Hallo, Buddhalandgemeinde - beim Lesen, der Aussage: „Was aber, ihr Mönche, ist rechte Gesinnung? Es ist eine Gesinnung frei von Sinnenlust, Haß, Grausamkeit.“ ist die Frage aufgetaucht, ob/inwiefern ihr differenziert.
Ich habe in anderen Kontexten (nicht im Bezug auf Buddhismus) des öfteren gelesen, dass diesbzgl. keine Unterscheidung bzgl. der Qualität und Intensität gemacht wird.
Wie definiert ihr Sinnenlust, wie sie im „Achten Pfad“ erwähnt wird?
Mal ein Beispiel, um es zu verdeutlichen: Ich habe gerne Milchspeisen gegessen. Iwann habe ich für mich entschieden, dass ich keine tierischen Erzeugnisse mehr zu mir nehmen werde. Ich könnte, rein vom Geschmack her, immer noch ne Käsestulle verputzen. Und wenn ich Hunger habe und nur so etwas im Angebot ist, ist da ein Anteil, d. denkt: „Boah, Hunger - ich will auch.“
Allerdings mit nem Lachen. Leidensdruck nicht vorhanden. Bis ich ein Käsebrot essen würde, müsste der Hunger um einiges größer und Leidensdruck vorhanden sein.
Jemand anderes würde in der selben Situation (auf ner Skala von 0 - 10) einen Leidensdruck von 1 erleben - ein anderer einen von 8 u.s.w.
Ich unterscheide u.a. zwischen etwas haben wollen und etwas vermeintlich haben müssen.
Jetzt wieder zu der Eingangsfrage: Wie definiert ihr Sinnenlust, wie sie im „Achten Pfad“ erwähnt wird?
Und: Wie geht ihr damit um, wenn ihr sie aufsteigen seht?