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Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust

  • Deepa
  • 22. Juni 2020 um 12:53
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  • Deepa
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    • 22. Juni 2020 um 12:53
    • #1

    Hallo, Buddhalandgemeinde - beim Lesen, der Aussage: „Was aber, ihr Mönche, ist rechte Gesinnung? Es ist eine Gesinnung frei von Sinnenlust, Haß, Grausamkeit.“ ist die Frage aufgetaucht, ob/inwiefern ihr differenziert.

    Ich habe in anderen Kontexten (nicht im Bezug auf Buddhismus) des öfteren gelesen, dass diesbzgl. keine Unterscheidung bzgl. der Qualität und Intensität gemacht wird.

    Wie definiert ihr Sinnenlust, wie sie im „Achten Pfad“ erwähnt wird?


    Mal ein Beispiel, um es zu verdeutlichen: Ich habe gerne Milchspeisen gegessen. Iwann habe ich für mich entschieden, dass ich keine tierischen Erzeugnisse mehr zu mir nehmen werde. Ich könnte, rein vom Geschmack her, immer noch ne Käsestulle verputzen. Und wenn ich Hunger habe und nur so etwas im Angebot ist, ist da ein Anteil, d. denkt: „Boah, Hunger - ich will auch.“ :D

    Allerdings mit nem Lachen. Leidensdruck nicht vorhanden. Bis ich ein Käsebrot essen würde, müsste der Hunger um einiges größer und Leidensdruck vorhanden sein.

    Jemand anderes würde in der selben Situation (auf ner Skala von 0 - 10) einen Leidensdruck von 1 erleben - ein anderer einen von 8 u.s.w.

    Ich unterscheide u.a. zwischen etwas haben wollen und etwas vermeintlich haben müssen.


    Jetzt wieder zu der Eingangsfrage: Wie definiert ihr Sinnenlust, wie sie im „Achten Pfad“ erwähnt wird?

    Und: Wie geht ihr damit um, wenn ihr sie aufsteigen seht?

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Noreply
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    • 22. Juni 2020 um 13:48
    • #2

    Sinnen-lust ist ein echter Stolperstein der Übersetzungen.

    Das ist die Lust der Sinne, die Lust die erzeugt wird. Das an den Sinnesempfindungen zu hängen, nach ihnen verlangen.

    Es wird was schönes ertastet, davon will ich mehr.

    Es wird was schönes gesehen und davon will ich mehr sehen.

    Freudiges, schönes gehört, gerochen, gedacht.

    Natürlich führt das zu Reaktionen des Körperlichen und das führt dann zu dem Missverständnis von Sexuellem.

    Ich könnte das auch ganz normal schreiben, das fühlt sich geil an, das sieht geil aus, das hört...... Da denkt auch kein Mensch das das was mit Sex zu tun hat, sondern mit erregt sein, freudig, glücklich.

    Hab ich lange drüber nachgedacht bis ich endlich das Sexuelle das raus hatte. So gehört dass auch zu den Sinnesempfindungen und ist ganz normal.


    [lz]

    Es ist eine Gesinnung frei von Sinnenlust, Haß, Grausamkeit.“[/lz]

    damit ist eben gemeint das man nicht nach Sinnesempfindungen mit Sinneslust- gier usw verlangen soll. Jetzt ist es super und nur jetzt.

  • kilaya 22. Juni 2020 um 13:49

    Hat den Titel des Themas von „Der Achte Pfad: 2. »Was aber, ihr Mönche, ist rechte Gesinnung? Es ist eine Gesinnung frei von Sinnenlust, Haß, Grausamkeit.“ zu „Der Achte Pfad: 2. "Rechte Gesinnung" und Sinnenlust“ geändert.
  • Monikamarie
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    • 22. Juni 2020 um 14:34
    • #3

    Hallo Deepa,

    im Laufe der Zeit hat sich meine Ansicht darüber sehr geändert. Zu Beginn wollte ich auch alles unbedingt richtig machen. Aber auch das kann eine Lust sein. ;)

    Auch wird es in den verschiedenen Schulen unterschiedlich gehandhabt. Auch der Dalai Lama gönnt sich hin und wieder eine Lieblingsspeise - so hab ich in einer seriösen Biografie gelesen.

    Aber, egal was andere dazu denken, ich sehe die Regeln als Wegweiser, um sich anzunähern. Ich muss nicht auf alles verzichten, ich kann die Überzeugung erlangen, dieses und jenes zu lassen - wie z.B. Fleisch. Meines Erachtens geht es bei der Lust um die Gier, etwas unbedingt haben zu müssen, so sehr davon "besetzt" zu sein, dass es das ganze Denken einnimmt wie z.B. die Gier nach Schokolade. Aber selbst das, wenn ich mir dessen bewusst bin, ist noch kein "schweres Vergehen". Für die Entwicklung eines freien Geistes jedoch ist es ratsam, alles, was mich "zwingt" loszulassen. Mehr sehe ich in den Regeln nicht.

