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Fühlende Wesen

  • Noreply
  • 5. Juli 2020 um 10:40
  • Zum letzten Beitrag
  • Deepa
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    • 6. Juli 2020 um 18:44
    • #76
    Sudhana:
    Deepa:

    Dann nutze ich die Zeit anders.

    Beantworte Dir einfach die Frage, ob es Dir nützt und handle entsprechend. Das reicht mir schon - ich möchte nicht über Deine Zeit verfügen.

    _()_

    Danke, für die Inspiration.

    Sudhana:

    Das reicht mir schon - ich möchte nicht über Deine Zeit verfügen.

    _()_

    verfügen - anordnen, bestimmen? Ich sehe es als eine Bitte, die Raum für ein Ja und auch ein Nein lässt.

    _()_

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Sudhana
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    • 6. Juli 2020 um 18:49
    • #77
    Deepa:

    Wenn Dich das zu sehr mitnimmt, kannst Du selbstverständlich auch aus der Unterhaltung aussteigen.

    Anscheinend war der Hinweis auf Diskussionskultur zu subtil. Schade. Von Deiner gnädigen Erlaubnis mache ich jedenfalls gerne Gebrauch, zumindest was die Unterhaltung mit dir angeht. Auch wenn der Grund dafür im Zweifelsfall woanders zu suchen wäre.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Deepa
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    • 6. Juli 2020 um 18:52
    • #78
    Sudhana:
    Deepa:

    Wenn Dich das zu sehr mitnimmt, kannst Du selbstverständlich auch aus der Unterhaltung aussteigen.

    Anscheinend war der Hinweis auf Diskussionskultur zu subtil. Schade. Von Deiner gnädigen Erlaubnis mache ich jedenfalls gerne Gebrauch, zumindest was die Unterhaltung mit dir angeht. Auch wenn der Grund dafür im Zweifelsfall woanders zu suchen wäre.

    _()_

    Der Hinweis ging nicht an Dich (falls Du es so gedeutet hast). Wobei es Dir selbstverständlich auch freisteht.

    _()_

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Noreply
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    • 6. Juli 2020 um 18:55
    • #79

    Sudhana Dann hab ich den Umfang in dem Schäfer "Bewusstsein" als Bewusstseinssuchlauf in den Khandha übersetzen möchte verstanden. Denn mit deinen Ausführungen ist es tatsächlich ein Suchlauf nach Unterscheidungen, Unterschiedlichem zwischen Erinnerungen und dem was ist. Abgleichen, prüfen ob das was ist, in Übereinstimmung, mit dem ist was Abgespeichert wurde.

  • fck.you
    Gast
    • 6. Juli 2020 um 19:29
    • #80

    Es ging irgendwie um fühlende Wesen

    Und dabei fühlt man nicht - man treibt auseinander was eigentlich nicht getrennt ist.

    Zeitgleich vermischt sich der ganze Salat, obendrauf kommt noch Dressing dazu.

    Keiner erinnert sich mehr an die Tomate, wie sie anfing zu wachsen.

    Oder das Salz was vorher Teil dieser Welt war.

    Warum Mitgefühl.

    Man kann Diskutieren,... es so aussehen lassen als sei alles echt.

  • Sunu
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    • 7. Juli 2020 um 00:38
    • #81
    Ellviral:

    Was Pflanzen angeht geht es mir ausschließlich um das was Buddha als Fühlen ansieht. Wohl, Unwohl, weder Wohl noch Unwohl.

    darauf beruht meine Frage: Warum Pflanzen keine fühlenden Wesen sein sollen?

    Jeder Mensch hat schon gesehen wann sich Pflanzen Wohl und wann sie sich Unwohl fühlen. Weder Wohl noch Unwohl, da steht man da vor und fragt sich warum wächst die nicht?

    Es geht mir überhaupt nicht um Nerven oder son ablenkenden Scheiß. Fleischgeile und Vegetarier haben ja wohl schon genug Leid bereitet. Von Veganern ganz zu schweigen.

    Woher kommen die verblendeten Gefühle her die im ersten Beitrag beschrieben wurden.

    Mir geht es um die Lehre Buddha.

