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Mitgefühl

  • Xyz
  • 23. Juni 2020 um 07:39
  • Zum letzten Beitrag
  • Xyz
    Gast
    • 23. Juni 2020 um 07:39
    • #1

    Wie gehst Du im Alltag damit um?

    Wenn Du auf der einen Seite das Gefühl erlebst, nachempfinden kannst, wenn ein oder mehrere Menschen um Dich herum ‚ leiden‘.

    Auf der anderen Seite erlebt Du jedoch (D)einen persönlichen Grenzbereich.

    Also zb weil Du erkennst das unbewusst-/bewusst oder unterstellt eine Person das leiden benutzen-/nutzen möchte um auch Vorteile aus anderen Situationen zu bekommen.

    Die Person möchte evtl. mehr von Dir als Du geben möchtest, kannst.

    Der Buddha rät zum abwenden, wenn Negativität überwiegt.

    Doch da evtl. noch finanzielle Verpflichtungen mit dieser Person bestehen ginge dies nicht so schnell.

    Ist das einschalten einer neutralen Person dann zu hart?

    Oder ist es eine andere Ebene die nichts mit dem fehlendem Mitgefühl zu tun hätte?:?

  • Deepa
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    13. Juni 2020
    • 23. Juni 2020 um 08:59
    • #2
    S-Mater:

    Wie gehst Du im Alltag damit um?

    Wenn Du auf der einen Seite das Gefühl erlebst, nachempfinden kannst, wenn ein oder mehrere Menschen um Dich herum ‚ leiden‘.

    Auf der anderen Seite erlebt Du jedoch (D)einen persönlichen Grenzbereich.

    Also zb weil Du erkennst das unbewusst-/bewusst oder unterstellt eine Person das leiden benutzen-/nutzen möchte um auch Vorteile aus anderen Situationen zu bekommen.

    Die Person möchte evtl. mehr von Dir als Du geben möchtest, kannst.

    Der Buddha rät zum abwenden, wenn Negativität überwiegt.

    Doch da evtl. noch finanzielle Verpflichtungen mit dieser Person bestehen ginge dies nicht so schnell.

    Ist das einschalten einer neutralen Person dann zu hart?

    Oder ist es eine andere Ebene die nichts mit dem fehlendem Mitgefühl zu tun hätte?:?

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    Hi - wie ich es sehe, geht dem Mitgefühl die Selbstliebe (nicht Selbstverliebtheit) voraus. Oder - je nach Definition: Wo ist das Mitgefühl für Dich?

    Das impliziert, dass Du auch auf Dich achten darfst - Dich selbst lieben darfst bzw. musst.

    Ich denke dabei auch an: Liebe deinen nächsten, wie dich selbst.

    Wenn Du (z.B.) merkst, dass Du an Deine Grenzen gerätst, sehe ich es als sinnvoll an, eine Person einzuschalten, die einen anderen Blick auf die Situation hat. Wobei die Frage ist, inwiefern sie etwas neutral sehen kann.


    Du kannst Dich fragen: Liegt mir tatsächlich auch das Wohl der anderen Person am Herzen, wenn ich diesen Weg gehe?

    Was ist die Intention?

    Es gibt auch ein „Mitgefühl“, das Menschen in ihrem Bewusstsein festhält. Dann, wenn sie mit ihrer Denke und ihrem Handeln durchkommen.

    „Ich will xy. Es ist mir egal, wie es d. Gegenüber damit geht.“

    Gibst Du (man) dem nach, unterstützt Du sie darin.


    Ganz allgemein gibt der Indikator „Leid auslösen“ allein keine Auskunft darüber, ob eine Handlung unheilsam oder heilsam ist.

    Später gerne ein Bsp. - die Arbeit... ^^

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Monikamarie
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    • 23. Juni 2020 um 09:18
    • #3

    Guten Morgen liebe Sanne,

    Mitgefühl bedeutet nicht unbedingt, sich ständig dieser Person zuzuwenden. Es kommt sicher auf die Ursache des Leidens an.

    Wenn ein Kind leidet, weil es in die Kita muss - so wie damals meine 2jährige Tochter -, dann konnte ich nicht anders als fest damit umzugehen, denn ich musste unseren Lebensunterhalt verdienen als alleinerziehende Mutter. Erst nach drei Monaten hatte sie sich eingewöhnt und mitgespielt. Das tat mir sehr weh. Aber letztendlich war es gut so.

    Wenn ein Alkoholkranker verspricht, nicht mehr zu trinken, es aber dennoch immer wieder tut, dann nützt es nichts, ihm gegenüber nachgiebig zu sein. Ich muss ihn verlassen oder - wenn möglich - zur Entziehungskur schicken. Auch das ist Mitgefühl.