    Aber das ist nur meine begrenzte Sicht. Denn ich bin keine Nonne!

    _()_

  • mukti
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    • 22. Juni 2020 um 15:20
    • #4

    Hallo Deepa,

    Deepa:

    Jetzt wieder zu der Eingangsfrage: Wie definiert ihr Sinnenlust, wie sie im „Achten Pfad“ erwähnt wird?

    Und: Wie geht ihr damit um, wenn ihr sie aufsteigen seht?

    Der Buddha definiert sie so:


    [lz]

    Des Herzens Gier gilt als des Menschen Sinnenlust, doch nicht die lieblichen Objekte dieser Welt.

    Des Herzens Gier gilt als des Menschen Sinnenlust, das Schöne in der Welt bleibt dabei stets sich gleich, doch Weise wenden ihren Willen davon ab.

    A.VI.63[/lz]

    Das verstehe ich so dass man den Willen besser nicht den angenehmen Objekten zuwendet, also Begierde entwickwlt um sie besitzen und ausbeuten zu können. Ist das bereits passiert, wendet man den Willen besser allmählich ab, weil Gier Leid nach sich zieht:


    [lz]

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung der Sinnenlüste führende Weg, nämlich:

    Rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt, rechtes Streben, rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung.[/lz]

    Mit Metta, mukti.


  • Deepa
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    • 22. Juni 2020 um 15:38
    • #5
    Monikadie4.:

    Aber, egal was andere dazu denken, ich sehe die Regeln als Wegweiser, um sich anzunähern. Ich muss nicht auf alles verzichten, ich kann die Überzeugung erlangen, dieses und jenes zu lassen - wie z.B. Fleisch. Meines Erachtens geht es bei der Lust um die Gier, etwas unbedingt haben zu müssen, so sehr davon "besetzt" zu sein, dass es das ganze Denken einnimmt wie z.B. die Gier nach Schokolade. Aber selbst das, wenn ich mir dessen bewusst bin, ist noch kein "schweres Vergehen". Für die Entwicklung eines freien Geistes jedoch ist es ratsam, alles, was mich "zwingt" loszulassen. Mehr sehe ich in den Regeln nicht.

    Sehe und handhabe ich ganz ähnlich.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    • 6. Juli 2020 um 10:17
    • #6

    Sehr gut ausgedrückt Monika. Lust ist aber auch das, was nach der Gier kommt. Also lustvolles Empfinden in dem Moment, in dem die Lust sozusagen ausgelebt wird.

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    • 6. Juli 2020 um 10:42
    • #7

    Danke BeateB und herzlich Willkommen,

    Lust fällt unter Gier. Ich hab auch nichts anderes behauptet.

    _()_

  • Deepa
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    • 6. Juli 2020 um 12:08
    • #8

    Lust kann zu Gier werden.

    Lust verhält sich zu Gier, wie möchten zu (vermeintlich) brauchen.

    Es ist ein signifikanter Unterschied, ob man (z.B.) genießt, mit einem Menschen Zeit zu verbringen; Lust - ein Wohlgefühl empfindet und ebenso ohne zufrieden isr oder ob man leidet, wenn die Person nicht anwesend ist.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    • 8. Juli 2020 um 10:01
    • #9
    Deepa:

    Lust kann zu Gier werden.

    Lust verhält sich zu Gier, wie möchten zu (vermeintlich) brauchen.

    Es ist ein signifikanter Unterschied, ob man (z.B.) genießt, mit einem Menschen Zeit zu verbringen; Lust - ein Wohlgefühl empfindet und ebenso ohne zufrieden isr oder ob man leidet, wenn die Person nicht anwesend ist.

    Gerade entdeckt.


    Tu, was du willst - aber nicht, weil du musst.

    Buddha


    Wieder einmal erkenne ich Überschneidungen zwischen dem Buddhismus und wie ich es sehe.

    Tu, was Du möchtest - aber nicht, weil Du musst.

    Deepa ^^

    Umgebe dich mit Menschen/Dingen, die Dir wohl tun - und mache Dich nicht davon abhängig. Hafte nicht an ihnen.

