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Zen Buddhismus & Christentum

  • Barstukken
  • 11. Juli 2022 um 12:56
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    • 11. Oktober 2022 um 23:17
    • #76

    Der weltberühmte Musiker Joao Gilberto und zusammen mit Tom Jobim Schöpfer des Bossa Novas wurde als junger Mann von seinem Vater in eine Irrenanstalt gebracht. Dort fragt Joao den behandelten Arzt: „Sehen Sie, wie der Wind die Bäume enthaart?“ Der Arzt erwidert: „Bäume haben keine Haare!“ „Und es gibt Menschen, die keine Poesie haben“, antwortete Joao. Daraufhin wurde Joao vom Arzt aus der Irrenanstalt entlassen. So die Anekdote.

    Jesus ist die Poesie, die mir im Buddhismus fehlt. Nicht böse gemeint - ich meine es nur so wie ich es gesagt habe ;-).

    Wo bist du, João Gilberto?
    João Gilberto: J.D. Salinger der Musikwelt Die brasilianische Bossa-Nova-Legende JOÃO GILBERTO („The Girl from Ipanema“) ist der geheimisvollste Musiker der…
    dominikimseng.com

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Wu°
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    • 12. Oktober 2022 um 07:21
    • #77

    Wenn ich religiöse Poesie brauch, würde ich aber eher zu Haiku-Dichtern, oder zu Ko Un, zu Ikkyû Sôjun , zu Ryokan, zu Han Shan oder zu Zhuangzi greifen, auf Jesus käme ich da eher weniger (dann eher noch den Koran). Aber eigentlich muss Poesie nicht religiös sein, um religiös zu sein.

    "Von der Waschschüssel der Geburt

    bis zur Waschschüssel des Bestatters -

    nur Geschwafel"

    Ikkyû Sôjun

  • void
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    Buddh. Richtung
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    • 12. Oktober 2022 um 08:54
    • #78
    Wu°:

    Wenn ich religiöse Poesie brauch, würde ich aber eher zu Haiku-Dichtern, oder zu Ko Un, zu Ikkyû Sôjun , zu Ryokan, zu Han Shan oder zu Zhuangzi greifen, auf Jesus käme ich da eher weniger (dann eher noch den Koran). Aber eigentlich muss Poesie nicht religiös sein, um religiös zu sein.

    Poesie bedeutet hier, wenn ich Anandasa richtig verstehe - nicht einfach Dichtkunst oder Kunstgenuss, sondern es geht darum den subjektiven Pol des Menschen ( der für den Bäume Haare haben können) zu integrieren.

    Man könnte auch von einer "romantischen Herangehensweise" sprechen. Während ja Buddha dem Romantischen und Subjektiven nicht viel Wert beimißt sondern eher posaisch und nüchtern ist.weniger für Gemüt also.

  • Anandasa
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    • 12. Oktober 2022 um 10:48
    • #79
    void:

    Poesie bedeutet hier, wenn ich Anandasa richtig verstehe - nicht einfach Dichtkunst oder Kunstgenuss, sondern es geht darum den subjektiven Pol des Menschen ( der für den Bäume Haare haben können) zu integrieren.

    Man könnte auch von einer "romantischen Herangehensweise" sprechen. Während ja Buddha dem Romantischen und Subjektiven nicht viel Wert beimißt sondern eher posaisch und nüchtern ist.weniger für Gemüt also.

    Ja, das trifft es ziemlich gut. Ich denke, dass auch ein Grund für die Entstehung des Mahayana darin liegt, dass der Frühbuddhismus manchen Leuten zu trocken oder rational war.

    Wenn man die rationale Ebene verlässt, muss man aber sehr sehr aufpassen. Es kann dann ganz schnell emotional den Bach runtergehen - ohne buddhistische Vorschulung und damit nicht gelernt zu haben den Geist zu beobachten, was er macht, wahrscheinlich noch viel schneller.

    Ich verwende Jesus eigentlich nur zur inneren Sammlung.

