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Hallo zusammen

  • Kirmes-FreudeImLeben
  • April 26, 2026 at 7:53 AM
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  • Kirmes-FreudeImLeben
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    April 25, 2026
    • April 26, 2026 at 7:53 AM
    • #1

    Sehr geehrte User,


    ich bin Dominik, 35, neu hier.

    Ich habe mich mit Buddhismus nie länger konfrontiert.

    Aber seit dem sich menschlich nichts bei mir verändert, muss ich anfangen, an mir zu zweifeln.

    Ich verstehe einfach nicht, dass niemand zu mir kommt, mich zu besuchen.

    Ich habe acht Jahre allein gewohnt, in einer Wohnung, die ich durch eine Räumungsklage verloren habe.


    Mir wurde fristlos gekündigt, und bin im Moment in der Fachklinik für Psychiatrie weil ich aktuell keine Wohnung habe.

    Ich habe einen Vormund, der mich dauernd mit Eingliederungshilfe nervt.

    Er will mich wieder in ein Heim stecken. Nach dem er mich mühselig aus dem Wohnheim rausgeholt hat , will wieder zurück zum Ursprung.


    Ich will das aber nicht . Ich kann mich aber nicht wehren, gegen seine Pläne.

    Wie ein Autonomie Vertreter, der wie ein Toaster ist und mit dem ich rede wie ein Phrasenmäher.

    Ich habe keine Lust, mich ständig zu erklären oder recht zu fertigen.


    Mein Leben war eigentlich voller Freude und Vorfreude, doch seit dem ich die Wohnung verloren habe, bin ich leer und ausgelaugt. Was war das mit der Wohnung, wenn ich nicht hätte alleine leben dürfen, dann hätte mich mein Betreuer nie in die Wohnung lassen dürfen. Dann hätte er mich im Heim behalten lassen müssen.


    Mir wird immer erläutert, ich dürfe nicht alleine leben, weil ich psychisch erkrankt war. Aber dann hätte ich wie schon gesagt, nie in die Wohnung kommen dürfen.


    Ich hab Angst, was der noch als nächstes plant.

    Ich wünsche einen schönen Sonntag.


    Normal freue ich mich auf Kirmes, und gehe auch gern auf Kirmes, wenn ich noch Zeit kriege und nicht an Therapiezeit verzweifel.


    Kirmes-FreudeImLeben

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    • April 26, 2026 at 10:42 AM
    • #2

    Herzlich Willkommen!:hug:  Kirmes-FreudeImLeben


    Ein Gleichnis fiel mir ein:
    Ein zu lebenslanger Einzelhaft verurteilter hat genau das gleiche Problem: Alles wird außerhalb seiner Zelle über ihn bestimmt. Er hat keinen Zugriff auf die Entscheidungen der Welt, nur diese eine mickrige Zelle. Nicht nur die Wände bedrängen ihn, auch die Bevormundung der über ihn Mächtigen da draußen.


    Eigentlich könnte er seinem Leben ein Ende machen, aber auch das ist unmöglich, da die da draußen ihn überwachen. Also verfiel er in Sitzender-Erstarrung. Da war nur noch Grübeln. Als er des Grübelns überdrüssig wurde, weil er nur „Grübeln“ hatte, wollte er nicht mehr denken. Nach einiger Zeit konnte er sitzen, ohne nachzudenken, und dann, eines Tages, machte er seine Augen auf und erkannte in dieser einen geschlossenen Zelle das ganze Universum.

    Er konnte sich wieder frei bewegen und frei handeln. Die Außenwelt hatte keine Macht mehr über ihn. Er war eben nur körperlich auf diese Zelle begrenzt, in der alles war, was er real brauchte, und er bekam alles, was sein Leben erhält, von außen. Seine Zelle war nicht mehr Grenze, weil er erkannte das diese Zelle zum Universum gehört, und er konnte darin zufrieden leben.