    Alles anzeigen

    Woher will man denn mit Sicherheit wissen, was eine Pflanze, ein Tier oder sein Gegenüber empfindet? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es bei MIR leiden verursacht, ein Tier zu schlachten.. oder Ich empfinde sogenanntes Mitleid mit anderen wenn jemand Misshandelt wird. Oder ICH empfinde Leid wenn ich Naturzerstörungen sehe. Das steckt drin und wahrscheinlich kann man sich das durch Abstumpfungen auch abgewöhnen, aber ich denke das wäre nicht förderlich bzw. heilsam. Deshalb gilt es für mich solche Dinge zu vermeiden... Demgegenüber empfinde ich beim Salatpflücken im Garten solche Leiden nicht... Das steckt bei mir nicht drin...

  • Noreply
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    • 7. Juli 2020 um 10:01
    • #82
    Sunu:
    Ellviral:

    Was Pflanzen angeht geht es mir ausschließlich um das was Buddha als Fühlen ansieht. Wohl, Unwohl, weder Wohl noch Unwohl.

    darauf beruht meine Frage: Warum Pflanzen keine fühlenden Wesen sein sollen?

    Jeder Mensch hat schon gesehen wann sich Pflanzen Wohl und wann sie sich Unwohl fühlen. Weder Wohl noch Unwohl, da steht man da vor und fragt sich warum wächst die nicht?

    Es geht mir überhaupt nicht um Nerven oder son ablenkenden Scheiß. Fleischgeile und Vegetarier haben ja wohl schon genug Leid bereitet. Von Veganern ganz zu schweigen.

    Woher kommen die verblendeten Gefühle her die im ersten Beitrag beschrieben wurden.

    Mir geht es um die Lehre Buddha.

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen, was eine Pflanze, ein Tier oder sein Gegenüber empfindet? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es bei MIR leiden verursacht, ein Tier zu schlachten.. oder Ich empfinde sogenanntes Mitleid mit anderen wenn jemand Misshandelt wird. Oder ICH empfinde Leid wenn ich Naturzerstörungen sehe. Das steckt drin und wahrscheinlich kann man sich das durch Abstumpfungen auch abgewöhnen, aber ich denke das wäre nicht förderlich bzw. heilsam. Deshalb gilt es für mich solche Dinge zu vermeiden... Demgegenüber empfinde ich beim Salatpflücken im Garten solche Leiden nicht... Das steckt bei mir nicht drin...

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen das Dukkha wirklich zum verlöschen gebracht werden kann? Das es Nirvana gibt? Das es keinen oder einen Gott gibt? Ist es nicht besser anzunehmen das Pflanzen auch "Bewusstsein" haben als das zu verneinen? Egal ob sie wissentlich ein Bewusstsein haben oder nicht? Was ist wenn ich glaube das sie kein Bewusstsein haben und dann irgendwann erkennen muss das ich mein Leben lang verachtend zu Wesen war die doch Bewusstsein haben? Hilft es nicht den Wesen viel mehr ihre Leben zu leben, wenn ich Bewusstsein annehme anstatt sie zu Steinen zu machen?

    Das ist das was Buddha über Wiedergeburt gesagt hat.

  • PhenDe
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    • 7. Juli 2020 um 10:38
    • #83

    Leider leiden die Wesen auf der Erde. Es mag jetzt nicht so zu verstehen sein, das jemand permanent leidet, aber im großen und ganzen Leidet man. Es gibt natürlich auch die Momente der berauschenden Glücksgefühle.

    Die Welt ist ein fressen und gefressen werden. Es ist paradox. Die Natur hat Lebewesen hervorgebracht, die dann wiederum von anderen gefressen werden. Tiere fressen sich untereinander, Pflanzen fressen Tiere und Tiere fressen Pflanzen. Menschen fressen beides.

    Der Vorgang des gefressen werdens kann extreme Schmerzen mit sich bringen. Warum ist das so? Warum ist es in dieser Weise entstanden?

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Noreply
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    • 7. Juli 2020 um 10:43
    • #84

    Nur Wesen die etwas als stabil und beständig festhalten wollen, weil sie glauben wollen das es Beständiges gibt, leiden, an der unüberwindlichen Vergänglichkeit.

  • Online
    void
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    Zen
    • 7. Juli 2020 um 11:40
    • Offizieller Beitrag
    • #85
    Taisen Deshimaru:

    Du hast von ‚'nicht-fühlenden Wesen' gesprochen. Was ist ein '‚nicht-fühlendes Wesen'?

