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Warum waren Buddhas Lehrreden so "langatmig"?

  • Schmu
  • 30. November 2019 um 22:15
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  • Raphy
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    • 1. Dezember 2019 um 23:51
    • #26
    void:
    [lz]

    . "Wiederum, Sandaka, ist da irgendein Lehrer ein Traditionalist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht; er lehrt das Dhamma durch mündliche Überlieferung, durch überlieferte Legenden, durch das, was in den Schriften überliefert wurde. Aber wenn ein Lehrer ein Traditionalist ist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht, dann ist einiges davon richtig im Gedächtnis geblieben und einiges ist falsch im Gedächtnis geblieben, einiges ist wahr und mit einigem verhält es sich anders.

    [/lz]

    In der Übersetzung von I.B.Horner kommt es so rüber, dass der Unterschied der zwischen etwas ist. was man irgendwo gehört hat und dem was der Autorität der Sammlungen zukommt.

    Sandakka Sutta:

    And again, Sandaka, some teacher here depends on report, holds to report for his ‘truths,’ he teaches Dhamma according to report, according to hearsay and tradition, according to the authority of the collections. If a teacher, Sandaka, depends on report, holds to report for his ‘truths,’ he remembers (part) well and he remembers (part) badly, and is both right and wrong.

    Es geht also nicht darum, ob etwas Niedergeschrieben ist oder nicht, sonder inwieweit es Autorität hat.

    Ja, kann gut sein. Müßte man mal die übersetzten Paliworte rausfinden die sich darauf beziehen.

    Ich kann jetzt auf die Schnelle leider nicht beurteilen welche der beiden Übersetzungen näher dran ist.

    Interessant dazu die Übersetzung von Kurt Schmidt und die Fußnoten:

    76. Sandaka - Mahāsandaka Sutta:

    ...

    Ein anderer Meister spricht nach, was er gehört hat, und glaubt, daß es wahr sei; er lehrt, wie es überliefert worden ist und wie es im Pitaka[3], im Korb der Überlieferung, steht. Ein solcher Meister kann sich gut oder schlecht erinnern, es kann so oder auch anders sein. Dabei überlegt ein verständiger Mensch, daß solches unerquicklich ist, und er wendet sich davon ab. Das ist die zweite Art von Askese, die der Erhabene für unerquicklich erklärt hat.

    ...

    [3] Dieses Wort beweist, daß das Sutta nicht vor dem 5. Jahrhundert nach Buddha verfaßt worden sein kann, denn vorher gab es keine schriftliche Überlieferung {Das ist wieder eine der vielen vorschnellen Schlüsse die Kurt Schmidt gezogen hat, siehe die Übersetzung
    von KEN
    ; WG]


    Majjhima Nikāya 76

    Kurt Schmidt übersetzt hier mit "... wie es im Pitaka, im Korb der Überlieferung, steht. ..." Für ihn scheint es also schon etwas schriftmäßiges bedeutet zu haben. Und das obwohl seine Meinung ist, dass es eine schriftliche Überlieferung damals nicht gab. Es widerspricht seiner Meinung und trotzdem übersetzt er es so und nicht etwa wie Karl Eugen Neumann:

    M. 76. (VIII,6) Mahāsandaka Sutta (Sandako):

    ...

    Zweite Art unerquicklicher Askese

    "Und wieder, Sandako, gibt es einen Meister, der weiß vom Hörensagen her, hat die Wahrheit vom Hörensagen überkommen; nach dem Hörensagen, auf Treu und Glauben hin, wie ein Korb von Hand zu Hand weitergeht, überliefert er die Lehre. Ein Meister aber, Sandako, der vom Hörensagen her weiß, die Wahrheit vom Hörensagen überkommen hat, der erinnert sich gut und erinnert sich schlecht, berichtet so und berichtet anders.

    ...


    Majjhima Nikaya 76

    Interessant wie vielfältig die Übersetzungen sind.

