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Lehrer finden?

  • HoSa
  • 14. Februar 2024 um 22:43
  • Zum letzten Beitrag
  • HoSa
    Themenautor
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 14. Februar 2024 um 22:43
    • #1

    Hallo zusammen,

    wie habt ihr für Euch festgestellt den „richtigen“ Zen Lehrer / Meister gefunden zu haben? Habt Ihr dann das Gespräch gesucht oder kam das automatisch?

    Ich habe schon sehr viel darüber gelesen und oft gehört „ist der Schüler bereit, zeigt sich der Lehrer“. Seht Ihr das genauso oder ist das quatsch? Kann ich auf Dauer Zen ohne Lehrer praktizieren? Endet irgendwann die Schüler - Lehrer - Beziehung?

  • KarmaHausmeister 15. Februar 2024 um 03:51

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • KarmaHausmeister 15. Februar 2024 um 03:54

    Hat das Thema aus dem Forum Buddhistische Praxis nach Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus verschoben.
  • crocus
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    Buddh. Richtung
    Mahayana, Vajrayana
    • 15. Februar 2024 um 11:34
    • #2

    Bin zwar nicht Zen-fixiert, hatte aber mal eine Phase. Bei mir war es immer die gleiche Reihenfolge: Internet, ein Buch von ihm, dann hingefahren zu einer Veranstaltung, später dann persönlicher Kontakt (aber nur wenn ich Fragen hatte, nicht, um mich in seiner Strahlkraft zu sonnen). Kriterium war immer, ob das, was er sagt/macht, tief in mir Resonanz erzeugte. Und bei Vajrayana kam hinzu, ob die Initiation was in mir bewirkt hat.

    Ich habe zu verschiedenen Zeiten verschiedene Lehrer 'gefunden'. Über manche, die mir am Anfang viel zu sagen hatten, bin ich mit den Jahren hinausgewachsen.

    Meine Erfahrung ist: es gibt Lehrer, die Neugierige 'auf den Weg bringen'. Dann gibt es Lehrer für die, die schon auf dem Weg sind und 'die Sache nun richtig lernen wollen', also Leerheit, Bodhicitta, Koans, Versenkungsstufen etc. Und schließlich gibt es fortgeschrittene Lehrer für fortgeschittene Schüler (das sind oft unkonventionelle Typen, die für Buchwissen nur noch ein müdes Lächeln übrig haben, aber die mich eine Weile beobachten und mir dann ganz direkt auf die Nase zusagen, wo mein Problem liegt (ohne dass ich gefragt hätte).

  • Leonie
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    12. Juli 2017
    • 15. Februar 2024 um 13:19
    • #3
    HoSa:

    Hallo zusammen,

    wie habt ihr für Euch festgestellt den „richtigen“ Zen Lehrer / Meister gefunden zu haben? Habt Ihr dann das Gespräch gesucht oder kam das automatisch?

    Ich habe schon sehr viel darüber gelesen und oft gehört „ist der Schüler bereit, zeigt sich der Lehrer“. Seht Ihr das genauso oder ist das quatsch? Kann ich auf Dauer Zen ohne Lehrer praktizieren? Endet irgendwann die Schüler - Lehrer - Beziehung?

    Wenn der Schüler bereit ist, erscheint der Lehrer.

    Wenn dieses, dann jenes.

    Das ist doch klar, oder?

    Deine Bereitschaft zu lernen ist eine Bedingung dafür, dass dir ein Lehrer erscheint.

    Für diese Bereitschaft braucht es keine besondere Erscheinung, denn lernen kann man von jedem und allem. Es braucht nur die Bereitschaft.

    Die andere Frage ist, was willst du lernen? Das musst du wissen, um den "richtigen" Lehrer zu finden. Willst du Autofahren lernen oder eine Sprache oder willst du lernen, wie das mit dem Zen so ist?

    Jetzt erkennst du vielleicht, dass es hier um Praxis geht, denn fürs Autofahren, für eine Sprache und auch für Zen braucht es nur jemanden, der mir zeigt, wie das geht. Und dann mit mir zusammen praktiziert.

    Der "richtige" Lehrer ist dann einer, der eine Praxis und Erfahrung aufweisen kann - und der sich für dich Zeit nimmt.

    Streng genommen bist du das selbst. Anfangs denkst du noch, du brauchst einen "Doppelgänger" - aber die Bereitschaft, die du als Schüler vorweisen solltest, ist genau das - nimm dir die Zeit für die tägliche Praxis und für längere Übungszeiten mit anderen gemeinsam.

    Nimm dir Zeit für ein gründliches Studium des konzeptionellen Rahmens im Zen-Buddhismus. Da gibt es haufenweise Texte und Material.

    Eine andere Frage ist die nach der formellen Lehrer-Schüler-Beziehung, in der man einen Autorisierten findet, der einen dann als Schüler annimmt. Das ist nur bei der Rinzai-Linie sinnvoll, da Koan-Studium eine solche Beziehung bedingt.

    Im Soto-Zen ist das alles auf die Zazen-Praxis fokussiert und da geht es um Selbsterkenntnis. So heißt es bei Dogen im Genjokoan:[lz]

    Den Buddhaweg ergründen heißt dich selbst ergründen (Dem Buddhaweg folgen heißt dir selbst folgen/Den Buddhaweg gehen heißt selbst gehen).

    Dich selbst ergründen (dir selbst folgen/selbst gehen) heißt dich selbst vergessen.

    Dich selbst vergessen heißt von den zehntausend Dingen bezeugt werden.

    Von den zehntausend Dingen bezeugt werden heißt Körper und Geist von dir selbst und den anderen fallen lassen.

    Die Spuren deines Erwachens lösen sich auf, doch die aufgelösten Spuren des Erwachens führen endlos fort.

    Muho[/lz]

    Antaiji – Genjōkōan

    Auf Dauer kann keiner Zen ohne Lehrer praktizieren - und daher endet die Praxis des Zazen auch nicht, ebenso wie auch die Beziehung von Schüler und Lehrer niemals endet.

    Es findet sich immer einer, von dem du lernen kannst. du musst nur dazu bereit sein. :)

    :zen:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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