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Was heisst 'Dualismus' in den Lehren des Buddhismus?

  • Alephant
  • 9. Januar 2021 um 09:55
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  • Alephant
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    • 9. Januar 2021 um 09:55
    • #1

    Heisst es attaglaube/Ichansichtsverstrickung?

    Heisst es eine Meditationserfahrung?

    Gibt es übersetzte Stellen in den Lehrreden, in denen dieser Begriff vorkommt? Oder gibt es (ü...) Lehrredenstellen in denen das zum Ausdruck kommt, was damit in anderen Lehren gemeint ist?


    ✌️

  • Xyz
    Gast
    • 9. Januar 2021 um 10:17
    • #2

    Zitat des Buddha aus der

    2.Abtg.üben den Löwenruf:

    Daß jene Mönche und Brahmanen, die im Fall (materieller) Form die Befriedigung nicht der Wirklichkeit entsprechend als Befriedigung verstehen, die Gefahr nicht als Gefahr, und das Entkommen nicht als Entkommen, daß sie (materielle) Form entweder selbst völlig durchschauen, oder einen anderen anleiten, so daß er (materielle) Form völlig durchschaut – das ist unmöglich.

    Hoffe es hilft Dir weiter...

    LG 🙏

  • Alephant
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    • 9. Januar 2021 um 10:37
    • #3

    @S-Mater

    6. "Ihr Bhikkhus, es gibt diese zwei Ansichten: die Daseinsansicht und die Über-Daseinsansicht. Jegliche Mönche und Brahmanen, die sich auf die Daseinsansicht stützen, die Daseinsansicht annehmen, die Daseinsansicht akzeptieren, sind Gegner der Über-Daseinsansicht. Jegliche Mönche und Brahmanen, die sich auf die Über-Daseinsansicht stützen, die Über-Daseinsansicht annehmen, die Über-Daseinsansicht akzeptieren, sind Gegner der Daseinsansicht."

    7. "Jegliche Mönche und Brahmanen, die den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen [4] im Fall dieser zwei Ansichten nicht der Wirklichkeit entsprechend verstehen, sind von Begierde beeinträchtigt, von Haß beeinträchtigt, von Verblendung beeinträchtigt, von Begehren beeinträchtigt, von Anhaftung beeinträchtigt, ohne Schauung, haben Vorlieben und Abneigungen, und sie finden Gefallen und Freude an begrifflichem Ausufern. Sie sind nicht befreit von Geburt, Altern und Tod; nicht befreit von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; sie sind nicht frei von Dukkha, sage ich."

    8. "Jegliche Mönche und Brahmanen, die den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Fall dieser zwei Ansichten der Wirklichkeit entsprechend verstehen, sind ohne Begierde, ohne Haß, ohne Verblendung, ohne Begehren, ohne Anhaftung, mit Schauung, haben keine Vorlieben und Abneigungen, und sie finden nicht Gefallen und Freude an begrifflichem Ausufern. Sie sind befreit von Geburt, Altern und Tod; befreit von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; sie sind befreit von Dukkha, sage ich."

    Majjhima Nikāya 11

    Aber warum sagt man dazu 'Dualismus'? Wenn man die eine Sicht hat, hat man ja die andere nicht.

  • Monikamarie
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    • 9. Januar 2021 um 11:26
    • #4
    277:

    und sie finden nicht Gefallen und Freude an begrifflichem Ausufern.

    Deshalb. Dualismus ist ja nur ein Begriff und kommt, soviel ich weiß, aus dem Hinduismus. Es ist also nicht verwunderlich, dass er übernommen wurde, denn wenn ich das eine ablehne und das andere bevorzuge, befinde ich mich ja in der Dualität. Es sind zwei Ebenen. Nur die begriffliche Ebene ist die Verstandesebene, die andere ist Erfahrungsebene und kaum vermittelbar. Deshalb wollte der Buddha ja auch ursprünglich nicht lehren.

    277:

    Aber warum sagt man dazu 'Dualismus'? Wenn man die eine Sicht hat, hat man ja die andere nicht.

    Wenn man die 3. Sicht hat, hat man beide und kann switchen zwischen linker und rechter Gehirnhälfte. So meine Sicht.

    Für mich ist das ganz logisch. Wenn ich keinen Gefallen mehr darin finde, begrifflich auszuufern und der Rechthaberei wegen zu diskutieren, bin ich frei davon. Ist doch ganz einfach, oder?

    Oder hab ich Dich da falsch verstanden?

    _()_

  • Rudolf
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    • 9. Januar 2021 um 12:40
    • #5

    Im Falle der Art und Weise wie etwas existiert gibt es in Bezug auf das "Ich" den Dualismus, dass das "Ich" 1) jetzt tatsächlich mit einem Eigenwesen unabhängig existiert, aber 2) nach dem Tode gar nicht mehr existiert, zu nichts wird.

    Im Falle von "ein Subjekt erkennt ein Objekt" bedeutet Dualismus: Subjekt und Objekt existieren eigenständig, völlig getrennt voneinander und nur der Zufall bringt diese beiden mal zusammen. Oder: ein Objekt kann auch existieren ohne dass es jemals von einem Subjekt wahrgenommen wird.

    (Ein dummer) Dualismus wäre es auch, wenn jemand denken würde: ein langer Stab kann auch existieren ohne dass es einen kurzen Stab gäbe, und umgekehrt.

    Tatsächlich sind lang und kurz aber nicht-dual.

    :rainbow:

  • mukti
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    • 9. Januar 2021 um 12:46
    • #6

    Eine Bedeutung von Dualismus ist wohl dass es zwei unvereinbare Dinge gibt, wie Ewiges und Vergängliches. Im Monismus sind die Gegensätze auf ein übergeordnetes Prinzip zurückgeführt, wie z.B. "Alles ist Brahman" im Advaita Vedanta.

    Im Buddhismus wird Nibbana u.a. als "das Ungewordene" bezeichnet, insofern ist es im Gegensatz zum Gewordenen und Vergänglichen. Es wird aber keine Art von Dasein damit in Verbindung gebracht, weder im dualistischen noch im monistischen Sinn. Also Nibbana ist keine separate göttliche Existenz und auch kein allumfassendes Sein. Von daher würde ich den Buddhismus nicht als dualistisch bezeichnen. Vielleicht könnte man sagen dass es der mittlere Weg zwischen Dualismus und Monismus ist, indem er kein Begehren nach Ewigem und keinen Hass auf Zeitliches beinhaltet.

    Mit Metta, mukti.


  • Alephant
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    • 9. Januar 2021 um 12:51
    • #7

    Das Bedürfnis, einfach nur Recht haben zu wollen, ist unheilsam und dunkel. Wenn man den Worten Buddhas folgt, ist das Belehren anderer mit Hilfe auswendiggelernter Lehrreden, nur um Recht zu haben, sogar etwas, was einem lange zum Unheil gereicht.

  • Noreply
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    • 9. Januar 2021 um 13:14
    • #8

    Dualismus ist kein Buddhistischer Begriff. Es gibt nur eine Möglichkeit das zu klären. Wissen was der Begriff bedeutet und dann sich eine Sutra nehmen um diese Begriffsbedeutung an der Sutra prüfen. Es ist egal welche, damit beschäftigt sich Buddha immer wieder.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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