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Majjhima Nikāya 48, Kosambiya Sutta

  • Upasaka Dhammavicayo
  • 26. August 2026 um 19:42
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    Upasaka Dhammavicayo
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    • 26. August 2026 um 19:42
    • #1

    „So habe ich gehört. Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Kosambi, in der Gartenstiftung. Zu jener Zeit nun war unter den Mönchen von Kosambi Zank und Streit ausgebrochen, sie haderten miteinander und scharfe Wortgefechte fanden statt. Sie konnten sich nicht versöhnen und wiesen eine Versöhnung ab, sie konnten sich nicht verständigen und blieben der Verständigung unzugänglich.“


    Ich habe mir diese Geschichte immer als einen Spiegel für den eigenen Kopf vorgestellt. Da streiten sich Mönche in Kosambi, wer jetzt die bessere Regelauslegung hat, und die ganze Zeit fliegen nur Vorwürfe hin und her. Der Buddha kommt dazu und sagt im Grunde: Hört auf, euch gegenseitig zu zerlegen. Es geht nicht darum, wer Recht hat.


    Für mich fällt bei diesem Sutta alles an dem Punkt zusammen, den ich immer wieder in Gedanken prüfe. Wenn ich auf einen anderen treffe, besonders wenn einer mir auf den Keks geht, dann schaue ich nicht auf seine Fehler. Die Frage ist, was tue ich gerade? Ist meine Handlung, mein Wort, mein Gedanke gerade mit einem freundlichen Hintergrund versehen? Und zwar nicht nur, wenn alle zuschauen, sondern auch, wenn keiner hinschaut. Das ist für mich der große Test.


    Der Buddha nennt diese sechs Punkte.

    Wenn ich mit jemandem zusammenlebe oder zusammenarbeite, und mein Verhalten ist offen oder versteckt von einer wohlwollenden Grundhaltung getragen, dann kann der Streit gar nicht erst so richtig Wurzeln schlagen. Wenn mir das nicht gelingt, weiß ich, dass ich noch nacharbeiten muss.


    Und dann kommt dieser Teil mit den sieben Dingen, an denen man sich selbst prüft. Das ist für mich der entscheidende Knackpunkt. Ich checke mich selber. Habe ich dieses innere Vertrauen in die klare Ausrichtung der Lehre? Passt mein Verhalten zu dem, was ich für richtig halte?

    Wenn ich das ehrlich bei mir durchgehe, dann merke ich oft, dass der Ärger über den anderen nur ein lauter Ablenker ist. Die eigentliche Baustelle bin immer ich selbst. Wer das einmal klar gesehen hat, der verschwendet keine Energie mehr damit, den anderen von seiner Sicht überzeugen zu wollen. Das ist reine Zeitverschwendung. Lieber schaue ich, dass meine eigenen sieben Punkte stimmen. Dann findet sich die Eintracht von ganz alleine, ohne dass ich dafür kämpfen müsste. 🙏

  • Samadhi1876
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    • 26. August 2026 um 20:18
    • #2

    Manchmal


    Ist es nur Unzufriedenheit mit sich selbst allein


    Sich nicht mehr „in Ordnung“


    Sich Nicht mehr geliebt und verstanden fühlen


    Von sich selbst zuerst


    Und wenn man sich selbst nicht mehr von sich selbst allein in Ordnung geliebt und verstanden und in Frieden fühlt


    Dann erwartet man Das oft umso mehr von anderen


    Oder etwas Anderes


    Außerhalb


    Von sich selbst

  • biophil
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    • 26. August 2026 um 20:24
    • #3

    Netter & aufschlussreicher Text. Allerdings sprichst du hier mehr oder weniger Lappalien an, die man gut durch sich selbst lösen kann.


    Die Kosambi-Mönche haben ja auch erst klein beigegeben, nachdem die Laien die Almosen verweigert haben.


    Was ist aber, wenn es um etwas geht? Beim Buddha war das zB seine Lehre. Da ging es für ihn um etwas. Wer da was Falsches erzählte, den machte er fertig. Wie zB Sati.

  • Samadhi1876
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    • 26. August 2026 um 20:53
    • #4
    biophil:

    Was ist aber, wenn es um etwas geht?

    Es geht manchmal auch einfach nur um gegenseitiges Mitgefühl…


    Mitgefühl ist manchmal durch nichts anderes zu ersetzen, möchte ich einen gemeinsamen Konsens und besser verstehen erreichen…


    Auch durch die „reine Lehre Buddhas“ nicht…


    Klar kann es selbst mit Mitgefühl auch sein, das man letztendlich nur noch etwas loslassen kann…


    Aber Dialog und Mitgefühl zeigen…

    Sollte man nie vergessen…

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    Upasaka Dhammavicayo
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    • 26. August 2026 um 21:18
    • #5

    biophil

    Ob es um kleine Angelegenheiten oder um die Lehre selbst geht..der Ursprung jedes Streits ist das Festhalten an der eigenen Ansicht und dem Gefühl eines „Ich“.

    Die Kosambi-Mönche gaben beim Essen nach. Das war äußerer Zwang. Der Buddha lehrte sie die Prüfung des eigenen Geistes. Diese Prüfung gilt immer, nicht nur bei Streit.

    Der Buddha tadelte Sati. Das geschah nicht aus persönlicher Kränkung. Ein Erwachter hat kein Ego zu schützen. Er zeigte Sati den Irrtum auf, um ihn vor Leid zu bewahren. Das ist Klarheit und Mitgefühl.

    Wenn ma die sieben Punkte bei sich ehrlich prüft, erkennt man, das Problem sitzt im eigenen Anhaften, nicht im Gegenüber. Ob klein oder groß..dieser Maßstab bleibt gleich. Dann wird selbst ein klares Wort zur Hilfe, nicht zum Angriff. 🙏

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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