    Wenn eine seelisch leidende Person sich an mich klammert, dann kann ich das eine gewisse Zeit "aushalten" und versuchen, sie zu stabilisieren. Gelingt das nicht, muss ich mich abgrenzen. Und da kommt es nun drauf an, wie nahe die Person ist oder ob sie mit mir zusammenlebt oder oder ...

    Ich weiß, dass es sehr schwer sein kann, zwischen Mitgefühl und Verantwortung zu unterscheiden. Aber beides schließt einander nicht aus, sondern gehört zusammen.

    Nicht-Handeln und selbst leiden ist aus meiner Sicht Schwäche. Und Energie geht bei dieser Haltung immer mehr verloren - für beide.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Liebe für Deine Entscheidung. Denk auch an Dich selbst.

    _()_ Monika

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    • 23. Juni 2020 um 09:20
    • #4

    Hallo Susann,

    warum nicht alles zusammen?

    Aus Sicht des Dhamma würde ich mir angucken, warum ich mich abgrenzen muss und ob das angemessen ist, oder ob Ängste zu einer Überabgrenzung führen. Ich finde, Mitgefühl "verpflichtet" Dich auch dazu, Deine eigenen Grenzen zu wahren.

    Aus praktischer Sicht habe ich mit dem Einschalten von neutralen Personen sehr gute Erfahrungen gemacht. Dabei kann man ja erklären, warum man das tut. Ich finde das nicht hart, sondern professionell.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Sili
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    • 23. Juni 2020 um 09:41
    • #5

    _()_

    Das ist eine schwirige Frage. Die Antwort wird in der Bezihung stecken in der Du zu dieser Person stehst.

    Wen zb ein Krankes Kind, die Mutter oder den Vater etwas mehr beansprucht als es müsste kann das für die Eltern zu fiel werden, denoch sollte man das Kind nicht zurückweisen das es auch in Krankheit spürt das es geliebt wird. Man darf auch da sagen das es einem gerade zu fiel wird aber eben in einem anderen mase als das man das einem Chef sagen sollte. Verstehst Du was ich meine?

    Was die Finanziele verpflichtung angeht so sehe ich das als ein Geschäft. Geschäftliches und Privates läst sich nicht immer trennen aber sich einspannen zu lasen und zb due Hausarbeit usw für jemanden zu erledigen dem man Geld schuldet ohne das Die Schuld so abbezahlt wird ist sicherlich keine gute voraussetzung weder für dich noch für den anderen.

    Im algemeinen kann ich Dir nicht "Die Antwort" geben den ich kenne den Kontext nicht und ich kenne die betrofene nicht.

    Als leitfrage aber immer folgendes: hab ich noch Energie um zu helfen?

    Nützt es etwas wenn ich all meine Energie opfere um da jemandem zu helfen, oder gebe ich meine Energie besser unterstüzend in kleinen mengen dazu wen die Energi eines anderen nicht ganz ausreicht und kann so länger und bei mehr problemen helfen?

    Ich hoffe die Antwort nützt Dir lesiglich zur überlegung und nicht als Antwort:grinsen:

    _()_

  • Deepa
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    13. Juni 2020
    • 23. Juni 2020 um 17:13
    • #6

    @S-Mater - haben Dir die Antworten weitergeholfen?

    @Monikadie4. hat bereits ein plakatives Beispiel genannt, das widerspiegelt, wie ich es sehe.

    Magst Du noch ein Beispiel haben o. passt das so? :)

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Lucky Luke
    Gast
    • 23. Juni 2020 um 17:41
    • #7

    Das Mantra des Mitgefühls ist Om Mani peme hung. Ich rezitiere es im Rahmen meiner Praxis wenn ich zum Beispiel die Sirenen eines Notarztwagens höre. Oder wenn ich ein totes Tier am Straßenrand sehe.

    Wenn jemand meine Hilfe braucht versuche ich, so gut es geht mich in die Person hineinzuversetzen. Eine trauernde Freundin hat uns allerdings mal als "Therapeuten" missbraucht, sich aber geweigert, professionelle Hilfe anzunehmen (wir wären ja immer für sie da). Diesen Kontakt haben wir 3 Jahre nach dem Tod ihrer Mutter abgebrochen. Es wurde immer mehr eine einseitige "Freundschaft".

    Eine neutrale Person habe ich noch nicht gebraucht um einen Konflikt zu lösen. Es gibt aber auch Moderatoren oder Schiedsstellen, die professionelle Hilfe anbieten.

    Im Alltag rezitiere ich also Mantras und versuche dort zu helfen wo ich helfen kann ohne mich zu überfordern.

  • TinyNight13076
    Gast
    • 5. August 2020 um 15:48
    • #8
    S-Mater:

    Wie gehst Du im Alltag damit um?