    So habe ich meine Zelle verlassen, obwohl ich niemals in einer echten Einzelzelle leben musste. Auch in „Freiheit“ ist immer eine Zelle, daran leide ich nur, wenn ich nicht verstehe das diese Zelle ganz normales Universum ist.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Kirmes-FreudeImLeben
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    April 25, 2026
    • April 29, 2026 at 1:14 PM
    • #3

    Was mich in meinem Leben aktuell An Buddhismus erinnert:


    ....1) Die Menschen leben, als ist der Einzelne Mensch nichts wert.

    ....2) Die Welt geht ihren Eigenen Weg, weg vom Individuum.

    ...3) Die Vergehende Macht hinterlässt Ruhe und Stille, und eine Triste Trübsal.

    ....4) Zeit kann sich manifestieren zu Kontrolle.

    5) Unter Buddhas Lehre verstehe ich die Lehre von der wiederkehrenden Leere, bei der man gefühlt immer leerer und trockener wird seelisch.

    Die Angefangene Manifestation machen den Schlaf immer wiederholender.


    Daher ist mein Leben so sinnlos, weil ich mich nicht traue, den Menschen anzusprechen.

    Ich finde , eigentlich ist leben Erfüllung. Und keine Leere.

    Eigentlich haben wir doch alles, was man braucht um glücklich zu leben.


    Ich will mich ändern, aber kriege kaum was hin, weil der Staub zerfällt und zerstreut. Seelisch. Meine Innere Wahrheit trocknet immer mehr aus.

  • Anna Panna-Sati
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    • April 30, 2026 at 5:28 PM
    • #4

    Hallo, lieber Dominik / Kirmes-FreudeImLeben :),

    herzlich willkommen im Buddhaland. :buddha::rad:

    Quote from Kirmes-FreudeImLeben

    5) Unter Buddhas Lehre verstehe ich die Lehre von der wiederkehrenden Leere, bei der man gefühlt immer leerer und trockener wird seelisch.

    Das ist eine ungewöhnliche Ansicht, die ich so noch nie gehört/gelesen habe...:?


    Buddha lehrte den Dhamma/Dharma (die Lehre) aus Mitgefühl, um Menschen zu ermöglichen, durch die buddhist. Praxis frei vom Leiden und den Ursachen des Leidens - Gier, Hass und Verblendung - werden zu können.

    Der buddhist. "Same" benötigt natürlich Bewässerung/Befeuchtung, damit er nicht austrocknet...;)

    Quote from Kirmes-FreudeImLeben

    eigentlich ist leben Erfüllung. Und keine Leere.

    Eigentlich haben wir doch alles, was man braucht um glücklich zu leben.

    Ja, so ist es (zumindest bei den meisten Menschen...), aber dennoch haben wir vielfältigen Leidensdruck, weil wir Dinge begehren (haben wollen) oder ablehnen (nicht haben wollen) und glauben, ein festes, unveränderliches "Ich" zu besitzen (bzw. zu sein).

    Nicht zuletzt plagen da noch die "Götterboten" Alter, Krankheit, Sterben/Tod....:shrug:


    Im Buddhismus lernt man, all dies loszulassen - u.a. durch Annahme/Akzeptanz - und grundsätzlich nicht mehr (so stark) anzuhaften, was letztlich zur Befreiung/Erwachen führen kann.

    Innere Freiheit bedeutet, im inneren Frieden zu sein und auch unter widrigen Verhältnissen glücklich leben zu können.

    Quote from Kirmes-FreudeImLeben

    Ich will mich ändern, aber kriege kaum was hin,....

    Das geht vielen so, denn es ist sehr schwierig, alte Prägungen zu überwinden und Muster zu durchbrechen.


    Zunächst könnte man sich mal selbst mit (Selbst-) Mitgefühl reflektieren und einfach so annehmen, wie man jetzt ist.


    Auch, wenn man negative Gedanken und Gefühle in sich entdeckt, ohne Bewertung, erst mal nur feststellen, dass sie existieren - sie sind ja, wie alles, bedingt entstanden und vergehen auch wieder....


    Die 5 Ethikregeln ("Sila") zu beherzigen, sowie Liebende Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut ("4 Brahmavihara"/Unermesslichkeiten) zu entwickeln, sind heilsame Praktiken im Buddhismus, die jeglicher "Austrocknung" entgegenwirken...


    Alles Gute für dich ! :sunny::heart::klee::taube:


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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