    Traditionell unterscheidet man fühlende Wesen, d.h. Wesen die Wahrnehmungen und Empfindungen haben, die Fähigkeit haben, etwas auswählen oder abweisen zu können, und nicht-fühlende Wesen. In der Regel sind die fühlenden Wesen Menschen und Tiere. Man kann entsprechend der buddhistischen Kosmologie noch Wesen hinzufügen, wie z.B. die Gaki. Aber auch Wesen, die in der Hölle oder im Paradies wohnen, sind fühlende Wesen. Letztlich alle Wesen, die ein Karma haben, die also im Samsara transmigrieren. Das Samsara ist die Welt der fühlenden Wesen. Im Unterschied dazu ist das Nirvana die Welt der Buddhas. Das ist die traditionelle Sichtweise. Nicht-fühlende Wesen sind z.B. Berge, Flüsse, Sterne, … Sie haben kein Karma, keine Empfindungen, keine Möglichkeiten etwas auszuwählen oder abzulehnen.

    Durch seine Zazen-Praxis, durch das Verständnis seiner Buddha-Natur, ist Meister Dogen dazu gekommen zu sagen, dass alle Wesen die Buddha-Natur haben, dass es tief gesehen keinen Unterschied gibt, weil es eine tiefere Wirklichkeit gibt als das Karma und die Empfindsamkeit, die Auswahl oder Ablehnung erzeugen. Diese tiefere Wirklichkeit ist die Existenz in völliger Wechselbeziehung. Das ist der grundlegendste Punkt, in dem alle Wesen sich ähneln, der Punkt, den alle Wesen gemeinsam haben. Das ist die Essenz selbst der Existenz: die Tatsache in Beziehung zu existieren. Diese Wirklichkeit ist tiefer als Wirklichkeit der fühlenden Wesen mit ihrem Karma und ihrem Bewusstsein. Das ist der Punkt, wo die fühlenden und nicht-fühlenden Wesen sich ähneln und eine Einheit bilden. Das bewirkt, dass – im Geist von Zazen – man selbst und ein Baum, man selbst und ein Berg nicht getrennt, nicht unterschieden sind.

    Zen-Mönche haben durch ihre intensive Praxis diesen Sinn für die Nicht-Getrenntheit mit Wesen entwickelt, die man nicht-sensibel nennt, die aber selbst auch das Dharma ausdrücken. Deshalb sind Mönche oder Praktizierende auch erwacht, als sie eine Blume gesehen, einen Kieselstein oder einen Bergbach gehört haben. Eine Blume oder das Geräusch eines Bergbachs in einem Tal sind traditionellerweise nicht-fühlende Wesen. Aber in ihrer Wirklichkeit bringen sie völlig das zum Ausdruck, was wir mit ihnen gemeinsam haben, die völlige Wechselbeziehung, die Existenz ohne Substanz.

    Vielleicht zeigen sie es uns sogar besser als fühlende Wesen: Fühlende Wesen sind kompliziert. Sie vernebeln unsern Geist mit Wörtern. Aber eine Blume und ein Bergbach drücken direkt das Wesentliche aus, - wenn man es zu sehen versteht. Das ist jenseits des Unterschiedes zwischen fühlenden und nicht-fühlenden Wesen. Dies zu spüren ist sehr wichtig für unsere Beziehung zu der Welt, in der wir leben. Das bedeutet, dass alle Dinge der Natur uns erwecken können. Sie manifestieren dieselbe Essenz der Existenz wie wir, aber vielleicht noch auf eine direktere Art und Weise. Darum seid ihr eingeladen, die Natur zu kontemplieren. Oft ist das eine größere Unterweisung als die Sutren.

    Es gibt Leute, die nicht gerne Sutren lesen. Sie finden sie kompliziert. Dann geht in den Wald! Das ist eine sehr schöne Unterweisung. Er ist voll mit fühlenden und nicht-fühlenden Wesen, die hervorragend miteinander funktionieren. Bäume, Vögel, … sie funktionieren zusammen.

    Jedes Wesen kann uns erwecken oder zumindest dazu beitragen, sofern man empfänglich ist. Zazen entwickelt diese Empfänglichkeit. Umgekehrt gibt es uns ein Gefühl von Dankbarkeit, von Wohlwollen allen Wesen gegenüber – nicht nur den fühlenden Wesen. Das ist die wahre spirituelle Grundlage der Ökologie.

