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Mitgefühl wird ausgenutzt

  • Silent_San
  • 15. Dezember 2023 um 12:46
  • Zum letzten Beitrag
  • Monikamarie
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    • 17. Dezember 2023 um 08:31
    • #26

    Guten Morgen Tim,

    ich wollte Dich nicht verletzen.

    Mir kam im Laufe der vielen Jahrzehnte buddhistischer Praxis immer wieder der Gedanke, dass ich zurechtgeklopft werde wie ein Stück Butter, mal von links, mal von rechts, oben, unten, so wie die frische Butter, die es lose in meiner Kindheit zu kaufen gab.

    Irgendwann hab ich sogar darum gebeten. Es wird immer leichter. Das ist der Anfang vom Ende vom Leiden.

    :heart: _()_

  • Numisatojama
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    • 17. Dezember 2023 um 09:58
    • #27
    Silent_San:

    Liebe Community,

    Das Thema Mitgefühlt treibt mich allerdings in letzten Wochen etwas um. Grundsätzlich bin ich schon immer ein Menschenfreund gewesen, wenn ich aber das Gefühl bekomme, dass ich ungerecht oder respektlos behandelt werde…..

    Relativieren ;

    Ein Gefühl ist entweder

    Positiv, Negativ oder Neutral.

    Und es ist immer im Eigenen Geist.

    Also nicht in Gegenständen oder Anderen.

    Hingegen ,

    ein Leiden immer etwas aus dem Außen benötigt zb eine Situation oder ein Anderen.

    Sich Ungerecht oder Respektlos ‚behandelt‘ zu fühlen ist einfach erst einmal eine Beurteilung äußerer Umstände, eine Wahrnehmung der Situation, eine Sichtweise.

    Jemand anders würde es sicherlich anders empfinden.

    Der Buddha stellte deshalb für ein heilsames Zusammenleben

    Regeln auf.

    In Metta🙏

  • TinyNight13076
    Gast
    • 17. Dezember 2023 um 14:09
    • #28
    Silent_San:

    Liebe Community,

    seit etwa einem Jahr beschäftige ich mich sehr intensiv mit buddhistischer Literatur und versuche Tag für Tag dem buddhistischen Pfad zu folgen und in meinem Leben zu verankern.

    Das Thema Mitgefühlt treibt mich allerdings in letzten Wochen etwas um. Grundsätzlich bin ich schon immer ein Menschenfreund gewesen, wenn ich aber das Gefühl bekomme, dass ich ungerecht oder respektlos behandelt werde, kann ich einfach diese innere Wut nicht loslassen. Beispiel: Ein Familienmitglied lädt sich selbst + 3 weitere Personen, einfach selbst ein, um 1 Woche lang bei uns zu wohnen. Der direkte Kontakt lief über meinen Mann, der eine sehr gutmütige Seele hat. Ich hätte per se nicht mal unbedingt ein Problem damit, aber ungefragt und alles als so selbstverständlich genommen, das beschäftigt mich dermaßen und macht mich richtig unruhig. Ich finde den richtigen Weg gerade nicht, wie ich damit umgehen bzw. loslassen kann. Ich würde mich unendlich über ein paar positive Impulse aus diesem Forum freuen. :sunny:

    Was macht diese Wut mit dir ?

    Mitgefühl bedeutet nicht, dass du diese Wut festhalten musst, sondern gehen lassen kannst . Ich freue mich für deinen Mann. Du kannst dich für deinen Mann freuen, und damit auch diese Wut lindern. Du verdienst jedes Glück dieser Welt, und ein akt des Mitgefühls, ist das aktzeptieren und loslassen von den Dingen die dich wütend machen.

    Als ich früher wütend auf jemanden, oder über irgendetwas war, habe ich intensiv Liebende Güte in meinem Herzen freigelegt.

    Den größten Schaden habe ich mir selbst zugefügt, indem ich an diesen Sachen festgehalten hatte und mich nicht genug geliebt habe.

    Ich wünsche dir alles gute!

    Lg Martin

  • Tim1
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    5. Juli 2025
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. Dezember 2023 um 18:26
    • #29

    @Monikadie4.

    Warum denkst du, du hättest mich verletzt?

    Du schreibst sehr respektvoll, wertschätzend und gutmütig. Das sind die Attribute, die ich mir von anderen Menschen erwarten würde und du hast sicher im Laufe deines Lebens an Sanftmut gewonnen, auch wenn du nicht immer alles nachvollziehen mögen kannst, was du so liest, aber du bist wie gesagt "demütiger" geworden.

    Ich denke, wobei das sind nur meine Gedanken, je mehr Dinge wir erleben, die schwer sind, desto demütiger werden wir und desto toleranter gegenüber anderen. Dein Leben war schwer und du meisterst es sehr gut. Wie gesagt, ich habe deine Chronik gelesen und Buddhismus hin- oder her, Wesen zu verlieren, die man lange Zeit an seiner Seite hatte und wo ein gutes Gefühl immer da war ist schwer. Alles Gute für dich.

  • sigala
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    • 17. Dezember 2023 um 20:46
    • #30

    Mit Menschen Mitgefühl zu haben, die man mag und mit denen man von ganz allein mitfühlt, ist einfach. Das tun wohl alle Menschen.

    Vermutlich unterliegen wir alle den drei Geistesgiften Gier, Hass und Verblendung. Allerdings wohl nicht in gleichem Ausmaß, denn manche Menschen scheinen gieriger, hasserfüllter und verblendeter zu sein als andere. Diese Geistesgifte sind Triebkräfte des Samsara. Letzten Endes leiden also diese Menschen (möglicherweise ganz besonders) und verdienen Mitgefühl, selbst wenn es zuweilen schwer fällt.

    Außerdem kommt unser Mitgefühl nicht unbedingt nur den Menschen zugute, mit denen wir mitfühlen, sondern natürlich auch uns selber. Das heißt selbstverständlich nicht, dass wir deren Verhalten richtig halten oder uns alles gefallen lassen müssen. Wir dürfen uns auch mit geschickten Mitteln wehren.

    Wie auch immer, der buddhistischen Lehre gemäß ist es ein riesengroßes Privileg als Mensch geboren zu werden. Sofern man an Wiedergeburt glaubt (Buddhisten tun das normalerweise), kann man annehmen, dass auch die Menschen, die gemeinhin als böse bezeichnet werden, in ihren früheren Leben Verdienste angehäuft haben, wodurch eine für sie günstige Wiedergeburt möglich war. Allein als Mensch geboren zu werden, ist ja schon günstig.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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