    Wenn Du auf der einen Seite das Gefühl erlebst, nachempfinden kannst, wenn ein oder mehrere Menschen um Dich herum ‚ leiden‘.

    Auf der anderen Seite erlebt Du jedoch (D)einen persönlichen Grenzbereich.

    Also zb weil Du erkennst das unbewusst-/bewusst oder unterstellt eine Person das leiden benutzen-/nutzen möchte um auch Vorteile aus anderen Situationen zu bekommen.

    Die Person möchte evtl. mehr von Dir als Du geben möchtest, kannst.

    Der Buddha rät zum abwenden, wenn Negativität überwiegt.

    Doch da evtl. noch finanzielle Verpflichtungen mit dieser Person bestehen ginge dies nicht so schnell.

    Ist das einschalten einer neutralen Person dann zu hart?

    Oder ist es eine andere Ebene die nichts mit dem fehlendem Mitgefühl zu tun hätte?:?

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    Ich bin mal zu viel Geld gekommen, und habe es geteilt mit den Menschen, die wirkliche Probleme hatten. Es hat mich glücklich gemacht und ich wollte anderen auch eine Chance geben.

    Jetzt habe ich nicht mehr so viel Geld, und die Leute fragen mich immer noch manchmal nach Geld.

    Selbst wenn ich mein Konto komplett plündern würde, es wäre nicht genug.

    Jetzt unterstützte ich nur noch die wirklichen härtefälle mit kleinen Lebensmittelpaketen.

    Da ich nicht mehr so viel materielles geben kann, versuche ich eben meine Erfahrungen zu teilen.

    Ich berate Menschen in rechtlichen Angelegenheiten, und zeige ihnen, wie man ruhig leben kann, mit Hilfe der Meditation.

    In weltlichen Dingen hatte ich wohl mehr Glück als Verstand, aber was mich gerettet hat, und wo ich erfolgreich bin und war, ist die buddhistische Praxis.

    Ich bin vielleicht nicht glücklicher als früher, aber ich habe Frieden gefunden.

    Und diesen wundervollen Weg zum Frieden kann ich anderen Menschen erklären.

    Ich kann auch besser zuhören als früher, weil meine Basis, in der inneren Stille verankert ist.

    Oft reicht einfach nur, dass man präsent ist.

    Aber an erster Stelle steht für mich immer nur das Herz, die Reinigung des Herzens. Liebende Güte muss zuerst in mir freigelegt werden.

    Und da reicht die durch Sammlung befreite Güte nicht aus.

    Weisheit muss aus dem stillen Glück heraus entstehen.

    Erst wenn das Herz durch Weisheit (das bedingt ist, durch Sila, Samadhi) gereinigt und befreit wird, entsteht eine lebenslange Basis, die auf Geichmut, Weisheit, Liebende Güte, Geduld aufgebaut ist.

    Hat man diese Stabilität erreicht, dann wird man nicht mehr durch das Glück, Unglück der Welt beeinflusst.

    Man tut was man kann, und man freut sich für andere, aber man leidet nicht mehr mit, weil man den Buddha im Herzen entdeckt hat.

    Mögen wir alle Frieden finden.

  • Xyz
    Gast
    • 6. August 2020 um 08:23
    • #9

    Hallo @Martin1980

    ich freue mich sehr mal wieder etwas von Dir hier zu lesen.

    Hab auch Dir herzlichen Dank für Deine Worte.:heart:

    Inzwischen haben wir die rechtlich aufwendige Angelegenheit einer Rechtsanwältin übergeben müssen die wir im Liebe-Kraft- Weisheitszentrum in Hamburg (Ayya Khema Stadtzentrum) kennenlernen durften.

    Sie arbeitet u.a. als Mediatorin und nimmt uns nun die direkten Kontakte mit all den weltlichen Verpflichtungen wie zB Fristen, Anträge usw.

    ab damit wir uns voll und ganz auf unsere buddhistische Praxis konzentrieren können.

    Der Stundenlohn ist sehr hoch, doch ihre Arbeit ist so wertvoll (für alle Seiten) das wir uns dazu entschieden haben.

    Diese Balance fühlt sich heute warm, wohl und licht an....:sunny:_()_

  • Noreply
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    • 6. August 2020 um 09:43
    • #10

    Bei mir ist mir aufgefallen das je weiter ich im Metta gehe je besser und effektiver kann ich helfen und das ist sehr selten noch materiell. Das brauchen die Leidenden meist nicht. Sie glauben nur, dass es ihnen hilft, weil es immer geholfen hat. Das ihr Gedankenmachen und die Geistesgifte für ihre Lage sorgen kann nicht mehr durchdringen. Helfen das Gift zu erkennen ist Schutz der Schlange.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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