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    Hier wird die Fähigkeit "etwas auswählen oder abweisen zu können" als traditionelles Kriterium für fühlende Wesen genannt.

    Aber gleichzeitig werden die Gründe angedeutet, warum es Sinn macht, diese Grenze nicht zu eng zu setzten. Um Wohlwollen gegenüber Wesen die nicht "auswählen oder abweisen können" aber dennoch spührende Wesen sind zu kultivieren und eine Verbundenheit mit ihnen zu betonen, macht es Sinn, sie nicht als tote Materie zu behandeln sondern als ein zu respektierendes Gegenüber.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Noreply
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    • 7. Juli 2020 um 11:49
    • #86

    Tote Materie kann nicht auswählen oder abweisen. Das ist ja der Unterschied zwischen Wesen und Materie. Wesen reagieren auf die Umwelt. Materie agiert ohne auswählen oder abweisen zu können.

    Fühlende Wesen haben noch das Erinnern in sich wie sie sich verhalten sollten. Der Mensch kann sogar entscheiden ob es ihm Wohl oder Unwohl gehen soll.

  • fck.you
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    • 7. Juli 2020 um 12:53
    • #87

    Vielen wird das wahrscheinlich auch aufgefallen sein -

    Auf Ebene der Energie hast du keinen Unterschied mehr zwischen Wesen und Materie.

    Es sind alles bloß unterschiedliche Formen von Energie.

    Wir sind im Endeffekt alle Energie.

    Und insgesamt gibt es auch nur eine Energie.

    Fühlen heißt Energieverbrauch, Umwandlung, Kreation. Das sind alles Formen in welche sich diese Energie, so vielfältig ausdrücken kann. Die höchste Ebene wird immer die Energie sein. Das fühlende Wesen verbraucht ein Teil dieser Energie, um das Erlebnis des Fühlens zu absorbieren. Im Grunde leitet aber das Ende des Fühlens wieder die Rückkehr zu einer anderen Form.

    Anschließend kann man erneut auf die Reise gehen -

    Trennung heißt bereits Vereinigung.

    Die Energie beider Formen ist gleich.

    Fühlen und Nicht-Fühlen ist Energie.

  • Noreply
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    • 7. Juli 2020 um 13:20
    • #88
    qwertz:

    Vielen wird das wahrscheinlich auch aufgefallen sein -

    Auf Ebene der Energie hast du keinen Unterschied mehr zwischen Wesen und Materie.

    Es sind alles bloß unterschiedliche Formen von Energie.

    Wir sind im Endeffekt alle Energie.

    Und insgesamt gibt es auch nur eine Energie.

    Fühlen heißt Energieverbrauch, Umwandlung, Kreation. Das sind alles Formen in welche sich diese Energie, so vielfältig ausdrücken kann. Die höchste Ebene wird immer die Energie sein. Das fühlende Wesen verbraucht ein Teil dieser Energie, um das Erlebnis des Fühlens zu absorbieren. Im Grunde leitet aber das Ende des Fühlens wieder die Rückkehr zu einer anderen Form.

    Anschließend kann man erneut auf die Reise gehen -

    Trennung heißt bereits Vereinigung.

    Die Energie beider Formen ist gleich.

    Fühlen und Nicht-Fühlen ist Energie.

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    Soweit geht Buddha nicht. Er sieht wohl das es so ist, aber er sieht die Individuen die er sieht das bedingte Entstehen aus Energien und die Existenz der Wesen und der nicht lebenden Dinge, viel mehr tote Dinge als Wesen. Er will vom Leiden befreien und nicht Gleichmacherei.

  • PhenDe
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    • 7. Juli 2020 um 14:45
    • #89
    Ellviral:

    Der Mensch kann sogar entscheiden ob es ihm Wohl oder Unwohl gehen soll.

    Da musste ich etwas schmunzeln. Er kann sich heilsam verhalten, um wenig Unwohl zu erzeugen, aber letztendlich ist er nicht vor dem Unwohl gefeit. Irgendwann wird irgendetwas kommen. Krankheit, Verlust, was auch immer. Je älter man wird, um so mehr Einschnitte hat man erfahren.