    The Pali Text Society's Pali-English dictionary

    Für mich persönlich ist die Frage, wann damals das erste Mal etwas über die Buddhalehre aufgeschrieben wurde, zweitrangig. Beim Weitergeben durch Höhrensagen können Fehler entstehen, genauso wie man auch Schriften verändern oder gar fälschen könnte.

    Die mündliche Überlieferung hast ja weder du, noch Alephant in Frage gestellt. Aber ihr scheint unterschiedlicher Meinung zu sein, warum es diese Art der Überlieferung gab. Wenn ich euch richtig verstanden habe.

    In der Sutta die wir gerade besprechen geht es meiner Meinung nach auch garnicht um die buddhistische Überlieferung, sondern um andere Überlieferungen/Schriften. Der Buddha spricht hier nicht unbedingt über seine Überlieferung, sondern allgemein.

    Ich wollte nur zeigen, dass Schrift an sich möglicherweise schon bekannt war zu Buddhas Zeiten.

    Aber wie gesagt es könnte auch deine Übersetzung näher dran sein. Dann wäre diese Sutta kein Hinweis darauf, dass Schrift an sich schon bekannt war. Oder die Sichtweise von Kurt Schmidt ist richtig, dass diese Sutta erst sehr viel später entstand.

    Und auch wenn Schrift möglicherweise schon bekannt war, sagt es ja nichts darüber aus, wie weit verbreitet sie zur Zeit Buddhas im täglichen Leben war.


    Liebe Grüße

    9 Mal editiert, zuletzt von Raphy (2. Dezember 2019 um 00:35)

  • void
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    • 2. Dezember 2019 um 07:38
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    • #27
    Raphy:

    Kurt Schmidt übersetzt hier mit "... wie es im Pitaka, im Korb der Überlieferung, steht. ..." Für ihn scheint es also schon etwas schriftmäßiges bedeutet zu haben.

    Ich glaube es wird heutzutage unterschätzt, wie viel am auswendig lernen kann. Nicht nur die Veden wurden mündlich weitergegeben, sondern auch ein keltischer Druiden lernten ja über eine Ausbildungszeit von 20 Jahren das Äquivalenz zu einem Bücherschrank. Von daher kann ich mir vorstellen, dass es damals den Pitaka in dem Sinne gab, dass einzelne Menschen ihn Wort für Wort auswendig konnten.

    Ananda begleitete Buddha als ein lebendiges Aufnahmegerät und von dort aus, konnte man dann jede Leehrrede "wie einen Korb von Hand zu Hand weitergeben":

    Horst Gunkel:
    Allerdings hatte Ananda offensichtlich eine Fähigkeit, die nur sehr wenige Menschen haben, er hatte nämlich ein phänomenales Gedächtnis, wie es manchmal bei autistischen Menschen vorkommt. Vermutlich handelte es sich bei Ananda um das, was die Wissenschaft heute unter hyperthymestisches Syndrom bezeichnet. Ananda konnte nämlich alle Vorträge des Buddha, auch wenn er sie nur ein einziges Mal gehört hatte, wortwörtlich wiedergeben.>Er konnte sogar noch die Betonung nachahmen und außerdem angeben, bei welcher Begebenheit der Buddha diese Belehrung gegeben hatte und wer dabei anwesend war. Das heißt. er hatte die Fähigkeit als Buddhas USB-Stick zu wirken, was von unschätzbarem Wert für den Erhalt der Lehrreden des Buddha war.
    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Raphy
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    • 2. Dezember 2019 um 09:19
    • #28

    void

    Ja, sehe ich auch so. :)

    Liebe Grüße

  • Alephant
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    • 2. Dezember 2019 um 17:24
    • #29
    void:

    Wahrscheinlich wären wir - die ja aus einer sehr schriftbasierten Kultur kommen - einerseits erstaunt wie selten das Schreiben damals war - das feuchte Klima ist ja vergänglichen Materialien nicht förderlich - und andererseits erstaunt wie viel die Menschen damals auswendig wussten.