    Die Negation positiv formuliert: Sei frei im Geiste und im Handeln.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    2 Mal editiert, zuletzt von Deepa (8. Juli 2020 um 10:08)

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    • 8. Juli 2020 um 10:10
    • #10
    Deepa:
    Deepa:

    Lust kann zu Gier werden.

    Lust verhält sich zu Gier, wie möchten zu (vermeintlich) brauchen.

    Es ist ein signifikanter Unterschied, ob man (z.B.) genießt, mit einem Menschen Zeit zu verbringen; Lust - ein Wohlgefühl empfindet und ebenso ohne zufrieden isr oder ob man leidet, wenn die Person nicht anwesend ist.

    Gerade entdeckt.


    Tu, was du willst - aber nicht, weil du musst.

    Buddha


    Wieder einmal erkenne ich Überschneidungen zwischen dem Buddhismus und wie ich es sehe.

    Tu, was Du möchtest - aber nicht, weil Du musst.

    Deepa ^^

    Umgebe dich mit Menschen/Dingen, die Dir wohl tun - und mache Dich nicht davon abhängig. Hafte nicht an ihnen.

    Die Negation positiv formuliert: Sei frei im Geiste und im Handeln.

    Alles anzeigen

    Meine Findung:

    Aleister Crowley: Das Buch des Gesetzes.

    "Tu was Du willst, aber immer mit Liebe." Sei das erste Gesetz.

    Eigentlich: "unter der Liebe."

    Ps hab gerade mal nachgesehen: Tu was du willst soll sein das Ganze des Gesetzes

    Meine Gedankliche Hinzufügung sollte mich wohl davor schützen auch den Menschen, Aleister Crowley, in die Tonne zu werfen. :nosee::nospeak::nohear::grinsen:

    Das ist bestimmt 40 Jahre her das der mir mal in die Hände gefallen ist.

    3 Mal editiert, zuletzt von Noreply (8. Juli 2020 um 10:23)

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    • 8. Juli 2020 um 10:25
    • #11

    Die Sinne und die damit verbundene Fähigkeit Lust zu erleben, bergen das Potenzial zur Gier.

    Ebenso sehe ich einen bedeutsamen Unterschied zwischen Bedürfnis und Gier.

    Dabei kommen mir diese Zeilen in den Sinn:

    „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

    Mahatma Gandhi



    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    • 8. Juli 2020 um 10:28
    • #12

    Den Unterschied mache ich schon sehr lange und genau so lange versuche ich den hier deutlich zu machen. Sinnlos.

  • Deepa
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    • 8. Juli 2020 um 10:36
    • #13

    „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

    Mahatma Gandhi

    Wann kommt Gier auf?

    Wenn man nicht satt wird.

    Wann wird man nicht satt?

    Man wird nicht satt, wenn man nicht die geeignete Nahrung zu sich nimmt - die Quelle nicht erkennen kann.

    Auf der verbissenen Suche nach Anerkennung, Wertschätzung - Liebe im Außen (in einem anderen Menschen, einem Job, Geld,...) kann nicht gesehen werden, dass all das schon längst da ist. Das führt zu einem unstillbaren Hunger - dieser zu Gier.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (8. Juli 2020 um 11:27)

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    • 8. Juli 2020 um 10:40
    • #14
    Deepa:

    „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

    Mahatma Gandhi

    Wann kommt Gier auf?

    Wenn man nicht satt wird.

    Weshalb wir man nicht satt?

    Man wird nicht satt, wenn man nicht die geeignete Nahrung zu sich nimmt - die Quelle nicht erkennen kann.

    Auf der verbissenen Suche nach Anerkennung, Wertschätzung - Liebe im Außen (in einem anderen Menschen, einem Job, Geld,...) kann nicht gesehen werden, dass all das schon längst da ist. Das führt zu einem unstillbaren Hunger - dieser zu Gier.

    Alles anzeigen

    Weshalb wurde ich nicht satt? Ich hab nicht sehen wollen das alles da ist. Das was Da war reichte nicht. Da muss doch noch mehr sein. Verirren in dem "Da ist nichts." wäre ich fast verhungert an meinem nie satt werden.

  • Deepa
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    • 8. Juli 2020 um 10:43
    • #15

    Falls es hier nicht passt, bitte entsprechend verschieben @Mods :)

    Ich bin gerade im Flow ^^


    Zitat

    Der König und der Bettler

    Auf einem Rundgang durch seine Hauptstadt begegnete der König einem Bettler.

    „Wenn Du mir etwas geben willst“, sagte der Bettler zum König, „dann musst du dich an meine Bedingung halten“.

    Der König war verblüfft. Er kannte viele Bettler, aber einer, der ihm Bedingungen stellen wollte, war ihm noch nie begegnet. Er schaute dem Mann in die Augen und spürte, dass er eine starke Ausstrahlung hatte. Merkwürdig! Dieser Bettler hatte Power und Charisma.

