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Begierde, Emotionen oder der ganz falsche Ansatz?

  • derM
  • 5. August 2022 um 16:12
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1. offizieller Beitrag
  • derM
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    • 5. August 2022 um 16:12
    • #1

    Hallo zusammen,

    eine kurze Erläuterung bevor ich zu meinen Fragen komme...

    Seit meinem 6. Lebensjahr spielte ich Computerspiele. Mal mehr, mal weniger. Der Computer ist für mich ein Arbeitsgerät, aber diente mir auch stets zur Unterhaltung.

    Derzeit befinde ich mich in einer Umschulung zum Fachinformatiker - Systemintegration.

    Vor ca. 3 Wochen habe ich aufgehört, Spiele am PC zu spielen, um mehr Zeit für Anderes zu haben, wie z.B. lesen, etc...

    Meinem täglichen Zazen hatte es bisher nie gestört.

    Nun überkommt mich derzeit aber wieder der Wunsch am Computer zu spielen und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.

    Ich muss dazu sagen das ich sehr introvertiert bin und meine einzigen Sozialkontakte sich dort im Spiel befinden.

    Bin ich falsch an die Sache ran gegangen in dem ich es mir einfach untersagt habe zu spielen und es evtl. doch nicht direkt aus dem Herz kam?

    So gesehen mache ich mich dadurch ja zum Sklaven oder nicht?

    Hat jemand schon einmal so etwas oder Ähnliches erlebt und weiß einen Rat um damit umzugehen?

    Viele Grüße _()_

    Kensaku 'Marco'

  • Thorsten Hallscheidt 5. August 2022 um 17:32

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Leonie
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    • 5. August 2022 um 23:58
    • #2

    Um eine jahrelange Gewohnheit zu ersetzen, sucht man sich am besten eine neue Gewohnheit, die mehr Spass oder Freude macht. Wenn du dir was verbietest, dann kommt es evtl. zu einem stillen Protest und du machst doch wieder das, was du nicht wolltest. Man redet sich das dann auch manchmal noch schön.

    Wenn du spielst, wegen der Sozialkontakte, dann suche nach anderen Gelegenheiten für soziale Begegnungen. Es gibt Vereine, Ehrenamt, Sport.

    Wenn du seit dem 6. Lebensjahr PC-Spiele gespielt hast, dann braucht es eine feste Entschlossenheit, um das los zu lassen. Drei Wochen ist da vielleicht etwas kurz. Also immer wieder von vorn anfangen - und sich mit diesem Problem mal von allen Seiten auseinandersetzen. Irgendwann fällt das von einem ab, wie eine reife Frucht. Es hilft auch sich selbstkritisch und humorvoll bzw. liebevoll wahr zu nehmen.

    :zen:

  • derM
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    • 6. August 2022 um 11:43
    • #3

    Vielen Dank für deine Worte. Ich versuche sie zu beherzigen.

  • Keine Ahnung
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    • 6. August 2022 um 13:13
    • #4

    Unterdrücken bringt nicht viel. Der Dalai Lama sieht gerne Kriegsfilme, Ikkyu ging gerne in den Puff, Ryokan trank gern und spielte gern Ball, es gab eine ganze Zenschule, die gern Shakuhachi spielte, warum solltest du dann nicht gerne Videospiele spielen? Beobachte doch lieber, ob Meditation oder Zazen oder ... deine Art Videospiele zu spielen verändert (nicht im Sinne von Optimierung, eher im Sinn von einfach so spielen).[lz]

    Spielend, ja spielend,

    Durchquere ich diese fließende Welt:

    Hier wo ich mich befinde,

    Ist es nicht gut,

    Die bösen Träume

    anderer Menschen zu zerstreuen?[/lz]

    Ryokan[lz]

    Spielend, ja spielend,

    Diese Welt zu durchqueren,

    ist gut, vielleicht.

    Aber denkst du nicht

    An die kommende Welt?[/lz]

    Yoshiyuki[lz]

    In dieser Welt ist es doch,

    Und mit diesem Körper,

    Dass ich spiele:

    Nicht nötig nachzudenken

    Über die kommende Welt.[/lz]

    Ryokan

    "Im letzten Jahr ihres Lebens sagte meine Mutter im Alter von 95 mehrmals: "Es ist befreiend zu erkennen, dass nichts wirklich eine Rolle spielt." Sie sagte es freudig, erleichtert, so, als ob sich eine Last (auf)gehoben hätte."

    Joan Tollifson

    4 Mal editiert, zuletzt von Keine Ahnung (6. August 2022 um 13:29)

  • derM
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    • 6. August 2022 um 13:46
    • #5

    Ich neige dazu mich schnell in diversen Extremen zu befinden und lerne grade mich im Mittelfeld zu bewegen.

    Die letzte Extreme (Ernährung) hat mich ins Krankenhaus gebracht. Seit dem kann ich mir sehr gut und dankbar ernähren.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 6. August 2022 um 14:38
    • Offizieller Beitrag
    • #6

    In einem Buch wurde der Weg der Entsüchtigung mit dem Schwimmen in einem Fluss gegen die Strömung beschrieben.

    Wenn man zu langsam schwimmt, nimmt einen die Strömung mit. Aber auch wenn man schneller schwimmt, als es dem eigenen Trainungstand entspricht, hat man ein Problem: Irgendwann werden die Muskeln müde und und man kann nicht mehr, und treibt mit der Strömung. Nach dieser Metapher also die richtige Geschwindigkeit zu finden.

  • Keine Ahnung
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    • 6. August 2022 um 15:35
    • #7
    Keine Ahnung:

    Unterdrücken bringt nicht viel. Der Dalai Lama sieht gerne Kriegsfilme, Ikkyu ging gerne in den Puff, Ryokan trank gern und spielte gern Ball, es gab eine ganze Zenschule, die gern Shakuhachi spielte, warum solltest du dann nicht gerne Videospiele spielen? Beobachte doch lieber, ob Meditation oder Zazen oder ... deine Art Videospiele zu spielen verändert (nicht im Sinne von Optimierung, eher im Sinn von einfach so spielen).

    Vielleicht ist es anders herum noch wichtiger: Bring eine spielerische Sicht ins Sitzen. Und betrachte Dinge, die dich ergreifen, nicht nur aus Sicht der Begierde (obwohl es auch Suchtcharakter haben kann), sondern auch vom Ergriffen sein. Dies kann ja auch einen tiefen ästhetischen Aspekt haben. Ich denke, Kreativität ist meist dieses Ergriffenwerden. Gerade Zen hat gerade in den Künsten auch diesen Aspekt. Ich erlebe das auch beim Tai Chi, beim Musik machen, beim Gedichte schreiben. Diesen Aspekt von von selbst so. (Ich finde es interessant, dass viele Aspekte von Religion, Meditation, Mythologie, Ethik und Philosophie immer stärker in Computerspiele einfließen, obwohl ich kein Gamer bin).

    "Im letzten Jahr ihres Lebens sagte meine Mutter im Alter von 95 mehrmals: "Es ist befreiend zu erkennen, dass nichts wirklich eine Rolle spielt." Sie sagte es freudig, erleichtert, so, als ob sich eine Last (auf)gehoben hätte."

    Joan Tollifson

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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