Ich möchte gerne eine Frage in den Raum stellen, über die man sicherlich unterschiedlich denken kann:
Wie passt der Konsum von Pornografie eigentlich zur buddhistischen Ethik?
Im Buddhismus geht es viel um den Umgang mit Verlangen, Anhaftung und den eigenen Geisteszuständen. Deshalb stellt sich die Frage, ob Pornografie lediglich eine persönliche Angelegenheit ist, solange niemand unmittelbar geschädigt wird – oder ob sie bestimmte geistige Muster wie Gier, Unzufriedenheit oder eine verstärkte Fixierung auf Lust fördern kann.
Natürlich ist Sexualität ein Teil des menschlichen Lebens. Die Frage ist vielleicht weniger, ob sexuelle Gefühle grundsätzlich problematisch sind, sondern eher, welche Wirkung bestimmte Formen des Umgangs damit auf unseren Geist haben.
Kann ein Buddhist bewusst und achtsam mit Pornografie umgehen? Oder widerspricht regelmäßiger Konsum dem Versuch, Begierde und Anhaftung zu vermindern?
Mich würde interessieren, wie ihr das seht. Ist Pornografie mit einer buddhistischen Praxis vereinbar oder sollte man als Buddhist eher Abstand davon nehmen?
Gibt es dabei Unterschiede zwischen verschiedenen buddhistischen Richtungen oder persönlichen Wegen?