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Ananda85
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    • 7. Juli 2020 um 14:50
    • #90

    Exakt. Unwohl wird ja nicht nur durch den Geist erzeugt, sondern auch durch konkrete physiologische Prozesse (einfaches Beispiel: Fieber).

  • Sunu
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    • 7. Juli 2020 um 16:38
    • #91
    Ellviral:
    Sunu:
    Ellviral:

    Was Pflanzen angeht geht es mir ausschließlich um das was Buddha als Fühlen ansieht. Wohl, Unwohl, weder Wohl noch Unwohl.

    darauf beruht meine Frage: Warum Pflanzen keine fühlenden Wesen sein sollen?

    Jeder Mensch hat schon gesehen wann sich Pflanzen Wohl und wann sie sich Unwohl fühlen. Weder Wohl noch Unwohl, da steht man da vor und fragt sich warum wächst die nicht?

    Es geht mir überhaupt nicht um Nerven oder son ablenkenden Scheiß. Fleischgeile und Vegetarier haben ja wohl schon genug Leid bereitet. Von Veganern ganz zu schweigen.

    Woher kommen die verblendeten Gefühle her die im ersten Beitrag beschrieben wurden.

    Mir geht es um die Lehre Buddha.

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen, was eine Pflanze, ein Tier oder sein Gegenüber empfindet? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es bei MIR leiden verursacht, ein Tier zu schlachten.. oder Ich empfinde sogenanntes Mitleid mit anderen wenn jemand Misshandelt wird. Oder ICH empfinde Leid wenn ich Naturzerstörungen sehe. Das steckt drin und wahrscheinlich kann man sich das durch Abstumpfungen auch abgewöhnen, aber ich denke das wäre nicht förderlich bzw. heilsam. Deshalb gilt es für mich solche Dinge zu vermeiden... Demgegenüber empfinde ich beim Salatpflücken im Garten solche Leiden nicht... Das steckt bei mir nicht drin...

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen das Dukkha wirklich zum verlöschen gebracht werden kann? Das es Nirvana gibt? Das es keinen oder einen Gott gibt? Ist es nicht besser anzunehmen das Pflanzen auch "Bewusstsein" haben als das zu verneinen? Egal ob sie wissentlich ein Bewusstsein haben oder nicht? Was ist wenn ich glaube das sie kein Bewusstsein haben und dann irgendwann erkennen muss das ich mein Leben lang verachtend zu Wesen war die doch Bewusstsein haben? Hilft es nicht den Wesen viel mehr ihre Leben zu leben, wenn ich Bewusstsein annehme anstatt sie zu Steinen zu machen?

    Das ist das was Buddha über Wiedergeburt gesagt hat.

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    Was hilft es?Menschen oder zumindest ich, komme mit mir nicht so recht ins reine, wenn ich Tiere töte... Andere schlecht behandle... Ich denke es ist eher gar nix anerzogenes, sondern eigentlich im Menschsein verankert. In dem Moment wo ich es trotzdem tue, löst das bei mir Leiden aus, welches eben eigentlich vermeidbar wäre. Übrigends gilt das auch wenn ich z. B. zerstörerisch durch eine den Wald laufen würde und mutwillig eine Schneise der Verwüstung hinterlassen würde..Sogar Felsen und Steine sind da mit inbegriffen... Damit wäre ich mit mir auch nicht im Reinen.. Und ich denke das ist ebenso nichts anerzogenes. Beim Salatpflücken ist das hingegen bei mir anders... Ich könnte mir jetzt tiefe Gedanken machen, dass der Salat vlt. auch ein Bewusstsein hat und doch viel lieber weiterleben will usw., so dass ich am Ende mir damit ein schlechtes Gewissen anerziehe... Aber diese Art von Leiden ist eben auch vermeidbar, in dem ich mir so ein Bewusstsein eben nicht anerziehe. Ich denke es geht ohnehin immer nur um mein Bewusstsein... Aber das bedeutet nicht, dass man deshalb eine verachtende Haltung nach außen hin einnimmt. Um so bewusster ich meiner Selbst bin, desto achtsamer gehe ich auch mit meiner Umgebung um...