    Tatsächlich war der Bettler gar kein Bettler, sondern ein Sufi-Mystiker, aber das ahnte der König nicht.

    „Was meinst du mit »Bedingung«?“ fragte der König und der Bettler antwortete: „Ich nehme dein Almosen nur an, wenn es dir gelingt, meinen Bettelnapf bis zum Rand zu füllen.“

    Der König glaubte, sich verhört zu haben. Der Bettelnapf war klein. Wollte sich der Bettler über ihn lustig machen?

    „Wie kommst du denn auf die Idee, dass ich deinen kleinen dreckigen Bettelnapf nicht voll kriege!“ fragte der König scharf. „Ich bin doch kein Bettler, so wie du!“

    Der Bettler lächelte und sagte: „Es ist besser, wenn ich dich warne, bevor du es versuchst und vielleicht Probleme kriegst.“

    Was zum Teufel bildete sich dieser Bettler ein? Der König war neugierig und wütend geworden. Er befahl seinem Wesir: „Mach diesen Bettelnapf voll!“

    Der Wesir eilte in den Palast, kehrte nach ein paar Minuten mit eine Tasche voller Edelsteinen zurück und warf sie in den Bettelnapf.

    Da passierte etwas merkwürdiges: Die Edelsteine verschwanden in dem Bettelnapf so schnell, wie der Wesir sie hineinwarf!

    „Weiter!“ rief der König. „Mehr!“ Er war außer sich vor Erstaunen und Wut. Er wollte um keinen Preis in der Welt nachgeben und dem Bettler einen Triumph gönnen.

    Der Wesir eilte in den Palast zurück und holte mehr Edelsteine. Aber auch sie verschwanden in dem Napf des Bettlers. Jetzt verlor der König seinen Verstand. Er war bereit, sein ganzes Königreich aufs Spiel zu setzen. Der Bettler durfte einfach nicht gewinnen! „Mehr!“ schrie er und der Wesir eilte davon und holte mehr Edelsteine, immer mehr, bis die Schatzkammer leer war.

    So verschwand das ganze Vermögen des Königs und der Staatsschatz in dem kleinen Bettelnapf. Und am Ende war der König genau so arm wie der Bettler.

    Jetzt endlich kam der König wieder zur Vernunft. Er verbeugte sich vor dem Bettler. „Ich habe dich beleidigt“, sagte er. „Bitte vergib mir. Und bevor du gehst, verrate mir bitte das Geheimnis deines Bettelnapfes. Wie kommt es, dass alle meine Schätze in ihm verschwunden sind?“

    Der Bettler lachte und sagte: „Ich habe den Napf aus dem gleichen Stoff gemacht, aus dem das menschliche Ego gemacht ist. Das Ego kann nie genug kriegen. Was immer du ihm gibst – es verschwindet. Es ist nie erfüllt.“

    Osho, der diese Sufi Parabel in einem seiner Vorträge zitiert („Discipline of Transcendence“ Band 1, Kapitel 10) kommentierte sie so: „Ihr seid ständig damit beschäftigt, den Bettelnapf zu füttern – mit Geld, mit einem neuen Auto, mit einem tollen Haus, mit diesem und mit jenem. Aber es hilft nichts. Das Ego verschlingt alles und die innere Leere bleibt. Das Ego ist nie zufrieden. Diese Parabel ist euere Geschichte. Solange ihr euer Ego nicht überwunden habt, bleibt ihr Bettler.“

    Alles anzeigen

    Der König und der Bettler :: Institut für Kreativität und Meditation

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

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    • 8. Juli 2020 um 10:54
    • #16

    Warum sollten sie das tun? Hier geht es um den sehr wichtigen Teil der Achtfachen Pfades. Gesinnung hat eben sehr viel Ich gesteuerte "Sinn-es-Lust" Was ist denn nun rechte Gesinnung ist? Werde satt an dem was ist.

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    • 8. Juli 2020 um 11:27
    • #17
    Deepa:

    Gerade entdeckt.


    Tu, was du willst - aber nicht, weil du musst.

    Buddha

    Moin Deepa,

    ich will Deinen Flow nicht stören, aber die Zitate von Buddha, die du manchmal hier einstellst, kenne ich nicht. Sie stammen sicher nicht alle von Buddha, sondern sind Interpretationen anderer Autoren. Denn so hat der Buddha nicht gesprochen.

    Oder? Vielleicht kannst Du die Quelle nennen.

