Also, ich sehe den buddhistischen Weg für mich (unter anderem) auch als eine Art Psychotherapie. So würde ich das durchaus sagen. Das ist ein Aspekt für mich, und auch ein recht bedeutsamer.
Die Psyche ist der Teil von mir, der mit Ängsten, Zweifeln, Hoffnungen, Befürchtungen, Traurigkeit, Unsicherheit, Wut, Freude, Stimmungsschwankungen und noch viel mehr zu tun hat. Das sind alles Dinge, die auchin der buddhistischen Praxis eine große Rolle spielen.
Esa gibt da viel zu entdecken und zu verstehen.
Und auch auf das zwischenmenschliche Miteinander kann beides (die eigene Psyche beleuchten UND den Buddhaweg gehen) eine große Wirkung haben, das kann sich in mancher Hinsicht sehr ähneln.
Ich bin der Meinung wer sich selber befreit hat, der hilft auch den Anderen, da er sie nicht mehr in ihrer Entfaltung stört.
Sowas zum Beispiel.
Und auch da gibt es viele Verbindungen zwischen Psychoanalyse / -therapie und der Buddhalehre.
Ich weiß, dass es eine ganze Reihe von Psychologen gibt, die an einem bestimmten Punkt ihrer Arbeit / ihrer Entwicklung eine Unzufriedenheit / einen Mangel verspüren, weil ihnen einfach bei der Betrachtung und dem Arbeiten mit Menschen etwas fehlt. Und dass sie im Buddhismus Aspekte finden, die sie da weiterbringen.
Speziell finden sie da neue Antworten, was das Ich eigentlich ist, und wie man ihm helfen kann.
Umgekehrt gibt es auch buddhistische Lehrer, die den Dialog mit Psychotherapeuten suchen, denn auch für sie können wiederum Erkenntnisse aus der Psychologie interessant sein.