  • Noreply
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    • 7. Juli 2020 um 16:49
    • #92

    Darum geht es doch das ich mich so verhalte wie ich nicht in Unwohlsein mit meinen Herzgeist komme. Es geht darum einen mittleren Weg zu gehen. Weder: Diese Wesen haben kein Bewusstsein noch alle Wesen haben Bewusstsein wie ich. Schon gar nicht das Bewusstsein einer Pflanze ist rudimentär. Da kann man auch gleich sagen, minderwertig. Bewusstsein ist nicht teilbar, bewertbar.

  • PhenDe
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    • 7. Juli 2020 um 16:51
    • #93
    Ananda85:

    Exakt. Unwohl wird ja nicht nur durch den Geist erzeugt, sondern auch durch konkrete physiologische Prozesse (einfaches Beispiel: Fieber).

    Aber im Buddhismus geht man davon aus, das alles Geist ist, oder zumindest in einigen Schulen. Ich denke, das ist ein Trugschluss.

    Gewisse Leiden kann man durch schulen des Geistes zwar lindern, aber nicht überwinden.

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Noreply
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    • 7. Juli 2020 um 17:13
    • #94

    Geburt, Krankheit, Tod. Dagegen hilft kein Geist und darum kann es auch kein Geist sein. Das sind die die jeder Mensch hinnehmen muss ohne das er irgendeine Macht darüber hat.

  • Helmut
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    • 7. Juli 2020 um 17:24
    • #95

    Das klingt sehr fatalistisch. Aber hat der Buddha Sakyamuni nicht aufgezeigt:

    "... aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande." (SN 12:1,4)

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
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    • 8. Juli 2020 um 09:34
    • #96
    Helmut:

    Das klingt sehr fatalistisch. Aber hat der Buddha Sakyamuni nicht aufgezeigt:

    "... aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zu stande." (SN 12:1,4)

    Ich glaube Du siehst Buddhas Zeigen nicht. Aber ich bin mit Dir einer Meinung, bei Buddha Sakyamuni kann ich das Zeigen des Weltenlehrers ignorieren und meinem Glauben folgen.

  • Deepa
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    • 8. Juli 2020 um 09:48
    • #97
    Ellviral:
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    Was Pflanzen angeht geht es mir ausschließlich um das was Buddha als Fühlen ansieht. Wohl, Unwohl, weder Wohl noch Unwohl.

    darauf beruht meine Frage: Warum Pflanzen keine fühlenden Wesen sein sollen?

    Jeder Mensch hat schon gesehen wann sich Pflanzen Wohl und wann sie sich Unwohl fühlen. Weder Wohl noch Unwohl, da steht man da vor und fragt sich warum wächst die nicht?

    Es geht mir überhaupt nicht um Nerven oder son ablenkenden Scheiß. Fleischgeile und Vegetarier haben ja wohl schon genug Leid bereitet. Von Veganern ganz zu schweigen.

    Woher kommen die verblendeten Gefühle her die im ersten Beitrag beschrieben wurden.

    Mir geht es um die Lehre Buddha.

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen, was eine Pflanze, ein Tier oder sein Gegenüber empfindet? Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass es bei MIR leiden verursacht, ein Tier zu schlachten.. oder Ich empfinde sogenanntes Mitleid mit anderen wenn jemand Misshandelt wird. Oder ICH empfinde Leid wenn ich Naturzerstörungen sehe. Das steckt drin und wahrscheinlich kann man sich das durch Abstumpfungen auch abgewöhnen, aber ich denke das wäre nicht förderlich bzw. heilsam. Deshalb gilt es für mich solche Dinge zu vermeiden... Demgegenüber empfinde ich beim Salatpflücken im Garten solche Leiden nicht... Das steckt bei mir nicht drin...

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    Woher will man denn mit Sicherheit wissen das Dukkha wirklich zum verlöschen gebracht werden kann? Das es Nirvana gibt? Das es keinen oder einen Gott gibt? Ist es nicht besser anzunehmen das Pflanzen auch "Bewusstsein" haben als das zu verneinen? Egal ob sie wissentlich ein Bewusstsein haben oder nicht? Was ist wenn ich glaube das sie kein Bewusstsein haben und dann irgendwann erkennen muss das ich mein Leben lang verachtend zu Wesen war die doch Bewusstsein haben? Hilft es nicht den Wesen viel mehr ihre Leben zu leben, wenn ich Bewusstsein annehme anstatt sie zu Steinen zu machen?

    Das ist das was Buddha über Wiedergeburt gesagt hat.