    _()_

  • Deepa
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    • 8. Juli 2020 um 11:40
    • #18
    Monikadie4.:
    Deepa:

    Gerade entdeckt.


    Tu, was du willst - aber nicht, weil du musst.

    Buddha

    Moin Deepa,

    ich will Deinen Flow nicht stören, aber die Zitate von Buddha, die du manchmal hier einstellst, kenne ich nicht. Sie stammen sicher nicht alle von Buddha, sondern sind Interpretationen anderer Autoren. Denn so hat der Buddha nicht gesprochen.

    Oder? Vielleicht kannst Du die Quelle nennen.

    _()_

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    Du bist herzlich willkommen - ich nehme Dich n Stück mit, wenn Du magst oder mache ne kurze Pause...oder flowe anders :D


    Die Quelle - sehr gerne: Buddha Zitate - Seite 5

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    • 8. Juli 2020 um 11:50
    • #19
    Deepa:

    „Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“

    Mahatma Gandhi

    Wann kommt Gier auf?

    Wenn man nicht satt wird.

    Weshalb wir man nicht satt?

    Man wird nicht satt, wenn man nicht die geeignete Nahrung zu sich nimmt - die Quelle nicht erkennen kann.

    Auf der verbissenen Suche nach Anerkennung, Wertschätzung - Liebe im Außen (in einem anderen Menschen, einem Job, Geld,...) kann nicht gesehen werden, dass all das schon längst da ist. Das führt zu einem unstillbaren Hunger - dieser zu Gier.

    Alles anzeigen

    Wenn ein Sinnesobjekt ein angenehmes Gefühl hervorruft will man es festhalten um es oft und lange zu erleben, da beginnt Gier. Nun sind Objekte und Gefühle veränderlich oder vergänglich. Etwa wenn sich durch Gewöhnung das Gefühl verringert, braucht es eine Steigerung des Objekts um es wieder zu erlangen, man will mehr davon haben oder man suctht ein anderes Objekt das dies ermöglicht. So ist es z.B. mit der Mode, die Kollektionen werden ständig erneuert. Überhaupt ist man ständig auf der Suche nach Neuigkeiten, das Gewohnte genügt nicht mehr. So findet die Gier keine bleibende Befriedigung wenn sie einmal entfacht ist. Aus Verblendung denkt man aber: 'Wenn ich dies und jenes habe werde ich endlich glücklich sein'.

    Wenn man diesen Mechanismus durchschaut, stoppt man ihn indem man Angenehmes als angenehm erlebt, aber dem nicht weiter nachgeht und es ohne Anhangen vergehen lässt, wenn es vergeht.

    Mit Metta, mukti.


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    • 8. Juli 2020 um 11:51
    • #20

    Vielleicht hilfreich: Hier ist eine Seite mit Zitaten, die fälschlicherweise dem Buddha angedichtet werden. All Fake Buddha Quotes - Fake Buddha Quotes

    darunter auch das Zitat "was du denkst, das wirst du" "The mind is everything. What you think, you become." - Fake Buddha Quotes Vielleicht ist es am sichersten als Quellenangabe den Palikanon anzugeben.

  • Deepa
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    • 8. Juli 2020 um 12:04
    • #21

    Hierzu noch

    Monikadie4.:

    Sie stammen sicher nicht alle von Buddha, sondern sind Interpretationen anderer Autoren. Denn so hat der Buddha nicht gesprochen.

    eine Anmerkung - auch wenn Du es anders meintest - fällt mir dazu ein:

    Er wird vermutlich nicht so gesprochen haben. Es handelt sich m.W. um Übersetzungen in eine andere (in diesem Fall die deutsche) Sprache. Je nach Sprache und Übersetzer, wird die Interpretation unterschiedlich ausfallen.

    Das ist selbst dann der Fall, wenn Menschen die selbe Sprache nutzen.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

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    • 8. Juli 2020 um 12:23
    • #22

    Sich auf Wortbedeutungen mit Wissenden einlassen unterbricht den Flow. Das willst du doch gar nicht!

  • Noreply
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    • 8. Juli 2020 um 12:24
    • #23

    Deepa Mach gefälligst weiter du bringst Ideen bei mir hoch die wichtig sind!!!

  • Noreply
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    • 8. Juli 2020 um 12:25
    • #24

    Sowas: Buddhisten sind keine Menschen sie sind Buddhisten.

  • Deepa
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    • 8. Juli 2020 um 12:25
    • #25
    Ellviral:

    Deepa Mach gefälligst weiter du bringst Ideen bei mir hoch die wichtig sind!!!

    Hahaha :D Ruhig...ich flowe gerade ganz langsam... ^^

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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