Fragen vergessen kann. 😄
Vielleicht liegt gerade darin eine interessante buddhistische Betrachtung: Nicht alles, was Freude bereitet, muss sofort als Anhaftung verdächtigt werden. Entscheidend ist doch auch, wie wir damit umgehen.
Kann man Nähe erfahren, ohne den anderen besitzen zu wollen?
Kann man Begehren wahrnehmen, ohne daraus einen Anspruch zu machen?
Kann man gemeinsam lachen, ohne daraus ein „Mein“ und „Dein“ zu konstruieren?
Vielleicht ist das Liebesspiel dann sogar ein kleines Lehrstück über Vergänglichkeit: Der schöne Moment entsteht, ist da – und geht wieder vorbei. Man kann ihn genießen, ohne ihn für die Ewigkeit konservieren zu müssen.
Love, Peace and Harmony muss ja nicht erst beginnen, wenn alle Menschen vollkommen erleuchtet auf einem Meditationskissen sitzen.
Manchmal beginnt es ganz einfach damit, einen anderen Menschen zu achten, seine Grenzen zu respektieren, Freude miteinander zu teilen und dabei nicht zu vergessen, dass auch der schönste Moment nicht festgehalten werden kann.
Und vielleicht darf ein Buddhist an manchen Tagen einfach feststellen:
Wie wunderbar ist das Leben. 🙏