    Auch in Europa kann man hier und da in der Geschichte den Wert des Auswendiglernens und vor allem auch einen Wert der freien Rede (frei im Sinn von: Sprechen ohne unterstützendes Textdokument) erkennen.

    Dass man dem Wert beigemessen hat liegt nicht nur an teuren Schreibutensilien und mangelnder Lese- & Schreibfähigkeit. Dass der Buddha selbst nicht geschrieben hat, finde ich vollkommen natürlich. Man sagt ja auch heutzutage, dass im Gespräch die meiste Information nicht über das Wort kommt.

    Das geschriebene Wort kann dem gesprochenen Wort auf die eine Weise betrachtet weit unterlegen sein. Mit dieser Aussage mag ich nicht einen Unwert des geschriebenen Worts herausstreichen. Nur mal zu bedenken geben, dass wir gemeinhin der Schrift zu viel Wert beimessen könnten. Die Art, wie die mündliche Übertragung der Lehrreden über 300? Jahre gelaufen ist, erscheint mir sogar sicherer als eine möglich gewesene Entscheidung, sofort alles niederzuschreiben und irgendwo in einer (vermeintlich) sicheren Höhle aufzubewahren.

    void:

    Ich glaube, der 'eifrige Niederschreiber den Lehre" und der "eifrige Leser der Lehre" wären hier ebenso gepriesen worden und der Grund das sie hier fehlen, liegt wirklich darin, dass es sie vielleicht nicht gab. Kann das sein?

    Kann sein. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand, der die Lehre bewahrt, von dem Buddha gelobt wurde. Aber wirklich Wissen sozusagen auch bewahren, das tut man eher durch Ausübung. Kann ja gut sein, dass Menschen sorgfältig über niedergeschriebene Worte (für eine vorgestellte "Nachwelt") wachen, und die auch sorgfältig weiterkopieren. Ob die aber auch den Sinn der Worte verstehen, ist damit nicht klar.

    Die Idee, dass Wissen etwas zum Niederschreiben wäre, und dass man Wissen auch vorrangig im Niederschreibbaren begreift, das ist europäische Kultur- & "Wissenschaftsgeschichte". Also "europäische Werte/Erziehung/Blick auf die Welt und das Indiviuum".

    Gerade Deutschland ist, was das Lesen und Schreiben (auch durch seine Geschichte begründbar) angeht, also was die "gesellschaftlich-kulturelle" und ökonomische Bedeutung angeht, nocheinmal besonders.

    Einmal editiert, zuletzt von Alephant (2. Dezember 2019 um 17:30)

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    • 2. Dezember 2019 um 20:43
    • #30

    Ich denke so wahnsinnig viel steht gar nicht im Palikanon.

    Das wirklich relevante wiederholt sich x-mal in diversen Varianten in den verschiedenen PK-Körben, anderes wurde erst gar nicht von Buddha geschrieben sondern entstammt aus anderer Mönche Feder.

  • Noreply
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    • 2. Dezember 2019 um 20:51
    • #31
    Bakram:

    Ich denke so wahnsinnig viel steht gar nicht im Palikanon.

    Das wirklich relevante wiederholt sich x-mal in diversen Varianten in den verschiedenen PK-Körben, anderes wurde erst gar nicht von Buddha geschrieben sondern entstammt aus anderer Mönche Feder.

    Dank Ananda nicht aus den Fingern gesaugt.

  • Vibhajjavādī
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    • 2. Dezember 2019 um 21:20
    • #32

    Namaste zusammen!

    Zitat

    Raphy:

    Majjhima Nikāya 76 - An Sandaka - Sandaka Sutta:

    ... 25. "Darüber erwägt ein Weiser so: 'Dieser gute Lehrer ist ein Traditionalist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht; er lehrt das Dhamma durch mündliche Überlieferung, durch überlieferte Legenden, durch das, was in den Schriften überliefert wurde.


    void:

    Zitat

    . "Wiederum, Sandaka, ist da irgendein Lehrer ein Traditionalist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht; er lehrt das Dhamma durch mündliche Überlieferung, durch überlieferte Legenden, durch das, was in den Schriften überliefert wurde. Aber wenn ein Lehrer ein Traditionalist ist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht, dann ist einiges davon richtig im Gedächtnis geblieben und einiges ist falsch im Gedächtnis geblieben, einiges ist wahr und mit einigem verhält es sich anders.