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  • Wu°
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    • 14. Oktober 2022 um 08:10
    • #80

    Ich seh bei Jesus aber gar keine Beziehungen zur Romantik und Natur (Mal abgesehen von seinen Gang in die Steinwüste), während gerade bei Zhuangzi sie vielfältig sind (Siehe z.B. Günther Debon - Daoistisches Denken in der deutschen Romantik).
    Den Unterschied sehe ich eher darin, dass das Christentum glaubt, es gibt Wesen, Identitäten, bis hin zu höchsten Wesen, daher auch Gegenüber oder untereinander, während es im Buddhismus und Daoismus eher um ein Zwischen geht, also eher um ein Geschehen, als um feste Dinge/Identitäten. Und sie aus meiner Sicht gerade deshalb einer lyrischen Sicht auf die Welt sehr nahekommt.

    Die Entstehung des Mahayana ist sicher vielfältiger.Vielleicht später dazu ein paar Gedanken.

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  • Wu°
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    • 15. Oktober 2022 um 12:44
    • #81

    Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Ich kann mich an ein Video von Muho erinnern, wo er sagte (nach meiner Erinnerung), dass, selbst wenn man dem Zen eine Neutralität assistieren würde (was ich allerdings anzweifeln würde), er dann so wie Wasser sei, womit man sowohl Pfefferminztee als auch Kaffee aufgießen kann. Aber zu behaupten, Pfefferminztee sei dasselbe wie Kaffee, wäre doch unsinnig.

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  • Leonie
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    • 15. Oktober 2022 um 23:48
    • #82
    Wu°:

    Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen. Ich kann mich an ein Video von Muho erinnern, wo er sagte (nach meiner Erinnerung), dass, selbst wenn man dem Zen eine Neutralität assistieren würde (was ich allerdings anzweifeln würde), er dann so wie Wasser sei, womit man sowohl Pfefferminztee als auch Kaffee aufgießen kann. Aber zu behaupten, Pfefferminztee sei dasselbe wie Kaffee, wäre doch unsinnig.

    Auf den Geschmack kommt es dann nicht mehr an, wenn man Durst hat. Deshalb ist Zen wie lebendiges Wasser, das den Durst löscht.

    :zen:

  • Anandasa
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    • 29. Dezember 2022 um 19:04
    • #83

    Wir waren zu Weihnachten im Gottestdienst und als ich die Predigt hörte, fiel mir wieder dieser Thread ein. Die Pfarrerin war in ihrer Predigt ziemlich eindeutig: Der Mensch braucht die Hilfe Gottes, sonst bekommt er im Guten nichts hin. Das ist für mich ein wesentlicher Unterschied im Christentum zum Buddhismus. Im Buddhismus hilft der Mensch sich selbst, er ist die am höchsten entwickelte Spezie auf der Erde und ist geistig selbständig.

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  • Anandasa
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    • 29. Dezember 2022 um 19:13
    • #84
    SteFo:

    Ich will dir Jesus Christus sicher nicht ausreden, aber wenn es nur um Hilfe von außen ginge, gäbe es das im tibetischen Buddhismus und im Amithaba Buddhismus auch. Allerdings ist dein Argument mit deinem Kulturkreis in meinen Augen unschlagbar, denn mir scheint die Prägung durch die native Kultur alle bloß intellektuellen Abwägungen zu schlagen.

    Ich habe Jesus bisher immer dafür "verwendet" für andere Menschen zu beten, die ich in meinem Leben sehr sicher nicht mehr wiedersehen werde. Habe aber rausgefunden, dass es mir viel besser geht, wenn ich diesen Menschen direkt mittels Metta-Meditation alles Gute wünsche. Es gibt nicht die Gefahr in dieses "Jammern" reinzukommen wie beim Beten an eine außenstehende Instanz. Ansonsten bete ich zu Jesus, wenn irgendwas in einem Moment echt meine Kräfte überfordert oder ich Angst kriege. Der Geist kann nicht immer absolut alles abfangen ...

    Ich bin zum Schluss gekommen, Jesus als einen sehr wichtigen Lehrer (für Metta) zu sehen so wie Buddha. Ohne übernatürliche Sachen ist der Geist einfach viel klarer und man muss nicht aufpassen, dass er in ein "Jammern" reinfällt oder in ein unselbständiges Denken fällt.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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