Das Abhidhamma‑Pitaka, der Korb der höheren Lehrreden, ist das Systematisieren der Lehre Buddhas. Weil es nur systematisiert und nicht ordnet, kann es leicht zu Dukkha führen.
Der Abhidhamma ist nicht kanonisch und nicht von Buddha oder Ananda autorisiert, das konnten sie nicht, weil Pāli als Schrift erst etwa 200 Jahre später entstand.
Buddhisten müssen den Abhidhamma an der Lehre des Buddha prüfen. Das schützt davor, ein System für Lehre, Kategorien für Wirklichkeit, Erscheinung für Struktur zu halten.
Struktur ≠ Wirkung ≠ Erscheinung.
Struktur = Ordnung, Schema, Klassifikation (Abhidhamma‑Art)
Wirkung = bedingtes Entstehen (paṭiccasamuppāda), funktionale Abhängigkeit
Erscheinung = phänomenale Erfahrung (vedanā, saññā usw.)
System aus Struktur = Dukkha, weil System immer auch Glauben an System erfordert.
Der Buddha lehrt Bedingung.
Der Abhidhamma lehrt System.
Buddhisten nehmen das System an.
Das System erzeugt Dukkha.
Den Abhidhamma zu studieren ist gut, wenn man jede metaphysische Annahme erkennt als das, was als Ordnung im Denken erscheint, und diese Idee an der Lehre Buddhas prüft, nicht am Abhidhamma.
Der Buddha sah voraus, dass Systembildung ohne Ordnung seine Lehre verwässert und schwer verständlich macht.
Systembildung ist Dukkha. Jede Tradition, die systematisiert und rationalisiert, entfernt sich von der ursprünglichen Funktionslehre. Der Abhidhamma ist nur eine Systematisierung, kein Ordnen. Die Lehre im „Korb der Lehrsätze“ ist klar und benötigt keine Ordnung.
Buddhistische Schulen übernehmen Systematisierung. Das führt zur Verwechslung von Bedingung, Wirkung und Erscheinung. Diese Verwechslung ist immer Dukkha.
Weil Schulen versuchen, aus Teilen ohne Ordnung eine Ordnung/Lehre zu erzeugen, hat jede Schule ihre Lehre, die wohl auf der Lehre des Buddha gründet, sie aber auch gleichzeitig verschleiern. Das geschieht, wenn eine Erleuchtung für Wahrheit gehalten wird.
Es gäbe nur die eine Lehre, wenn die derzeit eigne verstandene Lehre an der Lehre Buddhas geprüft worden wäre. Die eine Lehre des Buddha: Bedingtheit ohne System.
Keine Ontologie. Keine Metaphysik. Keine Kategorien. Keine Essenzen. Nur Funktion.
Er lehnt Systeme explizit ab:
SN 12.15: „Nicht dies ist die Welt.“
SN 22.59: „Nicht dies bin ich.“
SN 35.93: „Nur Bedingung.“
SN 12.20: „Nur Entstehen.“
Der Buddha lehrt keine Ontologie.
Der Abhidhamma verführt zum Aufbau einer Ontologie.
RE: Probleme? Was zeigt Buddha zur Lösung
Buddha schlägt jeden Philosophen oder Psychologen, weil er eben keine Metaphysik duldet: Metaphysik ist das von jemandem Eingesetzte, das der Hörer glauben muss, um zum Heil zu kommen.
Die Stoiker setzen nichts Metaphysisches und nichts Psychologisches, sie zeigen, wie man mit einem Problem umgeht. Die Praxis und nicht Ratschläge, Anweisungen.
Die Grundidee der Synthese ist, jemandem zu helfen, ohne Mitleid zu haben oder mitzuleiden, aber…
Dieser Text ist auf die praktische Anwendung des Textes oben.