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    Kommt darauf an, wie es sich in der Praxis zeigt.

    Mit welchen Worten man es auch immer belegt (Bewusstsein, Gefühle,...) - hat Bewusstsein/hat kein Bewusstsein....wenn man der Pflanze, ganz unabhängig davon, nicht mit Wertschätzung - Achtsamkeit - Liebe begegnet, ist es lediglich ein theoretisches Konstrukt.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Noreply
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    • 8. Juli 2020 um 09:59
    • #98
    Deepa:
    Ellviral:

    Woher will man denn mit Sicherheit wissen das Dukkha wirklich zum verlöschen gebracht werden kann? Das es Nirvana gibt? Das es keinen oder einen Gott gibt? Ist es nicht besser anzunehmen das Pflanzen auch "Bewusstsein" haben als das zu verneinen? Egal ob sie wissentlich ein Bewusstsein haben oder nicht? Was ist wenn ich glaube das sie kein Bewusstsein haben und dann irgendwann erkennen muss das ich mein Leben lang verachtend zu Wesen war die doch Bewusstsein haben? Hilft es nicht den Wesen viel mehr ihre Leben zu leben, wenn ich Bewusstsein annehme anstatt sie zu Steinen zu machen?

    Das ist das was Buddha über Wiedergeburt gesagt hat.

    Kommt darauf an, wie es sich in der Praxis zeigt.

    Mit welchen Worten man es auch immer belegt (Bewusstsein, Gefühle,...) - hat Bewusstsein/hat kein Bewusstsein....wenn man der Pflanze, ganz unabhängig davon, nicht mit Wertschätzung - Achtsamkeit - Liebe begegnet, ist es lediglich ein theoretisches Konstrukt.

    JA, vielleicht möchte ich eigentlich nur die Achtung für jedes Leben, von der Zelle bis zum Mensch geachtet sehen. Mein mittlerer Weg führt eben Intellektuell dazu das ich Extreme, eben auch ruppig angreife. Auch Persönlich, denn wenn ich es nicht persönlich mache hat für mich ein Aufzeigen überhaupt keinen Sinn.

    Beispiel Buddha: Da kommt der Mann dessen Sohn gestorben ist vollkommen verzweifelt zu Buddha und der sagt nur: Alles was wir Lieben wird irgendwann zu großem Leiden.

    Wie Persönlich geht das eigentlich noch. Wie Herzlos und auf das Wirkliche Zeigend.

    (Weiß nicht mehr in welcher Sutra, auf jeden Fall eines der Wichtigen. Wohl eines im MN)

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    • 10. Juli 2020 um 20:14
    • #99
    Schneelöwin:
    Ellviral:

    Es gibt Menschen, die haben sich bis zum 40 Lebensjahr noch nicht einmal einen Baum so richtig angeschaut oder auch Pflanzen, dahingehend aber soooolche Meinungen in die Welt posaunen und mir ist das dann eben auch zu dumm mich dahingehend weiter zu

    Bringt nix.

    Es gibt tatsächlich Menschen die auch heute noch schwören, dass Tiere nur eine Sache sind und kein Bewusstsein haben und auch gar nicht richtig fühlen, weil sie ja gar nicht bewusst sind.

    Unsere ganze grausame "Flrischprodujtiob * beruht auf solcher ignoranz.

    Wir suchen Nech intelligentem Leben im All und sind teils zu ignorant es auf unserer Erde zu erkennen.

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    • 10. Juli 2020 um 20:38
    • #100
    Ellviral:

    Tote Materie kann nicht auswählen oder abweisen. Das ist ja der Unterschied zwischen Wesen und Materie. Wesen reagieren auf die Umwelt. Materie agiert ohne auswählen oder abweisen zu können.

    Fühlende Wesen haben noch das Erinnern in sich wie sie sich verhalten sollten. Der Mensch kann sogar entscheiden ob es ihm Wohl oder Unwohl gehen soll.

    Ananda85:

    Exakt. Unwohl wird ja nicht nur durch den Geist erzeugt, sondern auch durch konkrete physiologische Prozesse (einfaches Beispiel: Fieber).

    Tjaaaa. :) und es ist natürlich ein Wechselseitiges Geschenhen.

    Psyche streuert Physis und die bedingt die Psyche.

    Die Trennung ist eine Illusion

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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