    In der Übersetzung von I.B.Horner kommt es so rüber, dass der Unterschied der zwischen etwas ist. was man irgendwo gehört hat und dem was der Autorität der Sammlungen zukommt.

    Sandakka Sutta: And again, Sandaka, some teacher here depends on report, holds to report for his ‘truths,’ he teaches Dhamma according to report, according to hearsay and tradition, according to the authority of the collections. If a teacher, Sandaka, depends on report, holds to report for his ‘truths,’ he remembers (part) well and he remembers (part) badly, and is both right and wrong.


    Raphy:

    Es geht also nicht darum, ob etwas Niedergeschrieben ist oder nicht, sonder inwieweit es Autorität hat.

    Ja, kann gut sein. Müßte man mal die übersetzten Paliworte rausfinden die sich darauf beziehen.

    Ich kann jetzt auf die Schnelle leider nicht beurteilen welche der beiden Übersetzungen näher dran ist.

    Interessant dazu die Übersetzung von Kurt Schmidt und die Fußnoten:

    76. Sandaka - Mahāsandaka Sutta: ...
    Ein anderer Meister spricht nach, was er gehört hat, und glaubt, daß es wahr sei; er lehrt, wie es überliefert worden ist und wie es im Pitaka[3], im Korb der Überlieferung, steht. Ein solcher Meister kann sich gut oder schlecht erinnern, es kann so oder auch anders sein. Dabei überlegt ein verständiger Mensch, daß solches unerquicklich ist, und er wendet sich davon ab. Das ist die zweite Art von Askese, die der Erhabene für unerquicklich erklärt hat.
    ...
    [3] Dieses Wort beweist, daß das Sutta nicht vor dem 5. Jahrhundert nach Buddha verfaßt worden sein kann, denn vorher gab es keine schriftliche Überlieferung {Das ist wieder eine der vielen vorschnellen Schlüsse die Kurt Schmidt gezogen hat, siehe die Übersetzung
    Alles anzeigen

    In der Chaṭṭha-Saṅgāyana-Ausgabe des tipiṭaka finden wir:

    Zitat

    230. ‘‘Puna caparaṃ, sandaka, idhekacco satthā anussaviko hoti anussavasacco. So anussavena itihitihaparamparāya piṭakasampadāya dhammaṃ deseti. Anussavikassa kho pana, sandaka, satthuno anussavasaccassa sussutampi hoti dussutampi hoti tathāpi hoti aññathāpi hoti. Tatra, sandaka, viññū puriso iti paṭisañcikkhati – ‘ayaṃ kho bhavaṃ satthā anussaviko anussavasacco so anussavena itihitihaparamparāya piṭakasampadāya dhammaṃ deseti. Anussavikassa kho pana satthuno anussavasaccassa sussutampi hoti dussutampi hoti tathāpi hoti aññathāpi hoti’. So ‘anassāsikaṃ idaṃ brahmacariya’nti – iti viditvā tasmā brahmacariyā nibbijja pakkamati. Idaṃ kho, sandaka, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena dutiyaṃ anassāsikaṃ brahmacariyaṃ akkhātaṃ yattha viññū puriso sasakkaṃ brahmacariyaṃ na vaseyya, vasanto ca nārādheyya ñāyaṃ dhammaṃ kusalaṃ.

    piṭakasampadāya dhammaṃ deseti heißt wörtlich soviel wie: "Er (der Meister/Lehrer/Religionsstifter) legt die Lehre als Durchführung/Ergebnis/Darbietung des/der Korbs/Körbe dar."

    Im übertragenen Sinne - unter Berücksichtigung der Pāli-Körbe (-Sammlungen) der oralen Überlieferungstradition (die Verschriftlichung fand erst Jahrhunderte später statt) - könnte man formulieren: "Der Lehrer legt die Lehre in Übereinstimmung mit der Pālitradition bzw. aufgrund der Autorität der Sammlungen dar."

    Mit Mettā

    Vibhajjavādī

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    • 3. Dezember 2019 um 08:45
    • #33

    Der Buddha selbst hat gesagt, dass es möglich ist, allein durch das Üben der Achtsamkeitsmeditation das Erwachen zu erreichen, pdf Seite 33 unten. Gerade gestern habe ich das wieder gelesen in

    "Satipatthana - der direkte Weg" s. auch zum runterladen


    [lz]

    18 M I 62: „ … wenn jemand diese vier satipaúúhânas … entwickelt, kann eines von

    zwei Ergebnissen für ihn erwartet werden: entweder vollendete Erkenntnis hier und

    jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr.“ Pradhan

    (1986, S. 340) weist darauf hin, die Übung aller satipaúúhânas sei erforderlich, um

    dazu fähig zu sein, derart hohe Stufen der Verwirklichung zu erlangen.[/lz]

    direkte-weg.pdf

    Dieses Buch ist einfach Klasse und hilfreich - in den Fußnoten finden sich ganz viele Hinweise, wo alles zu finden ist.

    _()_

  • Raphy
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    • 3. Dezember 2019 um 15:58
    • #34
    Vibhajjavādī:

    Namaste zusammen!

    Zitat

    Raphy:

    Majjhima Nikāya 76 - An Sandaka - Sandaka Sutta:

    ... 25. "Darüber erwägt ein Weiser so: 'Dieser gute Lehrer ist ein Traditionalist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht; er lehrt das Dhamma durch mündliche Überlieferung, durch überlieferte Legenden, durch das, was in den Schriften überliefert wurde.


    void:

    Zitat

    . "Wiederum, Sandaka, ist da irgendein Lehrer ein Traditionalist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht; er lehrt das Dhamma durch mündliche Überlieferung, durch überlieferte Legenden, durch das, was in den Schriften überliefert wurde. Aber wenn ein Lehrer ein Traditionalist ist, einer, der mündliche Überlieferung als die Wahrheit ansieht, dann ist einiges davon richtig im Gedächtnis geblieben und einiges ist falsch im Gedächtnis geblieben, einiges ist wahr und mit einigem verhält es sich anders.

    In der Übersetzung von I.B.Horner kommt es so rüber, dass der Unterschied der zwischen etwas ist. was man irgendwo gehört hat und dem was der Autorität der Sammlungen zukommt.

    Sandakka Sutta: And again, Sandaka, some teacher here depends on report, holds to report for his ‘truths,’ he teaches Dhamma according to report, according to hearsay and tradition, according to the authority of the collections. If a teacher, Sandaka, depends on report, holds to report for his ‘truths,’ he remembers (part) well and he remembers (part) badly, and is both right and wrong.


    Raphy:

    Es geht also nicht darum, ob etwas Niedergeschrieben ist oder nicht, sonder inwieweit es Autorität hat.

    Ja, kann gut sein. Müßte man mal die übersetzten Paliworte rausfinden die sich darauf beziehen.

    Ich kann jetzt auf die Schnelle leider nicht beurteilen welche der beiden Übersetzungen näher dran ist.

    Interessant dazu die Übersetzung von Kurt Schmidt und die Fußnoten:

    76. Sandaka - Mahāsandaka Sutta: ...
    Ein anderer Meister spricht nach, was er gehört hat, und glaubt, daß es wahr sei; er lehrt, wie es überliefert worden ist und wie es im Pitaka[3], im Korb der Überlieferung, steht. Ein solcher Meister kann sich gut oder schlecht erinnern, es kann so oder auch anders sein. Dabei überlegt ein verständiger Mensch, daß solches unerquicklich ist, und er wendet sich davon ab. Das ist die zweite Art von Askese, die der Erhabene für unerquicklich erklärt hat.
    ...
    [3] Dieses Wort beweist, daß das Sutta nicht vor dem 5. Jahrhundert nach Buddha verfaßt worden sein kann, denn vorher gab es keine schriftliche Überlieferung {Das ist wieder eine der vielen vorschnellen Schlüsse die Kurt Schmidt gezogen hat, siehe die Übersetzung
    Alles anzeigen

    In der Chaṭṭha-Saṅgāyana-Ausgabe des tipiṭaka finden wir:

    Zitat

    230. ‘‘Puna caparaṃ, sandaka, idhekacco satthā anussaviko hoti anussavasacco. So anussavena itihitihaparamparāya piṭakasampadāya dhammaṃ deseti. Anussavikassa kho pana, sandaka, satthuno anussavasaccassa sussutampi hoti dussutampi hoti tathāpi hoti aññathāpi hoti. Tatra, sandaka, viññū puriso iti paṭisañcikkhati – ‘ayaṃ kho bhavaṃ satthā anussaviko anussavasacco so anussavena itihitihaparamparāya piṭakasampadāya dhammaṃ deseti. Anussavikassa kho pana satthuno anussavasaccassa sussutampi hoti dussutampi hoti tathāpi hoti aññathāpi hoti’. So ‘anassāsikaṃ idaṃ brahmacariya’nti – iti viditvā tasmā brahmacariyā nibbijja pakkamati. Idaṃ kho, sandaka, tena bhagavatā jānatā passatā arahatā sammāsambuddhena dutiyaṃ anassāsikaṃ brahmacariyaṃ akkhātaṃ yattha viññū puriso sasakkaṃ brahmacariyaṃ na vaseyya, vasanto ca nārādheyya ñāyaṃ dhammaṃ kusalaṃ.

    piṭakasampadāya dhammaṃ deseti heißt wörtlich soviel wie: "Er (der Meister/Lehrer/Religionsstifter) legt die Lehre als Durchführung/Ergebnis/Darbietung des/der Korbs/Körbe dar."

    Im übertragenen Sinne - unter Berücksichtigung der Pāli-Körbe (-Sammlungen) der oralen Überlieferungstradition (die Verschriftlichung fand erst Jahrhunderte später statt) - könnte man formulieren: "Der Lehrer legt die Lehre in Übereinstimmung mit der Pālitradition bzw. aufgrund der Autorität der Sammlungen dar."

    Mit Mettā

    Vibhajjavādī

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    Hallo lieber Vibhajjavādī.

    Danke für die Mühe und Anregungen.

    Demnach muß also in der Sutta nicht unbedingt eine schriftliche Überlieferung gemeint sein.

    Und damit wäre diese Sutta kein Hinweis dafür, dass zu Buddhas Zeit Schrift bekannt war.

    Liebe Grüße

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    • 3. Dezember 2019 um 21:06
    • #35
    Monikadie4.:

    Der Buddha selbst hat gesagt, dass es möglich ist, allein durch das Üben der Achtsamkeitsmeditation das Erwachen zu erreichen, pdf Seite 33 unten. Gerade gestern habe ich das wieder gelesen in

    "Satipatthana - der direkte Weg" s. auch zum runterladen

    [lz]

    18 M I 62: „ … wenn jemand diese vier satipaúúhânas … entwickelt, kann eines von

    zwei Ergebnissen für ihn erwartet werden: entweder vollendete Erkenntnis hier und

    jetzt, oder, wenn noch eine Spur von Anhaften übrig ist, Nichtwiederkehr.“ Pradhan

    (1986, S. 340) weist darauf hin, die Übung aller satipaúúhânas sei erforderlich, um

    dazu fähig zu sein, derart hohe Stufen der Verwirklichung zu erlangen.

    [/lz]

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    Dieses Buch ist einfach Klasse und hilfreich - in den Fußnoten finden sich ganz viele Hinweise, wo alles zu finden ist.

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    Das Satipatthana Sutta bildet meiner Ansicht nach den Kern der Buddhalehre. Alle anderen sind mehr oder weniger Beigemüse.

    Hier mal von einer anderen Religon betrachtet

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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